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am 25. November 2013
"Im Grunde kennt die Literatur nur zwei große Themen: Die Liebe und den Tod. Der Rest ist Mumpitz." (MRR)

In diesem Sinne ist Monika Marons neuer Roman ein gelungener - denn er umkreist eben diese beiden existenziellen Fragen. Olga, die alte Freundin der Ich-Erzählerin Ruth, ausgebildete Schauspielerin, mit fast neunzig Jahren gestorben, Mutter ihres ersten Mannes. Trauerfeiern dienen nicht nur als Beweis des Mitgefühls mit den Angehörigen, sondern auch dazu, das Leben im Zusammenhang mit dem Verstorbenen Revue passieren zu lassen.

Doch nicht nur die Aussicht, bei der Beisetzung den Vater ihrer Tochter zu treffen, verstört sie. Denn vieles haben wir in unserem Gedächtniskeller gut eingeschlossen, um Störendes zu vergessen und weiter leben zu können. Sie fragt sich, "wo die ganzen Ichs überhaupt bleiben, die man in seinem Leben war und denen man das letzte immerhin verdankt?"

Als sie am Tag des Begräbnisses erwacht, verschwimmen ihr die Buchstaben vor den Augen, ihre Wahrnehmung ist getrübt. Ruth, unlängst sechzig geworden, hadert mit der eigenen Sterblichkeit. Auf dem Weg zum Friedhof in der Nähe von Pankow verfährt sie sich und gelangt stattdessen in einen Park, der sich als ein ziemlich verwunschener Ort herausstellt und wo ihr für den Rest dieses Tages Tote und Lebende erscheinen, skurrile Szenen entstehen, in denen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen - einzig real ein ihr zugelaufener Hund.

Die Erzählerin führt nun Geistergespräche mit den Toten ihres Lebens und es entsteht ein Dialog über alte Lieben, alte Wunden, Verrat, Abschiede - vielleicht auch nur mit den vielen Ichs, denn in ihren Tagträumen und (Selbst-) Gesprächen geht es vor allem um die eigenen Lebensentwürfe, über die Unmöglichkeit, ohne Schuld und ohne Wunden durchs Leben zu kommen, um Vergangenes, Verpasstes - und um das Sein, das Älterwerden und den Tod. Die verstorbene Olga taucht als Erste auf.

"Mein eigener Tod blieb für mich eine unvorstellbare, wenn auch mit Sicherheit zu erwartende Angelegenheit. Ich konnte mich auch nicht mit den Gedanken trösten, dass es nach dem Sterben eigentlich nicht schlimmer sein konnte als vor dem Geborenwerden (...), aber die Kränkung lag eben im Wegsein, während alles andere, die Stadt, die Straße, das Haus, der Stuhl, die Bilder, das Bett, noch da sein würde. In solchen Augenblicken wäre ich gerne religiös gewesen und beneidete alle Menschen, die ernsthaft an einen Hott und ihr Weiterleben nach dem Tode glaubte, obwohl ich nie verstand, wie ihnen das gelingen konnte."

Nach Olga taucht der tote Bruno, Saufkumpan ihres zweiten, ebenfalls totgesagten Ehemannes auf. Zu DDR-Zeiten waren sie für kurze Zeit ein Paar, ehe Ruth ihn kurz vor der Hochzeit kurzerhand sitzenließ. Mit Bernhards Mutter, der verstorbenen Olga, blieb Ruth jedoch in Kontakt - und die gemeinsame Tochter Fanny wuchs bei ihr auf. Sie folgte dem Schriftsteller Hendrik, der im Osten nicht publizieren durfte, nach West-Berlin.

