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Kundenrezensionen

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am 23. August 2016
Die "Kult"-Regisseure Adam Green (Hatchet), Joe Lynch (Wrong Turn II), Tim Sullivan (2001 Maniacs) und Adam Rifkin (Detroit Rock City) zünden ein Trash-Feuerwerk, das die Herzen aller Genre-Fans vor Freude explodieren lässt. Hier geht garantiert jeder Gag unter die Gürtellinie und kein Körperteil bleibt unentfernt.
Menschenfressende Killerspermien, schwule singende Werbären, sexbesessene Zombies und ein Frankenstein-Monster von Hitler persönlich geschaffen, das sich als Jude herausstellt und Hava Nagila tanzt, CHILLERAMA ist die ultimative Hommage an das legendäre Grindhouse-Kino!
Als sich ein paar Freunde zum großen Abschlussabend in einem Autokino treffen, um einen Horrorfilm-Marathon zu sehen, ahnen sie nicht, dass sich direkt unter den Gästen eine Zombie-Epidemie ausbreitet, die in einem ultimativen Massaker endet...

ZOM-B-MOVIE
Die Rahmenhandlung des Films. Ein Angestellter des Autokinos buddelt seine verstorbene Frau aus und zwingt sie zu Oralverkehr. Doch die gute Zombiene beißt den werten Witwer ins Gemächt, der fortan (SIN CITY-mäßig, allerdings blaues) Blut kleckernd und spritzend durch die Gegend stolpert. Er verseucht mit seinen Eiern das Popcorn und löst damit eine Sex-Zombie-Apokalypse aus, die sich gerammelt hat.
Mit Corey Jones als Toby, Kaili Thorne als Mayna, Brendan McCreary als Ryan, Miles Dougal als Floyd und Richard Riehle als Filmvorführer Cecil. Written & directed by Joe Lynch. Note 2

WADZILLA - 23 Minuten
Loser Miles Munson hat Probleme. Seine ohnehin schon spärlichen Spermien lassen sich beim Wettrennen sogar noch von Schnecken überrunden. In schierer Verzweiflung lässt er sich Medikamente aufschwatzen, die noch mitten in der Testphase stecken... und sein Spermium bei Erregung zu einem riesigen RIESIGEN Wadzilla mutieren lassen, das durch die Stadt läuft, Gebäude einreißt und nur eins im Sinn hat: Die Freiheitsstatue zu vögeln.
Mit Regisseur Adam Rifkin als Miles Munson, Sarah Mutch als Louise, Ray Wise als Dr. Weems, Tania Raymonde als Zelda und Eric Roberts als General. Note 2-

I WAS A TEENAGE WEREBEAR - 25 Minuten
Grease küsst Teen "Wolf": singende Rockabilly-WerBÄREN auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität (für mich zu viel des schlechten Geschmacks und die schwächste Episode).
Mit Sean Paul Lockhart als Ricky, Anton Troy als Talon, Gabrielle West als Peggy Lou, Lin Shaye als Maleva, Adam Robitel als Butch und Regisseur Tim Sullivan als Coach Tuffman. Note 4-

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANKENSTEIN - 19 Minuten
Das Highlight in schwarz/weiß! (Doch bevor Sie weiterlesen: Bitte, das ist Satire und allerschwärzester Humor!) Um unterzutauchen haben sich die Frankensteins in Frank umbenannt. Doch der unverständlich sabbelnde Hitler (muss natürlich untertitelt werden) findet jenes Tagebuch, in dem das mysteriöse Geheimnis versteckt ist, totes Leben zu erschaffen. Während seine Frau Eva keine Gelegenheit auslässt, seine Schergen zu befriedigen, beginnt der schlaksige Adolf mit dem religiösen jüdischen Ritual und erweckt das Monster, das den Krieg beenden soll (wunderbar, wenn ihm Eva mal wieder erklären muss, welchen Weltkrieg sie denn gerade hätten). Doch Meshugannah, wie sie ihn liebevoll getauft haben, entpuppt sich - irgendwie logisch - als Jude, der lieber Nazis tötet...
Mit Joel David Moore als Adolf Hitler, Kristina Klebe als Eva Braun und Kane Hodder als Monster Meshugannah. Regie führte Adam Green (Frozen - Eiskalter Abgrund). Note 2+

