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Kundenrezensionen

3,0 von 5 Sternen
4
Das Haus der tausend Freuden (House of 1000 Dolls)
Format: DVD|Ändern
Preis:10,93 €+ 3,00 € Versandkosten

HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 25. August 2013
House of 1.000 Dolls - Das Haus der tausend Freuden

Mit dem im Dezember 1967 in die deutschen Kinos gekommenen und in einer deutsch-spanischen Koproduktion entstandenen Film "House of 1.000 Dolls" bzw. "Das Haus der tausend Freuden", wie er mit seinem deutschen Verleihtitel heißt, bringt das Label Dynasty Film (Intergroove) eine weitere Veröffentlichung innerhalb seiner Reihe der "Eurokult Klassiker" per DVD an den Start. Für Freunde, des aus heutiger Sicht schon so ein klein wenig trashig, aber eben auch sympathisch liebenswert angestaubt wirkenden Films dürfte die hier vorliegende Veröffentlichung Grund zur Freude sein.

Das Besondere an der DVD ist, dass sie den Film nicht nur in seiner aus den hiesigen Kinos bekannten geschnittenen Fassung, sondern auch in einer immerhin gut acht Minuten längeren Version und Umsetzung anbietet. Die längere Filmfassung, die hier als der eigentliche Hauptfilm präsentiert wird, enthält zusätzlich die damals für die Kinos in Deutschland entfernten Szenen, die sich mit englischem Ton und deutsch untertitelt erleben lassen.

Hinter dem Drehbuch, des sich ganz im Stile der Sechziger und Siebziger präsentierenden Krimis über einen Mädchenhändlerring, steckt kein Geringerer als der legendäre Harry Alan Towers (1920-2009), der hier mal wieder unter dem von ihm oft verwendeten Pseudonym Peter Welbeck tätig wurde. Regie führte Jeremy Summers, der bereits im Jahr zuvor mit seinem Film "Die Rache des Dr. Fu Man Chu" (1966), mit dem legendären Christopher Lee in der Titelrolle, beachtlichen Erfolg sowohl beim Publikum als auch der Kritik hatte.

Der mit dieser DVD veröffentlichte Film erhielt bei seiner Premiere nicht nur positive Kritiken. Einige warfen ihm vor, ein "Unlogisches Krimiabenteuer" zu sein oder sich berechnend und billig an der damaligen relativ erotischen Freizügigkeit dieser Zeit zu bedienen. Ich persönlich bin mit von Nostalgie geprägter Neugier und offen an den Film herangetreten und wurde nicht enttäuscht. Ganz sicher ist es eine rein persönliche Entscheidung und Geschmackssache, die Möglichkeit sich hier aber seine eben höchst eigene Meinung zu diesem Film bilden zu können, bietet die hier vorliegende DVD ja nun einem jeden selbst.

Für mich die eigentliche Hauptfigur in der gezeigten und mit interessanten Wendungen in sich erzählten Geschichte war der Illusionist "Maderville", hier wunderbar von Vincent Price, ebenso unheimlich wie charismatisch, gespielt. Zusammen mit seiner Assistentin "Rebecca" (Martha Hyer) sind die beiden tief in den Sumpf einer weltweit operierenden Mädchenhändler-Organisation verstrickt. Alle Fäden dieser Organisation scheinen in dem Etablissement des "Haus der tausend Freuden" zusammenzulaufen.

Als mit der Wienerin "Diane" (Maria Rohm) eine neue entführte Frau dort eintrifft und weniger später deren Freund "Fernando" (Sancho Gracia), der angereist ist, um sie aus den Klauen der Gangster zu befreien, ermordet wird, zieht sich die Schlinge immer enger um die Mädchenhändler und deren ominösen Chef, dem "Herzkönig", zu. Mit zur Unterstützung des örtlichen Polizeiinspektors "Emile" (Wolfgang Kieling) sind inzwischen auch FBI-Agent "Armstrong" (George Nader) und dessen dänische Kollegin "Maria" (Ann Smyrner) angereist. Wird es ihnen gelingen, den Ring der Mädchenhändler zu sprengen und die Frauen aus dem "Haus der tausend Freuden" zu befreien?

Eine Antwort auf diese, wie auch noch andere Fragen gibt der hier auf einer DVD vorliegende Film, welcher in einem schlichten schwarzen Amaray-Case mit Wendecover zur Veröffentlichung kommt. Dabei bietet der Film mit finsteren Gestalten, wilden Straßenkämpfen und Ballereien, nebst leicht bekleideter Frauen und noch einigen mehr genau den stimmungsvollen Mix, den man als Zuschauer bei und von einem solchen Film erwartet.

Wie zu Beginn bereits erwähnt, bietet die DVD die Möglichkeit den Film in der englischen Schnittfassung mit einer Laufzeit von ca. 94 Minuten oder der um etwa acht Minuten kürzeren deutschen Kinofassung anzusehen. Qualitativ zeigt sich das Bild dabei in beiden Schnittfassungen auf etwa demselben Level. Laut Cover ist es dabei im Format 16:9 (2,35:1) zu erleben. Natürlich darf hier nun kein Bild wie von einer aktuellen millionenschweren Kinoproduktion erwartet werden. Dafür aber, dass der Dreh inzwischen weit mehr als vier Jahrzehnte zurückliegt, ist das von der DVD zur Ansicht kommende Bild als insgesamt akzeptabel zu beurteilen.

