find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 3. Juni 2011
Inhalt:
Jacob Jankowski ist 90 oder 93 Jahre alt (so genau weiß er es selbst nicht mehr) und lebt in einem Altersheim. Hier geschieht nichts wirklich aufregendes, und Jacob fühlt sich zudem bevormundet und entmündigt. Der alte Herr erwacht plötzlich zum Leben, als in der Nähe des Altersheims ein Zirkus sein Zelt aufbaut. Jacob erinnert sich an seine Zeit bei 'Benzinis Spektakulärster Show der Welt', wo er als Tierarzt arbeitete, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall gestorben sind, und er erkennen musste, dass er finanziell ruiniert ist und aller Besitz der Eltern der Bank gehört. Beim Zirkus trifft er auf die Kunstreiterin Marlena, die ihn sofort verzaubert, die jedoch mit dem unberechenbaren Dompteur August verheiratet und somit unerreichbar ist.

Mein Eindruck:
Farbenfroh, abenteuerlich und atmosphärisch erzählt Sara Gruen eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise im Amerika der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Hierbei fühlte ich mich nicht nur hervorragend unterhalten, sondern habe auch mit den authentisch beschriebenen Protagonisten mitgelitten und mich mitgefreut. Sara Gruen schildert große Gefühle, doch wird nur selten pathetisch. Insgesamt hat mir ihre Geschichte vom Zirkusleben sehr gut gefallen, und ich habe regelrecht die Musik gehört und die Artisten gesehen. Besonders überzeugend fand ich den 90-/93-jährigen Jacob, dessen trostloses Leben im Altersheim sehr authentisch und sehr bewegend dargestellt wurde.

Mein Resümee:
'Wasser für die Elefanten' ist perfekte Unterhaltung - bisweilen amüsant, bisweilen traurig, immer fesselnd und immer stimmungsvoll.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2011
Eine Geschichte, die Einblick in die Eitelkeit der Menschen und dem Missverständnis ihres Hier-Seins gibt. Gut, dass es den Zirkus fast nicht mehr gibt.
Muß man nicht haben.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2013
Der 93-jährige Jacob Jankowski lebt in einem Altersheim. In dieses wurde er von seinen Kindern untergebracht, nachdem seine Frau starb und er selbst sich bei einem Sturz die Hüfte brach. Geistig ist er noch voll auf der Höhe, nur sein Körper spielt nicht mehr so mit, wie er es gern hätte. In dem Heim ist ein Tag wie der andere. Doch eines Tages wird in Sichtweite ein Zirkus aufgebaut und Jacob erinnert sich an seine Vergangenheit, denn er selbst ist jahrelang mit einem Zirkus durch Amerika gereist.

Bis zu seinem 23. Lebensjahr führte Jacob ein sehr behütetes Leben. Als einziges Kind seiner Eltern hatte er eine glückliche Kindheit und es stand für ihn nie zur Debatte, dass er einen anderen Beruf ergreifen wollte als sein Vater: Veterinär. Auf der Universität läuft es, trotz Wirtschaftskrise, sehr gut für ihn, die Studiengebühren sind gezahlt und es fehlt nur noch eine Prüfung zu seinem Abschluss. Es ist das schicksalhafte Jahr 1931, das sein Leben für immer verändern soll. Kurz vor der Abschlussprüfung sterben Jacobs Eltern bei einem Autounfall und Jacob steht völlig mittellos da, denn seine Eltern konnten ihm, wider erwartend nichts hinterlassen. Sein Elternhaus und die Praxis seines Vaters sind an eine Bank verloren, bei der die Hypothek für seine Studiengebühren lief. Jacob, der nicht weiß, wo er hin soll und was er mit dem Rest seines Lebens anfangen soll, springt einfach auf einen vorbeifahrenden Zug.

