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In der 4er Besetzung John Cipollina, Lead-Gitarre, Gary Duncan, Lead-Gitarre und Gesang, David Freiberg, Gesang und Bass, Greg Elmore, Drums, waren sie die unschlagbaren 4 Musketiere. In unzähligen Auftritten seit '66 und in '67 waren sie in der Bay Area die ungekrönten Könige in Live-Konzerten, ohne einen Plattenvertrag zu haben, dem erst ca. '68 nach langem Hin und Her "nachgegeben" wurde. Überwiegend Fremdkompositionen wurden nach und nach aus-improvisiert und rum um bluesige Songs entwuchs gitarrendominierter Acid-Rock im relaxten Westcoaststil. Beide Gitarristen spielen Soli und improvisieren sowohl abwechselnd, als auch "gegenläufig", auch "untergehakt" und im Dual-Lead.

1968 und '69 war QMS einer der der angesagtesten Act in CA, kein Geheimtip mehr. Zu dieser Doppel-CD wird in den Linernotes in etwa zitiert:In den Grundfesten waren sie eine Bluesband; nun ein feuerspeiendes Monster. Dies trifft es! So hart und rauh, die Instrumente mehr als beherrschend, dürfte ab '68 kaum eine Combo gespielt haben.

Die Stücke stammen nahezu von dem '68er Erstlingswerk und dem späteren live im Fillmore West und F-East eingespielten Nachfolger HAPPY TRAILS. Sie sind vergleichbar, wenn nicht identisch mit CD1 der Veröffentlichung LOST GOLD AND SILVER ; nur andere Reihenfolge und mit kleinen Ansagen. Ich wage sogar die Hypothese, dass es sich um Aufnahmen der nicht mehr erhältlichen Doppel-LP MAIDEN OF THE CANCER MOON HANDELT handelt (nur vertauschte Kanäle). Aber dies ist ebenso egal, wie die teilweise zu sehr im Vordergrund stehende Gitarre von Gary Duncan. Weil die Aufnahmen aus seinem Archiv stammen sollen, wird gemunkelt, dass er den Mix zu verantworten hätte. Dagegen spricht, und das klingt logisch, dass Bill Graham immer ein Bandgerät mitlaufen ließ und der Band den Tonträger aushändigte. Die damalige Technik, nicht zu vergleichen mit den Möglichkeiten guter Tonstudios, und nicht gedacht für eine Liveaufnahme, weiter keine vernünftige Monitore für die Musiker - und nochmals zu den Linernotes,die da sagen,dass Mikrofone ausfielen, Gitarren den Gesang übertönen, der Sound sei mehr high als fi, aber wenn Du nicht dagewesen warst, sie in den letzten Stücken der '60er zu sehen, auf dem Höhepunkt und das Land abbrennend, hast Du hier die Gelegenheit sie zu hören, so nah wie man dem Nirvana nur kommen sollte -, dann ist das eben so. Aber auch Gary war ein verdammt guter Lead-Gitarrist!

Don;t panic. Die Aufnahme ist überdurchschnittlich gut. Wohl weißlich fehlen auf LOST... die ersten beiden Tracks von CD 1.

Nach Dino's Song kommt bereits das ultimative Feuerwerk mit SMOKESTACK LIGHTNING. 10:30 m lang, viele Rhythmuswechslel, mal gibt Greg die Power vor, mal Gary mit irren Riffs, aus denen sich wieder Soli ergehen, ohne zu gniedeln. Dann wieder Stopschild und David shoutet und erinnert irgendwie an Jim Morrison leibhaftig.

Codine ist großer Punk, Mona und Calvary nehmen Hard'Heavy vorweg.

CD 2 ist großes Kino. Nach PRIDE OF MAN nur noch Tracks jenseits der 10 min Grenze. Das Drum-Solo in (ACAPULCO) GOLD AND SILVER erstaunlich klasse, nicht so wie Torwart und Linksaußen...

An dem Abend mit 2 Shows oder tags drauf, da ist man sich nie so sicher, haben sie wirklich Feuer gespien, und das Fillmore East in NYC in ein "Schlachtfeld" - aber mit glücklichen Menschen - verwandelt.

Mensch, warum gibt es nicht mehr (gute) Liveaufnahmen der "Dangerous Four", von mir aus auch mit Dino Valente, aber bitte mit Fremdkompositionen und ausgefeilten Soli.

MM
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am 19. Mai 2013
Die Überschrift ist bereits eine Standortbestimmung, denn bei den Aufnahmen handelt es sich nicht um rares Livematerial von den Sessions zur legendären Live-Scheibe *Happy Trails* aus den Archiven von Capitol Records sondern um Aufnahmen aus dem Privatarchiv des ehemaligen Quicksilver-Gitarristen Gary Duncan.

Diese Aufnahmen waren bereits die Basis für CD 1 der offiziell 1999 erschienen posthumen Quicksilver Messenger Service Doppel-CD *Lost Gold And Silver*, die rares Live-und Studiomaterial enthielt. Bei den Mitschnitten handelt es sich um Bootlegaufnahmen, die bereits seit geraumer Zeit als Bootleg-Tapes und -Schallplatten kursieren. Legendärste Bootlegs dieser Art sind wohl das Doppel-Vinyl *Maiden Of The Cancer Moon* oder die CD *Smokestack Lightning*, die aber nur einen Teil der Aufnahmen enthielt.

Bei der nun offiziell erschienen CD *Live At Fillmore 1968* handelt es, trotz Digipak-Ausgabe und raren Fotos, um eine eher zwiespältige Angelegenheit. Die Songs hat der QMS-Fan bereits mehrfach in seiner Sammlung und kann somit das Konzert mit wenigen Handgriffen eigentlich selbst duplizieren. Das Booklet mit Bandgeschichte bietet keine wirklich neuen Erkenntnis über die legendäre Frühphase der Kult-Truppe aus San Francisco. Auf der anderen Seite beinhaltet die Scheibe auch rare Live-Aufnahmen wie *Pride Of Man* und *If You Leave (Your Time Will Come)*, die nicht so einfach zu finden sind.

Was mich nach anfänglicher Skepsis von der Scheibe letztendlich überzeugt hat, ist der Klang dieser neuen Edition. Es sind und bleiben definitiv Bootleg-Aufnahmen die hier der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und die Songs sind klanglich nicht mal ansatzweise mit den Aufnahmen der legendären 1969er Live-Scheibe *Happy Trails* vergeichbar, aber durch das neue Remastering und einer neuerlich Aufhellung sind sie klanglich die momentan besten Versionen die auf dem Markt sind und toppen damit selbst die Versionen von *Lost Gold And Silver*.

FAZIT: zwiespältig, aber doch irgendwie legendär...
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am 29. Juni 2013
... Live-Album, welches von der Band überhaupt auf dem Markt ist. Tonqualität ist 1A für die Zeit und die Performance der Band ist einfach richtig stark. Mal knackst etwas, mal fällt das Mikro aus, aber dass passiert insgesamt vielleicht 2-3 mal. Kein Vergleich zu manchen Bear-Family-Scheiben der Truppe. Jeder Fan sollte hier zuschlagen und wer gerade am Anfang steht, kriegt hier einen ausgezeichneten Eindruck davon, wie diese tolle Band Live abging.
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