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am 18. August 2011
>>> ZUM FILM <<<
"Dieses Böse. Woher kommt es? Wie stiehlt es sich in die Welt? Aus welchem Samen, aus welcher Wurzel ist es erwachsen? Wer tut das? Wer tötet uns? Beraubt uns des Lebens und des Lichts, verhöhnt uns mit dem Anblick dessen, was wir hätten wissen können? Kommt unser Untergang der Erde zu Gute? Hilft er dem Gras beim Wachsen, der Sonne beim Scheinen? Ist diese Dunkelheit auch in Dir? Hast Du diese Nacht durchschritten?"

Die philosophischen und beinahe schon poetischen Worte sind ein Zitat aus "Der schmale Grat". Diese Gedanken eines Soldaten stehen exemplarisch für einen einzigartigen Antikriegsfilm, der als einer der wenigen des Genres den Präfix "Anti-" zu Recht trägt.
Dabei überrascht Terrence Malicks Geniestreich, der inmitten des grausamen Pazifikkriegs im Jahre 1942 auf der Insel Guadalcanal angesiedelt ist, den kriegsfilmerfahrenen Zuschauer nicht nur mit philosophischen Exkursen. Er präsentiert dem Zuschauer darüber hinaus wunderschöne Bilder der insulanen Fauna und Flora, so dass man nicht anders kann, als zu sagen: "DAS ist Leben und es ist wunderschön!". Man könnte sich geradewegs darin verlieren und zu träumen beginnen. Doch "Der schmale Grat" ist, wenn auch ein sehr ungewöhnlicher, so doch in erster Linie ein Antikriegsfilm. Es wird gekämpft, geschlachtet und gestorben.

Der Tod ist grausam! Daher habe ich persönlich mit Kriegsfilmen ein Problem, in denen das Heldentum zum Ideal erhoben wird. Inzwischen unerträglich erscheinen mir daher Szenen in Filmen, in denen ein Sterbender minutenlang darüber redet, wie glücklich er ist, für sein Vaterland sterben zu dürfen. Begleitet wird dies zumeist von getragenen Trompeten- oder Violinenklängen - und über allem schwebt, zumindest gedanklich, die Flagge der USA.
"Der schmale Grat" hat nichts davon. US-amerikanische Flaggen wehen hier höchstens am Heck von Kriegsschiffen. Und es gibt keine draufgängerischen Kämpfer, sondern nur junge Männer, die ums nackte Überleben kämpfen. Und da nicht alle überleben werden, kommt der Tod meist unvermittelt; in einem Fall sogar durch dummes, eigenes Verschulden. Der Tod kommt schnell oder langsam, manchmal leise, dann wieder von Explosionen begleitet. Sehr auffällig ist: In Malicks "The Thin Red Line", so der englische Originaltitel, gibt es keine Helden und schon gar keine Heldentode. Es wird nicht heroisch gestorben, sondern oftmals einfach nur grausam krepiert.
Durch den ungewöhnlichen Ansatz, das Grauen des Krieges mit philosophischen Off-Kommentaren zu unterfüttern und beinahe gleichzeitig in poetischen Bildern zu schwelgen, entsteht eine erschreckend intensive Stimmung.

Überraschend für eine US-amerikanische Produktion: Der Zuschauer erhält auch einen Einblick in die Gedanken gegnerischer Soldaten. Trickreich gelöst wurde dies durch die eingangs erwähnten, regelmäßigen Off-Kommentare. Auch für die Gedanken eines japanischen Soldaten ist dabei Platz. Und vielleicht stellt mancher Zuschauer dabei überrascht fest: Wir alle stellen uns dieselben, grundsätzlichen Fragen.

Hans Zimmers gelungener Soundtrack ergänzt Terrence Malicks eindrucksvolle Bilder hervorragend. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle das epische Stück "Journey To The Line", welches im Film während des amerikanischen Überfalls auf ein japanisches Militärlager zu hören ist. Die außergewöhnlich gute Bild- und Soundtrack-Komposition machen diese Kampfszenen zu den eindringlichsten ihrer Art... "magic moments" der etwas anderen Art. Ganz nebenbei erwähnt: Wer die gelungenen Spiegel TV-Dokumentationen über das Dritte Reich und / oder den 2. Weltkrieg kennt, dem dürften "Journey To The Line" und andere Stücke sehr bekannt vorkommen...

