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am 1. Mai 2016
Delta Machine knüpft qualitativ an alte Zeiten an - und ist doch wieder eigenständig. Nach Ultra (was ich auch schon nicht so toll fand) wurden DM für mich immer belangloser. Delta Machine habe ich mir also auch erst jetzt, über zwei Jahre nach Erscheinen richtig angehört und ohneirgend eine Erwartungshaltung ist es endlich wieder da: das Depeche Mode Gefühl. Musikalisch hört man viele Ähnlichkeiten zu SOAD (Gesang und rockiger Anklang bei einigen Songs) und Violator (Elektronische Finessen), man höre Angel oder Welcome to my World oder Secret to the End z.B. Kein Wunder dass die neuen Songs z.B. bei der Live in Berlin CD so harmonisch zu den Songs dieser Ära zusammenpassen.

Nicht die Überhits wie früher, keine Dark Synth Pop Stadio-Hymnen mehr, auch ein zwei Füller, aber richtig gute erwachsene Songs im DM-Gewand, mit guten Texten und einem Dave Gahan in stimmlicher Hochform (vielseitiger, emotionaler und mitreißender denn je!). Macht richtig Laune das Album, so wie früher. Wer hätte das gedacht?
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am 24. März 2013
Finger weg von smart-Phone,Laptops und Mini PC-Lautsprechern-da klingt der Sound wirklich belanglos!Ordentliche Anlage,Kopf in den Lautsprecher und Ihr werdet schreien:MEEEEHR DAVON!
Mir gefallen gerade mal 2 min. von der Scheibe nicht-der Anfang von "my little universe".Der Rest bekommt von mir Note 1+ bis 2- .
Depeche Mode haben mit jedem Album ihren Sound verändert-gerade das macht für mich den Reiz aus.
Die neue Platte ist wie eine Zeitreise durch die Musikgeschichte der Band.Das reicht vom simplen Elektropop über Blues-Einflüsse und Up-Tempo-Nummern bis zu rockigen Klängen und natürlich leisen Balladen.Wem da gar nichts gefällt,dem ist nicht mehr zu helfen...Manche behaupten die Songs wären langweilig,oder hätten keine Melodien-denen sei dringend ein Arztbesuch-Fachrichtung HNO empfohlen ;-)))
PS:Ich habe die CD nun seit ca. 4 Monaten-sie läuft heute noch mind. einmal täglich-zumindest in Teilen-z.B.im Auto.Es gefällt mir besser und besser,manche Songs sind geradezu genial und gehören zu den Besten der Band.Und obwohl sie musikalisch wieder eine etwas andere Richtung eingeschlagen haben-es ist immernoch 100% Depeche Mode!"Angel" ist z.B.ein richtiges Brett:experimentierfreudig,Hammersound...,"Broken" hätte auch auf die "Violator" hervorrageng gepaßt;"Soft touch...",Should be higher" und "Soothe my soul"sind die Stücke,die eigentlich keinem wehtun sollten-kann man problemlos im Radio runternudeln-erinnern zum Teil etwas an Klassiker wie "Question of time" oder "Personal Jesus".Bei "my video" kann man einige Stücke in voller Länge genießen und sich selbst ein Bild machen.
In diesem Sinne : see you next time !
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am 25. März 2013
Delta Machine gefällt mir sehr gut. Kann die zum Teil schlechte Kritik gar nicht nachvollziehen. Die Scheibe ist einfach megageil.
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am 8. April 2013
Seien wir mal ehrlich, was erwartet man von einer Band, die seit dreißig Jahren so ziemlich jeden Klang erfunden hat, den ein Gegenstand oder ein elektronisches Instrument überhaupt erzeugen kann. Eigentlich nicht mehr viel. Die künstlerische Geschichte von Depeche Mode scheint vor einigen Jahren bereits fertig geschrieben zu sein. Noch ein paar Preise fürs Lebenswerk und ab dafür. Danke war nett. So hatte ich mich auch schon mit dem Gedanken angefreundet, dass DM nach dem mehr als mittelmäßigen letzten Album „Sounds of the Universe“ und den ganzen Begleiterscheinungen einfach so die Segel streichen.

