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Ich stand vor einem Problem, vor dem sicher viele stehen: Welche Kamera? Zur Wahl standen: Die Nikon 3200 und 5200, die Pentax K-30, die neue Canon 700D sowie die Sony A57, A58 und A65.

Es folgt meine (natürlich subjektive) Bewertung. Um es vorweg zu sagen: Am Ende ist es, knapp vor der A58, die Sony A57 geworden.

1. Canon 700D

PRO CANON: Die Canon 700D hat mich gereizt, weil ich bei Kompaktkameras immer Canon-Geräte hatte, wegen der großen Zubehör-Auswahl und weil Canon als derzeit einziger Anbieter einen (zudem seitlich schwenkbaren) Touchscreen bietet.

NEUTRAL: Die Canon hat den Bildstabilisator in den Objektiven und einen (recht kleinen) optischen Sucher (OVF) mit 95% Bildabdeckung. Der Sensor löst mit 18 MP auf.

CONTRA: Verschiedene Tests (Dpreview, DXOmark) zur 650D berichten von recht hohem Rauschlevel (noch höher als die durch das SLT-Konzept insoweit etwas "gehandycapten" Sonys), von teils (insbesondere bei „Liveview“ (Bildkontrolle auf dem Monitor) etwas langsamem Autofokus (AF), von vergleichsweise hohem Batterieverbrauch und von etwas schlechterer Bildqualität im Verhältnis zu den Wettbewerbern.

2. Nikon 3200/5200

PRO: Die 3200 ist eine exzellente Kamera, die 5200 ist (u.a. wegen der Schwenkscreens und des externen Mikro-Anschlusses) noch besser (aber auch teurer). Nikon bietet zusammen mit Canon die beste Zubehörauswahl und neben Pentax die beste Bildqualität. Jedenfalls sagen das Profi-Tests von Dpreview und DXOmark). Ich habe mir die Testbilder bei Dpreview im Vergleich zu Sony und Pentax angeschaut und mir haben subjektiv die Bilder von Pentax und Sony besser gefallen. Pentax war atemberaubend gut. Sony war auch gut. Nikon fand ich etwas "weich". Auch CHIP fand die Bildqualität der Sonys besser.

In puncto Bildqualität muss man natürlich auch bedenken, dass diese primär nicht vom Kameragehäuse, sondern von den Objektiven abhängt. Hier bieten Canon und Nikon die größte Auswahl. Als Hobby-Fotograf reicht mir neben dem Kit-Objektiv 18-135 derzeit eine lichtstarke Festbrennweite (35 mm/F 1.8). Das sind eher "billige" Objektive und mir ist bewußt, das man da gewisse Abstriche bei der Qualität machen muss. Aber mir ist das gut genug. Wer Profi-Qualität will und Objektive oberhalb der 500 oder 1000 € kaufen möchte, was ich nie tun werde, sollte wohl eher zu einer Nikon greifen, weil die Auswahl an guten Objektiven (teils auch schon im günstigen Bereich) viel größer ist als bei Sony oder Pentax.

NEUTRAL: Die Nikon hat, wie die Canon, den Bildstabilisator in den Objektiven und einen optischen Sucher (OVF) mit recht kleinem Bild und 95%iger Bildabdeckung. Der Sensor bietet 24 MP.

CONTRA: Nicht gefallen hat mir - wie bei Canon - auch das sehr kleine und zudem nur 95 % des späteren Fotos abdeckende Bild des optischen Suchers. Außerdem ist die Bedienung der Nikon - jedenfalls für Anfänger - recht komplex. Die Menüs sind m.E. bei Weitem nicht so intuitiv wie bei den Wettbewerbern.

3. Pentax K-30

PRO: Die Pentax K-30 hat phantastische Lowlight-Fähigkeiten und m.E. insgesamt die (nach den Tests und meinem subjektiven Eindruck) beste Bildqualität. Zudem bietet die Kamera außergewöhnlich viele In-Kamera-Effekte zur Bildbearbeitung.

NEUTRAL: Der Sucher ist optisch, aber im Vergleich zu Canon oder Nikon riesig und deckt anders als diese 100% des Bildes ab. Der Bildstabilisator steckt in der Kamera. Der Sensor bietet 16 MP.

CONTRA: Allerdings sind Pentax-Kameras nicht so verbreitet wie Canon oder Nikon. Die Videofunktionen sind eher schwach ausgebildet (zudem kein Anschluss für externes Mikro). Der LCD-Bildschirm ist (wie bei der Nikon 3200) nicht abklappbar und (eher Nebensache) das Gehäuse ist m.E. eher häßlich. Insgesamt fehlt der Pentax etwas der „Sexappeal“ der Wettbewerber.

4. Sony A57, A58 und A65

Die A58 ist - anders als das bei Amazon steht - nicht die Nachfolgerin der A57, sondern eher der A37. Sie ist daher (wie die A37) etwas kleiner als die A57, und es wurden (wie bei der A37) etliche Features im Vergleich zur A57 eingespart. Nicht gespart wurde aber bei der Bildqualität, die besser ist als die der A57. Die A65 ist noch besser ausgestattet als die A57 (und noch etwas älter). A57 und A65 sind "Auslaufmodelle".

Die Sonys bieten nach den Tests und meinem subjektiven Eindruck eine sehr gute (subjektiv nach Pentax sogar die beste) BILDQUALITÄT, wobei Bildqualität und insbesondere Rauschen wohl bei der A58 am besten und bei der (teuersten, aber ältesten) A65 am schlechten sind. Die A57 bietet 16 MP, die A58 20 MP und die A65 24 MP Auflösung. => SIEGER A58

TIPP: In einer Rezension zur A58 liest man, die FARBTREUE sei schlecht. Blau werde lila wiedergegeben. Das stimmt nicht. Zwar kann es sein, dass der Rezensent eine defekte Kamera oder ein defektes Objektiv erwischt hat, viel wahrscheinlicher ist aber, dass sein Monitor die Farben schlicht falsch darstellt. Mein alter PC-Monitor stellte Blautöne bei Fotos von Digitalkameras (von Sony ebenso wie von Canon) bisweilen auch lila dar. Wenn ich die gleichen Fotos auf dem eingebauten Display der Kamera anschaue, die SD-Karte in meinen Panasonic-Fernseher schiebe oder die Bilder ausdrucke, sind Blautöne aber genauso blau wie in der Realität. Auch auf meinem neuen Dell 2412M-Monitor ist das der Fall.

"Meine" weiteren Gründe für Sony:
- großer elektronischer Sucher mit 100% Abdeckung
- Klappdisplay
- Bildstabilisierung im Gehäuse
- überlegene Video-Eigenschaften
- viele sonstige nette Spielereien (z.B. Panorama-Fotos und bei A57/A65 3D-Panorama).

Der SUCHER ist elektronisch (EVF). Das war für mich ein Grund pro Sony. Das kann man natürlich anders sehen. Profis und Tradionalisten bevorzugen vermutlich einen optischen Sucher (OVF), den ich bei Pentax auch beeindruckend fand, bei Nikon und Canon war mir das Sucherbild zu mickrig; es ist effektiv nur halb so groß wie das der A57 und deckt auch nur 95% ab.

Für Amateure wie mich ist ein EVF ein echter Vorteil, denn es werden nicht nur allerlei nützliche Zusatzinfos eingeblendet (z.B. auch Kantenschärfe als Hilfe für das manuelle Scharfstellen), sondern es gilt "What you see is what you get": Das Bild wird weitgehend so angezeigt, wie das fertige Foto sein wird (Farbe, Helligkeit, Weißabgleich usw.). Man sieht also sofort und nicht erst bei der Nachkontrolle, wenn etwas nicht stimmt. Außerdem läuft die Kamera immer im "Liveview"-Betrieb und der Autofokus ist sehr schnell. Schließlich kann man (hilfreich bei heller Sonne) auch bei Videoaufnahmen durch den Sucher schauen. Das geht konstruktionsbedingt bei den Wettbewerbern nicht, denn bei diesen ist der Spiegel bei der Videoaufnahme weggeklappt und der Sucher dunkel. Nachdem ich einige Zeit mit dem EVF gearbeitet habe, würde ich ihn nicht wieder gegen einen OVF eintauschen wollen.

IM VERGLEICH ZWISCHEN DEN SONYS hat bzgl. des Suchers die A57 für mich das Rennen gemacht. Die Sucherbilder sind bei allen drei Kameras im Vergleich zu Canon oder Nikon groß (A57 und A65 riesig, A58 deutlich kleiner) und decken 100% des Bildes ab. Die Technik ist LCD bei der A57 und OLED bei A65 und A58. In allen Tests liest man, dass OLED besser sei. Ich habe mir die Mühe gemacht, alle drei Kameras live zu testen und - zu meiner Überraschung - festgestellt, dass ich das LCD-Bild der A57 am besten finde. OLED ist kontrastreicher und "bunter" als LCD. Das ist für mich eher ein Nachteil, denn während die Farben bei der A57 (auch wenn das Bild etwas blasser war) natürlich abgebildet wurden, waren sie bei A58 und A65 "schöner als die Wirklichkeit" (unnatürlich bunt). Außerden grieseln alle elektronischen Sucher bei schlechtem Licht. Auch das war bei der A57 (wegen des geringeren Kontrasts) deutlich weniger stark. Andererseits ist das vermutlich alles Gewöhnungssache und wenn man den direkten Vergleich nicht hat, sind auch die Sucher von A65 und A58 toll.

Alle drei Sonys haben ein KLAPPDISPLAY (bei A57 und A65 auch drehbar und zum Schutz mit dem Schirm zur Kamerarückseite drehbar, bei A 58 nur nach oben und unten neigbar), bei A57 und A65 ist die Größe 3 Zoll, bei A58 nur 2,7 Zoll mit etwa halb so hoher Auflösung wie bei den Schwestern. Das Klappdisplay ist ein echter Vorteil gegenüber Nikon 3200 und Pentax K-30. Ich möchte das nicht mehr missen (insbesondere um auch mal „aus der Hand“ Fotos oder Videos aufzunehmen). Die Klappdisplays der Nikon 5200 und der Canon 700D sind noch besser, weil sie sich zur Seite rausklappen lassen (gut für Selbstportraits und Stativaufnahmen), während das Gelenk bei Sony unsinnigerweise unten sitzt. A57 und A65 landen hier im Ergebnis vor der A58

Die BILDSTABILISIERUNG (Steady Shot) ist im Gehäuse. Das bietet den Vorteil, dass auch Aufnahmen mit Objektiven ohne Stabilisator (z.B. älteren Minolta-Objektiven) verwackelungssicher sind und ist auch vorteilhaft bei Video-Aufnahmen. Dabei ist zwischen Foto und Video zu unterscheiden: Bei Fotos erfolgt eine mechanische Stabilisierung, bei Videos ist sie elektronisch. Da bei Videos ein Teil der Sensoren für die Stabilisierung gebraucht wird, ist der Bildausschnitt kleiner (weniger Weitwinkel)). Bei Fotos wird dafür erst bei der Aufnahme und nicht schon bei der Vorschau stabilisiert. Das ist bei allen Sonys gleich.

