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am 3. Januar 2017
Mein Sohn ist seit einem halben Jahr in der fünften Klasse und inzwischen 11 Jahre alt. Er wünschte sich diesen Roboter zu Weihnachten. Ich war skeptisch, ob das wirklich das richtige Spielzeug für ihn ist. Ich möchte dem Leser eine Entscheidungsgrundlage geben, ob das auch etwas für sein Kind sein könnte. Dabei muss man jedoch selber die Fähigkeiten und vor allem Interessen des eigenen Kindes einschätzen.

Hintergrund: Mein Sohn hat bisher einige größere Lego-Technik-Bausätze, wie das Flugzeug, zusammengebaut. Dabei musste ich als Papa jedoch helfen, sonderlich motiviert war er nicht, den vielen Schritten der Anleitung zu folgen, um dann das fertige Modell fertigzustellen. Er mag einfach nicht nach Anleitung bauen, vielmehr nimmt er diese Technik-Bausätze wieder auseinander und will sich eigene Dinge bauen. Er hat keinerlei Programmiererfahrung, hat im Internet nur ein paar Spiele gespielt.

Zum Set benötigt man unbedingt ein Buch dazu. Die beigelegte Anleitung enthält nur ein Modell und gar keine Hinweise zur Programmierung. Es gibt inzwischen mehrere Bücher, wir haben die Bücher von Laurens Valk sowie von Terry Griffin dazu genommen, die beide ähnlich aufgebaut sind. Beide Bücher enthalten farbige Bauanleitungen. Valk beinhaltet mehrere Modelle, Griffin arbeitet die Funktionen an einem sich erweiterndem Modell ab. Beide Bücher enthalten sehr viel Text (dazu noch recht klein gedruckt). Die Bauanleitungen sind sehr gut nachvollziehbar, die Programmieranleitungen könnten noch deutlich strukturierter dargestellt werden. Es fehlen einfache Übersichten mit einer Darstellung der Programmierblöcke und allen Paramtern. Die Leseprobe des Buches von Scholz/Jost scheint mir noch deutlicher in der Sprache zu sein. Laut der Rezensionen soll es einige (kleinere) Fehler bei den Anleitungen geben, ich habe das Buch jedoch nicht vorliegen.

Bevor man mit dem Bauen anfangen kann, muss man mehrere Tüten öffnen und diese in eine extra zu beschaffenden Kleinteilebox verpacken. Man benötigt eine Box mit einer Höhe von mind. 5 cm. Der EV3-Baustein ist das größte Teil und benötigt eine Insertbox von 8 (Breite) x 12 (Tiefe) x 5 (Höhe) cm. Da auch sehr viele Kleinteile dabei sind, benötigt man zugleich auch kleinere Insertboxen. Ideal ist hier eine (nicht gerade günstige) i-Boxx der Größe 1 mit entsprechendem Sortimo-Einsatz. Im Baumarkt findet man einige günstigere Lösungen, die meisten von der Höhe her passenden Koffer haben dann aber den Nachteil, nur wenige Fächer zu besitzen, so dass man dann viele Kleinteile zusammenwerfen muss.

Die Bauanleitung für einen einfachen, fahrbaren Roboter umfasst nur wenige Seiten, kein Vergleich mit den komplexen Lego-Technik-Bausätzen. Wenn die Batterien eingelegt sind, kann man auch gleich mit der Fernbedienung ohne jegliche Programmierung das Fahrzeug steuern. Ein erstes Erfolgserlebnis ist also schnell zu haben. Natürlich fährt er nicht so elegant wie ein funkferngesteuertes Auto mit einer "richtigen" Fernsteuerung mit Drehknopf und Gashebel. Wir haben auf das extra zu erwerbende und nicht gerade günstige Akkupack verzichtet. So muss man den Roboter von Zeit zu Zeit wieder teilweise zerlegen, um die eingelegten Akkus zu entnehmen und dann zu laden.

