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am 29. November 2014
Super!
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Raphael Fellmer und seine Philosophie spalten offensichtlich die Menschen (das wird beim Durchsehen der Rezensionen hier schnell augenscheinlich). Die einen halten den Lebenskünstler für einen verantwortungslosen Egomanen, der auf Kosten anderer sein Leben ausrichtet, die anderen sehen aber durchaus auch positive Seiten seiner materialistischen Verweigerungshaltung. Dementsprechend gespannt war ich auf sein Buch "Glücklich ohne Geld!". Und nach der Lektüre kann ich eins sagen: Ich möchte in unserer materialistischen Welt nicht mit ihm tauschen!

Fellmer berichet in seinem Buch viel Autobiografisches, und es braucht einige Zeit, bis er weg von seinen (Welt-)Reisen hin zum titelgebenden besseren und ökologischen Leben kommt. Hin und wieder fragte ich mich, wie verantwortungsvoll der Autor als Vater einer jungen Tochter ist? Was ist beispielsweise, wenn das Kind im Kindergarten oder in der Schule an einem Ausflug wegen Fellmers materieller Verweigerung nicht teilnehmen darf? Andererseits ist der Autor auch Initiator der foodsharing.de-Aktion, die Menschen, denen wenig Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, rasch mit den Menschen in Kontakt treten lässt, die Lebensmittel übrig haben...

Auch nach der Lektüre bleibe ich zwiegespalten. "Glücklich ohne Geld!" hat mich gleichermaßen zum Nachdenken und auch zum Kopfschütteln animiert. Somit eine sehr durchschnittliche Drei-Sterne-Bewertung von mir. Die Lektüre kann lohnend sein. Eine eBook-Version ist - konsequenterweise - kostenlos erhältlich.

PS: Weil ich von einem Kommentator als "Schweinehund" bezeichnet wurde, und darauf hingewiesen wurde, dass ich die foodsharing-Adresse falsch geschrieben habe, hier die neu eingestellte, korrigierte und kommentarfreie Rezension. Man muss nicht jedem Troll eine Plattform bieten. Doch vom Schweinehund zum Schaumvordenlippenhabenden: Danke für den Hinweis - der Fehler wurde korrigiert. My bad. (Und es tat nicht Not, mir jegliche Schreibfähigkeit abzusprechen.)
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die ist und bleibt eine Utopie. Außer, es kommt wirklich die große Katastrophe und der klägliche Rest an Menschen zieht wieder mit der Keule los. Auch funktioniert, die vom Autor propagierte Lebensweise, nur als Minderheitensystem, da letztendlich der zahlende Konsument (natürlich) auch für die entsorgten Lebensmittel mit bezahlt hat. Trotzdem empfand ich das Buch als Bereicherung für mich, welches mir neue Sichtweisen eröffnet und altbekannte wieder in den Blick gerückt hat.

Den Autor könnte man sicherlich gut als Visionär bezeichnen. Er ist auf alle Fälle ein umfassend
ambitionierter Mensch, der einen Traum konsequent verfolgt hat. Aus seinen Zeilen sprechen dermaßen viel Liebe und Wertschätzung dem Erdkreis und seinen gesamten Bewohnern gegenüber, wie ich es selten zuvor bei einer Lektüre erlebt habe. Er regt einen Paradigma-Wechsel im Großen an, fast schon eine Revolution bezüglich herkömmlicher Gepflogenheiten. Ich habe, wie gesagt, meine Zweifel, ob das tatsächlich im umfassenden Stil zu bewerkstelligen ist.

Doch das Buch bietet darüber hinaus viele Anregungen, über die ganz eigenen persönlichen Gepflogenheiten und Bequemlichkeiten zu reflektieren. Es ist schon eine unglaubliche Verschwendung, die die Überflussgesellschaft der westlichen Welt tagtäglich mit sich bringt. Wenn hier – im Kleinen – viele Menschen umdenken und -handeln, wäre schon viel geholfen.
Gerade auch das Thema "Fleischkonsum", mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen, wird vom Autor immer wieder aufgegriffen und hinterfragt. Eine gänzlich vegane Lebensweise ist da sicherlich eine schlussfolgernde Konsequenz.

