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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
107
4,3 von 5 Sternen
Bleibt das immer so
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,29 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. Juli 2016
Nach dem Aus bei ROSENSTOLZ gründete AnNa R. gemeinsam mit LORENZ ALLACHER, MANNE UHLIG und TIMO DORSCH die Gruppe GLEIS 8.
Die musikalische Ausrichtung, wen wundert es, orientiert sich an ROSENSTOLZ, ich denke das es da keine zwei Meinungen geben kann. Allerdings erreicht die Berliner Formation nicht annähernd die Klasse von ROSENSTOLZ, das dürfte daran liegen, dass die genialen Fähigkeiten eines PETER PLATE als Songwriter fehlen. Die Songs sind nicht schlecht, allerdings ist da jetzt auch nichts dabei was mich wirklich "wegfegen" würde, ich vermisse die großartigen Melodien ebenso wie die eingängigen Refrains.
Die Texte sind durchaus ansprechend, allerdings wirkt das nicht so richtig weil die angesprochenen Komponenten einfach fehlen. Für meinen Geschmack ist das alles sehr emotionslos, es kommen keine Gefühle rüber, ich finde das "Bleibt das immer so" größtenteils einfach vor sich hinplätschert. Die Songs wurden der Stimme von AnNa R. förmlich auf den Leib geschrieben, die Gesangsleistung der Berlinerin ist wirklich sehr gut. Das Problem sind, wie bereits erwähnt, die Songs, denen einfach größtenteils Klasse und Format fehlt.
Thematisch behandeln GLEIS 8 Liebe und Gefühle, sowie Lebensfragen und Abschied. Als Anspieltipps empfehle ich "Wer ich bin", "Geh nicht", "Hier", diese Songs haben mir noch am besten gefallen

Mein Fazit: GLEIS 8 präsentieren auf ihrem Debütalbum moderne deutsche Popmusik, leider kommt das Songmaterial nicht über Durchschnitt hinaus. Die Songs wirken auf mich eher emotionslos und plätschern so ein wenig vor sich hin, deshalb reicht es nur zu Light-Version von ROSENSTOLZ - mehr ist für meinen Geschmack nicht drin.

Meine Bewertung: 5 von 10 Punkten.
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TOP 500 REZENSENTam 24. Mai 2013
Man könnte es jemandem, der bisher nur gelegentlich Rosenstolz gehört und sich nicht allzu intensiv mit den Alben des Duos beschäftigt hat, nicht verübeln, wenn er das Debüt von Gleis 8 schlicht für das neue Rosenstolz-Album hielte. Die zwölf Songs auf "Bleibt das immer so" bestehen weitgehend aus denselben Zutaten, die auch bei Rosenstolz verwendet wurden.

Die vertraute Stimme von AnNa R. hätte zwar auch bei einem revolutionären Stilwechsel Laien zu dieser Annahme verleitet, doch es ist weit mehr als nur die Stimme. Das Album durchweht die übliche hohe Dosis Großstadt-Melancholie, gepaart mit Trennungs-Trotz, viel Mut zu bitter-süßen Gefühlen und auch die latente Spur erotischer Koketterie ist mit "Die Chance" gleich im zweiten Lied vertreten.

Also alles wie gehabt nur ohne Peter Plate? Nicht ganz. Denn auch wenn es keine stilistische Revolution ist, eine Evolution ist es allemal, gelungen noch dazu! Mit Gleis 8 gelingt AnNa R. die Weiterentwicklung, die mit Rosenstolz offenbar (vorerst?) nicht mehr möglich war. Bis zum Album "Das grosse Leben" gab es auch bei Rosenstolz von Album zu Album evolutionäre Veränderungen und die kulminierten 2006 dann in diesem zurecht enorm erfolgreichen Album. Die beiden Nachfolge-Alben "Die Suche geht weiter" (2008) und "Wir sind am Leben" (2011) standen dem zwar, wohlwollend betrachtet, um nichts nach, aber verharrten exakt bei der Rezeptur von "Das grosse Leben", keine Veränderungen mehr, Stillstand. Für eine Pop-Formation eine schwierige Lage, denn Erfolgsalben lassen sich nicht einfach wiederholen, in dem man einfach alles genauso macht. Nun erfreuten sich zwar auch die letzten beiden Rosenstolz-Produktionen als Album und Tournee immer noch massiven Erfolges, aber ein "Das grosse Leben Vol.4" hätte die Welt nun auch bei bestem Willen nicht gebraucht, kommerzieller Erfolg hin oder her.

