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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 2. Juli 2013
Dass The National Frontmann Matt Berninger eben nicht nur diese beiden Emotionen, wie im beschwingten Song "Don't Swallow Cap" besungen, besitzt, beweist Trouble Will Finde Me allemal und bietet dem Hörer ganz im Gegenteil die komplette Emotionspalette von Sehnsucht bis Selbstmitleid an. Freude entsteht bei den Texten durch die herrlich sarkastisch selbst-reflektierenden Unterbrechungen,und sowieso durch die Brillianz der musikalischen Kompositionen. Matt Berninger beweist außerdem, dass es nach fünf Alben noch immer neue Facetten an seiner Stimme zu entdecken gibt, wie gleich die ersten beiden Lieder beweisen: in "I Should Live in Salt" scheint seine Stimme noch irritierend hoch, während er in "Demons" neue Tiefen erreicht.

Ich freue mich immer über Bands, die sich noch trauen Alben zu schreiben, statt dreier Hits, die dann von einer Zusammenstellung weniger starker Songs begleitet werden. Mit Trouble Will Find Me haben The National dies nun zum sechsten Mal bewiesen. Einerseits betraut es den Hörer mit der Aufgabe den Songs Zeit zu lassen und auf der anderen Seite wird man mehr als belohnt. Jeden Tag habe ich ein neues Lieblingslied und ein neues Lieblingsalbum allemal.
Zum Einstieg ins Album habe ich folgende Anspieltips: "Sea of Love", "Graceless" und "This is the Last Time". Von "I Need My Girl" und "Heavenfaced" wird man nach mehrfachem Hören mit einer wunderbaren Gänsehaut verwöhnt, die auch nach dem Hören noch lange anhält.

Außerdem sollte auch die Verpackung positiv bewertet werden. Hinter dem artistischen Cover, steckt dann, nicht wie bei anderen Paperbacks, eine CD-Verpackung, aus der man die Scheibe tatsächlich auch leicht herausbekommt. Dass Booklet ist mit allen Texten ausgestattet, die jeweils von passenden Kunstwerken begleitet werden. Es empfiehlt sich also durchaus nicht nur die MP3s zu kaufen.

Wie zu erwarten war, liegt hier ein neuer Genie-Streich vor. The National - Liebhaber, die eben nicht nur auf die Lieder "Fake Empire" und "Bloodbuzz Ohio" stehen, werden dieses Album ebenso leidenschaftlich lieben wie dessen Vorgänger. Kaufen, musikalischen Horizont erweitern, treiben lassen!
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am 22. Juni 2013
Endlich nach High Violet das nächste Album und ein weiterer Schritt in der Bandentwicklung. Die Songs werden mit jedem Anhören besser, the music grows on you. Perfekt!! Außerdem ist die "Verpackung" deutlich verbessert. Die Scheibe von High Violet kann ich nur mit K(r)ampf aus ihrer Hülle nehmen, jetzt sind Design und Layout Klasse. Schade, dass die Jungs sich in Europa so rar machen.
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am 18. Mai 2013
Endlich! Wieder ein Album von The National!

Alle Songs passen perfekt zusammen. Auf den großen Knaller, der im Radio rauf und runter gespielt werden könnte, wird man hier aber vergeblich warten. Es ist ein Album, dass man anfängt zu hören und ohne dass man es merkt, ist die Stunde schon rum.

Warum ausgerechnet "Demons" als erste Single auserkoren wurde, kann ich mir nicht erklären, meiner Meinung nach das schwächste Lied auf dem Album... "Sea of Love", "I need my girl" oder auch "Hard to find" gefallen mir persönlich am besten, aber wie schon gesagt, hat das Album keine wirklichen Highlights bzw. Schwachpunkte, sondern ist insgesamt gesehen ein Meisterwerk.
Lest die Rezension auf plattentests.de, damit ist alles gesagt!

Und wie bei jedem TN-Album: Je öfter man es hört, desto besser wird es. Einige Songs werden erst nach dem zwanzigsten Hören Ihre wahre Schönheit zeigen. Wer dieses Album nach dreimal hören weglegt, der verpasst was.