Letztendlich ist das Buch auch eine kleine Biografie von Raphael Fellmer. Und eine Reisebericht. Er hat sich tatsächlich per Anhalter von Mitteleuropa nach Mexiko auf den Weg gemacht, über Marokko, die Kanaren und Südamerika. Gerade diesen Bericht mit seinen vielen positiven Begegnungen fand ich bereichernd und spannend zu lesen.

Einige der Tipps am Ende, zu Verkleinerung des eigenen ökologischen Fußabdrucks empfand ich als hilfreich. Bei einigen anderen mangelt es mir aber am Willen zur Umsetzbarkeit, muss ich ehrlicherweise gestehen. Gut fand ich auch, dass Raphael Fellmer gegen Schluss zugegeben hat, inzwischen gewisse Kompromisse einzugehen und zum Beispiel nicht mehr nur per Anhalter, sondern auch mit dem Zug zu reisen. Das macht das Ganze dann wieder lebensnaher für mich.

Ein kleiner tadelnder Hinweis jedoch: Ich wäre vorsichtig, den Philosophen Peter Singer zu zitieren, der in seiner utilitaristischen Sichtweise an anderer Stelle zum Beispiel auch indirekt die Euthanasie befürwortet.

Fazit: bedenkenswert!
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am 22. Januar 2017
Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit gelesen. Es hat mich darin bestärkt, meinen Traum vom Aussteiger-Leben zu verwirklichen. Manchmal muss man es einfach lesen, was man doch eigentlich weis. Viele Menschen leben ganz anders als wir, ohne Toilette, ohne den Wasserhahn - und sie leben auch. Diesen Schalter im Kopf umzulegen, andere Wege gehen, andere Leben leben - das Buch hilft, gibt Denkanstöße, zeigt Möglichkeiten auf. Auch für Menschen wie mich, Generation um die fünfzig, ehemals karriereorientiert, statusbewusst - das volle Programm bis zur Midlifecrisis.

Mittlerweile habe ich gekündigt, bin ausgestiegen, schreibe Bücher und habe ein Ratgeber über die finanzielle Planung des vorzeitigen Berufsausstieg geschrieben. Dann bekomme ich plötzlich miserable Rezensionen bei Amazon, sehe anderen geht es auch so und stoße wieder auf dieses Buch. Und nun ist der Zeitpunkt gekommen danke zu sagen und diese Rezension zu schreiben. Herzlichst Elke Fischer
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am 9. Januar 2014
Raphael Fellmer lebt ohne Geld - von dem, was bei anderen "übrig bleibt".

So weit, so gut.
Prinzipiell eine gute Idee.
Leider bleibt er hierbei weder konsequent noch objektiv - und damit beginnt meine Kritik an diesem Buch.

Denn dieses "Leben von dem, was übrig bleibt" beschränkt sich nicht wirklich darauf, die Reste, das Übrige, das zuviel Produzierte zu nehmen. Das Buch ist eine Anleitung zum Schnorren und zum Ausnutzen.

Ein nettes Beispiel: Trampen statt Autofahren. Ist als Idee einigermaßen OK - Laufen wäre konsequent gewesen, eine normal organisierte Fahrgelegenheit wäre auch noch besser, eine Straßenbahn wäre gut, scheitert aber am Bezahlen, somit ist Trampen kein Zeichen von Konsumverzicht, aber... OK.

Aber warum muss man jetzt in diesem Buch im Nachhinein den Fahrer, der so freundlich war, einen mitzunehmen, als "bösen Autofahrer" hinstellen, statt einfach freundlich Danke zu sagen? Peinlich.
Der Autor nutzt das Auto, beweist damit, dass er doch Konsumgüter verwendet, bewahrt aber dabei ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, besser zu sein als der Autobesitzer selber.

