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am 2. Juni 2017
Ich les ja sehr gerne Fantasybücher, die ein wenig wie Realität wirken. Als ich dieses Buch auf dem Wühltisch gesehen habe, musste ich es natürlich sofort haben. Auch der Klappentext klang echt nicht übel.

Inhalt (Verlagsversion)

Bei ihrer Nachtschicht im Supermarkt entdeckt Judy einen Yeti im Gefrierschrank. Der Eindringling verwüstet den gesamten Laden. Nur das Team von "Animal Control" kann jetzt noch helfen. Doch der Typ, den sie schicken, ist Judy alles andere als geheuer. Vielleicht liegt es daran, dass er "Monster" heißt und seine Haut blau ist. Vielleicht daran, dass er Yetis jagt und einen vorlauten Papierflieger zum Gefährten hat. Oder dass Judy und Monster von nun an gemeinsam gegen japanische Oger, feuerspeiende Katzen, Inuit-Walrosshunde und eine verrückte, äonenalte Zauberin antreten müssen. Es geht, nun ja, um einiges - um die Zukunft des Universums...

Schreibstil

Die Geschichte lässt sich größtenteils gut lesen. Es gibt wenig Stolpersteine im Stil an sich. Ein gewisser Humor ist erkennbar, weshalb sich das Buch sehr flüssig lesen lässt. Trotz der Verantwortung die die Protagonisten tragen, nimmt sich die gesamte Handlung eher wenig ernst.

Charaktere

Die Charaktere innerhalb des Buches zeigen wenig Tiefe auf. Sie handeln aus oftmals unbestimmten Gründen. Entwicklungen sind ebenfalls Mangelware. Eine Identifikation ist mir persönlich nicht gelungen, nicht einmal ansatzweise.

Fazit

Der Beginn der Geschichte war eigentlich sehr vielversprechend. Auch nach dem Klappentext klang es eher nach einer spannenderen Handlung. Doch nach den ersten Kapiteln plätscherte die Story mehr vor sich hin. Der rote Faden wurde zwar im weitesten Sinn eingehalten, jedoch ohne großartige Ausschläge in der Spannungskurve. Das Ende und auch die Zwischenhandlungen waren sehr vorhersehbar. Der positive Aspekt dieses Buchs ist zweifellos der humoristische Schreibstil.

Kaufempfehlung?

Dieses Buch richtet sich eher an Fans der witzigen Schreibweise mit wenig Tiefgang in der Story. Es handelt sich hierbei um eine Geschichte, die man ohne viel Grübelei weglesen kann und ohne große Adrenalinausschüttung. Für einen verregneten Tag auf dem Sofa allerdings eine gute Methode, sich die Zeit zu vertreiben.
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am 19. April 2010
Das Buch erinnert mich sehr an die Ogerkompanie. Die Charaktere sind wieder sehr schön ausgearbeitet. Zum Beispiel ein Monsterjäger, der jeden Tag eine andere Farbe hat und sich somit auch seine Fähigkeiten ändern, der natürlich eine Dämonin als Freundin und einen Papiergnom (eine Hilfe aus einer andere Welt, bestehend aus Papier, das die Form immer ändert) als Assistenten hat.

Die Hauptdarstellerin scheint das Unglück nur so anzuziehen, das ganze beginnt mit Yetis an Ihrer Arbeitsstelle, einem Supermarkt. Dieser frisst die ganze Eiskrem, naja, bis auf Vanille, die mag er nicht. Dann nehmen Trolle ihre Wohnung auseinander. Das blöde ist, sie ist nur ein Mensch und ihr Gehirn versucht immer wieder die Ereignisse zu vergessen, also was soll sie tun!?

Im Groben steht uns das Ende der Welt bevor - die Monster wollen die Vorherrschaft übernehmen...

Die Handlung plätschert etwas das Buch ist aber so witzig geschrieben, die Charaktere und Monster so skuriel, daß man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die Situationskomik erinnert sehr an die Bücher von C. Moore und besser als das letzte Martinez Buch ist es in jedem Fall.

