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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 28. Juni 2013
Album 4 also. Nachdem dem sehr überraschenden dritten Album "In This Light and on This Evening", das einen fast durchgehenden elektronischen düsteren Pulsschlag hatte, aber trotzdem zu gefallen wusste und die Fans etwas spaltete, wird die Entwicklung wieder einen Schritt zurück genommen bzw. konsequent vorangetragen. Die Synthesizer verschwinden fast komplett im Hintergrund und spielen nur noch eine dezente Rolle. Vom Sound her erinnert einiges an die ersten beiden Alben, wobei aber auch eine leichte Erweiterung stattfindet, zum einen tatsächlich hin zum Americana wie Tom Smiths das auch schon angekündigte, zum anderen aber vor allen in weiteren Raubzügen durch die 80er. Bitte das nicht falsch verstehen, ich mag die Editors sehr und gerade deswegen, weil sie kein Problem damit haben, einen Sound aus schon bekannten Bestandteilen neu zu kreieren. Das Songwriting ist immer noch auf Melodie und Harmonie ausgerichtet, Textlich dreht sich diesmal sehr viel um Liebe und Beziehung – in alle Phasen.

Highlights und Anspieltipps gibt es sehr viele, manche erschließen sich sofort, andere sind kleine ‚fiese‘ grower, wo man schon ein wenig aufpassen muss, einen Song nicht zu früh abzuschreiben. SUGAR, das mit seinem elektronisch verzerrten Bass als zentrales Element, ein richtig kleines Musikkraftwerk ist, besonders wenn nach dem 2. Chorus die Energie noch etwas gesteigert wird. A TON OF YOUR LOVE, die Vorab Single natürlich. Und bitte nicht zu sehr den U2 Vergleichen glauben, nur weil jemand drei mal „Desire“ singt, haben wir es noch nicht mit einem U2 Plagiat zu tun. Wenn hier schon zwanghaft Vergleich gezogen werden müssen, dann nicht einfach nachplappern was ihr lest, sondern mal ein paar olle The Mission Alben anhören ;-). Der Song funktioniert prächtig beim Autofahren und wird wahrscheinlich auch live ein Fest sein. WHAT IS THIS THING CALLED LOVE wartet mit Tom im Falsett auf. Bei den ersten Durchläufen ist das etwas befremdlich und man ist fast versucht auch wegen des soften Midtempo Anfangs den Song für immer zu überspringen. Hört man sich aber etwas rein, wird man belohnt. Ein schöner nachdenklicher Text über das schleichende Ende einer Beziehung und ein hymnischer Mittelteil, der den Song dann nochmal auf ganz andere Höhen trägt. Wunderschön. Die ausschließlich mit Streichern unterlegte Ballade NOTHING, der auch erst bei mehrmaligen Hören eine - dann aber - unnachahmliche Wirkung erzeugt. Die fast schon fröhliche und leichtfüßige Indierock Hymne FORMALDEHYDE, mit ihrem Refrain, der sofort ins Ohr geht.

Darüber hinaus gibt es keine wirklichen Durchhänger. THE WEIGHT, TWO HEARTED SPIDER und HYENA wissen mit dem rauhen Sound des Debütalbums zu gefallen. THE PHONE BOOK ist langsam shuffelnder Folkpop, also neues Terrain, schmeichelt sich aber auch schnell angenehm ein. HONESTY hat einen leichten Coldplay Vibe und vielleicht ein Streichinstrument zuviel. Vom Rhythmus her geht es BIRD OF PREY ähnlich, aber auch hier wieder reist die wunderbare Melodie einiges heraus.