Aber welch Überraschung, sie wollen es noch mal wissen und Martin Gore hockt sich hin, gibt sich zu Hause den Blues und machte mit Vince Clarke nebenbei ein abgespacestes Technoalbum und Dave Gahan begibt sich auf eine kreative Reise mit den Soulsavers. Wie sollen diese Charaktere noch mal ein schlüssiges Werk erarbeiten und in welche Richtung soll es gehen.

Der erste Vorbote „Angel“ der bereits auf der Pressekonferenz in Paris im Oktober 2012 der Presse und einem ausgesuchten Millionenpublikum via Internet präsentiert werden sollte, lies erahnen, dass Depeche Mode auf etwas neues, großes zu steuern.

Jetzt dreht sich bei mir „Delta Machine“ das 13 Album von Depeche Mode auf dem Plattenteller und ich wippe vor entzücken nicht nur mit dem Fuß. Martin Gore hat sich beim Komponieren noch weiter von der Poplandschaft entfernt, als er sowieso immer schon war und Dave Gahan leidet noch mehr als auf den letzten drei Alben zusammen. So viel Experimentierfreudigkeit habe ich Depeche Mode nicht mehr zugetraut. Es piept, knarzt und rauscht an allen Ecken und Kanten und Depeche Mode halten das Versprechen ein, dass das Album sehr viel auf Blues und Soul basiert, ohne altbacken zu klingen. Und sie überraschen durch eigenwillige Kompositionen, die auch in ihrer eigenen Geschichte vergeblich nach Vergleichen suchen lässt. Die Zeiten simpler Popmelodien sind jetzt definitiv vorbei, oder? Nicht ganz, aber sie sind weit nach hinten gerückt. Dafür werden sie lieber wieder dreckig, was ihnen in den letzten Tagen abhanden gekommen war. Nicht nur „Angel“ ist ein guter Beweis dafür. „Slow“ oder auch „Goodbye“ zeigen ganz neue Seiten an Depeche Mode. Gore schreibt Gahan wieder Songs auf den Leib und der lebt sie aus. Den Schritt zurück nach vorne wagen sie dafür dann schon eher mit der Vorabsingle „Heaven“. Von der Stimmung her musste ich anfangs an „Condemnation“ denken und habe mich von der Single ebenso wie zig andere Fans aufs Glatteis führen lassen. „Heaven“ ist der Ausnahmetrack auf „Delta Machine“. Haben Depeche Mode immer schon Vorabsingles ausgesucht, die für ein neues Album stehen, haben sie es diesmal komplett umgedreht.

Aber können Depeche Mode denn auch noch den besonderen Kick bereiten? Können sie. Wer nur einmal in Stücke wie das wunderbare „Broken“ oder in „Alone“ rein hört, wird wissen, was ich meine. Und wer dann auch noch „Should be higher“ wird vor Freude durchs Zimmer hüpfen, wie Rumpelstilzchen ums Feuer. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Dave Gahan in den letzten Jahren viel gelernt hat, was das Schreiben von Songs angeht. Genau solche Stücke habe ich in den letzten Jahren vermisst. Hierbei lässt sich aber auch heraus hören, dass Dave Gahan zu einem gereiften Sänger geworden ist. Was bei seiner Arbeit mit den Soulsavers begann, hat er wunderbar weiter geführt. Die kaputte eintönige Stimme, die wir noch auf „Exciter“ (2001) oder „Playing the angel“ (2005) ertragen mussten, ist definitiv einer Stimme eines gereiften Mannes gewichen, der weiß, dass seine Stimme ein weiteres Instrument im Gesamtkunstwerk ist.

Aber gibt es keine Hitsingles mehr? Schließlich haben Depeche Mode es schon beim letzten Album gekonnt vermieden, potenzielle Singles nicht zu veröffentlichen. Doch! Mit „Soothe my soul“ haben sie einen Klassiker geschaffen. Treibende Beats und Bassline und dazu ein Gahan, der Gore’s Text auslebt und einmal mehr zum Sexgott der weiblichen Fans wird. Droht er doch damit, dass er vor Geilheit strotzend die Angebetete besuchen wird und sich erst dann wieder verzieht, wenn er seine Gier gestillt hat. Welche Frau im DM-Fankreis träumt nicht heimlich davon? Und wenn Dave Gahan dann auch noch lecker aussieht, wie mindestens seit zwanzig Jahren nicht mehr.