Nun habe ich so sehr geschwärmt. Wo ist der Haken an dem Film? Wieso ging "Der schmale Grat" im Vergleich zum nahezu zeitgleich erschienenen "Der Soldat James Ryan" beinahe vollkommen unter?
Nun, die Erzählweise von "Der schmale Grat" ist eher unkonventionell. Einen klassischen Spannungsbogen gibt es nur bedingt. Vielmehr werden mehrere kleine und große Ereignisse aneinandergereiht erzählt. Die Einleitung fällt kurz aus, ebenso erfolgt das Ende beinahe abrupt und die Kamera dokumentiert oftmals die Szenen, statt sie klar umrissen zu erzählen. Insgesamt ist dies wahrlich kein spektakulärer Film. So mancher mag zudem mit der eher philosophischen Sichtweise ein Problem haben.
Ja, dieser Films ist anders. Man spürt diese Andersartigkeit in beinahe jeder Szene. Der Film ist so anders, dass er beinahe surreal wirkt. Freunde pausenloser Kriegsaction oder Spielberg'scher Erzählweise sollten einen großen Bogen um "Der schmale Grat" machen.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Bild und Ton (gesehen auf 50 Zoll-Display / gehört mit 7.1-Set) befinden sich für einen Film aus dem Jahre 1998 absolut auf der Höhe der Zeit. Die Blu-Ray gibt die wunderschönen Bilder endlich so wieder, wie ich es mir schon zu DVD-Zeiten erhofft hatte: Sauber, knackscharf und satt in den Farben. Der Sound steht dem hervorragenden Bild in nichts nach: "Der schmale Grat" hat viele ruhige und vereinzelt actionhaltige Szenen zu bieten. In den ruhigen Momenten werden selbst leiseste Umgebungsgeräusche sehr schön herausgearbeitet. In den actionhaltigen Passagen kommt dem Film seine sehr gute Dynamik und die imposant-druckvolle Surroundkulisse zu Gute.

Im Vergleich zur eher spartanisch ausgestatteten DVD haben die Extras auf der Blu-Ray deutlich an Umfang zugelegt. Zwar trägt der schon immer sehr zurückhaltende Regisseur auch bei "Der schmale Grat" nichts zu deren Inhalt bei; der interessante Audiokommentar, sowie zahlreiche Informationen zum geschichtlichen Hintergrund und zu den Dreharbeiten selbst, entschädigen jedoch zumindest ansatzweise für das Fehlen von Terrence Malick.

