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am 26. Januar 2013
Natürlich kann man nach ein paar Durchläufen noch nicht viel zu einem neuen CoL-Album sagen. Bei Salvation habe ich ein halbes Jahr gebraucht, dann fand ich es genial. Erste Eindrücke zu Vertikal: Es kommt realtiv zugänglich daher, weniger schroff und brachial als passagenweise die Vorgänger. Die vielen Keyboards und anderen Elektro-Sounds geben dem Ganzen Farbe, die harten Gitarren sind etwas reduziert. Wie jedes CoL-Album hat Vertikal seine eigene Atmosphäre, die hier eben weniger düster als z.B. bei Somewhere along the Highway ausfällt. Trotzdem gibt es den üblichen Growl-Gesang (allerdings nur noch von einem Sänger, Klas ist nicht mehr dabei), das übliche Stampf-Drumming (das hie und da um Samples erweitert wird) und jede Menge harte und monotone Riffs. Aufgepeppt, wie gesagt, mit vielen Sounds aus der Welt der Maschinen, wobei es CoL gelingt, diese sehr "menschlich" und gefühlvoll klingen zu lassen (cf. Neurosis). In die Details muss ich mich noch einhören, aber ich denke, wer CoL kennt, hat hier auf jeden Fall viel zu entdecken und Neulinge mit Vorlieben für Elektro-Anteile könnten vielleicht endlich einen Zugang finden. Mal schauen, was das Dauerhören für einen Eindruck ergibt. Die einen oder anderen Sounds haben sich schon festgefressen...
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am 19. März 2013
Die Schweden können's nicht verkacken. Und sind auf ihrem sechsten Langspieler wieder etwas anders aufgestellt, als jeweils zuvor.

Das Debüt ließ noch sehr klar die Hardcorewurzeln erkennen; "The Beyond" brachte kühle Elektronik ins Spiel; "Salvation" war Postcore-Atmosphäre; "Somewhere Along The Highway" überraschend organisch; "Eternal Kingdom" bisweilen trocken-rockig.
"Vertikal" - man mag es kaum sagen - vereint was zu vereinen geht.

"The One" ist die Art von Opener, die man gerne auch in länger hätte - Gänsehaut awaits. Und wenn dann "I: The Weapon" regelrecht unvermittelt losbricht, erahnt man bereits die folgende Größe.
Ob sie mit "Vicarious Redemption" das geniale "Ghost Trail" des Vorgängers würden überbieten können, war eine der Vorfeldfragen. Haben sie es geschafft? Jein. "Vicarious Redemption" wirkt elegischer und spätestens der Dubstep-Versatz bringt ein bisschen Verspieltheit mit, die man wirklich nicht erwartet hätte. Das Stück ist ausladender als der Vergleichstrack und daher im großen Kern wirklich größer - will sagen: grandioser!
"Synchronicity" ist dann wohl der unscheinbarste Song auf dem Album und auch "Disharmonia" fällt nicht direkt auf; "Mute Departure" als Zwischenstück ist eben Zwischenstück und damit Brücke zum dritten tragenden Titel des Albums: "In Awe Of".
An "Passing Through" muss man sich jedoch am meisten gewöhnen, wobei aufgrund seiner abschließenden Albumposition er von Anfang an funktioniert.

Wenn auch Durchwachsenheit durchklingen mag, so beginnt das Album eh - wie letztlich immer bei Cult Of Luna - ab dem zweiten Durchgang wirklich zu wachsen, zu wirken, vollends zu begeistern. Man muss sich eben etwas rein hören.

Aber auch weiterhin zeigen die Schweden eindrucksvoll, dass der Verlust von Isis nicht mit zu tränigen Augen betrachtet werden muss. (Die Bostoner waren mir persönlich allerdings eh immer etwas zu flächig im Sound; da liegt mir persönlich das kantigere Soundgewand von Cult Of Luna um einiges mehr.)
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am 9. März 2015
Knapp 3 Jahre nachdem Isis sich aufgelöst haben zuckte der Post-Metal an losen Nervensträngen Orientierungslos vor sich hin. Neurosis hatten mit Honour Found in Decay eher eine mäßige songorientierte Platte abgeliefert, Rosetta schienen sich mit The Anaesthete mehr schlecht als recht als Porcupine-Tree-Progband zu versuchen, Dirge spielten mit Elysian Magnetic Field eher Energiearm auf und unzählige Bands pausierten oder lösten sich gar ganz auf. Mein einzige Post-Metal-Lichtblick in dieser Phase war das brachiale No von Old Man Gloom.