Fazit: 120 Minuten unfassbares IRRSINN-FESTIVAL der Geschmacklosigkeiten: Die totale TRASH-GURKE und episodischer Horror-"Komödien"-WAHNSINN! Wer denkt, er hätte schon alles gesehen: Bitteschön! Unglaublich, wie der Film eine FSK 16-Freigabe bekommen konnte?! Nur schwer zu ertragen, doch für die dann wahrscheinlich genial. Für mich insgesamt Note 3+

"Der vierteilige Episodenfilm [von 2011] wartet mit einer Vielzahl an Referenzen auf Genre-Klassiker auf und provoziert mit zahllosen Tabubrüchen und infantilem Humor, der sich vornehmlich jenseits der Gürtellinie abspielt. Ganz im Stile von Roger "The King of B-Movies" Corman und Lloyd Kaufman, wird hier ohne Rücksicht auf Hollywood-Konventionen alles an Skurrilität aufgeboten, was das knappe Budget hergibt." - Filmstarts.de

EXTRAS: Audiokommentar, The Making of The Diary of Anne Frankenstein 23:17, I was a Teenage Werebear (Deleted Scenes 14:27, Behind the Scenes 21:59), Zom-B-Movie: Deleted Scenes 4:02, Famous Monsters Interview (mit den vier Regisseuren auf der Comic-Con am 22.7.11) 5:41, Salfen Comic-Con Interview 7:51, Wadzilla: Deleted Scenes 6:04, Musikvideo: Psycho Charger "Chillerama" 4:35, Trailer (Chillerama 2:15, I was a Teenage Werebear 2:01, Wadzilla 2:39), außerdem gibt es ein Wendecover!

[Diese Rezension ist dem King of Trash Alex Dark gewidmet!]
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am 7. April 2017
Im Zeitalter von SchleFaZ werden schlechte Filme ja gefeiert - wenn sie auf gute oder wenigstens bizarre Weise schlecht sind. Chillerama ist aber weder gruselig noch witzig oder gewollt daneben, sondern einfach nur langweilig zusammengestoppelt. Zündende Gags sind an einer Hand abzuzählen, für fähige Darsteller braucht man nicht mal die. Das Einzige, was halbwegs funktioniert, ist der Ekel-Faktor. Aber dazu kann man sich auch Bilder von Eiterbeulen bei Google ansehen.
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am 10. Februar 2014
Mit den Worten eines John Waters Films zu beginnen: "It's a dirty shame!"
Diese Perle des Trash-Genres ist das Beste, was ich seit Jahren gesehen habe. Sie ist widerlich, pervers und einfach nur brilliant. Zombies mit blauem Leuchtblut, Spermzilla, schwule Wärbären im Teenie-Singfilm-Stil, Hitler und der Golem und vorallem der Scheiße-Film sind eine scheiße-geile Mischung.

Wer John Waters Filme mag, wirklich guten Trash oder einfach mal seinen guten Geschmack und seine biederen Vorstellungen wegblasen möchte, sollte sich für diesen Film Zeit nehmen und viele Freunde teilhaben lassen.
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"Chillerama" stammt eigentlich aus dem Jahre 2011, hat es aber erst jetzt geschafft, in Deutschland auf DVD zu erscheinen. Den Film wirklich zu beschreiben ist so gut wie unmöglich, denn ein jeder sollte sich selbst ein Bild von dem wilden Szenario machen, das sich dem Zuschauer hier präsentiert. In ein filmisches Grundgerüst eingepackt, wird man mit einem vierteiligen Episoden-Horror konfrontiert, dessen Inhalt so dermaßen skurril-und trashig ist, das man kaum die richtigen Worte dafür finden kann. Sexuell ausgehungerte Zombies, schwule Werwölfe und eine wunderbare Karikatur von Adolf Hitler sind dabei nur 3 Beispiele, mit welchen Absurditäten man hier bedient wird. Dabei sollte man das Ganze als herrliche Hommage an die guten alten Zeiten ansehen, bei der man mit unzähligen Anspielungen auf Genre-Klassiker, sowie auf etliche Trash-Produktionen bedient wird, was schon fast zwangsläufig für einen äußerst hohen Unterhaltungswert garantiert. Die Umsetzung der einzelnen Episoden gestaltet sich dabei beabsichtigt billig und erinnert phasenweise an Produktionen aus der berühmten Troma-Schmiede, die ja nun weitaus mehr als nur eine Trash-Granate auf den Markt gebracht hat. Gerade die Folge " I Was A Teenage Werebaer" lässt so auch Anlehnungen an Troma's "Poultrygeist" erkennen, offenbart sich hier doch ein mit Kunstblut angereichertes Rockabilly-Musical, bei dem man die Lachtränen nur schwerlich unterdrücken kann.

