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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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am 8. Juni 2007
Muss ich nach 41 Vor-RezensentInnen auch noch was schreiben? Eigentlich nicht. Ich mach's trotzdem. Ich habe "Grüne Tomaten" eben nochmal gesehen, zum ersten Mal auf DVD (wunderbare Erfindung übrigens!). Mit dem Abstand von ein paar Jahren kann ich diese wunderbare Geschichte immer wieder sehen und bin jedes Mal aufs Neue gerührt.

Im Grunde sind es ja zwei wunderbare Geschichten, die erzählt werden, die aber stimmig ineinander greifen und sich gegenseitig tragen. Familiengeschichten im weiteren Sinne.

Weiter unten ist zu lesen, diese seien teilweise zu platt-verkitscht (die "Robin Hood-Szene") bzw. zu klischeehaft (das traute Hausfrauenheim) dargestellt. Finde ich nicht: Das ist ein Film, das ist Phantasie, und am Ende zählt doch nur, was es mit einem als Zuschauer macht. Und ich bin davon berührt, weil dieser Film so viele Gefühle auslöst. Es geht um Jugend und Alter, um Krankheit und Tod, um Depression und Freude, um Zusammenhalt und Hass, um Konventionen und den Mut, anders zu sein... und vor allem und insbesondere um Freundschaft. Die Liebesbeziehung zwischen Ruth und ihrer Bienenbetörerin Idgie kann nur erahnen, wer will. Das war im Buch etwas anders (sofern ich mich noch richtig erinnere; es war auf jeden Fall auch sehr schön zu lesen!). Nebenbei wird einem die Rassentrennung in den Südstaaten der USA der 30er als Alltag "untergejubelt" - kaum zu glauben, dass das keine hundert Jahre her ist. Mir kommt es da auch nicht auf historisch genaue Umsetzung an, denn dies ist nur Teil des Rahmens. In der Bildmitte steht dick und fett "Freundschaft".

Das Geheimnis mag in der Soße liegen (oder in einem See irgendwo in Georgia), aber ich sage, es liegt auch daran, dass es mit mir als Zuschauer etwas macht. Nach dem Film ist hier nicht vor dem Film. Und solange das funktioniert, ist "Grüne Tomaten" einer meiner liebsten Filme.

Da bleibt nur noch zu sagen: "Seht es ein, Kinder: Ich bin älter und viel besser versichert!"
11 Kommentar| 59 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2003
Ganz ehrlich- ich würde diesem Film am liebsten 6 Sterne geben. Ich habe bereits in mehreren Rezensionen die vollen 5 Sterne verliehen, aber in keiner wäre es so verdient wie bei ‚Grüne Tomaten'. Es ist schlicht und einfach einer der absolut besten Filme, die ich je gesehen habe. Als ich ‚Grüne Tomaten' vor einigen Jahren zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mir nicht allzuviel davon erwartet- und dieser Film hat mich wirklich überrollt. Es geht ausschließlich um Freundschaft- zum Einen um die Freundschaft zwischen der dicken, unglücklichen Hausfrau Evelyn und einer alten, etwas verschrobenen Dame namens Ninny, die sich in einem Altersheim kennenlernen; und zum Anderen um die zwischen Wildfang Idgie und der ruhigeren Ruth, deren Geschichte Ninny erzählt. Durch diese Geschichte, die sich in den US-Südstaaten der 30-er Jahren abspielt, faßt Evelyn nach und nach den Mut, ihr farbloses Leben in die Hand zu nehmen und es umzukrempeln.
Sämtliche Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und werden von den Schauspielern so wunderbar zur Geltung gebracht, daß der Zuschauer sofort in die Geschichte hineingesogen wird und bis zum Schluß mit den Figuren mitfiebert. Mit genauso viel Liebe wurde auch gefilmt- herausgekommen sind wunderschöne Bilder, die die Handlung noch plastischer erscheinen lassen. Übrigens paßt auch der Soundtrack zum Film wie die Faust auf's Auge, man merkt diesem Film an, daß er mit sehr viel Liebe und Sorgfalt gedreht wurde. Es ist ein Film, der einen gleichermaßen zum Lachen wie auch zum Weinen bringt, und die Meinung, dies sei ausschließlich ein Frauenfilm, ist schlicht und ergreifend falsch: jeder Mann, mit dem ich diesen Film bislang gesehen habe, war genauso begeistert wie ich selbst- und wie alle anderen, die ich auf diesen Film angesprochen habe. Es mag einfallslos erscheinen, aber ich kann mich nur der allgemeinen Meinung anschließen- dies ist ein wunderschöner, bezaubernder, warmherziger Film, und er schafft es, jeden in seinen Bann zu ziehen. Ich habe ihn bereits mehrmals gesehen, und er büßt nichts von seinem Charme ein. Dieser Film tut einfach nur gut!
33 Kommentare| 124 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2006
"The Whistle Stop Café", so - finde ich - sollte dieser Film heißen. "Gebratene grüne Tomaten im Whistle Stop Café", der Titel von Fanny Flaggs Buch, mag nun wirklich zu lang sein. Aber ausgerechnet "Grüne Tomaten" mit allen Assoziationen, die in Richtung "unerfahren" und "junges Gemüse/Jugendliche" gehen, blieb übrig. Dazu dieses unmögliche Titelbild - und schon wirkt alles wie eine amerikanische Sitcom.