Dann geht es an die Programmierung. Dazu muss man sich die Software von der Lego-Internetseite herunterladen, was auch an den Weihnachtsfeiertagen problemlos funktionierte. Die Programmierung mit den grafischen Elementen ist wirklich einfach und gelingt auch einem Fünftklässler sehr schnell. Es gibt vordefinierte Blöcke, die man in sein Programm hineinziehen kann. Man muss dann noch Parameter richtig einstellen. Die Bücher drucken Beispiele ab. Ein erstes Programm kann beispielsweise darin bestehen, den Roboter geradeaus fahren zu lassen und ihn zwischendurch verschiedene Dinge sagen zu lassen. Um das Programm auszuführen, muss das Modell (bzw. der EV3-Stein) mit dem Computer verbunden werden (Kabel liegt bei) und das Programm wird per Mausklick auf den Stein übertragen.

Mein Sohn hat dann als nächstes in Angriff genommen, den Roboter im Raum fahren zu lassen und immer wenn er ein Hindernis mit dem Infrarotsensor erkennt, den Roboter um 90 Grad zu drehen bevor er weiterfährt. Mein Sohn hat dazu eines der Bücher selbständig gelesen (mehr oder weniger vollständig) und dann mit den Programmieren begonnen. Am Anfang musste ich ihn auf seine viel zu komplizierte Denkweise hinweisen und die Programme, die leider nicht liefen, deutlich entschlacken. Nachdem er verstanden hatte, wie man jeden Programmierblock einzeln testen kann, kann er seine Programme nun alleine "debuggen" und der Roboter macht zumeist auch das, was er sich zuvor ausgedacht hat.

Für die Programmierung einer Drehung um 90 Grad gibt es mehrere Möglichkeiten und keine dieser Möglichkeiten ist für einen 11jährigen zunächst intuitiv. Denn was bedeutet es auf der "Straße", wenn man die Achsen um 180 Grad dreht oder wenn man eine Drehbewegung für 2 Sekunden ausführt. Mein Sohn hat die Problematik jedoch schnell verstanden und ermittelt durch "Versuch und Irrtum", indem er Parameterwerte verändert, die richtigen Einstellungen für das gebaute Modell.

Mit dem Infrarotsensor kann man die Entfernung zur Wand messen. Dabei ist es nicht möglich, dem Sensor direkt mitzugeben, er solle bis zu 7 cm an die Wand heranfahren und dann stehenbleiben. Die gemessenen Werte des Sensors hängen nämlich auch von der Reflexionsfähigkeit des aufgestellten Hindernisses ab. Beim Farbsensor kann man den Roboter die erkannte Farbe sagen lassen, auch das ist eine Möglichkeit, die Ursache für ein nicht erwartetes Verhalten herauszufinden. Den Berührungssensor hat er noch nicht ausprobiert. Auch er lässt sich in das Grundmodell sehr einfach einbauen (Bauzeit nur 10 Minuten).

Insgesamt überfordert dieses Set ein 10- oder 11-jähriges Kind keinesfalls, wenn es denn Interesse an der Programmierung hat. Als Elternteil ist es hilfreich, wenn man grundlegende Programmierkonstrukte wie Schleifen und bedingte Anweisungen kennt, um die geschriebenen Programme von der Logik her überprüfen zu können. Bei uns in der Region gibt es auch Volkshochschulkurse für Kinder - das ist eine mögliche Alternative zum Lernen.
11 Kommentar| 72 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2015
Hochinteressante sowie ausgereifte Technik, die viel Spass bringt. Allerdings sollte man beachten, dass auf die Dauer tatsächlich der ziemlich teure Akku benötigt wird. Der Batteriewechsel ist bei zusammengebautem Modell sehr schwierig. Sogar das Aufladen des Akkus gestaltet sich, je nach Modell, problematisch, da der Anschluss ggf. blockiert ist und etwas zerlegt werden muss.

