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Den 1937 in Michigan geborenen Ron Carter vorstellen zu wollen, heißt eine Enzyklopädie des modernen Jazz schreiben zu müssen. Das Ausnahmebassist wirkte auf mehr als 2500 Alben mit und kann als der meist gebuchteste Musiker seines Genres genannt werden. Den Durchbruch schaffte er bereits 1960 mit Gil Evans Album Out Of The Cool. Danach rissen sich die Koryphäen des Jazz nach ihm. Er spielte unter anderem mit Miles Davis, Joe Henderson, Antonio Carlos Jobim, Stan Getz, Coleman Hawkins, Horace Silver und Kenny Burrell. Er erreichte diese Wirkungsdimension mit seinem feinfühligen, immer auf Beruhigung zielenden, der Innovation seiner Mitspieler Stetigkeit vermittelnden Spiels. Im Sommer 2012 gab Ron Carter mit seinem Golden Striker Trio zusammen mit Mulgrew Miller am Piano und Russell Malone an der Gitarre im baskischen San Sebastian auf der Plaza de la Trinidad ein Konzert vor mehr als 2000 Menschen und hauchte der Hafenstadt den Geist der Ewigkeit ein.

Aus dem Konzert entstand eine CD mit insgesamt 5 Stücken, eine DVD mit sechs Aufnahmen und ein Free Audio Sampler mit insgesamt 20 Tracks. Auf der CD bestechen alle sechs Stücke, angefangen mit Candle Light, bei dem sowohl Millers Akkordsetzungen, Malones Melodieläufe als auch Carters feinfühlige Einbettungen überzeugen. My Funny Valentine gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Interpretationen dieses vieltausendmal gespielten Standards. Miller beginnt das Stück wie eine Übung, eher zögerlich intoniert er die Melodie, bevor Carter ihr die Lebensessenz zuführt. Es ist eher ein Duett zwischen Improvisationskunst und Sinngebung, bei der die melancholische Botschaft in einer Weise zur Geltung kommt, dass der Atem stockt. Saudade, eine Carter-Komposition, deutet an, wie sehr der nordamerikanische Jazz den Wurzeln des portugiesischen Fado nahe kommen kann, wie Stan Getz es immer wieder beweisen konnte. Folgerichtig folgt diesem Titel die Luis Bonfa-Komposition Samba de Orpheu. Und als wollten die Golden Strikers zeigen, wie interdependent die Welt der Musik doch ist, legt Ron Carter mit seinem rhythmischen Präludium einen Groove vor, der nur in der Moderne Sinn macht, während in diesem Fall Russell Malone die Gitarre klassisch und steif dagegen setzt. The Golden Striker beschließt die Aufnahmen der CD und wirkt wie der Schluß einer amerikanischen Show, was die Veranstaltung wieder in das Maß der Leichtfüßigkeit führt.

Die DVD vermittelt sehr gut die Atmosphäre auf der nächtlichen Plaza de la Trinidad und dokumentiert noch einmal optisch mit welcher Präzision und Intuition die drei Meister auftreten. Dass sie ausgerechnet dieses Programm wählten vermittelt in puncto Intuition gleich noch mehr, denn es scheint genau das gewesen zu sein, nach dem die Seele der Stadt San Sebastian dürstete, die in ihrer jüngeren Geschichte ein nicht mehr zu ertragendes Ausmaß an Gewalt erleben musste.

Der Free Audio Sampler ist eine etwas eigenwillige, aber dennoch interessante Liste aus Jazzaufnahmen des 20. Jahrhunderts, hat aber mit dem Konzert und den drei Protagonisten nichts zu tun.

Insgesamt handelt es sich um eine seltene multi-mediale Präsentation. Bis auf den Audio-Sampler handelt es sich um ein attraktives Dokument hochkarätigen Jazz, der in der Lage ist, eine Atmosphäre zu kreieren, die jenseits des Spektakulären durch Interpretation, Präzision und Empathie das einzufangen in der Lage ist, was musikalisch Bestand haben wird.
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am 29. Februar 2016
Den souveränen Altmeister des sonoren Kontrabass muss man wohl nicht mehr extra preisen, die vorliegende Aufnahme ist ein wundervolles Beispiel für Einfallsreichtum und spannende Interaktion zwischen den Musikern.
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am 30. August 2013
Ein hervorragendes Trio, in dem Ron Carter seinen
Mitspielern überraschend viel Gestaltungsraum ein-
räumt (insbesondere Mulgrew Miller), hervorragend!
Leider kommen Bild- und Tonqualität nicht an gleich-
artige Fernsehproduktionen heran (z. B. Bayern Alpha).
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