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Kundenrezensionen

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am 24. Juni 2017
In Hollywood ist Drehbuchautor Joe Gillis wenig erfolgreich und stets knapp bei Kasse. Beim Versuch, sein Auto vor der Pfändung zu retten, landet er auf einem alten Anwesen am Sunset Boulevard, wo die längst vergessene Stummfilmdiva Norma Desmond residiert. Sie kann einen Filmautor gut gebrauchen, plant sie doch schon lange ein glanzvolles Comeback. Joe nimmt den Job an und gerät bald in ein dichtes Netz aus Abhängigkeit, Ehrgeiz und Wahnsinn - mit tödlichem Finale ...

"Sunset Boulevard" (aka "Boulevard der Dämmerung") ist Billy Wilders filmische Kritik an der "Traumfabrik Hollywood" und hat bis heute nichts von ihrem Glanz und ihrer Aussagekraft verloren - ein großartiger Film mit einer atemberaubenden Hauptdarstellerin Gloria Swanson, aber auch William Holden und Erich von Stroheim sind sehr überzeugend.

Weiterhin beinhaltet dieses Meisterwerk auch ein paar bemerkenswerte Sätze, die in den All-time-charts der Filmzitate zu finden sind, so z.B. "We didn't need dialogue. We had faces.", "I am big. It's the pictures that got small." oder der wohl berühmteste Satz daraus "All right, Mr. DeMille, I'm ready for my close-up.".