Mit "Bleibt das immer so" ist AnNa R. samt neuem Kreativ-Team die nötige Veränderung nun gelungen, wenn auch zu dem Preis des neuen Firmennamens Gleis 8. Das Album ist durchgehend einprägsam melodisch und originär instrumentiert, was der Produktion eine gänzlich angenehm erdige Klangfarbe verleiht. So traurig oder bitter es durchaus auch mal in den Texten wird, durch den Sound des Albums wird es niemals wirklich kalt. Die fünf alternativen Akustik-Versionen auf der zweiten CD der Deluxe-Edition setzen noch ein Ausrufezeichen hinter diesen Eindruck. Lohnend, weil es gänzlich eigene Einspielungen sind, zum Teil ganz anders arrangiert. Prägender Unterschied ist auch, dass es auf dem Album hie und da etwas mehr kracht als auf Rosenstolz-Platten. Kein harter Rock, aber doch ein etwas deutlicheres Knurren, da wo es nötig schien.
Insgesamt ein gelungener Neustart, auch wenn der ganz große Unterschied ausbleibt. Das dürfte den meisten Fans vermutlich aber sogar eher ganz recht sein.
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am 15. August 2017
auf Wunsch eines Geburtstagskindes habe ich diese CD gekauft und hier die Rückmeldung, dass die Musik für gut befunden wurde.
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am 22. Juni 2013
Mit hohen Erwartungen habe ich die CD Gleis 8 von der ehemaligen Rosenstolz-Frontfrau Anna erwartet. Leider hat diese CD meine Erwartungen nicht erfüllt. Anna klingt mit neuer Besetzung fremd und auch die Texte sind nicht mehr die, die sie mal bei Rosenstolz gesungen hat. Insgesamt enttäuschend.
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am 25. Mai 2013
Ich gebe es zu: Ursprünglich wollte ich dieses Album nicht mögen -
zu groß ist nach wie vor die Enttäuschung über die (vorläufige?)
Trennung von meiner Lieblingsband Rosenstolz, und ich wollte mich
nicht mit irgendwelchen Solo-Projekten abspeisen lassen. Peter Plate
hat ja schon vor mehr als einem Monat bewiesen, dass er alleine kein
Rosenstolz ausmacht und seine Stimme kein ganzes Album tragen kann.

Um zur Sache zu kommen: Das Debüt-Album von Gleis 8, der neuen Band
um AnNa R., ist deutlich besser geworden als Plates "Schüchtern ist
mein Glück". Zwar konnte mich die Vorabsingle "Wer ich bin" noch
nicht wirklich begeistern, aber das Album hat viel mehr zu bieten
als diese Single: Abwechslungsreich arrangierte Popsongs, die von
der Machart nur an wenigen Stellen sofort an Rosenstolz erinnern
(AnNas Stimme tut das natürlich ständig), sondern Gleis 8 gelingt es,
im Wesentlichen ihren eigenen Sound zu kreieren. Das zeigt sich
beispielsweise durch einen rockigeren Stil, wie etwa in "Teufel".
Auch "Hier" klingt absolut nicht nach Rosenstolz - da hört man schon,
dass eine andere Gruppe dahintersteht.

