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am 14. Juni 2004
Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen, wie sonst von John Grisham so gewohnten Thriller, sondern um einen normalen Roman. Es geht um den 78-jährigen Multi-Milliardär Troy Phelan, der 3 mal verheiratet war und 7 missratene Kinder in die Welt gesetzt hat, die mit Geld nicht umgehen können. So vermacht er sein gesamtes Vermögen einer bisher unbekannten, unehelichen Tochter die als Missionarin im Pantanal (einem brasilianischen Schwemmlandgebiet) tätig ist. Troys Kinder und ihre Anwälte die sich selbst ihren Anteil an dem großen Vermögen sichern wollen, fechten darauf das Testament an und so wird der frühere Promi-Anwalt Nate O'Riley, der momentan wegen seiner Alkoholsucht in der Entzugsanstalt festsaß, damit beauftragt die Universalerbin Rachel Lane in Brasilien zu finden. So macht er sich auf eine abenteuerliche Reise ins Pantanal wo er zusammen mit einem Führer und einem Leichtmatrosen nach der Milliardenerbin sucht. Dieser Part des Buchs zieht sich relativ lange hin und daher ist es manchmal für den Leser sehr langweilig, aber man sollte andererseits auch bedenken, dass John Grisham das Pantanal selbst zusammen mit einem Freund bereist hat, um diese detaillierten Informationen zu liefern und das ist als Autor ja auch sein gutes Recht. Parallel zu dieser Reise verläuft einer weiterer Handlungsstrang in dem die aktuelle Situation der betrogenen Phelan-Kinder und ihrer Anwälte dargestellt wird. Nachdem Nate die Erbin Rachel in einem abgelegenen Indianerdorf gefunden hatte erfuhr er von ihr, dass sie von dem Geld nichts wissen wolle. Auf seiner Rückreise erkrankte er an Denguefieber, was einen weiteren etwas langwierigen Abschnitt des Buches ausmacht, genau wie der später folgende in dem er einem älteren Pfarrer beim Renovieren seiner Kirche hilft. Schließlich kehrt Nate nach Washington zurück und vertritt dort vor Gericht die Interessen Rachels gegen die der restlichen Kinder Troy Phelans. Das Ende kommt dann doch wirklich sehr überraschend und wirkt dann doch sehr abgehackt.
Letzlich möchte ich sagen, dass es sich wirklich um ein gutes Buch handelt, wenn man etwas geduldig ist und auch mit einigen etwas in die Länge gezogenen und unspektakulären Abschnitten leben kann. Wie gesagt nochmal ausdrücklich: Dieses Buch ist kein Thriller, wie es die meisten Grisham Bücher sind.
Wer noch nicht so viele Grisham Bücher gelesen hat, greift vielleicht zu erst zu einem anderen, wer die meisten anderen schon gelesen hat, macht mit diesem hier sicherlich keinen Fehler.
Einen Stern ziehe ich ab, wegen der teilweise zu langatmigen Textpassagen, sonst wie gewohnt ein guter und empfehlenswerter Grisham!
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am 3. April 2017
Aber dann.....
Unfassbar langatmig, Stereotype Darsteller, Hanebüchenes Ende. Sorry, aber das ist ein ganz schwaches Buch.
Den einzigen Punkt vergebe ich, da ich erstmalig auf das Pantanal aufmerksam wurde.
Die Story ist schnell erzählt:
Multimilliardär springt vom Dach, mit seinem Testament will er seinen Exfrauen und Kindern einen letzten Denkzettel verpassen. Sowohl Kinder als auch Frauen sind natürlich allesamt dem Trash entsprungen, Einer engstirniger als der Andere. Das Vermögen erbt dann die bisher unbekannte und als Missionarin tätige uneheliche Tochter. Um sie aufzuspüren wird ein Anwalt direkt aus der Suchtklinik nach Brasilien geschickt. Nach einem Rückfall entdeckt er Gott und findet Kraft um letztmalig gegen die vermeintlichen Erben vor Gericht zu ziehen.
Das ganze verteilt auf 500 Seiten...
Mit Homers Worten: Laaaangweilig
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am 25. September 2001
Im Vorfeld zu meiner Rezension möchte ich sagen, dass ich alle Bücher von Grisham im Paperback gekauft und auch gelesen habe.
