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am 15. Mai 2014
Wiggins beschreibt ebenso ausführlich wie eindrucksvoll seinen Weg zum TdF-Sieg 2012. Für Radfahrer interessant ist die Darstellung des Trainings in der Vorbereitung. Angesichts der Härte dieses Trainings kann man sich (besser gesagt: ich mir) vorstellen, dass heute auch ungedopte Fahrer diese unfassbaren Leistungen bringen. Das Buch ist gut lesbar geschrieben und für Anhänger des Profi-Radsports eine klare Empfehlung.
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am 22. Juli 2013
Als erster Brite gewann Bradley Wiggins am 22. Juli 2012 die Tour de France und schrieb damit Radsportgeschichte. Zehn Tage später setzte er noch eins drauf und gewann bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille im Zeitfahren. Großbritannien hatte seinen neuen Helden. Seinen Weg dahin beschreibt Wiggins in seiner Autobiographie »MEINE ZEIT«. Die deutsche Ausgabe erschien im Frühjahr bei Covadonga. Bradley Wiggins konzentriert sich in dieser, seiner zweiten, Autobiographie auf seine Entwicklung auf der Strasse bis zu seinem Sieg bei der Tour 2012. Seine Zeit als Bahnfahrer fliesst nur gelegentlich mit ein und auch seiner Jugend und der schwierigen Beziehung zu seinem Vater wird wenig Raum gegeben.

Im Vorwort schreibt Robert Millar über die Tour de France:
Allein, um Teil dieser Show zu sein, muss man bereits gut sein – sehr gut sogar. Und um eine der Hauptrollen zu spielen, muss man jedes Quäntchen seiner Talents investieren. Man muss auch den letzten Tropfen Leidenschaft einsetzen, jeden Aspekt der persönlichen Geschichte zum eigenen Vorteil nutzen und den eigenen Einsatz und das eigene Engagement jeden Tag aufs Neue beweisen,
Diese Hingabe an das grosse Ziel ist der Kern des Buches. Mit Hilfe des Co-Autors William Fotheringham, der zu den angesehensten britischen Sportjournalisten gehört, erzählt Wiggins den langen und schwierigen Weg, bis eben »SEINE ZEIT« gekommen ist. Er fuhr zwar schon seit 2002 für verschiedene Pro-Tour-Teams, konzentrierte sich aber immer noch stark auf dem Bahnsport. 2008 unterschrieb er dann beim amerikanischen Team Garmin. Sein Ziel war einen Platz in der Tour Mannschaft zu bekommen und für den damaligen Teamkapitän Christian Vande Velde zu arbeiten. Bei Garmin wurde fand er die Förderung um sein Potential voll auszuschöpfen zu können. 2009 hatte er einige Kilo abgespeckt und konnte beim Giro d’ Italia an einigen Anstiegen Lance Armstrong hinter sich lassen. Nach einer sehr guten Vorbereitung war seine Zielsetzung für die Tour de France unter die ersten Zwanzig zu fahren. Wiggo übertraf sich selbst und fuhr knapp am Podium vorbei. Lange war er auf dem dritten Platz gelegen, doch selbst der vierte Platz war ein Riesenerfolg. »Wiggo« schwebte auf Wolke sieben.

2010 wechselt er nach grossem Hickhack schließlich zum neu gegründeten britischen Rennstall Sky ProCycling. Dort trifft er auf alte Freunde und Bekannte aus dem britischen Radsport. Diese Tatsache und das formulierte Ziel britischer Toursieg veranlassen ihn überhaupt zum Wechsel. Doch alle hohen Ziele und Ansprüche müssen in diesem Jahr 2010 erst einmal begraben werden.
Der Zeit danach bis zum Tour Sieg 2012 wird detalliert beschrieben und manchen den Grossteil des Buches aus. Wiggo plaudert aus dem Nähkästchen und wir lesen Neues über veränderte Trainingsmethoden, mönchisches Leben und die Beziehung zu Mannschaftskollegen wie Mark Cavendish und Chris Froome und den Trainern. Er zitiert aus den Rennen und nimmt einen mit ins Peloton. Auch wenn nicht alle Schleier gelüftet werden – in alldem zeigt sich der Mensch Bradley Wiggins, einer mit Ecken und Kanten, ein echter Typ! Das zeigt sich derzeit deutlich – dieses Jahr ist nicht »SEINE ZEIT«. Ups und downs. Weit weg von der glatten Perfektion eines Lance Armstrong geniesst er meine Symphathie.
Ein empfehlenswertes Buch für alle am Radsport Interessierten.
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am 3. Februar 2015
2 Sterne. Weil Brad sicher eine Guter ist. Schreiben kann er nicht. Muss er auch nicht. Der Mann soll Rad fahren. Das kann er. Dieses Buch sagt nichts, aber auch garnichts über das Radfahren aus. Wer sich erhofft, dass dieses Buch einen erfahren lässt, was es bedeutet, dass größte Radrennen der Welt zu gewinnen, der wird bitterlich enttäuscht. Diese Buch ist floskelhaht, höchst redundant, plätschernd, unstrukturiert, uninspiriert, anbiedernd, mutlos und vollkommen unpersönlich. Es ist auch okay, dass er sich nicht in die Karten blicken lässt. Aber dies nichtssagend in Buchform zu pressen und es vor allem elendig zu strecken. Das ist uncool. (Wobei Bradley Wiggins eigentlich "Cool Britannia" im besten Sinne ist).
Merke: Keine Biographie, bevor alles vorbei ist.
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am 16. Oktober 2013
Der Toursieger konnte die Spannung einer Tour de France nicht widergeben. Vielleicht zu britisch-kühl und zu sachlich. Wiggins gab viel von seinem Innenleben preis, fesselnd war's trotzdem nicht.
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am 10. Januar 2014
Ein typisches Radsportbuch. Interessant in die Vorbereitung auf die Tour 2012 zu schauen. Auch die Rückblicke auf sein bisheriges Leben.
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