Maron war und ist aber immer auch eine wachsame politische Beobachterin - auch der westdeutschen Demokratie, in der sie seit 1988 Jahre lebt. Und so berichtet sie den im Park auftretenden Schimären von Margot und Erich Honecker:

"(...) wie es in unserer schönen neuen Demokratie gerade aussah, dass wir seit Jahren in einer monströsen Krise hingen, die von den geheimbundähnlich agierenden Regierungen im Verein mit undurchschaubaren Banken ausgenutzt wurde, um neue Kommissionen, Räte und andere Gremien zu schaffen, deren Namen über ihre Funktion nichts verrieten und die den Verdacht aufkommen ließen, sie seien den Arsenalen des Regimes entliehen, dem wir gerade entkommen waren, dass die Wahlen, nach denen wir uns so gesehnt hatten, auch jetzt keine Wahlen mehr waren, weil alle Parteien einander ähnelten, dass, was immer man auch wählte, das Gleiche herauskam (...)"

Es sind feinfühligen Passagen, die das Buch lesenswert und den Leser nachdenklich machen:

"Ich habe oft darüber nachgedacht, warum wir in einer Zeit, nach der sich die meisten später als der schönsten zurücksehnen, so enttäuscht vom Leben sind, dass wir schon wegen einer unerwiderten Liebe in Erwägung ziehen, auf den ganzen Rest zu verzichten; und warum wir dreißig oder vierzig Jahre später, wenn die Leidenschaften erlahmt und die Lieben entzaubert sind, wenn die Bilanz der Niederlagen und Erfolge fast abgeschlossen ist und Krankheiten und drohendes Siechtum die verbleibende Zeit schon verdüstern, warum wir dann so verbissen um jeden Tag kämpfen, martialische Operationen und Therapien erdulden, Gliedmaßen amputieren lassen, uns füttern und windeln lassen, nur noch um den Frühlingswind auf der trockenen Haut zu spüren, wenn er durch das offene Fenster bis an unser Krankenlager weht."

Erst als es dunkel wird, verschwinden die Geister wieder, ebenso wie der ihr lieb gewordene Hund. Nur für ein paar Stunden war die Frau aus der Gegenwart gefallen.
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am 17. März 2017
Im Gegensatz zu alten Männern, die ihre Ergüsse derzeit in Deutschland in Ost wie West larmoyant und weinerlich zu Papier bringen (Christoph Hein, MartinWalser), bleibt die alte Frau als Schriftstellerin erfreulich präzise, unbestechlich in der Analyse und bei allem Abdriften ins Surreale der Romanhandlung im Kern unerbittliche Realistin. Überflüssiges fließt der Autorin nicht so schnell aus der Feder und die Bilanz im Spätherbst ihres Lebens ist mehr als niederschmetternd. Illusionen über irgendetwas macht sich die über 70jährige Monika Maron wenigstens keine mehr. Weder über die Liebe noch über das Leben und das Altern, die Geschichte, die Politik oder den Menschen an sich als Plage des Planeten. Das größte Liebesgeschenk, dass man Kindern machen könne, sei sie gar nicht erst zu zeugen. Religion hilft nicht. Wissenschaft so richtig auch nicht, Politik schon gar nicht. Bliebe die Kunst. Und der Hund, das einzige Tier, so Maron, das den Menschen als Gattung mag. Mensch und Hund werden vermutlich eines Tages gemeinsam untergehen.....

Warum mir der Roman trotz einiger guter Einfälle, provokanter Thesen und guter, unverkrampfter Schreibe dennoch nur in Ansätzen gefällt? Das haben wir bei dieser Autorin in ähnlicher Form alles irgendwie schon mal gelesen, vielleicht nur nicht in dieser Bitterkeit. Die Verbitterung ist deutlich größer geworden. Maron kommt irgendwie nicht vom Fleck. Die ewige Auseinandersetzung mit der Mutter, dem Stiefvater und der DDR sind die großen Themen dieser Autorin, mit der ich bei "Stille Zeile 6" einst erste Bekanntschaft machte und die mir damals (aus den oben genannten Gründen) gut gefiel. Jetzt quält sich das alles irgendwie trotz flüssigen Schreibstils nur noch so DAhin und die Idee mit den (Un-)Toten, die der Ich-Erzählerin im Verlauf einer gesundheitlichen Krise mit Sehproblemen - ich tippe auf einen leichten Schlaganfall .- in einem Berliner Park begegnen, ist ja so neu auch nicht. Der Auftritt von Erich Honecker und seiner Dame mit den blauen Haaren (sie heißt Margot.....) ist mir etwas zu breit und platt ausgewalzt und irgendwie lachhaft. Das hat irgendwann nur noch genervt, wenn die zwei untoten Turteltäubchen im Park lauthals und trotzig "Völker, hört die Signale!" intonieren.