Die DVD-Menüs sind übersichtlich und bedienfreundlich mit zum Teil animierten Filmszenen und Musik gestaltet. Direkt aus dem sich nach Einlegen der DVD in den Player öffnenden Menü heraus lässt sich die gut vierundneunzig Minuten umfassende Schnittfassung des Films starten. Diese kann wahlweise mit deutschem oder auch englischem Ton wiedergegeben werden. Während der Wiedergabe der damals für die deutschen Kinofassung entfernten und daher nicht synchronisierten Szenen, bei der Wiedergabe mit deutscher Tonspur lassen sich deutsche Untertitel einblenden. Den Zugriff auf eine zwölfteilige animierte Szenenvorschau bietet der Menüpunkt "Kapitelwahl", auf einer sich hierfür öffnenden separaten Seite an. Über "Einstellungen" gelangt man zu den angebotenen Möglichkeiten im audiovisuellen Bereich der DVD.

Hinter dem Menüpunkt "Extras" findet sich nicht nur die von dort aus zur Wiedergabe starten lassende deutsche Kinofassung, sondern auch eine gut eineinhalb Minuten selbstständig ablaufende "Bildergalerie" und Trailer zu drei weiteren DVD-Veröffentlichungen der Dynasty Film (Intergroove).

Tonbewertung:

Keinen Grund zum Meckern gibt es bei den hier angebotenen Möglichkeiten in diesem Bereich. Neben der deutschen als auch englischen Sprachfassungen, die jeweils als Dolby digital 2.0 zu erleben sind, können auch noch verschiedene Formen von Untertiteln eingeblendet werden. Neben dem Angebot, die bei der deutschen Kinofassung gekürzten und wieder eingefügten Szenen deutsch untertiteln zu lassen, kann dies auch bei der Wiedergabe mit dem englischen Originalton erfolgen. Ebenfalls lassen sich englische Untertitel für die gekürzten Szenen während der Wiedergabe im Originalton auf Wunsch optional zuschalten.

Gesamteindruck:

Natürlich muss man diese Art von Filmen und das sie bedienende Genre schon mögen, um sich für sie begeistern zu können. Nicht ein jeder wird sich wohl mit dem hier durch das Label Dynasty Film (Intergroove) an den Start gebrachten Film anfreunden können. Auch wenn der Film nun sicher kein absolutes Highlight der internationalen Kinowelt ist, hat er mich gut unterhalten. Aus heutiger Sicht bietet er nicht nur insgesamt gesehen relativ spannende Unterhaltung, sondern auch ein amüsantes Vergnügen mit seiner bisweilen leicht trashig wirkenden Art.
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am 11. Februar 2014
Ja klar, ist alt, ist skurill, ist mit V. Price, ist Euro-Trash. ist aber auch langatmig, uninspiriert, nicht nasty genug, halbgar. Eine Kuriosität, die man aber nicht gesehen haben muss.
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am 15. August 2013
Diese DVD hat leider null Bonus. Die Erst-VÖ Doppel DVD von Cine Club / Studiocanal dagegen hat 3 Schnittfassungen und ein langes Interview mit H.A. Towers dem Produzenten.
Zwei der 3 Schnittfassungen wurden hier irgendwie auf eine 9er gequetscht, was man an der Bildqualität schon sehen kann. Wer nur den Film sehen will ist natürlich gut bedient,
da die Qualität immernoch über dem liegt, was zB Lisafilm für Filme dieser Art aufweisst.

Wer den Film aber wirklich mag, sollte lieber zur weitaus besseren Erstauflage greifen.

Die meisten Dynasty Titeln gibt es schöner und besser ausgestatteten Erstauflagen, die hier auch zu finden sind.
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am 30. August 2013
"House of 1000 Dolls" wirkt zwar aus heutiger Sicht etwas zahm. Diesen Film darf man aber natürlich nicht mit heutigen Filmen vergleichen. Schließlich ist es eine 60er-Jahre-Produktion. Wenn man sich aber drauf einlässt, erwartet einen ein sehr guter Klassiker der 60er Jahre, den man auch mit dem Wissen der Herkunft heute unbedingt noch sehen kann.

Richtig klasse inszenierte das Skript Jeremy Summers, der alles rausholt, was man überhaupt rausholen kann. Schauspielerisch glänzen können definitiv Vincent Price und George Nader, die den Film trotz für heutige Sicht etwas primitiver Machart sehr interessant und kurzweilig machen. "House of 1000 Dolle" ist einfach ein "Eurocult Klassiker", den man einfach mal gesehen haben muss.

Besonders erwähnenswert ist, dass die DVD zum Einen die Langfassung des Films sowie als Bonus die etwas kürzere Kinofassung enthält. So kann der Zuschauer perfekt wählen, ob er in seiner Kinozeit schwelgen oder doch lieber die ungeschnittene Fassung sehen will. Desweiteren liegt, neben einem Wendecover, eine Bildergalerie bei.

Fazit:

Für "Klassiker"-Fans durchaus eine Überlegung wert. Es schadet definitiv nicht... Für mich empfehlenswert!
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