Dabei hat "Grüne Tomaten" eher etwas mit einem Drama zu tun, das auch von John Irving hätte geschrieben sein können. Eine Verbeugung vor Frauen, ein Film über Freundschaften - vor allem solchen zwischen Frauen - und schließlich auch ein Film über Emanzipation damals und heute.

Wie so oft werden bei "Grüne Tomaten" zwei Geschichten, eine aus der Gegenwart, die andere aus der Vergangenheit, miteinander verwoben, was dazu einlädt, Schicksale miteinander zu vergleichen, festzustellen, dass das Leben zwar bequemer geworden ist, sich Einstellungen aber über ein knappes Jahrhundert vergleichsweise wenig geändert haben.

Das einzige was mich an dem Film gestört hat war, dass das moderne amerikanische Leben im Wohlstand mit Schokoriegeln, erstaunlichen Selbsthilfegruppen - später aber auch mit Vorschlaghammer - ein wenig zu platt und klischeehaft dargestellt wurde. Was nicht heißt, der Film sei dadurch weniger sehenswert.

Wer Filme wie "Chocolat", "Gottes Werk und Teufels Beitrag" oder "Schiffsmeldungen" mag, wird auch diesen Film gerne sehen.
Vermutlich auch mehrmals.
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am 27. September 2007
... über Freundschaft und das Leben. Ich habe den Film erst gestern gesehen und würde ihn heute am liebsten noch einmal ansehen.

Ich kann ihn jedem empfehlen aber ich kann jetzt schon garantieren, dass viele Taschentücher brauchen werden ;-)

Viel Spaß beim ansehen und "die Würze liegt in der Soße ;-)"
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am 7. August 2013
This disc may never be released in the UK so I was thrilled to see it released in Germany with an English soundtrack, a huge leap in picture quality over the DVD in both sound & picture.
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am 23. Oktober 2015
Ein Film über Liebe und Freundschaft, über das Ketten abstreifen und Emanzipation; ein Film bei dem man herzlich lachen kann aber auch bitterlich weinen.
Kurzum: ein Film der das Herz berührt und der einen so schnell nicht mehr loslässt.
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am 20. Juni 2017
Eigentlich ist es ein Klassefilm, einfach bezaubernd. Es ist eine der besten Literaturverfilmungen, die ich kenne. Dabei hat der Film nur wenig mit der literarischen Vorlage gemeinsam, und beide, Film und Buch, sind hervorragend. Leider kann man das nicht von der Übersetzung sagen. Da waren die üblichen Idioten am Werke. Zudem mangelt es der DVD an Extras. Zu dem, was vorhanden ist, gibt es keinerlei Untertitel. Zum Film selbst gibt es den Originalton und deutsche Untertitel. Englischsprachige Untertitel, auf die ich Wert lege, wenn ich es mit derart unfähigen Übersetzern zu tun habe, gibt es nicht.
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am 11. Januar 2009
Es ist schon viel über den Film geschrieben worden und es stimmt: er ist wunderbar...Das Buch geht in der Darstellung der Beziehung von Idgie und Ruth allerdings viel weiter und deklariert diese klar als Liebesbeziehung, wer jedoch im Film darauf achtet wird es auch bemerken, es geht eindeutig über Freundschaft hinaus, diese zwei Frauen teilen ihr Leben miteinander und erziehen ein Kind gemeinsam...Ich bin immer etwas verägert wenn Romane diesbezüglich verändert werden, aus Beziehungen werden Freundschaften oder eine Person ist "anders" aber nie wird die Wahrheit ausgesprochen.Schade das man Mary Stuart Masterson in den letzten Jahren nicht mehr auf der Leinwand gesehen hat...
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am 25. Juli 2016
Einzigartige romantische Freundschaft zwischen zwei Frauen oder vier Frauen, wie auch immer man es sehen will. Dabei ist völlig unerheblich, ob sie tatsächlich ein Paar waren oder nicht. Die Liebe existiert so oder so, ob platonisch oder nicht. Sehr lebensnah. Lohnt sich in jedem Fall.
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am 5. August 2012
Hallo,