Dass es sich bei dem Zug um einen fahrenden Zirkus handelt, merkt Jacob recht schnell. Mit Hilfe von Camel, der sich in jenem bewussten Waggon aufhält, bekommt er tatsächlich Arbeit als Tierarzt beim Zirkus. Jetzt betritt Jacob eine ihm neue und völlig unbekannte Welt. Schnell lebt er sich ein und merkt, wer seine Freunde und Verbündeten sind und wem er aus dem Weg gehen muss, um ein ruhiges Leben beim Zirkus zu führen. Bereits am ersten Tag sieht er Marlena, eine Artistin und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Marlena ist verheiratet und was das bedeutet, eröffnet sich Jacob schneller, als ihm lieb ist. Und dennoch, er kann Marlena nicht fern bleiben und auch sie scheint, obwohl sie verheiratet ist, ihm gegenüber Gefühle zu hegen. Doch kann das gut gehen, zwei Liebende, die nicht sein dürfen auf so engem Raum? Können sie ihre Gefühle gegenüber den anderen verbergen und was passiert, wenn Marlenas Ehemann davon erfährt?

Was für eine ergreifende Geschichte! Der Plot wurde sehr detailliert und gefühlvoll erarbeitet, ich war einfach nur hingerissen. Besonders gut haben mir die fließenden Übergänge von Gegenwart und Vergangenheit gefallen, sie waren gleitend, nicht abrupt, wie es häufig der Fall ist. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, ich war von jeder einzelnen, ob gut oder böse fasziniert und begeistert. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe - es hatte mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass das Buch ausschließlich aus der Sicht Jacobs erzählt wird. Ich musste mich hier nicht auf irgendwelche anderen Sichtweisen einstellen, sondern konnte einfach in die Geschichte eintauchen und mit ihr schwimmen. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hier um ein sehr einfühlsames Buch handelt, dass mir wundervolle Lesestunden bereitet hat und von dem ich mir vorstellen könnte, es durchaus noch einmal zu lesen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. März 2011
Ich habe vor kurzem den Roman WATER FOR ELEPHANTS gelesen und es hat mich sehr beeindruckt.

Ich habe viel über das damalige Zirkusleben erfahren und bin in diese Welt des Zirkus eingetaucht, von der ich bis dahin eigentlich nichts wusste.
Die Rahmenhandlung des alten Mannes, des Protagonisten, ist Mitleid erregend, schildert aber auch mit erschreckender Wahrheit die Zustände in einem Pflegeheim.
Zudem geht es um ein anderes Problem: nämlich dem Tierschutz oder welchen Wert eigentlich wertvolle Tiere haben oder wann sind sie nichts mehr wert?

Also, insgesamt ein Roman, der mir tief unter die Haut ging, ohne grausam zu sein.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. November 2014
Ich gebe zu, ich habe mir das Buch gekauft, weil ich es verpasst habe, den Film im Kino zu sehen. Ich war neugierig auf die Geschichte, die im Trailer so gut ausgesehen hat – und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte von Jacob und Marlena liest sich so gut, dass ich sie kaum aus der Hand legen konnte. Am Anfang war ich skeptisch – eine Liebesgeschichte im Zirkus zwischen dem Tierarzt und der Kunstreiterin in einer Zeit, über die ich relativ wenig weiß. Dann war auch noch der Aspekt der (vermutlich) beschriebenen Tierquälerei, wenn Dompteur und Elefantendame Rosie aneinander geraten – trotzdem habe ich das Buch gelesen, nein verschlungen.

Die Autorin geht an die ganze Geschichte mit so viel Respekt und Feinfühligkeit, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass ich eine Seite überlesen muss, weil es nicht mehr geht. Es gab zwar viele Szenen, wo ich am liebsten dazwischen gesprungen wäre und eingegriffen hätte, aber sie passten einfach in die Geschichte. Ohne die Tragödie um Marlenas Pferd wären sich Jacob und sie wohl nicht näher gekommen.

Besonders interessant fand ich den hautnahen Einblick in das Zirkusleben. Die Autorin hat anschaulich die Zeit getroffen und das Leben im Zirkus auf eine Weise dargestellt, die mich gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Wenn ich an die ganzen Taschenspielertricks zurückdenke… den Menschen wurde wirklich das Geld aus der Tasche gezogen, ohne dass sie es gemerkt haben.