Ich muss sagen, dass mir die Songs, welche Gleis 8 für ihr erstes
Album zusammengestellt haben, sehr gut gefallen. Natürlich fehlen
auch die großen Balladen nicht, die AnNas klarer Stimme viel Raum
geben, sich zu entfalten ("Ich lieb dich nicht"), aber der ruhige
Sound überwiegt wie gesagt längst nicht.

Ja, Gleis 8 haben mich überzeugt. "Bleibt das immer so" bietet sehr
solide deutsche Popmusik, die nicht nur von AnNas Stimme lebt, aber
durch diese natürlich deutlich aufgewertet wird. Das Album klingt
authentisch und das rechne ich den Mitgliedern von Gleis 8 hoch an.
Es sollte ein größerer Erfolg werden als das Plate-Album.

Anspieltipps:

Hier
Teufel
Ich lieb dich nicht
Die Chance
Geh nicht
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 24. Mai 2013
Mit „Bleibt das immer so?“ ist das Debütalbum der Band Gleis 8 erschienen, dabei haben alle Mitglieder schon einige Zeit im Musikgeschäft auf dem Buckel. Populärstes Mitglied ist eindeutig Sängerin AnNa R., die mit Rosenstolz schon die größten Hallen der Republik füllte. Auch wenn mit bewusst ist, das Gleis 8 mehr ist als nur die neue Band von AnNa (was auch sehr schön auf dem Aufkleber auf dem Album zu lesen ist, denn hier steht: Die neue Band MIT AnNa R.), wird sich dieses Album einige Vergleiche zu ihrem früheren Duo gefallen lassen müssen – doch diese fallen keinesfalls negativ für Gleis 8 aus!

Das zeigt sich beispielsweise schon bei den Texten, die in den letzten Jahren bei Rosenstolz schon fast klischeemäßig zu gesungenen Lebenshilfesitzungen wurden. Allgemeinplätze oder leere Worthülsen findet man hier kaum, dafür echte Gefühle, die Frage nach Aufbruch und Änderung oder auch mal die Kritik am Verkauf seiner Integrität.

Und auch musikalisch ist das Album sehr gut produziert, hier wird handgemacht Musik gemacht und mit vielen Instrumenten wunderschöne Klangwelten geschaffen. Dabei sind neben den klassischen Bandinstrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Tasten noch andere zu hören, öfters mal eine Harfe, gerne auch eine einsame Geige oder – besonders gelungen – wunderschöne Blechbläser. Oft sind auch sehr melodische Backing Vocals eingebaut, die Bridges sehr spannend gestalten. Die Melodien sind eingängig, ohne flach zu wirken, die Arrangements haben eine einheitliche Linie, ohne langweilig zu werden. Doch im Einzelnen:

„Ändern“ fängt leise mit Harfenklängen an, schwillt dann immer wieder auf und ab, unterlegt AnNas Stimme mal mit Geige, mal mit satten Bandsounds und melodischen Backing Vocals der restlichen Bandmitglieder und stellt textlich die Frage nach Änderungen, ohne sich selbst zu verlieren.

„Diese Chance“: Hier geht es mit mehr Power und Mut zum Experimentieren weiter, begonnen wird mit elektronischen Klängen, die im weiteren Verlauf von den anderen Instrumenten und Trompeten ergänzt werden. Der Refrain ist mit seiner eingängigen und rhythmischen Melodieführung bestens zum laut Mitsingen im Auto geeignet.

„Wer ich bin“: Die ersten Singleauskopplung besticht durch einen sehr einfühlsamer Text, eine harmonische, etwas melancholische Melodie. Der eingängige Refrain, der nur aus wenigen, variierten Textzeilen besteht, machen diesen Song zum ersten Highlight des Albums und zur idealen Wahl, um das Album zu repräsentieren.

„Eine Sekunde“: Eine wunderschöne Gänsehautballade, die von Frau R. intensiv und eindringlich gesungen wird – was sie auf dem gesamten Album beweist, hier aber besonders deutlich wird. Sparsam instrumentalisiert, ein Klavier im Vordergrund, unterstützt von leisen Gitarrenklängen, einem Akkordeon und einer Trompete, dazu ein trauriger, gefühlsbetonter Text. Ein Hammer-Song!