>>> FAZIT <<<
Ich schließe mich dem Urteil in der hervorragenden Rezension von Exciter30 an und sage: "Der schmale Grat" ist ein Meisterwerk! Und mögen Vergleiche immer sehr subjektiv und gefährlich sein, so möchte ich doch sagen: Auch für mich schneidet "Der schmale Grat" im Vergleich zu "Der Soldat James Ryan" besser ab (sogar deutlich). Denn Terrence Malick hat den Mut gehabt, seine ungewöhnliche Erzählweise von Anfang bis Ende durchzuziehen und belohnt den Zuschauer mit einem außergewöhnlich ungewöhnlichen Film. Steven Spielbergs "Private Ryan" beginnt hingegen phänomenal, nur um mit zunehmender Spieldauer in typische Klischees zu verfallen. Spielberg sorgt für einen spunghaften Adrenalinanstieg beim Zuschauer. Malick hingegen fordert dessen Hirn und - bei einem Film dieses Kalibers beinahe unglaublich - beliefert dessen Herz. Ich würde die Malick'sche Methode jederzeit wieder bevorzugen.
Nicht zu vergessen: Wer den Film bereits auf DVD besitzt und mit einem Umstieg auf Blu-Ray liebäugelt, dem kann der Umstieg bedenkenlos empfohlen werden.
66 Kommentare| 46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Januar 2002
Dummerweise kam "Saving Private Ryan" vor "Thin Red Line" im Kino.
Spielbergs Film ist sicherlich das beste Mittel jemandem die Grauen des Krieges bildhaft vor Augen zu führen und klar zu machen, was Soldaten nicht nur damals, sondern sicher auch noch heute mitansehen müssen.
Wo aber Spielberg sich nach 20 legendären Minuten Kinogeschichte in typischer Hollywood- Pseudodramatik verliert, kann Mallicks Film auftrumpfen.
"Thin Red Line" hat die bessere Musik, hat den höheren Anspruch und meiner Meinung nach die bessere Wirkung.
Hier gibt es keine Schlacht wie in "Saving Private Ryan", dafür aber wird hier ein Gefühl überaus gut zum Zuschauer transportiert: ANGST!
Nichts ist schrecklicher, als die Szene des Sturms auf das japanische Biwak; die Ausdrücke der Angst bei allen Beteiligten stechen hervor.
Dieser Film sticht wiegesagt in anderer Weise hervor:
durch Emotion, nicht durch den visuellen Kriegseindruck.
Geradezu fantastisch sind die Landschaftsbilder, welche sich nicht so recht in das Kriegsszenario einreihen möchten und die Eingeborenen welche, in einer eindrucksvollen Szene dargestellt, absolut keine Notiz vom Krieg der "Zivilisation" nehmen bilden ebenfalls ein weiteres Stück in der Wirkung des Films.
Hervorzuheben ist noch der Soundtrack von Hans Zimmer, welchen ich JEDEM nur wärmstens empfehlen kann, denn solche tollen Melodien habe ich bisher nur selten auf einer CD gehört.
Wie man allerdings einen solchen Film mit oberflächigen billigen Actionfilmen wie "Mut zur Wahrheit" vergleichen kann, ist mir noch immer ein Rätsel... ;-)
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am 16. August 2011
Nach seiner letzten Regiearbeit IN DER GLUT DES SÜDENS sollte es genau 20 Jahre dauern bis Regisseur Terrence Malick wieder aus der Versenkung auftauchte. Mit DER SCHMALE GRAT brachte er fast zeitgleich wie DER SOLDAT JAMES RYAN einen weiteren Kriegsfilm auf die große Leinwand. Auf der Rückseite dieser BLU RAY steht in diesem Zusammenhang: FÜR ALLE DIE WEITER DENKEN ALS DER SOLDAT JAMES RYAN.

Malicks Film schnitt zwar bei den Oscarverleihungen schlechter ab als Spielbergs Kriegepos, da er trotz mehrerer Nominierungen leer ausging. Trotzdem ist für mich Malicks Epos der bessere der beiden Filme, wobei es doch auch schwierig ist die beiden Filme miteinander zu vergleichen. Dazu kommt die Tatsache das die Oscar-Verleihungen in sehr vielen Fällen keine Bedeutung haben. Wenn ich bedenke das die Filme DIE VERURTEILTEN, ES WAR EINMAL IN AMERIKA, GANGS OF NEW YORK, SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD und viele andere leer ausgingen reicht dies wohl als Bestätigung.

Malick verfilmte James Jones Roman INSEL DER VERDAMMTEN in teils malerischen wie aber auch actiongeladenen Sequenzen. Der Film schildert den Kampf der US-Truppen im Jahre 1943 um die Insel Guadalcanal im Südpazifik. Kompanieführer Staros hat Befehl den Hügel 210 auf der Insel einzunehmen und zu verteidigen. Diese Mission erscheint Ihm aber genauso sinnlos wie riskant, doch sein Vorgesetzter Captain John Gaff sieht in der Eroberung des Hügels seine große Chance sich in diesem Kieg zu profilieren. Staros macht sich zusammen mit einer Hand voller Freiwilliger auf den Weg zu diesem Himmelfahrtskommando.