Sollte man mal gesehen haben...
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am 17. März 2016
Überragende Darsteller in einem wundervollen Film, bei dem die Emotionen Achterbahn fahren. Mir persönlich gefällt sehr, dass der Film eine verzweifelte, traurige Liebesgeschichte, ja eigentlich schon Abhängigkeit erzählt, ohne jemals in unnötigen Kitsch zu verfallen. Man ist von Anfang an von dem Klassiker gefesselt und leidet mit, ohne unnötiges Mitleid zu empfinden. Ein Meisterwerk mit überragenden Darstellern.
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am 8. Februar 2016
Ich stehe ja eigentlich überhaupt nicht auf schwarz-weiß Filme, aber diesen hier habe ich mir angesehen, da ich das Musical kenne. Der Wiedererkennungswert der Texte ist sehr amüsant und insgesamt ist dieser Film schauspielerisch und filmtechnisch eine wirklich sehr gute Leistung. Natürlich ist er mitunter etwas zu dramatisch, was natürlich mit der Zeit, in der dieser Film gedreht wurde, zusammenhängt. Teilweise passt dies aber auch zu den Figuren im Film. Insgesamt erschien mir "Sunset Boulevard" thematisch und schauspielerisch ziemlich modern. Mitunter ist der Film sogar etwas romantischer als heutige Werke, ohne dabei kitschig zu sein - weil einfach viel weniger auf einer sexuellen Ebene passiert als in moderneren Filmen. Das stellt einen ganz anderen Anspruch an die Schauspieler, die diesem jedoch zweifellos gewachsen sind.
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am 5. Juni 2017
Für mich ein zeitloser Film, der auch nach so vielen Jahren noch fasziniert. Vielleicht auch weil in schwarz weiß? Aber vor allem durch die Schauspieler und auch wegen der Erzählweise, die ohne große Effekthascherei auskommt. Die Atmosphäre ist stimmig und beklemmender als manches, was jüngere Filme zeigen. Immer wieder sehenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. August 2012
Der berühmte Sunset Boulevard ist eine Straße im westlichen Teil von Los Angeles, die sich von der Figueroa Street in Downtown L.A. auf den Pacific Coast Highway erstreckt. Die Straße steht immer noch für den einstigen Glanz des Hollywoods vergangener Tage. Als 1911 dort das erste Filmstudio eröffent wurde, lebten zuerst die Filmarbeiter dort, doch mit dem beginnenden Starsystem in der Blüte des Stummfilms wurden dort imposante, luxuriöse Häuser mit Erhabenheit, Prunk und Protz gebaut. Dort lebten die großen Legenden des frühen Hollywood.
Billy Wilder war sehr fasziniert von diesem frühen Hollywood und dessen Ikonen, die 1950 schon lange aus dem Filmgeschäft ausgestiegen waren und zunehmend in Vergessenheit gerieten.
Inspiriert durch die Stummfilmgöttin Norma Talmadge, so sagen unbestätigte Quellen, wurde die groteske Stummfilmkönigin Norma Desmond erfunden, die viele Jahre nach ihrem Ruhm - einsam und vergessen - in einem dieser großen Villen lebte und noch immer verzweifelt am Ruhm von einst festhielt.
"Boulevard der Dämmerung" - so der deutsche Titel des 1950 entstandenen unvergessenen Filmklassiker - wird dem Film Noir zugerechnet, wenngleich er ein sehr untypischer Vertreter des Genres ist.
Er gilt aber auf alle Fälle als einer dieser unsterblichen großartigen Filmwerke, die immer wieder - völlig zu Recht - in sämtlichen Listen über die besten Filme aller Zeiten auftauchen.
Genauso eine heruntergekommene Villa existiert auf diesem geschichtsträchtigen Boulevard, der durch Los Angeles und Beverly Hills verläuft.
Weil die Gläubiger hinter dem erfolglosen Schreiber Joe Gillis (William Holden) her sind und ihm das Auto wegen säumiger Raten nehmen wollen, versteckt sich der Verfolgte auf einem geheimnivoll wirkenden Anwesen, die Villa sieht beinahe etwas verfallen aus. Er wird auch schon erwartet, weil Max (Erich von Strohheim) und seine Herrin (Gloria Swanson) den Leichenbestatter erwarten. Zu Grabe soll der Schimpanse der Filmdiva getragen werden. Der zufällig dort gestrandete klärt das Mißverständnis schnell auf, doch als er erwähnt, dass er für Hollywood Drehbücher verfasst, weckt er das Interesse der exzentrischen Hausherrin.
Denn die schreibt seit Jahren an einem Drehbuch, dass für 6 Monumentalfilme reichen könnte, sie ist fest davon überzeugt, dass das Publikum nichts anderes als eine 50jährige "Salome" sehen will, Dialoge sollen wenig sein, schliesslich war der Stummfilm die wahre Kunst. "Wir brauchten keine Dialoge, wir hatten Gesichter"...die vermögende Frau bindet so den mittellosen Joe an sich, der gleich beim ersten Treffen in der Villa übernachtet und am anderen Morgen bereits sein ganzes Hab und Gut aus seinem Appartment im neuen Zuhause vorfindet.
Norma spekuliert auf Cecil B.D. Mille als Regisseur für ihr Werk, Joe geht daran die ominösen Schriften einigermassen in eine Art Drehbuch zu verwandeln.
Immer wieder versucht er von seinem Gefängnis auszubrechen und wieder mit gleichaltrigen, normalen Menschen wie der hübschen Produktionsassistin Betty Schaefer (Nancy Olson) in Kontakt zu kommen. Doch die Bindung an den alternden Stummfilmstar lässt sich leider immer schwerer lösen. Denn irgendwann verliebt sich der Star in ihren jungen Drehbuchschreiber...
Bei seiner Veröffentlichung kam "Sunset Boulevard" einem nie da gewesenen Skandal gleich, denn Billy Wilder wagte einen Blick auf etwas, was die Großen von Hollywood aus guten Gründen am liebsten tot geschwiegen hätten: Das Schicksal seiner längst vergessener Stars, von der Unterhaltungsmaschine benutzt und hochgejubelt für eine gewisse Zeit und danach fallen gelassen wie heiße Kartoffeln. Es gibt viele kaputte Existenzen, die reich und berühmt waren. Im Falle von Norma Desmond gehts sogar bis zum Wahnsinn, der alles unterordnet für die Großaufnahme bei Mr. DeMille.