Also: Kaufen!
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am 22. Juni 2014
„High Violet“ war ein minutiös austemperiertes Meisterwerk zwischen Ausbruch und Zurückhaltung, dessen Songs man beinahe vor lauter Produktion gar nicht mehr wahrgenommen hätte. Die Vielschichtigkeit seiner elf Stücke erschloss sich schon fast nach dem Prinzip des Erreichens der Level von Videospielen wie Super Mario. Mann musste einfach dranbleiben, um wirklich voranzukommen und um es wirklich zu fassen. Mittlerweile kann man „High Violet“ mit guten Absichten auf einen großen Hit („Bloodbuzz Ohio“), herausgeschriene Verzweiflung („Conversation 16) und großen Pathos für die Stadionkurve („England“) reduzieren, und man bekommt eine Ahnung davon, wie gut dieses fünfte Album von The National tatsächlich ist. In „Trouble Will Find Me“ steckt genauso viel kleinkarierte Arbeit, nur dass es einem die fünf New Yorker mit dem Einstieg bedeutend einfacher machen. Mit „Demons“ stellen sie trotzdem das rhythmisch verkopfteste Stück mutig an zweiter Stelle. Ganz so, als würden sie ernsthaft glauben, man würde über dessen seltsam verschobenes Taktmuster nicht drüber weg stolpern. Tut man aber, auch wenn das nichts weiter ausmacht, denn „Don`t Swallow The Cap“ fängt sofort wieder auf und lässt einen für fast fünf Minuten Fliegen. Selten machte so gedämpfter Rock so euphorisch. Dabei bleibt es aber. „Trouble Will Find Me“ setzt auf mehr Abwechslung, als auf genau ausgerechnete Ausbruchmomente. Am energetischsten ist das Werk, wenn es einfach seine sture Linie aus Rhythmus-Bass und pochenden Drums verfolgt und sich die Melodien wie Signale aus der Ferne immer mehr nähern und einen schließlich mit einer herzlichen Umarmung begrüßen. Und natürlich darf bei all dem nicht Matt Berniger`s Stimme verschwiegen werden, die sich wie Balsam auf die Wunden der blutenden Seele legt. Sie ist vielleicht besonders auf „Trouble Will Find Me“ das Aushängeschild von The National.
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am 24. April 2016
Sound quality absolutely terrible. Tried to play record on three different systems. Mastering is awful, which is sad as this is quite a fantastic album.
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am 25. Juni 2013
Keine "großen" Songs, keine melodischen oder harmonischen Ideen, die nicht Tausende andere vorher schon gehabt hätten. Aber irgendwie doch etwas ganz Besonderes und sehr Eigenwilliges. Die Musik entwickelt eine eigentümliche Kraft, wie ein Sog, der einen immer tiefer hineinzieht - und nicht mehr losläßt.
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TOP 500 REZENSENTam 17. Mai 2013
Matt Berninger ist kein einfacher Mensch. Und er ist ganz sicher nicht das, was einem zwingend zur Spezies Rockstar einfällt. Gerade erst eröffnete „Mistaken For Strangers“ das New Yorker Tribeca Film Festival, eine Livedokumentation seines jüngeren Bruder Tom, der sich für die Dauer einer Konzerttournee von The National als Newbie unter die Roadies mischte und fortan die Kamera gnadenlos auf alles draufhielt, was ihm berichtenswert schien. Kurz: Tom meets Matt und Matt hatte nicht selten die Nase gestrichen voll davon. Neben all den stimmungsvollen Bühnenbildern flogen so auch mal Gegenstände durch die Leinwanddiagonale, Geschrei, Kopfschütteln, Bilder mit Wahnwitz und Ironie, der ganze Irrsinn eben. In einer Einstellung läßt sich der Bandleader geduldig mit weiblichen Fans in der Öffentlichkeit ablichten – quietschbuntes, aufgekratztes Gekicher und Getuschel im Großstadtrummel, mittendrin der schwarzgewandete, stoisch dreinblickende, sonnenbebrillte Berninger, der hier nur das tut, was er muß, und nicht das, was er mag.

Ganze drei Jahre hatte Matt Berninger nun Zeit, für den Nachfolger zum letzten Album „High Violet“ auf das vielstimmige Raunen seiner inneren Dämonen zu hören, denn diese, das weiß man, sind quasi die Ghostwriter seiner Texte. Und was soll man sagen – sie haben sich zusammen für „Trouble Will Find Me“ richtig Mühe gegeben, so viel, dass man versucht ist zu behaupten, diese Platte schließe nahtlos an die Großwerke „Alligator“ und „Boxer“ an. Berninger gibt in gewohnter Manier den Grübler, den Schmerzensmann, der sich auf alttestamentarische Weise selbst verflucht („I Should Live In Salt“), der für die eigene Gram noch immer Redewendungen findet, die ihresgleichen suchen: „When I walk into a room, I do not light it up“ („Demons“) oder „I have only two emotions, careful fear and dead devotion, I can't get the balance right, throw my marbles in the fight“ („Don’t Swallow The Cap“).

Verwünschungen, Schuld und Sühne, jede Menge Frauennamen geistern durch die Zeilen seiner Beichtgesänge. Wirklich wenige können so anrührend und glaubwürdig über den eigenen Gedankenwirrwarr singen wie der bärtige Grummler aus Cincinnati und wenn man nicht wüßte, dass Berninger laut eigener Auskunft ein durchaus unverkrampftes Verhältnis zum Teufel Alkohol pflegt, man müßte sich fragen, wie das alles sonst zu ertragen wäre. Die Musik zum wohltönenden Barriton ist gewohnt dicht, selten aufgekratzt und nimmt sich gern zurück, die Unterschiede zwischen den einzelnen Songs markiert einzig die Taktzahl der Drums, die sich – mal schneller („Don’t Swallow The Cap“/„Graceless“/“Humilations“), mal träge (alle anderen) – nie in den Vordergrund drängen, sondern stets Berningers Gesang die Bühne überlassen.