Keine radikalen Veränderungen also, aber auch kein Stillstand. Und was das wichtigste ist, mit Songs die sowohl im Dunkeln also auch im Hellen funktionieren und denen es wie immer gelingt etwas zu transportieren …
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am 9. November 2013
Schien ihr Debüt noch in all seiner Ungestümheit und Sanftheit lediglich durch den warmen Atem von Joy Division und Interpol zum Leben erweckt, haben die Editors sich nach einem ersten Aufguss bewährter Zutaten mit den letzten beiden Alben freigeschwommen. Man sollte nicht davon sprechen, dass die Editors sich bei jedem Album neu erfinden. Sie fügen ihrem Gesamtwerk jedoch jedes Mal eine wunderbare und für sich stehende Facette hinzu, die ich ihnen nicht zugetraut hätte. Wurde das vorherige Album noch von kühlen Klängen der Synthesizer dominiert, drängen sich nunmehr akustische Instrumente in den Vordergrund. Die Bandbreite, die sich Smiths Stimme erarbeitet hat, ist bemerkenswert und zieht sich wehklagend durch die vornehmlich ruhigen Songs, die kaum einmal das Midtempo verlassen. Man muss sich erst einlassen auf das Album, sich frei machen von Erwartungen an ein "Editors-Album". Erst dann und nach mehrfachem Durchlauf zeigt das Album seine Schönheit, auch wenn es keine Offenbarung ist. Eine solche Entwicklung hätte ich allerdings von der Band nicht erwartet. Hut ab!
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am 15. Dezember 2013
Da ich die Band zum ersten Mal beim Hurricane erlebt hab und richtig neugierig geworden bin, musste ich mir auch gleich das neue Album kaufen. Und - ich bin richtig begeistert von dem neuen Album. Das ich die älteren Alben nicht kenne, kann ich natürlich auch keine Vergleiche aufstellen. Aber das ist für mich ja auch nicht Sinn der Sache.

Dieses Album hat eine super Dramaturgie. Los geht's mit den dunklen, aber supertollen "The weight" und "Sugar". Dann wird's etwas rockiger mit "A ton of love" und dann kommen einige ruhigere Nummern, deren Melodien ich richtig toll finde. Dann wird's mit "Formaldehyd" und "Hyena" wieder etwas rockiger und das Finish mit "Two hearted Spider", dem fantastische "The phone book" und dem dunklen Abschluss "Bird of Prey ist großartig.

Ich kann dieses Album nur empfehlen und werde mir sicher auch noch die früheren Alben zulegen!!!
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am 9. Februar 2014
Kurz und knapp: Wer eher kalte Joy-Division und düstere Interpol mag, wird von "The Weight of Your Love" enttäuscht sein. Wer dagegen U2, Coldplay und Bruce Springsteen (in seinen melancholischen Liedern; doch doch, die hier gemachten Springsteen-Vergleiche haben vollkommen recht) verehrt, wird begeistert sein. Wer darüberhinaus viele ohohohos und aaahahaas sowie Streicher in Songs liebt, wird Freudensprünge vollführen. Ich mag beide Richtungen, je nach Anlass. Nur stellt sich mir die Frage, wie hoch noch der Eigenständigkeitsfaktor der Editors ist.
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am 23. Juli 2013
mir gefällt das neue album sehr gut, 1 punkt Abzug gibtŽs da ich mir noch ein paar mehr schnellere Stücke gewünscht hätte. Aber das warŽs auch schon an negative kritik - richtig geil finde ich "the weight" "sugar" "what is this thing called love" und "phone book" - grossartig ! Ja, es ist anders als die Vorgänger Alben - na gott sei Dank - ich brauche nicht noch ein Back Room oder An End has a Start - die habe ich ja schon.. ich mag ein wenig Veränderung im Stil.
Freue mich schon auf das ausverkaufte Konzert in HH :-)
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am 3. Oktober 2013
Für mich ist es eines der besten Alben überhaupt. Ich höre es hoch und runter. Die Stimme ist fantastisch und hat einen extrem hohen Wiedererkennungswert. Zum Glück hat jeder Mensch einen anderen Geschmack, daher auch die sehr unterschiedlichen Rezensionen.