Das Berliner Niemandsland zwischen der wohl trostlosesten und bedrückendsten Gegend vom Wedding ("Soldiner Kiez") im Westen und dem spießig-kleinbürgerlichen Pankow im Osten hat wirklich bis heute noch etwas Unwirkliches und aus der Zeit Gefallenes, also passt die Handlung da gut hin. Ich bin da mal alleine die Panke durchs Grüne an spießigen Laubenkolonien und vergessenen Wohnhäusern entlang bis zu der berühmt-berüchtigten Brücke gelaufen und dann weiter in den barockartig angelegten Park, der sich plötzlich wie aus einer Märchenwelt vor dem Flaneur auftut. Wo früher Schlagbaum und Grenze waren, kann man jetzt einfach so entlang spazieren und fühlt sich in der Tat wie in einer Art Zwischenreich. Wenn es einen als Berlinbesucher hierher verschlägt, berührt einen die Tragikomödie der deutsch-deutschen Teilung mehr als an jedem anderen Ort. Für diese Ortswahl und einige kernige Sätze über die Existenz von Mensch (und Hund) drei Sterne.

Den kleinen Schlenker zur Bahai-Religion müsste mir Frau Maron jetzt auch mal erklären, der hat mich etwas irritiert. Monika Maron ist ja in jüngerer Zeit als entschiedene Islam-Kritikerin aufgetreten und es werden ihr "rechte" Tendenzen nachgesagt. In dem Buch ist davon jedenfalls nichts zu merken (oder man muss schon sehr mit der Lupe suchen, an einer Stelle vielleicht). Empfehlen kann ich die Lektüre eigentlich nur Maron-Kennern, als Einstieg in das Werk der Autorin ist es eher weniger geeignet.
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am 3. Dezember 2013
Einem impressionistischen Gemälde gleich hat die in der DDR aufgewachsene und seit 1988 in der BRD lebende Schriftstellerin Monika Maron ihren neuen Roman komponiert. In einem „Zwischenspiel“ durchlebt die ich-erzählende Protagonistin Ruth, eine ausgebildete Schauspielerin, ihre Vergangenheit und ihr bisheriges Leben.

Ruths ehemalige Schwiegermutter Olga ist mit über neunzig Jahren gestorben und Ruth bereitet sich darauf vor, zu deren Beerdigung zu fahren. Sie hatte sich mit der Mutter ihres ersten Mannes Bernhard immer gut verstanden. Doch die auf der Beerdigung bevorstehende Begegnung mit ihm belastet sie. Da ist etwas lange erfolgreich Verdrängtes, eine alte Schuld, die sie hochkommen spürt. Die Frage quält sie, "wo die ganzen Ichs überhaupt bleiben, die man in seinem Leben war und denen man das letzte immerhin verdankt?"