Warum fragt er einfach nach das Fahrrad eines Freundes, statt so ehrlich zu sein und dem Kumpel dafür einen angemessenen Ausgleich zu bieten (man muss nicht mit Geld bezahlen, man kann z.B. auch einfach mal Arbeit oder Zeit oder einen Sachwert anbieten)?

Das Buch vermittelt nicht den Eindruck eines Selbstversorgers oder eines Menschen, der die Konsumgesellschaft wirklich kritisiert, sondern von einem Schnorrer und Abzocker, der diese Lebensart auf Kosten anderer auch noch stolz seiner Tochter vermittelt.

So führt er leider in diesem Buch sein eigenes Konzept ad aburdum.
Eine Gesellschaft ohne Geld kann nur funktionieren, wenn alle sich beteiligen - sie kann nicht funktionieren, indem Einzelne auf Kosten anderer leben.
Konsumverzicht ist nicht gleichbedeutend mit Faulheit.

Dieses Buch rückt auf diese Art und Weise viele positive Dinge wie Foodsharing, Konsumverminderung und Selbstversorgung (z.B. durch Minifarming) in ein sehr zwiespältiges Licht und hat damit seine Botschaft um hundert Prozent verfehlt.

Ein PS für Leser, die diese Diskussion nicht mit Scheuklappen, sondern objektiv verfolgen:

Unter

Wie werde ich ein echter Geizhals? So knausern Sie sich reich.
(http://www.amazon.de/werde-echter-Geizhals-knausern-reich/dp/3478085144/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1391295527&sr=1-1&keywords=wie+werde+ich+ein+echter+geizhals)

und

Knausern Sie sich reich!. Geizhälse haben mehr vom Leben
(http://www.amazon.de/Knausern-reich-Geizh%C3%A4lse-haben-Leben/dp/3478085314/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1391295475&sr=8-1&keywords=knausern+sie+sich+reich)

findet man die ersten Bücher der "Geizhals" - Bewegung.

Diese Bücher habe ich damals nicht positiv bewertet, weil sie keine echten, neuen Tipps zum Konsumverzicht gebracht haben, sondern "nur" alte Weisheiten aufgekocht haben.

Heute sehe ich allerdings in den Büchern der Familie van Veen und van Eeden den Beginn einer wesentlich ehrlicheren und authentischeren Bewegung als die Fellmers. Die Grundaussage des Konsumverzichts ist die gleiche, die Formulierungen provokanter und die Menschen, die dahinter stehen, leben das was sie sagen, denn in den Büchern wird sich nicht "reichgeknausert", sondern wirklich und reell auf Konsum verzichtet, um nicht mehr Teil der Tretmühle Konsumgesellschaft zu sein.

Lesen lohnt sich - schon aus historischen Gründen.

Ebenfalls lesenswert der Erfahrungsbericht von Mark Boyle:
http://www.amazon.de/Der-Mann-ohne-Geld-Konsumverweigerung/dp/3442172446/ref=cm_cr-mr-title
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am 14. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ganz ohne Geld? Das soll in der heutigen Gesellschaft gehen? Ich konnte es mir nicht vorstellen, und aus diesem Grund wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Schon vor einigen Jahren hatte ich das Buch eines Moderators gelesen, der von Deutschland bis in die Arktis gereist ist ohne einen Cent in der Tasche. Allerdings war das Geschnorre unerträglich und bekam von mir nur zwei Sterne. Leben ohne Geld in Deutschland war da schon ein anderer Schnack. Auch ich gehöre zu den Leuten, die gerne sparen, kaufe eher im Schlussverkauf oder auch mal Produkte, die fast abgelaufen sind. Früher konnte ich sogar fast mein ganzes Geld sparen, da ich außer den normalen Kosten, wie für Miete keine Lebensmittel kaufen musste, da ich durch meine Arbeit in der Küche stets umsonst essen durfte. Das es noch extremer geht, wusste ich von Freunden, die sich das Ziel gesetzt haben in der Woche nur maximal 50€ für Lebensmittel auszugeben. Großpackungen, fast abgelaufene Sachen und Fahrten von Supermarkt zu Supermarkt waren normal, um kein Sonderangebot zu verpassen. Sie haben jedoch auf ein eigens Haus gespart. Dementsprechend war ich neugierig, wie andere Leute noch mehr sparen und sogar ganz ohne Geld auskommen. Das Buch hat jedoch geschafft, dass ich sehr geteilter Meinung bin. Warum möchte ich euch nun erklären.