Für mich 3,5 Sterne - etwas, für den Balkon / Urlaub. Zur Entspannung und Erheiterung ohne anstregend zu werden. Wer mal wieder schmunzeln möchte, ist hier genau richtig.
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am 23. September 2010
Zuerst möchte ich über das Buch lästern: Nach dem Kauf fiel mir als erstes der breite Druck und der große Rand auf jeder Seite auf. Mein Buch ist 381 Seiten dick, bei einem vernünftigen Druck würde das Buch wahrscheinlich nur 200 Seiten umfassen. Wenn die Story zusätzlich um nicht innovative Standards gekürzt würde, hätten wir nur noch eine Kurzgeschichte. Und wer würde das dann noch kaufen?
Die Kerngeschichte bzw. -idee ist gut. Jedoch verzweigt sich die Geschichte in Standards, wie wir sie bereits aus zig Büchern kennen. Insofern ist dem Autoren nichts Neues eingefallen.
Trotzdem bedauere ich den Kauf nicht. Es ist eine leichte, seichte Geschichte, die ohne Probleme mal zwischendurch lesbar ist. Und so bin ich wieder bei meiner oben erwähnten Kurzgeschichte gelandet.
Ich möchte aber nicht nur lästern: Das Ende ist grandios! Und das meine ich ohne jeglichen Anflug von Ironie! Leider ist es nur 4 Sätze lang.
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am 17. Juni 2010
Wieder mal ein klasse Buch von A. Lee. Martinez. Es beginnt im Chaos und endet auch dort. Eine gute Unterhaltung und eine schöne Story mit lustigen Charakteren und einem multidimensionalen Papiergnom.
Es ist hilfreich, wenn man sich etwas im Reich der Mythologie und Sagen auskennt, doch auch wenn nicht, wird sehr anschaulich beschrieben, welche Kreaturen und übernatürlichen Wesen das Leben von Judy und Monster bereichern. Das Katzen eine große Rollen spielen und dass man beim Aufwachen immer kontrollieren sollte, welche Farbe man gerade hat, sind nur zwei der äußerst amüsanten Episoden des Romans. Und wenn sie am nächsten Morgen alles vergessen haben, müssen sie sich auch nicht wundern.

Eine gute Urlaubslektüre oder was für zwischendurch.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Juni 2010
Es gibt etwas, das mich an A. Lee Martinez' Büchern immer wieder erstaunt und begeistert: sein Vertrauen darauf, dass man als Leser schon hinnehmen wird, was er schon auf der ersten Seite erwähnt. Nämlich inen Yeti im Kühlhaus eines Supermarkts. Da wird nicht groß erklärt wie, warum und wo. Es ist eben einfach ein Yeti und der frisst das gesamte Eis-Sortiment. Genauso verblüffend ist es übrigens, dass Martinez' Vertrauen völlig gerechtfertigt ist. Man fragt als Lehrer wirklich nicht nach dem wie, warum oder wo. Was man sonst nie einfach so akzeptieren wird, bei Martinez' Geschichten hat man gar kein Problem damit.
Doch der Yeti ist ja erst der Anfang...

Im Mittelpunkt von "Monsterkontrolle" stehen Judy, die Supermarktangestellte, die dem Yeti als Erste begegnet, und Monster Dionysus, der davon lebt, solche sogenannten kryptobiologischen Wesen einzufangen.
Judy hat von so etwas keine Ahnung und würde man ihr sagen, dass von ihr das Schicksal des Universums abhängt, würde sie nur lachen. Und Monster hat mit seinem Job und dem Leben mit einer Dämonin als Freundin genug zu tun und keinerlei Ambintionen zum Helden.
Zudem mögen sich die resolute Judy und Monster, der täglich die Hautfarbe wechselt, nicht sonderlich.
Und dieses Duo soll das Universum retten?!
Ja!
Auf geht es in ein wahrlich chaotisches Abenteuer, in dem eine alte Frau, ein Stein, ein verwandeltes Pferd, ein Papiermann, ein Engel und allerlei anderes kryptobiologisches Viehzeugs eine wichtige Rolle spielen.
Sonderlich spannend fand ich die Geschichte nun nicht, aber einmal angefangen möchte man schon gerne wissen, wie das Spektakel enden wird.
Und wenn man Martinez' turbulenten, schrillen und trashigen Erzählungen mag, kommt man hier voll auf seine Kosten. Da ist ja schließlich auch noch der unverwechselbare Witz seine Geschichten, der einen immer wieder grinsen und schmunzeln lässt. Sarkastisch, ironisch, schwarz humorig und mit bemerkenswertem Fatalismus bei den Charakteren.