Zuvor wird man jedoch mit "Wadzilla" bekannt gemacht, wobei es sich hier ganz eindeutig um die skurrilste Episode handeln dürfte. Eine mutierte Riesen-Spermie macht dabei New York unsicher und die dazugehörigen Effekte sind bewusst billig gehalten, was diesem Kurzfilm seinen ganz besonderen Reiz verleiht. Ganz unwillkürlich wird man dabei einerseits an Filme wie "Godzilla" oder auch "Der Blob" erinnert, andererseits gerät einem jedoch auch die deutsche Komödie "Kondom des Grauens" wieder in Erinnerung. Man müsste eigentlich daraus erkennen, das hier für jede Menge Spaß gesorgt ist, wobei man natürlich eine ausgeprägte Vorliebe für den schlechten Geschmack haben sollte. "Chillerama" wird ganz sicher nicht jeden Geschmack treffen, denn der vorhandene Humor ist bei weitem nicht jedermanns Sache. Das vollkommen überzogene Spektakel dürfte die Lager der Fans in 2 Lager spalten und ganz besonders die Kurzfilme 3 (The Diary of Anne Frankenstein) und 4, dessen Namen ich vor lauter Fäkal-Humor vergessen habe werden dabei den größten Diskussions-Stoff anbieten. Einerseits bekommt man es mit einer skurrilen Karikatur von Adolf Hitler zu tun, der sich als Dr. Frankenstein betätigt und dabei ein Monster erschafft, das selbstverständlich jüdischer Abstammung ist. Es offenbart sich Naziploitation vom Feinsten und im Normalfall dürfte hier wirklich kein Auge trocken bleiben. Danch gibt es dann noch eine wahre Kack-Orgie zu begutachten, die jenseits des guten Geschmacks angesiedelt ist, aber dennoch den Unterhaltungswert der ganzen Chose noch einmal anhebt. Zu guter Letzt bekommt man dann noch einige Minuten des Grund-Filmes (Zom-B-Movie) zu sehen, in denen es im Drive-In Kino noch einmal so richtig zur Sache geht.

Was die Regisseure Adam Green, Tim Sullivan, Joe Lynch, Adam Rifkin und Bear McCreary hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben ist wirklich aller Ehren wert. "Chillerama" ist gespickt mit schlechten FX, vollkommen hanebüchenen Szenarien und bietet in seiner Gesamtheit ein wahres Sammelsurium an Absurditäten. Doch gerade aus diesem Aspekt bezieht der Film seinen unglaublichen Charme und ist somit eine der grandiosesten Trash-Granaten, die man in den letzten Jahren gesehen hat. Angereichert mit jeder Menge Kunstblut und einem dem Geschehen angemessenen Härtegrad offenbart sich knapp 2 Stunden lang ein Geschehen, das man wirklich selbst gesehen haben muss, um seine innovative Note zu erkennen. Für die einen der absolute Schund, stellt der Film für Trash-Liebhaber etwas dar, das man nicht so schnell vergessen wird. Wie immer liegt das Ganze selbstverständlich im Auge des jeweiligen Betrachters, doch ich persönlich habe mich bei diesem grotesken Meisterwerk vor lachen fast weggeschmissen und kann nur eine absolute Empfehlung an jeden aussprechen, der eine ausgeprägte Vorliebe für erstklassigen Trash hat.