„Geh nicht“ ist eine Hymne ans Durchhalten, alles wirkt stimmig und warm, die Instrumente spielen harmonisch zusammen und steigern sich weiter, bieten AnNa Raum, die schlichte Melodie spannend wirken zu lassen.

„Bleibt das immer so?“ ist der Titelsong des Albums und hat einen ähnlich eingängigen Refrain, der lediglich aus dieser einen Zeile besteht, durch die gut vorgetragenen Strophen in seinen Kontext gesetzt wird, beschreibt, wie festgefahren man in seinem Leben oftmals ist. Typischer Bandsound und eine spannende Melodieführung – ein sehr rundes Stück!

„Alles ohne dich“ beginnt mit rockigen Gitarren, während der Strophen steht AnNas Gesang im Vordergrund, ist aber interessant instrumentalisiert und zeigt die Kreativität der Band, einen eigenen Sound zu empfinden. Vielleicht nicht der stärkste Song des Albums, aber auch diesen höre ich gern.

„Ich lieb dich nicht“ schlägt dann wieder leisere Töne an und sagt, dass es manchmal schwerer ist, jemanden nicht zu lieben. Er erzählt vom Scheitern des Verliebtseins, ist eine Entschuldigung an den Liebenden und dabei aber herrlich unkitschig und ehrlich. Auch hier ist mit Tasten und Geige ein wunderschöner Rahmen geschaffen.

„Hier“ kann mit seiner hübschen Melodie punkten, auch hier wurde mit einem abwechslungsreichen Sound für eine ansprechende Kulisse für Gesang und Text geschaffen, der nicht alltäglich ist und den eigenen Stil von Gleis 8 repräsentiert.

„Teufel“ ist der rockigste, der auffälligste Song des Albums, der Gesang ist ziemlich rotzig, trotzdem ist auch hier eine harmonische Melodie zu finden. Hier wird mal so richtig geklotzt, nicht gekleckert, Der Text ist eine klare Absage an alle, die sich selbst aus Gier verkaufen und ihre Ideal verraten. Für mich einer der Top-Songs des Albums.

„Liebe ohne Gewähr“: Hier ist der Einsatz der Geige recht dominant und bringt eine klare Linie in den Song, lässt ihn fließend und eingängig wirken, bis sie zur zweiten Strophe kurz von Gitarre und Harfe abgelöst wird. Auch textlich wird hier wieder auf hohem Niveau gearbeitet, ebenfalls ein sehr starker Song.

„Zeit“ besticht durch einen prägnanten Beat, bleibt aber in seiner Wirkung ruhig und sehr dynamisch, wallt auf und ab, AnNas Stimme leicht verzerrt, immer neue Instrumente und kleine Melodien sind Markenzeichen dieses Song, der am Ende noch einmal auffährt und das Album gekonnt abschließt.

In der Deluxe-Version sind noch einmal fünf Lieder in einer Akustik-Version zu hören. Diese wurden teilweise in ein völlig neues Gewand gesteckt und zeigen sich von einer anderen Seite.

„Bleibt das immer so“ reduziert sich häufig auf ein prägendes Instrument, mal auf die Harfe, mal auf Klavier oder Gitarre, auch das hier hervorstechende Saxophon sorgt für eine ruhige, sehr angenehme Stimmung.

„Teufel“ beginnt in dieser Version mit Blechbläsern, die sich durch die gesamte Instrumentalisierung ziehen, in der auch mal ein Xylophon zuhören ist. So entsteht ein chilliger, relaxter Eindruck, der aber nicht weniger packend ist.

„Geh nicht“ ist hier eher eine Ballade als ein rockiger Song, der eingängige Refrain büßt dabei aber nichts ein. Die vielfältigen Instrumente spielen auch hier perfekt zusammen.

