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Dies ist aus mehreren Gründen eine der interessantesten Boxen der Klemperer-Reihe, die seit ein paar Jahren fortlaufend von EMI (mittlerweile Warner) veröffentlicht wird.

1. Klemperer von seiner Seite der frühen Jahre als Verfechter des Zeitgenössischen (z.B. verfasste Kurt Weill auf seine Anregung hin die hier eingespielte Orchestersuite aus der Dreigroschenoper): Ein tiefernster Hindemith (in sehr gut klingendem Mono), Weill als Nachfahre Mahlers (das kommt auch sehr beeindruckend in dem Dreigroschen-Querschnitt mit dem Dirigenten Charles Adler zum Vorschein, natürlich auch der zweiten Sinfonie und manch anderen) und ein stimmiger Strawinsky. Eine Verlegenheitslösung ist wohl, dass die 17 Minuten "Hänsel und Gretel" (Ouvertue, Abendsegen und Traum-Pantomime) von Humperdinck unter "Musik des 20ten Jahrhunderts" laufen ... Nun ja - Humperdinck starb tatsächlich 1921 *g*

2. Klemperer als Komponist: Der eher harmlose Merry-Walz (eine Tanz-Szene im Altersheim!) war ja immer wieder zu haben, anders sieht es schon aus mit der zweiten Sinfonie - einer Art komponiertes Torso und Patchwork. Schon der einstimmige Beginn klingt, wie wenn man aus einem Orchesterstück eine expressive Stimme herausnimmt und den Rest weglässt. Dann immer wieder die aprupten, sprunghaften Wechsel der Gedanken, der von Mahler inspirierte zweite Satz ... Heute ist die Musikwissenschaft auf dem Weg, vieles neu zu bewerten, was in einem Schablonendenken zu schnell missachtet wurde. Die Frage des SINNS von Bewertungen in der Kunst kann ich als jemand, der mit Hilfesuchenden arbeitet, auch wirklich nur in menschlicher Unzulänglickeit finden...
Zudem gibt es noch vom Komponisten Klemperer die originale Kopplung mit der Zweiten, das 23-minütigen siebten Streichquartet, gespielt vom Philarmonia Quartet.

3. die lange Dokumentation, die Klemperers Lebensweg nachzeichnet, natürlich ganz besonders mit dem Schwerpunkt auf seinem Wirken beim Philarmonia Orchestra, ohne das er wohl nicht nicht den heutigen Stellenwert in der Rezension einnehmen würde - oder zumindest einen "anderen". Denn bis in die 50ziger Jahre war Klemperer auch ein extrem hitziger und "schneller" Dirigent.

ZUM REMASTERING

Die meisten diese Aufnahmen waren zwar auch die Jahre zuvor als CD erhältlich, aber manche der Ausgaben klingen hier doch etwas besser. Woran das liegt - darüber rätsle ich schon seit Längerem: Die Überspielungen selbst können es nicht sein, da bei den bereits seit den 90zigern veröffentlichten Ausgaben die letzten Transfers verendet wurden. Möglicherweise ein neues Übertragungsverfahren des Masters auf die Konsumenten-CD? Aber ich bin kein Techniker. Der Klang ist jedenfalls etwas direkter mit weniger Schleier.

Mehr als vier Sterne bin ich bei den EMI-Ausgaben aus Sicht des Klangs nicht gewillt zu geben - einfach aus dem Grund, weil die Original-Bänder generell deutlich (!) besser klingen. Das weiß jeder, der noch gute (englische) LP-Pressungen zuhause hat und auch ganz besonders der "Betuchte" oder "Verrückte", der die japanischen SACD-Ausgaben kennt - z.T. hybrid, z.T. single-layer). Ein paar EMI-Schätze sind ja auch die letzten Jahre mal in Europa als SACD remastert worden... Das Klangergebnis ist oft frappant besser!

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Über ein Feedback (Kommentare) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen! Lesen Sie gern auch andere meiner weit über 200 Klassik-Besprechungen mit Schwerpunkt "romantische Orchestermusik" (viel Bruckner und Mahler), "wenig bekannte nationale Komponisten" (z.B. aus Skandinavien), "historische Aufnahmen" und immer wieder Interpretationsvergleiche und für den Kenner bzw. Interessierten meist Anmerkungen zum Remastering!
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2015
Strawinskys Sinfonie finde ich - auch wenn so gut wie bei Klemperer gestaltet - nicht überzeugend; die Pulcinella-Suite ist melodisch viel angenehmer und wird von Klemperer sehr ansprechend dargebracht. Ebenso spricht Weills für Klemperer zusammengestellte kleine Dreigroschenmusik an. Von Klemperer selbst ist der Walzer sehr charmant, die Sinfonie Nr. 2 überzeugt nach mehrfachem Hören. Das nicht sehr üppige Beiheft setzt Klemperer als Komponist eher herab, was peinlich berührt. Klemperers Quartett überzeugt mich allerdings (noch) nicht. Der Hindemith ist (wie schon auf der WDR-Aufnahme) schön gestaltet, aber nur in Mono. Die Humperdinck-Werke klingen hier sehr gut, stammen aber noch aus dem 19. Jahrhundert. Als Bonus ist die 1 3/4stündige Biographie stellenweise interessant.
Die Interpretationen finde ich sehr gut, aber ansonsten ist die Box eher eine Reste-Verwertung.
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