Es tut immer mal wieder gut einen der Lieblingsfilme in den DVD-Recorder zu legen und zu geniessen. Denn Billy Wilders düstere Hollywood-Abrechung ist einfach perfekt. Gloria Swanson spielt lange Jahre nach ihrem Ruhm in den 20ern die Rolle ihres Lebens und William Holden als Partner ist ihr ebenbürtig. Es gibt auch ein Wiedersehen mit alten Ikonen des Stummfilms. So spielt die deutsche Regielegende Erich von Strohheim den über alles seine Herrin liebenden Diener. Cecil B.D.Mille wird gezeigt bei seinen Drehbarbeiten zum Monumentalschinken "Samson und Deliah". Er wird beim Dreh in den Paramount Studios von Norma besucht. Ausserdem tauchen auf Buster Keaton, Hedda Hopper, H.B.Warner und Anna Q. Nilsson...in einem meiner 20 liebsten Lieblingsfilme.
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am 17. Juni 2014
Eine Komödie. Eine Satire. Eine Lovestory (einseitig). Eine Tragödie. Ein Drama. 1950 gedreht, aber aus gutem Grund in s/w: Eine wehmütige Verbeugung vorm Tonfilm und seinen Celluloid Heroes (in winziger Nebenrolle: Buster Keaton). Eine Schlusssequenz zum Niedersinken. Ein Meisterwerk. Für mich: Billy Wilders bester Film, unterstützt wurde der Meister von einem großartigen Drehbuchautor, von Gloria Swanson, William Holden und dem unvergleichlichen „Von“.
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am 29. Juli 2015
Der Film ist einfach genial. Vor allem Glorian Swanson. Ein blick hinter die Kulisse des Hollywood-Glamours. Ein MUSS für jeden Filmfreund.
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am 9. Dezember 2014
Wie eine ägyptische Grabkammer wirkt das überladene Interieur.
Kein Luftzug des vitalen Lebens , kein Strahl heller Sonne fällt in diesen vor Gold und Prunk glänzenden Sarkophag, den diese spukhafte Villa am Sunset Boulevard darstellt
Erstarrt im Glanz vergangener Zeiten, im leblosen Prunk einer konservierten goldenen Ära.
"Es machte den Eindruck eines Stein gewordenen Unglücks", ist denn auch das erste drückende Gefühl, was uns beim Anblick des verwitterten Anwesens überkommt.
Mit grotesk angemalt weißem Gesicht versucht sich eine zierliche Gestalt in einer hilflos anrührenden Charlie Chaplin Parodie.
In angestrengt nachgeahmten skurrilen Bewegungen stolziert die ältere Frau, unter abblätterndem Make- Up mit obligatorischem Hut, Schnäuzer und Zylinder durch den in Brokat und Gold getauchten Salon.
Eine größere Zuschauerschar, die ihre Pantomime goutieren würde, hat sie schon lange nicht mehr.
Einzig ein junger Günstling, ein abgehalfterter erfolgloser Drehbuchautor verfolgt mehr unangenehm berührt als begeistert ihre ungelenke Performance. Ein stummer Butler schaut schweigend im Hintergrund dem Geschehen zu.
Willkommen im der Villa der zerbrochenen Träume, in einer surreal verstörenden Szenerie, die nur eine von vielen überwältigenden Momenten von Billy Wilders "Sunset Boulevard "darstellt.
Der Film schlechthin über Vergänglichkeit. über den Niedergang von Individuen in aller erschreckenden Konsequenz.
Eine filmische Abrechnung, eine zutiefst berührende, erschreckende Sezierung des Haifischbeckens Hollywood, wo Stars geboren, ausgesaugt, fallen gelassen und vergessen werden und generell eine desillusionierende Reflektion über die Unfähigkeit des Menschen Vergangenes zu bewältigen, abzuschließen, neue Wege zu beschreiten und seine mangelnde Fähigkeit Selbst- und Fremdwahrnehmung, Illusion und Wirklichkeit voneinander zu trennen oder nur zu hinterfragen.
"Sie schritt wie eine Schlafwandlerin auf der schwindelnden Höhe ihres vergangenen Ruhms
Die ältere Dame, die so zwanghaft hilflos die goldene Zeit der Stummfilmära in ihren eigens geschaffenen Kokon zurückholt , deren Villa gespickt ist mit zahllosen Photographien ihrer einst großen, ruhmreichen Zeit als junge Schauspielerin ist Norma Desmond (Gloria Swanson) und ihr einziger Zuschauer in diesem Meer aus erstarrten Reliquien ist Joe Gillis (William Holden).
Zu Anfang des Films sehen wir ihn als Leiche in einem Swimming- Pool schwimmen.
Drei Revolverkugeln in seinem Körper.
Im Off wendet er sich direkt an uns, während uns seine toten aufgerissenen Augen anklagend durch die Wasseroberfläche anstarren. Als Toter wird er nun rückblickend seine Geschichte erzählen.
Wie er als vollkommen erfolgloser junger Drehbuchautor so wenig Geld hatte, daß sein Wagen drohte gepfändet zu werden.
Wie es ihn durch Zufall in den geisterhaften Wohnsitz des Stummfilmstars Norma Desmond verschlug, und wie er hier in der Scheinwelt Hollywoods , die ihn jeden Tag umgibt, die noch klaustrophobischere Scheinwelt eines verglühten
Hollywood -Sterns kennenlernt, immer mehr hineingezogen wird in ein Spinnennetz aus verdrängten Tragödien, hilflosen Lebenslügen und irrealer Täuschung.
Normas Butler Max von Mayerling öffnet dem jungen Besucher die Tür zum Palast ,der dem Untergang geweihten Hoffnungen.
Verschlungene Treppenaufgänge, eine Orgel, durch die ein geisterhafter Wind pfeift, eine alte Kinoleinwand auf der Norma Desmond regelmäßig versonnen eine einsame eigene Werkschau zelebriert.
Einsam, zutiefst innerlich ausgehöhlt und herzzereissend bemitleidenswert ist dieser ehemalige Weltstar , eingeschnürt in das Korsett einer vergangenen Schönheit und Jugend.
Eine launische und wenn sie sich in die Enge getrieben fühlt auch gefährliche Diva.
Spinnenhaft werden ihre weißen Hände gezeigt, expressionistisch starrend sind ihre geschminkten Augen, maskenhaft und ausufernd gestikulierend ihre Gesten.
Sie führt einen aussichtslosen Kampf, wie ein Don Quichote gegen Windmühlen.
