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Kundenrezensionen

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am 21. Mai 2013
Typische Daft-Punk-1-Stern-Rezension 2001:

Also, ich bin ja Daft Punk-Fan der 1. Stunde und Homework war ein geniales Album! Aber was ist das denn? Das ist doch nicht Daft Punk! Dies lahme Discofox-Geschwurbel? Da haben sich Daft Punk aber ein Eigentor geschossen! Sorry, aber das war nichts! Schlechteste Platte aller Zeiten!

Typische Daft-Punk-1-Stern-Rezension 2005:

Also, ich bin ja Daft Punk-Fan der 1. Stunde und Homework und Discovery waren echt geniale Alben! Aber was ist das denn? Das ist doch nicht Daft Punk! Dieser stupide, ewig gleiche Rüttel-Techno? Da haben sich Daft Punk aber ein Eigentor geschossen! Sorry, aber das war nichts! Schlechteste Platte aller Zeiten!

Typische Daft-Punk-1-Stern-Rezension 2010:

Also, ich bin ja Daft Punk-Fan der 1. Stunde und die ersten drei waren echt geniale Alben! Ich weiß, dass das ein Soundtrack ist, aber was ist das denn? Das ist doch nicht Daft Punk! Dieses öde Orchester mit ein bischen Gebrummel im Hintergrund? Da haben sich Daft Punk aber ein Eigentor geschossen! Sorry, aber das war nichts! Schlechteste Platte aller Zeiten!

Typische Daft-Punk-1-Stern-Rezension 2013:

Also, ich bin ja Daft Punk-Fan der 1. Stunde und die ersten drei waren echt geniale Alben! Tron war auch voll super! Aber was ist das denn? Das ist doch nicht Daft Punk! Dieser schnöde, langweilige Fahrstuhlfunk? Da haben sich Daft Punk aber ein Eigentor geschossen! Sorry, aber das war nichts! Schlechteste Platte aller Zeiten!

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Merkt Ihr was? Immer dasselbe. Ich bitte also um ein wenig Beruhigung in der 1-Sterne und in der 5-Sterne-Fraktion. Ich glaube, Daft Punk haben sich schon daran gewöhnt. Mit jedem Album verlieren Sie die Hälfte der "Fans" und bis zum nächsten Album hat sich Ihre Fanzahl wieder vervierfacht.

Zum Album: Ich verstehe ja das weinerliche Enttäuschtsein vieler "Fans". Es ist wirklich wieder was komplett neues. Und es reicht nicht aus, auf fette Beats und auf David Guetta zu stehen, um dieses Album zu mögen. Dies ist ein Album von Leuten, die Musik lieben in all den auch ruhigen Facetten und ist gemacht für Leute mit offenen Ohren, für Musiknerds, für Leute, die sich mit mehr als einer einzigen Art von Musik beschäftigen. Auch ich mochte nicht alle Lieder gleich zu Anfang. "Within", "Game of Love und "Instant Crush" fand ich langweilig und nichtssagend. Aber jetzt, wo ich das ganze Wochenende die Scheibe auf Dauerrotation hatte, ist das vorbei. Ich liebe dieses Album! Liebe jeden einzelnen Ton! Soviel Liebe, Intelligenz und Mühe, die hier auf jedes Instrument und auf jede Emotion gelegt wurden ist einfach unbeschreiblich. In einem Wort: Wunderwunderwunderwunderschön! Danke Daft Punk! Dafür, dass Ihr Euch nicht dem Diktat der breiten David-Guetta-Masse unterwerft. Danke, dass Ihr Euch noch Gedanken macht, nicht auf den schnellen Euro linst und alle fünf Jahre ein Meisterwerk auf den Tisch legt, für das es sich immer lohnt, zu warten! Danke!
4545 Kommentare| 488 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 24. Oktober 2013
dies ist ein aus der zeit gefallener artikel...

perfekt gemachte discomusic wie aus der besten zeit dieses genres. da passt alles, der beat, der bass, die band...

zur musik ist hier wohl schon viel geschrieben worden und die eine oder andere nummer wird ein interessent auch schon mal wo gehört haben.

daher wäre nur zu ergänzen, dass das ding haptisch genauso gelungen ist, wie die musikalische produktion.
ein schweres pappcover, ein hochwertiger druck, zwei schwere, blitzsaubere platten, offenbar aus virgin-vinyl.

die nadel gleitet durch die eher breit geschnittenen rillen, als wären diese geschmiert, selten platten mit derart leisem hintergrund gehört.

