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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
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5,0 von 5 Sternen
Winter
Format: MP3-Download|Ändern

am 11. Mai 2013
Nun denn, es folgt eine Rezension zu Tristan Blaskowitz’s Konzeptalbum „Winter“, welches der gelungene Versuch ist, einen Wintertag in all seiner Dramatik sowie Vielfalt musikalisch einzufangen und dabei einen viel tieferen Sinn verfolgt, der sich dem Hörer erst bei akribisch genauem Betrachten des Albums erschließt.

Mit „Dawn“ erwacht der Tag des Winters aus einer tiefen Nacht heraus – die mit Bedacht eingesetzten Zupfinstrumente lassen hier ganz klar den leichten Schneefall an diesem Tag erkennen. Gleichzeitig erkennt der Hörer welche Inspiration Blaskowitz durch Paul Kalkbrenner und dessen elektronischen, rhythmischen Klängen erfahren hat.

Es folgt „Morning“ der Wintertag beginnt, die Menschen freuen sich auf den verschneiten Tag welcher schon in „Dawn“ angedeutet wurde – die Menschen sind unruhig und wollen der Natur begegnen. Diese Unruhe der Menschen wird durch die ebenfalls sowohl unruhige als auch fröhliche Melodie gespiegelt.

In „Midday“ ist der Tag dann in vollem Gange. Die Menschen erleben ihren Wintertag ganz unterschiedlich, jedoch steht klar die Freude über den Schnee und die winterliche Stimmung im Vordergrund, gespiegelt durch die ‚hüpfend‘ wirkende Melodie. Die Welt ist in Bewegung, doch tut ihr diese Bewegung auch gut? Diese Frage muss sich wohl jeder Hörer an diesem Punkt stellen. Erwähnenswert sind hier außerdem die Einflüsse von Rick Wakeman auf Blaskowitz.

Der Tag neigt sich mit „Afternoon“ langsam dem Ende zu. Die Welt ist erschöpft vom anstrengenden Treiben wie in „Morning“ angedeutet und in „Midday“ weiter ausgeführt.

In „Eve“ leitet Blaskowitz die bisherigen Songs des Albums in eine Art musikalischen Trichter. Der sehr harmonisch klingende „Eve“ lässt den Wintertag Revue passieren – die Menschen berichten gegenseitig von ihrem Erlebten und erfreuen sich an ihrer gegenseitigen Anwesenheit. Bezeichnend für „Eve“ ist, dass hier sowohl Einflüsse von Kalkbrenner als auch Wakeman herauszuhören sind. Blaskowitz vereint die beiden Stilrichtungen seiner Vorbilder spielerich und lässt etwas neues, fast großartiges entstehen.

In „Night“ findet die Natur wieder zurück zu sich selbst. Ganz bezeichnend hier: der erneute Schneefall, angedeutet durch das punktuell angespielte Klavier. Die Folge des Schneefalls ist, dass die Spuren, welche die Menschen im Laufe des Tages hinterlassen haben, wieder verdeckt werden. Vielleicht eine Anspielung auf die Vernichtung, welche die Menschheit auf der Welt anrichtet und gleichzeitig ein mögliches Zukunfts-Szenario, in welchem verdeutlicht wird, das die Natur die Kraft hat, Ihre Wunden zu heilen, wenn die Menschheit erst zugrunde gegangen ist? Dies muss jeder für sich selbst entscheiden.

Abschließend ist zu sagen, dass „Winter“ ein durchgehend stimmiges, breitgefächertes und musikalisch interessant umgesetztes Album ist, welches nicht nur schön anzuhören, sondern auch gehörig zum Nachdenken anregt, sowohl über den Sinn des menschlichen Daseins, sowie über die Vorstellung einer Welt ganz ohne Menschen.

Ich verleihe deshalb 5/5 Amazon-Sternen.
Kaufempfehlung!
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