Es bleibt also der ausschließliche und lohnende Zeitvertreib des Zuhörers, den Tiraden, Klagen und sarkastischen Erzählungen Berningers zu lauschen, man ist und bleibt Zeuge intimer („I was a television version of a person with a broken heart … somebody said you disappeared in a crowd, I didn't understand then, I don't understand now“, Pink Rabbits) und versöhnlicher Einsichten („If I tried you'd probably be hard to find“, Hard To Find) und fühlt sich manchmal vielleicht etwas unwohl in der Rolle des stillen Beobachters. Trotzdem wünscht man dem Mann, hier wird’s dann etwas absurd und unfair, auch in Zukunft nicht unbedingt das Wohlbefinden und die Erlösung, die er sich so dringend erhofft – wer sollte einem denn sonst die Nichtigkeit der eigenen Sorgen derart kunstvoll vor Augen führen, wem würde man dann beim Leiden zuhören wollen? Nichts für ungut Matt, that’s simply your business. mapambulo:blog
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TOP 1000 REZENSENTam 17. April 2016
The National waren mir bislang nicht so sehr vertraut. Nun schenkte mir ein lieber Mensch die LP „Trouble Will Find Me“. Nun habe ich mir das Album in aller Ruhe, und die benötigt man auch wohl bei der Musik dieser Band, angehört und genossen. Diese etwas schwermütig und melancholisch klingende Musik strömt aber eine sehr beruhigende Stimmung aus. Der Sänger, Matt Berninger, besitzt schon eine sehr markante Stimme.
Einzelne Songs aus dem Album hervorzuheben erscheint mir schwierig, denn das Werk entfaltet seine intensive Wirkung eigentlich durch seine Gesamtheit. Hervorheben möchte ich jedoch die Songs „Heavenfaced“, „Pink Rabbits“ und „Slipped“. Diese sind bei mir sofort bei dem ersten Durchlauf des Albums sehr angenehm haften geblieben. Dennoch glaube ich, dass „Trouble Will Find Me“ häufiger gehört werden will und muss. Es ist keine Musik, die man mal so eben nebenbei und im Hintergrund laufen lassen sollte. Das Album benötigt meinem Erachten nach konzentrierte Aufmerksamkeit.
„Trouble Will Find Me“ ist ein tolles Album, welches einen sehr einzigartigen Charme besitzt. Geballte Ruhe, um die Seele baumeln zu lassen!
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am 17. Juni 2013
Ein guter Freund schenkte mir "Boxer" zum Geburtstag und ich war sehr schnell angetan. Nach einem Konzertbesuch und dem ersten Hören von "Mr. November" auf dem Konzert war ich begeistert und bin es bis heute. Der Nachfolger "High Violet" konnte 1a daran anschließen.
Von "Trouble Will Find Me" kann ich dies aber nicht behaupten. Wäre es ein Album von einer anderen Band, würde ich vielleicht auch fünf Sterne geben, aber hier hätte ich jetzt mehr erwartet. Es sind weiterhin die tiefgehenden bekannten Songs enthalten die von einem breiten Soundteppich getragen werden. Im Vergleich zu den Vorgängeralben erscheinen mir die Songs in Summe etwas luftiger, aber nur einen Hauch. Was aber fehlt ist eine Single, ein Kracher, ein Eröffnungssong für die nächste Tournee, den Song für den man ein Album auch nach Jahren noch aus dem Schrank nimmt. Hier findet sich einfach kein "Fake Empire", "Anyones Ghost" oder "Mistaken For Strangers". Dafür gibt es ein gutes, sehr dichtes Album.
Wer die Chance hat die Jungs live zu sehen sollte unbedingt hingehen, es wird ein Happening!
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am 7. Januar 2014
Meistens können mich ja die von Indie-Hörern und Musikkritikern hochgelobten Alben nicht begeistern - mein Geschmack ist etwas einfacher gestrickt (New Wave, Synthie-Pop, Elektro-Pop, Pop-Rock). Aber da ich als Kind der 80er die Post-Punk-Revivals mag und schon so manche neuere Band für mich entdeckt habe, habe ich auf Grund von Musikrezensionen hier mal reingehört, und siehe da, zu meiner eigenen Überraschung läuft die Scheibe seit Wochen täglich, endlich wieder ein dauerrotationsfähiges Album. Hiermit bestätige ich den Suchtfaktor. Ergreifende Sounds und Stimme, Gänsehaut bei jedem Song, andächtiges Lauschen auf die Details der Arrangements. Selten berührt mich Musik so sehr, selten höre ich Musik mit Kopfhörern nur um des Musikhörens willen, weil mich die Songs verfolgen und Entzugserscheinungen auftreten. Wow! Für mich meine persönliche Entdeckung des Jahres 2013. Ich sichte gerade den Backkatalog, aber dieses Album ist bisher nach wie vor mein Favorit. Ich kann nur jedem empfehlen, der emotionalen Gesang und vielschichtige Instrumentierung liebt, der Platte eine Chance zu geben. Mich hat diese Band gepackt...
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