Der große Berg des Genres schien mir überschritten und dann kamen binnen etwa eines Jahres AmenRa mit Mass V, Mouth of the Architect mit Dawning, Dirge mit Hyperion und Cult of Luna mit Vertikal heraus und zeigten, dass noch Entfaltungsmöglichkeiten in dieser Spielart steckte.

Noch wütender(AmenRa), noch depressiver(Dirge), hoffnungsvoll(MotA), oder plötzlich mit überraschend stimmig eingearbeiteter Elektronik wie ein kaltes entmenschlichendes Bad im Neonlicht und die darauf reagierende Wut (CoL) erstrahlte der Post-Metal plötzlich wieder in neuem Glanz.

Vertikal ist der gegenwärtige Konflikt von Mensch und Maschine. Der Opener The One zerstört schon alle zuvor gehegten Erwartungen an Cult of Luna und schlägt in eine elektronische Richtung die wohl jeden Hörer an den legendären Vangelis-Score zu Blade Runner erinnert. Eine bessere Anspielung auf eine technokratische Gesellschaft aus einer ewigen Nacht mit Häuserschluchten aus schwarzem Stahl, Glas und Neonlicht kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Der cineastische Querverweis auf diese wuchtige kalte misanthropische Atmosphäre glückt. Und so brüllt Johannes Persson auch auf dem folgendem I-The Weapon den Nihilismus einer Zugrunde gehenden Gesellschaft mit aller gebotenen Wut in die tonal dargebotene Nacht: This is the final moments of our last days. [...] Inhale and cease, beating yourself into submission. No one holds us accounted."
In einem brachialen Dröhnen und Scheppern übersteuerter Instrumente prügeln sich Cult of Luna von Stück zu Stück durch eine derart menschenverachtende menschengemachte Welt aus Licht, Stahl, Beton und Glas wie zuvor keine andere Band. Das Konzept hier ein Album an Fritz Langs Metropolisanzulehnen und eine Niederlage der Menschheit gegenüber der Technik darzubringen glückt in all der herausgeschrienen Verzweiflung, die immer wieder von sanften Lichten und zugleich kalt-traurigen Augenblicken durchbrochen wird. Das Licht, die Blade-Runner-Kamerafahrten über monolithische Stahlpyramiden und Lichtsäulen in einer ewigen Nacht, bringen die Wut und den Hass aus brachialen Gitarren, ein ins endlos geprügelte Schlagzeug und Persson markerschütternden Brüllgesang über das eigene Versagen noch besser zur Geltung. Dieser Wechsel, eines der Kernelemente des Post-Metals gewinnt hier einen ganz eigenen Charakter, da die friedlich-ruhigen Augenblicke die anaorganischen und fremdartigen Sequenzen darstellen und nur die Wut und die Verzweiflung einem natürlichem Gefühl nahe kommt.
Das ganze Leben ist falsch pervertiert, verdreht und verkehrt. Der einzelne Mensch ist nicht von Bedeutung und sich dessen erschreckend bewusst in diesem Meer aus Technik und Industrie. Schönheit und Eleganz sind der Maschine überlassen, der Mensch hat zumindest auf Vertikal, den Kampf verloren. Die Leere wird zum majestätischem Ziel(In Awe of) und selbst in Augenblicken der Besinnung und Selbstreflektion bleiben die Fragen der eigenen Existenz aufgrund der eigenen Bedeutungslosigkeit unbeantwortet(Passing Through).
Musikalisch ist das ganze überwältigend treffsicher umgesetzt und als Gesamtkunstwerk zu betrachten. Während der Wechsel von The One zu I-the Weapon schon in Sich den programmatischen Verlauf des Albums aufzeigt spielt der Rest des Albums zwischen diesen beiden Extremen aus Vangelis-Synths und ultrabrutalem Post-Metal.
Vicarious Redemption ist ein sich zäh aufbauender 19minütiger Brocken, der immer größer und überwältigender wird. The Sweep wabert dagegen relativ kurz mit Vangelis-Synthies zu hintergründigem Geschrei. Synchronicity hämmert einen wütenden Marsch in an und abschwellenden Effekten und Gitarren vor verzweifeltem Geschrei. Mute Departure kann als Synonym für das Album genommen werden, lange spährisch bedrohliche Aufbauten aus Synths und gemächlichen elektronischen Beats (hier sogar mir Klargesang) die von wild-wütendem Post-Metal-Passagen zerrissen werden, vielleicht das repräsentabelste Stück des Albums. Disharmonia spielt mit dem Geklimper einer Spieluhr vor dem sonorem Rauschen einer Amplitude ein 45sekündiges Interlude bevor In Awe of den atypischsten Cult-of-Luna-Song des Albums bringt und stellenweise an das einstige Meisterwerk Salvation erinnert. Passing Through schließt dann das Album mit einem untypisch psychedelisch balladesken Stück.
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am 27. Januar 2013
Nach fünf Jahren schmeißen uns Cult of Luna mit "Vertikal" einen auf den ersten Blick schier unverdaulichen Brocken vor die Füße – ein durchweg kühl und düster wirkendes Gesamtkunstwerk, thematisch angelehnt an Fritz Langs Kultfilm "Metropolis", die vertonte Entmenschlichung im Maschinenzeitalter.