Viele Köche verderben den Brei, so lautet ein Spruch, der bei vorliegendem Werk aber keinesfalls anzuwenden ist. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Mitwirkenden ist nämlich letztendlich eine Geschichte entstanden, die so ziemlich das Beste im Bezug auf den schlechten Geschmack darstellt, das man in den letzten Jahren gesehen hat. Würde man es nicht besser wissen, dann könnte man schnell zu der Meinung gelangen, es hier mit einem weiteren Klassiker aus der Troma-Schmiede zu tun zu haben. "Chillerama" ist der absolut perfekte Party-Film und dürfte in einer geselligen Runde mit einer Kiste Bier noch weitaus unterhaltsamer erscheinen, als er schon von Haus aus ist.

Fazit:

Frivol, absurd und vollkommen überzogen präsentiert sich hier eine Hommage an die alten Zeiten, die ganz bewusst billig in Szene gesetzt wurde. Man kann einfach nicht anders, als sich dem Charme dieses Werkes zu ergeben und gut 2 Stunden die absurdesten Dinge über sich ergehen zu lassen, die das Szenario für einen bereit hält.
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am 18. August 2014
Ich habe durch Zufall einen Trailer dieses Films gesehen und wusste als Trash-Fan gleich: Den MUSS ich sehen!

Der Film beinhaltet 4 Episoden-Filme, die in eine Auto-Kino Rahmenhandlung eingepflegt sind.
Nun zu den Episoden (ich versuche nicht großartig zu Spoilern):
Die 1. Episode ist meiner Meinung nach die Bekloppteste, bleibt aber hinter den nachfolgenden zurück.
Die 2. gefällt mir besser. Sie ist lustig und bescheuert, obwohl sie das eigentlich ernste Thema des Coming-Out eines Schwulen behandelt.
Dann kommt die 2.Hälfte des gesamten Films und die find ich wirklich einfach nur zum Schießen!
Die 3. Episode mit dem Kauderwelsch-sprechenden Hitler und der notgeilen Eva Braun ist wirklich genial. Danach folgt die 4.Episode und...naja....der Würge-Reflex des Menschen könnte beansprucht werden. Ich will dazu gar nicht mehr sagen, unterhalten tut es definitiv! Da ist keinem langweilig.
Die Rahmenhandlung im Auto-Kino bietet dann auch noch Einiges an Unterhaltung-Wert...

Bis zur angesprochenen 2. Hälfte des Films war ich minimal enttäuscht. Ich hatte irgendwie erwartet, dass mir der Mund vor Ungläubigkeit offen steht und zum Glück kam das doch noch mit dem Anbruch der 3.Episode. Dementsprechend bin ich etwas verwundert, dass der Film Uncut ab 16 freigegeben wurde - auch wenn die dargestellte Gewalt natürlich in einem humorösen Kontext steht. Auf jeden Fall wird der Splatter-Fan auch noch zufrieden gestellt. ;)

Man merkt auch , dass hier Film-Verliebte Leute am Werke waren. Der Typ im Auto-Kino ist die Verkörperung dieser Passion, genauso wie die Film-Zitate oder auch die "Reflexion" des Films als Medium an sich ("Film-Rollen-Hänger" oder wie Frankenstein sich das Film-Studio zu Nutze macht). Pluspunkt!
Ist jedoch nix neues, Tarantino und Rodriguez haben es ja schon oft gemacht.