Martinez mag offenbar gerne auch mal auffalend lange und manchmal eigentümlich zusammengesetzte Sätze. Daher liest sich "Monsterkontrolle" ein einigen Stellen nicht ganz so leicht. Ist man aber "im Training" was diesen Stil angeht, dann kommt man damit bald klar.

Was das grüne Ungeheuer nun direkt mit der Geschichte zu tun hat, weiß ich nicht. Aber ein Monster ist es ja schon, also passt es auch irgendwie. Vielleicht ist mir der gehörnte Unhold auch einfach entfallen. Im Buch kommen so viele absonderliche Kreaturen vor, da kann das schon mal passieren. Schön auffallend (grün) ist es im Regal jedenfalls.

Fazit: Phantasievoll turbulent, bunt und witzig. Das drohende Ende des Universums auf Martinez-Art. Wer Spass an den abgedrehten Geschichten dieses Autors hat, findet hier eine kurzweilige Lektüre.
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am 27. Oktober 2010
Bei einer Sache kann ich meinen Vorschreibern uneingeschränkt zustimmen: dieses Buch ist seicht. Eigentlich sogar mehr als das. Beim Lesen wartete ich die ganze Zeit darauf, dass endlich einmal etwas von dem, was auf dem Klappentext steht, passiert. Leider geschah das weder inhaltlich noch spannungsmäßig. Im ersten Drittel der Geschichte hat man das Gefühl, dass trotz immer wieder neu auftauchender Monster überhaupt nichts passiert, plötzlich gibt es einen Umschwung und eine Information nach der anderen, welche völlig anderen Geschichten zu entstammen scheinen, wird angebracht. Auch die Charaktere sind sehr flach und wenig sympathisch. Hauptfigur Judy etwa würde ich als belanglose Nebendarstellerin einstufen, die man eigentlich fast weglassen könnte - es würde der Geschichte keinen Abbruch tun.
Dann doch lieber "Die Kobolde" von Karl-Heinz Witzko. Dort gibt es Monster UND Spannung, als Dreingabe auch den schmerzlich vermissten Witz im Überfluss.
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am 3. Juni 2013
Dieses Buch hat mir keine lauten Lacher beschert, es hat mich nicht stundenlang gefesselt und durch die Kurzbeschreibung auf der Buchrückseite hatte ich mir den Inhalt anders vorgestellt; ABER es hat Spaß gemacht und mich zum Schmunzeln gebracht. Und genau das sollte dieses Buch.
Für mich war es reine Unterhaltung mit abwechselnden Spannungs- und Lächelsequenzen und einem recht typischen Martinez-Ende, welches mich zufrieden gestellt hat.
Die Charaktere bleiben sich treu und ihnen wird keine aus den Fingern gesogene Tiefe verliehen, die zu diesem Buch auch nicht passen würde. Nein, sie sind wie sie sind und genau deshalb haben sie für mich so gut hineingepasst.
Die Storyline ist verständlich ohne aufgebläht und gezwungen zu wirken und trotzdem oder gerade deshalb birgt sie manchmal so einige Überraschungen.
Jedem der eine tiefgreifende Geschichte, epische Fantasy oder zum Brüllen komische Literatur sucht kann ich nur empfehlen: Finger weg.
Wer, so wie ich, gerne einfach nur unterhalten werden will und ein Buch für einen sonnigen Balkontag oder einen regnerischen Sofaabend sucht, das einem ein Lächeln auf das Gesicht zaubern kann, ein gewisses Maß an Spannung hat und wer der Fantasyliteratur nicht gänzlich abgeneigt ist: Es lohnt sich!
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am 11. Mai 2011
Monster ist ein ganz normaler Kerl: er hat eine feste Freundin mit einem Verwaltungsjob, er selbst arbeitet mit seinem Kollegen Chester als Tierfänger. Nur: seine Freundin ist ein Dämon, Chester ein Gnom mit einen Papierkörper, die Tiere sind Kryptos - übernatürliche Tiere ' und er selbst wechselt jedes Mal, wenn er schläft, die Farbe. Man trifft ihn zu Beginn blau vor- dann ist er unverwundbar. Eigentlich kommt er gut über die Runden, doch dann kommt ein Notruf aus einem Supermarkt: Yetis futtern sich durch das Kühlregal. Monster fängt sie und trifft dabei Judy, eine leicht Kundige, die Magie sofort wieder vergisst. Doch sie beeinflusst Kryptos, und so gerät Monster in den schönsten vorstellbaren Schlamassel: er muss ihr permanent hinterherräumen, und ihr auch jedesmal wieder erklären, wer er ist und was er macht. Doch Judy ist nicht, was sie zu sein scheint, und als sich die größte Macht im Universum und eine verrückte alte Katzenliebhaberin einmischen, ist das Chaos komplett. Plötzlich will alles und jeder Monster umbringen'
Martinez Roman garantiert wie immer vor allem eins: Lachmuskelkater. Immer wenn man glaubt, der letzte Absatz toppt alles, schafft der Autor es, noch einen drauf zu setzen. Und in diesem ganzen Chaos steckt sogar System. Mich wundert es immer wieder, wie er es schafft den Überblick zu behalten'wer also vor Lachen unter den Tisch fallen möchte, und nebenbei noch erfahren will wie man einen Glückskugelschreiber findet, kommt hier voll auf seine Kosten. Zwar sind diese Weird Fantasy-Bücher nicht so hintersinnig wie andere Vertreter dieses Genres, dafür kann man garantiert einige Stunden in eine absolut faszinierende und ' freiwillig und unfreiwillig- saukomische Parallelwelt eintauchen. Außerdem ist es in Zeiten von endlos-Serien auch schön, in sich abgeschlossene Romane zu lesen. Von mir volle 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. April 2014
Ein Yeti im Supermarkt, der kein Vanille-Eis mag. Ein Kerl, der täglich seine Farbe und damit seine Superkraft ändert. Feuer speiende Katzen, ein interdimensionaler Papier-Gnom, ein Sukkubus, für den Sex bloß noch lästige Pflicht ist – und dazwischen ein paar ganz normale Menschen, deren Gehirne all diese Ereignisse am liebsten sofort wieder vergessen würden. Willkommen bei A. Lee Martinez’ „Monsterkontrolle“, einem Ausflug der etwas anderen Art ins Amerika der kleinen Leute.