„Delta Machine“ entschuldigt für alles, was Depeche Mode ihren Fans in den letzten Jahren an Mittelmäßigkeit angetan haben. Das Warten hat sich gelohnt. Sie erfinden weder sich noch das Rad neu, ziehen dem Rad zumindest endlich eine neue Decke mit greifendem Profil auf. Sex, Gier und Weltschmerz werden mit Sicherheit immer bei Depeche Mode im Vordergrund stehen, aber wir wachsen mit ihnen und werden ihnen weiter folgen (müssen).
1616 Kommentare| 68 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 22. März 2013
Die Spannung war groß und wurde gezielt angeheizt. Was ist nicht alles vorab wieder geschrieben worden, ‘Delta Machine‘ sei sehr bluesig, ‚Delta Machine‘ sei eine Mischung aus ‚Violator‘ und ‚Songs of Faith and Devotion‘. Die beiden schon bekannten Songs (ANGEL, HEAVEN) trugen dann auch nicht gerade dazu bei, genau auszumachen, wie das neue Album werden wird. Verstehen werde ich das nie, was da an PR vorab gemacht wird, gerade nicht bei solchen Bands wie DM, die eine der treuesten Fanscharen der Welt hat. Letztendlich stimmt nichts von allen Vorankündigungen und dann doch gleichzeitig wieder alles. ‚Delta Machine‘ greift auf alle Phasen des Schaffens von DM gekonnt zurück, auch auf die 00er Alben, die ja zum Teil sehr geteilte Meinungen hinterlassen haben. Was bei dabei vor allen auffällt ist das starke, sehr melodische Songmaterial. Legten die letzten Alben vielleicht zu stark den Schwerpunkt auf Sounds und Klang, stehen auf ‚Delta Machine‘ Melodien und Refrains klar im Vordergrund, ohne aber natürlich auf auch diesmal wieder spannende Klangexperimente zu verzichten.

Insgesamt ein gelungenes Album, mit einigen Durchhängern vor allen aber auch vielen Highlights (WELCOME TO THE WORLD, SECRET TO THE END, THE CHILD INSIDE, SHOULD BE HIGHER, ALONE, SOOTHE MY SOUL) die sowohl auf dem Kopfhörer als auch hoffentlich im Stadion funktionieren werden. Wer noch ein wenig mehr Argumente benötigt, sollte bitte Probehören oder weiterlesen … sorry, ich kann mich manchmal einfach wirklich nicht kurzfassen ;-)

WELCOME TO THE WORLD … die ersten Takte des Album kommen kühl und technoid daher, nichts am Sound erinnert an DM. Aber dann setzt Gahan’s Gesang ein und man weiß sofort wo man sich befindet, der erste Chorus wirkt wie eine Erlösung und ist himmlisch. Ein sehr sehr gelungener Einstieg ins Album.

ANGEL gab es ja bereits vorab zu hören. Er ist härter als der erste Song, Gitarren gibt nur verzerrte. Irgendwie klingt der Sound vertraut, dann aber auch wieder nicht. Dieser Drahtseilakt hat etwas faszinierendes der die Spannung auch bei mehrmaligen Hören aufrecht erhält.

HEAVEN ist natürlich auch schon bekannt, als erste Single wurde der Song ja sehr gemischt aufgenommen. Für mich ist er sehr gelungen, erinnert an alte Lennon Songs, aber natürlich auch an Gahan’s Ausflug mit den Soulsavers. Wer den Song bis jetzt nicht mochte, sollte ihm nochmal eine Chance geben in der Sequenz der Anfangssong von „Delta Machine“. HEAVEN kommt nach den beiden ersten Songs als willkommene Verschnaufpause.