Zum Original-Akku kann ich dann auch nur das Original-Ladegerät empfehlen, das ebenfalls seinen Preis hat. Und am Besten gleich auch das ebenfalls recht teuere Handbuch zum programmieren-Lernen. Schlussendlich hat mich das alles zwar eine Menge Geld gekostet, dies auch noch in der falschen Reihenfolge (Robo gekauft, Robo gebaut, mit Batterien betrieben und nicht programmieren gekonnt...). Aber unterm Strich ist jetzt bei mir alles vorhanden, als letztes nun auch das Buch zum Roboter und damit hatte das Ärgern ein Ende und der eigentliche Spaß ging los und hält an. Leider mit Verspätung, weil man die richtigen Ratschläge immer erst zu spät erhält. Genau deswegen schreibe ich dieses hier - passende Ratschläge vorab.

Übrigens: der Netgear funktioniert nicht mit dem Mindstorms, obwohl er oft zusammen mit diesem gekauft wird. Diesen Fehler habe ich auch gemacht. Ich agiere jetzt über Bluetooth und das klappt.

Genau diese Infos hätte ich selbst gerne vor dem Kauf gehabt, gab es aber nicht. Deswegen hoffe ich, dass dieses hier anderen Käufern hilfreich ist.
44 Kommentare| 227 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2017
Der Roboter ist super, allerdings hätte ich besser das EDU-Modell genommen, was zwar 129,- € teurer ist, jedoch mit zusätzlichen Sensoren ausgestattet ist, die nun von mir extra zu bestellen sind.
22 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juli 2017
 Habe EV3 MindStorms meinem Sohn zu seinem neunten Geburtstag geschenkt. Davor hat er schon mit WeDo 2.0 und Naturwissenschaft Baukästen von LEGO gespielt. Aufgebaut haben wir bis jetzt 3 Modelle: den offiziellen Track3r, den Zamor-Bälle werfenden Panzer (dazu das Buch "LEGO®-Shooter! mit LEGO® MINDSTORMS® EV3. Sechs Roboter mit dem Zamor-Werfer" hier auf Amazon für 10 Euro gekauft) und den Zauberwürfel lösenden MindCub3r.

Wie soll man nun dieses Spielzeug bewerten, man hat gemischte Gefühle...

+ Preis ist mittlerweile mit 280 Euro eigentlich angemessen.

- Warum hat LEGO nur 1 Bauanleitung von den 5 offiziellen Modelle ausgedruckt? Man ist gezwungen PDF-Anleitungen herunterzuladen und sie dann ruckelnd (wegen vieler Bauteile) auf iPad oder PC zu scrollen.

- Es gibt nicht mal minimale Programmbeispiele dabei. Wenn man so ein Geschenk kauft, dann muss man als Vater schon einige Abende für Vorbereitungsrecherche opfern. Ohne Vorbereitung kann man gar nicht loslegen. Das hätte LEGO doch besser machen können.

- Programmieren muss man auf PC und das fühlt sich für das moderne Kind altbacken an (und für den Vater ermüdend - sich nach einem Arbeitstag im Büro wieder an Computer zu setzen, anstatt im Wohnzimmer mitzuspielen). Es gibt zwar eine iPad-App, sie ist aber unvollständig.

- Viele Kabel... das hätte LEGO auch besser lösen können.

+ Mini-USB Kabel (warum nicht micro?) ist manchmal schwer anzuschliessen, habe dann für PC einen Bluetooth 4.0 "CSR 4.0" USB-Stick gekauft und es funktioniert gut für Programme hochladen.

- Alle 3 Modelle die wir gemeinsam gebaut haben, waren schwer zu bauen und das Ergebnis ist nie wirklich zufriedenstellend gewesen: die Fahrzeuge lassen sich nur sehr ungenau steuern, der MindCub3r hat nur 1 Mal von 10 Versuchen funktioniert, weil Farbsensor nicht Farben erkannte, obwohl ich dafür extra einen 57mm Kubik Rubik mit schwarzem Untergrund gekauft habe.