'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Raphael wächst mit seinen Geschwistern und seinen Eltern auf. Er isst was auf den Tisch kommt, lernt früh den Wert des Geldes schätzen und hat große Ziele. Nach der Schule unternimmt er verschiedene Reisen, die ihm andere Kulturen zeigen, ihn aber immer wieder dazu verleiten, sich wie ein Tourist zu benehmen. Gleiches gilt für die Zeit, wo er im Ausland gearbeitet hat. Mit Beginn des Studiums ändert sich seine Weltbild immer mehr. Er sieht immer deutlicher die Ungerechtigkeit, merkt die Verschwendungskraft einzelner Staaten und möchte dies verändern. Unterstützt wird er von Seelenverwandten, die er während des Studiums kennenlernt, aber auch von seiner spanischen Freundin, die er später heiratet und mit ihr eine Tochter bekommt. Gemeinsam entsagen sie mit der Zeit mehr oder weniger dem Geld. Nachdem die Schwangerschaft bekannt ist, hören sie mit dem Reisen auf und ziehen nach Deutschland. Während seine Frau noch etwas Geld ausgibt, will er damit nichts mehr zu tun haben. Sie ziehen zu den Eltern einer alten Freundin, die viel Platz haben, suchen sich Möbel und andere Dinge in der Rubrik „zu verschenken“ oder bieten statt Geld ihre Arbeitskraft an. Ja, sogar der Frauenarzt wird mit Arbeitskraft bezahlt. Lebensmittel werden aus Containern gefischt, die die Supermärkte täglich entsorgen, und es zeigt sich, man kann so leben. Statt sich einer Arbeit zu verschreiben, versucht Raphael alles um die Welt und die Konzerne aufzurütteln und teilweise gelingt ihm das sogar. Mit diesem Buch möchte er andere Leute wachrütteln.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Geschmäcker sind verschieden und das sieht man deutlich an den Meinungen, wie zum Beispiel bei Amazon. Doch auch mich als einzelne Person hat das Buch gespalten und das soll schon etwas heißen.

Raphael stellt sich dem Leser als Mensch vor, der Nachbar, Familienmitglied, aber auch wir selbst sein könnten. Er ist mein Jahrgang und damit noch greifbarer. Er beginnt mit seiner Geburt Kindheit und schafft somit eine Verbindung, die auch ohne die etwas nervige direkte Ansprache des Leser mit Du, vorhanden gewesen wäre. Er gibt Geld aus, isst was auf den Tisch kommt, liebt Fleisch, verdient sein eigenes Taschengeld und ärgert sich über die erneute Fahrprüfung, die wieder nicht bestanden wurde. Der Autor versucht zu zeigen, dass er nicht anders ist, als die Mehrheit der genährten Menschen, und trotzdem diesen Weg eingeschlagen hat.

Eigentlich ein guter Ansatz, aber leider belässt der Autor es nicht bei dieser klaren Trennung. Statt nach seiner Vorgeschichte, ein separates Kapitel mit seinen Beweggründen zu verfassen, wo er mit Fakten um sich werfen kann, und danach auf seine aktuelle Lebenssituation einzugehen, kombiniert er alles, wie in einer linearen Geschichte und das ist leider der springende Punkt. Mich nervt diese Umsetzung sehr. Immer wieder wirft er mit Zahlen um sich, und wiederholt sich in meinen Augen leider auch sehr häufig. Zudem sind viele Gedanken nicht vollständig bis zum Schluss durchdacht.