Mit aller Macht stemmt sie sich gegen den Zeitgeist, die Erkenntnis der eigenen Endlichkeit, des Verfalls auch gegen die Angst vor dem Tod.
Ihr grösster Feind- der Ton- und Farbfilm, der ,so die tiefe Überzeugung ihrer Karriere ein vorschnelles Ende setzte.
"Sunset Boulevard" ist somit ein erschütterndes Drama über die gnadenlose Brutalität des Erfolgszwangs, dem ständigen Druck angesehen, beliebt, und verehrt zu bleiben,und wie es endet, hat man dem Scheitern nicht eine wirklich gereifte Persönlichkeit entgegenzusetzen.
Wie viele Kinderstars hat die Maschinerie Hollywood letztendlich ins Drogen -und Alkoholgrab gestürzt ? Wieviele Stars endeten in der eigenen biographischen Schmierentragödie ?
"Sunset Boulevard" setzt all diesen Gestrauchelten ein giftig, zynisches unendlich trauriges Denkmal.
In der Person Norma Desmond vereinigen sich all die Stars und Sternchen, die einzig ihr Heil in Karriere und Ruhm suchen, kurzzeitig diesen finden und sich mehr und mehr als Schatten ihrer Selbst präsentieren, wenn es sein muß bis in den jämmerlichen Tod.
Auch Joe Gillis ist Opfer und Täter zugleich.
Hier in diesem Haus scheint er für Norma Desmond die letzte Möglichkeit zu sein noch einmal einen fulminanten Landwanderfolg zu erzielen. Gleichzeitig winkt ihm die ersehnte "Festanstellung".
Der junge Drehbuchautor soll ihr eher dilettantisches Skript zum Film "Salome" überarbeiten.
Ihr einstiger Stammregisseur Cecil B. DeMille ist jetzt schon in ihrem Wahn ihr favorisierter Filmemacher.
Dass weder dieser noch ein grösseres Publikum jemals noch einen Gedanken an die seit Jahren verschwundene Norma Desmond verschwendet, gehört zu dem bewegenden und tiefschürfenden Aspekten des Dramas.
Joe Gillis handelt ebenfalls aus Angst vor der Erfolglosigkeit, vor dem Verstoßen sein aus der glanzvollen Scheinwelt .
Er läßt sich nun korrumpieren , läßt sich ein auf die theatralischen Gesten, die affektierten Gunstbezeugungen des so tief verletzbaren Geschöpfes.
Mit Geld und Gunstbezeugungen begibt er sich in ein gefährliches Spiel, genießt durchaus die Vorzüge des Luxuslebens. Doch aus der Scheinwelt wird es kein Entkommen mehr geben.
In dem riesigen Lügengebäude spielt hier jede Figur ein doppeltes Spiel.
Nichts ist wahr und von Bestand. Hunderte von Briefen begeisterter Fans- von Butler Max eigenhändig geschrieben.
Die Türschlösser in der Villa fehlen. "Madame hat sich schon mehrmals eingeschlossen um sich das Leben zu nehmen. "
In einem Panoptikum der( tatsächlich realen) alten Stummfilmlegenden wird sich hier in dem Kuriositäten- Kabinett mehrmals zum einsamen Kartenspiel getroffen. Bei einer Sylvesterparty gibt es nur ein paar Musiker und eine leere Tanzfläche.
Gar schauerlich und zu Tränen rührend starrt den Zuschauer die furchtbar trostlose Vergeblichkeit durch jeden vergoldeten Spiegel an, verzerrt sich die so mühsam überschminkte Fröhlichkeit zur todgeweihten Fratze.
Als Joe die junge, schöne aufstrebende Autorin Betty Schäfer kennenlernt, die ihm plötzlich wieder die vitale Kraft gibt selbst Drehbücher zu schreiben, in das pulsierende Leben da draußen zurückzukehren, bricht das Konstrukt aus Lebenslügen zusammen und der Vorhang hebt sich zur letzten großen Tragödie.
"Ich wollte ihnen mit der Wahrheit nicht weh tun, sie waren die einzige, die gut zu mir war".
Doch zu lange wurde das gefährliche Konstrukt aus falschem Mitleid schon aufrecht gehalten.
Zu lange wurde auch mit der Illusion von Liebe und Begehrlichkeit gespielt. Für Joe wird es kein Entrinnen mehr geben.
Mag Norma Desmond auch nur eine Selbstkarikatur noch sein, hinter der Fassade pocht der tiefe verwundete Schmerz einer armen kindlichen Seele.
Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben sind gefährlich, und so fallen zur nächtlichen Stunde die verhängnisvoller Schüsse
Die Künstlichkeit Hollywoods, die scheinheilige Plastikwelt der Zelluloidträume, die Menschen benutzt, missbraucht und zerfrisst, die zynische Sensationsgier werden bis zur letzten Konsequenz von Billy Wilder auf die Spitze getrieben.
Doch damit nicht genug begeistert und bewegt "Sunset Boulevard" immer wieder auf neue mit seinen facettenreichen Psychologisierungen, die bis ins letzte ausgetüftelt und raffiniert eingearbeitet sind.
Ein gleissend elegantes Kunstwerk, was bei jedem neuerlichen Schauen weitere schwarz funkelnde Reflexionen offenbart.
Zu erwähnen wäre beispielsweise die durchschimmernde tragische Lebensgeschichte des Butlers, die offenbart wie tief die Abgründe der verschiedenen Hörigkeiten , Sehnsüchte, und Zwänge in Menschenseelen wirken.
Noch einmal wird Norma Desmonds Gesicht im Glanz der Scheinwerfer erstrahlen. Noch einmal wird ihr Lebenstraum von Ruhm sich erfüllen- auf unendlich perfide und entlarvende Weise.
"Kamera läuft , Mrs. Desmond"
Was zählt letztendllich? Das Leben selbst oder nur die Illusion der Wirklichkeit, der wir Menschen uns hingeben.
Über die beißende Hollywoodgeiselung hinaus ist Bills Wilders Film eine Parabel über das "Nicht Abschied", "Nicht loslassen können", und die verbildlichte Bankrotterklärung einer Gesellschaft, die die menschliche Seele nur allzu oft zum hohlen Vakuum verformt, das mit dem nach außen gerichteten Ruhm , der Gier nach Anerkennung, dem Popanz der Kraft, der Stärke des Jugendwahns, der grellen reißerischen Glücksversprechungen befüllt werden muß.
Von "Sunset Boulevard" bis "Facebook Star" über Casting Shows bis zum "Supertalent" ist der Schritt nur ein kleiner, und damit ist dieses Filmmonument so erschreckend zeitlos wie es nur möglich ist.
Einer der denkwürdigsten Filme aller Zeiten.
Zynisch und doch so warmherzig wehmütig- ein schmerzhaftes Klagelied für gebrochene Seelen im Ozean der verzuckerten Lebenslügen.