+ Meine letzte Hoffnung ist "Swift Playgrounds" App von App. Angeblich kann man damit auch EV3 Mindstorms steuern...
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1010 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2017
This LEGO set is a time-burner for the whole family.
The programming is a challenge sometimes. But it worth that.
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am 25. Oktober 2014
Anspruchsvolles Spielzeug mit sehr hohem Spaß- und Lernfaktor.
Einblick in die automatisierte Welt von Morgen, aber dennoch
in kindlicher bzw. jugendlicher Sichtweise.
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am 15. Januar 2016
Die perfekte Mischung aus spielen und lernen! Bietet Spaß und hast mir sehr bei einem Schulprojekt geholfen. Dazu kann ich die schwarzen Amazon Akkus empfehlen.
Vorsicht: Ich wurde vom Verkäufer Classy Brands betrogen, musste bei Amazon anrufen, habe es letztendlich aber bekommen.
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am 30. März 2016
eins vorneweg, ob der Preis angemessen ist, muß jeder für sich selbst entscheiden ;-)
Allerdings sei darauf hingewiesen, dass keine gedruckte Anleitung der Robotor beiliegt;
Bedienungsanleitung ebenfalls nicht. Eine Aufbewahrungsbox der Kleinteile, Motoren und Sensoren, usw... fehlt ebenfalls.

Mir völlig unverständlich ist, dass der track3r nur in einer Version als Bauanleitung gnädigerweise
beiliegt; wenn man aber die anderen Variationen mit Anleitung bauen möchte, muss man diese aus dem PDF
heraus nocheinmal drucken, oder manuell vom Drucken ausschließen.

Warum Drucken?
Wenn man zu zweit oder dritt baut, sollte man wenigstens ein 10" Tablet haben - solange man auf dem Boden alles
zusammenbauen möchte, der man belegt für viele viele Stunden einen großen Schreibtisch mit PC oder Laptop mit jeweils
großem Monitor.
Da mangels großen Tisch, der dauerhaft mit Legobausteien belegt werden kann und nur ein Tablet mit max. 7,7" zur Verfügung
steht, favorisiere ich klar die Druckversion.

Zum Starten und Aufbewahren benötigt man zusätzlich:
1. Zum Drucken (wenn man denn möchte):
einen duplexfähigen Drucker und massig Papier: Ich drucke Duplex mit zwei Druckseiten pro Blatt Papier (also 4 Druckseiten pro DIN A4 Seite)
2. stabiler Leitzordner, Locher für bis zu 70 Seiten beschleunigt das Ablegen.
3. Aufbewahrungsboxen, z.B. aus dem Baumarkt
Auf der Verpackung steht außerdem: 6x AA-Batterien, 2x AAA Batterien: Aus Erfahrung empfehlen sich eneloop: http://www.amazon.de/Panasonic-eneloop-Ready--BK-3MCCE-8BE/dp/B00JZBX8DQ/ref=sr_1_2?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1459337567&sr=1-2&keywords=eneloop

Wer den Schwierigkeitsgrad beim Aussuchen der Kleinteile nicht erhöhen möchte, sollte nicht schwarz/weiss drucken ;-)

Der Zusammenbau gestaltet sich einfach, das Überspielen der Software aber ein wenig haklig. Selbst nach Aktualisierung der Firmware wird das Steuerungsprogramm nur mit <Sofort Ausführen> übertragen: Wenn also das USB Kabel zu kurz ist....
Das Design ist erste Klasse und die einzelnen Roboter machen lange sehr viel Spaß!

Klare Kaufempfehlung, trotz nicht ganz ausgewogenen Preis-/Leistungsverhältnis.

Tip: Mit etwas Geschick, lassen sich andere Lego-Modelle mit Mindstorm aufrüsten: Beispiele gibt es genügend auf youtube.
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am 25. Juli 2016
Wir haben den Mindstorm für unseren 10 jährigen Sohn gekauft. Dieser ist sehr Technik begeistert. Leider ist nur eine Beschreibung dabei, obwohl man mit einem Satz verschiedene Roboter bauen kann.
Die anderen 4 Roboter Bauanleitungen muss man vom Internet runterladen und am besten Ausdrucken.
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am 26. Dezember 2014
Mein Mann und meine Tochter hat das für Weihnachten als Geschenk bekommen. Sie sind beide begeistert. Es hat leider nur 2 grossen und einen kleinen Motor, also wir müssen noch einen Motor extra kaufen. Trozdem tolles Qulaität und grosses Spass.
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