„Liebe ohne Gewähr“ bekommt durch das anfängliche Saxophon und AnNas Gesang einen sehnsüchtigeren Ausdruck, hat passenderweise im Refrain dann auch ein wenig Seefahreratmosphäre.

„Wer ich bin“ wird hier vom Einsatz des Klaviers getragen, begleitet von Gitarre und Harfe. Der Text kommt in dieser Version sehr gut zur Geltung.

Bei Amazon gibt es noch zwei exklusive Songs zum Downloaden, ein ganz neuer sowie eine Acapella-Version von Zeit.

„Wenn ich könnte“: Ein rockiger Titel, der von der anfänglich prägenden Gitarrenlinie auf das Schlagzeug als führendes Instrument umschwenkt. Die vielen Wenns und Vielleichts des Lebens werden im Text verarbeitet.

„Zeit“ ist in seiner Acapella-Version mal etwas ganz anderes. AnNas Stimme mit einem Halleffekt versehen, dem zur Seite gestellt nur ein Herzschlag und im Refrain leichter, sanfter Backgroundgesang. Ein interessantes Experiment, aber sehr gelungen.

Wer jetzt noch zwei Songs mehr möchte wird bei iTunes fündig. Zum einen kann man dort den komplett neuen Song "Clown" und den Albumtrack "Alles ohne dich" in einer Klavier Version downloaden. Beide Songs gibt es allerdings so nur dort.

"Clown": Der Song beginnt mit einem dominaten Schlagzeug, welches den Track mit rhythmisch begleitet. Die restliche Intrumentalisierung belibt hier eher im Hintergrund was AnNas Stimme hier deutlich in den Vordergrund rückt.

"Alles ohne dich (Klavier Version)": Wie der Zusatz schon verrät ist der Song hier auf Klavier und Stimme reduziert. Im Refrain wird AnNa dann im Backround von einer männlichen Stimme unterstützt was zu dieser Version gut passt.

Die Verpackung ist in ein hübsches Digipack, das von Rocket & Wink gestaltet wurde. Die Farben wirken warm und erdig, das Motiv des Mannes mit Hut und Koffer ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Inneren (und im Video) zu finden. Das Booklet besteht aus dickem, griffigen Papier und enthält neben sämtlichen Songtexten auch sehr schöne Fotos der Band.

Ein wirklich tolles Album, das klassischen Bandsound mit vielen eigenen Elementen und Sounds verbindet, gelungene Texte und schöne Melodien miteinander verwebt. 12 wirklich gute Songs, nicht überproduziert mit tollem, klaren Gesang.
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am 28. August 2014
Also vorweg ich bin ein eingefleischter Rosenstolz-Fan gewesen und es war komisch als ich hörte das die beiden getrennte Wege gehen.

Fakt ist jedoch: Das sowohl AnNa jetzt ihr eigenes Ding macht, als auch Peter. Gleis 8 wie ich finde kann nicht mit Rosenstolz verglichen werden. Insgesamt finde ich das Album gut, mal andere Klänge vor allem ein anderer Stil.

Rosenstolz bleibt Rosenstolz und sollte nicht mit AnNa's neuer Band verglichen werden. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung und bin gespannt was noch kommt.
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 24. Mai 2013
Mit „Bleibt das immer so?“ ist das Debütalbum der Band Gleis 8 erschienen, dabei haben alle Mitglieder schon einige Zeit im Musikgeschäft auf dem Buckel. Populärstes Mitglied ist eindeutig Sängerin AnNa R., die mit Rosenstolz schon die größten Hallen der Republik füllte. Auch wenn mit bewusst ist, das Gleis 8 mehr ist als nur die neue Band von AnNa (was auch sehr schön auf dem Aufkleber auf dem Album zu lesen ist, denn hier steht: Die neue Band MIT AnNa R.), wird sich dieses Album einige Vergleiche zu ihrem früheren Duo gefallen lassen müssen – doch diese fallen keinesfalls negativ für Gleis 8 aus!