Eines ist mir aufgefallen:
Im Songbook fehlen die Lyrics von "Honesty". Dort wurden die von "What is this thing called love" nochmals gedruckt. Keine Ahnung ob das nur eine bestimmte Charge betrifft.
Ist nicht weiter dramatisch, aber schade.
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am 23. Juli 2013
...auch wenn durchaus etwas anders als früher finde ich die das aktuelle Album nach wie vor super.
m.E. kommt die unheimlich gute Stimme hier viel besser zur Geltung als früher und auch das so viel beschimpfte "the thing called love" ist für mich eine wirklich klasse und kraftvolle Ballade mit Ganzkörper-Gänsehaut.
Auch "Nothing" und "Honesty" sind für mich ganz grosse Klangwelt.
was mir jedoch auch gar nicht gefällt ist das unsägliche "desire" was einfach nur negativ an ein altes u2-Stück erinnert.
manchmal muß man vielleicht eine Platte einfach für sich hören, ohne Vergleiche an alte Sachen - ich mag die alten Sachen genauso wie die Neuen. Der Vergleich mit U2, Coldplay und gar Bruce S. ist für mich so gar nicht nachvollziehbar.
einzig an uralte Journey-Sachen erinnert mich die Stimme manchmal (und das durchaus positiv :)
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am 28. Juni 2013
Nach vielen Teasern, Videoschnipseln, Tweets, anfänglicher großer Geheimhaltung, dann den ersten Singleauskopplungen und einem Live-Internetkonzert ist nun das wohl bisher am stärksten beworbene und vermarktete Editors-Album “The Weight Of Your Love” erschienen. Die erste Single „A Ton Of Love“ hatte mich zwar nicht direkt überzeugt, aber letztendlich konnte ich mich nach einigem Hören auch noch mit ihr anfreunden, zumal sie marketingtechnisch sicher als ein guter Schachzug für den Massenmarkt zu verstehen war und ich entsprechend noch mehr vom restlichen Album erwartet hatte. Als großer Fan der früheren Alben musste ich da nach vier Jahren ohne auf Platte veröffentlichtes neues Material, angefixt von starken neuen Songs wie „Sugar“, „Nothing“ oder „Two Hearted Spider“ auf Konzerten im letzten Jahr, natürlich zuschlagen. Entsprechend wurde das mit Spannung erwartete Album direkt in die Anlage eingelegt und mit ungeteilter Aufmerksamkeit komplett durchgehört. Der erste Eindruck: von Lied zu Lied größer werdende Zweifel bis hin zur katastrophalen Enttäuschung.
Nach kurzem sacken lassen dann der Gedanke, dass das nicht sein kann, also noch mal von vorne. Und anschließend dann nochmal, und zur Sicherheit noch ein paar Mal. Das Ergebnis legt nach dem ersten Schock unter Verlust der hohen Erwartungen etwas zu, bleibt aber auch fair betrachtet ernüchternd:

1. The Weight:
Das erste Stück beginnt vielversprechend, mit einer leicht schrägen Verbindung aus E-Gitarre und Streichern (auf letztere werd ich leider noch öfter eingehen müssen). Die Drums setzen ein und treiben das Lied anschließend durchweg voran, zunächst unterstützt von einer akustischen Gitarre. Nacheinander fügen sich Tom Smith mit seiner genialen Stimme, E-Gitarre, Klavier und leichte Synths ein. Klingt gut! Der Anfang wird im Laufe des Lieds wieder aufgegriffen, das Ende kommt abrupt. Für einen reinen Opener vielleicht etwas zu langgezogen, für ein reines eigenständiges Lied ein Bisschen zu viel wiederholt, trotzdem: ****

2. Sugar:
Im Vorfeld durch Live-Erlebnisse einer der Favoriten für das neue Album. Die Melodie des Gesangs ist im Vergleich zu Auftritten im letzten Jahr minimal geändert, Geschmackssache. Insgesamt kommt das Potential des Editors-Sängers gut rüber, leichter Background-Gesang fügt sich ein. Es gibt ein paar twists und turns, der Mut, nicht alles übermäßig glatt zu bügeln, ist vorhanden: **** bis *****

3. A Ton Of Love:
Ein solides Rock-Lied angelehnt an Vorbilder wie U2, steht möglicherweise für die neue Ausrichtung. Gerade heraus, aber auch geradlinig, wenig überraschend. Druckvolle, aber ruhige Passagen wechseln sich mit Gesangspassagen voller Power („Desire!“) ab. Radiotaugliche Kost mit offenem Ende: *** bis **** für die Power.

4. What Is This Thing Called Love:
Streicher-Intro Pt. I mit viel Weichzeichner, Tom Smith erweitert sein Repertoire um ausgedehnten Falsett-Gesang. Wächst sich zur ruhigen Ballade aus, leider untermalt mit einem sehr poppig anmutendem Klangteppich von Bass, Schlagzeug, Klavier, immer wieder Streichern und leichtem Background-Chor. Gesanglich blitzt leicht raues Potential durch, erinnert ansonsten teils befremdlich an – für sich genommen nichts gegen diese – Coldplay und andere Bands. ** bis *** für die Textzeile „We’re out of it!“.