Bei den VIDEOFUNKTIONEN sticht Sony durch AVCHD- und MP4-Formate und die schon beim Sucher beschriebenen Vorteile bei der Liveview-Fokussierung hervor. Der In-Kamera-Bildstabilisator stabilisiert auch hier ebenfalls bei „unstabilisierten“ Objektiven. Die Wettbewerber zeichnen idR noch im veralteten und wenig komprimierten AVI-Format auf. Alle Sony-Kameras bieten "Full HD". Die A57 und A65 auch in "50P" (50 Vollbilder), während die A58 nur in "50i" (50 Halbbilder) schafft, was aber in der Praxis kaum relevant sein dürfte. Ich filme mit der A57 freiwillig in 50i.

Nette weitere SPIELEREIEN sind z.B.
- die schnelle Serienbildfunktion (A57 bis zu 12 fps, A65 bis 10 fps, die A58 bis 8 fps),
- die Gesichts- und Lächelerkennung mit automatischer Objektverfolgung (bei A58 noch etwas bessert)
- die Panoramafunktion (vertikale und horizontale Panoramaaufnahmen, die automatisch zusammengebaut werden, bei A57 und A65 auch in 3D),
- der Neigungssensor/Wasserwage (bei A57 und A65, nicht bei A58),
- das GPS-Modul (nur bei A65; fehlt mir aber nicht sonderlich, da ich idR weiß, wo ich die Fotos gemacht habe),
- die Infrarot-Fernbedienbarkeit (nur bei A57 und A65; ist zwar Sonderzubehör (RMT-DSLR1), aber bei Amazon gibt es für wenige Euro eine voll kompatible Drittanbieter-FB für Auslösung und Wiedergabesteuerung bei Anschluss ans TV).

Auch wenn diese "Spielereien" nicht wirklich nötig sind, geben diese und viele weitere Funktionen den Sony-Kameras genau den "Sexappeal" und Spaßfaktor, der mir bei der in der Bildqualität überlegenen Pentax (neben dem Klappdisplay und Mikrofonanschluss) besonders gefehlt hat.

Noch ein paar Unterschiede:
- das Bajonett ist bei A57 und A65 aus Metall, bei A58 aus Plastik (hält aber sicher auch);
- die A58 hat ein neues Kit-Objektiv (nur 18-55, Vorteil lt. Sony "keine Geistereffekte und Lichtreflexionen mehr"; das Kit-Objektiv 55-200 ist bei allen gleich);
- die unterschiedliche Auflösung: Hier gewinnt letztlich die A58, die eine höhere Auflösung als die A57 (20 MP statt 16 MP) hat und trotzdem weniger Bildrauschen liefert als A57 und A65, während bei der A65 die höhere Auflösung von 24 MP mit (im Vergleich zu den beiden kleinen Schwestern) deutlich höherem Rauschen (m.E. zu teuer) bezahlt werden muss. 16 MP bedeutet, dass man locker A3-Vergößerungen machen kann. Das ist für mich mehr als genug;
- die A58 hat wie die A99 einen ISO-Blitzschuh. Die A57 und A65 haben noch den alten, Ende 2012 von Sony aufgegebenen proprietären Sony/Minolta Blitzschuh. Die Sache mit dem ISO-Blitzschuh hat derzeit noch Licht und Schatten, weil es noch nicht so viele Sony-kompatible Blitze mit dem neuen Schuh gibt, aber das kommt. Derzeit sind es schon drei: der kleine HVL-F20M (wohl eher für NEX-Kameras), der brandneue HVL-F43M (nicht AM!) und der HVL-F60M, der allerdings teuerer ist als die Kamera selbst. Geräte von Metz und Nissin für den schmaleren Geldbeutel kommen sicher bald bzw. können mit einem Adapter angeschlossen werden.

In der Summe überrascht mich nicht, dass die Sony Kameras seit langem souverän Spitzenplätze auf der CHIP-Bestenliste führen (A57 knapp vor A58 und A65 und den anderen hier verglichenen Kameras). Ich weiß - Profis belächeln die CHIP-Tester als Amateure - aber ich bin auch ein Foto-Amateur und finde vermutlich genau deshalb, dass CHIP recht hat.

Unter dem Strich hat bei mir mit Blick auf Eigenschaften, Ausstattung und Bildqualität die Sony A57 gewonnen. Da es die A57 nicht mehr gibt, bleiben derzeit die A65 und die A58. Hier gewinnt die A58. Die A65 hat zwar noch ein wenig mehr Ausstattung und eine höhere Auflösung, bietet aber eine schlechter Bildqualität zum höheren Preis. Und der Preis ist bei der A58 wirklich heiß.

P.S.: Ein paar Zubehörtipps:

Mittelgroße Tasche (Platz für Kamera mit Objektiv, Zusatzobjektiv, externen Blitz, Ladegerät, Ersatzakku und Zubehör) => nutze ich zum Aufbewahren des ganzen Zubehörs und für Familienfeste, bei denen ich einen externen Blitz brauche):
http://www.amazon.de/gp/product/B005J3X1QI/ref=oh_details_o02_s02_i01?ie=UTF8&psc=1

Kleine Tasche (Platz für Kamera mit Objektiv, Ersatzakku und ggf. ein paar Filter) => habe ich zusätzlich zur mittelgroßen Tasche gekauft, für unterwegs (Ausflug, Zoo etc.), falls weder externer Blitz noch Wechselobjektive gebraucht werden und die andere Tasche zu groß ist:
http://www.amazon.de/gp/product/B004YAJBZC/ref=oh_details_o01_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

Sehr gutes "Immerdrauf"-Universalzoom, siehe auch meine Rezension zu diesem Objektiv (mit Vergleich zu den Objektiven SAL 18-55 und SAL 18-250). Ein Kit mit dem 18-135 gibt es für die A58 leider anders als für die A57 (noch?) nicht) => lohnt sich, obwohl es etwa genauso teuer ist, wie die Kamera selbst:
http://www.amazon.de/Sony-SAL-18135-18-135mm-3-5-5-6-Objektiv/dp/B0084YK05Y/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1372096495&sr=1-1&keywords=sal+18-135

Lichtstarke Festbrennweite (35 mm / 1.8) => für Aufnahmen bei wenig Licht oder wo der Blitz stört (wird hoch gelobt; ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ob sich der Kauf für mich wirklich gelohnt hat; Objektiv ist sehr gut, aber ich nutze es fast nie, weil das 18-135 meist völlig ausreicht):
http://www.amazon.de/Sony-SAL-35F18-Objektiv-35mm-Filtergewinde/dp/B003XU4B4A/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1369221123&sr=1-1&keywords=35F18

Telezoom (55 - 300 mm) => wenn man nicht schon das 55 - 200 mm Kit-Objektiv oder das 18 - 135 mm hat; ansonsten lohnt sich der Brennweitengewinn m.E. eher nicht; ist aber grds. deutlich besser als das 55 - 200):
http://www.amazon.de/Sony-SAL-55300-Objektiv-Telezoom-DT-Objektiv/dp/B008PCVE78/ref=sr_1_5?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1369221043&sr=1-5&keywords=55300

Diese Rezension wird von mir gern aktualisiert und verbessert. Vielen Dank für Wertschätzung, Tipps und Kritik!
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TOP 500 REZENSENTam 16. August 2014
☛ Vorwort

Ich bin ein Einsteiger im Bereich der Fotografie habe mich jedoch sehr intensiv mit der Materie sowie mit den gängigen Modellen für Einsteiger beschäftigt. Letztendlich habe ich mich für die Sony Alpha 58 entschieden. Da Kitobjektive in der Regel keinen guten Ruf genießen (so auch das der A58), habe ich mir zusätzlich das Tamron 17-50 gekauft. Eines sei schon mal im Vorfeld gesagt: Ich habe den kauf der Sony Alpha 58 bis Heute (Kaufdatum: Februar 2014) nicht bereut, sondern bin ganz im Gegenteil absolut begeistert.

☛ Die Sony-Technik

Bei der Alpha 58 handelt es sich nicht um eine "gewöhnliche" Spiegelreflex-Kamera (kurz DSLR) sondern um eine von Sony eigens entwickelte Technik - DSLT (... single lense translucent). Hierbei wird im Gegensatz zur DSLR der Spiegel nicht umgeklappt um das Licht auf den Sensor zu leiten. Bei Sony ist der Spiegel, wie es der Name bereits vermuten lässt, lichtdurchlässig. Ein Umklappen ist somit nicht notwendig. Alle, welche sich für die Technik genauer interessieren seien an dieser Stelle auf das Internet verwiesen. Des Weiteren Sony typisch ist, dass sich, im Gegensatz zu vielen Mitbewerben, der optische Bildstabilisator im Kameragehäuse und nicht im Objektiv befindet. Somit werden alle Objektive stabilisiert.

☛ Sucher

Außerdem besitzt die Alpha 58 keinen optischen, sondern einen elektronischen Sucher. Sucher? Das ist das "Guckloch" durch das Ihr schaut, wenn Ihr ein Foto schießen möchtet. In meinen Augen ist dies ein riesen Vorteil. Ihr seht kein Bild, welches über Optiken, Spiegel, etc. in den Sucher umgelenkt wird ... stattdessen seht ihr das tatsächliche digitale Foto, welches im Augenblick auf dem Sensor "liegt". Dabei habt Ihr einen Abdeckung von vollen 100 Prozent. Das bedeutet, dass Ihr tatsächlich alles seht, was später auch auf dem Foto zu sehen ist. Bei vielen optischen Suchern hingegen liegt die Abdeckung meist unterhalb von 100% was dazu führt, dass man im Sucher nicht das komplette Foto sieht was zu Problemen führen kann (kann durch etwas Übung jedoch vermieden werden). Ein weiterer Vorteil des elektronischen Suchers: Ihr habt alle Informationen im Sucher sichtbar. Also während Ihr euch das Motiv im Sucher zurecht legt habt ihr volle Übersicht über Verschlusszeit, Blende, Histogramm und und und. Es ist nicht notwendig ggf. nochmal auf das Display zu schauen um Einstellungen zu kontrollieren. Wenn Ihr nun etwas anpassen möchtet könnt Ihr bequem "im" Sucherbild durch die Menüs navigieren und die gewünschten Einstellungen vornehmen. Das ist einfach nur klasse sage ich Euch!