SECRET TO THE END ist ein klassischer DM Song, ein treibender Bass, ein simpler, häufig wiederholter Chorus, Gore singt als Co-Lead. Es kann so simple sein, einfach schön.

MY LITTLE UNIVERSE ist etwas hektisch und verwirrend. Ein besonderer Song, der mir allerdings noch nicht zugänglich ist. Klingt ein wenig wie vom ersten Soloalbum von Thom Yorke.

SLOW lässt dann den ankündigten Blues zum ersten Mal anklingen, mit Gore an der Gitarre, mischt diesen organischen Sound aber mit elektronischen Elementen und einem fast schon lasziven Beat. Was den Song dann doch wieder interessant macht.

BROKEN erschliesst sich mir noch nicht so ganz, vielleicht braucht dieser Song einfach länger. Erinnert ein wenig an ‚Behind the wheel‘

THE CHILD INSIDE ist der Gore Song dieses Albums. Wie fast immer wenn Gore die Lead Vocals übernimmt ist es eine Ballade. Und wie auch fast immer ist es sehr gelungen.

SOFT TOUCH / RAW NERVE packt die Gitarren aus und hat dezente Rockabillity Anleihen, nicht so unbedingt mein Fall, aber natürlich auch inzwischen Bestandteil des DM Sounduniversums. Erinnert ein wenig on ‚John the Revelator‘.

SHOULD BE HIGHER ist ein weiterer starker Song, Gahan mit ungewohnt hohen Gesang, Sounds wie auf ‚Ultra‘ und ein genialer Refrain. Das ist etwas, was mir überhaupt auffällt, bei aller Soundvielfalt sind es vor allen die Refrains und Melodien, die immer wieder das Ruder herumreissen. Eine Eigenschafz von DM, die vielleicht in den letzten Alben etwas zu kurz kam.

ALONE ist eine sehr minimale synthesizer-lastige Ballade, die ins Mark geht. Die textlichen Themen von Gahan sind lange bekannt, trotzdem wirken sie nie abgedroschen. Ein weiterer Höhepunkt des Albums.

SOOTHE MY SOUL steigert das Tempo dann wieder erheblich und ist eine wunderbare Technopop Nummer geworden. Der Song brodelt förmlich, Gahan singt bedrohlich, aber der tolle Chorus fängt dann alles wieder ein.

GOODBYE ist dann Geschmackssache, ein bluesiger Cowboy Song, der ein wenig wirkt als ob er zu schlecht für das Soulsaver Album gewesen ist (sorry für die Spitze, ich mag das Album einfach zu sehr). Ich selber wäre nicht böse gewesen, wenn das Album mit einem anderen Song beendet worden wäre.
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am 27. Februar 2015
Mit einem gewissen Abstand und unzähligen Durchläufen des Albums schreibe ich erst jetzt eine Rezension, da ich heute zur Beurteilung von Shine von Camouflage erstmals von diesem 'Medium' Gebrauch gemacht habe. Ich bin eingefleischter Fan der ersten Stunde, habe glaube ich alle Songs und war auf 7 Konzerten. Habe alle
Alben bewertet (meine Top-Alben sind Violator, Some Great Reward, Ultra und Black Celebration) und Delta Machine landet dabei nur auf Platz 9 der 13 Studioalben. Neben dem Kracher Alone (eines meiner Lieblingslieder; mir unerklärlich, wieso dieses nicht als Single veröffentlich wurde), Broken und Should be higher und mit Abstrichen Soothe my Soul und All that's mine finde ich zum Rest keinen Zugang. Heaven finde ich die schlechteste aller Single-Auskopplungen (der Kernfusion-Remix zeigt aber, was man aus dem Song hätte machen können). Nicht falsch verstehen, ich freue mich auf jede neue Platte und hoffe, dass die Jungs noch viele Alben machen werden. Aber ein komplett gutes Album hat es seit Ultra m.E. nicht mehr gegeben. Beim Vorgänger Sotu waren die mit Abstand besten Songs Ghost und Light (hiermit zeigten die Jungs, dass sie immer noch super Songs machen können) total unverständlich nur auf der Bonus-CD. Es wäre ein (leider unerfüllter) Traum, diese bei der nächsten Tour mal live zu hören. Ich hoffe auf ein gutes neues Album in 2018.
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am 22. März 2013
Nach den zwar gelungenen aber nicht überragenden Alben "Playing the Angel" (2005) und "Sounds of the Universe" (2009) haben Depeche Mode schon viele im gemütlichen Rolling Stones-Modus gesehen. Hört man das neue Album, muss man das klar verneinen. "Delta Machine" ist sperrig, wuchtig, bluesig und sehr elektronisch. Es klingt wie kein anderes Album vorher und wirkt dennoch sehr vertraut. Definitiv muss man das Album laut, mit Muße und vor allem öfter hören. Erst dann entfaltet sich seine ganze Größe.