ganz offenbar wurde der sound für die vinyl-ausgabe unkomprimiert verarbeitet, die CD klingt vergleichsweise undynamisch, dünn und ein wenig lästig - ich weiß, erbsenzählerei, weil trotzdem klanglich über dem durchschnitt, aber es sei doch darauf hingewiesen, dass dieses ding so richtig fett und analog klingt...

die platten sind auch sauber entgratet, frei von rückständen, das mittelloch perfekt zentriert (leider keine selbstverständlichkeit mehr) - ein perfektes produkt zum fairen preis - wie gesagt: aus der zeit gefallen...
2121 Kommentare| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2013
Beim ersten Hören so lala, beim zweiten gefällt es besser, beim dritten Mal entdeckt man die Feinheiten und Überraschungen und beim wiederholten Hören merkt man die Genialität der Beiden. Absolutes Suchtpotential - chillige Klangteppiche um darin zu versinken. Vielleicht nichts für die Tanzparty aber perfekt beim Autofahren, Reisen, Fliegen, Bahnfahren, Joggen, Lesen, Entspannen usw.
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am 16. Oktober 2013
Das Erscheinungsdatum dieses Albums liegt nunmehr 5 Monate zurück, ich denke das ist eine angemessene Zeit für eine ausführliche Rezension.

Irgendwie fühlt man sich mit diesem Album in ein kleines Aufnahmestudio in den 70er Jahren und gleichzeitig in ferne Zukunft versetzt. Es ist so schön, dass man es kaum für real halten kann. Ja, es ist wirklich eine Parallelwelt, in die Daft Punk uns hier versetzt. Eine Märchenwelt der Fantasie. Und das alles mit unfassbar frischen und klaren Klängen. Ein Jahrhundertwerk!
Ich werde jetzt nicht zu jedem einzelnen Titel etwas sagen, denn zu einigen wurde schon genug gesagt, aber das ein oder andere will ich doch noch hinzufügen.

Give Life Back To Music
Was für ein Einstieg! Der Start mit einem Offbeat verwirrt kurz, aber gleich danach findet man hier schon die erste Perle des Albums. „Haucht der Musik wieder Leben ein!“ - Diese Botschaft findet sich unmissverständlich auch in der Musik wieder: Echte Bandbesetzung (sicherlich ein kurzer Schock für die eingefleischten Fans), ein grooviges Gitarrenriff und eine wunderschöne (wenn auch vocoder-verfremdete) Melodiestimme. Und das von den zwei Herren, die jahrelang für außergewöhnlich elektronische, also quasi „menschenfremde“ Musik bekannt waren – eine respektable Kehrtwende.

Giorgio by Moroder
Mein absolutes Lieblingswerk auf dieser Platte. Zu Beginn erzählt Hansjörg „Giovanni Giorgio“ Moroder – einer der prägendsten Pioniere, wenn nicht sogar der Erfinder, der elektronischen Synthesizer-Disco-Musik – von den Anfängen seiner musikalischen Laufbahn: Mit 17 Jahren Vorsingen in Diskotheken, „about seven, eight songs“ - sicher noch ohne ein Vermögen damit zu verdienen. Doch aus diesem Jugendlichen wird einmal der Mann werden, der Soundtracks wie „What a Feeling“ und Disco-Klassiker wie „Reach Out“ und „I Feel Love“produzieren wird; ein Mann der mit Legenden wie Freddy Mercury und Elton John zusammenarbeiten wird – und mittlerweile selbst zur Legende geworden ist.
Der Song der zunächst mit einem klassischen Disco-Loop beginnt, entwickelt sich nach Moroders Verkündigung „Once you free your mind about a concept of harmony and music being correct, you can do whatever you want“ zu einem progressiven Mix aus E-Gitarre und kreativen Schlagzeug-Breaks (an dieser Stelle sei angemerkt, dass es sich bei dem Schlagzeuger um Sting-Drummer Omar Hakim handelt).

