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Kundenrezensionen

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am 27. September 2003
Wer die 3 Vorgänger dieses Krimis kennt, hat ihre Vorzüge schätzen gelernt: Unaufgeregte Sprache, Plots, die weiter reichen, als es anfänglich scheint, das immer wiederkehrende Personal mit Kriminalkommissar Berndorf und Tamar Wegenast im Zentrum und Nebenpersonen wie dem Gastwirt Tonio, Berndorfs Freundin Barbara, dem leidenden Kriminalrat Englin und anderen in ständiger Präsenz. Auch der 4. Roman der Reihe erfüllt alle diesbezüglichen Wünsche: Berndorf ist pensioniert, aber immer noch auf der Spur von Übeltätern, Tamar hat ihre persönlichen Probleme neben ihren Fällen am Hals, dazu wird das evangelische Milieu in seinen Machtstrukturen etwas durchleuchtet und schliesslich werden Verwicklungen und Abgründe einer ehemaligen DDR-Existenz verfolgt.Das alles spielt sich im Kleinstadtmilieu von Ulm und auf dem Dorf ab- eine Mischung, die wie schon in den früheren Bänden auch hier den Erwartungen gerecht wird. Aber auch wer erstmals einen Krimi von Ritzel liest, wird nicht enttäuscht sein.
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am 25. September 2003
Natürlich habe ich nicht alle deutschen Krimis gelesen, die dieses Jahr erschienen sind oder noch erscheinen werden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass einer davon besser ist als "Der Hund des Propheten". Ich habe alle vier Bücher von Ulrich Ritzel gelesen, jedes ist empfehlenswert, wobei ich Nr. 2 (Schwemmholz) und das aktuelle ein wenig besser finde als die anderen beiden.
Ritzel weiß, wie man einen Plot strickt (es geht u.a. um Geldschiebereien von Ex-Stasi-Leuten nach der Wende, und die Geschichte ist viel überzeugender als die ähnliche in Selbs Mord von B. Schlink), er kennt die Leute und die Gegend, über die schreibt, ganz genau, denn er war lange Jahre Journalist in Ulm, und schafft es, auch einen Norddeutschen für schwäbische Machenschaften zu interessieren. Vor allem aber kann er erzählen, ohne auf spektakuläre Elemente wie Sex und Gewalt zurückgreifen zu müssen. Der Roman fängt langsam, aber nicht langweilig an, ich habe mich nie, wie z.B. bei manchem schwedischen Autor, gefragt, wieso ich dieses Buch eigentlich lese, und ab S. 250 wird es so spannend, dass ich die restlichen 200 Seiten bis spät in die Nacht an einem Stück gelesen habe.
Außerdem bekommt man - sehr dezent und wirklich reizend - den Beginn einer lesbischen Liebesgeschichte geboten.
Die einzige kleine Mäkelei ist, dass der Gott des Zufalls ein, zwei Mal zu oft bemüht wird.
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HALL OF FAMEam 11. April 2006
Nach "Der Schatten des Schwans" (btb 72800 - Erstauflage 1999), "Schwemmholz" (btb 72810 - Erstauflage 2000) und "Die schwarzen Ränder der Glut" (btb 73010 - Erstauflage 2001) ist "Der Hund des Propheten" (btb 73256 - Erstauflage 2003) der vierte Roman von Ulrich Ritzel mit dem nunmehrigen Ulmer Ex-Kommissar Berndorf. Dieser ist pensioniert und will eigentlich (oder doch nicht?) den Ruhestand genießen. Da kommt ihm der Hund des Propheten in die Quere. Der Prophet war Jonas Seiffert, ein ehemaliger Kollege Berndorfs bei der Polizei, der in seiner Freizeit gerne auf öffentlichen Plätzen predigte und daher mit dem Spitznamen "Prophet" versehen. Beim Begräbnis der Propheten läuft ihm dessen Hund zu. Doch er fühlt sich auch verpflichtet, einen ungelösten Fall Seifferts, der sich vor vielen Jahren auf der Alb zugetragen hat, aufzuklären. Merkwürdig scheint ihm auch, daß ein Lokaljournalist, der sich ebenfalls mit diesem Fall beschäftigt, ermordet wurde. Und so bewegt er sich bald in Ex-Stasi-Kreisen, die mittlerweile im Auftrag der Amerikaner arbeitenConncections, lernt Waffenhändler und -transporteuere kennen und hält Kontakt mit pietistischen Kirchenkreisen. Dazu kommen die Nachfahren der Vertreter von Land und Kirche, die sich damals etwas zuschulden kommen ließen, da auch sie als Kinder involviert waren. All das ist vielleicht zu viel des Inhalts. Wenngleich Berndorf den Fall/die Fälle am Schluß aufklärt, wäre ein Weniger an Handlungen für das Buch vielleicht besser gewesen.