Welcome to my world 9/10
Seltsam anmutender Anfang, der aber neugierig macht und sofort Atmosphäre erzeugt. Das Versprechen wird dann mit einem großartigen Chorus eingelöst, der an vergangene Hymnen-Zeiten erinnert, ohne diese einfallslos zu kopieren. Starker Opener, der in dieser Hinsicht m.E. nur noch von BC und WIME auf Violator getoppt wird.

Angel 7/10
Von der PK bereits bekannt. Interessante Songstruktur mit einem Break-Refrain, der aber Tempo und Stimmung etwas zu sehr ausbremst, vor allem bei der Wiederholung.

Heaven 8/10
Funktioniert auf dem Album super, ist aber als erste Single zu verhalten. Baut auch keine Spannung auf, da er aus zwei praktisch identischen Teilen besteht.

Secret to the end 9,5/10
Klingt in den Strophen von der Instrumentierung her nach den frühen DM (1983). Gahan singt mit seinem unverkennbaren Bariton und macht den Song zum einzigen "Zeitreise-Song" der Platte. Harmoniewechsel beim zweiten Chorus. Von Gahan geschrieben und trotzdem der DM-typischte Song seit langem. Tolles "Outro". Ganz stark.

My little Universe 6/10
Erster kleiner Hänger. Sehr experimenteller Song, bei dem man das Gefühl hat hier wollten DM möglichst weit weg vom Mainstream. Sparsame Instrumentierung, die auch an die Construction Time-Phase erinnert.

Slow 7/10
Das Tempo wird nun noch etwas langsamer. Erinnert an die OWILM-EP und hätte auch auf ULTRA gepasst. Der Blues ist deutlich zu hören. Könnte sich bei wiederholtem Hören entwickeln.

Broken 8/10
Es wird deutlich flotter. Der zweite Gahan-Track und wieder trifft er den typischen DM-Ton überraschend treffsicher. Dichte und gleichzeitig entspannte Atmosphäre mit einem etwas simplen Chorus.

The Child inside 5/10
Schlechtester Song. Martin verzettelt sich bei den von ihm selbst gesungene Liedern inzwischen seit geraumer Zeit (seit Exciter 2001) in belanglosem Lounge-Sound. Im wahrsten Wortsinn dahinplätschernd.

Soft touch 8/10
Fast schon fröhlicher Pop-Rock-Song, der sofort zum Mitwippen animiert. Simpel, aber effektiv. Dringend nötiger Weckruf nach dem einschläfernden "The child inside".

Should be higher 9,5/10
Gahan die dritte und wieder ein Volltreffer. Könnte am ehesten die dritte Single werden. Melodisch und musikalisch toll aufgebauter Song, der - untypisch für DM und vor allem dieses Album - sofort ins Ohr geht, ohne dabei zu poppig zu klingen. Der Chorus überrascht mit einer Falsetto-Einlage von "Bariton-Dave", hätte man auch Martin singen lassen können. Der Halleffekt - früher ja ein sehr beliebtes Stilmittel der Band - beim Letterman-Auftritt hat imo den Song noch besser gemacht.

Alone 9/10
Superb instrumenter Song der klanglich gleich an mehrere Schaffensperioden von DM erinnert - ja, auch die ganz frühen. Immer wieder werden andere Synth-Passagen eingestreut, was den Song bis zum Ende spannend und abwechslungsreich hält. Die Tempoveränderung im Chorus ist hier erheblich besser umgesetzt als bei "Angel".

