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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
176
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
... so liest sich auch dieser wundervolle Roman von Ka Hancock. Er fügt dem Leser schmerzende Wunden
zu, die jedoch am Ende zu heilen beginnen. Noch nie habe ich eine so emotionale Geschichte gelesen.
Oftmals musste ich innehalten und ich hatte das gesamte Buch erst innerhalb einer Woche komplett
durchgelesen. Nicht etwa weil es so schlecht ist. Nein, genau das Gegenteil ist der Fall.
Es hat mich dermassen mitgenommen, dass ich die Handlung oftmals sacken lassen musste und ich
Angst vor dem weiteren Verlauf der Geschichte hatte.

Erzählt wird die Geschichte von Lucy und Mickey. Ein Ehepaar, das vom Schicksal harte Prüfungen
auferlegt bekommt. Ihre Beziehung und Liebe zueinander ist aussergewöhnlich und verlangt von beiden
täglich vieles ab. Doch ihre Liebe ist auch von ungewöhnlicher Stärke und unerschütterlich.
Ein ungeplantes Ereignis bringt jedoch schliesslich alles durcheinander und der Leser begibt sich fortan
mit dem liebenswerten Ehepaar auf eine Achterbahn von Emotionen.

Ich möchte wirklich nichts weiter über die Handlung erzählen, weil auch der Klappentext des Romanes
nicht viel verrät. Bitte lasst euch einfach in Lucys und Mickeys Geschichte hineinfallen und glaubt
mir, das ich genau jetzt, beim Schreiben dieser Rezension, noch aufgestaute Tränen weine.
Ich weiss jetzt schon, dass einige nachfolgende Rezensionen viel zu viel von der Handlung verraten
werden,was ich persönlich immer sehr schade finde.
Gerade bei diesem Buch ist meiner Meinung nach jedes Wort zur Handlung zuviel.

Wer sich auf eine Geschichte mit psychischen Erkrankungen, gepaart mit heftigen Schicksalsschlägen und
einer einzigartigen Liebesgeschichte einlassen möchte, liegt mit diesem wundervollen Roman genau richtig.
Wer jedoch psychisch momentan ein wenig labil ist oder selbst Kummer oder Trauer zu verarbeiten hat,
wird mit dem Roman vielleicht ein wenig überfordert sein. Er kann aber auch helfen. Wer weiss???
Wunderbar warmherzige Charaktere und ein sehr intensiver und emotionaler Schreibstil machen diesen
Roman zusätzlich zu dem was er ist. Er wird überwiegend aus Lucys Sicht erzählt. Zu jedem Anfang eines
neuen Kapitels lässt uns aber auch Mickey an seiner Gedankenwelt teilhaben. Dies wird durch die
Verwendung einer anderen Schriftart für den Leser erkennbar.

Ein Roman, der den Leser auf jeden Fall mit all seiner Härte tief trifft, ihn aber auch am Ende
versöhnlich und auch irgendwie voller Hoffnung aus der Geschichte entlässt.
Ein Buch über Ängste, Verzweiflung, Mut, Trauer, Hoffnung, Zusammenhalt, tiefer Liebe und Akzeptanz.

Fazit: Ich liebe diese Geschichte mit seinen beiden mehr als starken Protagonisten und werde sie
immer in meinem Herzen behalten.
Für mich mein Buch des Jahres 2013, welches ich mit vielen Tränen am Ende zugeschlagen habe.
Danke an die Autorin für diese wahre Perle in der Romanwelt, die mich tief berührt hat!

UNBEDINGT LESEN!!!
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TOP 1000 REZENSENTam 8. November 2013
„Tanz auf Glas“ ist der sehr gefühlvoll geschriebene Debütroman der US-amerikanerin Ka Hancock. Die Übersetzung des Originaltitels ins Deutsche „Tanz auf gebrochenem Glas“ gibt noch besser wieder als das, was auch der deutsche Titel bereits auszudrücken versucht. Für beide Protagonisten droht das Leben sozusagen unter ihren Füßen wegzubrechen und sie in den Abgrund zu ziehen bis zur Selbstaufgabe. Dementsprechend hat sich das Pärchen auf dem Cover eng aneinandergeschmiegt, seine Hände halten seine Partnerin umschlungen, in der Hoffnung gemeinsam allen Schicksalsschlägen trotzen zu können.