Touch
Dieser Song wurde von Daft Punk als das „Kernstück“ des Albums bezeichnet. Es erzählt in gewisser Weise das Leben des Komponisten Paul Williams, der auf diesem Track singt, nach: In einem Interview meinte er, er habe jahrelang ein typisches Starleben mit vielen Frauen und wenig Tiefgang geführt, und Daft Punk hätten es geschafft, ihn mit diesem Song emotional zu berühren: „Touch, where do you lead? I need something more“.
Das Stück fängt fast verstörend an, und baut auch im weiteren Verlauf eine irgendwie düstere Stimmung auf. Die Mischung aus elektronischen Klängen und akustischem Schlagzeug und Klavier, Bläsern und Gitarre ist atemberaubend, und sogar einen Chor tischen die französischen House-Pioniere am Ende noch auf, um plötzlich wieder zum stillen Intro zurückzukehren. Keine Minute klingt gleich.

Get Lucky
Der Radio-Hit. Und das zurecht. Nach langer Zeit mal wieder ein elektronischer Song im Radio, der nicht dem Mainstream verfallen ist. Der Titel „Get Lucky“ impliziert vielleicht bei manchen die Vorstellung billiger Gute-Laune-Musik, doch dieser Song ist musikalisch das genaue Gegenteil, wobei emotional eigentlich (bis auf das „billig“) genau das, denn eines macht er sicher: Gute Laune.

Contact
Eine originale NASA-Aufnahme von Eugene Cernan, Kapitän der Apollo-17-Mission, in der er von einem rotierenden „particle, that's nearby“ spricht, leitet diese sechs Minuten progressiven Luxuslärms von einem anderen Planeten ein. Dieser „particle“ könnte im Zusammenhang als Discokugel interpretiert werden. Ein würdiger Abschluss für ein grandioses Album.

Ich höre „Random Access Memories“ nun bereits seit Monaten rauf und runter und Langeweile kommt dabei wirklich nicht auf. Dieses Album ist für Musikliebhaber mit Genre-Experimentierfreudigkeit konzipiert. Lasst es euch auf den Ohren zergehen!
33 Kommentare| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. März 2017
Wie ein Spätzünder kam ich jetzt erst auf den Trichter, das Album zu kaufen :D

Auch hier sieht man, wie bei anderen Dingen ja auch, dass man auch heute noch perfekte Träger produzieren kann.
Alles andere soll in den Lagern versauern. Zeichen setzen. Billigen Schund zurück schicken.

1a Scheiben. Perfekter Schnitt, für die heutige Zeit so und so, keine Nebengeräusche, Nadel gleitet nur so durch die Rillen...
Kanaltrennung, Frequenzen, ungelogen, einfach nur ein Traum!

Vergleiche ich hier die Star Wars Platten, die ich vor Kurzem hier gekauft habe, das sind Welten Unterschied!

Danke an die Macher!!!

Und zum Thema Geschmack und schlechten Rezis:
Es muss ja auch nicht jedem gefallen. Wem die älteren Stücke besser gefallen, kann doch zu den älteren Vinyls greifen.
Ich bin beim Musikgeschmack auch etwas altgebackener. Und wenn sogar ich das Album akzeptiere als einer der größten Nörgler ... :D
Wobei man trotzdem CONTACT wohl als das Sahnehäubchen auf den Scheiben bezeichnen darf ;)

Dank mp3-Code werde das auch mal in der rollenden Schalldruckkabine rumpeln lassen :D
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am 17. Mai 2013
Daft Punk waren schon immer anders und sind es auch heute noch. Soviel mal vorweg. Selten hat eine Fanbase ein Album mehr herbeigesehnt als diese Scheibe. Das da nicht alle Erwartungen erfüllt werden ist klar.