☛ Bildqualität

Die Bildqualität, welche sich mit dem Kit-Objektiv, erreichen lassen sind bei moderaten Lichtsituationen ausgesprochen gut. Wird es jedoch zunehmend dunkel offenbaren sich leichte Schwächen des Kit-Objektivs. Hier kommt das zusätzlich erworbene Tamrom ins Spiel. Dies ist jedoch nicht Gegenstand der Rezension. Kurz und knapp: Die Bildqualität der A58 + Kitobjektiv ist sehr gut. Selbst bei hoher ISO-Empfindlichkeit ist kaum Bildrauschen zu erkennen. An dieser Stelle möchte ich ebenfalls auf den Autofokus zu sprechen kommen. Dieser verfügt über 15 Felder, wobei drei davon Kreuzsensoren sind. Durch die SLT-Technologie ergibt sich eine im Vergleich zu SLR Modellen erhöhte Geschwindigkeit beim Nachführen des AF. Das ist insbesondere beim Erstellen von Filmen nützlich. In einem Extra-Modus (auswählbar über das Auswahlrad) lassen sich erstaunliche 8 Bilder pro Sekunde aufnehmen. In diesem Modus sind jedoch keine weiteren Einstellungen konfigurierbar. In den normalen Modi sind hingegen 3 Bilder pro Sekunde möglich.

☛ Display

Das zwar etwas klein geratene Display der A58 ist für die erste Bewertung der geschossenen Fotos ausreichend. Jedoch ist das Display der größte Kritikpunkt der Kamera. Dieses könnte doch gerne etwas größer ausfallen. Weniger störend, jedoch auch nicht optimal ist die Auflösung des selbigen. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um ein Einsteigermodell handelt. Lobenswert hingegen ist die Möglichkeit das Display zu schwenken (nicht seitlich). So lassen sich auch bequem Fotos von oben auf ein Motiv erstellen oder Fotos direkt vom Boden aus zu schießen.

☛ Software / Bedienung

Die Menüführung der Kamera ist meiner Meinung nach ausgesprochen Benutzerfreundlich. Ein über das Wahlrad eingestellter Modus wird auf dem Monitor mit einem kleinen Begleittext angeführt. Hier wird dem Nutzer aufgezeigt wofür der gewählte Modus vorgesehen ist, welche Einstellungen manuell und welche automatisch getätigt werden.
Des Weiteren verfügt die Kamera über ein detailliertes Handbuch, welches sich über das Navigationskreuz der Kamera anwählen lässt. Hier gibt es Tipps zu diversen Szenen und wie man diesen am besten entgegen kommt um ein optimales Foto zu erhalten. Selbstverständlich können auch einfach Fotos in einem der beiden Automatik-Modis erstellt werden - wenn es mal schnell gehen muss.

☛ Zusammenfassung und Fazit

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen noch einmal die positiven sowie negativen Aspekte, die mir im Laufe der Zeit an der Sony Alpha 58 aufgefallen sind aufzulisten.

Positiv aufgefallen ist mir...

✔ Ausgezeichnetes Preis/Leistungs-Verhältnis
✔ Gute Ergonomie dank geformten Handgriff
✔ Vorteile durch den hochauflösenden elektronischen Sucher
✔ Sehr intuitive Menüführung
✔ Sehr Einsteigerfreundlich durch Hilfetexte
✔ Nützliche Szenemodi
✔ Vergleichsweise schneller Autofokus
✔ Full-HD Videoaufnahmen in 1080i
✔ Anschluss eines externen Mikrofons möglich (unüblich in der Klasse)
✔ Kompatibel mit 256 GB Speicherkarten
✔ Sehr gute Bildqualität
✔ Schwenkbares Display
✔ Gute Verarbeitung
✔ Schneller Zugang zu den wichtigsten Funktionen dank FN-Taste
✔ Sehr schnelle Serienbildaufnahme
✔ Über die App "RCCDroid(Pro)" ist die Kamera fernsteuerbar

Negativ aufgefallen ist mir...

✗ Etwas klein geratenes Display
✗ Bajonett leider nicht aus Metall
✗ Serienbildaufnahme nicht mit voller Auflösung
✗ Geringe Auflösung des Displays (nicht des Suchers!)
✗ Keine Umprogrammierung von Tastenbelegungen möglich

Somit komme ich zu folgendem Fazit:

Die Sony Alpha 58 ist eine Einsteigerkamera, welche ohne Mühe auch im Bereich der Fortgeschrittenen mitspielen kann. Sie liefert hervorragende Bildqualität zu einem unschlagbaren Preis. Dabei fallen lediglich der etwas klein geratene Monitor sowie dessen Auflösung (etwas) negativ auf. Das vergeht jedoch recht schnell und man gewöhnt sich daran. Im Vergleich zu den Einsteiger-Konkurrenten von Nikon und Canon hat die Sony eindeutig die Nase vorn! Es ist DIE digitale DSLR bzw. DSLT für Einsteiger und Fortgeschrittene. Empfehlenswert ist ein kleiner Geldpuffer für ein weiteres Objektiv und ggf. einer Tasche für den sicheren Transport.

Absolute Kaufempfehlung!
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am 4. Mai 2013
Name/Positionierung:
Bei a58 würde man einen Nachfolger der a57 erwarten. Das ist so aber nicht ganz richtig, die a58 eigentlich eher ein Nachfolger der a37. Trotzdem bietet sie einige Vorteile gegenüber der a57. Details s.u.

SLT-Konzept:
Bevor es an konkrete Erfahrung, Vor- und Nachteile geht, noch kurz etwas zum SLT-Prinzip:
Im Gegensatz zu herkömmlichen DSLR-Kameras (Spiegelreflexkameras) steht bei der a58 (und den andern Sony SLTs) der Spiegel fest, ist aber teiltransparent. Ein kleiner Teil des Lichts wird umgelenkt um die Autofokus-Sensoren (DSLR-typisches, sehr schnelles, Phasenverschiebungs-System) zu bedienen. Der größte Teil geht durch den transparenten Spiegel hindurch auf den Bildaufnahmesensor.
Welche Vorteile das für die Bedienung hat und welche neuen Möglichkeiten das eröffnet kommt unten.

Bildqualität:
Sehr beeindruckend. Super Auflösung, sehr rauscharm, hoher Dynamikumfang.
Deutliche Verbesserung gegenüber a55 (vor allem bei JPG). Aber auch der a57, a65, EOS600D und EOS650D überlegen, wenngleich keine dramatischen Unterschiede.
Mit der Nikon D3200 konnte ich nicht selbst vergleichen, lt. Dxomark bzw. dpreview ähnl. Niveau.

Live-View (Display als Sucher wie bei Kompaktkamera):
Durch das SLT-Konzept ist LiveView und Sucherbetrieb absolut nahtlos und gleichberechtigt implementiert. D.h. sämtliche Funktionen stehen im Sucher wie im LV-Betrieb zur Verfügung.
Im Gegensatz zu herkömmlichen DSLRs (z.B. Canon/Nikon/ältere Sony alpha) steht der schnelle PD-Autofokus, Motiverkennung, Motivverfolgung, Gesichtserkennung, Video etc im Sucher- und LiveView-Betrieb zur Verfügung.
Bei einer herkömmlichen DSLR geht das natürlich nicht, da der Spiegel im Weg ist und bestimmte Möglichkeiten (schneller AF) nur im Sucher-Modus und andere (wie Video, Gesichtserkennung) nur im LV-Modus zur Verfügung stehen.
Diese Funktions-Trennung hat die a58 nicht mehr, alles geht immer. Nimmt man den Sucher ans Auge wird der autom. aktiviert (Sensor über dem Sucher), nimmt man die Kamera runter wird das Display aktiviert.

Display:
Im Gegensatz zur a55, a57, a65, EOS600D, EOS650D ist das Display nicht 3“ sondern nur 2,7“. Das ist eine bedauerliche Sparmaßnahme!
Auch die Auflösung ist mit 460k deutlich geringer als bei a55, a57, a65, reicht allerdings völlig aus. (Die a37 hat mit 200k hingegen spürbar zu wenig Auflösung!)
Auch der Klappmechanismus ist etwas simpler als bei den teureren SLTs, reicht aber ebenfalls völlig aus.
Die Helligkeit regelt sich leider nicht automatisch (das geht bei der a57 und a65), die Lesbarkeit bei Sonnenschein ist ziemlich mies hier greife ich gerne auf den Sucher zurück.

Sucher:
Bedingt durch das SLT-Konzept hat die a58 einen elektronischen Sucher (EVF), also keinen optischen Sucher (OVF) wie eine klassische DSLR.
Der Sucher in der a58 ist sehr gut (1.4 Mio Pixeln, OLED), viel klarer und natürlicher als der LCD-basierte Sucher der a55 und a57. Der 2.4 MP OLED-Sucher der a65 und a77 ist natürlich nochmal etwas besser.
Vorteil des EVF (gegenüber eines OVF) ist: Man kann ihn nicht nur als Sucher verwenden, sondern auch zur Wiedergabe der Bilder, d.h. man muss nicht immer die Kamera runternehmen um das Bild zu betrachten. Auch bei starker Sonneneinstrahlung kann man Bilder viel besser beurteilen, da die Auflösung und Farbwiedergabe des OLED-Displays sehr gut ist und kein Fremdlicht stört.
Außerdem sieht man das Bild schon Vorfeld mit der gewählten Belichtung, Weissabgleich etc.
Die gewünschten Anzeigen in Sucher und Display (Histogramm, Aufnahmeinstellungen etc.) sind separat konfigurierbar.