Die angehende Lehrerin Lucy hat noch während ihres Studiums auf einer Party Mickey kennengelernt. Sie hat schon früh ihre Eltern verloren, ihre zwei älteren Schwestern sind ihr Halt im Leben. Mickey gehören zusammen mit einem Geschäftspartner mehrere Clubs und selbst betätigt er sich gerne als Comedian zur Unterhaltung seiner Gäste. Lucy gelingt es bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in seinen Augen einen Blick auf den Mensch hinter dem Künstler und Manager zu werfen und auch Mickey ist von Beginn an fasziniert von ihrer Persönlichkeit. Doch bereits bei ihrer zweiten Begegnung, die in der Cafeteria eines Krankenhauses stattfindet, erzählt Mickey ihr von seiner manisch-depressiven Erkrankung. Bereits seine Mutter hat daran gelitten. Seine Offenbarung macht er zu einem Zeitpunkt, an dem eine von Lucys Schwestern aufgrund einer Krebserkrankung operiert wird. Auch diese Krankheit scheint in der Familie zu liegen, denn Lucys Mutter ist daran gestorben. Die beiden geben sich gegenseitig Halt und Stärke und heiraten trotz aller Bedenken zwei Jahre später. Das Schicksal hat noch einiges für die Liebenden vorbereitet.

Von Beginn an macht die Autorin dem Leser klar, dass das Buch keinen heiteren Hintergrund aufweist. Bereits auf den ersten Seiten informiert sie über die aktuelle Situation von Mickey und Lucy und blättert so nach und nach die schicksalhaften vergangenen Jahre auf. Obwohl beide mit ihrem Schicksal hadern und dies auch schon Mal von Mickey unwirsch zur Kenntnis gegeben wird, fangen sie die Sympathie des Lesers ein. Mit dem Paar geht der Leser dann in eine hoffnungsvolle Zukunft, die jedoch auf der breiten Linie nicht immer einen guten Ausgang findet. Der Roman wird aus der Sicht von Mickey und Lucy erzählt. Mickeys Erzählung ist kursiv gedruckt und steht grundsätzlich am Anfang eines jeden Kapitels. Der Leser sollte also nicht ans Ende des Buchs schauen, welche Schrift dort überwiegt, um daraus nicht vorschnell seine Schlüsse zu ziehen. Durch die gewählte Erzählform erfährt der Leser vieles über die inneren Auseinandersetzungen der Protagonisten, nicht nur mit Krankheit, sondern auch im Verständnis untereinander und innerhalb der Familie.

Der Roman „Tanz auf Glas“ berührt den Leser tief und er sollte sich darauf einstellen, dass diese Geschichte nicht so endet wie er es sich sicher wünschen würde. Die Intention der Autorin, mit dem Schreiben dieses Buches beim Leser große Gefühle auszulösen, wurde von ihr erfolgreich umgesetzt.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sollte ich diesen Roman mit einem Wort zusammenfassen, würde mir dazu sofort das Wort "zuviel" einfallen. Inwiefern ?

Zuviel des Gutmenschentums.
Lucy ist immer nur freundlich, lieb, gut, zum Verzeihen bereit und egal was Mickey tut " sie liebt ihn ja sooo sehr". Etwas unrealistisch. Ich konnte zu Lucy keinerlei Verbindung herstellen. Mickey dagegen war mir viel näher, denn er hatte abgesehen von seiner Krankheit, seine Ecken und Kanten.

Zuviel des Guten im allgemeinen.
Der ganze Ort, die Ärzte, die Nachbarschaft, alle haben sich lieb, helfen sich gegenseitig. Nicht dass das nicht schön wäre, aber eben nicht realistisch. Einzig Priscilla sticht hier heraus, die halt mal ihre Launen hat und nicht immer einer Meinung mit den anderen ist.

Zuviel Gerede um die Todesfee.

Zuviel absichtlicher Druck auf die Tränendrüse,
der bei mir genau das Gegenteil bewirkt hat, da es so gewollt wirkte.

Zuviel der schlechten Nachrichten,
und Dramatik. Ich will ja hier nicht spoilern, aber war ein schlimmer Punkt erreicht, wurde es gleich nochmals von einer noch schlechteren Nachricht getopt. Irgendwie wurde dann kein Klischee mehr ausgelassen.

Zuviel Vorhersehbarkeit.

