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am 13. Februar 2013
Was für ein Buch!

Es hat mich zum Lachen gebracht, es hat mich traurig gemacht,es hat mich an- und berührt, ich habe mich hindurchgelitten und –gefreut
und nach den letzten Sätzen hab ich gedacht: Och nee,schade! Das ist doch jetzt nicht schon zu Ende?

Meine Vor-Poster fanden die Sprache zu hart. Ich sage: Kein bisschen! So wie dieses Buch ist das Leben.
Da schweben auch nicht zwei Überirdische ins Bett und er lässt seinen Liebesspeer in ihre feuchte Lusthöhle gleiten, im Leben haben wir Sex, so wie in diesem Buch, und wenn Frau Glück hat, kriegt sie einen Orgasmus, einen Mann fürs Leben kriegt sie meistens nämlich nicht!

Der Plott ist nicht neu, aber ich habe ihn noch nie so gelesen wie hier: Leif Lasse Andersson, Tollpatsch, Möchtegern-Macho und echt süßer kleiner Junge tapst wie ein Welpe durch sein neues Single-Leben und entdeckt die Welt.

Seine ersten Gehversuche im Internet-Dating, nämlich den Kontakt mit einer Datenbank-Suche, beschreibt Leif so:
"Wirklich praktisch so eine Suchfunktion, ich könnte sogar angeben, ob ich lieber große oder kleine, blonde oder brünette, Frauen mit Hochschulabschluss oder ohne Kinder vögeln will, doch dafür bin ich vom Wesen her einfach zu demokratisch:
Wer geil aussieht und in mein Bett will, der soll bitteschön nicht wegen sei ner Haarfarbe diskriminiert werden."

Irgendwann trifft Leif auf die ersten Silikonbrüste seines Lebens, und man kann sich sein Erstaunen bildlich vorstellen:
„..dafür stehen die Möpse wie eine Eins, und das sogar dann, wenn Tanja auf dem Rücken liegt. Es sind die ersten Tuningtitten, die mir in die Finger geraten, und ich schraube interessiert daran herum. Ehrlicherweise törnen sie mich nicht wirklich an, sie fühlen sich an wie zu fest aufgeblasene Luftballons auf dem Kindergeburtstag, der einzige Unterschied scheint mir zu sein, dass sie weder quietschen noch sich elektrisch aufladen, wenn man die Hände daran reibt.“

Hallo, wie geil ist das denn?An solchen Zeilen hat auch die Frau mit ungetunten Titten schelmische Freude,die sonst schon mal neidische Blicke wirft...

Später verarscht Andersson diesen ganzen ausgebrochenen BDSM-Hype, er ist an eine Frau geraten, die auf Sado-Maso steht und hat es zu spät bemerkt, jetzt kommt er nicht mehr aus der Sache raus und versucht, sich durch die Nummer zu bluffen:

„Immerhin, ich bin Segler, ich kann Seemannsknoten, ich habe tonnenweise Krawatten im Schrank, mein Bett hat vier Eckpfosten, und ich habe verflucht schon schlimmere Situationen gemeistert als diese. So fessele ich sie schließlich, verbinde ihr zu meiner eigenen Sicherheit die Augen und lasse mich von den Geräuschen leiten, die Yvonne macht.“

Das sind so Stellen, ich hab ihn richtig vor mir gesehen, wie er ihr die Augen verbindet, bloß damit sie nicht mitbekommt, dass er keine Ahnung hat.Zum wegrollen,mich hat es großartig unterhalten und herzlich zum Lachen gebracht.

Aber das Beste an diesem Buch ist für mich:
Dieser Leif spielt den Frauen-Aufreißer und ist dabei einfach nur knuffig!
Wenn ich könnte, wäre ich zu ihm ins Buch gekrabbelt und hätte ihn da rausgeholt.
Er schreibt so zärtlich über seine Kinder, er liebt seine große, verlorene Liebe Laura mit so viel Herz und Emotion,
dass ich einfach nicht umhin konnte ihn richtig gern zu haben!