Als Ruth am Morgen der Beerdigung erwacht, nachdem sie am Vortag alles geplant hatte, findet sie ihre Wahrnehmung verändert. Alles verschwimmt regelrecht vor ihren Augen. Ein genialer Kunstgriff von Monika Maron, um ihre Hauptfigur nun in der Folge sehr seltsame Dinge erleben zu lassen. Auf der Fahrt zum Friedhof in der Nähe von Pankow verirrt sie sich und landet in einem Park, in dem ihr den ganzen Tag lang (die Beerdigung verpasst sie) Lebende und Tote erscheinen. Nicht nur Menschen, die sie kannte und die in ihrer Vergangenheit eine Rolle spielten, sondern auch das Ehepaar Honecker taucht auf. In diesen Gesprächen, die sie mit den „Geistern“ führt, geht es über alte Lieben und kaum vernarbte Wunden. Es geht um die Erfahrung des Verrats, immer wieder auch um Abschiede. Doch es sind nicht nur die Gespräche mit den „Geistern“, die sie führt. Über lange Strecken denkt sie dort in jenem verwunschenen Park nach über sich selbst, über die Entwürfe, die sie für ihr Leben hatte, über ihr Scheitern, hauptsächlich aber und mit Nachdruck über die Tatsache, dass man nicht ohne Schuld und ohne Wunden sein Leben führen kann. So vieles ist versäumt, so vieles verpasst worden, und unaufhaltsam nähert sich das Alter und mit ihm der Tod:
"Mein eigener Tod blieb für mich eine unvorstellbare, wenn auch mit Sicherheit zu erwartende Angelegenheit. Ich konnte mich auch nicht mit den Gedanken trösten, dass es nach dem Sterben eigentlich nicht schlimmer sein konnte als vor dem Geborenwerden. Aber die Kränkung lag eben im Wegsein, während alles andere, die Stadt, die Straße, das Haus, der Stuhl, die Bilder, das Bett, noch da sein würde. In solchen Augenblicken wäre ich gerne religiös gewesen und beneidete alle Menschen, die ernsthaft an einen Gott und ihr Weiterleben nach dem Tode glaubte, obwohl ich nie verstand, wie ihnen das gelingen konnte."

Als es dunkel wird, beginnt Ruth wieder klar zu sehen und sie kommt wieder in der Gegenwart an. „Es war vorbei“.

Als der Rezensent diese letzten drei Worte des Romans liest, ist er davon überzeugt, dass diese Stunden im Park, dass dieses „Zwischenspiel“ dem Leben von Ruth noch einmal eine entscheidende Wendung gegeben hat.
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am 2. August 2017
Monika Maron lässt die Vergangenheit in einer Traumsequenz in der Retrospektive an sich vorüberziehen, wobei sie auch mit Verstorbenen konfrontiert wird, die die Vergangenheit in ihr wieder lebendig werden lassen. Der Roman hat viele biografische Bezüge zum Leben der Autorin, die darin auch ihr Leben in der ehemaligen DDR reflektiert und mit den damaligen Machthabern und dem System gnadenlos abrechnet. Auch sprachlich ist die Lektüre des relativ kurzen Romans ein Genuss.
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am 27. Februar 2014
Es ist das erste Buch von Monika Maron, das ich gelesen habe, da ich schon viel von dieser Schriftstellerin gehört hatte und neugierig geworden bin.
Mir hat das Buch sehr gefallen, die Idee, der Schreibstil und die Sprache. Ein Stern weniger für meiner Meinung nach zu langatmigen Episode mit Olga und Bruno, die man hätte abkürzen können oder vom Inhalt des Themas mit etwas mehr Spannung füllen.
Letztendlich sanfte Übergänge in die "Anderswelt" der Verstorbenen, in denen die Autorin den Leser mitnimmt.
Am Ende eine ebenso sanftes "Erwachen" in der Realtiät, mit dem Eindruck wertvolle Gespräche und Gedanken der Protagonisten mitgenommen zu haben.
Ich würde das Buch jedem empfehlen!
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am 18. Januar 2017
Der Roman ist kurz, klar, tief und ebenso emotionsgeladen wie pointenreich. Ich habe ihn als Arznei gegen den Medienblödsinn unserer Zeit gelesen und genossen.
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am 3. Januar 2014
Einem wilden Erinnerungsreigen gleich kommt Monika Marons neuer Roman „Zwischenspiel“ daher. Maron stellt das vielleicht zentrale Thema ihres gesamten Oeuvres auch hier in den Mittelpunkt: die Erinnerung. Maron schreibt, um zu erinnern. „Zwischenspiel“ ist ein phantastisches Erinnerungsspiel, das um die großen existenziellen Fragen kreist: um Leben und Tod, um Liebe und Schuld. Anders als in ihren vorherigen Roman bedient sich Maron dieses Mal eines Kunstgriffs: Sie stellt die Handlung als große Traumsequenz in einem Park dar, in dem Lebende und Tote sich treffen, parlieren und über Existenzielles und Persönliches reflektieren.