Die rund 5000 Plastikwindeln, die ein Baby benötigt, verbrauchen in der Herstellung über 350 Liter Erdöl, viereinhalb Bäume und verursachen Tonnen von Müll. (ZITAT S. 167)

Meine Mutter ist Baujahr 1938 und hat somit bei meinen anderen Geschwistern noch die gewünschten Mullwindeln benutzt. Wie viel Wasser und Reiniger jedoch nötig ist, damit die Windeln wirklich rein werden, und der zeitliche Aufwand, den berücksichtig der Autor dabei nicht. Gerade wo viele Mütter alleinerziehend sind, oder arbeiten müssen. Auf letzteres gehe ich aber später noch ein.

Ein weiteres Beispiel für Zahlen ist sein geliebtes Wasser, welches immer wieder genannt wird.

An virtuellem Wasser verbrauchen wir nämlich 5500 Liter pro Person und Tag. (ZITAT S. 180)

Einbezogen sind hier auch der Wasserverbrauch für gekauften Kleidungsstücke oder Lebensmittel. So kann er die Italiener nicht verstehen, die zusätzlich nur gekauftes Wasser trinken, obwohl die Wasserqualität dort 1A ist. Es schmeckt jedoch einfach nicht jedem. Ich fand schon als Kind Leitungswasser total eklig und trinke es nur mit Tee oder Saft gemischt. Zudem fehlt mir der Sprudel, der bei Mineralwasser einfach anders ist, als bei Leitungswasser mit Kohlensäure, die man zu Hause produziert. Zudem vergisst er hier Katastrophen und ähnliches, wo Leute über abgepacktes Wasser froh sind oder Länder, wo man kein Leitungswasser trinken darf.

Es sind viele Ansätze, wo ich zwar den Hintergrund verstehe, aber eben auch die andere Seite sehe.

Irgendwann kommt dann endlich der Punkt, wo er weniger auf andere Länder oder Allgemeines eingeht, und sich dem Leben in Deutschland widmet. Das was für uns greifbar ist. Wir haben an diesem Punkt schon über die Hälfte des Buches hinter uns und irgendwie hakt er dies auch alles recht schnell ab. Während ich vorher zwar die Umsetzung nicht perfekt fand, und ihm nicht in allen Punkten zustimmen konnte, musste ich ab Deutschland irgendwie immer den Kopf schütteln. Ich verstehe, dass er etwas ändern möchte und auch sein Ansatz, aber es ist ein Konzept, dass definitiv nicht für die Masse geeignet ist. Er zieht zum Beispiel nach Deutschland und erwartet, dass ein Vermieter ihn sozusagen kostenlos wohnen lässt. Es gibt genügend Wohnungen, die gegen Hausmeisterleistung vermietet werden, aber den Eindruck, dass er das möchte, wird man wenig später wieder los, denn als ihm eine Ärztin aufzeigt, dass er pro Stunde 10€ abarbeiten würde, verliert er die Lust an diesem Konzept.

Auch das Containern fand ich doch etwas übertrieben. Klar kann ich eine solche Vergeudung auch nicht nachvollziehen. Wie gesagt ich komme aus der Gastronomie, und weiß wie viel weggeworfen wird. Wie oft hatte ich meinem Chef vorgeschlagen die letzte halbe Stunde alles beim Brotshop für die Hälfte zu verkaufen, statt am Ende alles wegzuwerfen. Es sind Worte die nicht erhört werden.

