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TOP 500 REZENSENTam 21. April 2016
Familie Varlin, bestehend aus Vater Paul, Mutter Helene und Tochter Patty, freut sich auf ihren wohlverdienten Urlaub.
Die Autofahrt dorthin ist Lang und Ermüdend und so kommt ein kleiner Stop an einem Rastplatz gerade recht.
Fatalerweise befinden sich auch eine Motorradgang dort und die haben ein Auge auf Helene geworfen.
Paul reagiert spöttisch was die Motorradfahrer provoziert.
3 Von ihnen beginnen den Wagen nun zu verfolgen und zu bedrängen.
Es kommt wie es kommen muss und Paul verunfallt auf der Autobahn.
Nach einem aussichtslosen Kampf mit den Bikern erwacht er und muss feststellen das seine Frau und seine Tochter geschändet und ermordet wurden.
Zusammen mit Helene's Schwester Sarah die aus Schottland angereist ist begibt er sich auf einen Trip in den Wahnsinn......

Die Entfesselten aus dem Jahr 1975, inszeniert von Gerard Pires, ist ein besonderer Film.
Kein reinrassiger Vigilanz-Thriller, kein reines Drama und auch kein echter Krimi.
Vielmehr wird hier die psychologische Seite einer solchen Gewalttat dargestellt mit einem Protagonisten der anders als erwartet mit seiner Trauer umgeht.
Es wirkt alles in allem ziemlich Teilnahmslos wie Paul nach dem Tod seiner Familie handelt und auch Sarah agiert eher Unkonventionell.
Aber genau das hebt den Film aus festgesteckten Mustern heraus, denn jeder Mensch trauert anders.
Das mag vielleicht nicht bei allen Gut ankommen aber ich finde es erweitert das Spektrum Trauer um eine weitere Facette.
Somit ist die Entfesselten ein mutiger Film der sicher nicht leicht zu konsumieren ist.

Die Dialoge sind hervorragend, Settings, Atmosphäre, Soundtrack und Plot tun es ihnen gleich.
Darsteller sind u.a.: Jean-Louis Trintignant, Catherine Deneuve, Claude Brasseur und Daniel Auteuil.
Fazit: Ein interessanter, provokanter Film der Freunde des Cinema Francais begeistern dürfte.
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am 8. März 2013
Der große Trintignant und die zuckersüße Deneuve in einem Film, der sich als unbekannte Perle bisher versteckt hielt und nun wieder erhältlich ist.

Trintignant ist Paul Varlin, ein Familienvater, der zusammen mit Frau und Tochter in die Ferien fährt, doch statt familärer Idylle gibt es Tot und Verderben.
Nach einem kurzen Aufenthalt an einer Autobahnraststätte wird die Familie von drei Motorradfahrern angepöpelt, was Trintignant alias Paul Varlin ganz cool mit einem Stinkefinger quittiert. Diese Geste entpuppt sich als Fehler, denn zurück auf der Autobahn tauchen die drei Spitzbuben im Rückspiegel auf und es beginnt eine äußerst spannende Hetzjagd über französische Autobahnen, die sich auf einige Minuten ausdehnt. Unterlegt mit einem fetzigen Score, der nur in den 70ern entstehen konnte, brettern die Fahrzeuge (augenscheinlich ohne vorliegende Drehgenehmigung) über alle Spuren und sogar ein Wendemanöver in die verkehrte Fahrtrichtung wird kredenzt.

Diese ersten Minuten sind schon der erste Höhepunkt, der jedem Fan von europäischem Genrekino das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, denn man wird knallhart ins Geschehen geworfen und kann sich nur noch freuen, bei dem, was danach alles veranstaltet wird.