Judy ist eine kleine Angestellte in einem Supermarkt. Eines Nachts stellt sie fest, dass ein Yeti in der Tiefkühlabteilung hockt und das ganze Eis frisst. Schreit sie panisch auf und flieht? Geht sie mutig zum Angriff über? Nein, sie marschiert – zumindest ein wenig verdattert – bloß ins Büro ihres Chefs, nimmt ein Telefonbuch und ruft eine Hotline für entlaufene Tiere an. Die verbinden sie weiter und schicken ihr einen komischen blauen Typen, der sich Monster nennt und mit einem runenverzierten Baseballschläger den Yetis (es werden am Ende drei sein) eins auf die Mütze gibt. Dann lässt er sich das Ganze abzeichnen und macht sich wieder auf den Weg. Judy glaubt zwar, den Vorfall nie wieder vergessen zu können, doch Monster verspricht ihr, dass das schon bald passieren wird. Das menschliche Gehirn tickt nun mal so, dass es das Übernatürliche nicht akzeptiert.

Viel trockener (im humorvollen Sinne) kann man die Eingangsszene eines Romans, der im besten Sinne des Begriffs als Urban Fantasy zu beschreiben ist, kaum formulieren. Doch A. Lee Martinez, der sich mit schrägen Romanen wie „Diner des Grauens“, „Die Kompanie der Oger“ und „Der automatische Detektiv“ seinen Platz in der humoristischen Phantastik erschrieben hat, liebt seinen Witz scheinbar gut abgehangen und von einem gewissen Understatement begleitet. Dass diese Lustlosigkeit, mit der Monster seinem Job nachgeht, und das beinahe desinteressierte Verhalten von Judy in dem Fall Methode ist, dem ein erfrischend neues Konzept der Parallelexistenz von Magie und Normalität zugrunde liegt, wird sich erst im Laufe des Romans erschließen.