Das zeigt sich beispielsweise schon bei den Texten, die in den letzten Jahren bei Rosenstolz schon fast klischeemäßig zu gesungenen Lebenshilfesitzungen wurden. Allgemeinplätze oder leere Worthülsen findet man hier kaum, dafür echte Gefühle, die Frage nach Aufbruch und Änderung oder auch mal die Kritik am Verkauf seiner Integrität.

Und auch musikalisch ist das Album sehr gut produziert, hier wird handgemacht Musik gemacht und mit vielen Instrumenten wunderschöne Klangwelten geschaffen. Dabei sind neben den klassischen Bandinstrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Tasten noch andere zu hören, öfters mal eine Harfe, gerne auch eine einsame Geige oder – besonders gelungen – wunderschöne Blechbläser. Oft sind auch sehr melodische Backing Vocals eingebaut, die Bridges sehr spannend gestalten. Die Melodien sind eingängig, ohne flach zu wirken, die Arrangements haben eine einheitliche Linie, ohne langweilig zu werden. Doch im Einzelnen:

„Ändern“ fängt leise mit Harfenklängen an, schwillt dann immer wieder auf und ab, unterlegt AnNas Stimme mal mit Geige, mal mit satten Bandsounds und melodischen Backing Vocals der restlichen Bandmitglieder und stellt textlich die Frage nach Änderungen, ohne sich selbst zu verlieren.

„Diese Chance“: Hier geht es mit mehr Power und Mut zum Experimentieren weiter, begonnen wird mit elektronischen Klängen, die im weiteren Verlauf von den anderen Instrumenten und Trompeten ergänzt werden. Der Refrain ist mit seiner eingängigen und rhythmischen Melodieführung bestens zum laut Mitsingen im Auto geeignet.

„Wer ich bin“: Die ersten Singleauskopplung besticht durch einen sehr einfühlsamer Text, eine harmonische, etwas melancholische Melodie. Der eingängige Refrain, der nur aus wenigen, variierten Textzeilen besteht, machen diesen Song zum ersten Highlight des Albums und zur idealen Wahl, um das Album zu repräsentieren.

„Eine Sekunde“: Eine wunderschöne Gänsehautballade, die von Frau R. intensiv und eindringlich gesungen wird – was sie auf dem gesamten Album beweist, hier aber besonders deutlich wird. Sparsam instrumentalisiert, ein Klavier im Vordergrund, unterstützt von leisen Gitarrenklängen, einem Akkordeon und einer Trompete, dazu ein trauriger, gefühlsbetonter Text. Ein Hammer-Song!

„Geh nicht“ ist eine Hymne ans Durchhalten, alles wirkt stimmig und warm, die Instrumente spielen harmonisch zusammen und steigern sich weiter, bieten AnNa Raum, die schlichte Melodie spannend wirken zu lassen.

„Bleibt das immer so?“ ist der Titelsong des Albums und hat einen ähnlich eingängigen Refrain, der lediglich aus dieser einen Zeile besteht, durch die gut vorgetragenen Strophen in seinen Kontext gesetzt wird, beschreibt, wie festgefahren man in seinem Leben oftmals ist. Typischer Bandsound und eine spannende Melodieführung – ein sehr rundes Stück!

„Alles ohne dich“ beginnt mit rockigen Gitarren, während der Strophen steht AnNas Gesang im Vordergrund, ist aber interessant instrumentalisiert und zeigt die Kreativität der Band, einen eigenen Sound zu empfinden. Vielleicht nicht der stärkste Song des Albums, aber auch diesen höre ich gern.