Im Mondschein ging es so mit durchschnittlich 25 Kilogramm langsam nach Hause. (ZITAT. S. 163)

Drei bis vier Mal die Woche. So viel isst kein Mensch und kurz darauf gibt er auch zu, dass er alles rettet und es seinen Mitmenschen, Obdachlosen und Freunden regelrecht aufdrängen muss. Wie viel davon heimlich entsorgt wird, muss sich jeder selbst denken. Nudeln, Gewürze oder auch Getränke – manche Sachen sind okay. Aber Fleisch oder schimmeliges Obst / Gemüse.. Nee, das kann ich nicht nachvollziehen. Da er Veganer ist, wird somit das Fleisch verschenkt und das wird mit Sicherheit des Öfteren heimlich entsorgt. Gerade Fleisch ist nicht ungefährlich, aber als Veganer kann man sich eher schlecht den Magen verderben. Nichts gegen Containern, wenn man es für seinen eigenen Bedarf macht.

Spätestens an den benutzten Servietten aus dem Restaurant wird deutlich, dass man es übertreiben kann, und seine Tochter eher selten Freunde mit nach Hause nehmen wird, wenn sie größer ist. Gerade bei Karstadt habe ich gesehen, dass manchmal 10 Servietten unbenutzt zurückkamen, aber irgendwie wäre es mir zu unhygienisch.

Wie oben erwähnt ist sein Konzept sicherlich nicht verkehrt, aber nicht für die Masse geeignet. Würde jeder Mensch so leben, dann gäbe es keine Leute mehr, die arbeiten gehen. Somit wird nichts produziert, keiner würde Häuser bauen oder ähnliches mehr. Im Grunde kann so etwas nur in einer funktionierenden Gesellschaft funktionieren, wo die Mehrheit Geld ausgibt, arbeiten geht und etwas tut. Er möchte kein Geld ausgeben, lässt aber seine Frau mit der Bahn zu TV-Auftritten bringen, und kassiert auch Kindergeld, welches seine Frau bekommt und auch teilweise ausgibt, wie zum Beispiel für eine Familienversicherung. Somit ist deutlich, dass es ohne Geld nicht geht und seine Frau ohne auch nicht glücklich wäre, denn wäre sie es, würde sie nicht ab und an doch etwas ausgeben oder zur Seite legen.

Eine Überschrift bei „Amazon“ ist sehr treffend: „Schmarotzertum, edel verpackt“ und das trifft es irgendwie auch. Die Vergeudung von Lebensmitteln, die Gleichgültigkeit der Tafel. Es gibt viele Möglichkeiten. So könnte man vom Staat aus Ausweise verteilen an wirklich hilfsbedürftige Menschen, die mit dem Ausweis am Ende des Tages zum Beispiel im Supermarkt für einen Obolus von 1-2 € so viel fällige oder abgelaufene Produkte mitnehmen können, wie sie tragen können. Es gibt genügend Ideen. Allerdings sind die Ideen von Raphael noch meilenweit von der Masse entfernt.
Doch zurück zu dieser Überschrift. Man kann es in der Tat Schmarotzertum nennen, denn man kann auch arbeiten gehen und trotzdem versuchen all das zu verändern. Das erwirtschaftete Geld kann man in diese Projekte stecken.
Auch kommt mir das Wort Scheinheilig in den Sinn, wenn ich bestimmte Passagen lese. So möchte der Autor kein Geld für die Printausgabe und bittet sogar das Buch zu verschenken, damit ja viele es lesen können. Warum verkauft man dann ein Buch für 14,99€ und nicht zum Selbstkostenpreis. Er redet immer wieder davon „Wie ich ohne einen Cent lebe“, aber seine Unternehmungen kosten Geld. Nicht aus seiner Tasche und nicht ihn, aber andere. Wer zahlt zum Beispiel den Rückflug nach Deutschland. Achj a, das war zwar super günstig, aber den durfte seine Frau zahlen. Wie kommt er zu Terminen, wo er noch kein Geld für sein Bahnticket ausgeben wollte. Ach ja, er ist getrampt und seine Mitfahrgelegenheit hat sozusagen die Kosten übernommen, sonst wäre er wohl gar nicht zu seinem Termin gekommen, denn Deutschland ist groß und mit dem Fahrrad wäre er Wochen unterwegs.