Auch schön ist es, wie Sara Gruen die Handlungsfäden der Gegenwart und Vergangenheit zusammenlaufen lassen hat. Der Augenmerk der Geschichte liegt ganz klar auf der Vergangenheit, trotzdem hat sie sich Mühe gegeben, auch eine Rahmenhandlung zu stricken. Diese stört aber an manchen Stellen doch eher den Lesefluss, als dass sie die Geschichte unterstützt – leider.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2014
==Inhalt==

Jacob Jankowsky steht am Abgrund. Seine Eltern sind bei einem tragischen Autounfall gestorben und er erfährt, dass ihm nun nichts mehr gehört. Denn sein Vater ein passionierter Tierarzt hat zuletzt die Tiere für Naturalien behandelt, einfach weil seine Kunden kein Geld hatten. Die Wirtschaftskrise hat das Land stark gebeutelt.
Nun soll das Haus an die Bank gehen und Jacob ist perspektivlos und natürlich tief erschüttert.
Während seines Examens zum Tierarzt kann er sich auf nichts konzentrieren, also steht er auf und lässt sein leeres Blatt zurück. Wo er hin soll, das weiß er nicht, nur weg von hier, immer weiter gehen.

Er landet schließlich neben einer Eisenbahnstrecke und springt auf den nächstbesten Zug auf, nicht wissend dass er mitten in einem Zirkuszug gelandet ist.
Am ersten Tag macht er sich als Rausschmeißer, Stallausmister und hilft überall, wo Hilfe gebraucht wird. Am nächsten Tag jedoch geht es darum angestellt zu werden und dort kann er auftrumpfen und wird fortan der neue Tierarzt der Truppe.

Bald schon lernt er August, den Stallmeister kennen, ein charmanter Mensch, der jeden für sich einnehmen kann und nun Jacobs bester Freund zu sein scheint, bis zu dem Augenblick, an dem Jacob widerspricht. Denn da verpasst August ihn einen Denkzettel, der jemand anderen schon in der Vergangenheit den Arm gekostet hat.
August hat eine Persönlichkeitsstörung, die zu extremen Wutanfällen gegenüber Mensch oder Tier führt.
Von diesem Moment an weiß Jacob, dass irgendetwas mit August nicht stimmt und man ihn mit Vorsicht genießen muss, besonders wenn es um seine wunderschöne Frau Marlena geht.
Und obwohl Jacob sich schwört auf der Hut zu sein, kann er nichts dagegen tun, nach und nach verliebt er sich immer mehr in Marlena.

So schwer die Zeit auch ist, Jacob kann auch Freunde finden unter Arbeitern, wie Artisten, sehr ungewöhnlich, da zwischen diesen Gruppen ein riesiger Abgrund klafft.

==Meine Meinung==

Der Grund, warum ich dieser Geschichte so skeptisch gegenüberstand, war die kitschige Vermarktung in den Kinotrailern. Diese lassen uns ahnen, dass sich alles nur um eine schnulzige Liebesgeschichte dreht.
Das Buch jedoch erzählt eine andere Geschichte. Es ist die Geschichte von Jacob Jankowskys Leben.

Das Buch wird in zwei Ebenen erzählt. Zum einen haben wir den jungen Jacob, der am Abgrund steht, bis er sich ins Abenteuer stürzt, auf der anderen sitzt der alte 93 Jährige Jacob, der griesgrämig in einem Altersheim sitzt, befürchtet abzubauen, sich über das fürchterliche pürierte Essen beschwert und sich an seine Jugend erinnert, da der Zirkus gerade in der Stadt ist.

Ich persönlich bin ein absoluter Fan von Rückblicken, ob nun in Film, Serie oder Buch. Das Handeln auf mehreren Zeitebenen gibt uns viel mehr über eine Person preis. Und gibt uns eine kleine, traurige Andeutung vom Zahn der Zeit.

Die Figuren wurden meiner Meinung nach sehr gut dargestellt, man hat versucht auf gewisse Stereotypien zu verzichten, wobei das nicht immer möglich ist. Doch für einen Roman, der vom Zirkus handelt, hat man die Stereotypen doch recht klein gehalten.

Eine sehr wichtige und gut ausgefeilte Rolle ist auf jedenfall August, der Stallmeister mit der Persönlichkeitsstörung, der in einem Moment vor Freude strahlt und im nächsten wütend auf einen losgehen kann. Der sich an jedem rächt, der sich ihm widersetzt, ob Mensch oder Tier. Diese Person muss man einfach hassen.