„Ich lieb dich nicht“ schlägt dann wieder leisere Töne an und sagt, dass es manchmal schwerer ist, jemanden nicht zu lieben. Er erzählt vom Scheitern des Verliebtseins, ist eine Entschuldigung an den Liebenden und dabei aber herrlich unkitschig und ehrlich. Auch hier ist mit Tasten und Geige ein wunderschöner Rahmen geschaffen.

„Hier“ kann mit seiner hübschen Melodie punkten, auch hier wurde mit einem abwechslungsreichen Sound für eine ansprechende Kulisse für Gesang und Text geschaffen, der nicht alltäglich ist und den eigenen Stil von Gleis 8 repräsentiert.

„Teufel“ ist der rockigste, der auffälligste Song des Albums, der Gesang ist ziemlich rotzig, trotzdem ist auch hier eine harmonische Melodie zu finden. Hier wird mal so richtig geklotzt, nicht gekleckert, Der Text ist eine klare Absage an alle, die sich selbst aus Gier verkaufen und ihre Ideal verraten. Für mich einer der Top-Songs des Albums.

„Liebe ohne Gewähr“: Hier ist der Einsatz der Geige recht dominant und bringt eine klare Linie in den Song, lässt ihn fließend und eingängig wirken, bis sie zur zweiten Strophe kurz von Gitarre und Harfe abgelöst wird. Auch textlich wird hier wieder auf hohem Niveau gearbeitet, ebenfalls ein sehr starker Song.

„Zeit“ besticht durch einen prägnanten Beat, bleibt aber in seiner Wirkung ruhig und sehr dynamisch, wallt auf und ab, AnNas Stimme leicht verzerrt, immer neue Instrumente und kleine Melodien sind Markenzeichen dieses Song, der am Ende noch einmal auffährt und das Album gekonnt abschließt.

In der Deluxe-Version sind noch einmal fünf Lieder in einer Akustik-Version zu hören. Diese wurden teilweise in ein völlig neues Gewand gesteckt und zeigen sich von einer anderen Seite.

„Bleibt das immer so“ reduziert sich häufig auf ein prägendes Instrument, mal auf die Harfe, mal auf Klavier oder Gitarre, auch das hier hervorstechende Saxophon sorgt für eine ruhige, sehr angenehme Stimmung.

„Teufel“ beginnt in dieser Version mit Blechbläsern, die sich durch die gesamte Instrumentalisierung ziehen, in der auch mal ein Xylophon zuhören ist. So entsteht ein chilliger, relaxter Eindruck, der aber nicht weniger packend ist.

„Geh nicht“ ist hier eher eine Ballade als ein rockiger Song, der eingängige Refrain büßt dabei aber nichts ein. Die vielfältigen Instrumente spielen auch hier perfekt zusammen.

„Liebe ohne Gewähr“ bekommt durch das anfängliche Saxophon und AnNas Gesang einen sehnsüchtigeren Ausdruck, hat passenderweise im Refrain dann auch ein wenig Seefahreratmosphäre.

„Wer ich bin“ wird hier vom Einsatz des Klaviers getragen, begleitet von Gitarre und Harfe. Der Text kommt in dieser Version sehr gut zur Geltung.

Bei Amazon gibt es noch zwei exklusive Songs zum Downloaden, ein ganz neuer sowie eine Acapella-Version von Zeit.

„Wenn ich könnte“: Ein rockiger Titel, der von der anfänglich prägenden Gitarrenlinie auf das Schlagzeug als führendes Instrument umschwenkt. Die vielen Wenns und Vielleichts des Lebens werden im Text verarbeitet.

„Zeit“ ist in seiner Acapella-Version mal etwas ganz anderes. AnNas Stimme mit einem Halleffekt versehen, dem zur Seite gestellt nur ein Herzschlag und im Refrain leichter, sanfter Backgroundgesang. Ein interessantes Experiment, aber sehr gelungen.

Wer jetzt noch zwei Songs mehr möchte wird bei iTunes fündig. Zum einen kann man dort den komplett neuen Song "Clown" und den Albumtrack "Alles ohne dich" in einer Klavier Version downloaden. Beide Songs gibt es allerdings so nur dort.

