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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
115
4,5 von 5 Sternen
Lars und die Frauen
Format: DVD|Ändern
Preis:5,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 4. Juli 2017
Lars hat Probleme mit sozialen Kontakten, starke Berührungsängste. Ihm fällt es schwer andere Menschen und vor allem Frauen anzusprechen. Dennoch hat er den Wunsch nach Nähe, auch wenn er dies anders interpretiert als die meisten Menschen. Er flüchtet in eine Scheinwelt, indem er eine Gummipuppe aus einem Online-Sexshop bestellt und als seine Freundin präsentiert, diese Puppe in seinem Denken real wird....
Menschen in Verzweiflung flüchten sich in die abersinnigsten Wahnvorstellungen, vielleicht ist die Grundidee gar nicht mal so abwegig, hat viele tiefgründige Ansätze ohne kompliziert zu sein. Wie sehr muss die echte Welt wohl ängstigen, um die Nähe bei einer leblosen Puppe zu suchen.
Die Schilderung der Geschichte ist ebenso tragisch wie witzig, letzteres aufgrund der Reaktionen von Familie, Freunden und auch der Gemeindemitglieder, die zunächst nicht recht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Gefühl und Komik treffen ein ums andere Mal zusammen, sind eigentlich schon eine Lehrstunde der Mitmenschlichkeit.
Doch leider hat der Film das Potenzial dieser famosen Ausgangsidee etwas verschenkt. Alles geht zu brav vonstatten. So lieb wie Lars scheint letztendlich die ganze Gemeinde zu sein. Mehr (realistischer) Gegenwind für Lars und Bianca hätte diesem Film sicher ganz gut getan. Und nachdem dem Film leider alles Hinterfragende ausgetrieben wurde, blendet er in aller Wohlgefälligkeit ab.
Ryan Gosling spielt leise, unsicher, diesmal alles andere als cool - eine Glanzleistung - perfektionierter Minimalismus.
Eine liebenswerte, verschrobene, tragische Komödie mit subtilem Humor aus 2007 unter der Regie von Craig Gillespie.
77 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2017
Super Film mit Tiefgang und Witz. Unbedingt anschauen. Sehr empfehlenswert. Der Film hat eine schöne Botschaft. Wer solche Filme mag, wird hier nicht enttäuscht sein.
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am 7. Oktober 2009
Es gibt Filme, die bringen einen zum Lachen. Und dann gibt es Filme, die bringen einen zum Weinen. Es ist in jedem Fall gut, wenn zumindest eine der beiden Emotionen freigesetzt wird, aber besser noch, wenn ein Film beide Gesichter des Theaters vereint. Ein solcher Film ist "Lars und die Frauen".

Am Anfang der Geschichte steht ein glückliches Paar und der kleine Bruder des dazu gehörigen Mannes. Dieser kleine Bruder - unglaublich gut gespielt von Ryan Gosling - heißt Lars und wird als stiller Junggeselle mit Berührungs- und Bindungsängsten beschrieben. Zwar wird eine Dame bereits aufmerksam auf ihn, doch überfordert ihn deren Annäherungen derart, dass er sich eine Gummifrau bestellt und in die Wahnvorstellung verfällt, sie sei echt und späterhin seine Freundin. Der humorvolle Umgang des Dorfes mit dieser merkwürdigen Situation und die Tragik der Person Lars ist die Frucht des ganzen Films. Dieser schreitet unvorhersehbar voran und findet schließlich ein trauriges, nachdenkliches und zugleich hoffnungsfrohes Ende. Von der Musik bis zur Magie der Bilder wirkt der Film aus einem Guss, glänzt mit authentischen Dialogen und kaum bekannten, aber nichtsdestotrotz ausdrucksstarken Schauspielern. Ich finde kein Körnchen Kritik, da sogar die abstruse Idee des Films so eindringlich und verständlich inszeniert wurde, dass der Vorwurf der Absurdität einfach nicht über die Lippen will.

"Lars und die Frauen" ist ein Film, der ohne Zweifel und berechtigterweise seinen Platz im DVD-Regal einnehmen darf. Es ist ein durch und durch sympathischer Film.
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am 31. Oktober 2008
...sei der Film, schrieb ein Rezensent nach Erscheinen von Lars und die Frauen. Ich lasse mir ja eigentlich gern selbst Überschriften einfallen, aber keine Beschreibung würde es besser treffen als diese.