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am 16. Oktober 2014
[Vorsicht, starke Spoiler!]

Ein Voice-over wie dieser zu dem Bild eines Mannes, der tot im Pool einer Luxusvilla treibt, setzt den Grundton zu dem Meisterwerk, das Billy Wilder 1950 mit “Sunset Boulevard” erschuf. „[T]ragedy, comedy, history, pastoral, pastoral-comical, historical-pastoral, tragical-historical, tragical-comical-historical-pastoral, scene individable, or poem unlimited” – mit diesen Worten faßt der närrische Polonius die Genrevielfalt seiner Zeit zusammen, und mit Ausnahme des Pastoralen dürfte wohl alles ein bißchen auch auf diesen faszinierenden Film zutreffen, der sich nicht so einfach in eine Schublade stecken läßt. Wilder selbst soll auf die Frage, ob „Sunset Boulevard“ eine Komödie sei, mit seiner charakteristischer Kaustik geantwortet haben, es sei ein Film. Einigen wir uns doch einfach auf „Film noir“, was schon ein genügend diffuser Begriff ist!

„Sunset Boulevard“ erzählt die Geschichte des erfolglosen Drehbuchschreibers Joseph Gillis (William Holden), der von seinen Gläubigern bedrängt wird, zur Begleichung seiner Schulden seinen Wagen in Zahlung zu geben – ein Ansinnen, das er dadurch umgeht, daß er das gute Stück stets versteckt hält. Als er aber von den Inkassomitarbeitern im Auto erwischt wird, liefert er sich mit ihnen eine Verfolgungsjagd, die er dadurch beendet, daß er den Wagen in einer Stichstraße am berühmten Sunset Boulevard versteckt – dort, wo die extravaganten Villen der berühmten Schauspielgrößen stehen, auch die Anwesen der Stummfilmstars, deren Ruhm mittlerweile verblaßt ist. Eine dieser Stummfilmdiven ist die mittlerweile fünzigjährige Norma Desmond (Gloria Swanson), und es ist ihr heruntergekommenes Anwesen, auf das es den Drehbuchschreiber zufällig verschlagen hat. Zunächst hält sie Gillis irrtümlich für den Bestattungsunternehmer, der sich ihres verstorbenen Haustiers, eines Schimpansen, annehmen soll, doch als ihr klar wird, daß sie einen Drehbuchschreiber vor sich hat, wittert sie eine vortreffliche Gelegenheit, ihren langgehegten Plan zu verwirklichen, mit einem selbstverfaßten Drehbuch zur „Salomé“, die sie natürlich selbst spielen wird, wieder einen großen Erfolg zu landen. Gillis soll sich das Skript ansehen, und obgleich er es für grottenschlecht hält, sieht er in der Bearbeitung des Stoffes doch auch eine Chance, seinen Wagen behalten zu können, denn er erkennt schnell, daß das Haus zwar heruntergekommen ist und die Diva mit ihren Invektiven gegen den Tonfilm – „We didn’t need dialogue. We had faces!“ – in der Vergangenheit zu leben scheint und nur über ihren Diener Max (Erich von Stroheim) den Kontakt zu Außenwelt hält, sie aber dennoch Geld im Überfluß besitzt. Schnell ist der Pakt gemacht, der die Diva und den Schreiber am Ende in den Abgrund reißen wird …