Autofokus:
DSLR-typischer, schneller Phasenverschiebungs-AF mit 15-Feldern (davon 3 Kreuz) (identisch mit a57, a65). Durch das SLT-Konzept gibt es aber auch hier ein paar Besonderheiten:
Die Gesichtserkennung hilft das sinnvollste AF-Feld zu finden wenn ein Gesicht erkannt wird.
Die Motiv-Verfolgung erkennt jetzt autom. die Größe und Form des Motivs. Damit können bewegte Motive leichter vom Autofokus nachgeführt werden. Das ist gut gemacht und funktioniert besser als bei der a57 und natürlich ohnehin besser als bei einer herkömmlichen DSLR in dieser Preisklasse (z.B. EOS600D/EOS650D).
Alle AF-Funktionen stehen auch im Live-View uneingeschränkt zur Verfügung, das ist natürlich genial (bei herkömmlichen DSLRs muss man sich ja mit dem langsamen Kontrast-AF zufrieden geben).
Lächelerkennung gibt’s auch, aber das ist in der Rubrik „unnützes Gimmick“ abzulegen.

Serienbilder:
Sony prahlt mit 8 Bildern/sec, das ist aber ein spezielles Programm ohne manuelle Einstellmöglichkeiten. Voll manuell beinflussbar ist der 3 bzw. 5 Bilder/sec - Modus. Der funktioniert sehr gut und schnell, inkl. AF-Nachführung. Und: Auch im LiveView ! Der Puffer ist vor allem bei RAW - Aufnahmen allerdings viiiel zu klein (5 Bilder), das ist bei den teureren Modellen (a57/a65) deutlich besser. Wenn der Puffer voll ist muss halt immer auf die SD-Karte geschrieben werden und die Bildrate sinkt entsprechend ab.
Im 3 Bilder/sec Modus ist das noch ganz ok, im 5 Bilder/sec ist das alleridngs sehr störend.
Okay - eine EOS in der Preisklasse kann ohnehin nicht mehr, aber verglichen mit einer a57 oder a65 ist die a58 hier sehr schwach.

Video:
Wie oben schon erwähnt kann die a58 auch im Sucherbetrieb filmen, bei heller Umgebung oder wenn man ein schweres Objektiv drauf hat hilfreich. Auch hier hat die a58 den vollen AF inkl. Motiverfolgung etc (s.o.) zur Verfügung! (Wie schnell bzw. sanft der AF nachstellt, kann man im Menü einstellen. Dadurch ist der AF deutlich weniger hektisch als noch bei der a55 und pumpt auch nicht so hin und her wie der Kontrast-AF der Canon/Nikons)
Zu beachten ist allerdings, dass viele ältere Sony-Objektive (bzw. auch Sigma, Tamron, Minolta) den Kamera-internen AF-Motor nutzen. Das ist relativ laut und daher u.U. auch im Video hörbar. Wer also mit der a58 viel Video nutzt sollte ein modernes Objektiv mit integr. Motor nutzen (zu erkennen an dem Zusatz „SAM“).

Bildstabilisator:
Die a58 hat - im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern - den Stabi im Body.
Hat beides seine Vor- und Nachteile:
Bei dem eingebauten Stabi werden alle Objektive, also auch Festbrennweiten die meist keinen eingebauten Stabi haben, stabilisiert.
Nachteil ist aber das er erst beim Auslösen wirkt und noch nicht während man durch den Sucher schaut. Bei hohen Brennweiten kann es also zittrig werden.

Bedienung / Einsteiger-Freundlichkeit:
Wie oben schon beschrieben bekommt der Bildaufnahmesensor ja ständig Signal (also Bild), dadurch kann die Kamera das komplette Bild auswerten. Das benutzt Sony um die Szene zu erkennen und autom. das richtige Motiv-Programm (Portrait, Landschaft, Abend-Portrait, HDR uvm) zu wählen.
Für Einsteiger ist das sicher hilfreich, ich nutzte allerdings meist A, S oder P von daher kann ich nicht viel dazu sagen wie solide die autom. Erkennung funktioniert.

Der autom. Portrait-Zuschnitt der a57 ist jetzt ausgeweitet für weitere Szenen (Einzel-Portrait, Zweier-Portrait, bewegte Szene, Makro). D.h. die Kamera beschneidet (wenn die eine der genannten Szenen erkennt) das Bild autom. um eine gute Komposition zu erhalten. Gespeichert werden aber immer beide Bilder, also Original und von der Kamera zugeschnittenes Bild.
Das mag man als Spielerei belächeln aber es bringt oft erstaunlich gute Ergebnisse und ist einfach faszinierend.

Das brauch ich alles nicht, wichtiger find ich:
Alle alle wichtigen Einstellungen sind rechts und links vom Bild zu sehen und auch genau dort kann man die Einstellungen über die Fn-Taste finden/ändern. Das ist perfekt.

Einige Tasten können benutzerdefiniert mit anderen Funktionen belegt werden um Schnellzugriff auf bestimmte Funktionen zu erhalten. Dummerweise kann man ausgerechnet die „?“-Taste (eine Art Online-Hilfe mit Tips für Einsteiger) nicht anders belegen. Schade.

Sonstiges:
- GPS - Im Gegensatz zur a55 und a65 hat die a58 leider keinen integrierten GPS-Empfänger.
- Schwenkpanorama - Das macht einfach Spass und gibt erstaunlich tolle Ergebnisse: Einfach den Auslöser gedrückt halten und schwenken. Die Kamera macht sehr schnell, sehr viele Bilder hintereinander (während man schwenkt) und verrechnet die autom. Das nachträgliche Zusammenfügen per Stich-Software entfällt. Funktioniert extrem einfach und sehr gut.
Die 3D-Variante des Schwenkpanorama hat Sony eingespart, gibt’s nur in den besseren Modellen.
- HDR - Hier nimmt die Kamera 3 Bilder mit unterschiedlicher Belichtung auf und verrechnet sie zu einem HDR-Bild. Im erweiterten Auto-Modus erkennt die Kamera autom. wenn HDR sinnvoll wäre, kann man aber natürlich auch manuell wählen.
Nice to have, aber brauch man kaum
- DRO - Hier hellt die Kamera (bei Bedarf) dunkle Bereiche auf um ihnen mehr Zeichnung zu geben. Nützlich.
- Multi-Frame-Noise-Reducion: Hier macht die Kamera 6 Bilder schnell hintereinander und verrechnet sie zu einem Bild um das Rauschen zu reduzieren. Bringt gut eine ISO-Stufe, also ein Bild mit Multi-Frame-NR bei ISO 6400 ist vom Rauschen her wie ca. ISO 3000.
Auch wenn die Kamera die Bilder extrem schnell hintereinander aufnimmt, darf sich das Motiv natürlich nicht bewegen. Also für „ohne-Blitz-im-Museum“ optimal, für spielende Kinder natürlich nicht.
- Objektivkorrektur: Viele Sony-Objektive werden bzgl. Verzeichnung, Vignettierung, CA etc Kamera-intern korrigiert. Nur komisch das Verzeichnung standardmäßig aus ist, sollte man ruhig anschalten. Funktioniert gut.
- Fokus Peaking: Die Funktion liebe ich inzwischen: Um das manuelle Scharfstellen (bei Macroaufnahmen nützlich) zu erleichtern werden die scharfen Bereiche farbig hervorgehoben. Damit kann man sehr präzise Fokussieren. (geht auch im Video-Modus)
- Im M-Modus ist endlich ISO-Auto verfügbar. D.h. man kann Blende und Zeit vorgeben und die Kamera wählt die passende ISO.
- Eingebaute Drahtlos-Blitz-Funktion für entfesseltes Blitzen

Kritikpunkte:
- viel zu kleiner Puffer um sinnvoll mit den schnellen Serienbildmodi (5 oder 8 Bilder/sec) zu arbeiten
- Display mit 2,7“ klein, schlecht aufgelöst und bei Sonnenschein zu schwach. Display-Helligkeit regelt sich nicht automatisch.
- Infrarot-Fernbedienung nicht unterstützt (* s. Anmerkung)
- nicht als Kit mit dem 18-135 mm SAM Objektiv (sinnvolles Universal-Zoom!) oder als reines Gehäuse erhältlich. Man kauft also ggf. ein nicht genutztes 18-55 mit. Unlogisch.

Fazit:
Für den Preis eine absolut sensationelle Kamera !
Ich würde Sie einer EOS1100D/EOS600/EOS650D oder 3200D eindeutig vorziehen.
Eine a65 allerdings ist auf Grund des besseren Suchers, besseren Displays und größeren Puffers den Mehrpreis durchaus Wert.

Nachtrag 05.05.2014:
Es gibt inzwischen eine App für Android mit der man die Kamera fernbedienen kann. Als Alternative zum Fernauslöser perfekt. Mit der Sony-eigenen App der neueren Kameras die auch drahtlos das Sucherbild aufs Handy überträgt etc kann man da snatürlich nicht vergleichen. Aber immerhin braucht man so keine Fernbedienung zu kaufen.
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am 1. Oktober 2014
Die Kamera ist hier ausführlichst besprochen worden und ich will hier keine Komplettrezension schreiben, sondern nur ein paar subjektive Aspekte einbringen. Vorwegschicken möchte ich, dass ich von der Kamera wirklich begeistert bin - auch, weil mir klar ist, dass es ein Einsteigermodell ist, von dem man nicht allen Schnickschnack erwarten kann, die das Topmodell einer Produktlinie bietet. Deshalb führt auch keine meiner kritischen Anmerkungen zu einer Abwertung. Man bekommt hier einfach jede Menge Spaß fürs Geld.

Haptik:
Ich habe im Laden (ja ja: Im Laden gucken, bei Amazon bestellen... Mir kommen die Tränen. Der Laden ist ne riesige Kette, die mit den kleinen Händlern damals auch nicht zimperlich war) die preislich vergleichbaren Modelle von Canon und Nikon in der Hand gehabt und die A58 hat sich einfach perfekt in meine Pfoten geschmiegt. Obwohl sie deutlich schwerer war als die anderen. Einmal angefasst und zehn Bilder geschossen und meine Entscheidung war eigentlich schon gefallen. Ich hätte vorher nicht für möglich gehalten, dass das meine Entscheidung so beeinflussen würde. Tipp: ausprobieren!

Zubehör:
Objektive für diese Kamera brauchen keinen Stabilisator, weil ja schon einer in der Kamera ist. Dementsprechend lassen Fremdhersteller den Stabilisator für die Sony-Version ihrer Objektive (teilweise?) weg. Dadurch wird das Objektiv - naaaa?! - genau: teurer! Warum? Keine Ahnung... Naja okay, wer sich mal umschaut, sieht, dass alle Welt mit Nikon- und Canon-Kameras umherläuft. Alle anderen Marken sind im Spiegelreflex- (jaaaaa: und SLT-)Bereich im Vergleich Exoten. Eine 1,8er 50-mm-Festbrennweite gibt es dementsprechend bei Canon für (Stand heute) 92, bei Nikon für 110 und bei Sony für 151 Euro. Tipp: Könnte sich lohnen, vorher zu schauen, was man alles braucht - und den Preisvergleich dann für das Gesamtpaket anzustellen.