Mein Fazit:
Wer als Frau ein paar Jahre allein gelebt hat und sich gefragt hat, warum auch echt nette Typen nach dem Sex zu totalen Ärschen mutieren, schüttelt immer wieder fassungslos den Kopf und und gerät ins Grübeln: „Ach so! Oha!Jetzt kapier ich!“

Für mich ganz klar das beste Stück Gegenwartsliteratur der letzten Jahre, ein echt cooles Buch, und eigentlich Pflichtlektüre für uns alle, die da draußen nach einer Sahneschnitte fürs Leben suchen.
Die Botschaft heißt nämlich: Was "besseres" als Leif finden wir nicht, machen wir einfach das Beste aus ihm! ;o)
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am 11. März 2013
Sowas kam mir noch nicht vor meine alten Augen! Erst dachte ich ja: Danebengegriffen, Softporno ohne Anspruch auf mehr ... ABER DANN: Das Buch entpuppt sich zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme eines gescheiterten (Liebes)lebens und liefert gleich die tiefenpsychologischen Gründe mit. Wunderbar Leifs "Eigendiagnostik": Er ist drei Persönlichkeiten: Der Macho-Cowboy, der zarte Kleine und beide zusammen - nur weiß er nie, wann er wer ist - genial! Ganz nebenbei vermittelt das Buch eine gehörige und nicht belehrend daherkommende Portion Sozialkritik. Hier kann man erleben, wie die heutigen gesellschaftlichen "Werte" uns zu fremdgesteuerten Schauspielern machen und wie sehr in diesem Schauspiel das Netz fehlt, wenn man "aus der Rolle fällt". Leifs Ausstieg aus dem Normalo-Leben gerät zunächst zu einer Macho-Story - er lebt seinen Frust aus. Dann kommt der "Kleine" in ihm immer mehr zum Vorschein und er kann einem einfach nur noch leidtun. Am Ende rettet ihn der Kleine, nicht wie sonst immer in seinem Leben der Cowboy! Zu den Sexgeschichten: Klar, die Sprache ist deftig - das Leben ist es aber auch. Schöngeistig, schwülstige Umschreibungen hätten hier nicht gepasst. Und mal ehrlich: Es gibt sie, die Frauen die er beschreibt und deren Art mit Männern und Sex umzugehen. Warum also soll er die Fakten nicht nennen und die gängigen Worte nicht finden? Der Schreibstil ist locker und gut lesbar - man merkt die Journalismus-Ausbildung.
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am 19. Februar 2013
Wer Märchen mag, der möge die Finger von diesem Buch lassen.

„Midleifcrisis“ bietet keine romantisch-blumige Sprache, noch ein Happy End à la „und wenn sie nicht gestorben sind, lieben sie sich noch heute…“. Stattdessen erzählt es unglaublich schonungslos und unverblümt offen eine Geschichte, wie sie sich so – oder so ähnlich – im tatsächlichen Leben abspielt. Dabei ist es ungemein selbstkritisch und voll herrlich-selbstironischem – wenn auch durchaus derbem – Sprachwitz, so dass es trotz aller Krisen des pseudonymen LeiLa immer wieder mindestens zum Schmunzeln mit (und manchmal auch über) ebendiesen verleitet. Und am Ende, da ist man sich sicher, dass man nicht der Einzige ist, der sich auf einem Ritt durch die Wüste befindet, die da Leben heißt – und alleine dieses Gefühl ist jeden Cent des vergleichsweise teuer daherkommenden Taschenbuchs wert.

Und wer mag schon Märchen? Ich nicht.
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am 19. März 2013
... und das gibt dir voll eins auf die Fresse.

Der Autor schafft es, die Kämpfe, Niederlagen, Wünsche und Sehnsüchte eines jeden Menschen - egal ob Mann oder Frau, wie ich finde - in eine kurzweilige Geschichte zu packen. Sicher, er schreibt aus der Sicht des Mannes, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann, entdeckt auch viel von den Ängsten und Problemen der Frauen. Die Story enthält viele Klischees, aber diese entstehen nun mal aus der Wahrheit, auch wenn dies oft verdrängt wird.

Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter, allerdings benötigt der/die geneigte Leser/in ein gewisses Maß an Toleranz und auch Lebenserfahrung, um alles richtig einzuordnen.