FAZIT: Muss man gesehen haben, wenn man den gewissen Humor (Fans von Tarantino/Rodriguez) mitbringt. Am Besten gemeinsam in einer lustigen Runde.
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am 12. April 2013
(Kinoversion)

Eingebettet in die Rahmenhandlung "Zom-B-Movie" von Joe Lynch ("Wrong Turn 2") finden sich in "Chillerama" drei knapp halbstündige Episoden, die von Adam Green ("Hatchet", "Frozen"), Adam Rifkin ("Homo Erectus", "Detroit Rock City") und Tim Sullivan ("2001 Manicas") inszeniert wurden. Jeder der vier Regisseure hat seiner durchgeknallten Vorstellung eines B-Movies nachgegeben und herzerfrischend blutigen und humorigen Trash inszeniert, mal mehr, meist weniger subtil. In insgesamt 115 Minuten hauen uns diese vier Horrorfilmliebhaber die Ausgeburten ihrer so kranken wie witzigen Phantasie um die Ohren und treffen dabei sicherlich nicht immer ins Schwarze und schon gar nicht jedermanns Geschmack, sorgen aber dennoch für ein überwiegend kurzweiliges und teilweise brüllkomisches Filmvergnügen. Die Storys im Einzelnen:

"Zom-B-Movie" von Joe Lynch: In der Rahmenhandlung von "Chillerama" geht es um den letzten Abend in einem danach schließenden Autokino. Cecil Kaufman (Richard Riehle, "Keine Gnade für Dad"), der Filmvorführer, hat sich dafür ein paar besonders schräge Kurzfilme ausgesucht, die er seinem geneigten (oder auch mit anderen Dingen beschäftigten) Publikum zeigen möchte. Blöd nur, dass einer seiner Angestellten nachts auf dem Friedhof von seiner zum Zombie mutierten Ex-Frau gebissen wurde und mit der aus ihm herauströpfelnden blauen Flüssigkeit nach und nach Publikum und Angestellte infiziert. Die Infizierten bekommen daraufhin zwar nicht unbedingt Lust auf Menschenfleisch, dafür aber auf Sex. Vögelnde Zombies, darauf muss man auch erstmal kommen. Das passt natürlich herrlich zu den trashigen Filmen, die Mr. Kaufman auf die Leinwand wirft. Als da wären:

"Wadzilla" von Adam Rifkin: Miles Munsons (Adam Rifkin höchstselbst) Spermienproduktion tendiert gen null, genauer gesagt verfügt er über lediglich eine einzelne Spermie. Um die Produktion etwas anzukurbeln, verschreibt Doc Weems (Ray Wise, "Dead End", "Reaper") ihm eine Pille, die ihm helfen soll. Und das tut sie auch, allerdings auf ungeahnte Weise… denn die Spermien vermehren sich nicht etwa, nein, Miles' einzige Spermie wird nur immer größer. Als sie ihm versehentlich entweicht und, durch das Verspeisen einiger überraschter Opfer, größer und größer wird und sich godzillamäßig auf die Freiheitsstatue zubewegt (um diese zu "begatten" natürlich), kann weder der Doc noch ein General (Eric Roberts, "The Expendables") dagegen etwas ausrichten und New York droht in einer riesigen Spermawelle zu versinken.

"I was a Teenage Werebear" von Tim Sullivan: Ricky (Sean Paul Lockhart, "Milk") steckt mitten in einer Identitätskrise. Die sexuellen Avancen seiner Freundin Peggy Lou (Gabby West, "SAW - Vollendung") verschrecken ihn, er fühlt sich eher zum coolen Talon (Anton Troy) hingezogen, der sowohl schwul als auch ein Werebear (also kein Werwolf, sondern ein Werbär) ist. In zahlreichen Tanz- und Gesangseinlagen à la "Grease" betreibt Ricky sein Outing und die Werebears ihre Forderungen für mehr Gerechtigkeit, auch für schwule Werbären. So ganz unblutig geht das Ganze aber nicht ab, im Gegenteil. Da kann auch Nurse Maleva (Lin Shaye, "Insidious") nichts mehr ausrichten…