Was realistisch anfängt - die Protagonistin Ruth ist auf dem Weg zur Beerdigung ihrer Freundin und Schwiegermutter Olga, verfährt sich und landet in einem Park - wird ins Surreale, Impressionistische gehoben. Die spärliche Handlung dient hierbei als Kulisse für die Reflexionen Ruths und ihrer Gesprächspartner. Maron spielt ein phantastisches Spiel, in dem Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen und die Grenzen zwischen Leben und Tod aufgehoben werden.
Der Protagonistin begegnen auf ihrem Spaziergang durch den Park mehrere Gestalten: der Alkoholiker Bruno etwa, gleichsam der philosophische Motor, ihre verstorbene Freundin Olga und nicht zuletzt die wiederauferstandenen Margot und Erich Honecker, die ewig-gestrig ihre Meinung zum Kommunismus nicht revidiert haben. Den Tag hindurch begleitet wird die Protagonistin von einem Hund.

Der Erinnerungsreigen kulminiert schließlich in der Verlebendigung des Gemäldes „Das Begräbnis der Sardine“ von Francisco de Goya, das das Madrider Karnevalsfest als wilden Totentanz zeigt. Am Ende des Tages wird der Reigen aufgelöst und die Protagonistin wird wieder in die Realität entlassen: „Es war vorbei“, lauten die letzten Worte des Romans.

„Zwischenspiel“ ist ein Roman, der mich einigermaßen ratlos zurückgelassen hat. Das Besondere ist mit Sicherheit das surreale, impressionistische Moment und die daraus erwachsenden Reflexionen der Protagonisten. Während der Roman in den Feuilletons der großen deutschen Zeitungen durchweg positiv besprochen wurde, weiß ich mit Marons Ausflug ins Phantastische nichts anzufangen. Vieles bleibt im Vagen, ein impressionistischer Hauch ja, ein Wind deswegen noch lange nicht. Es muss die Frage gestattet sein, warum Maron für ihre Reflexionen, die viel Raum einnehmen, das Genre des Romans wählt und sich nicht etwa für den Essay entscheidet. Ihre früheren Romane, „Animal triste“ etwa oder „Endmoränen“, kreisen um ähnliche (existenzielle) Themen und haben auf mich doch eine größere Wirkung gehabt. Was bleibt von „Zwischenspiel“ in bleibender Erinnerung? Ich fürchte, nicht allzu viel.
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am 7. Juni 2014
Wirres Buch bei dem man ständig darauf wartet, dass es endlich los geht.
Habe es zu Ende gelesen, da ich schon mehr als die Hälfte hatte. War aber froh, als ich damit fertig war.
Kann man getrost darauf verzichten!
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am 27. September 2014
Also ich habe das Hörbuch, da ich viel im Auto unterwegs bin höre ich auch immer wieder gerne ein Hörbuch. Beim ersten Start habe ich nicht mal die erste CD ausgehalten, ich musste ausschalten. Nun habe ich den zweiten Versuch unternommen und nach 1 1/2 CD abgebrochen. Das Buch ist einfach nur langweilig, wie schon jemand vor mir meinte, man wartet das es losgeht, aber es geht nicht los. Die Schriftstellerin wäre zudemm meiner Meinung nach besser beraten wenn Sie nicht selber lesen würde. Die Stimme ist monoton was das ganze noch viel schlimmer macht.
Meiner Meinung nach nicht empfehlenswert. Schade ums Geld.
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am 17. September 2014
Begeistern konnte mich dieses Zwischenspiel im Park der Verstorbenen, mit einem zugelaufenen Hund und den Augenproblemen der Autorin nicht wirklich.
Sie lässt uns teilnehmen an ihrem vergangenen Leben, an ihrem schlechten Gewissen der Familie gegenüber. Sie setzt sich mit dem Dasein und dem Tod auseinander, immer in Begleitung mit bereits Verstorbenen, die auch keine aufklärenden Antworten geben können.
Das Buch "Ach Glück" derselben Autorin gefiel mir wesentlich besser.
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