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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 26. März 2017
Mikkelsen brilliert in diesem gesellschaftskritischen Drama. Schweres Thema (Kindsmissbrauch in der Kita) mit grandiosem Cast. Spannung bis zur letzten Minute.
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am 13. Mai 2017
Ein sehr empfehlenswerter Film, der einen noch lange nach dem Schauen zum Nachdenken bringt.
Wie schnell einem doch durch eine falsche Aussage Schaden zugeführt werden kann.
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am 27. Juli 2017
Von der ersten bis zur letzten Sekunde packend. Die Performance von Mads Mikkelsen ist überragend und wirkt so real, dass man vergisst einen Film zu gucken. Der Score zum Film ist ebenfalls gelungen. Eine große Empfehlung für alle Filmliebhaber!
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am 9. Mai 2017
Extrem verstöhrender Thriller über einen Erzieher, dessen Leben durch pures Pech, kindliche unbedachtheit und falsche Anschuldigungen zerstört wird. Grandioser Film!
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am 5. August 2017
Ein sehr spannender und aufwühlender Film, der die Natur der Menschen in der Vorverurteilung anderer wunderbar darstellt. Sehenswert und gut
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am 26. April 2014
...für jeden sein, der sich beruflich mit derartigen Problemstellungen zu befassen hat. Ganz "Großes Kino" zum Thema Vorverurteilungen und der "Blindheit" bei derartigen Thematiken. Leider steigt die Unreflektiertheit mit dem Fehlen von tatsächlichen Beweisen. Dazu kommt die grenzenlose Empathie mit dem vermeintlichen Opfer, die so weit geht, dass alles, was nicht in dieses Bild passt, einfach negiert wird, weil die "Empathen" jeden Zweifel an der "Version" des "Opfers" als eine Art weiterer "Gewalt" gegen das "Opfer" sehen. Das kann soweit gehen, dass "Opfern" eine Traumatisierung durch ständiges Zureden erst "eingepflanzt" wird.....und dann nimmt das Unheil seinen Lauf.....und endet zuweilen anders als dieser Film.....
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Der Film zeigt anschaulich, was eine falsche Verdächtigung anrichten kann. Die Dramatik entsteht dadurch, dass die Handlungen aller Beteiligten nachvollziehbar erscheinen. Es gibt keine Schurken in diesem Film, so dass die Zuschauer überlegen müssen, wie hätte ich gehandelt?
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am 14. Mai 2017
Wenn es allein um die Leistung der Darsteller, allen voran Mads Mikkelsen gehen würde, so hätte der Film von mir glatte fünf Sterne. Auch was die beklemmende Atmosphäre betrifft kann "Die Jagd" mehr als nur überzeugen. Dieser Film nimmt einen wirklich mit und erzeugt beim schauen ein sehr mulmiges Gefühl im Magen. Das ist auch durchaus in Ordnung, denn schließlich bin ich nicht nur ein Fan von Popcorn-Kino mit Happy End ;-)

Was mich im eigentlichen stört sind zwei Dinge:

1. Der Auslöser
2. Die Machart

zu Punkt 1:
Kinder können grausam sein. Ein Satz der durchaus zutrifft und ab einem gewissen Alter auch durchaus berechtigt ist. Nun, was wir in diesem Fall jedoch serviert bekommen ist für mich mehr als nur unglaubwürdig: Ein ca. 7-jähriges Mädchen, das Einen von Herzen geliebten Menschen und Freund der Familie aufgrund einer Zurückweisung mit einem Penisbild in Verbindung bringt, das ihr vom großen Bruder unter die Nase gehalten wurde. Unglaubwürdig deswegen, weil das Mädchen (im weiteren Verlauf gibt sie Preis, sie hätte ja nur Unsinn geredet) eine geliebte Bezugsperson mit so einem Foto in Zusammenhang bringt. Das mag für die unwissenden Eltern und Freunde ein Grund zum Misstrauen und schneiden sein aber für den Betrachter ist es eine Farce. Das eigentlich gemeine an dem Plot ist natürlich, das man sich fragt wie man selbst reagieren würde.