Technik:
Ich kenne jemanden, der wollte ein Handy kaufen. Der Verkäufer hat ihm gesagt: "Das alte Modell kann fast alles, was das teure neue Modell auch kann. Und das, was das neue Modell kann, was das alte Modell nicht kann - das können Sie nicht!" Super Beratung! Wer keinen Plan von Fotografie hat, der braucht NICHTS, was diese Kamera nicht auf der Pfanne hätte. Wer sich super auskennt, braucht dagegen diese Rezension nicht :-D Nein, also im Ernst: wer die Gewichtung vom ersten gegenüber dem zweiten Slave-Studioblitz in der Kamera vorgeben muss - der weiß auch so, dass er in ner anderen Preisklasse suchen sollte. Wem das nichts sagt, der findet hier alles, was er braucht und noch viel mehr (bei der Konkurrenz im gleichen Segment aber sicherlich auch).

Ein paar Details:
a) Das Menü wurde von manchen als unübersichtlich empfunden - ich finde es sehr durchdacht. Viele wichtige Funktionen sind relativ schnell und unkompliziert zu erreichen. Klar kann man sich immer noch zwei, drei frei belegbare Tasten mehr wünschen - mir zum Beispiel könnte das Löschen mehrerer Bilder etwas weniger umständlich sein - dafür kommt man hier mit einem Klick an den Weißabgleich, die ISO-Verstellung, die Belichtungskorrektur und mit einer anderen Taste (der Fn-Taste) in ein schnelles Menü für zahlreiche andere Einstellungen. Nebeneinanderliegende Tasten haben unterschiedliche Formen - ein Plus in der Blindbedienung.
b) Serienbilder: Die beworbenen 8 Bilder pro Sekunde gehen nur in einem bestimmten Modus, in dem die Auflösung automatisch auf 5 Megapixel reduziert wird. Gerade mal getestet: das hält sie dann in JPEG-Fine-Kompression 18 Bilder lang durch (in einem ersten Test 13 Bilder lang, Class-10-SD-Karte). In RAW (nur in den "normalen" Modi verfügbar) bricht die Geschwindigkeit nach vier Bildern ein (gleiche Class-10-Karte). Das ist jetzt kein standardisierter Test und ich hab auch nur die eine Karte, aber gut. Es soll Profikameras geben, die um die 130 RAW-Bilder in Serie schaffen. Vielleicht verkaufe ich mein Auto und kaufe mir so ein Teil. Ähm nein.
c) Elektronischer Sucher: Als ich bei einem Freund zum ersten Mal in einen elektronischen Sucher geschaut habe, fand ich das Bild flimmerig und viel zu elektronisch. Hat ungefähr drei Minuten gehalten, der Eindruck. Inzwischen fällt mir das gar nicht mehr auf - und dass mir die Kamera das Sucherbild auch bei ganz wenig Licht (abschaltbar) noch so aufhellt, dass ich mein Motiv erkennen kann, das möchte ich nicht mehr missen. Ich würde einen elektronischen Sucher heute - auch wegen der Vielzahl an eingeblendeten (ausblendbaren) Einstellungen, der Fokuslupe, der an die gewählte Belichtung angepassten Vorschau auf das spätere Bild usw. nur noch ungern gegen einen optischen eintauschen wollen.
d) ISO-Automatik: Die ISO-Automatik lässt sich nicht begrenzen. Manche finden das schlimm, andere sagen: lieber ein verrauschtes Bild als ein verwackeltes. Geschmackssache. Super finde ich die Möglichkeit, auch bei wenig Licht noch aus der Hand zu fotografieren, indem man die Kamera mehrere (eigentlich unterbelichtete) Bilder mit kurzer Belichtungszeit schießen und sie zu einem gut belichteten Gesamtbild verrechnen lässt. Heißt "ISO Auto" mit einem Kästchen um das "ISO". Kann man hier aber schlecht reintippen, das Kästchen.
e) Kurzzeit-Synchro und Abblendtaste: Mit geeigneten Blitzgeräten kann die Kleine auch Kurzzeit-Synchronisation. Nett für Portraits im Freien. Ich habe mir den Nissin i40 gekauft, damit klappt es problemlos (nur bei einem einzigen Testbild gab's Streifen - aber mal ehrlich: ab und zu mal ein Ausschussbild gibt es immer!). Und eine Abblendtaste hat die Kamera auch. Keine Ahnung, ob das heute vielleicht auch im Einsteigersegment normal ist. Meine D60 hatte jedenfalls keine und auch sonst keine Kamera, die ich je hatte. Insofern trägt sie zu meiner Zufriedenheit durchaus bei.

Tja, das waren nun wie gesagt ein paar relativ unsortierte Assoziationen. Ich bin einfach sehr zufrieden mit dieser Kamera und wollte das einfach nicht unveröffentlicht lassen. Auch wenn schon klar ist, dass es nicht unbedingt nur am super Kochlöffel liegt, wenn jemand akzeptables Essen zubereitet: mit dieser Kamera gelingen mir meine bislang besten Fotos!
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am 26. Juni 2013
Nach so ca. 1500 Bildern und ein paar Videos kann ich mal ein erstes Statement zu diesem - ja man muss es schon so sagen - Wunderwerk der preiswerten Fotografie abgeben. Dieser Review ist rein Subjektiv. Viele Fototests bescheinigen der a58 ja schon eine recht gute Bildqualität. Ich werde mich aber davor hüten, einen Vergleich mit anderen Kameras (Ausnahme a55, da sich dieser Vergleich für mich anbietet) herzustellen. Ich bin glücklicher Umsteiger von Canon zu Sony. Zwischendurch hab' ich auch mal die "Kompaktknipsen" wie z. B. eine Canon SX-1 ausprobiert. Außerdem tausche ich mich regelmäßig mit "Fotografen" in der Firma aus. Dort ist nun wirklich fast alles dabei: Von der Canon 5D, über diverse Nikons bis hin zu div. Lumixen. Man lernt daraus, dass es die perfekte Kamera für alle nicht gibt. Jeder hat andere Hände, andere Prioritäten, ja sogar andere Augen. Während der eine Knackscharfe Bilder mag, mag der andere herrlich softe Übergänge (jaja - ich weiss, man kann das auch durchaus einstellen, aber die unterschiedlichen Kameras haben unterschiedliche Charakteristika). Eine Warnung vorneweg - diese Rezension ist lang, aber ich hoffe damit den einen oder anderen Tipp mitzugeben, auch wenn Sie sich für eine andere Kamera entscheiden. Hier gibt es ja schon so einige gute Rezensionen, bitte diese auch durchlesen - da kann man schon eine Menge über die a58 erfahren:

Bevor Sie nun eventuell losrennen und einfach eine (oder diese) Kamera kaufen (z. B. aufgrund von Rezensionen oder Testberichten), rate ich Ihnen: Gehen Sie vielleicht erst einmal an einem ruhigen Wochentag ihrer Wahl zum nächstbesten Blöd- oder Geilmarkt und nehmen Sie das gute Stück in die Hand. Lassen Sie sich nicht vollquatschen und probieren mal in Ruhe aus. Die a58 z. B. ist im Vergleich zu den Canon oder Nikon - DSLRs oder auch im Vergleich zu den 100er - Alpha-Modellen (a580, a350, a390 ...) sehr klein. Das mag nicht jeder und die sogenannte Haptik ist durchaus ein gewichtiges Kaufargument. Die beste Kamera macht Mistbilder, wenn man sie nicht richtig festhalten kann.

Bedenken Sie, dass es mit der Kamera alleine nicht getan ist !!!! (jawohl, 4 Ausrufezeichen)

Man braucht Zubehör in Form von Speicherkarten, zusätzlichen Akkus (mind. noch 2 ist optimal) und einer Kameratasche (alles "alternativlos"). Freundlicherweise frisst die a58 die alten Akkus z. B. der a350 (meine alte Zweitkamera). Das macht die Zusatzanschaffung weiterer Akkus bezahlbar. Natürlich können Sie weitere Akkus direkt von Sony kaufen, die halten auch länger ... aber das macht meiner Meinung nach für den happigen Mehrpreis nicht viel Sinn. Es gibt gute Zweitanbieter (suchen Sie mal hier nach "NP-FM500H"). Das Sony Ladegerät lädt auch die zuverlässig auf. Der Akku hält bei weitem länger als z. B. der der a55.
Speicherkarten sollten sie nicht zu billig kaufen - Class 10 ist schon Pflicht. 20 Megapixel müssen in einer angemessenen Geschwindigkeit geschrieben werden. Wenn Sie mal eben nachsehen möchten wie Ihr Bild geworden ist und dabei auf die Kamera warten müssen ... ist das blöd. Bei der a55 hat noch eine Class 6 gereicht, bei der a58 ist das zu langsam, speziell wenn man das "Schnellfeuergewehr" benutzt: Es gibt eine Funktion die 8 Bilder/Sekunde schießt (bei der a55, 10 Bilder). Das hört sich tatsächlich ein wenig nach Maschinengewehr an und sorgt immer wieder für erstaunte Gesichter anderer Mitfotografen. Hier ist übrigens die a55 der a58 überlegen - zum einen ist sie schneller, zum Anderen nimmt sie in VOLLER Auflösung auf. Die a58 verkleinert das Bildformat. Warum jetzt die a55 trotzdem mit weniger Speicherkarten-Geschwindigkeit klar kommt ? Hmmm ... vielleicht ist der Speicher-Buffer bei der a55 höher.

Fototasche ist eigentlich egal, aber bloss nicht zu billig und zu klein kaufen. Es ist ärgerlich wenn eine Kameratasche mitsamt Inhalt herunterfällt (selbst 1,20 Meter kann schon reichen um ein paar hundert Euro zuverlässig zu vernichten), weil der Gurt gerissen ist. Auch ärgerlich ist es, wenn das dazugekaufte Tele (dazu unten mehr) nicht mehr reinpaßt.