Sollte sich heutzutage ein Regisseur an diesen Stoff heranwagen, so wären wohl am ehesten die Coens der Anforderung gewachsen, unter all der Düsternis der Bilder die der Geschichte innewohnende Ironie angemessen in Szene zu setzen, wie sie dies bereits mit „Barton Fink“ (1991) eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Im Hollywood der angehenden 50er Jahre, in denen sich mit dem bevorstehenden Niedergang des Studiosystems ein neuer Paradigmenwechsel – ähnlich dem des Stummfilms zu den „talkies“ – abzuzeichnen begann, war niemand anderes als Billy Wilder dazu prädestiniert, einen solchen Film zu machen: Einmal wegen seines scharfzüngigen und bitteren Witzes, der sich in manchem Dialog und manchem Einfall des Drehbuchs widerspiegelt, zum anderen aber auch, weil er als nicht-autochthoner Hollywood-Regisseur sowohl die Distanz zu als auch die Faszination für das von ihm beschriebene Filmgeschäft in Hollywood-land mit sich brachte.

Hollywood ist eine unbarmherzige Rechenmaschine, der es nicht so sehr darauf ankommt, Kunst zu produzieren, als Gewinne einzustreichen – das wird bereits in den ersten zwanzig Minuten klar, in denen Gillis versucht, einen Stoff an einen der Studiobosse zu verkaufen, der daraufhin – mit einem Blick auf den möglichen Publikumserfolg – die Idee bis zur Unkenntlichkeit verändert. Doch nicht nur Ideen werden in dieser Maschinerie verändert; auch Menschen lassen sich von ihr – freiwillig – deformieren, wie das Beispiel der jungen Betty Schaefer (Nancy Olsen) beweist, mit der Gillis später heimlich an einem Drehbuch schreiben und in die er sich verlieben wird, denn in der Hoffnung, als Schauspielerin reüssieren zu können, unterzieht sich die junge Frau einer Nasenoperation. Auch Norma Desmond hat sich von dem mächtigen Moloch verbiegen lassen, an dessen Erschaffung sie jedoch ihren Teil gehabt zu haben glaubt. In ihrer überladenen Villa legen die allenthalben aufgestellten Photographien ihrer selbst aus ihrer Stummfilmzeit Zeugnis ab von der Kunstfigur, die der Film aus ihr gemacht hat und die langsam immer mehr Besitz von ihrer Identität genommen hat, bis Norma nur noch in der Vergangenheit lebt, verbittert ihren alten Erfolgen nachtrauert und sich in ihrer grenzenlosen Selbstbezogenheit zweimal in der Woche ihre alten Filme vorführen läßt. Um die Illusion ihrer Beliebtheit beim Publikum aufrechtzuerhalten, schreibt ihr Max, der sie mit resignierter Ergebenheit in ihrer Einsamkeit begleitet – später kommt gar heraus, daß er ihr seinerzeit als Regisseur zum Starruhm verholfen hat und gar ihr erster Ehemann war – unermüdlich Fanpost, und willfährig genießt sie auch diesen frommen Betrug, ohne auf den Poststempel zu schauen. Nach einem Vorsprechen bei Cecil B. DeMille, der sich in diesem Film selbst spielt, ist sie davon überzeugt, mit dem fertigen Drehbuch zur „Salomé“ bei Paramount wieder unter Vertrag zu kommen, und kurz darauf zeigt uns Wilder in einer Montage grausame Bilder davon, wie sich die ehemalige Stummfilmgröße durch diverse Behandlungen verjüngen läßt. [1]