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Berndorf kommt in Band Nr. 4 unfreiwillig auf den Hund - Felix war bislang der treue Begleiter eines kürzlich verstorbenen Kollegen.
Gemütliche Spaziergänge, wie man es von einem Ruheständler mit Hund erwarten könnte, hat dieses Duo jedoch nicht vor sich.
Wie es der Zufall will, stolpert Berndorf im Windschatten eines Mordes in eine mitunter gefährliche Geschichte hinein, welche der Autor unterm Strich jedoch durchaus hätte "kleiner" halten können.

Die Handlung bläht der Autor für meinen Geschmack nämlich zu sehr auf - Antiziganismus, Stasi-Seilschaften, Ruhestand der Hauptfigur, ermordeter Lokalreporter mit fragwürdiger Vergangenheit, vermutetes Nazigold, Politfilz der 60er Jahre, Schweizer Banken, US-Spionage, lesbische Liebesgeschichte, Waffenhandel, Grabenkämpfe innerhalb der evangelischen Kirche u.v.a.m. ---- Fast schon inflationär werden Namen und deren Funktionen eingestreut - die genannten Figuren dümpeln jedoch überwiegend zumeist nur noch als schmückendes Treibgut an der Oberfläche der Geschichte.

Fazit:
Die Hauptfigur, Ex-Kommissar Berndorf, habe ich gerne begleitet - auf gut 100 Seiten der unnötig ausufernden Rahmenhandlung hätte ich hingegen locker verzichten können.
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am 25. September 2006
Wer Krimis mag, deren Stärke intelligente Plots sind und die sich nicht in anheischigem Sozialgejammere verlieren - wer eine hochkultivierte Sprache mag, die auf hohem Niveau ein Buch von Anfang bis Ende trägt - der liegt mit Ulrich Ritzel richtig. Einer der besten deutschen Krimiautoren und ich frage mich ernsthaft, weshalb in den sogenannten Bestsellerlisten zu 80 % Übersetzungen von englischen Krimis auftauchen. Der deutsche Krimimarkt hat doch derart tolle Autoren, wie Ulrich Ritzel, Regula Venske, Oliver Bottini, Jakob Maria Soedher, oder Anne Chaplet - und die Liste ließe sich fortsetzen.
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am 6. Februar 2013
Ulrich Ritzel war mir vorher nicht bekannt - nun lese ich das vierte Buch von ihm!
Spannend geschrieben, Bezüge zu tagesaktuellen politischen Themen, es macht wirklich Spaß! Kann man nur empfehlen!
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am 4. Februar 2006
Dank dieses Krimis versteht man, warum deutsche Truppen in den Kongo sollen, es geht vordergründig um wirtschaftliche Interessen der Industrienationen. Coltan heißt das Zauberwort. Diese und weitere Bezüge und Verflechtungen der neueren deutschen Geschichte hat Ulrich Ritzel wieder einmal zu (einer)meisterlichen Geschichte(n) verflochten. Das Buch ist bis zum Schluss spannend. Was die Struktur des Krimis anbelangt, so hat Ulrich Ritzel leider den erfolgreichen Pfad verlassen, auf dem der Leser Informationen zum Fall vor dem Kommissar Berndorf erhielt und vorab selbst Spuren sammeln und kombinieren konnte.Statt dessen lässt Ritzel zunächst Alles im Nebulösen und erst auf den letzten Seiten den Ex-Kommissar Berndorf als Hercule-Poirot-Immitat ins Rampenlicht treten, der dann auf wundersame Weise aus fast heiterem Himmel die Fallstricke entwirren und die Fälle lösen konnte.Weiß der Kuckuck, wie er da drauf kam. Schade.