Marlena dahingegen ist sein Ruhepool, doch auch sie vermag es nicht immer seine Ruhe wiederherzustellen.
Marlena ist eine wunderschöne Frau, eine begabte Artistin und vernarrt in ihre Pferde, die sie wie ihre Kinder behandelt. Sie ist sanft und freundlich, jedoch auch überaus naiv und ohne den Zirkus aufgeschmissen.
Denn ihr Elternhaus hat sie verstoßen, als sie es wagte einen Juden zu heiraten.

Jacob ist eine sehr unbekümmerte Person, man merkt jedoch, dass sich sein Wesen arg wandelt, als er zum Zirkus kommt. Er macht die größte Entwicklung durch. Er lernt vorsichtig zu sein und vorausschauend um sich selber zu schützen, jedoch bleibt sein großes Herz am rechten Fleck und er setzt sich für die Schwächeren ein, ob Mensch oder Tier.

Die Geschichte ist zum einen tragisch aber im anderen Moment auch magisch, wie eine Abenteuerroman, in der sich der Held in fremde Weiten erhebt.
Und wir haben hier vor allem eines nicht, einen kitschigen Liebesroman. Ja die Liebe spielt für Jacob eine große Rolle, doch dieses Thema nimmt nicht Überhand, läuft bis zum Schluss auch eher als Nebengeschichte und erhält erst im letzten Viertel an Bedeutung.
In der Zwischenzeit werden wir schon mit Spannung überhäuft, bangen mit, drücken die Daumen und hoffen.

Das Buch ist ehrlich, brutal und zeigt, dass ein Zirkus den Glanz eben nur nach außen trägt und innerhalb dieses auch düstere Seiten herrschen. Dabei werden Themen wie die Prohibition, die Wirtschaftskrise und der Klassenunterschied angesprochen.

Im Zirkus herrscht eine extreme Trennung von Arbeitern und Artisten und sollte das Geld einmal knapp sein, wegen der Krise, so gehen die Arbeiter als einzige leer aus. Sie essen und schlafen getrennt, Artisten erhalten Wasser zum Waschen, Arbeiter nicht. Dies alles geschieht frei nach dem Motto Arbeiter sind ersetzbar und das lässt diese sich fürchten.

Die Prohibition ist ein großes Thema, auch wenn der Zirkus reichlich mit Alkohol ausgestattet zu sein scheint, ist das Thema allgegenwärtig, zweimal kommt in dem Buch eine Alkoholrazzia vor.

Was also ist das Besondere an diesem Buch? Ich kann es gar nicht so genau sagen, weil es für mich mehr das Buch als Gasamtes war, das mich gefesselt hat. Wir haben hier einen sehr spannenden Abenteuerroman, der uns in fremde Gefilde führt, dabei jedoch nicht nur den Glanz zeigt, sondern auch die Schattenseiten. Und wir haben den netten Kerl, der dem fiesen das Mädchen raubt - immer wieder gern gesehen.
Bei mir ist es sehr wichtig, das ich bei einem Buch einen Draht zu mindestens einer Person bekomme, sonst kann ich nicht eintauchen und das Lesevergnügen bleibt sehr oberflächlich. Hier habe ich die Person mit Jacob sehr schnell gefunden, er musste nicht viel sagen, schon war die Verbindung da.