Zuviel Krankheit.
Menschen, die Probleme haben über manisch - depressive Erfahrungen bzw. Krebserkrankungen zu lesen, sollten sich genau überlegen, ob sie sich diese Lektüre antun wollen.

Es waren einfach ein bißchen zuviele "Zuviel" für mich. Die ersten 100 Seiten fand ich sogar noch sehr gut, aber dann wurde es mir einfach zuviel von allem. Daher finde ich, dass 5 Sterne "zuviel" sind, und kann nur 3 Sterne geben.
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TOP 500 REZENSENTam 6. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Kennen Sie Brinley? Nein?
Es ist ein Städtchen, wo lauter grundgute Menschen leben. Die Nachbarn kümmern sich umeinander, bringen Suppe vorbei, die Ärztin ist die Freundin der Familie und ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung wird natürlich nicht ausgeschlossen oder komisch beäugt. Nein, in Brinley ist alles anders, sprich es ist die Idylle pur.

Genau in diesem Ort leben Lucy und Mickey. Beide sind krank. Sie ist erblich vorbelastet und erkrankt an Krebs. Er leidet an einer bipolaren Erkrankung. Sie lieben sich, und zwar von der ersten Sekunde an. Sie meistern ihren Alltag, bis Lucy ungewollt schwanger wird. Das ist kein Spoiler, denn es steht im Buchumschlag. Leider geht der Kampf der Beiden weiter.

*puh*
Die ersten 100 Seiten waren für mich noch ok. Ka Hancocks schreibt in ihrem Debut recht flüssig. Sie wechselt in der Ich-Perspektive von Mickey zu Lucy - letztere hat öfters das Wort.

Zuerst fand ich Mickeys Sicht sehr interessant. Ka Hancocks Erfahrung als Krankenschwester in einer Psychiatrie lässt die Einsichten in Mickeys Gedankenwelt fundiert erscheinen, auch wenn ich die ausführliche Auflistung der Medikation unnötig finde. Zudem vertritt sie die Einstellung, fast alles sei eine Frage der "Hirnchemie".
Er ist auch der interessanteste Charakter. Manche mögen sich fragen, wieso er sich nicht an die Medikation hält. Er fliegt hoch, bevor er abstürzt. Dasselbe könnte man Kokser, Alkoholiker oder Zucker-Junkies fragen. Er tut sich etwas schwer mit dem Alltag, allerdings bemüht er sich.

Lucy dagegen ist grundgut, vorhersehbar ....und langweilig.

Irgdendwann hat man jedoch die Charaktere verstanden und dann zieht sich das Buch, aber hallo. Hancock scheint nur schwarz oder weiß zu kennen. Mal sind die Beiden im *perfekten* Glück, mal in der Hölle des Siechtums.

Ich kann nicht sagen, dass mich der Roman nie berührt hat, aber bei einem so sensiblen Thema wie Verlust vertrage ich keinen Kitsch, in den Hancock meiner Meinung nach manchmal abgleitet. Zudem kommen die Wiederhohlungen, das in-die-Länge-ziehen, stilistische Mängel (ich kann "krächzen" und "funkeln" ne ganze Weile nicht mehr lesen!). Der Debütroman wirkt manchmal altklug, mal esoterisch, mal zäh. Schade.
Ganz knappe 3 Sterne!
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am 15. Mai 2016
Ich habe wirklich noch nie so sehr mit den Tränen gekämpft wie bei diesem Buch. Es hat mich sehr berührt und mich auch noch länger beschäftigt.

Zu Beginn bin ich nicht richtig in die Geschichte rein gekommen und hatte auch überlegt nicht weiter zu lesen, ich habe mich aber durchgekämpft und ab Seite 200 konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Das Buch ist keine leichte Lektüre sondern sehr tiefsinnig. Es ist einerseits sehr traurig aber auch wieder schön.
Mir war es manchmal zu kitschig und übertrieben was die Liebesbeziehung anging, aber ansonsten hat es mir sehr gefallen.
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am 7. August 2014
“Lucy, jede Ehe ist ein Tanz - mal kompliziert, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden Sie manchmal auf Glasscherben tanzen. Das wird weh tun. Und entweder fliehen Sie vor diesem Schmerz, oder Sie halten sich noch besser fest und tanzen weiter, bis Sie wieder Parkett unter den Füßen haben.”
--