"Diary of Anne Frankenstein" von Adam Green: Hitler (Joel David Moore, "Hatchet, "Julia X") findet heraus, dass Anne Frank(enstein) in ihrem Tagebuch festgehalten hat, wie man künstlich menschliches Leben erschaffen kann. Kurzerhand klaut er Anne das Buch, lässt es durch eines mit "dem üblichen dramatischen Mädchenkram" ersetzen und macht sich daran, sich seinen eigenen Frankenstein zu basteln. Heraus kommt "Meshugannah" (Kane Hodder, "Freitag der 13."), der aber partout nicht Hitlers Vorgaben erfüllen will, Juden umzubringen. Er killt lieber die Nazis, so dass der notgeilen Eva Braun, die permanent mit irgendwelchen SS-Schergen flirtet und Hitler nichts anderes übrig bleibt als Flucht. Und dabei hätte Hitler doch so gerne sein Hundebabys-Puzzle fertig gestellt und singt im Abspann der Episode, dass er ja eigentlich nur Liebe und Zärtlichkeit gesucht hat und nie Krieg wollte.

"Diary of Anne Frankenstein" ist eindeutig das komödiantische Highlight von "Chillerama". Und die Einzelheiten zum Dreh, die Adam Green dem Publikum anschließend erzählte, lassen die Episode in einem noch amüsanteren Licht erscheinen. So hat Green den kompletten Film in Deutsch gedreht, wobei die deutsche Darstellerin der Eva Braun (Kristina Klebe, "Halloween") als Übersetzerin tätig war. Einzig Hauptdarsteller Joel David Moore durfte als Hitler kein Deutsch lernen. Er sollte sich eine eigene Sprache ausdenken, von der er annahm, sie klinge wie Deutsch. Somit haben die Akteure nicht verstanden, was Moore gesagt hat und Moore hatte keinen blassen Schimmer, was die anderen Darsteller gerade redeten, was dem Film noch eine Extraportion Originalität verleiht. Aber auch so ist diese Episode so böse wie brüllend komisch. Es ist sozusagen eine blutige Hommage an Charlie Chaplins "Der große Diktator", wobei Moores Phantasie-Deutsch noch witziger klingt als Chaplins. Und dass der von Hitler erschaffene "Meshugannah" ausgerechnet ein Jude ist, der nun Nazis umbringt, ist eine so logische wie geniale Idee. Die in schwarz-weiß gedrehte Episode strotzt vor Anspielungen, Gemeinheiten und Seitenhieben und gerade wir Deutschen sollten besonders herzlich darüber lachen und sie als das sehen, was sie ist: eine wunderbare Satire, die aus einer Ecke kommt, aus der man sie nie erwartet und wie man sie Green vielleicht auch nie zugetraut hätte. Ein Horrorfilmregisseur, der eine so beißende, witzige und intelligente Satire hinlegt…fantastisch!

Die anderen Episoden weisen einen deutlich anderen Stil auf, sie sind witziger Horror-Trash mit starker Anlehnung an die Horrorfilme der 50er bis 70er Jahre. Die albernste und überflüssigste Episode dürfte die erste, "Wadzilla", sein. Ein meuchelmordendes Riesenspermium, welches literweise "Saft" absondert, der wie Tapetenkleister aussieht, ist weder besonders witzig noch besonders beeindruckend. Der Humor liegt geplättet am Boden, die Darsteller chargieren so vor sich hin, die Story ist alberner Blödsinn und ziemlich eklig umgesetzt. Die Teenie-Werbären in "I was a Teenage Werebear" sind eine ganz witzige Idee, wobei das ganze Gesinge und Getanze eher nervt als amüsant ist. Allerdings punktet Tim Sullivan mit einigen deftigen Splattereinlagen, die einen mit der albernen Werbären-Geschichte im Stil von Musicalfilmen wie "Grease" etwas versöhnen. Und auch die Zombie-Rahmenhandlung im Autokino ist nicht wirklich neu, bekommt aber durch die sexgeilen Zombies einen ganz witzigen Touch. Einzig die kurz vor dem Ende eingeschobene Mini-Episode, in der es ausschließlich um Exkremente geht, war mir zu extrem und eklig, auch wenn das alles natürlich Schokolade und Ähnliches war…