Regisseur Malick schafft es, mit eindrucksvollen Bildern, den unvereinbaren Gegensatz zwischen der Schönheit der Natur und der Sinnlosigkeit des Krieges in Szene zu setzen. Für seinen Film hat sich Malick eine ganze Kompanie von Hollywoodgrößen an Bord geholt. Das hochkarätige Ensemble setzt sich unter anderem aus den Stars Nick Nolte, Sean Penn, Woody Harrelson, John Cusack, George Clooney, Elias Koteas und John Travolta zusammen. Vor allem aber sind die beiden Newcomer Jim Cavaziel (Monte Cristo) und Ben Chaplin (Lost Souls) hervorzuheben.

DER SCHMALE GRAT ist sicher weniger für ein Massenpublikum geeignet als DER SOLDAT JAMES RYAN, aber er ist im Vergleich dazu wesentlich eindringlicher. Der Regisseur verzichtet absichtlich auf eine richtige Identifikationsfigur, die Hauptrollen in diesem Film spielen der Krieg und andererseits die Natur mit Ihrer Schönheit.

Die Bilder von Regisseur Malick sind visionär und unvergesslich angelegt. Nun gibt es dieses Meisterwerk endlich auch auf BLU RAY und die wird dem Film absolut gerecht.

Hier meine Bewertung für die BLU RAY:
- Film: 5 STerne - Für mich wie gesagt einer der besten Filme zum Thema Krieg. Eindringlich, faszinierend und abschreckend zugleich. Malicks Film ist für mich ein Meisterwerk.
- Bild/Ton - 5 Sterne - Ein großartiges Bild. Tolle Farben, viel Schärfe und auch in dunklen Szenen hat man den Durchblick. Man sehe sich nur mal die Szene bei Minute 31 mit den beiden Vögeln an. Ton kommt großartig, aber hier fehlen mir die technnischen Voraussetzungen.
- Extras: 4,5 Sterne - Endlich gibt es zu diesem Film auch Bonusmaterial und dass kann sich sehen lassen.
Ich habe es in diesem Falle sogar geschafft die kompletten Extras zu sichten und fand diese sehr interessant.

Die Extras sehen wie folgt aus:
- Original Kinotrailer
- Audiokommentare
- "Der schmale Grat" aus Sicht der Darsteller (hier gibt es vor allem Interviews mit James Caviezel und Thomas Jane). ca. 15 min
Der Schnitt von "Der schmale Grat" ca. 25 min
Komponist Hans Zimmer über "Der schmale Grat" ca. 15 min
Entfallene Szenen ca. 14 min
Guadalkanal in den Nachrichten ca. 15 min

Das Bonusmaterial ist definiv gelungen und sehr interessant. Schade nur, dass in keiner Szene Terrence Malick zu Wort kommt. Dazu gibt es ein Wendecover ohne FSK Logo. Für mich wie gesagt ein Meisterwerk, einer der besten Filme zum Thema Krieg überhaupt. Nun endlich bekommt dieser Film auch die würdige Umsetzung. Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung.
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am 30. Juli 2002
Ich muss ehrlich sagen, ich mag diese brutalen, gigantischen und inszenierten Kriegsfilme in denen sich die "lässigen" Amerikaner als Sieger durchsetzen. "Saving Private Ryan" war zwar nicht ganz so, aber stellenweise schimmerte das immer wieder durch. Doch "Der schmale Grat" ist anders, ganz anders. Und er ist besser. Es ist beeindruckend und zur gleichen Zeit beängstigend wie der Regisseur den inneren Zustand der Soldaten auf die Leinwand bringt. Es ist Wahnsinn wie einen dieser Film zum Schweigen und Nachdenken anregt. Am Ende des Films hat man regelrecht ein komisches Gefühl im Bauch. Die Frage "Warum?" wird hier sehr stark ins Gewissen gerufen. Vor allem der Kontrast zwischen dem Krieg und den friedlichen, nichts-verstehenden Eingeborenen der idyllischen Insel wirft diese Frage immer wieder auf.
Zum Schluss noch kurz weg vom "Inneren", von den Emotionen des Films. Die Monologe mögen vielleicht stellenweise etwas lang wirken - aber keinesfalls fehl am Platz oder gar langweilig und überflüssig. Die Kameraführung ist gigantisch. Die Darsteller sind hervorragend ausgewählt und brillieren in ihren Rollen.
Fazit: Ein genialer Film, der Sie den Krieg und andere Kriegsfilme aus einer anderen Perspektive sehen lässt.
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am 9. Juni 2011
Nach seiner letzten Regiearbeit IN DER GLUT DES SÜDENS sollte es genau 20 Jahre dauern bis Regisseur Terrence Malick wieder aus der Versenkung auftauchte. Mit DER SCHMALE GRAT brachte er fast zeitgleich mit DER SOLDAT JAMES RYAN einen weiteren Kriegsfilm auf die große Leinwand.
Malicks Film schnitt zwar bei den Oscarverleihungen schlechter ab als Spielbergs Kriegepos, da er trotz mehrerer Nominierungen leer ausging.