INHALT:
Seit elf Jahren sind Lucy und Mickey bereits verheiratet, und sie sind glücklich. Obwohl er an einer bipolaren Störung leidet und obwohl in ihrer Familie der Krebs weit verbreitet ist und sie selbst bereits beinahe daran gestorben wäre. Doch als Lucy unerwartet schwanger wird, ist es ein Schock, denn eigentlich hatten die beiden sich vorgenommen, aufgrund ihrer Probleme niemals Kinder zu bekommen. Aber nun scheint es Schicksal zu sein - und sie nehmen es gerne an. Jedenfalls bis eine Schreckensnachricht alles zu zerbrechen droht...

MEINE MEINUNG:
"Tanz auf Glas" ist weder ein Buch über Krebs noch ein Buch über bipolare Störungen. Es verbindet die Geschichte einer großen Liebe mit der einer vom Schicksal manchmal geküssten und manchmal verratenen Familie. Erzählt wird das Ganze aus der Ich-Perspektive von Lucy selbst, wobei man in Tagebucheinträgen auch immer wieder Geschehnisse aus Mickeys Sicht erfährt. Der Schreibstil ist ruhig und gefühlvoll, voller wunderschöner Beschreibungen und mit einer Einfühlsamkeit, die schon von der ersten Seite an tief bewegt.

Lucy ist eine sehr starke Persönlichkeit, der man in ihren Gedanken und Gefühlen sofort folgen kann. Sie könnte jedermanns Vorbild sein, weil sie ihr Leben in die Hand nimmt und kämpft, aber ebenso auch weiß, wann es sich lohnt, inne zu halten und die Momente zu genießen. Mickey ist natürlich nicht immer ganz so klar - das liegt schon an seiner Krankheit. Er strengt sich jedoch unglaublich an, um seiner Frau ein guter Ehemann, ihren Bekannten ein guter Freund und den Mitmenschen ein guter Nachbar zu sein, und dafür muss man ihn einfach lieben. Aber auch die Nebenfiguren sind grandios ausgearbeitet, wie etwa Lucys zwei Schwestern, Priss und Lily: Die eine aufgrund ihrer Verletzlichkeit abweisend, die andere sanft und gutmütig. Oder auch alte Freunde der Familie, die immer für die beiden da sind, zum Beispiel die Gynäkologin Charlotte. Egal, wie klein die Rolle auch sein mag, die Charaktere wissen durch Vielfalt und Sympathie zu begeistern, weshalb es auch sehr schwer ist, sie irgendwann wieder los zu lassen.

Die meiste Zeit spielt der Roman in der Gegenwart, während Lucys und Mickey nicht ganz einfacher, aber wunderschöner Ehe sowie während der Schwangerschaft. Hier und da gibt es jedoch auch Rückblicke auf das Kennenlernen, das ebenso einige Stolpersteine hatte. Doch grade durch die vielen Probleme, die die beiden immer wieder zusammen durchstehen müssen und können, wird einem schnell klar, wie sehr die beiden sich lieben müssen. Durch die absolute Nähe zu den Figuren beginnt man schnell, Lucy und Mickey zu lieben und sich ebenso wie die beiden, trotz aller Zweifel, auf das Baby zu freuen. Auch, wenn einen bald schon eine Ahnung beschleicht, die die aufkeimenden Glücksgefühle fast schon im Keim erstickt.

Zugegeben, es gibt in diesem Buch tatsächlich einiges Drama: Nicht nur leidet Mickey unter einer bipolaren Störung, auch sind Lucys beide Elternteile tot; ihre Mutter gestorben an dem Krebs, der in ihrer Familie verbreitet ist - und der auch sie bereits getroffen hat. Aber das fällt kaum auf, dazu reißt das gesamte Buch einen zu sehr mit und dazu ist man bereits viel zu sehr drin. So ist es nicht verwunderlich, dass einen das Ende mit seinen letzten 100 ergreifenden, schönen, traurigen, herzzerreißenden und hoffnungsvollen Seiten bis in Mark trifft und erschüttert. Ich für meinen Teil habe jedenfalls stundenlang schrecklich geweint - und war hinterher doch froh, das durchgestanden zu haben. Wer weiß, was mir da sonst entgangen wäre.