==Fazit==

Ein sehr gelungenes Buch, das mich gleich mitgenommen hat und bis zur letzten Seite nicht mehr losließ.
Neben der hervorragenden Abenteuergeschichte bekommen wir auch einen Blick in die damalige Zeit und das Zirkusleben insbesondere.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Inhalt
Es sind manchmal die kleinen Momente, die den Rest unseres Lebens bestimmen. So auch bei Jacob Jankowski, der 1931 kurz vor seinem Abschluss in Tiermedizin an der Eliteuniversität Cornell steht. Nach einem tragischen Unfall bleibt ihm nichts mehr: kein Geld, kein Haus, kein Abschluss. Durch Zufall springt er auf einen Zug auf, der zum Gespann des Benzini Zirkus gehört und bekommt dort tatsächlich einen Job als Tierarzt. Als er seine erste Vorführung dort sieht, verliebt er sich sofort in die hübsche Artistin Marlena, die so liebevoll mit ihren Pferden umgeht. Doch seine Traumfrau ist bereits verheiratet - mit dem unberechenbaren Dompteur August. Erst, als die störrische Elefantendame Rosie n den Zirkus kommt, kann der junge Mann Hoffnung schöpfen. Denn nicht nur ist er der einzige, der mit dem Elefanten umzugehen weiß, auch beginnt eine zaghafte Annäherung zwischen ihm und Marlena. Wäre da nicht August, der mit seinen Gewaltausbrüchen eine Gefahr für jeden im Zirkus darstellt...

Bewertung
Eine Liebesgeschichte? Eine Lebensgeschichte! "Wasser für die Elefanten" erzählt eindrucksvoll vom Leben im Zirkus und einem Schicksal, das aufregender als jede Zirkusvorführung ist.

Jakob ist mittlerweile 90 (oder 94) Jahre alt und lebt in einem Altersheim. Dort ist er als granteliger, alter Mann bekannt. Kein Wunder, wo doch keines seiner fünf Kinder ihn bei sich aufnehmen wollte und nun sogar niemand am Besuchertag erscheint um ihn zu einer Zirkusaufführung zu begleiten. Immer, wenn er kurz wegdämmert, erinnert er sich aber an eine Zeit vor vielen Jahren, als er selber noch in einem Zirkus gearbeitet hat. Und an all die großen und kleinen Wunder wie Schrecken, die er dort gleichermaßen erlebt hat.

Man schließt sowohl den störrischen alten Jakob, als auch den jungen Mann Anfang zwanzig direkt in sein Herz. Sara Gruen beschreibt eindrucksvoll seine Gedankengänge und Gefühle, sodass man seiner Erzählung gespannt lauscht. Es ist ein bisschen so, als würde man seinem eigenen Großvater bei der Geschichte seines Lebens zuhören und ohne es zu merken, befindet man sich plötzlich selber in der Zirkusmanege.

Die Lebendigkeit aller Charaktere und die Beschreibungen des Zirkus wecken wohl in jedem Erinnerungen an die Kindheit, in der man selber mit großen Augen auf den Zuschauerplätzen saß und sich dem Zauber der Show ganz ergeben hat. Ähnliches geschieht auch wieder hier beim Lesen. Der unterschwellige Geruch von Popcorn, Sägemehl und den Tieren ersteht beim Lesen genauso wieder auf, wie das Gefühl der angespannten Vorfreude und Aufregung, die man kurz vor einer Vorführung empfunden hat. Allerdings bleibt der Roman nicht nur bei den oberflächlichen und schönen Beschreibungen des Zirkuslebens. Er entführt uns Leser auch hinter die Kulissen und zeigt, mit welchen Problemen Zirkusbesitzer und Angestellte zu kämpfen hatten. Und obwohl die Erkenntnis all dessen, was hinter der Bühne passiert, mitunter grausam und erschreckend ist, geht der Glanz und Zauber nie ganz verloren. Denn die Liebesgeschichte zwischen Jakob und Marlena hat ihren ganz eigenen Glanz. Sie ist nicht kitschig und überstürzt, viel mehr müssen beide Charaktere sehr für ihre Liebe kämpfen und werden nicht selten vor Gewalt, Trauer und andere Probleme gestellt.

Glatt verläuft Jakobs Leben also wirklich nicht. Der Roman schockiert bisweilen, treibt einem auch schon mal Tränen in die Augen. Aber immer möchte man wissen wie es weiter geht und fiebert mit dem 90 (oder 94)-jährigen Mr. Jankowski mit.

Für mich war das Buch eine große Überraschung im positiven Sinne. Ich hatte eine recht einfache und rosige Liebesgeschichte erwartet und wurde ganz und gar verzaubert von der einmaligen Atmosphäre, die es versprüht. Wer sich auf die Erzählung einlässt, wird ganz und gar von ihr begeistert sein. Man lacht, weint, bangt, streitet und liebt mit jedem einzelnen der Charaktere und hat am Ende das Gefühl, auch ein halbes Leben im Zirkus hinter sich zu haben.