Abwechslungsreich führen sie uns durch ihre finsteren Versionen. Monotone, in Trance versetzende Riffs in einer scheinbaren Endlosschleife gefangen gehören seit jeher zu CoL, doch selten wurden sie fesselnder zelebriert als bei "Vicarious Redemption" und "In awe of". Feine Clear-Parts wie in "Mute Departure" und im abschließenden "Passing Through" schweben förmlich über unheildrohendem Sound. Es finden sich mehr elektronische Spielereien, als man von ihnen gewohnt ist, doch sind sie immer dem Thema angemessen, fügen sich perfekt in den Kontext ein oder bilden wie "Disharmonia" eine Brücke.

Hörerlebnisse gibt es viele und je öfter man sich diesem musikalischen Brocken hingibt, desto mehr Glanzpunkte entdeckt man zwischen den grauen Nebelschleiern. "Vertikal" ist ein perfekt gelungenes, in sich stimmendes, packendes Album der Schweden, mehr gibt es nicht zu sagen.
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am 24. Juli 2013
Auf Vertikal, dem sechsten Album von Cult of Luna, kehrt die schwedische Band nach einem fünfjährigen Pause zurück mit einem Album an starr strukturiertem und massiv schwerem Post Metal. Durch elektronische Zwischenspiele interpunktiert, stellt das Album Cult of Lunas Geduld für einen guten, langsamen Aufbau dar, wie sie behutsam Schichten aufhäufen und Abschnitte verbinden und nur stoppen, wenn die monströsen Songs, die sie gebaut haben, voll funktionsfähig und bereit zum Wüten sind via eines vernichtend schweren Riffs. Selbstsicher in ihrem Handwerk achten die Bandmitglieder darauf die Dinge nie zu überhasten, den Songs auf Vertikal zu erlauben sich so auszuleben wie sie das sollen, so wie das der Fall ist beim 18,5-minütigen Epos "Vicarious Redemption", das exponentiell zu wachsen scheint, wie es langsam zu seinem Finale trottet. Obwohl Cult of Luna schon immer eine beeindruckende Band waren, machen die solide Konstruktion und schonungslose Ausführung Vertikal zu einem unglaublichen Hörerlebnis.
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am 24. Februar 2013
Ich stehe ja überhaupt nicht auf Depri-Mucke. So klassische Trauerweiden mit ihrer Brückenspringermusik gehen mir am Allerwertesten vorbei, und die ganze dunkle Romantik wird von mir verächtlich in die Mädchen-Metal-Ecke gestellt. Normalerweise - es sei denn, eine düstere Band hat wirklich Stil. Und ist nicht drauf aus, auf Konzerten pubertierende Pseudo-Düster-Girlies mit schmachtenden Kulleraugen in der ersten Reihe stehen zu haben. Dafür bedarf es etwas mehr als Moll-Akkorde. Nämlich einer Vision. Und das Ziel einer Katharsis. Ja, Dunkelheit und Nihilismus können tatsächlich eine positive Kraft sein, aus der man gestärkt hervorgeht. Neben den von mir verehrten Frühwerken von NEUROSIS tummelt sich eine weitere ganz große Band in diesem Genre: CULT OF LUNA. Diese zeichnen sich vor allem als Konstante über die ganzen Jahre aus. Und auch das neue Werk, "Vertikal", ist wieder einmal ganz große Kunst der sieben Schweden. Mit einem hohen Grad an Expressionismus strotzt die Scheibe wieder vor spannender Dynamik, bei der dieses Mal auch viele Pedals/Keyboards zum Einsatz kamen, die auch mal in 'The One' für ein ganzes Intermezzo für sich allein stehen dürfen. Ebenfalls effektiv und atmosphärisch beeindruckend ist das darauf folgende 'The Sweep'.