Soothe my Soul 8/10
Stampfender Beat und eine PJ-ähnlcihe Stimmung machen den Song zum Singletauglichsten des Albums. Wäre imo als 1. Single und Album-Teaser besser geeignet gewesen als "Heaven". Der Chorus ist mit zunehmender Dauer ob seiner Simplizität etwas ermüdend, dafür ist die Bridge klassischer DM-Sound par excellence. Auch für die Tanzfläche bestens geeignet.

Goodbye 9/10
Starker und überaus runder Abschluss des Albums. Ähnlich dem Opener fängt alles sehr verhalten und unaufgeregt an, bis dann ein hymnenartiger Chorus regelrecht hereinkracht. Klingt zu Beginn wir Johnny Cashs PJ-Variante, ob das Zufall ist? Dann wird es schnell elektronisch, bis dann mit einem an die Beatles-erinnernden Chorus nochmal ein völlig anderes Element kommt. Alle drei Parts harmonieren perfekt und machen den Abschluss zu einem der interessantesten Beiträge auf DM.

Fazit:
Für mich bereits nach einmaligem Hören das beste Album seit "Ultra". Es wird einem schmerzlich bewusst wie - im direkten Vergleich!- unausgegoren und tw belanglos SOTU eigentlich war, das ich keineswegs für schlecht halte.
Die angekündigte Kombination aus Soul, Blues und Synth- bzw. Electro-Sound wurde stimmig umgesetzt. Das war schon bei "Songs of Faith and Devotion" (1993) der Fall, nur klingen Depeche Mode 2013 noch einen ordentlichen Tick bluesiger und kombinieren dies mit glasklaren Synth-Sounds die nicht wie auf den beiden Vorgängern eher bemüht bzw. uninspiriert draufgeklatscht wurden, sondern die Stimmung der jeweiligen Songs unterstreichen und interessanter machen. Das Album wirkt gleichzeitig retro und modern und klingt wie aus einem Guss.

Leider gibt es tatsächlich - wie schon einige bemängelt haben - auch imo eine kleinen Hänger im Mittelteil. My little universe, Slow und v.a. Martin Gores "The Child Inside" plätschern etwas zu entspannt dahin.
Ob es nun an Christopher Berg, Flood oder Ben Hilliers Reifeprozess liegt, klanglich ist "Delta Machine" wesentlich überzeugender als die beiden direkten Vorgänger. Das Album klingt voll, druckvoll und homogen, die vielen elektronischen Frickeleien fallen nicht negativ oder störend auf, sondern dienen den Songs. Man muss die Platte sicherlich öfter hören, das ist definitiv keine leichte Kost.
Wer sich aber darauf einlässt wird mit der Erkenntnis belohnt, dass die Band definitiv nicht zum alten Eisen zählt und (noch) nicht die Bon Jovi bzw. Rolling Stones der Synth-Musik sind. Die wenigen Schwachstellen finden sich in der Mitte und erwecken nicht den Eindruck von PTA und SOTU, dass den Herren nach der Hälfte ordentlich die Puste ausging.

8,5/10
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am 2. August 2013
wenn über 60 von etwas über 80 Rezensionen fünf Sterne verteilen, denkt man gleich man hat es hier mit einem Album in der Güte von etwa Violator zu tun.

Weit gefehlt. Offenbar ist dem typischen Hardcore Fan (zu denen ich mich auch zähle) jegliche Objektivität abhanden gekommen.

Bis und mit PTA war eigentlich alles ziemlich gut. SOTU war dann das erste mal etwas enttäuschend, aber Delta Machine, sorry die Wahrheit tut weh, ist wohl das bisher schwächste DM Album aller Zeiten.
Galaxien entfernt von den Genialitäten der 80er und 90er Alben, immer noch mindestens die Mond-Erde Distanz verglichen mit Exciter bis PTA.

Delta Machine ist in erster Linie einfach langweilig und ziemlich öde produziert. Entweder zum einschlafen oder dann gleich wieder so nervig aggressiv dass man am liebsten abschalten möchte.