Weiterhin sollten Sie den Zukauf von weiteren Objektiven in ihr Budget einplanen (siehe auch weiter unten, M42-Objektive):
Das mitgelieferte 18-55er (auch in der 2ten Generation) ist immer noch nicht der "Burner". Natürlich macht es Fotos, der AF ist ausreichend schnell, das Gewicht schön leicht, zu laut ist der AF auch nicht (interessant beim Filmen, die a58 bietet wie die a55 Nachführ-AF (wenn Sie es nicht kennen, mal nach googlen, das in Gänze zu erklären sprengt hier den Rahmen)). Wenn da nicht die Bildqualität und die schwache Lichtstärke wäre.
Imho ersetzen Sie das 18-55 am Besten direkt durch ein "Tamron AF 17-50mm 2,8 XR Di II LD ASL" wenn Sie im gleichen Brennweitenbereich bleiben wollen.
Ja, ich weiss - das ist relativ teuer, aber gut. Ich vergleiche das gerne mit einem Auto und dem Motor. Der Kamerabody ist das Auto, das Objektiv der Motor. Sie würden doch keinen Porsche mit einem Golf-Diesel Motor fahren wollen? (Ok, die a58 ist nicht unbedingt der Sportwagen unter den Kameras, aber ... ich denke Sie verstehen was ich sagen möchte).
Alternativen hierzu sind das "Tamron AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro" OK, ist noch teurer, aber durchaus auch sein Geld wert. Wenn Sie ein "one-for-all" oder auch "Suppenzoom" kaufen wollen, dann nehmen Sie entweder das "Sony SAL-16105 16-105mm Standardzoom" (nicht schlagen, ich weiss ... noch teurer) oder das "Tamron 18-270mm F/3,5-6,3 Di II PZD". Letzteres eignet sich auch ganz gut zum Filmen, da der AF-Motor schön leise ist. Empfehlen würde ich diese "Superzooms" nicht, da sie einfach ein durch-die-Bank gutes Ergebnis liefern müssen und daher im Vergleich mit kürzeren Brennweiten so gut wie immer (qualitätsmäßig) den kürzeren ziehen. Ach ja, als Tele empfiehlt sich noch das "Tamron AF 70-300mm 4-5,6 Di LD Macro" oder "Sigma 70-300 mm F4,0-5,6 DG APO Makro-Objektiv". Die sind nicht so teuer (ca. 130 Euro) und bieten auch noch eine Makro-Funktion. Die Qualität ist beim Sigma nach Meinung vieler Hobby-Fotografen etwas besser. Insgesamt muss man bei diesem Preis jedoch Abstriche bei der Qualität machen. Das ist aber schon fast Jammern auf hohem Niveau.
Das Sony 55-200 empfehle ich ausdrücklich NICHT. Nicht weil es schlecht ist ... nein es ist schlichtweg zu teuer für die Brennweite und Lichtstärke.

Weiterhin kann man ein Stativ früher oder später mal gut gebrauchen ... dazu noch einen Fernauslöser (dummerweise hat Sony den Fernauslöseranschluss gewechselt, daher passen die günsten Alternativen zur Zeit (noch immer) nicht, Edit: Inzwischen gibt es die für deutlich unter 20 Euro)... nicht zu vergessen ist auch der zusätzliche Blitz (siehe weiter unten). Eine Handschlaufe kann durchaus Sinn machen. Ich hab' das lieber als den Kameragurt, da man so die Kamera direkt an der Hand hat (ohne das sie runterfallen kann). Leider hab' ich schon genug "Unfälle" mit dem Hals-Kameragurt live gesehen. Kamera abgenommen (man kann mit Gurt um den Hals nicht wirklich gut fotografieren), fotografiert, weitergegangen ... Kamera mit Gurt irgendwo hängen geblieben, Kamera aus der Hand gerissen ... Rest können Sie sich denken.

VIDEO

Ich bin nicht unbedingt der Freund von Videos, die mit DSLRs (oder SLTs) gemacht werden. Daher hab' ich auch noch nicht viel in dieser Richtung gemacht. Ich kann jedoch sagen, dass die eine Rezension bezüglich des Grundrauschens beim Ton bei meiner a58 nicht stimmt. Der Ton ist deutlich besser wie bei der a55, beim Video an sich seh' ich wenig Unterschiede. Jedoch kann ich dies auch nicht unbedingt gut beurteilen - sie filmt halt ... ohne Ruckler und gut ist.

(ZUSATZ)BLITZ:

Tja, Sony hat den Blitzanschluß gewechselt. Ab jetzt "passen" Blitze mit Mittenkontakt (Canon/Nikon/ ...). Pech für Leute wie mich, die einen einigermaßen guten Blitz mit Sonyanschluss besitzen. Es ist ja nicht unbedingt so, dass die a55 bekannt für Ihre tollen Blitzbilder ist. Kurz zur Info: Es gibt einen Bug, wonach der Blitz zwar mit dem Bild synchron auslöst, sich aber leider nach dem Betätigen des Auslösers bis zu ein paar Sekunden Zeit läßt. Nun, diesen Bug gibt es bei der a58 nicht mehr, dafür herrscht zur Zeit aber noch Chaos bei den Blitzgeräten. Wird TTL unterstützt? (ganz kurz: richtige Belichtung bei Einstellung des Zoomobjektivs) Wird ADI unterstützt? Zumindest ist es so, dass es Adapter gibt, die TTL NICHT unterstützen (meistens so um die 12,50 Euro) und es gibt Adapter, die die Sony-Steuerung unterstützen (http://www.amazon.de/Sony-ADPMAA-SYH-ADP-MAA/dp/B0099YTNIS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1372266494&sr=8-1&keywords=ADP-MAA - so um die 30 Euro). Diese Lösung ist unbefriedigend (Adapter, die nicht alles unterstützen) oder teuer (30 Euro für einen Adapter ! Die wissen auch, dass da im Moment wohl Bedarf besteht). Ich kann natürlich auch meinen "Yongnuo YN560-II" nehmen. Er funktioniert an der a58, aber es ist halt ein manueller Blitz (wenn auch ein sehr guter).
In Kürze hab' ich noch die Möglichkeit einen Canon 430 Speedlite auszuprobieren ... vielleicht unterstützt der die TTL-Steuerung (Anmerkung: tut er nicht). Außerdem werde ich wohl in den sauren Apfel beißen und den teuren Adapter holen. Auch hier kann ich auf Wunsch Ergebnisse nachreichen (ADP-MAA - Rezension, siehe dort). Wie auch immer - so ein Zusatzadapter macht die Sache auch ein wenig wackliger. So ganz optimal finde ich das alles noch nicht.
Aber da kann Sony eigentlich nichts für, denn eigentlich ist es besser weniger propietäre Systeme zu haben und Sony war halt mehr oder weniger ein Einzelkämpfer mit ihrem Blitzanschluss.

SONSTIGES:

Porträtfunktion:
Meiner Meinung nach ein lustiges Gimmick, aber nicht mehr. Was soll's ... man kann's ja abschalten, wenn's einem nicht gefällt. Logischerweise geht das auf Kosten von Speicherplatz und wohl auch Schreibgeschwindigkeit.

Panoramafunktion:
Im Grunde gilt hier das Gleiche, wie für die Portraitfunktion. Das können Stitchprogramme besser, aber nicht so einfach ;o) . Auch hier gilt - man muss es ja nicht benutzen.

Intelligente Programmfunktion:
Lustig - es funktioniert ... meine Kinder werden als solche erkannt. Allerdings finde ich, dass die ISO-Automatik zu schnell zu hoch geht. Das Gleiche gilt auch für den Automatikmodus. Es wäre besser, wenn man die Obergrenze für den ISO-Wert hier festlegen könnte. Aber vielleicht hab' ich auch einfach noch nicht den richtigen Menüpunkt hierfür gefunden oder es gibt später mal ein Softwareupdate womit man das dann machen kann.

HDR funktioniert wie bei der a55. Auch das ist ein nettes Spielzeug. Da kommen manchmal recht interessante Bilder raus. Aber dazu braucht man Zeit. Für Action-Fotografie ist das nix. Allerdings kann man damit bei Landschaftsfotografien gelegentlich interessante Effekte erzielen.

Eine weitere Funktion, die man auf den ersten Blick müde belächelt ist die "Kantenanhebungsstufe". Dahinter verbirgt sich eine Funktion, die scharfe Kanten beim manuellen Fokussieren weiß, gelb oder rot sichtbar macht. Für Objektive mit Autofokus erscheint so etwas tatsächlich weitgehend sinnfrei (es sei denn, man schaltet den AF ab, was gelegentlich auch Sinn macht).
Aaaaber ... für Objektive ohne AF ist diese Funktion schlicht und einfach gesagt: Genial. Dazu muss ich wohl ein wenig ausholen:

Ich besitze einen ziemlichen Objektivpark an älteren M42 - Objektiven. M42 ist ein älteres "Bajonett" (Schraubverschluss), der heutzutage an modernen Kameras nicht mehr benutzt wird. Jedoch gibt es davon für nun wirklich wenig Geld z. B. in der Bucht viele, viele Objektive. Alles was man benötigt, um sie z. B. an einer modernen Sony Alpha wieder zu reanimieren, ist ein M42 zu Minolta - Adapter (z. B. diesen hier: http://www.amazon.de/Phorex-M42-Adapter-f%C3%BCr-Sony/dp/B003VPVMMG/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1372178838&sr=8-1&keywords=m42+adapter+sony). Leider kosten die sogenannten Halbautomatik-Adapter so richtig viel Geld (z. B. der hier: http://www.amazon.de/Halbautomatik-Adapter-Objektivadapter-Adapterring-Minolta-A-Bajonett/dp/B001FBJMF2/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1372178838&sr=8-5&keywords=m42+adapter+sony). Dank der Kantenanhebungsstufe braucht man den Halbautomatikadapter gar nicht mehr. Interessanterweise funktioniert sogar die Automatik der Kamera mit den älteren M42-Objektiven. Ich besitze auch noch so einen Halbautomatik-Adapter und hatte schon bei einem 200er 3.5 - Objektiv meine liebe Not, den AF-Punkt sauber zu treffen. Mit der Kantenanhebung klappt das Fokussieren in einem Bruchteil der Zeit. Selbst mit einem 3fach-Tele-Adapter und einem 135er 2.8 - Objektiv funktionierte die Kantenanhebung noch - hier allerdings nicht mehr so schnell, da die Schärfe und Lichtstärke durch solche Tele-Adapter rapide abnimmt. Nichtsdestotrotz ... 3 x 135 macht immerhin 405mm, dazu die 1,5er Cropverlängerung aller Sony - Alphas ... und schon ist man bei einem 600er Tele, welches ich für unter 50 Euro ersteigern konnte (19,50 135/2.8, 17,50 3-fach-Tele-Adapter + Versand für beides). Das funktioniert auch im Makro-Bereich ganz vortrefflich. Hier einfach ein günstiges 1,7er M42 Objektiv gekauft (bekommt man mit etwas Glück schon für um die 20 Euro), dazu ein paar Zwischenringe ... und los geht es. Hier hilft einem der AF sowieso selten, da man einfach zu viel wackelt (Stativ ist normalerweise bei Makrofotografie ein Muss).
So macht fotografieren Spass, wenn man nicht ein halbes Vermögen hinblättern muss, um mal ein paar andere Brennweiten und Techniken zu probieren. Die Kantenanhebungsstufe haben aber auch viele andere Sony Kameras (z. B. die NEX) eingebaut.