Aus dem Zusammenstoß völlig gewöhnlicher, kleiner Leute und dem Übernatürlichen entstehen für gewöhnlich Geschichten wie „Ghostbusters“ oder „Die dunklen Fälle des Harry Dresden“. Andererseits gibt es in diesen Geschichten Helden, die eine Affinität zum Übernatürlichen haben, die neugierig sind und über sich hinaus wachsen, um die Welt zu retten. Wer solch eine Heldengeschichte erwartet, braucht bei „Monsterkontrolle“ einen langen Atem. Denn die Magie ist flüchtig, die Menschen aus einer universellen Notwendigkeit heraus vergesslich und Monster, der so etwas wie der Protagonist der Handlung ist, ein unverbesserlich Anti-Held, der absolut keine Lust hat, seinen Hals für andere zu riskieren, der sich in der Manier eines Kleinkriminellen aus jeder Krise herauszulavieren versucht und der erst eine ganz besondere Begegnung haben muss (nein, es ist nicht Judy), um zumindest kurzzeitig umzudenken.

Entsprechend plätschert die Handlung von „Monsterkontrolle“ zunächst ein wenig vor sich hin. Der Umstand, dass Judy und Monster zusammen Yetis (und später Trolle) bekämpfen, macht sie keinesfalls zu einem Team. Auch hierin unterwandert Martinez die Lesererwartungen – mit der Folge, dass man sich im Mittelteil schon ein wenig fragt, wohin das Ganze führen soll, wenn sich doch alle Figuren in jedem Kapitel die größte Mühe geben, sich vor jedem Abenteuer zu drücken und jede Aufregung möglich bald wieder zu vergessen. Stellenweise liest sich das Buch wie der Kampf des Autors mit störrischen Figuren, die einfach keine Handlungsträger sein wollen.

Dennoch gelingt es Martinez auf erstaunliche Weise, einen bei der Stange zu halten – zunächst durch rätselhafte Begebenheiten, dann, weil man einfach nicht glauben will, dass Protagonisten sich erfolgreich ihrer dramaturgischen Herausforderung entziehen können, schließlich, weil das Finale doch kräftig was auspackt und zwischen Metaphysik und Special-Effects-Orgie einen Konflikt zur Auflösung treibt, bei der es – man liest es bereits im Klappentext und hält es für den typischen Marketingspruch, doch diesmal stimmt es wirklich – um nichts weniger als die Zukunft des Universums geht.

Fazit: „Monsterkontrolle“ erinnert ein wenig an Geschichten wie „Men in Black“, „Ghostbusters“ oder „Harry Dresden“ – wenn man die jeweiligen Helden weglässt und durch kleine Leute ersetzt, die zu sehr mit ihren Alltagsproblemen zu kämpfen haben, um wirklich scharf auf eine Auseinandersetzung mit dem Übernatürlichen zu sein. Die vergessen, was sie erleben, weil sie nicht anders können, oder zumindest vergessen wollen, weil sie keine Lust haben, sich in irgendeinen Scheiß verwickeln zu lassen, der sie gar nichts angeht. Diese konsequenten Antihelden mixt A. Lee Martinez mit einem interessanten Magiekonzept und einer sich schleichend als alles Dasein bedrohend entpuppenden Gefahr zu einem Roman, der mit trockenem Humor eine etwas andere Art von Urban Fantasy bietet. Für Leser, die bereit sind, sich in ihren Erwartungen herausfordern zu lassen, eine echte Empfehlung!
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am 12. März 2012
Ich habe mir das Buch im Urlaub zugelegt, spontan im Laden. Das Buch hat mich gut unterhalten, Lee Martinez ist einer der eher seltenen lustigen Fantasyautoren. Relativ typisch für seine Bücher ist, das in einem alltäglichen Umfeld sehr ungewöhnliche Dinge passieren, in diesem Fall beginnt es damit, dass in einem Supermarkt ein Yeti auftaucht.

Das Buch lebt von den bunten Charakteren und einer actionreichen Handlung. Ironisch werden Stereotype der Fantasyliteratur aufgearbeitet, verzerrt und dadurch ein komisches Element erzeugt. Diejenigen die "normale" Fantasy mögen, werden sich hier umstellen müssen, Liebesgeschichten bei Martinez sind nicht schwarzweiss wie in vielen Vamiprbüchern und es geht darin nicht so dramatisch zu. Ich mag diese Bücher als witzige Unterhaltung, es fehlt aber der letzte Kick an Tiefgang und auch an Spannung, gelegentlich plätschern die Bücher ein wenig vor sich hin.

Wohl fühlen wird sich hier sicherlich, wer Douglas Adams oder Terry Pratchett mag, wobei Adams verrückter ist und Pratchett mehr Tiefgang hat.

Empfehlenswert auf jeden Fall, wenn auch nicht perfekt.
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