Lars Lindström ist ein eigenwilliger Typ. Er lebt in der Garage neben dem Haus seines Bruders Gus und dessen Frau Karin. Lars hat einen Job, bleibt aber der totale Einzelgänger. In der kleinen Gemeinde, im hohen Norden, mögen alle Einwohner Lars, aber keiner kennt ihn so richtig. Seine Eltern sind gestorben und sein Bruder Gus, der zusammen mit Karin versucht Lars in die Familie aufzunehmen, scheitert dabei täglich. Lars möchte nicht, dass ihn jemand anfasst oder umarmt, will einfach nur für sich sein. Auch seine neue Arbeitskollegin Mago lässt Lars nicht an sich heran, obwohl Mago schon Interesse hätte. Als Lars eines Tages seinem Bruder und der Schwägerin erklärt, dass er eine Beziehung hat, können die beiden es kaum glauben. Völlig baff sind sie allerdings, als ihnen Lars eine Sexpuppe, als die im Rollstuhl sitzende brasilianisch-dänische Missionarin und Krankenschwester Bianca vorstellt. Gus will Lars sofort einweisen, hält ihn für total verrückt, doch Karin spielt Lars Spiel mit. Als sie sich dann noch die Hilfe der Ärtzin Dagmar einholt und alle Einwohner des Ortes, aus Freundschaft zu Lars, dessen Spiel mitspielen, hält Bianca als neues, vollwertiges Mitglied der Gemeinde Einzug. Lars ist glücklich mit seiner neuen Frau, mutiert fast schon zu einem Gesellschaftsmenschen, bis...ja bis...das sollten sie sich vielleicht lieber selbst anschauen.

Was für ein seltsamer Film! Regiseur Craig Gillespie bewegt uns tief mit der Geschichte von Lars und seiner Gemeinde. Das man Gefühle wie Einsamkeit, Kontaktarmut, Liebe, Frustration und Angst zwischen zwei liebenden Menschen fantastisch darstellen kann, wissen wir. Aber geht das auch mit einer Puppe? Und wie das geht! In ruhigen Bildern, mit einer Wahnsinnsbesetzung bis in die kleinste Nebenrolle hinein, einer tollen Idee, die zwar nicht neu ist, aber hervorragend umgesetzt wurde. Gillespie bringt uns die leisen Töne auf den Bildschirm. Mit sanften Bildern und wunderbarer Musik schafft er einen stillen, einzigartigen Genuss. Ryan Goslin darf dabei eine Traumrolle spielen, nach der sich jeder ernsthafte Mime die Finger lecken würde. Goslins Mienenspiel als Lars Lindström werden sie nicht so schnell vergessen, der junge Mann wird demnächst noch öfter zu sehen sein(sonst müsste ich mich schon sehr wundern). Lars und die Frauen ist ganz anderes Kino. Für alle Action und Mainestreamfans vermutlich unschaubar, für Zuschauer, die bei Filmen wie Snowcake tief ergriffen waren ein absolutes Muss!
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am 17. März 2008
Ich war gestern im Kino und bin so dermaßen begeistert, dass ich gleich fünf Sterne vergeben muss. Meine Kritik bezieht sich daher aber nur auf den Film selbst und nicht auf die Qualität der DVD.

Zum Inhalt:
Der 27-jährige Lars ist weder unattraktiv noch dumm, doch irgendwie wird er mit seinem Umfeld nicht so recht warm und zieht sich lieber in sein Schneckenhaus zurück. Als er plötzlich freudestrahlend erzählt, er habe eine Freundin, und zwar aus dem Internet, sind sein Bruder und seine fürsorgliche Schwägerin hellauf begeistert - bis sie Bianca kennenlernen: Denn die Frau, die Lars über alles liebt, ist zwar anatomisch korrekt, aber dafür auch aus Gummi. Verzweifelt sucht seine Familie die Ärztin Dagmar auf, die Lars wieder "in Ordnung bringen" soll. Doch die intelligente Frau erkennt Lars' wirkliches Problem, die Einsamkeit, und bringt schließlich das ganze Dorf dazu, Bianca zu akzeptieren und mitzuspielen - so lange, bis Lars seine Freundin irgendwann nicht mehr braucht.