5. Honesty:
Streicher-Intro Pt. II, immerhin wieder mit Gitarren, gesteigertem Gesang und teilweise dezenten Synths im Hintergrund. Soll vermutlich American Stadium-Rock mit Streicher-Tragik, Background-Chor- („Ohohohhh“) und leichtem Bläser-Bombast verknüpfen. Ist nicht direkt schlecht, aber wenig abwechslungsreich, vorhersehbar. ***

6. Nothing:
Wer hätts gedacht, Streicher-Intro Pt. III, und danach gehts komplett orchestral weiter, was mehr an Filmmusik erinnert. Dass Tom Smiths Stimme so einen Pathos-Klangteppich nicht nötig hat, konnte man letztes Jahr noch auf den Konzerten in einer etwas schnelleren und meiner Meinung nach um Längen, ach was, Größenordnungen besseren Band-Version hören. Vielleicht soll das Streicher-Thema aus dem vorigen Lied nochmal aufgegriffen werden, leider kaum kreativ. ** für den Text und das Live-Potential ohne Orchester.

7. Formaldehyde:
Drum-Intro! Tom Smiths Stimmung geradezu optimistisch, Schlagzeug und Bass treiben an. Background-Gesang sorgt dann noch für amerikanisierten Pathos, es kommt zum Break, der Vergleich zu den Killers drängt sich auf. Wobei die ihre besten Tage leider auch schon hinter sich haben. Könnte die Masse zum Mitklatschen und Knicklichter schwenken bringen, Indie-Fans eher nicht. ** bis ***

8. Hyena:
Düstere Anfangsstimmung, die Gitarre übernimmt wieder wichtigere Parts als in den Stücken davor, könnte was draus werden. Letztendlich aber zu wenig (eigene) Ideen, alles kommt irgendwie bekannt vor, zu viele Wiederholungen. ***

9. Two Hearted Spider:
Anfangs-Timing gegenüber der Live-Version vom Sommer letzten Jahres leider etwas geglättet, es kommt auch kein f-Wort mehr vor, was für den geneigten Fan eine merkwürdige Lücke zu hinterlassen scheint. Soll hier auf Allgemeinverträglichkeit getrimmt werden? Selbst live auf Festivals wird jetzt darauf verzichtet. Insgesamt wird bei diesem zunächst düster-ruhigen Stück weniger „Risiko“ mit individuellen Kanten eingegangen als live, dafür gibt es für den dramatischen Höhepunkt wieder einen in meinen Ohren für Smith völlig unnötigen Pathos-Chor. Trotzdem wird hier im Gegensatz zum restlichen Album mehr Mut zu offenen Enden und weniger Geradlinigkeit beim sich aufbauenden Titel gezeigt. Die diesmal dezent eingesetzten Streicher erscheinen recht passend, es bleibt ein wenig zu viel Weichzeichner, trotzdem neben Sugar mein Favorit auf der Platte: **** bis *****

10. The Phone Book:
Ruhig, leicht folkig mit Akustik-Gitarre, Bass und Base-Drum, macht den Titel zusammen mit Tom Smiths tragischem Grundton interessant, wenn auch nicht völlig neuartig. Auf einem insgesamt weniger ruhigen und übermäßig smoothen Album würde das Lied als Abwechslung viel besser rauskommen! Ist eines der abwechslungsreicheren Lieder des Albums: ****

11. Bird Of Prey:
Druckvoller Start mit Drums, so aber auch schon öfter auf diesem Album gehört, wird im Verlauf des Lieds bis auf eine Pause auch nicht variiert und wirkt bald gelangweilt – immerhin können Mitklatscher den Takt so kaum verlieren. Wieder Streicher im Hintergrund. Recht ruhiger Titel, plätschert etwas zäh mit leichtem Backgroundgesang vor sich hin. Leider auch keine Überraschungen mehr, einfacher Aufbau und dann kommt zum Glück auch bald das Ende. **

Hoffnungen bauen noch auf die Bonus-CD in der Deluxe Edition, unter anderem mit einem Stück, das 2012 live schon unglaublich gut war: „The Sting“. Das wird doch hoffentlich noch so sein wie ursprünglich aufgeführt?