Die zwei Franzosen sind mittlerweile im Mainstream angekommen und auch wenn “Get Lucky“ permanent auf jedem Sender läuft, ist der Refrain in dem Pharrell Williams "We're up all night to get lucky" trällert zur ungekrönten Hymne dieses Jahres avanciert.
Einer weiteres Highlight ist sicherlich "Giorgio by Moroder".
Ein Schelm, wer hierbei an "Giorgio by Armani" denkt…
Diese Nummer kann man mit seinen über 9 Minuten nur eines nennen: mächtig.
Moroder erzählt, wie er dank des Synthies damals den Sound der Zukunft finden konnte. Dann ein Break. Und schon wird ein wahres Synthesizer-Feuerwek gezündet. Und wenn man glaubt, es wäre nach 6 Minuten nichts mehr, das man diesem Song noch hinzufügen könne, werden die E-Drums durch echte Drums ersetzt. Es entsteht eine Atmosphäre, als würde man auf einem Konzert stehen und dem Drummer staunend und mit offenem Mund zuschauen, wie er alle anderen Drummer die wir je gesehen haben alt aussehen lässt.
Hier und im weiteren Verlauf fällt einem umso mehr auf, dass Daft Punk (wie im Vorfeld angekündigt) fast keine Samples in Ihren Songs vorkommen lassen. Gerade für Daft Punk wird hier eine Tür geöffnet, die sie sich vor vielen Jahren sicher nicht hätten träumen lassen. Ein Studioalbum, das vor Stargästen und Hochkarätern nur so strotzt. Alles klingt vertraut, nichts stört oder zerstört die Harmonie. Und das Wichtigste : Es macht nonstop Spaß.
Der Vocoder in den Stimmen ist jedoch geblieben und macht aus jedem gesprochenen und gesungenen Wort sofort eine unverwechselbare Daft Punk Nummer.
Vieles wurde sich im Vorfeld darüber beschwert, der neue Sound würde so rein gar nichts mit den alten Daft Punk gemeinsam haben. Das stimmt und stimmt nicht. Und zwar gleichermaßen. Das sind ganz klar Daft Punk. Aber das sind nicht mehr die Daft Punk, wie wir sie noch vor vielen Jahren mit ‚“Da Funk“ kennenlernen durften.
Die trendigen EDM-Hipsters werden sich sicherlich die Mäuler darüber zerreißen, weil es keine Nummer wie ‚Touch it‘ gibt, aber dies hätte mit Sicherheit das gesamte Konzept des Albums gesprengt und wäre (wenn man mal ehrlich ist) nur eine Wiederholung von alten Songs gewesen, die man nochmal aufgewärmt hätte.
Stillstand ist der Tot und wer mit dem Fortschritt nicht zu Recht kommt, soll doch einfach bei den alten Platten bleiben.
Heraus zu heben ist auch die heutzutage (leider) unübliche Länge von über 70 Minuten.
Das bekommt man in diesen Tagen leider nicht mehr häufig geboten. Unsere schnelllebige Welt hat sich leider an Chart-Radio-Großraum-Bombast-Electro, der auf 3 Minuten reduziert wird, gewöhnt. Jedoch bekommen wir endlich einmal wieder vor Augen geführt, dass ein guter Song manchmal einfach 6 Minuten braucht, bis er seinen musikalischen Höhepunkt erreicht.
In ein Genre einklemmen lässt sich "Random Access Memories" auch nicht. Auf keinen Fall ist es eine Elektro-Platte, auf keinen Fall ist es eine Neo-Funk-Platte, auf keinen Fall ist es eine Pop-Platte.
Wahrscheinlich schafft sich diese Platte ihr eigenes Genre.
Das einzige was man Daft Punk vorwerfen kann ist der Name Daft Punk, denn mit Punk hat es mittlerweile doch nur noch sehr, sehr wenig zu tun. Wenn man mit Punk jedoch die Eigenschaft verbindet, sich nichts und niemand anpassen zu wollen, ist auch Punk hier wieder der passendste Begriff.

Mit "Random Access Memories" haben Daft Punk ganz ohne Frage ihr bisheriges Glanzstück abgeliefert, welches auch noch in Generationen für regen Gesprächsstoff sorgen wird. Die Perfektion sowohl im Sound, als auch in der Produktion, den Arrangements und der Atmosphäre ist beinahe unheimlich.