Was mich an dem Film begeistert hat, ist vor allem die Feinfühligkeit und die Liebe, die darin steckt. Obwohl der Film aus den USA stammt ist er sehr untypisch und wirkt eher wie eine britisch-schwedische Coproduktion. Dass ab und an das Mikro oben ins Bild hängt macht den Film fast noch sympathischer.

Die Schauspieler sind bis in die allerkleinste Rolle super besetzt, allen voran Ryan Gosling als hübscher, sympathischer aber auch ziemlich verschrobener Lars und Patricia Clarkson als beeindruckende und charismatische Dagmar. Obwohl die Szenen an sich skurril und z.T. natürlich konstruiert sind, sind sie trotzalledem stets überzeugend und niemals lächerlich oder überzogen.
Ein Film, der wahnsinnig komisch und zugleich wahnsinnig rührend ist, und das Wesen der Einsamkeit wunderbar auf den Punkt bringt.

Empathische Menschen oder jene, die die Einsamkeit kennen, sollten ein paar Taschentücher für die emotionalen Momente mitnehmen. Im Notfall kann man die ja immer noch für die Lachtränen benutzen :)

Endlich mal wieder ein Film, der mich voll überzeugt hat, der sich selbst treu bleibt und der von Anfang bis Ende keine Sekunde lang enttäuscht.
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am 29. August 2008
Ein absolut heiterer, intelligenter Film, der gleichermaßen zum Lachen wie zum Nachdenken anregt. Den positiven hier aufgeführten Rezessionen gibt es von meiner Seite nicht viel anzufügen. Als ich im Kino saß, ging ich allerdings davon aus einen skandinavischen Film und keinen amerikanischen zu sehen - denn die Story ist nicht typisch amerikanisch, wie hier fälschlicherwiese gemutmaßt wird, sonder typisch schwedisch oder dänisch.
Leider zeigt der Film auch ein wahres Bild unserer Gesellschaft, das sich auch in den hier zu lesenden Rezessionen wiederspiegelt. Dass sich eine ganze Ortschaft dem Wahn eines ihrer Einwohner anschließt und so zum Großteil zu dessen Heilung beiträgt, ist nur im hohen Norden möglich, wo das Leben rau und die Bevölkerungszahl niedrig ist. Dort allerdings, ist die Handlung keineswegs weit hergeholt, entspricht sie doch vielmehr der im Norden anzutreffenden Mentalität, wie ich sie schon oft im wirklichen Leben beobachten durfte. Für mich umso schöner, als ich hier habe erkennen müssen, dass dies offenbar auch im amerikansichen Norden möglich sein könnte.

Ein Film, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2012
DVD Bewertung (Review):

- BILD: neutrale warme Farben, guter Kontrast, keine Schwächen
- TON: gute Abstimmung Center/Dialog, zurückhaltend, Räumlichkeit nicht groß genutzt, Ton in DD 5.1
- EXTRAS: reichlich: Unveröffentlichte Szene, Die wahre Geschichte von "Lars und den Frauen", eine Hauptdarstellerin der besonderen Art, Trailer
- SONSTIGES: Wendecover

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Die zentrale Frage von LARS UND DIE FRAUEN ist in mehrfacher Hinsicht, wie man mit Außenseitern umgeht und die der gesellschaftlichen Toleranz mit diesen. Auch bei dieser gelungenen Tragik-Komödie ist der engl. Originaltitel LARS AND THE REAL GIRL deutlicher das Thema treffend wie so häufig. Der Film berührt durch seine Tiefe und wie respektvoll er das Thema des Umgangs mit menschlichen Schwächen darstellt. Diese psychologische Tiefe wird insbesondere getragen von der Figur des Sonderlings Lars.