dieser Film ist ein Loblied auf die wunderbare Macht einer Freundschaft, die durch gemeinsames Handeln trotz aller Widrigkeiten im Leben selbiges spielend meistern kann. Denn wenn ein Schwarm Enten im November auf einem See landet, von Blitzeis überrascht und eingefroren wird, und sich dann synchron in die Luft erhebt mit dem eingefrorenen See, dann ist genau so eine alles überstehende Freundschaft gemeint. Und das ist der Kern des Films 'Fried Green Tomatoes'.

Die Geschichte erzählt von der frustrierten eßsüchtigen Hausfrau Evelyn Couch (gespielt von Katy Bates), die sich mit Ninny Threadgoode (Jessica Tandy) anfreundet. Fasziniert und natürlich auch inspiriert von Ninnys Erzählungen über das Leben der unabhängigen Idgie, entwickelt Evelyn immer mehr Selbstvertrauen und entzieht sich aus dem Einfluß ihres trägen und selbstsüchtigen Ehemannes Ed (Gailard Sartain), der plötzlich fassungslos seiner selbstbewußten Frau gegenübersteht. Hauptsächlich nehmen wir aber am Leben der Hauptfiguren aus Ninnys Erzählungen teil, das in einer Zeit vor dem zweiten Weltkrieg spielt und die vorurteilsbehafteten Südstaaten mit allen Schattenseiten doch sehr glaubwürdig vorführt. Durch ein tragisches Unglück traumatisiert wächst Idgie Threadgoode (Mary Stuart Masterson)sehr unabhängig und selbstbewust auf und freundet sich nur sehr zögernd mit der schüchternen Ruth Jamison (Mary Louise Parker), die die Südstaatenfrau perfekt verkörpert, an. Die Freundschaft kann aber nur kurz wachen, weil Ruth bald darauf das brutale Scheusal Frank Bennett (Nick Searcy) heiratet. Kurz vor der Geburt ihres Sohnes findet Ruth die Kraft, sich mit Idgies Hilfe aus seinen Fängen zu befreien und nach Alabama zu fliehen, um dort mit ihrer Freundin das Whistle Stop Café zu eröffnen. Aber Frank Bennett denkt garnicht daran seine Ansprüche auf den kleinen Sohn aufzugeben, und so nimmt das Unheil seinen Lauf, in dem neben den gegrillten grünen Tomaten das Barbecue eine ganz besondere Rolle spielen wird.

Zusammenfassend kann man sagen, dass 'Grüne Tomaten' ein sehr gefühlvoller Film ist, der den Zuschauer sehr gerührt zurücklässt. Die einzelnen Charakteren sind hervorragend dargestellt und verzaubern uns restlos. Zumindest bei mir hat dieser Film es geschafft, mich restlos zu verzaubern und erhält deshalb verdiente 5 Sterne. Auch eine klare Kaufempfehlung kann ich vorbehaltlos aussprechen.

Wenn Ihnen diese Rezension bei der Kaufentscheidung behilflich war, würde ich mich sehr darüber freuen.
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