1. The Sting:
Die hypnotischen Synths und große Teile der düstereren Stimmung aus der tollen live-Version sind einem Gitarren-Schrummel-Klangteppich im Hintergrund gewichen. Der Background-Gesang ist meiner Meinung nach wie immer überflüssig. Die Drums sind nach einem künstlich und erzwungen klingenden Fade-In wie bei einigen anderen Liedern betont druckvoll, wenn auch nicht übermäßig ideenreich. Wie auch das restliche Album leider völlig gesmoothed, mit Bläsern „bereichert“ und bemüht, Stadion-große Gesten („I WILL be waiting“) übermäßig zu betonen. So von einem der Favoritenplätze zum belanglosen Stück abgestürzt. **

2. Get Low
Hier gelingt die tragische Geste besser als meist auf dem Album, so ohne Streicher-Masse, mit dezenten Synths, Smiths Stimme, nicht so gezwungen-übertrieben. Stadium-Atmosphäre klingt nur am Rande an – besser so. Damit die kleine Überraschung auf der zweiten CD. ****

3. Comrade Spill My Blood
Wieder was langsames zum mitklatschen – die Drums nötigen einen fast dazu. Abwechselnd normale Stimmlage und Falsett für den Refrain, erhöhter Kitsch-Faktor. Nicht mein Ding. **

4. Hyena (Acoustic) und 5. Nothing (Acoustic)
Nette Dreingabe als Bonuslieder, nicht so überladen wie die Album-Versionen. „Nothing“ aber trotzdem nicht so gut wie live. Als Bonus ohne Wertung.

Die Texte sind nicht das Problem: auch wenn manches Mal irgendwo die Ideen ausgegangen zu sein scheinen und auf Wiederholungen gebaut wird, im passenden Gewand könnte man darüber hinwegsehen – so aber verlieren im Gegenteil vormals schon live gefeierte Lieder. Insgesamt wurde auf Kosten der individuellen Stärken zu viel Pathos erzwungen und das gesamte Werk weichgespült. Nach einem vielversprechenden Start fällt das restliche Album überwiegend ruhig aus, es bleibt wenig hängen, wie auch das Cover beliebig erscheint. Es soll teils deutlich hörbar an Vorbilder angeknüpft werden. Vielleicht ist es so Massenmarkt-tauglicher, ragt aber auch nicht mehr oder nur noch selten über die breite Masse hinaus. Wahrscheinlich kann so neues, Radio-affines Fan-Volk gewonnen werden, mit Sicherheit aber werden viele alte Fans auf Abstand gehen. Dass das frühere Potential durchweg vorhanden ist, kann (und konnte vor allem in früheren Versionen, auch mit der neuen Besetzung) live erlebt werden, meiner Meinung nach wäre dieser Stil auch der bessere Weg für das Album gewesen, anstatt sich in andere Formen biegen zu lassen und so weit hinter den Erwartungen zurückzubleiben – oder ist das nach musikalischen Differenzen mit dem Ex-Gitarristen, Keyboarder und Sound-Mastermind der neue Post-Urbanowicz Stil? Schade wärs. So bleibt ein Album mit, wie man meinen sollte, mal mehr, mal weniger gut gelungenen B-Seiten, die Hoffnung, dass der frühere Stil wiederkehrt und die, dass auch die neuen Lieder live zu ihren Wurzeln zurückfinden. Ein wenig scheinen sie das zum Glück auf den aktuellen Festivals – ohne Orchester – zu tun.

Anspieltipps: Sugar, Two Hearted Spider, The Phone Book.
77 Kommentare| 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Mai 2014
Die drei Sterne als Bewertung sind eher als Relation zu den zwei Vorgängern (meine Favoriten) zu sehen.
Ich höre die Platte grundsätzlicg gerne, auch wenn es zwei drei Lieder gibt die ich schonmal überspringe. Nur leider ist die Nachhaltigkeit auf einem niedrigeren Nievau als früher. Ich habe das Gefühl die alten Stücke waren komplexer und etwas weniger eingängig.
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am 26. Oktober 2016
Das ist meiner Meinung nach die beste Editors seid "The Back Room", weniger Elektronic und endlich wieder "Songs". Auch wenn der Gesang teilweise ungewohnt daher kommt...
Leider ist "In Dream" dazu wieder ein deutlicher Abfall in elektronische Welten.
Mir gefallen die Gitarren-Editors einfach besser als die Dancefloor-Elektro-Editors.
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