Ryan Gosling brilliert in dieser Rolle auch mit seiner bekannten sehr ausgeprägt komödiantischen Begabung ohne jedoch auf die vordergründigen Schenkelklopfer-Gags fixiert zu sein, auch wenn er zuletzt eher verdammt coole "Schönling-Rollen" in DRIVE, IDES OF MARCH und ALL BEAUTY MUST DIE auch sehr gut und authentisch gemeistert hat. Aufgrund dieser starken Vielfalt und nach der Oskar-Nominierung in HALF NELSON ist er für mich längst überfällig für diesen begehrten Filmpreis !

Die Story setze ich als bekannt voraus, hier die Grundzüge (OHNE SPOILER!): Lars wohnt in einer Garage neben dem Haus seines Bruders und seiner Frau und ist ein Sonderling und oft alleine und sehr zurückgezogen und schüchtern. Das ändert sich als er eines Tages "Besuch" hat und seinen Verwandten Bianca vorstellt - damit fängt aber die schön skurrile Story mit ungeahnten Wendungen erst an..........soviel dazu, und das ist so wenig verraten, damit auch man immer noch unbedarft an den Film herantreten kann. Sämtliche Schauspieler neben Ryan Gosling kann eine gute und einfühlsame Leistung bescheinigt werden und die gefühlte Harmonie unter den Darstellern stimmt.

In sehr einfühlsamer Form und nie auf den kurzfristigen Gag ausgelegt zeigt der Film die realistische Erkenntnis, daß eine Heilung im seelisch-psychischen Bereich insbesondere und wirklich nachhaltig nur "von innen" kommen kann und Zeit und die Überzeugung und Unterstützung des Betroffenen braucht. Ohne üblichen Hollywood-Pathos und Genre-Grenzen schafft es LARS UND DIE FRAUEN die Geschichte zu einem realistischen Abschluss zu bringen der weder "Happy End" oder "Tragic End" braucht, sondern harmonisch und authentisch nachwirkt und somit den Film zu einem insgesamt sehr überzeugenden Feel-Good-Movie macht !

4,5/5 Love Dolls....äh,....Sternen
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am 15. Mai 2008
Auch diese Rezension bezieht sich - wie die von Dagmar Bittner - auf den Kinofilm (in deutscher Übersetzung), dessen rasches Verschwinden von der Leinwand ich mir nur mit ausgeprägter Humorlosigkeit des Publikums erklären kann. Man muß sich schon auf dieses skurrile Arrangement der Beziehung eines Mannes zu einer Gummipuppe einlassen - das noch dazu ganz anders ist, als man bei diesem Stichwort erwartet, denn Bianca ist (sagt Lars) sehr religiös und Sex vor der Ehe käme für sie nie infrage, weshalb sie im Gästezimmer seines Bruders nächtigen muß...
Wenn man sich aber darauf einläßt, ist diese Geschichte so herzerfrischend, so voll absurder Momente und unerwarteter Wendungen, und doch von so treffgenauer Einfühlung und großer Menschenfreundlichkeit, daß ich noch Tage danach hingerissen war. Kluge Dialoge, überzeugende Darsteller noch dazu. Und bei all dem völlig unpathetisch.
Ich stimme Dagmar Bittner voll zu, möchte aber präzisieren: Es geht nicht so sehr um Einsamkeit als solche, sondern es geht um Unfähigkeit, sich auf eine Beziehung einzulassen - aus Angst vor ihrem Verlust. Das wird wunderbar und einfühlsam entfaltet, und ich wünschte, wir alle hätten bei diesem schwierigen Prozeß so warmherzige Begleiter wie Lars.
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am 24. April 2013
Ein wunderbarer Film der zeigt, dass es soetwas wie "echt" oder "nicht echt" gar nicht gibt. Wer sich noch erinnern kann, welch grossen Schmerz ein Goldfisch verursachen kann, wenn er das Zeitliche segnet und durch den Gulli dem Licht entgegenschwimmt, der weiss, dass es nicht darauf ankommt was man verliert, sondern welche Beziehung man dazu hatte.

Lars hat seine Mutter verloren. Bei seiner Geburt. Als dann seine Schwaegerin ein Kind erwartet, loest das bei ihm den Schmerz neu aus und er faellt weiter in die Depression. Er kann diesen Schmerz aber nicht artikulieren und muss sich Stueck fuer Stueck eine Bruecke zu den Menschen bauen, um wieder Tritt zu fassen. Die Sex-Puppe Bianca ist diese Bruecke...