Wie gesagt, ich kann nachvollziehen, dass der Autor mit vielen Dingen nicht einverstanden ist und vieles ungerecht findet. Das stimmt und würde jeder Mensch etwas beitragen, könnte es ganz anders aussehen. Aber man kann es eben auf andere Art und Weise erreichen und seine Utopie von jeder macht, was ihm Spaß macht, verschenkt seine Arbeitskraft und bekommt davon von anderen, was er braucht, ist eben Utopie. Wenn jeder macht was er will, was ihm Spaß macht, gäbe es genügend Jobs, die niemand machen würde, wenn ihr versteht, was ich meine.

Auch mich hat der Autor auf jeden Fall wieder etwas mehr zum Nachdenken animiert, aber ich bin zu dem Schluss gekommen. Geld allein macht nicht glücklich, aber ganz ohne geht es in der realen Welt leider auch nicht. Es könnte fairer sein, und man kann eine Menge ändern, aber nicht auf eine solche Art und Weise. Von mir bekommt das Buch zwei Sterne, da mich der Autor in gewissen Punkten informiert und zum Nachdenken angeregt hat. Seine Umsetzung, sowohl vom Buch, als auch seinen Projekten, empfinde ich jedoch nicht so durchdacht und daher kann ich nicht mehr geben.
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am 14. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich stimme in vielem nicht mit dem Autor überein, finde es aber richtig gut, dass das Buch kostenlos zu haben ist in elektronischer Version- das ist immerhin konsequent. Meine inhaltliche Kritik gründet darauf, dass diese Art des geldlosen Lebens aus meiner Sicht nur machbar ist, solange man gesund ist. Spätestens wenn man regelmässig Medikamente braucht, wird's schwierig,
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In dem Buch „Glücklich ohne Geld“ von Raphael Fellmer, erschienen im Redline Verlag, führt der Autor seine Erfahrungsberichte im Umgang mit Geld auf. Er spricht dabei von persönlichen Erfahrungen und globalen Entwicklungen.
Dabei hinterfragt es sozialkritisch unser Konsumdenken und Verhalten, auf eine absolut sympathische Art und ohne erhobenen Zeigefinger.

Schon als Kind bewegte ihn die Tatsache das es soviel Ungerechtigkeit und Leid
gibt auf der Welt, obwohl sich alle nach Liebe und Frieden sehnen.
Sein Mitgefühl galt schon damals den Tieren, den hungernden Menschen und insbesondere den vielen Kindern auf der Welt, die mit leerem Magen ins Bett gehen mussten ohne zu wissen ob sie den nächsten Tag noch erleben werden.
Mit viel Geld so glaubte er damals könne man materiell den Armen helfen, so der Plan.

Schon während der Schulzeit wollte er einige Zeit im Ausland verbringen, doch der Preis lag bei mehreren tausend Euro, Geld das er und seine Eltern nicht hatten. „Der Glaube versetzt Berge, mit einem starken Willen kann uns nichts aufhalten!“ so Raphael Fellmer.

Er suchte eine Zivildienstmöglichkeit in Lateinamerika. Durch das Glück einer zufälligen Bekanntschaft, eröffnete sich die Möglichkeit, nach Mexico gehen zu dürfen. Schon damals liebte er das Abenteuer, und es erschien im unlogisch, Geld auszugeben für etwas was es auch kostenlos gab also fuhr er als Anhalter mit.

Weitere Reisen folgten in denen er nicht nur fremde Kulturen, andere Menschen sondern auch sich selbst erfuhr.
Er berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Veganismus und ist heute überzeugter Veganer. Schon als Kind verweigerte er Fleisch auf dem Teller, da er nicht wollte das Tiere für ihn sterben mussten.