Also: „Das Testament“ handelt, und wie sollte es auch anders sein, von einem Testament. (Große Überraschung! Zu Beginn des Buches wird beschrieben, wie ein alter Milliardär (78 Jahre alt) sich gedanklich mit seinem zukünftigen Testament und damit verbunden auch mit den Erben auseinander setzt. Troy Phelan's Vermögen beläuft sich auf ungefähr 11 Milliarden Dollar. Er hat drei Ex-Ehefrauen und von diesen Frauen nsgesamt sechs Kinder. In seinen Augen taugt seine ganze Familie zu garnichts. Da er seine Familie augenscheinlich gut kennt, lässt er verlauten, dass er ein Testament aufsetzen möchte, in dem seine Angehörigen alle mehr als gut bedacht werden. Um im Vorfeld schon sicher zu stellen, dass sein Testament nicht angefochten wird, bittet er seine drei „Ex-Familien“ einen psychologischen Gutachter zu bestellen, der seine Testierfähigkeit bestätigt. Entsprechend sitzt er am 09. Dezember der Gutachtern gegenüber. Nach einigen Fragerunden bescheinigen alle drei Gutachter, dass Troy Phelan bei klarem Verstand und somit testierfähig ist. Daraufhin unterschreibt Troy Phelan in Anwesenheit der Gutachter ein extrem umfangreiches Testament. Dies alles geschieht vor laufenden Kameras, damit auch seine Familien keine Einzelheit verpassen. Kurz nachdem die Gutachter das Zimmer verlassen haben, unterschreibt Troy Phelan in Anwesenheit seines Anwalts und seines Dieners einweiteres Testament, mit dem er das vorherige widerruft. Dann steht er auf und springt aus dem 13. Stockwerk in den Tod. In seinem neuen (und letztem) Testament vermacht Troy Phelan sein gesamtes Vermögen einer unehelichen, bis dahin unbekannten Tochter, Rachel.
Und damit beginnt das Buch.
Rachel ist als Missionarin im Brasilianischen Regenwald unterwegs und muss entsprechend erst einmal gesucht und gefunden werden....
„Das Testament“ ist wie alle anderen Bücher von Grisham sehr leicht zu lesen und damit ein Buch für jeden und vor allem eins für zwischendurch. Es macht natürlich zum Teil auch einfach Spaß die Reaktionen auf den Selbstmord und das neue Testament zu verfolgen. Interesse und Neugier in Bezug auf die Alleinerbin werden genauso geweckt wie Schadenfreunde gegen über dem „enterbten Rest“.
Der weitere, nach dem Anfang geschilderte, Verlauf der Geschichte ist typisch für Grisham und nicht viel anders als zu erwarten. Doch ich muss gestehen, dass mich das Ende dann doch ein bisschen überrascht hat. Im angenehmen, positiven Sinn.
Viel Spass beim Lesen !
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am 20. Dezember 2004
Ein Misanthrop und Milliardär begeht Selbstmord. Nicht ohne sich vorher diabolisch in Szene zu setzen und seine Erben, sechs Kinder aus drei Ehen, zunächst in Euphorie und anschließend durch ein allerletztes Testament enterbt und entsetzt zurück zu lassen. Die neue Erbin ist eine uneheliches Tochter, die als Missionarin im Pantanal, einem Schwemmgebiet in Brasilien lebt und arbeitet.
Der Protagonist ist ein Rechtsanwalt, der seine vierte Entziehungstherapie gerade eben hinter sich gebracht hat. Seine Reise zu der Erbin ist auch eine Reise zu sich selbst. Unten in Brasiliens Dschungel wird der US-Amerikaner missioniert und bekehrt. Zuhause findet zur gleichen Zeit eine Schlacht zwischen den Anwälten der verprellten Erben und jenen des Erblasser statt. Spannende Scharaden beider Seiten lösen einander ab und finden sich in einem Vergleich, der die wahre Erbin wenig schädigt. Der bekehrte Anwalt Nate reist ein zweites Mal ins Pantanal. Die letzten Formalitäten enden etwas anders als er sich das vorgestellt hatte.
Der Autor ist eine spannende Geschichte gelungen. Zu einen beschreibt er präzise das us-amerikanische Rechts- und Anwaltsystem. Durch das freie Aushandeln von Anwaltsgagen entsteht eine hohe Prozess- und Vergleichsbereitschaft. Recht und Rechtschaffenheit ver-schwinden dabei in der Bedeutungslosigkeit. Die andere Seite seines Romans ist das Wun-der der Natur des Pantanal, eine einmalige Fluß- und Dschungellandschaft, deren Einheimi-sche wie in einer prähistorischen Zeit leben. Die beiden gegensätzlichen Arten von nord- und südamerikanischen Bevölkerungsteilen regt den Leser zum Nachdenken und Vergleichen an.
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am 20. März 2003
Dieses Buch ist Grisham pur.
Auch in diesem Buch kann Grisham auf sein Vorleben als Anwalt zurückgreifen. Sehr detailliert und ausführlich werden die Widrigkeiten eines Anwalts beschrieben.
Auch der Abstecher ins Pantanl, dem großen Schwemmgebiet am Fluß Paraguay beschreibt Grisham so ausführlich, dass man ein klares Bild vor Augen hat.