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am 2. Januar 2008
Berndorf wird auf einer Beerdigung von einem Journalisten angesprochen. Dieser ist kurze Zeit später tot, ermordet. Berndorf beginnt zu ermitteln. Wir erfahren von der Unterwanderung der Kirchen durch die Stasi, von illegalen Rüstungsgeschäften und von Stasiseilschaften, die noch immer funktionieren und von vielem mehr. Der Autor versteht es im ersten Teil des Buches Atmosphäre aufzubauen. Stark ist auch, das die Beteiligten alle zum Teil Täter und Opfer sind, die aus tatsächlichen oder vermeindlichen Zwängen heraus handeln. Leider Überspannt Ritzel im zweiten Teil des Buches den Bogen und die Story wird mir zu konstruiert. Noch eine Verstrickung, noch ein Dienst, noch ein Interesse, noch eine neue Figur. Das Leben ist komplex, aber da wird mir zuviel angerissen, zuviel miteinander verknüpft. Am Schluss steht ein schon fast grotesker Showdown in Zürich bei dem sich alles in Wohlgefallen auflöst und alle Fragen geklärt werden.
Fazit: Ein solider Krimi mit einem Zuviel an Handlung. 3 Sterne
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am 30. Oktober 2007
Auch ich frage mich, warum ein Autor wie Ulrich Ritzel so im medialen Schatten der Eifel- und anderer Regionalkrimis steht. Da hat einer gründlich nachgedacht, bevor er sich ans Schreiben machte. "Der Hund des Propheten" hat zwei Pfunde, mit denen er wuchern kann: die unaufgeregte, bei aller Schlichtheit oft poetische Sprache und den von Anfang bis Ende durchkalkulierten Plot. Wer hätte gedacht, dass das zu Beginn ganz nebenbei eingeführte Coltan viel später eine gewichtige Rolle spielen würde? Nichts (sagen wir: kaum etwas) dient hier bloß als Lückenfüller oder zur Schaffung von Atmosphäre, noch das kleinste Detail wuchert sozusagen im Stillen vor sich hin, bis es an unerwarteter Stelle ausbricht und der Handlung eine neue Wendung gibt. Das ist große Erzählkunst.
Lediglich der Schluss scheint mir überkonstruiert. So realistisch Ritzel die Geschehnisse in Ulm und auf der Alb malt, dem Züricher Showdown und den handelnden Figuren tut er meines Erachtens etwas zu viel erzählerische Gewalt an. Was das Lesevergnügen nur wenig einschränkt.
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am 5. August 2007
Die Hauptfigur dieses Krimis ist ein eher unsympathischer Held. Das spricht nicht gegen das Buch. Viele Autoren statten ihre Kommissare mit Ecken und Kanten aus. Viel störender ist, daß dieser Kommissar zu wissen scheint, daß er sich in einem Krimi befindet: Überall wittert er üble Machenschaften, finstere Zusammenhänge, Verschwörung und Vertuschung. Und weil wir tatsächlich in einem Krimi sind, gibt es auch überall üble Machenschaften, finstere Zusammenhänge, Verschwörung und Vertuschung. An aktuellen und zeitgeschichtlichen Hintergründen fährt der Autor gleich eine ganze Batterie auf: Stasi, Kirche, Waffenhandel, Fremdenfeindlichkeit und anderes mehr. Aber man merkt zu deutlich, daß er damit nur sein Buch interessant machen will. Wirklich interessiert ist er an all dem nicht, und mit der Wirklichkeit hat das meiste auch herzlich wenig zu tun. Den Anspruch auf authentische Atmosphäre, den er erhebt, kann er nicht wirklich einlösen, und echte Spannung wollte sich bei mir auch nicht einstellen. Ich kann das Buch nicht empfehlen.
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