! ! ! VORSICHT SPOILER ! ! ! Man stelle sich vor, die Hauptfigur wäre dem Kind wirklich zu Nahe gekommen: Wäre es dann nicht mindestens genauso verwerflich, wenn man innerlich Applaus spenden würde, als der Lehrer vor dem Supermarkt die Konservendose an den Kopf kriegt? Natürlich geht es bei der Jagd auch um die allgemeine Frage wie Menschen ticken und wozu sie fähig sind. Man mag von einem kleinen Mädchen nicht erwarten können wie eine Erwachsene zu handeln und abschätzen zu können, was mit ihren Aussagen in Gang gesetzt wird. Dennoch erscheint mir diese Geschichte extrem weit hergeholt und dient lediglich als Aufhänger für das folgende Drama.

In gewisser Weise manipuliert dieser Film den Zuschauer. Da man die Wahrheit kennt, wächst die Wut über Nachbarn und Vorgesetzte. Es tut weh mit anzusehen, wie der durchaus sympathischen Hauptfigur übel mitgespielt wird. Das Leben des Mannes wird nicht mehr dasselbe sein, und auch sein Sohn und der Hund werden nicht verschont. Genau diese Dinge machen den Film bis zum krassen Ende, welches frustrierend und verstörend wirkt, grundsätzlich sehr sehenswert und interessant.

zu Punkt 2:
Arthouse-Kino ist eine sehr spezielle Sache. Vor allem europäische Filme unterscheiden sich in ihrer Machart sehr vom Zeitgeist und Hollywood-Standard, was ich persönlich durchaus begrüße, da ich kein Freund von Schnitten im Sekundentakt und pausenlosen Actionorgien bin. Kunstkino ist natürlich ein relativer Begriff und dennoch ist "Die Jagd" für mich kein Kinofilm. Er wirkt zu weiten Teilen wie "Der Fernsehfilm der Woche", was nicht nur an den sparsamen Schnitten liegt. Es gibt auch Filme wie "Die letzte Kriegerin" oder "Drive", welche ebenfalls mit ruhiger Hand inszeniert sind, europäisches Arthouse versprühen aber dennoch wie fürs Kino gemacht sind. Davon ist "Die Jagd" für mich sehr weit entfernt, wobei das nichts mit zu wenig Action oder Gewalt zu tun hat sondern mehr an der Kammerspielartigen Inszenierung liegt!

F A Z I T:
Starkes Darstellerensemble in einem ruhigen Werk, das den Zuschauer durchaus in seinen Bann zieht. Dennoch krankt der Plot an einem (für mich) sehr unglaubwürdigem Aufhänger und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Letztlich gebe ich dem Film dennoch vier Sterne, da er diese schon allein aufgrund der fesselnden Inszenierung von Regisseur Thomas Vinterberg verdient hat. Bild und Ton der Bluray sind im übrigen völlig in Ordnung, wobei man hier keine Klangorgie erwarten sollte, da die Dialoge im Vordergrund stehen und Musik nur ganz spärlich eingesetzt wird. DIE JAGD ist wahrlich ein Schlag in die Magengrube, regt zum nachdenken an und vor allem das Ende ist in meinen Augen durchaus gelungen.
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am 23. Juni 2017
Welch ein leiser, subtiler Suspense-Thriller aus dem Norden! Mit ungeheuerlicher Beklemmenheit im Magen sieht man plötzlich den Abspann über den Bildschirm laufen. Mads Mikkelsen spielt seine Rolle so unglaublich realistisch und in seinem Gesicht liest man förmlich seinen inneren Seelenzustand, wie dieser vom Mob langsam zerfressen wird. Leider spiegelt dieser Film die traurige Realität wieder, denn wie auch in der Geschichte sowie in der Politik fallen Menschen einer Massenhysterie zum Opfer und glauben nicht der Wahrheit sondern der Mehrheit: Was alle sagen und alle denken, kann ja nur richtig sein! Der Mitzieheffekt hat Menschen schon immer auf eine falsche Spur geführt, in dem Glauben das Gute zu tun. Heute sagt man Gutmenschen oder Bessermenschen, die sich in der Öffentlichkeit besonders profilieren, indem sie so tun das Feuer löschen zu wollen, das sie in Wahrheit selbst gelegt haben. Leider funktioniert dieser Mitzieheffekt nicht, wenn es um den Umweltschutz, um den Erhalt unserer christlichen Zivilisation in Europa oder um den gemeinsamen Weltfrieden geht.