Sony hat durch den Aufkauf von Minolta übrigens deren Objektivanschluß übernommen. Das ist gut zu wissen, denn dadurch passen auch ältere Minolta-AF-Objektive (z. B. besitze ich ein 1.4er Minolta AF 50, was im Gegensatz zum Sony-1.4er auch noch bezahlbar ist). Legendär sind ja schon die Ofenrohre bzgl. der Schärfe (einfach mal nach "Ofenrohr Minolta" googlen.

VERARBEITUNG:

Ein absoluter Schwachpunkt der a58 ist das Bajonett. Ich weiss nicht, welcher Sparteufel Sony bei der Entscheidung einen PLASTIK-Bajonett-Anschluß zu verbauen, geritten hat. Ich hätte für die Kamera auch 50 Euro mehr bezahlt, wenn doch nur der Anschluß aus Metall wäre. Natürlich ist das Sony-Programm sehr vielfältig ... man kann z. B. auch die a57 kaufen (bloss nicht vom Namen täuschen lassen, die a57 ist nicht der Vorgänger) oder sogar die a65. Anmerkung - knapp 1 Jahr später gibt es keine Probleme mit dem "Plastik-Bajonett" - von daher, keine großartigen Probleme damit).
Allerdings bin ich mit den Leistungsdaten der a58, der Bedienung und der Bildqualität voll zufrieden. Sicher, es hätte auch ein besseres Display (nicht nur neigbar, sondern auch drehbar und in einer höheren Auflösung) verbaut werden können. Die Qualität ist imho aber gut genug. Niemand kann ernsthaft versuchen, die Qualität einer Aufnahme am Kameradisplay zu beurteilen. Ein Kameradisplay ist gut, um zu beurteilen ob man das Objekt gut getroffen hat, aber damit hat sich's im allgemeinen auch schon (für mich persönlich). Ob da das Display nun 2,7 oder 3 Zoll hat und die Pixelanzahl nicht ultrahochauflösend ist, ist mir persönlich egal. Für mich ist der Display-Kompromiss bei der a58 gelungen (wenn man auf den Preis schielt). Das Gewicht der Kamera ist leicht. Finde ich persönlich gut, da ich gerne mit einer Hand fotografiere. Trotz Plaste-Elaste ist das Greifgefühl recht gut. Die Tastenanordnung ist ähnlich der a55 - kommt mir entgegen. Ein paar der Tasten kann man umprogrammieren. Noch besser wäre es, wenn man die Hilfe-Taste auch umprogrammieren könnte - aber da schiebt Sony sicher noch ein Software-Update irgendwann nach.

Ich denke mal, dass der Preis der a58 auch auf Kosten der Qualität geht. Hier gebe ich Sony jedoch einen (eigener Erfahrungswert) Erfahrungsvorsprung. Bisher hatte ich nie irgendwelche Probleme mit Sony-Kamera-Artikeln. Seien es nun Objektive oder Kamerabodys. Wenn die Kamera ihren Garantiezeitraum hält, bin ich durchaus zufrieden. Nach 2 Jahren ist die Kameratechnik höchstwahrscheinlich sowieso schon wieder weiter (wenn es dann überhaupt noch SLTs gibt). Kamerabodys verlieren nunmal schnell ihren Wert. Von daher sind die (zur Zeit) 433 Euro meiner Meinung nach gut angelegt.

FAZIT:

Jeder der sich die a58 ansieht, hat ein begrenztes Budget. Das Budget bei der a58 liegt bei ca. 750 Euro (Kamera + anderes Objektiv). Bei der derzeitigen Marktsituation spielt die a58 in diesem preislichen Rahmen schon ganz weit oben mit. Ich habe schon das meiste Zubehör (und noch einiges mehr) und war eigentlich nur auf der Suche nach einer neuen Zweitkamera (als Ersatz für eine a350). Ich bin überrascht, dass die a58 Bild-Qualitätsmäßig die a55 locker aussticht. Nun habe ich das Problem, dass ich eigentlich eine neue Erstkamera bräuchte :o) . Von daher kann ich gar nicht anders, als der a58 5 Punkte zu geben. Sicher, es gibt bessere Kameras - aber derzeit meiner Meinung nach nicht für diesen Preis.

Noch ein finaler eigener Erfahrungsbericht:
Ich habe die a55 und die a58 zum Sommerfest im Kindergarten dabei gehabt. Dabei habe ich ca. 1000 Bilder (in Summe) gemacht. Vom Gruppenfoto bis zum Actionfoto (Dosenwerfen, Staffellauf, Gruppenfoto-hüpfen). Die Bilder der a58 sind tatsächlich besser geworden. Ich weiss nicht wie ich das erklären kann. Natürlich liegt es daran, dass ich auf der a58 ein Tamron 28-75/2.8 im Gegensatz zum Gespann a55, 18-55-Standardobjektiv benutzt habe. Allerdings waren das durch die Bank Tagesaufnahmen - da kommt es nicht so auf die Lichtstärke an. Der "Ausschuss" bei der a58 betrug ca. 5% (was bei den Motiven (Kinder halten nunmal nicht immer still)) meiner Erfahrung nach phänomenal ist. Bei der a55 betrug er ca. 15% - immer noch ein guter Wert. Ich würde fast sogar behaupten, die a58 liegt besser in der Hand. Aber das kann bei jedem anders sein. Was mir noch fehlt, sind low-light-Erfahrungen. Dort war ich bei den SLTs ja schon immer skeptisch. "Durch etwas durch" fotografieren (durch den Spiegel bei der SLT-Technik) kostet nunmal Lichtstärke. Jedoch war der frühere Vergleich a350 <-> a55 schon positiv zugunsten des neueren Sensors ausgefallen. Mal sehen wie das bei der a58 aussieht. Was ich schonmal sagen kann: Trotz höherem ISO (z. B. ISO 3200/a58 1600/a55) sehen die Bilder besser bei der a58 aus. Ein ISO 3200 bei der a350 bringt übrigens nur noch Pixelmatsch.
Nun ... der Zeitpunkt für die a350 ist wohl gekommen. Die wird nun verkauft, denn eine Drittkamera wird von meiner Budgetverwaltung in Form meiner Frau nicht mehr genehmigt :--) .
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am 7. Dezember 2014
Ein kurzes Statement um meine Zufriedenheit auszudrücken.

Positiv: Recht gute Bildqualität auch mit Kitobjektiv. Viele Ausstattungsmerkmale bei der Software. Gute Farben.
Rauschen hält sich in Grenzen, wenn man weiß wie die Kamera einzustellen. AF für meinen Geschmack rasch genug.
OLED Sucher prima, Unterstützung durch Fokuspeaking (toll für manuelle Schärfeneinstellung vor allem mit alten manuellen Objektiven).
Die Kombination eines Suchers, der auch bei schwachem Licht ein helles Sucherbild liefert zusammen mit den Fokussierhilfen macht die Sony
unschlagbar für die Arbeit mit guten alten Objektiven.

Mittelgut: Videobild wirkt manchmal recht unruhig beim Schwenken der Kamera
Umständliche Einstellung von Zeit und Blende bei manuellen Programmen,
Verwirrende Menueoptionen bei unterschiedlichen Programmen.

Die Kamera macht grossen Spass und vielleicht ist es auch das Austüfteln der Programme und Möglichkeiten.
Ich bin nunmher nach einigen Tausend Aufnahmen immer mehr begeistert!
Mit Hilfe der Capture One Software , die auf der Sony Seite versteckt verlinkt ist (Icon) gelingen tolle Bildanpassungen - unbedingt laden, da diese Software besser ist als die Standardsoftware.

Ich habe mir inzwischen einige Objektive zugelegt und muss sagen, das diese die Leistung der Kamera wunderbar ergänzen. (Vor allem die alten M42 Schätzchen machen super Spass)
Allerdings zeigt sich die AF Funktionalitiät bei manchen Sony-Festbrennweiten (35 und 50 er ) mit Problemen behaftet. Dies liegt vermutlich an der wackeligen Mechanik dieser Objektive mit zu viel Spiel im AF Antrieb). Da kann man neidisch auf die A77 Besitzer sein, die dieses Problem korrigieren können. Die A58 bietet dieses Feature leider nicht - zu dumm!
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am 12. November 2013
Ein Spontankauf der sich lohnte. Und wenn man statt eines TELE sich mal mit einem lichtstarken 1.8-er Objektiv versucht, gelangt man zu völlig neuen Erkenntnissen.
Sehr empfehlenswerte, schnelle Kamera mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis, die wohl nur
aus dem eigenem Hause, sprich mit einer A 77 zu toppen ist.
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am 21. November 2014
Grundsätzliches:
Dies ist eine DSL im Preiseinstiegsbereich. Es macht also keinen Sinn, über irgendwelche „Schwächen“ zu jammern, die nur mehrfach so teure Kameras nicht haben.
Wer Wert auf technisch sehr gute Bilder zu einem guten Body Preis legt, macht nichts falsch.
Auch sehr anspruchsvolle Hobbyfotografen sind mit der Kombination - günstiger Body und das Geld in gute Objektive investieren - sicher gut beraten.

Besonderheiten:
Umsteiger von anderen Spiegelreflexkameras werden den Festspiegel / elektronischen Sucher als gewöhnungsbedürftig empfinden: Es ist eben nicht der direkte Blick durch das Objektiv, den manche so schätzen. Dazu bei Dunkelheit noch recht verrauscht, wenn auch oft besser zu beurteilen als in rein optischen Suchern.
Ohne Zweifel vorteilhaft ist bei dem System eine schnelle Einstellzeit (bei Sucher und Displayblick gleich!) und die Einblendung der Bilddaten im Sucher. Dazu noch ein schneller Zugriff auf das Pärchen Blende/Zeit über das Einstellrad und Kontrolle im Sucher oder auf dem Klappdisplay. Wer mit der DSL Videoaufnahmen macht, kann dazu sowohl den Sucher als auch das Display verwenden!