Trotzdem ist für mich Malicks Epos der bessere der beiden Filme, wobei es doch auch schwierig ist die beiden Filme miteinander zu vergleichen.

Malick verfilmte James Jones Roman INSEL DER VERDAMMTEN in teils malerischen wie aber auch actiongeladenen Sequenzen. Der Film schildert den Kampf der US-Truppen im Jahre 1943 um die Insel Guadalcanal im Südpazifik. Kompanieführer Staros hat Befehl den Hügel 210 auf der Insel einzunehmen und zu verteidigen. Diese Mission erscheint Ihm aber genauso sinnlos wie riskant, doch sein Vorgesetzter Captain John Gaff sieht in der Eroberung des Hügels seine große Chance sich in diesem Kieg zu profilieren. Staros macht sich zusammen mit einer Hand voller Freiwilliger auf den Weg zu diesem Himmelfahrtskommando.

Regisseur Malick schafft es, mit eindrucksvollen Bildern, den unvereinbaren Gegensatz zwischen der Schönheit der Natur und der Sinnlosigkeit des Krieges in Szene zu setzen. Für seinen Film hat sich Malick eine ganze Kompanie von Hollywoodgrößen an Bord geholt. Das hochkarätige Ensemble setzt sich unter anderem aus den Stars Nick Nolte, Sean Penn, Woody Harrelson, John Cusack, George Clooney, Elias Koteas und John Travolta zusammen. Vor allem aber sind die beiden Newcomer Jim Cavaziel (Monte Cristo) und Ben Chaplin (Lost Souls) hervorzuheben.

DER SCHMALE GRAT ist sicher weniger für ein Massenpublikum geeignet als DER SOLDAT JAMES RYAN, aber er ist im Vergleich dazu wesentlich eindringlicher. In Malicks Film haben selbst Weltklasse Schauspieler wie John Travolta oder George Clooney einen schweren Stand da Sie teilweise nur wenige Minuten zu sehen sind. Der Regisseur verzichtet absichtlich auf eine richtige Identifikationsfigur, die Hauptrollen in diesem Film spielen der Krieg und andererseits die Natur mit Ihrer Schönheit.

Die Bilder von Regisseur Malick sind visionär und unvergesslich angelegt.
Der Film ist eine klasse für sich was man von der sehr mager ausgestatteten DVD nicht behaupten kann. Es wäre wünschenswert das dieses Meisterwerk auch auf DVD eine gebührende Würdigung erhält. Bild und Tonqualität sind einwandfei, aber das was einem an Bonus angeboten wird ist lächerlich. Meine Wertung von fünf Sternen bezieht sich nur auf den Film selbst. Bleibt zu hoffen das die kommende BLU RAY Veröffentlichung dem Film gerecht wird.
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am 25. Juli 2011
Für mich mit einer der besten (Anti-) Kriegsfilme, die ich gesehen habe. Für Filminfos verweise ich auf andere Seiten bzw. auf die Inhaltsangabe.

Ich bin kein Blu-ray Fanatiker, daher gibt es lediglich eine kurze Checkliste von meinen Eindrücken, nachdem ich mir den Film heute Nachmittag angeschaut habe.