Chapeau, Herr Leif Lasse Andersson, wer immer Sie in Wirklichkeit auch sind.
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am 13. April 2013
Ja, müsste man annehmen dass das Geschriebene nicht nur der Fantasie des Autors entsprungen ist, komme ich zu dem Ergebnis, dass der Herr A. in der Tat ein A.... ist.
Natürlich. Schnell gerate ich in den Verdacht nur neidisch zu sein und so entfaltet sich der Zorn auf diesen standhaften Kerl, der die Schönsten der Schönen abschleppt. Aber es ist mehr. Die vielen Frauen, die er beglückt, ja, mein Lieber, das ist schon ein Knaller. Hier ziehe ich den Hut. Und diese Frauen wollen es ja sicher auch so und nur so. Was mich an den Typen so sehr stört, ist die heuchlerische, abgebrühte Art. In seinem privaten Leben wie auch im Beruf, hat er offensichtlich nur Gespinne und Spinner um sich. Und natürlich Spinnerinnen. Alles ist ihm wohl bislang sehr leicht gefallen, kaum dass er sich um irgendetwas angestrengt bemühen musste. Materiell war sein Leben wohl schon von Kindesbeinen an umsorgt. Wertevermittlung ist ihm wohl fremd. Und da nutzt es auch nicht, immer wieder die große Liebe zu den eigenen Kindern zu betonen.

Ein arroganter Vogel, der sich in vögelnder Weise durchs Leben schlägt, mal so nebenbei 750000 in ein unternehmerisches Projekt investiert und den Leser mitreißt, ob seiner "Opferbereitschaft". Und danach musste sich der feine Herr auch noch ganz schön einschränken, was den Lebensstil betraf. Bitter. Sehr bitter! Insgesamt führt der Herr A. ein S***leben.

Aber das Buch ist gut geschrieben. Ohne Frage. Sehr gute Wortwahl. Eloquent. Ich hab es gern gelesen, wenn auch häufig mit Kopfschütteln. Der Witz kam ebenso nicht zu kurz. Manchmal hab ich ihm heimlich zu seinem Erfolg gratuliert. Aber ich habe gleichermaßen auch erkennen können, dass der inhaltliche Stoff des Buches tatsächlich eigentlich nur die gewisse Schicht der Gesellschaft berühren dürfte. Eine sehr leichte Kost, diese Lektüre. So einfach, so leicht, so oberflächlich, so banal, ist das Leben nur in bestimmten Schichten. Alle anderen setzen die Prioritäten anders.
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am 17. Februar 2013
Mann oh Mann. So ein Buch habe ich überhaupt noch nie gelesen.
Ich habe mir offene Einblicke in die Männerseele erhofft. Die habe ich bekommen – reichlich - und bin davon nun gleichermaßen entsetzt wie berührt. Leif Lasse Andersson schont weder seine Leser(innen) noch sich selbst und manchmal weiß die Leserin nicht, ob sie während der Lektüre kotzen und den Typen ermorden oder heulen und ihn in den Arm nehmen soll. Faszinierende Mischung. Mit der realen Männerwelt geht’s uns mitunter ebenso.
Laut Klappentext arbeitet der Autor als Journalist. Und das merkt man sofort. Sein Erzählstil ist geradlinig, die Geschichte stimmig und sehr spannend aufgebaut. Das Buch in einem Rutsch durchzulesen ist kein Problem.
Die teilweise deftige Sprache hat mich nicht gestört. Das ist nun mal das Markenzeichen des Cowboys und wenn der sein Lasso auswirft, schleppt er immer Beute damit ab. Meistens bildschöne Frauen, die nicht unbedingt klug sein müssen. Nur irgendwie jung sein und geil aussehen, aber wenn es richtig dringend ist, wird auch diesbezüglich ein Auge zugedrückt.
„Lass mal, die Dellen habe ich schon gesehen, als ich dich von hinten gef**** habe. Macht mir nichts, wirklich nicht, sobald ne Hübschere kommt, mach ich eh mit dir Schluss.“ (S. 185) Autsch!
So geht’s kapitelweise und das Buch wäre nicht auszuhalten, gäbe es nicht die andere Seite des Leif Lasse A. – den Kleinen. Das ist der, der um seiner selbst willen geliebt werden möchte, aber vom Cowboy gerne untergebuttert und zum Schweigen gebracht wird.
„Der Cowboy lehrt den jungen Leif viele Dinge. Dass man sich durchbluffen muss, wenn man keine Ahnung hat, denn man kann trotzdem gewinnen … Dass man nie, wirklich niemals zeigen darf, dass man Angst hat, denn dann geht es einem erst recht schlecht.“ (S. 76)
Gefühle zeigen ist nun mal saugefährlich. Man könnte schließlich verletzt werden.
Mein Fazit: lesen!
„Midleifcrisis“ ist ein spannendes, berührendes Buch, das durchaus das Zeug zum ganz großen Aufreger hat. Deshalb ist verständlich, dass sich der Autor für ein Pseudonym entschieden hat.
Wer will schon gern von den Gut- und Bessermenschen mit Tomaten oder faulen Eiern beworfen werden?
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am 11. März 2013
Über den Inhalt spare ich mir mal ganz entschieden viele Worte, weil andere schon sehr ausführlich waren, die das besser können als ich.