Wilder inszeniert diese tragische Geschichte dankenswerterweise mit dem ihm eigenen bitteren Witz. Schon die berühmte Einstellung am Anfang des Filmes, in der wir den toten Gillis von schräg unten im Swimmingpool treiben sehen, während über ihm die Polizei sich anschickt, ihn mit Haken aus dem Wasser zu ziehen, macht deutlich, daß wir eingeladen sind, die Dinge aus einer subversiven Perspektive zu sehen. Gnadenlos wird die Diva in fast jeder Minute des Filmes ausgeleuchtet – nicht nur diegetisch, wenn etwa einer der Studiomitarbeiter einen Scheinwerfer auf sie richtet, um die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken, sondern auch in Situationen, in denen ihr Antlitz eigentlich dunkel sein müßte –, und auf diese Weise wird, ähnlich wie im Falle Barbara Stanwycks in „Double Indemnity“ (1944) der Eindruck einer unerträglichen und verhängnisvollen Künstlichkeit erzeugt, wobei im Falle Norma Desmonds wohl auch der Gedanke mitschwingt, es handele sich bei ihr um einen Gespenst, das sich weigert, in sein Grab zu steigen. Auch ihre Hände werden immer wieder prominent in Szene gesetzt – und zwar so, daß sie eher alles an sich raffenden Krallen oder unermüdlichen bleichen Spinnen gleichen. Besonders deutlich wird dies, wenn die Kamera nach Normas Selbstmordversuch – dem Bemühen entsprungen, ihren Gigolo Gillis bei sich zu behalten – auf ihren bandagierten Händen ruht, die wir vorn im Bild sehen, während hinten die Tür aufgeht und der reumütige, von schlechtem Gewissen getriebene Gillis zu ihr zurückkehrt. Den obligatorischen Kuß, mit dem der unheilige Liebesschwur besiegelt wird, sehen wir hier nicht, doch statt dessen zeigt uns die Kamera, wie die verbundenen Hände den Kopf des jungen Mannes zu der auf dem Bett liegenden Frau ziehen. Beide Motive – die unnatürliche Blässe und die krallenartigen Hände – werden dann am Ende des Filmes in der berühmten Szene nochmals zu einem schrecklichen Schlußakkord vereint, wenn die nach ihrem Mord an Gillis endgültig in den Wahnsinn hinübergeglittene Norma die prunkvolle Treppe in ihrer Villa hinunterschwebt, in der irrigen Annahme, die Kameras der Revolverblätter und Wochenschauen seien Filmkameras, orchestriert von DeMille, wobei der ergebene Max diese jedoch wieder zur Erschaffung einer Illusion benutzt, mit deren Hilfe sein Schützling ohne großen Widerstand der Polizei übergeben werden kann. Unten angekommen, schreitet Norma nach einer kurzen Danksagung flirtend auf die Kamera zu, mit ihren ausgestreckten Krallen lockend, bis sich schließlich das Licht zu einem gnädigen Nebel verklärt, in dem sie ihre harten Konturen verliert und verschwindet.

Einzig der treue und schicksalsergebene Max und der väterlich auftretende DeMille, der vergeblich versucht, Norma mit der Wirklichkeit zu konfrontieren, sind in diesem grausamen Spiel freundliche Figuren. Ansonsten spielt das Schicksal allenthalben böse Streiche, hinter denen man die spitze Feder Wilders vermuten darf. So lernen wir beispielsweise, daß in Hollywood im Gegensatz zu weiblichen Stars bestimmte Autos sehr gut altern, wenn DeMilles Regieassistent wiederholt bei Norma anruft – zur Verwunderung Gillis‘ –, wobei sich am Ende herausstellt, daß das hartnäckige Werben nicht der Diva, sondern vielmehr dem in ihrem Besitz befindlichen Isotta Fraschini galt. Auch die wöchentlichen Whistrunden im Hause der Diva, bei denen sie mit den anderen längst vergessenen Filmgrößen Buster Keaton, W.B. Warner und Anna Q. Nilsson, die Gillis despektierlich als Wachsfiguren bezeichnet, um Pfennigbeträge spielt, entspringen dem bitteren Humor eines realistischen Hollywoodkritikers, vor allem dann, wenn man sich vergegenwärtigt, daß Keatons einzige Worte „I pass“ sind, was man ja auch im Sinne von „Ich gehe vorüber“ auslegen kann.