Einfach großartig!
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2011
Der gleichnamige Kinofilm, der in Oscar-starker Besetzung in diesem Frühling in unsere Kinos kam, bekam sehr geteilte Kritiken. Und auch der Roman von Sara Gruen zeigt seine Stärken und Schwächen.
Wundervoll herausgearbeitet ist die Lebensgeschichte des Jakob Jankowski, der in den 30er Jahren vor Ende seines Tiermedizinstudiums seine Eltern verlor und nun mittellos sein Studium nicht beenden konnte, sondern sich dem zweit- oder auch drittklassigen Eisenbahnzirkus Benzinis anschloss.
Der Roman wird durch Rückblicke des nun im Altersheim lebenden Jakobs erzählt. Hervorzuheben ist die unglaublich einfühlsam Beschreibung des Alterns bzw. Altseins in der heutigen Zeit aus der Sicht des Pflegepersonals bzw. der Angehörigen wie auch der alten Menschen selber, aber dies nur am Rande.
Fasziniert war ich von dem gesamten Setting des amerikanischen Eisenbahnzirkus und der Zeit der Großen Depression. Nichts positives ist dort zu finden. Erschreckende Kargheit, Tierquälerei, menschenunwürdige Lebensbedingungen, Korruption, Gewalt, Traurigkeit, Leid, Elend und Resignation. Obszöne Erotik und ordinäre Umgangsformen waren mir stellenweise zu viel. Da hätten vielleicht auch Andeutungen gereicht.
Alles in allem lebt das Buch von seiner - wenn auch öden - Fremdartigkeit, der Faszination Zirkus und das Happy End ist wirklich schön, nicht zu happy, relativ realistisch und doch der einzige, inhaltliche Glanzpunkt des Romans.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2016
Nachdem das Buch sowie der Film sehr gute Bewertungen hatte, habe ich mir dieses Buch auch gekauft.
Leider muss ich sagen, dass ich enttäuscht wurde. Die Geschichte an sich ist genial, ich hätte mir nur mehr Tiefgang gewünscht. Mehr in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen.
Die Geschichte mit dem Elefanten Rosie hätte meiner Meinung viel mehr in den Vordergrund gerückt werden müssen sowie die Stampede am Schluss viel detaillierter hätte sein können.
Die Szenen im Altenheim waren fantastisch. Hier waren die Gefühle sehr gut beschrieben.
Also alles in allem ein gutes Buch aber sehr oberflächlich. Ein Buch für zwischendurch.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2011
Ich muß zugeben, ich bin auf das Buch gekommen, weil ich u.a. ein (etwas älterer) Robert Pattinson-Fan bin und immer nachsehe, in was für Filmen er so mitspielen wird. Dann hab ich mir das Buch bestellt und wollte es auch vor dem Kino-Start durch gelesen haben. Sara Gruen war mit bis dahin kein Begriff.

Der Zirkus kampierte auf der Festwiese hinter unserem Haus, als das Buch von Amazon kam (wie passend). Heute ist eine Woche später und ich muß sagen: DAS BUCH IST ECHT DER HAMMER! Es ist leicht zu lesen, ohne daß es oberflächlich ist und es fesselt von den ersten Seiten an. Die Geschichte ist SUPER TOLL! Ich konnte es gar nicht mehr weg legen und habe immer sehnsüchtig darauf gewartet. Über den Inhalt ist ja schon "oben" einiges erwähnt insofern möchte ich nichts weiter vorweg nehmen. Ich konnte mir die ganze Geschichte mit den Schauspielern vorstellen (nur der Jakob-Senior, den bekomme ich nicht in Einklang mit dem "Bild" im Buch). Aber ich habe mit Jakob mitgelebt, mitgelitten und mich mit ihm gefreut. Wenn der Film nur halb so gut ist, wie in meiner Vorstellung, dann hat's sichs gelohnt. Das Buch jedenfalls ist das SCHÖNSTE Buch, an das ich mich erinnern kann. Vielleicht sollte ich es gleich nochmal lesen......?!?!?!
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,99 €
9,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)