Dennoch, "Chillerama" ist ein herrlich albern-überdrehter Horrorspaß, der ein wahres Fest für die Trash-Fans des Genres sein dürfte. Man muss sich auf Einiges an albernen Ekelhaftigkeiten oder ekligen Albernheiten gefasst machen, sollte ein Faible für die guten, alten Monster- und Zombiefilme von vor 60 Jahren haben und einen halbwegs stabilen Magen, da "Chillerama" wirklich aus allen Körperöffnungen schießt, und das nicht zu knapp. Aber allein schon für "Diary of Anne Frankenstein" lohnt sich der Film, diese Episode sticht aus dem Trash-Meer eindrucksvoll heraus und ist wirklich herrlich böse und wirklich witzig. Insofern gerne sehr trashige vier von fünf "Meshugannahs", einfach, weil ich den Namen so klasse finde.
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am 19. April 2013
ein altes autokino, das nur grindhouse filme zeigt, steht vor seiner letzten vorstellung. gezeigt werden folgende filme:

adam rifkin präsentiert "wadzilla". der unfruchtbare miles bekommt von seinem urologen ein "inoffizielles" mittelchen verschrieben. eigentlich sollte es seine spermien vermehren, doch leider werden stattdessen die wenigen existierenden spermien vergrößert ... und zwar extrem. bis sie die stadt zerstören ...

tim sullivan, der macher von "2001 maniacs" zeigt "i was a teenage werbear". das filmchen persifliert herrlich sämtliche vampir- und werwolf filmchen der frühen 80er mit einem touch musical. man könnte auch sagen: "twilight" in schwul ... also RICHTIG schwul.

der 3. und meines erachtens abgefahrenste teil ist von niemandem geringeren als adam green. "das tagebuch der anne frankenstein" ist genauso bekloppt wie's klingt:
hitler will sich aus menschlichen körperteilen eine killermaschine erschaffen (gespielt von kane hodder!!), doch leider ist sein monster jude und vergreift sich an den "falschen".

die vierte story ist die rahmenhandlung selber und wer denkt, das alles wäre an schwachsinn nicht mehr zu überbieten, der wird noch einmal ordentlich überrascht.
während die filme im autokino liefen, ist das komplette publikum zu sexbesessenen zombies verkommen.
joe lynch liefert "zom b-movie" und sorgt für ein hammerhartes finale, bei dem kein auge eines filmfans trocken bleiben kann.

fazit: kritiken wie "exploitation-overkill", "partyfilm des jahres" oder "hommage an das grindhouse kino" treffen den nagel auf den kopf. eigentlich sollte man wissen, worauf man sich einlässt.
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am 12. Mai 2013
Ein Film, der so schlecht, billig, übertrieben und verrückt ist, dass er schon wieder insgesamt total geil, lustig und fast schon Kult ist. Gibt es das wirklich?

Oftmals werden damit Low-Budget-Trash Filme von ihren Produzenten beworben, weil das der einzige Weg ist, den Schund zu verkaufen. Doch bei "Chillerama" passt dieser Spruch wirklich. Denn um ein Fazit gleich vorweg zu nehmen: Diesen Streifen muss man gesehen haben! So lustig und dermaßen übertrieben, dass er einfach nur Spaß macht und unterhält.

Klar, man muss Trash mögen, sonst versteht man den Humor hier nicht, aber Fans des Genres werden diesen Film lieben! Trash zeichnet sich durch diese übertriebenen, schlechten, billigen Effekte aus, durch überdrehte Schauspieler und einer schwachsinnigen Story. Gleichzeitig ist Trash aber auch eine Art von Humor, die man mögen muss. Nicht jeder mag sie. Es gibt einige Filme, die sich auf Grund von geringem Budget in der Branche versuchen, aber völlig scheitern. Dann tauchen aber auch immer wieder Highlights wie "Kung Pow" auf.

"Chillerama" ist einer der geilsten Trash Filme der heutigen Zeit, endlich mal wieder ein überzeugender Beitrag aus dem Genre.

Alles beginnt auf dem Friedhof. Ein Autokinomitarbeiter öffnet das Grab seiner verstorbenen Frau um sich das letzte Mal an ihr zu vergnügen. Doch diese erwacht kurzerhand von den Toten und begeht blutige Rache. Der Rest spielt in dem Autokino, in dem der Mitarbeiter nun als Halbzombie auftaucht. Nebenbei gibt es immer wieder einige verrückte Kurzepisoden.