Vom Buch war ich begeistert, von der Ehrlichkeit, der Offenheit, der Direktheit und sogar von der Wortwahl! Das Leben und die Welt da draußen sind halt heutzutage so, warum das abstreiten? LeiLa hat mich alle Stadien der Emotionen durchleben lassen - vom innigen Wunsch, ihn in den Allerwertesten zu treten bis dahin, ihn mit Tränen in den Augen zu umarmen. Und er macht das auf eine sehr gekonnte, spritzige und witzige Art und Weise. Wirklich professionell geschrieben und ein echter Pageturner!

Wenn die Geschichte authentisch war, dann Hut ab vor der Ehrlichkeit! Wenn nicht, dann war sie bestens erfunden!

Klare Leseempfehlung!
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am 25. März 2013
Ich gestehe, dass ich dieses Buch verschlungen habe. Das mag daran liegen, dass ich an der Sicht der Männer, die sich in Singlebörsen rumtreiben, interessiert bin. Hier durfte ich einiges erfahren, das sich mir bis dahin noch nicht in der Form erschlossen hatte.
Der Mythos "Männer wollen doch nur das Eine" bestätigt sich auf den ersten Blick. Aber im Hintergrund schwelt immer wieder die Sehnsucht nach Geborgenheit und etwas Festem und dem Sinn des Lebens.
Liebe, Geld, Macht, sexuelle Vorlieben... all das wird nicht nur erwähnt, sondern vielmehr auch in Frage gestellt.
Der Schluss ist vielleicht etwas melodramatisch, auf jeden Fall aber komplett anders, als ich ihn erwartet habe. Was durchaus nicht negativ zzu werten ist.

Fazit:
Leif Lasse Andersson preist sein Buch als Geschenk für die Mutter, den Sohn, die Freunde des Lesers oder der Leserin, an. Meiner Mutter würde ich es auf keinen Fall schenken. Meinen Kindern auch nicht. Aber im Freundes- und Bekanntenkreis ohne Wenn und Aber jeder/ jedem, der/ die nicht allzu zart besaitet ist. LeiLa schreibt unverblümt direkt, was so manches Mal schlüpfrig daher kommt. Aber alles in allem ein für mich äußerst gelungenes Buch, dass jede Minute wert war, die ich für das Lesen verbracht habe und das mit Esprit und nicht nur einem Augenzwinkern geschrieben ist.

Gerne mehr davon!
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am 12. März 2013
Ich habe das Buch als kostenloses Ebook erstanden und dachte mir, für umsonst kann ich nichts falsch machen. Schon bei den ersten Zeilen merkte ich, das Buch ist anders als ich es erwartet habe: Deftig, hart, ehrlich und absolut witzig geschrieben. Wobei die Geschichte alles andere als witzig ist - Humor ist wenn man trotzdem lacht. Ich kann das Buch jedem nur empfehlen der mit dem Gedanken spielt sich zu trennen. die Realität ist schonungslos - auch wenn der Cowboy einem etwas anderes vorspielt! Absolute Kaufempfehlung.
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am 4. April 2013
Midleifcrisis war mein erstes Ebook. Titel und Cover versprachen kurzweilige Unterhaltung und ein wenig neugierig ist man ja auch als Frau auf 272 Seiten männliches Selbstmitleid. Die ertsen Seiten schleppten sich dann auch entsprechend zwischen der Größe von Frauentitten/Hintern, Fahradschläuchen und dem ach so tollen Hecht im Benz, der sich mehr oder weniger erfolgreich am willigen Fleisch einsamer Internetdaterinnen sättigt, wobei man nicht weiß, wen man mehr bemitleiden soll,die Frauen, die auf die taktisch durchgeplanten excelgelisteten Maschen hereinfallen, oder den emotional kastrierten Protagonisten, dessen Lebensleere proportional zum Frauenverschleiß anwächst. So weit, so scheinbar belanglos, wäre da nicht die Seite hinter der Cowboymackerfassade, die sich ab der Mitte des Buches dem Leser erschließt und das berührt, was sich eigentlich jeder im Leben wünscht und nur selten erreicht. Für Männer und Frauen gleichermaßen lesenswert. Einfach ein tolles Buch. Danke an den Autor.
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