Besonders unbarmherzig springt Wilder indes mit seinem Protagonisten um, den es noch schlimmer trifft als sechs Jahre zuvor Walter Neff, obgleich er am Ende doch bemüht ist, sich in Ehren aus der Situation zu verabschieden, und sowohl Betty als auch der besitzergreifenden Norma einen Korb gibt, bevor er zu Fuß – und nicht etwa im Auto – die Villa verlassen will. Nicht nur der bissige Kommentar, mit dem der tote Erzähler seine eigene im Pool treibende Leiche bedenkt, offenbart Wilders Hohn, sondern auch die Tatsache, daß wir den Pool zu Beginn der langen Rückblende in einem arg vernachlässigten Zustand als Heimstatt von Ratten sehen. Ist hier also einer Art Ratte ihre eigene Gier zum Verhängnis, zur Falle geworden? Wilders Tiervergleiche gehen noch weiter, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß Gillis ja recht eigentlich die Nachfolge eines Schimpansen als „Lebensgefährten“ der Filmdiva [2] antritt. Letztlich jedoch erscheint uns Joe Gillis trotz seiner anfänglichen Bereitwilligkeit, sich von der alternden Diva aushalten zu lassen, als eine Figur, der ein Rest von Anstand und Stolz innewohnt, denn er macht am Ende des Filmes den Versuch, sich aus der Umklammerung, in die ihn seine Gier manövriert hat, zu befreien – und beweist damit, daß es eben nicht so leicht ist, dem klebrigen Gift der Traumfabrik zu entkommen.

Wie mächtig dieser giftige Moloch ist, zeigt sich wohl nicht zuletzt auch daran, daß er es geschafft hat, aus „Sunset Boulevard“, dem doch so viel Kritik an Hollywood innewohnt, eines seiner berühmtesten Aushängeschilder zu machen.

[1] Gloria Swanson konnte diese Rolle nicht zuletzt wohl auch deshalb spielen, weil es ihr nicht um jeden Preis um ein Comeback zu tun war wie ihrer Figur. Allerdings trug der Film auch nicht wirklich zur Belebung ihrer alten Popularität – die in der Villa aufgestellten Bilder waren in der Tat Photos aus der Glanzzeit Swansons – bei, so daß sich Swanson in erster Linie auf die Arbeit für das Fernsehen konzentrierte. Daß die Schwierigkeiten für Stummfilmstars, nach Aufziehen des Tonfilms ihre Beliebtheit zu erhalten, allerdings gar nicht so weit hergeholt waren, zeigt sich u.a. in der Tatsache, daß eine der ursprünglich für die Rolle vorgesehenen Kandidatinnen die polnischstämmige Pola Negri war, von der Wilder allerdings nach dem ersten Telefonat sofort absah, da er der Ansicht war, daß ihr starker polnischer Akzent sie für einen Film mit hohem Dialoganteil ungeeignet mache.

[2] Hier scheint Wilder durchaus bewußt auch die Möglichkeit unappetitlicher Spekulationen offen gelassen zu haben, die er selbst Mitte der 90er Jahre offen ansprach.
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am 13. März 2016
Bei diesem Film stimmt einfach alles: Bei so einem geistreichen Drehbuch bin ich froh, dass es neben Stummfilmen auch den Tonfilm gibt. Dazu überragende Schauspieler. Beide Hauptdarsteller (Swanson/Holden) zeigen die ganze Palette ihrer darstellerischen Wandlungsfähigkeit in ihren jeweiligen Rollen. William Holden erlebt als Joe Gillis in diesem Film eine Entwicklung vom männlichen Aschenputtel zum bestangezogenen Prinzen mit guten Marnieren. Nutzt er Norma's große Liebe zu sich aus ? In meinen Augen maximal geringfügig. Seine innere Metamorphose spiegelt für mich vorallem seine große Sorge um die labile neurotische Gemütslage seiner Arbeitgeberin Norma Desmond mit allen ihren Folgen ( Suizidversuche ). Zum Happyend kommt es nicht, da bei Gloria Swanson alias Norma Desmond zunehmend die berechtigten Eifersuchts-Warnglocken ( jüngere Rivalin ) klingeln. Und wie sie diese Angst vor dem Verlassenwerden am Ende des Films spielt und durchleidet! Vielleicht hätte sie Joe besser zu einer Heirat überreden sollen, hätte ihn dann gefahrloser an die lange Leine legen können + vorallem auch müssen. Aufgrund seiner finanziellen desolaten Verhältnisse und seinen talentfreien beruflichen Ambitionen boten sich für Joe kaum realistische Alternativen als zu dem Leben mit Norma Desmond... Billy Wilder hat seine Darsteller anders und impulsiver ins Finale geschickt. Für die einzelnen Personen letztendlich ohne glücklichen Ausgang, aber uns Zuschauern würde genau dieses spektakuläre Film-Finale bestimmt fehlen. Den Film sollte man unbedingt ansehen !
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