Durch sie alle ziehen sich alle diese lustigen, verrückten, übertriebenen, ekelhaften und parodierenden Momente. Was den Streifen aber dabei von der Masse abhebt: Die Produktion ist mehr als gelungen, tolle, glaubwürdige Aufnahmen, nicht zu billig, sondern wirklich mit Liebe und bis ins Detail mit lustigen Gags und trashigen Szenen durchzogen.

Hier kann man wirklich noch lachen und sich über sehr makabrere, ekelhafte und übertriebene Gags freuen. Kurzepisoden, die total geil sind und sich über die Art von Filmen aus den 70ern und 80ern lustig machen.

Menschenfressende Riesenspermien, notgeile Zombies und schwule Werbären sind nur ein paar Stichwörter, die das Interesse an dem Film steigen dürften. Aber glaubt mir, es kommt noch viel verrückter und ich habe nicht zu viel versprochen. Teilweise ist es dabei auch sehr sehr eklig und brutal, aber das macht das alles nur noch besser!

Großes Lob an die Darsteller, einige davon hat man schon in ein paar Filmen gesehen. Sie machen ihren Job gut und passen auch perfekt in das Genre. Aufgesetzt und total ironisch. Klischee und gleichzeitig Kult.

Als Fazit kann man sagen, dass "Chillerama" einer der geilsten Trash Filme überhaupt ist. Ironisch, ekelhaft, übertrieben, aufgesetzt und total lustig. So muss es sein, tolle Produktion und überzeugende Darsteller! Ein Muss!
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am 27. Dezember 2015
Wehr Toxic Avenger von Tromaville liebt,wird hier nicht enttäuscht sein,aber Leute ihr müsst euch bewusst sein,wer dieses Genre nicht kennt wird erstmals entweder begeistert sein oder es für den totalen Müll halten,aber so ist ein echter Trash Movie,eigentlich ist es Geschmacks Sache,aber ich finde solche filme verdammt cool;-)Chillerama setzt gekonnt das Genre wieder fort hoffe es wird in diesem Genre in dem es zu Ruhig und zu wenig Produziert wurde endlich mal wieder mehr kommt,als dieses Grandiose Werk,ich habe Chillerama auf Maidome geguckt,werde den Film aber noch auf DVD kaufen,denn er gehört auf jedenfall in meine Sammlung;-)
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am 23. September 2013
... von Kult oder gar einem Meisterwerk zu schreiben, geht meines Erachtens zu weit - deutlich.
Zwar vereinten sich hier vier Regisseure, denen das Genre am Herzen liegt, aber Trash kann nun
wirklich nicht jeder respektabel umsetzen. Entweder man kennt die Gesetzmäßigkeiten, oder man
ist schlicht zu professionell. Letzteres ist in diesem Falle leider allzu offensichtlich. Das
Kokettieren mit sattsam bekannten Klischees wird derart penetrant vorgeführt, dass jedes
Schmunzeln stockt - obwohl das Timing stimmig ist. Sonderbar.

Echte Tabubrüche sind zudem nicht existent. Zwar werden Köpfe und Penisse abgerissen und gebissen,
aber in all der Flut von Garstigkeiten kommt kaum Laune auf. "Der Partyfilm des Jahres" verfehlt
sein Ziel nicht völlig, aber er steckt nicht an und wird eher Einsteiger zu begeistern wissen,
denn um echten Troma-Charme zu erreichen und sich mit "Poultrygeist: Night of the Chicken Dead"
oder "Terror Firmer" messen zu können, warten wir lieber, bis Toxies Gelächter abgeklungen ist.

Nichtsdestotrotz verbleibt ein leidlich amüsantes Vehikel mit gut aufgelegten Darstellern, dass
für seine Laufzeit von beinahe zwei Stunden recht gut und kurzweilig unterhält. Mehr aber auch nicht.
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