- Lohnt sich der Umstieg von DVD auf Blu-ray? --> Definitiv
- Wendecover? --> JA
- Für mich ein hervorragender Bildtransfer, kein Vergleich zu meiner alten DVD Version
- Sehr gute Schärfe, alle Details sind auch in Nahaufnahmen super zu erkennen
- Ein generell guter Schwarzwert, der in einigen Szenen aber nur zu 90 % überzeugt
- Satte und natürlich Farben (einfach grandios bei den Naturaufnahmen)

- Schlichtes, aber gelungenes Hauptmenü, unterlegt mit Filmmusik und -szenen.
- Gute deutsche DTS 5.1 und sehr gute englische DTS-HD 5.1 Tonabmischung, die zwar in Bezug auf Dynamik und räumlichen Feinheiten nicht mit aktuellen Referenz-Discs mithalten kann, aber dennoch für mich eine absolut gelungene Soundkulisse bietet. Im Übrigen ist zusätzlich zu den von amazon angegebenen Sprachen noch Thailändisch mit dabei.

Die Extras haben insgesamt eine Länge von etwa 95 Minuten. Als da wären:
Original Kinotrailer, Audiokommentare, "Der schmale Grat" aus Sicht der Darsteller, Der Schnitt von "Der schmale Grat", Komponist Hans Zimmer über "Der schmale Grat", Entfallene Szenen, Guadalkanal in den Nachrichten.

Ordentliche Features, die mir gut gefallen haben. Muss aber jeder selbst entscheiden, wie wichtig ihm Extras generell sind.

Dieser Film hat nach fast 13 Jahren die Umsetzung auf die blaue Scheibe bekommen, die er verdient. Für mich ein Highlight, das in der Aufmachung in keiner Filmsammlung fehlen sollte.