FAZIT:
"Tanz auf Glas" von Ka Hancock nimmt einen mit auf eine Achterbahn der Gefühle, die einen komplett mitreißt und am Ende als weinendes, aber glückliches Häufchen Elend ausspuckt. Selten konnte mich ein Roman so mit seinen Charakteren und seiner Storyline begeistern. Ein absolutes Muss! 5 Punkte.
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am 16. September 2014
Ka Hancock hat mit ihrem Debutroman ein beeindruckendes Werk abgeliefert. Laut Beschreibung ist sie Krankenschwester im psychiatrischen Bereich, und das erklärt auch, wie genau sie die Krankheit der bipolaren Störung beschreiben kann.

Dieses Buch macht nachdenklich und ich brauchte dazwischen ein zweites - leichteres - Buch, das ich parallel gelesen habe, weil es mich sehr beschäftigt hat. Aber es zeigt auch eindrucksvoll auf, wie machtvoll die Liebe sein kann und was man im Wissen der Liebe alles schaffen kann.

Die Geschichte wird aus Mickeys und aus Lucys Sicht erzählt, was es sehr einfach macht, sich in beide Personen einzufühlen und mit ihnen mitzuleben. Liebevoll hat Ka Hancock diese beiden Figuren gezeichnet, zusammen mit der Familie, die rund um die beiden lebt und das war so lebendig beschrieben und aus dem Leben gegriffen, dass ich manchmal wirklich das Gefühl hatte, die beiden würde es wirklich geben.

Lucy und auch Mickey waren mir sehr sympathische Charaktere. Lucy ist so eine starke Persönlichkeit, die schon einiges in ihrem Leben mitmachen musste, und es trotzdem noch schafft, trotz aller Widrigkeiten anderen Mut zu machen und sie zu stärken - alleine durch den Mut und die Kraft, die sie ausstrahlt. Auch Mickey erkennt im Lauf der Zeit, welche Kraft er in sich hat und dass auch er diese Kraft an sein Umfeld weitergeben kann.

Ab etwa der Hälfte ist klar, wie die Geschichte enden wird - aber dann ist man bereits so eingetaucht in die Welt von Mickey und Lucy, das das absolut nichts ausmacht, denn man möchte einfach nur wissen, wie die beiden mit der Situation klar kommen und sie lösen werden.

Die Geschichte ist sehr emotional und nicht unbedingt für jemanden geeignet, der mit einem Trauerfall zu tun hat oder psychisch labil ist - denn sie kann einen runterziehen.

Seit "ein ganzes halbes Jahr" musste ich beim Lesen eines Buches nicht mehr so sehr weinen, trotzdem vermittelt die Geschichte jedoch auch eine Menge Hoffnung und Liebe. Es rührt einen zu Tränen und macht einen lachen und weinen zugleich.

Das war hoffentlich nicht das letzte Werk dieser Autorin!
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am 5. Februar 2014
Ich überlegte schon einige Tage ob ich mir das Buch als Ebook kaufen sollte... und nun war es als Valentin Spezial für nicht mal 5,-- Euro in der Aktion.
Über dieses wirklich schöne Buch wurde in den anderen Bewertungen schon alles geschrieben,
die große Liebe, die Krankheiten und die unverhoffte Schwangerschaft.
Ich konnte den Kindle fast nicht mehr aus der Hand legen, so hat mich dieses Buch berührt.
Wunderschön geschrieben, aber ohne viele Taschentücher nicht zu lesen. Abschminken hat sich von alleine erledigt, würde es aber trotzdem noch einmal lesen...
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TOP 500 REZENSENTam 2. Oktober 2013
und manche trifft es schwer. Wer in dem Buch " Tanz auf Glas " eine seichte Liebesgeschichte sucht, wird schnell feststellen, das er damit falsch lag, denn "Tanz auf Glas" ist ein Buch, das tiefere Gefühle anspricht, zum Nachdenken anregt und sicherlich bei manchen auch die eine oder andere Träne fließen lässt.