Vegan zu Leben stieß in anderen Ländern oft sehr auf Verwunderung und teilweise auf Ablehnung, so auch in Italien.
Dieses Buch zeigt Leben und Überleben ohne Geld funktioniert das gilt auch für Lebensmittel. Schon in den damaligen WG-Zeiten lebten sie von den sogenannten Abfällen der Supermärkte, umgangssprachlich auch „Containern“ genannt. Dabei wurde ihm zum ersten Mal mit aller Deutlichkeit klar wie viel „nicht mehr verkäufliche Wahren“ im Müll landen.

Es waren im Schnitt 30-50kg noch genießbare Lebensmittel täglich. Vornehmlich Milch, Joghurt, Fleisch, frisches Brot , Obst und Gemüse.
Heut setzt er sich aktiv für die Organisation Foodsharing, um diesen Missständen entgegen zu wirken. Dieses Buch bewegt zum Nachdenken, dass unsere Welt immer mehr im Materialismus erstickt und noch mehr mentale und physische Mauern zwischen uns und unseren Mitmenschen entstehen.

„Auch wenn wir manchmal ungerecht behandelt werden oder negatives erfahren haben, so können wir doch unser eigenes Verhalten gegenüber unserer Umwelt und den Mitmenschen verändern.“

Seine Visionen werden täglich von viel Menschlichkeit gestärkt und beflügelt.
Es macht Spaß dieses Buch zu lesen, den Raphael Fellmer lässt uns auf sympathische weise die Dinge mit anderen Augen sehen. Empfehlenswert!
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am 20. März 2015
Raphael Fellmer's Buch ist sehr lesenwert, stimmt nachdenklich und sollte zur Pflichtlektüre in allen Schulklassen werden!
Ein Buch für Groß und Klein. Wir leben alle gemeinsam auf einem Planeten - unserer wunderbaren Mutter Erde - und sollten alle
zusammen alles dafür tun, unseren Heimatplaneten in seiner unglaublichen Schönheit zu erhalten. Für uns und für folgende
Generationen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Dieses Buch m u s s gelesen werden!
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am 17. November 2013
Die Idee klingt erstmal interessant. Wer möchte nicht ohne den schnöden Mammon auskommen und im Einklang mit Mutter Erde leben.
Es ist aber einfach nur eine edel verpackte Form von Schmarotzertum, die uns der Autor vorstellt. Wenn er schreibt, dass er sich als Tramper von Autofahrern mitnehmen lässt und denen dann erzählt, dass er ein viel besserer Mensch ist, weil er kein Auto fährt, ist das schon sehr dreist.
Richtig unverschämt finde ich es aber, wenn er erzählt, dass er sich von richtig armen Menschen, die trotz harter Arbeit nur das Nötigste haben, durchfüttern lässt und mehr oder weniger dazu aufruft es ihm gleichzutun und die traditionelle Gastfreundschaft mancher Kulturen einfach auszunutzen.
Natürlich findet er es interessanter, durch Fernsehstudios zu tingeln und große Reden zu schwingen, als jeden Tag acht Stunden oder mehr mit richtiger Arbeit zu verbringen. Das könnte ja anstrengend sein oder ihn langweilen. Die Lebensphilosophie des Autors funktioniert aber leider nur dann, wenn nur sehr, sehr wenige Menschen danach leben. Sie ist keineswegs massentauglich. Es muss dafür immer genügend gutmütige "Kapitalisten" geben, die sich ausnutzen lassen und denen man ein Vorbild sein kann.

Das Buch habe ich kostenlos auf meinen kindle geladen, ich würde es jederzeit gerne wieder zurückgeben für den nächsten Leser. Ich habe das erste Drittel relativ genau gelesen, war dann von den immer gleichen Selbstbeweihräucherungen gelangweilt und habe den Rest auf der Suche nach neuen Erkenntnissen und praktikablen Vorschlägen nur noch quergelesen, aber leider nichts gefunden.
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