Der Film behandelt sehr ernste Themen, ohne dabei ernsthaft zu werden. Man kann durchgehend schmunzeln, denn Ryan Gosling spielt alles an die Wand und nimmt selbst hartgesottene Zuseher so fuer sich ein, dass man erst Mitleid, dann Mitgefuehl und schliesslich freundschaftliche Sympathie fuer den schraegen Vogel hat.

Es geht um Depression, Christentum, familiaere Verantwortung, Sex-Puppen, Geburt, Leben und Tod ohne dass auch nur eines dieser Themen ausgesprochen wird. Vordergruendig kann man 90 Minuten ueber einen Kerl lachen, der sich und allen anderen klarmacht, dass er eine Sex-Puppe liebt, bis alle anderen ihm klarmachen, dass das Ok ist, aber er seine "Frau" gefaelligst ordentlich behandeln soll...

Unbedingt anschauen - auch wenn man kein Fan von Traenendruesen-Filmen ist...
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2012
Blu-ray Bewertung (Review):

- BILD: neutrale warme Farben, guter Kontrast, keine Schwächen
- TON: gute Abstimmung Center/Dialog, zurückhaltend, Räumlichkeit nicht groß genutzt, Ton in nur in DTS 5.1
- EXTRAS: reichlich: Unveröffentlichte Szene, Die wahre Geschichte von "Lars und den Frauen", eine Hauptdarstellerin der besonderen Art, Trailer
- SONSTIGES: Wendecover

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Die zentrale Frage von LARS UND DIE FRAUEN ist in mehrfacher Hinsicht, wie man mit Außenseitern umgeht und die der gesellschaftlichen Toleranz mit diesen. Auch bei dieser gelungenen Tragik-Komödie ist der engl. Originaltitel LARS AND THE REAL GIRL deutlicher das Thema treffend wie so häufig. Der Film berührt durch seine Tiefe und wie respektvoll er das Thema des Umgangs mit menschlichen Schwächen darstellt. Diese psychologische Tiefe wird insbesondere getragen von der Figur des Sonderlings Lars.

Ryan Gosling brilliert in dieser Rolle auch mit seiner bekannten sehr ausgeprägt komödiantischen Begabung ohne jedoch auf die vordergründigen Schenkelklopfer-Gags fixiert zu sein, auch wenn er zuletzt eher verdammt coole "Schönling-Rollen" in DRIVE, IDES OF MARCH und ALL BEAUTY MUST DIE auch sehr gut und authentisch gemeistert hat. Aufgrund dieser starken Vielfalt und nach der Oskar-Nominierung in HALF NELSON ist er für mich längst überfällig für diesen begehrten Filmpreis !

Die Story setze ich als bekannt voraus, hier die Grundzüge (OHNE SPOILER!): Lars wohnt in einer Garage neben dem Haus seines Bruders und seiner Frau und ist ein Sonderling und oft alleine und sehr zurückgezogen und schüchtern. Das ändert sich als er eines Tages "Besuch" hat und seinen Verwandten Bianca vorstellt - damit fängt aber die schön skurrile Story mit ungeahnten Wendungen erst an..........soviel dazu, und das ist so wenig verraten, damit auch man immer noch unbedarft an den Film herantreten kann. Sämtliche Schauspieler neben Ryan Gosling kann eine gute und einfühlsame Leistung bescheinigt werden und die gefühlte Harmonie unter den Darstellern stimmt.

In sehr einfühlsamer Form und nie auf den kurzfristigen Gag ausgelegt zeigt der Film die realistische Erkenntnis, daß eine Heilung im seelisch-psychischen Bereich insbesondere und wirklich nachhaltig nur "von innen" kommen kann und Zeit und die Überzeugung und Unterstützung des Betroffenen braucht. Ohne üblichen Hollywood-Pathos und Genre-Grenzen schafft es LARS UND DIE FRAUEN die Geschichte zu einem realistischen Abschluss zu bringen der weder "Happy End" oder "Tragic End" braucht, sondern harmonisch und authentisch nachwirkt und somit den Film zu einem insgesamt sehr überzeugenden Feel-Good-Movie macht !

4,5/5 Love Dolls....äh,....Sternen
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