Für Leute, die sich keine RAW Bearbeitung antun wollen, funktioniert die automatische Korrektur zusammen mit Original Sony Objektiven zuverlässig. Dabei leistet auch das mitgelieferte Objektiv schon erstaunlich präzise Arbeit und deckt mit 18/50 den Weitwinkelbereich ordentlich ab, wird als Immerdrauf für die meisten aber zu wenig Tele bieten. Hier empfiehlt sich das Sony 18/135 mit seiner noch besseren Abbildungsleistung und dem leisem Antrieb als (auch preislich) interessante Alternative.

Die zahlreichen Motivprogramme gibt es auch bei anderen Kameras. Diese Effekte lassen sich jedoch in der Bildbearbeitung kontrollierter und präziser entwickeln. Ganz nett ist die Möglichkeit, bei Dunkelheit automatisiert einen Schnappschuss mit mehreren kurz belichteten Aufnahmen zu machen, die dann zu einem ordentlich belichteten Bild addiert werden.

Nachteil:
Wer von anderen Systemen umsteigt, kann nur wenig Zubehör weiter einsetzen. Die Auswahl an allem – vom Blitz über Objektiv bis Fernauslöser - ist kleiner und teilweise teurer, als bei Canon & Co.

Fazit
Handliche DSL zu einem vernünftigen Preis - mit einem wertigen Chip, der auch mit höheren Iso Werten super Qualität liefert. Den Sucher einfach ausprobieren, mit etwas Gewöhnung sollte man dann aber gut zurecht kommen können.

Wer noch mehr Bildqualität will:
Bei den sowieso nach und nach hinzukommenden Objektiven auf Qualität achten.
Allerdings kann dann eines schnell mal mehr kosten, als das ganze Startset...
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am 24. Juli 2016
Die Kamera habe ich mir im November 2014 als Einstiegskamera für meine fotografischen Ambitionen gekauft. Sie hat viele Fotoprogramme und Einstellmöglichkeiten, die man zwar als ambitionierter RAW-Fotograf nicht braucht, aber doch nette Spielereien darstellen, wenn man mal Lust drauf hat. Die Zwei-Finger-Bedienung im manuellen Modus kann etwas umständlich wirken, wenn man andere Kameras kennt, die das besser gelöst haben. Sie ist sehr leicht - viele Kamerakenner, denen ich sie gezeigt habe, waren erstaunt. Sie fühlt sich gut an und ist ordentlich verarbeitet, hier habe ich nichts zu beanstanden.

Die Schwenkmöglichkeiten des Displays sind sehr eingeschränkt, aber bisher habe ich mehr Möglichkeiten nur selten vermisst. Der Bildschirm wirkt vielleicht etwas klein geraten, war für meine Zwecke bisher aber immer ausreichend. Die Auflösung des Bildschirms halte ich für ausreichend, aber trotzdem sollte man stets in der Nachbetrachtung die Bilder maximal vergrößern, um Unschärfen zu erkennen. Da ich keine Displayfolie verwende, ist der Bildschirm bei mir leicht zerkratzt, was mich aber nicht weiter stört. Der Sucher ist zum Zweck der Akkueinsparung sehr nützlich, allerdings hat mir der Näherungssensor zum Ausschalten des Displays regelmäßig zu nervös reagiert, weshalb ich die automatische Umschaltung ausgestellt habe. Die Menüführung über Kameratasten ist ausreichend einfach, wenn man sich einmal eingelesen und daran gewöhnt hat. Was mir noch dringend fehlt, ist ein künstlicher Horizont. Gerade bei dem unflexiblen Display und der Verzeichnung bei kleineren Brennweiten (Kit-Objektiv) ist es oft nicht leicht, gerade Bilder hinzubekommen.

Die Kamera war auf vielen Reisen dabei, auch Wandertouren durch alpine Landschaften und hat sich dabei als recht robust erwiesen. Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und auch leichter Regen außerhalb der Schutztasche (nicht im Lieferumfang) haben ihr nichts anhaben können. Der Akku hält heute, nach tausenden von Fotos, noch so lange wie am ersten Tag und ist flott (<2h) aufgeladen. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Bilder ist ausreichend schnell, Serienbildaufnahmen funktionieren einwandfrei.

Bisher hat sie sehr schöne Fotos gemacht, wenn das Licht mitspielte. Mit dem mitgelieferten Kit-Objektiv (18-55 mm, f/3,5 - je nach Brennweite aber auch nur f/4,5) kam sie jedoch recht schnell an ihre Grenzen. Bilder verwischten schnell oder verrauschten, weil der ISO-Wert hochgedreht werden musste. Ab ISO 3200 empfinde ich das Rauschen als unangenehm. Wenn ich mich schon beim Kauf mit Fotografie besser ausgekannt hätte, hätte ich wohl gleich das Kit-Objektiv veräußert und mir dafür eines mit mehr Lichtstärke besorgt. Inzwischen habe ich zwei Festbrennweiten (35 und 50 mm, je ca. 140 €) mit f/1,8, die ich je nach Bedarf auswechsle. Die Bilder werden bei jeder Lichtstärke um Klassen besser! Hier also eine dringende Empfehlung für die Zeit direkt nach dem Erwerb.

Als störend fiel mir recht bald der bei schlechteren Lichtverhältnissen deutlich gelbstichige automatische Weißabgleich auf. Hier muss ich häufig nachjustieren, um natürliche Farben zu erzeugen. Bei hellem Tageslicht funktioniert der AWB aber sonst einwandfrei. Mit den neuen Objektiven und einiger Fotoerfahrung würde ich sagen, dass mir die minimale Verschlussgeschwindigkeit von 1/4000 ein wenig zu lang ist. Das aber ist schon Jammern auf hohem Niveau und bedeutet wohl lediglich, dass ich langsam aus dieser Kamera herauswachse. Wenn das Geld stimmt, werde ich es dann mit einer Kleinbild-Kamera versuchen, deren Vorteile ich gerade sehr zu schätzen lerne. Aber ich schweife ab ... Ein weiteres Defizit ist die fehlende Anzeige, wenn Kreativmodi eingestellt sind. So hatte ich aus Versehen einmal die "Spielzeugkamera" drin und konnte tagelang nicht herausfinden, woher die Vignettierung und die unnatürlichen Farben kamen (siehe das Büffel-Bild). Eine längere Internetrecherche brachte den Hinweis. Eventuell wäre eine Funktion hilfreich, die die Default-Einstellungen wiederherstellt.

Mir gefällt die Technologie des teildurchlässigen Spiegels gut. Die Kamera löst dadurch im Vergleich zu Klappspiegeln deutlich leiser aus und man kann beim Filmen fokussieren. Ob der immer beschrieene Lichtverlust stört, kann ich nicht einschätzen; da scheint mir das schwache Kit-Objektiv der größere Übeltäter zu sein. Mit den neuen Linsen hatte ich bisher keine Einschränkungen zu verzeichnen.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass ich die A58 im November 2014 für rund 350 € inklusive Tasche gekauft habe. Wodurch sich die erhebliche Preissteigerung von über 80 € seitdem rechtfertigt, entzieht sich meinem Verständnis.

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Fazit: Die Kamera hat mich zu einem echten Sony-Fan im DSLR/DSLT-Bereich werden lassen. Der Body ist super verbaut und überraschend leicht - also auch für Wanderungen und Ausflüge geeignet. Der Sensor und die Software sind hervorragend und können problemlos mit den Platzhirschen von Nikon und Canon in dieser Klasse konkurrieren. Das macht sie zu einer exzellenten Einsteigerkamera. Zum Sternabzug führen das schwächelnde Kit-Objektiv (18-55 mm) und der bei schwachem Licht sehr gelbstichige Weißabgleich. Für den Preis von 350,00 € (November 2014) ist die Kamera ein sehr gutes Angebot. Für den jetzigen Preis (ca. 430 €) wahrscheinlich immer noch okay, wobei ich die Marktpreise der Konkurrenz gerade nicht verfolge.

Anbei noch ein paar Fotos, die u.a. zeigen, dass man mit der Kamera und dem Kit-Objektiv bei entsprechenden Einstellungen und mit einer ruhigen Hand bzw. einem Stativ oder einer Ablage auch bei schlechteren Lichtverhältnissen brauchbare Bilder machen kann. Freilich ist der Ausschuss recht hoch.
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am 15. März 2016
Die A58 ist wirklich eine top Kamera. Gekauft hatte ich sie, weil sie sehr günstig war und oft gelobt wird.
Und ich habe es bis heute, ca. zwei Jahre später, nicht bereut.
Ich hatte voher absolut keine Ahnung von DSLR, was aber bei dieser Kamera kein Problem ist. Die meisten Funktionen sind selbsterklärend. Dazu kann man in jedem Untermenü-, punkt die Hilfetaste drücken und sie erklärt die entsprechende Option.
Für Anfänger sehr von Vorteil ist die SLT Technologie, wobei es keinen optischen Sucher im klassischem Sinne gibt. Denn der Sucher ist auch nur ein Bildschirm. So kann man Änderungen der Einstellungen (Iso, Blende etc.) direkt auf dem Bildschirm sehen und weiß, wie in etwas das Foto am Ende aussieht.
Nachdem ich ein Gefühl dafür hatte, habe ich diese Funktion ausgeschaltet.
Seit dem ich diese Kamera besitze habe ich mich ausführlich mit der Fotografie auseinander gesetzt und tausende Fotos gemacht. Mittlerweile würde ich mich als sehr fortgeschritten bezeichnen und ich bin nach wie vor top zufrieden und vermisse keine Funktionen.
Ein Nachteil liegt im Zubehörmarkt. Für andere Marken gibt es eine größere Auswahl an Objektiven und sonstigem Zubehör. Größtes Problem ist es einen Blitz zu finden, da die A58 den neuen Blitzschuh besitzt, den es nur an neuen Sonys gibt. Die Auswahl ist sehr überschaubar und die wenigen Geräte, die es gibt, sind meist sehr teuer.
Einfache, manuelle Blitze wie der Yongnuo YN560III funktionierten aber auch hier auf der Kamera.
Ich kann die A58 nur wärmstens empfehlen.
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