Alle, die nun bzgl. dieser Rezension und des Erscheinungstermins in knapp 2 Wochen meckern wollen, sollten vielleicht erstmal den nächsten Händler mit dem Ring aufsuchen. Da gibt es die Disc nämlich bereits jetzt schon, als "RINGHÄNDLER SPECIAL" getarnt, zu kaufen.
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am 29. Juli 2003
"Der schmale Grat" von Terrence Malick hat die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen amerikanischen und japanischen Streitkräften auf dem südpazifischen Salomonen-Atoll Guadalcanal zum Thema erhoben, das innerhalb des 2. Weltkriegs hart umkämpft war. Als Besetzung holte sich Malick unter anderem Schauspielgrößen wie Sean Penn, George Clooney und John Travolta an Bord, die allerdings allesamt nur in Nebenrollen zu sehen sind.
Eigentlich gibt es auch gar keine Hauptfiguren in diesem Film, die jeweiligen Protagonisten werden nur für eine kurze Zeit beleuchtet, sozusagen herausgehoben aus der Anonymität der kämpfenden Soldaten und mit ihren Gedanken - innere Monologe rangieren hier vor oberflächlichen Dialogen - dem Zuschauer vorgestellt. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Variationsbreite menschlicher Charaktere, die ausnahmslos mit einem Feind zu kämpfen haben: dem Krieg selbst.
Während Spielberg in "Der Soldat James Ryan" seine Geschichte durch die Stimme eines einzelnen Soldaten erzählt, der den absurden Grausamkeiten des Krieges in der Erinnerung eine sinnvolle Bedeutung geben möchte, verteilt Malick die Erzählfunktion auf mehrere Individuen, die zwar auch versuchen den sinnentleerten Zuständen um sie herum etwas "Gutes" abzugewinnen, aber aufgrund ihrer verschiedenartigen Ansichten zu keiner einheitlichen Sinngebung finden. Im Gegensatz zu Spielbergs filmischem Tribut an die "Helden" des Krieges, die in einer militärisch gänzlich unsinnigen Mission zu "wahrer Größe" emporsteigen, beschäftigt sich Malick mit den unterschiedlichen Traumatisierungen seiner jeweiligen Charaktere. Hier gibt es keine anmaßende, triviale Moralvermittlung auf Hollywood-Niveau, sondern vielmehr tiefe und bewegende Einblicke in die innere Zerrissenheit von Soldaten, die lieber zu Hause wären, als sich ihres Vaterlandes wegen töten zu lassen.
Hinzu kommen wunderschöne, stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen, vor deren Kulisse sich das erbarmungslose Gemetzel um die Besetzung eines strategisch bedeutsamen Hügels abspielt. Die Natur scheint dem Krieg des Menschen in unberührter, teilnahmsloser Ruhe gegenüberzustehen. Nichts scheint ihrer überwältigenden, unvergänglichen Schönheit etwas anhaben zu können. Der Mensch hingegen ist den Gefahren des Krieges schutzlos ausgeliefert, er erscheint angreifbar und vergänglich. Dieser klaffende Widerspruch zwischen Mensch und Natur zieht sich durch den gesamten Film.
Insgesamt hat mir "Der schmale Grat" sehr gut gefallen, da er im Gegensatz zum konventionellen Kriegsfilm auf leisere, einfühlsamere Stimmungen setzt, ohne dabei in eine sentimentale Richtung abzugleiten. Alles in allem ein absolut sehenswertes, poetisches Kriegsdrama, das die absolute Sinnlosigkeit des Krieges offenbart. Anschauen!
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TOP 500 REZENSENTam 26. August 2016
Witt ist nach Meinung seines nächsten Vorgesetzten kein guter Soldat, weil er immer wieder ausbuchst, um den rigiden Fesseln des Militärs zu entfliehen und vielleicht auch um Ruhe dazu zu haben, nach dem Sinn all der Schlachterei unter den Menschen, ja sogar in der Natur zu suchen. Der Satz "Wo kommt das Böse her?", den es in abgewandelter Form immer wieder in diesem auch stark betrachtenden, philosophischen Anti-Kriegsfilm zu hinterfragen gilt, macht einen beim Schauen selber sehr nachdenklich. Zumal die Szenenrie auf Guadalcanal, wo es gilt, einen Feldflugplatz der Japaner zu erobern, kontrastiert wird mit den nahezu paradisischen Zuständen der Südseeinsel mit der Härte des brutalen Sterbens und Kämpfen der Militärs, die sich auf dem Eiland die Köpfe einschlagen. Witts Mutter ist vor einiger Zeit gestorben und das hat ihn außerdem in puncto Tod und was kommt danach zum Sinnieren angeregt, denn sie sah dem Tod mit Haltung und überzeugt davon entgegen, dass es weiter geht danach. Er versucht nun in jedem Sterbenden, jedem Aspekt der Geschehnisse, die Hinweise auf ein Danach, wenn nicht sogar nach Gott selbst, oder dem Wesen, das hinter allem steht und dessen Entität wir alle sind, jeder der Soldaten und Menschen zu ergründen. Egal auf welcher Seite man stehen mag, man ist gezwungenermaßen anscheinend ein Teil dieser Macht.
Witt ist nicht umsonst der Hauptdarsteller des Ganzen. Parallalell zu seiner angenehmen Art, gibt es die üblichen Abstufungen von Charakteren eines Kriegsfilms: Die Helden, die über sich hinaus wachsen oder ihr Leben für das anderer opfern, die überforderten, weil allzu menschlich fühlenden Führungspersonen, wie Captain Staros, oder die knallharten Karrieristen, wie Nick Nolte als Lieutenant Colonel Tall, der diesen Dreckhaufen im Pazifik ohne Rücksicht auf Verluste erobern will, um der Einheit und sich ein geschichtliches Denkmal setzen zu können. Und die Opfer, die zu jung zum Sterben sind, aber das Wasser auf dem Rad der Menschenmühle sind. "Dreck, wir sind einfach nur Dreck", hat einer der Gruppenführer, der nach dem ersten Gefecht fast dem Wahnsinn nahe ist, erkannt.
Der Film zeigt außerdem, wie die einheimische Bevölkerung von den Ereignissen aus ihrem Leben geworfen wird und das kindliche Urvertrauen in Menschen verliert. Witt, der bei einem seiner "Ausbrüche" einige Zeit mit den Einheimischen gelebt hatte, ist davon schockiert, dass sie ihn nun, da er gegen Ende des Films in voller Montur erscheint meiden, wie einen unheimlichen Dämon. Und dann gibt es noch Sean Penn als First Sergeant Welsh, der Witt anfangs nicht versteht und völlig desillusioniert über die Welt und die Zeiten in denen man lebt, auch den Glauben verloren hat. Er ist der Meinung, dass ein Einzelner gar nichts bewirken kann und es nur DIESE eine Welt gibt. Witt kann ihn am Ende, wie es den Anschein hat, vom Gegenteil überzeugen.
Positiv ist außerdem anzumerken, dass die Japaner zwar persönlich etwas im Hintergrund bleiben und auch ein wenig despektierlich dargestellt werden, aber man auch deren Leid zeigt, dass sie nichts weiter sind als die gleichen Opfer, nur in anderer Klamotte, ein Teil der Wesenheit?!