Natürlich habe ich Delta Machine trotzdem eine Chance gegeben und bisher so an die 12 mal eingehend durchgehört.

Es hat einige wenige Highlights die man in eine etwaige Besten Liste aufnehmen könnte. Z.B. Soothe My Soul oder Should Be Higher.
Welcome To My Universe, Slow oder Broken zeigen deutlich, dass DM immer noch super komponieren und texten können. Aber eben, die gähnend langweilige Produktion macht aus diesen Songs leider nur Mittelmass.

Einer meiner Lieblings Songs dieses Album eigentlich gibt es nur 3 solche, ist Happens All The Time, dass aber "nur" auf der Deluxe Version zu finden ist.

Schade, man hofft sehr, dass DM nochmals ein richtig gutes Album rausbringen werden. Allerdings ist die Hoffnung nicht mehr sehr gross, trotzdem nimmt man dankbar an was es noch geben wird.

3 Sterne für die guten Kompositionen und Texte, 2 Sterne Abzug für die langweilig bis obernervige Produktion.
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am 22. März 2013
Beinahe vier Jahre ist es her, dass Depeche Mode letztmals mit ihrem 12. Studionalbum "Sounds of the Universe" in Erscheinung trat. Danach folgten eine Tournee durch Europa, Nord- und Lateinamerika, darüber hinaus interessante Projekte zweier Bandmitglieder - Martin Gores "Ssss" mit Vincent Clark und Dave Gahans "The Light the Dead See" mit den Soulsavers. Derweil genoss Andrew Fletcher seinen wohl verdienten Urlaub.

Erwartungsgemäß fanden sich die drei irgendwann mal wieder, heuerten Mark Ellis aka Flood (Toningineur bei "Shake the Disease", Mitproduzent und Toningineur bei "Violator" und "Songs of Faith and Devotion"), Ben Hillier (Produzent und Toningineur bei "Playing the Angel", Produzent bei "Sounds of the Universe") sowie den in New York lebenden Schweizer Kurt Uenala (Mitproduzent bei "Sounds of the Universe") an; die Arbeit am neuen Album begann. Auch der kongeniale Fotograf und Filmregisseur Anton Corbijn, der traditionsgemäß die Kreation der Bandfotos und des Covers übernahm, durfte dabei nicht fehlen. Und es kam, wie es kommen musste - die "Delta Machine" fing an, Gestalt anzunehmen.

12 Monate später die wiederholte Bestätigung: Diese Jungs waren, sind und werden Genies bleiben. Alles klingt vertraut. Die ungezwungene Ästhetik, die mühelose Dramaturgie. Alles klingt alt. Die zwielichtige Schwerfälligkeit, die imposante Klanglandschaft. Alles klingt neu. Die große Experimentierfreudigkeit, die sphärische Lebendigkeit. Dieser donnernde, fast angsteinflößende Bass begleitet von den effektvollen und verspielten Klängen der Maschinen. Die elektrisierenden Gitarrenakkorde. Und dann die Überbleibsel des "Ssss". Oh, my Gore! Sound & Zeit wurden fragmentiert, um unmittelbar danach wieder zusammengewürfelt zu werden. Das Ergebnis: Drei Dekaden einer der innovativsten und nachhaltigsten Bands der Welt komprimiert zu einem einzigartigen Werk. Zu einem Kunstwerk. Jedoch nicht ohne "Long Time Lie", "Happens All The Time", "Always" und "All That's Mine" als dessen feste Bestandteile. Ist es steigerungsfähig? Eher unwahrscheinlich.

Welcome to my world | Step right through the door | Leave your tranquilizers at home | You don't need them anymore

Besonders auffallend: In perfekter Symbiose mit den teilweise sehr süffisanten Arrangements stellt Gahans Stimme die gewollte und diesmal auch gekonnte Triebkraft dieser Musikproduktion dar, sie wird von Mal zu Mal besser, markanter. Die darin enthaltene Energie und Leidenschaft sind überwältigend. Das unverkennbare seidige Kolorit in Gores Stimme macht wie immer süchtig, als Backing Vocalist nicht mehr weg zu denken und glücklicherweise in allen auf "Delta Machine" befindlichen Songs vertreten, als Lead Vocalist ("The Child Inside", "Always"), aber vor allem als Komponist und Songwritter unübertroffen.