"Clown": Der Song beginnt mit einem dominaten Schlagzeug, welches den Track mit rhythmisch begleitet. Die restliche Intrumentalisierung belibt hier eher im Hintergrund was AnNas Stimme hier deutlich in den Vordergrund rückt.

"Alles ohne dich (Klavier Version)": Wie der Zusatz schon verrät ist der Song hier auf Klavier und Stimme reduziert. Im Refrain wird AnNa dann im Backround von einer männlichen Stimme unterstützt was zu dieser Version gut passt.

Die Verpackung ist in ein hübsches Digipack, das von Rocket & Wink gestaltet wurde. Die Farben wirken warm und erdig, das Motiv des Mannes mit Hut und Koffer ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Inneren (und im Video) zu finden. Das Booklet besteht aus dickem, griffigen Papier und enthält neben sämtlichen Songtexten auch sehr schöne Fotos der Band.

Ein wirklich tolles Album, das klassischen Bandsound mit vielen eigenen Elementen und Sounds verbindet, gelungene Texte und schöne Melodien miteinander verwebt. 12 wirklich gute Songs, nicht überproduziert mit tollem, klaren Gesang.
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am 28. Februar 2017
Ja, stellenweise schafft es Anna immer noch, mich zu berühren, manchmal sogar so tief, wie noch zu Rosenstolz-Zeiten. Dennoch fehlt etwas in der Gänze des Albums und so plätschert vieles für mich leider nur so dahin. Was bleibt, ist noch immer eine tolle Stimme dieser Frau, auf deren weitere Werke ich dennoch gespannt bin und mir, ganz heimlich, noch einmal eine Produktion mit Plathe wünsche.
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am 12. Juli 2013
Ich bin alt-eingesessener Rosenstolz-Fan, wo sie in der Berlin noch vor 2000 Leuten aufgetreten sind - genial. Musste damit leben lernen, dass die 2000er Alben mehr Mainstream wurden, da 2-3 Songs fürs Radio produziert wurden, aber immernoch sehr geniale Schätze darauf waren, die berühren (zu viele für Beispiele), protestieren ("Laut" vom Live-Abum) und es eher verdient gehabt hätten, im Radio zu laufen. Aber das war einmal.
Jetzt also Gleis 8. AnNas Stimme ist unverwechelbar, habe sie vermisst. Leider hab ich beim ersten Hören sehr oft mitten im Song zum nächsten gewechselt. Denn die meisten sind da schon zu Ende und es wird in einfach nur der ohnehin schon einfallslose Refrain wiederholt. "Wer ich bin" z.B. hat 6 Zeilen, die NICHT wiederholt werden und das auf 3 1/2 Minuten und so ähnlich ist es bei vielen Songs. Die Strophen haben Potential, keine Frage, aber anscheinend musste alles schnell fertig werden. In 2 Songs ist die musikalische Qualität auch noch grottig, tut weh in den Ohren.
Nur wenige Songs überzeugen: "Liebe ohne Gewähr" und "Ich lieb dich nicht" sind die einzigen Songs, die mich beim bereits ersten Hören mitgenommen haben und wieder begeistern. Aus "Sekunde" hätte man noch mehr rausholen können, auch wenn er gut ist. Der Text von "Teufel" ist toll, aber mir gefällt die musikalische Umsetzung nicht, aber das ist eben sehr individuell, manch anderer mag's eben rockiger.

Ich hätte mir von dem Album gewünscht, dass eben nicht versucht wird, wie Rosenstolz zu klingen, es ist nur eben schlechter. So wurden falsche Erwartungen geweckt. Dann hätte man etwas komplett anderes machen, wie schon andere beschrieben haben (Rock, Jazz, Akkustik ...).

Aber wer nicht Rosenstolz-Fan ist und somit keinen Vergleich hat, wird dieses Album vielleicht mögen.
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