Ein wichtiger Film, der einen finsteren Dunst durch das gesamte Knochenmark jagt und es vibrieren lässt wie die Kirchenglocken.
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Gewöhnlich kann ich wirklich recht abdriften, wenn nichts Dramatisches in einem Film geschieht. Entsprechend hatte ich gedacht, dass ein Film, von dem ich vorher bereits annahm, dass er mit relativ ruhigen Tönen daherkommen würden, mich zum Wegträumen oder Ablenken mit diversen Tätigkeiten bewegen würde. Anders als erwartet fesselte mich der Film jedoch sehr.

Das ist zu einem guten Teil dem guten, emotionalen und authentischen Spiel der Darstellerriege geschuldet. Ich fühlte mit den Menschen und dem, was sie mir hier - wie bei allen Filmen - "vormachten". Im Mittelpunkt des Films steht der Vorwurf einer Kindesmisshandlung, deren Tatsächlichkeit oder Fälschlichkeit sich Verlauf des Films herausstellt.

Im Folgenden möchte ich eine Facette des Films thematisieren, die zwangsläufig Filminhalte vorweg nimmt. Vor diesem Spoiler lasse ich infolge dessen einen kleinen Abstand. Damit der Geneigte die nun folgenden Worte nicht lesen muss.

Unabhängig davon, ob im Endeffekt etwas geschehen ist und diese Auflösung innerhalb des Films will ich natürlich nicht vorwegnehmen, macht der Film darüber nachdenklich, wie man mit Kinderschändern umgehen darf. Allzu schnell ist man da mit allzu spektakulären Forderungen bei der Sache. Aber man macht sich nie darüber Gedanken, wie sich der Täter fühlt oder was diesem gegenüber legitim ist. Der Film brachte mich persönlich erstmals ins Nachdenken hierüber, da er die Perspektive des Täters in den Mittelpunkt stellt.

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Der Film thematisiert - wenngleich dies nicht ausgesprochen wird - das False Memory Syndrom. In einer gewissen Variante zumindest. Damit ist gemeint, dass sich jemand fälschlicherweise an eine Misshandlung oder überhaupt an etwas erinnert. Obgleich es in Deutschland entsprechende Fälle gab (vgl. die Wormser Prozesse oder den Montessori Prozess) und es auch fachliche Veröffentlichungen zum Thema gab (vgl. dazu die Bücher von Michael Yapko und Elizabeth Loftus), ist das Thema meines Erachtens viel zu wenig präsent. Zu schnell glaubt man eines Erachtens, das was gerade ein Kind erzählt, nicht falsch sein könne. Und der Film zeigt - wie dies auch in der Realität schon geschehen ist - welche Prozesse dazu führen, dass sich ein einmal erhobener Vorwurf verselbständigt und eine Eigendynamik entwickelt.

Zum Glück gibt es objektiv nachgewiesene Fälle dieser Art. Denn "falsche Erinnerungen" oder "Erinnerungsverzerrung", wie man zum "False Memory Syndrome" auch synonym sagt, wird allzu gerne schnell zu einer Erfindung von Tätern erklärt, mit welcher sich diese zu schützen versuchen. Zwar kann und wird dies zwar in der Praxis auch geschehen, jedoch darf dies nicht von der Tatsache ablenken, dass Erinnerungen fehlbar sind und deren Wirklichkeit entsprechend sorgfältig geprüft werden sollte.
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