Nach Kontrollverlust rast Paul Varlin in den Graben und die Biker folgen ihm. Es kommt zu einem brutalen Überfall und Varlin wird bewusstlos geprügelt. Als er wieder zu sich kommt, haben wir Mitternacht und außer einer großen schwarzen Nacht, ist um ihn herum nur das donnernde Getöse der Autobahn zu vernehmen. Auf der Suche nach seiner Familie gibt es die traurige Gewissheit. Beide sind tot, brutal ermordet und wie sich später herausstellt, zudem noch grausam vergewaltigt. Von nun an werden wir Zeuge einer menschlichen Veränderung. Varlin unterwirft sich zunächst den Ermittlungsbehörden und hält die Füße still. Er kontaktiert seine Schwägerin Sarah (Deneuve), mit welcher er zusammen seine geliebte Familie zu Grabe trägt. Sarah ist die rational denkende Leitfigur, die mit ungewöhnlichen, aber gewaltfreien, Mitteln versucht, die Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen. Varlin dagegen hält nichts mehr von herkömmlichen Methoden und nach einem Plausch mit dem ziemlich perversen Barmann Ducatel (grandios gespielt von Claude Brassur) wächst in ihm der Wunsch nach brutaler Selbstjustiz und so stellt er eigene Ermittlungen an und gerät dabei in ein wüstes Dickicht aus verlogener Moral und gleichgültiger Gewalt.

Die Grenzen verschwimmen und wir sehen den Wandel vom braven Familienvater zum Racheengel, der im Grunde genommen sich selber jagt, denn im Verlauf des Filmes ist es sehr schwer, in Varlin noch irgendeinen Funken Sympathie zu sehen. Er ist ebenfalls ein brutales Arschloch und die Gewalt scheint die einzige Lösung zu sein.

Alles in allem ist es ein sehr spannender Film, der durch seine wirklich grandiose Synchro (die sehr nah am Original ist) einen satten Schuss Extrasleaze verpasst bekommt. Der finale Twist setzt dem ganzen Spaß noch das Sahnehäubchen auf.

Das Besondere an dieser DVD ist das deutsche Alternativende, welches laut Angaben des Labels Subkultur-Entertainment offenbar nur in Deutschland zu sehen war. In der französischen Fassung wurde es verkürzt und lässt den Zuschauer etwas irritiert zurück, doch in der deutschen Fassung wird der konstant anwesenden Doppelmoral ein Denkmal gesetzt. Wie sagt man so schön, es hinterlässt ein gewisses "Geschmäckle" und Recht und Gesetz werden ad absurdum geführt.

Ich möchte den Film nicht als Meisterwerk titulieren, doch neben der handwerklich sehr gut inszenierten Kameraarbeit (die Verfolgungsszenen sind brilliant umgesetzt) weiß der Film natürlich durch seine beiden Top-Stars zu überzeugen. Deneuve als die kühle, toughe Blondine und Trintignant als vollkommen entfesselter asozialer Racheengel agieren so fantastisch, dass die 95 Minuten wie im Flug vergehen. Der geheime Star des Films ist jedoch Claude Brassur, der als Andre Ducatel so richtig auf die Kacke hauen darf und dessen Dialoge jenseits von Gut und Böse sind.

Die DVD ist nicht wie angegeben 1.33:1 Vollbild, sondern kommt in anamorphem 1.48:1 daher. Geschuldet wird dies dem schlampigen Vorgehen der Franzosen, die den Film vollkommen falsch bearbeitet haben. Es gibt eine sehr umfangreiche Bildergalerie, die auch zahlreiche Setaufnahmen der Dreharbeiten präsentiert (sehr vorbildlich) und die schon erwähnte alternative Fassung, mit einem erweiterten Ende. Abgerundet wird alles durch ein Booklet des Filmwissenschaftlers Marcus Stiglegger und alles wird durchgehend in die Farbe rot getränkt. Wer die DVD aufklappt, bekommt die Wut von Varlin förmlich vor Augen geführt.

Abschließend möchte ich noch anraten, den Film auch im Original anzusehen. Es gibt korrekt übersetzte deutsche Untertitel, um das Gezeigte zu verstehen.

Fazit: Ein vergessenes Kleinod der Selbstjustiz-Thriller und ein französischer Kracher mit Starbesetzung machen aus der DVD eine interessante Neuanschaffung, die man ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen kann. Ich hatte sehr viel Spaß beim Film und man kann ihn mehrmals ansehen, ohne das er langweilig wird.
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