My little universe is expanding | Slowly | Those who know me say I’m growing every day | Beautiful emptiness surrounds me

Zugegeben: Ich bin begeistert. Schwer begeistert. Depeche Mode begleitet mich seit fast 30 Jahren kontinuierlich und ich kann mich genau daran erinnern, wie meine Mutter mich anfänglich immer wieder fragte, was für eine grausame Musik ich höre. Diese Nörgelei ist längst passé. Heute hört sie gerne die von ihr früher oft belächelte Musik und geht mittlerweile sogar auf Konzerte dieser ehemals für sie "nervigen" Band. Mein Sohn trägt ebenfalls das Depeche Mode-"Virus" in sich. Was ich damit zum Ausdruck bringen will - Depeche Mode ist hochgradig infektiös, Depeche Mode ist zeitlos, Depeche Mode überdauert Generationen.

You should be higher | I'll take you higher | Well don't be afraid | You'll just have to pray

Im Übrigen: "Delta Machine" eignet sich hervorragend dazu, sämtliche Audiokomponenten samt der eigenen akustischen Wahrnehmung in den Wahnsinn zu treiben. Wagen Sie den Versuch, Ihre Ohren werden Augen machen! Brillanter Klang, tadellose Abmischung, kein Loudness War. Bei der Deluxe Edition merkt man auch, dass dafür eine erhebliche Portion an Kreativität und Hingabe aufgewandt wurde - Anton Corbijn sei gedankt. Herrliche Schwarzweißfotografie mit starker Aussagekraft. Oder haben Sie schon mal Gores, Gahans und Fletchers Augen versteckt hinter Schweißerbrillen gesehen? Diese Deluxe Edition ist qualitativ über jeden Zweifel erhaben, "Deluxe" ist in diesem Fall keine bloße Marketingfloskel.

If you see me walking | To the golden gates | Then turn around stop talking | Stop and hesitate | I'll be waiting up there | With my fate in the air | For you | Good-goodbye

Eine Bitte an Depeche Mode und Sony Music: Veröffentlicht dieses Album als SACD und/oder DVD-Audio in 5.1 DTS.

Like stars we crush and burn | Only to return | Life goes by so fast

Epilog: Diese Rezension ist subjektiv. Subjektiver konnte ich sie nicht gestalten. Ich bin weder "Musikexperte" noch Promoter, sondern ein Mensch, der Musik und Kunst liebt. Ein ganz großes Lob an Amazon für die pünktliche Lieferung noch am Vortag des offiziellen Veröffentlichungstermins.
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am 9. Dezember 2013
Ich habe dieses Album jetzt seit Anfang dieses Jahres. Beim ersten Mal voller Erwartung gewesen, abgespielt und enttäuscht gewesen ( wie soooooooo
viele andere auch - siehe Kommentare mit 1 Stern ). Aber ich habe das Album nicht aufgegeben, da ich da und dort viel positives gehört habe.
Und jetzt, 7 Monate später hat es endlich klick gemacht und was soll ich sagen: Eines der besten Alben aller Zeiten. Nein, es gibt nicht sofort Ohrwürmer frei, die Melodien erschließen sich einem nicht sofort, man weiß zwar, dass es kein zweites Enjoy t.S. geben wird oder einen Nachfolger von B.C. doch hofft man etwas Vertrautes zu hören an dem sich anhalten kann und in Erinnerungen schwelgen kann. Doch dass passiert nicht. Erst wenn man das Album in Ruhe anhört, mehrmals von Anfang bis Ende, sich Zeit nimmt und zuhört, erst dann kommt die ganze Genialität hervor.
Also nichts für nebenbei, nichts für Musikschnelldurchlaufhörer, nichts für Hitsüchtig, nicht für Mainstream und schon gar nicht für die Masse. Dieses Album bleibt wahrscheinlich leider einer kleinen aber feinen Gruppe vorbehalten.
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