Die Messlatte für weitere Highlight-Alben in diesem Jahr(zehnt) ist seit heute um einiges nach oben gehoben worden.
1818 Kommentare| 141 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. August 2015
Wenn man unvoreingenommen an die Sache herangeht, dann ist dieses Album ein echtes Statement in Sachen Disko-Funk mit dem gewissen Etwas. Die "Daft Punk" Trademarks wie der Vocoder und die tanzbaren Beats inklusive einigen spacigen Synthesizern kommen wieder reichlich zum Einsatz.
Durch den lässigen Funkstyle, fällt das Album tatsächlich im Verhältnis zur Daft Punk Vergangenheit etwas aus dem Rahmen, bietet allerdings ebenfalls tolle Melodien, einen echten Hit und einen sehr charactervollen Longtrack (zehn Minuten).
Schade, dass viele der alten Fans dieses gute Stück Musik nicht würdigen können.
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am 31. Mai 2013
Selten, ganz selten passiert es, dass ich beim ersten Anhören einer neuen Platte sofort begeistert bin. Das Gefühl "drin zu sein" in den Songs stellt sich bei mir, wenn überhaupt, regelmäßig erst beim mehrmaligen Durchhören ein. Daft Punk haben es jetzt nach der genialen "Discovery" von 2001 schon zum zweiten Mal geschafft, mich von Beginn an zu fesseln und restlos zu überzeugen. Was die beiden "French-House" Artisten Guy-Manuel de Homem Christo und Thomas Bangalter hier abliefern ist wahrlich ihr "Meisterstück" im Fach "Klangmalerei" und eine vor Innovationskraft nur so strotzende Inspirationsquelle der elektronischen Musik, die den Benchmark für die Konkurrenz noch einmal kräftig nach oben schraubt. Nie zuvor waren Synthie-Melodien komplexer und verschachtelter aufgebaut. Selten gelingt es, dass ein Album abwechslungsreich und dennoch zugleich insgesamt stimmig ist. Daft Punk ist mit "Radom Access Memory" jetzt die komponistische Quadratur des Kreises gelungen. Das Album ist ein Gesamtkunstwerk und dennoch speisen sich die einzelnen Songs aus individuell unterschiedlichen musikalischen Quellen. "Lose yourself to dance" und "Get Lucky" sind moderner "Pharell-Williams E-Funk" mit einer Note von Jamiroquay. "Touch" und "Contact" erinnern demgegegenüber stark an den klassischen "Psycheldic-Rock", den Pink Floyd in den 70ern und 80ern bekannt gemacht hat. "Instant Crush" ist eine Elektronicversion diverser "Strokes"-Lieder, kaum verwunderlich, stammen die Vocals doch vom "Strokes"-Frontman Julian Casablancas. "Giorgio by Moroder" ist eine monumental aufgemotzte 80er-Synthie Pop Nummer mit fetziger Big-Band Einlage, die auch gut einem Filmscore von Moroder aus ebendieser Zeit entnommen sein könnte. Daneben gibt es schöne Anleihen bei den "Killers" (Touch) und bei David Bowie.

Wer den typischen "Ibiza-Party Sound" sucht, der ist hier völlig falsch und sollte zu Guetta und Co. (keine Kritik!) greifen. Daft Punk ist mit "Random Access Memory" demgegenüber die "Puccini-Variante" der elektronischen Tanzmusik gelungen.
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am 4. Oktober 2013
Und ich hab mich vorm erstmaligen Hören noch gefragt, warum der Schrifttyp auf dem Cover genau so aussieht wie auf Michael Jacksons "Thriller"....

Spätestens beim Intro des Openers "Give life back to music" wusste ich warum. Genial angelehnt an die Intros von "Thriller" oder Prince "1999". Von da an weiß man, was Daft Punk von sich selbst erwartet.

Ich fasse mich kurz.

Für mich das Album des Jahres, vielleicht das beste Album was ich je gehört habe. Übertrieben denkt Ihr? Mit nichten.
Hier passt einfach alles zusammen, jeder Ton. Was für Musiker! John "JR" Robinson und Omar Hakim am Schlagzeu, Paul Jackson jr und Nile Rodgers an der Gitarre, Nathan East am Bass. Das sind nicht irgendwelche Leute, das sind die allerbesten, die diese Instrumente in den 70iger und 80iger jahren je gespielt haben. Was für ein Sound! Welche Melodien!

Mein Lieblingsound "Beyond". Das Hi-Hat von Omar Hakim und der Synthieloop am Ende sind gottgleich.

Danke Danke Danke für dieses Album Daft Punk!
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am 6. Oktober 2013
Ja,
das Album ist anders. Beim ersten Hören hatte ich ein paar AHA-Momente, aber irgendwie war ich danach auch etwas überrascht.

UND dann kam, was bei Daft Punk bei mir bisher immer so war. Man hört das Album einmal, zweimal, dreimal - hat die Mega-Ohrwürmer und kann die CD nicht mehr aus dem Player nehmen.
Ich höre seit erscheinen mehrmals die Woche "Random Access Memories" und bin ABSOLUT begeistert. Für mich eindeutig mit Discovery das beste Album der Franzosen.

Kann man vor allem auch super zur Entspannung hören.

Man muss sich zugegebenermaßen anfangs etwas einlassen - aber die Musik ist vielschichtig und nicht sofort abgenutzt. Und das ist für mich die zentrale Qualität der Band. Daft Punk ist nicht der BigMac, sondern das fremdländische Gericht, das einem zuerst unerwartet die Geschmacksnerven erschreckt, einen dann aber irgendwie nie mehr loslässt.

KAUFEN!
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