Lucy und Mickey Chandler lernen sich kennen und lieben. Schon in jungen Jahren haben sie die Schattenseiten des Lebens kennen gelernt, denn ihre Eltern haben ihnen kein leichtes Erbe , bzw. gute Gene hinterlassen. Mickey leidet unter einer manisch depressiven Psychose und Lucy ist durch Brustkrebs vorbelastet. Die Krankheit bricht dann auch bei ihr aus, sie hat aber das Glück zu überleben. Bei diesen genetischen Vorbedingungen entschließen sich Michey und Lucy keine Kinder in die Welt zu setzen und Lucy lässt sich die Eileiter abbinden. Trotzdem wird sie schwanger und es steht die Entscheidung an, für das Kind und gegen Lucy, denn während einer Schwangerschaft können weder Chemo noch andere aggressive Therapien vorgenommen werden , oder gegen das Kind und für Lucys Leben. Das erste Mal während ihrer Beziehung sind Mickey und Lucy nicht einer Meinung. Mickey will seine Frau nicht verlieren, da er glaubt, ohne sie nicht leben und sein Leben und das Vater sein nicht meistern zu können und Lucy kann sich nicht dazu entscheiden, ihr Kind, das sie schon spürt, abtreiben zu lassen. Wie werden sie sich entscheiden und was ist richtig und was ist falsch ?

Beim Lesen dieses Buches dachte ich oft :"Gut, dass du diese Entscheidung nicht treffen musst ", ich weiß auch nicht, wie ich mich entschieden hätte.
Das Buch ist sicherlich keine leichte Lektüre. Hier folgt Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag und häufig kam der Gedanke auf, wie grausam das Leben manchen Menschen mitspielt. Doch in der Beziehung zwischen Mickey und Lucy, trägt eine tiefe Liebe zueinander dieses Schicksal und das in diesem Buch in fast jeder Zeile lesbar. Die Entscheidung, die hier gefällt wird , sorgt auch für unterschiedliche Reaktionen, die alle nachvollziehbar , aber dadurch nicht weniger schmerzhaft sind. Tiefe Gefühle wie Liebe zum Partner , aber auch zu den Geschwistern tragen dann auch diesen Roman, der mir schon so manche Träne abverlangt hat. Sicherlich kein leichtes Buch, aber ein Buch , das ich nicht missen möchte, da die handelnden Figuren gut gelungen sind und der Zusammenhalt innerhalb einer Familie und die Freundschaft untereinander eine neue Dimension erfahren hat.

Absolut gelungen.
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am 16. Juni 2014
Dieses Buch ist mein Lesehighlight für dieses Jahr und ich habe die Taschentücherindustrie reich gemacht, sooft musste ich weinen. Die Geschichte zwischen Mickey und Lucy ist ohnehin schon schwierig. Lucy ist erblich vorbelastet, in ihrer Familie häufen sich Krebserkrankungen und sie musste schon mit 17 ihre totkranke Mutter pflegen. Mickey hat miterlebt wie es ist mit einer Mutter groß zu werden, die an bipolare Störung leidet und die immer wieder versucht sich selbst das Leben zu nehmen. Lucys Liebe aber erdet ihn, gibt ihm ein Ziel, ein Anhaltspunkt, wenn seine Welt Kopf steht. Und dann wird Lucy trotz einer Sterilisierung schwanger. Doch sie muss sich entscheiden ihr Leben oder das ihres Kindes. Doch wie wird dieses Kind aufwachsen? Mickey will mit allen Mitteln verhindern, dass es dasselbe durchmachen muss wie er. Doch irgendwann muss er sich Lucys Entscheidung stellen. All diese Dramen werden ohne großen Pathos erzählt, ohne kitschig zu werden, sondern einfach als Entscheidungen vor die das Leben einen manchmal stellt und das macht das Ganze so authentisch und mitreißend. Wie es ist auf einer Rasierklinge des seelischen Gleichgewichts für einen Menschen mit bipolarer Störung zu balancieren erfährt man durch die Tagebucheinträge von Mickey zu Beginn fast jeden Kapitels. Manchmal konnte ich die Buchstaben gar nicht mehr erkennen, weil ich mich in einen kleinen Wasserfall verwandelt habe. Ich hatte das Gefühl beim Lesen Teil von Mickeys und Lucys Leben zu sein und am Ende habe ich eine gute Freundin verloren. Aber es tröstet mich zu wissen, dass der Tod nicht das Ende aller Dinge ist, sondern einfach nur ein Übergang.

Eine wirklich tolle Geschichte, die zeigt das das Leben zeitweise wie ein Tanz auf Glas ist und es einfach kein Schwarz und Weiß gibt, kein richtig und kein falsch.
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