Fazit: Ein ungewöhnlicher, echter Anti-Kriegsfilm mit grausamen Schlachtszenen, kontrastiert mit Szenen des Gegenteils, einer fast paradiesischen Welt, in der der Krieg tobt. Ein Film, der jeden zu Nachdenken anregen sollte, über das Wieso und Warum dieser
sinnlosen Schlachtereien, deren hart erkämpfte Siege und Ziele oft nach wenigen Generationen oder gar Jahren unwichtig sind,
weil die Welt sich längst weiter gedreht hat. Der Film ist nun schon fast wieder 20 Jahre alt, und leider hat er wohl kaum Wirkung
gezeigt.
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am 6. Oktober 2015
Der Film besticht vor allem durch sein bescheidenes Auftreten ohne riesige, actionlastige Ballerszenen. Die Macher haben gezielt eine menschliche und emotionale Ebene gewählt um dem Krieg ein Gesicht zu geben. Zwar kann man sich vor lauter Staraufgebot kaum auf die darzustellenden Charaktere konzentrieren, doch kommt man nicht drumherum zu sagen, dass dieser Film einen menschlichen Abgrund zeichnet der sich durch die Grausamkeit des Krieges und des Verlustes definiert.
Bei so vielen Auszeichnungen, positiven Kritiken und Glanzbesetzungen kann man bei diesem Film nicht viel falsch machen, also eine klare Kaufempfehlung.
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am 16. Dezember 2000
Dieser Film übertrifft den " Soldaten James Ryan " in jeglicher Hinsicht. Nichts gegen Spielberg, Tom Hanks und Matt Damon, den die drei find ich klasse, aber nie hat ein anderer Film mit so vielen charismatischen Schauspielern, es geschafft mich zu beeindrucken. Spielberg sollte sich mal ne Scheibe abschneiden von Malick, der die Kamera in jeglicher Hinsicht besser führte. Ein Jammer , dass dieser Film keinen Oscar bekommen hat, den er war für 9 nominiert und hätte auch alle neune verdient. Zugegeben, die erste Stunde ist sehr monoton für einen, der bei Kriegsfilmen nur auf die blosse Aktion aus ist, aber wer versuchen möchte an diesem Film teilzunehmen und versuchen möchte, die Gedanken der Rollen zu hintergründen und zu verstehen, dem kann ich nur diesem Film ans Herz legen. Er ist mitunter der einzige Film, der versucht den Kopf des Zuschauers anzuregen. Auch die DVD mit ihren Qualitäten ( akutsisch , wie auch optisch ) und Matrialen gehört zu den Primusen untern den DVDs. Nur Gladiator - Special Edition und das Boot - Special Edition können da mithalten. Was Hans Zimmer betrifft, der ist so klasse , wie immer. Seine Kompositionen spielen den Film akustisch. Man kann die Augen schliessen und wissen, welche Szene damit gemeint ist. Von mir ein grosses Lob an alle die an diesem Film und an der DVD gewirkt haben, Ihr habt Eure Sache wirlich genial gemacht und fünf Sterne gibt es von mir mindestens dazu !
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