Die raue Schönheit ergießt sich ansonsten in epischen Songs, die gleichermaßen eine Endzeitatmosphäre versprühen. Durch die permanent gebrüllten Vocals von Johannes Persson drückt die Scheibe ein hohes Maß an Verzweifelung statt Aggression aus, aber in dieser trostlosen Landschaft glänzen die Melodien wie einsame Sonnenstrahlen. In den Schmutz der Effekte und düsteren Keyboardsounds mischen sich fast Gothic-artige Gitarrenmelodien ('In Awe Of' - grandios!). Die Simplizität schon oft gehörter Akkorde wird in eine morbide Schönheit gegossen ('Mute Departure'). Natürlich kommen auch die verstörenden Dissonanzen nicht zu kurz, aber diese verstecken sich immer songdienlich und im richtigen Maß im Gesamteindruck. So richtig sperrig ist eigentlich nur 'Synchronicity', wohingegen andere Songs wie 'Passing Through' eine fast schwerelose Leichtigkeit versprühen.

Das 20-minütige Stück 'Vicarious Redemption' fährt in sich alles auf, was CULT OF LUNA ausmacht. Verhallte Samples erklingen direkt vom imaginären dunklen Schicksalsberg am Horizont, minimalistische Gitarren läuten einen langen Dark-Metal-Part mit gänsehautverursachenden E-Bow-Sustains ein. Doch nach sechs Minuten, wenn andere Bands längst fertig sind, kriecht der düstere Schmutz in den Sound. Auf effektive Art steigert sich der Titel in richtig böse Vibes. Und nach weiteren 6 Minuten ergießt sich der Sound in fantastischen Crescendi, bevor das lange und schwere Ende zelebriert wird.

Das ist verdammt große Kunst. Atmosphärisch beeindruckend, ohne sich durch Klischees zu hetzen. Düster, ohne ausgelutscht zu wirken. Schon jetzt ein heißer Anwärter auf die besten Scheiben 2013.

(Hat die Rezension gefallen? Hast du auch Spaß am Rezensieren von Metal-Scheiben? Schau doch mal in mein Profil und mach mit!)
33 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Januar 2013
oh ja..das jahr 2013 beginnt mit einem hammer..vergesst das ganze kunstgerede von fritz lang und der vertonung von metropolis..ich finde das führt nur in die irre..was wichtig bleibt ist die musik, und da stehen cult of luna weiterhin auf einer stufe mit den ganz grossen, isis und neurosis..bei mir hängts von der tagesform ab wen ich präferiere, mit vertikal gehts aktuell in die cult of luna richtung..es gibt keine grossen neuerungen, wer col kennt bekommt col, posthardcore...was auffällt sind ein paar elektronik einflüsse mehr als üblich, ich kann damit gut leben..sehr sehr gutes album, aber..aus belgien kommt konkurrenz..amenra
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