Meine Empfehlung:
Zurücklehnen und jede Seite des Buches genießen!!!
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am 2. Mai 2000
Das neue Buch von Grisham fand ich gut, wie lange keines vom ihm zuvor. Natürlich geht es wieder um einen Anwalt, der versucht herauszufinden, was ihm im Leben wichtig ist, und natürlich geht es auch wieder um viel Geld. Aber diesmal geht es nicht um Anwaltsfabriken und Verschwörungen, sondern um menschliche Schicksale, mögen sie auch überzeichnet sein. Wie der "Held" bis in den entlegensten brasilianischen Urwald gelangen muß, um zu sich selbst zu finden, war spannend und hat mir beim Lesen großes Vergnügen bereitet. Der Rest, insbesondere das juristische Verfahren, ist Routine, allerdings sehr unterhaltsam. Ich mochte das Buch bis zum Schluß kaum aus der Hand legen.
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Im neuen Roman des amerikanischen Bestsellerautoren John Grisham prallen zwei Welten aufeinander: Der gescheiterte Anwalt Nate O`Riley sucht im brasilianischen Dschungelgebiet nach der unehelichen Tochter des Milliardärs Troy Phelan, der ihr nach seinem Selbstmord sein gesamtes Vermögen hinterlassen hat. Doch die Familie des Verstorbenen ist mit der Erbin alles andere als einverstanden... Wer allerdings einen typischen Grisham Roman erwartet, wird zum Teil enttäuscht sein. Zwei Drittel des Romans beschäftigen sich mit O`Rileys Suche im Patanal. Und das ist die Schwäche des Romans. Grisham beschreibt das Amazonasbecken und die dort lebenden Menschen so ausführlich, dass dabei die Handlung und mithin auch die Spannung auf der Strecke bleiben. Dazu kommt, dass die Charaktere recht eindimensional und durchschaubar angelegt sind. Lediglich im letzten drittel des Buches, der Testamentsverhandlung vor Gericht, läuft Grisham wieder zu fast alter Form auf. Die anwaltlichen Dialoge gehen dem Ex-juristen halt immer noch am besten von der Hand. Das Testament ist kein wirklich schlechter Roman, aber von Grishams Erfolgen wie "Die Firma", "Die Jury" oder "Die Akte" doch ein ganzes Stückchen entfernt.
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am 6. August 2009
"Das Testament" ist zunächst eine sehr unterhaltsam und spannnend geschriebene Geschichte aus dem Anwaltsmilieu. Wer andere Grisham-Romane kennt weiß, wie kritisch er die Habgier und Skrupellosigkeit amerikanischer Anwälte sieht. Die Anfechtung des Testaments eines Milliardärs durch die im Testament übergangenen Erben gibt einen wunderbaren Stoff, der manchmal satireähnliche Züge hat.

Auf der anderen Seite stehen Josh Stafford, der ehrenhafte Anwalt des verstorbenen Milliardärs, und sein Gehilfe, der Ex-Alkoholiker und frühere Staranwalt Nate O'Riley, die sich auf die Suche nach der vom Verstorbenen zur Erbin eingesetzten Rachel machen. Nate tritt eine abenteuerliche Reise in den tropischen Regenwald Brasiliens an, um Rachel zu finden. Auch dieser Teil der Geschichte ist spannend, routiniert und mitreißend geschrieben.

Nate mutiert im Laufe des Romans vom rückfälligen Alkoholiker zum trockenen und Gott zugewandten Gutmenschen. Diese Wandlung ist nicht glaubwürdig. Nates kurze Begegnungen mit der gottergebenen Rachel und seine platonische Liebe zu ihr lassen die Geschichte manchmal ins Kitschige abgleiten. Auch der Schluss ist eher melodramatisch als überzeugend.

Trotzdem - glänzende Unterhaltung. Der Verlag sollte sich allerdings einen anderen Übersetzer suchen. Mich stört, wenn man im deutschen Text das englische Wort wieder erkennt, das auf englisch aber einen anderen Sinn hat. Tip: Die englische Version lesen!
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am 17. Dezember 2001
Dies ist sicher kein Buch, das man von dem Autor von "Die Firma", "Die Akte" u. a. erwartet. Denn es ist ja eigentlich kein Krimi. Auch der Klappentext "...Eine Reise, die sich als gefährliches Abenteuer mit ungewissem Ausgang entpuppt." ist eher irreführend. Dennoch fand ich es ein durchaus gelungenes Buch. Die Beschreibungen des brasilianischen Regenwaldes waren interessant und alles andere als langweilig. Die Reise durch das Pantanal war sehr schön und spannend beschrieben. Der Schluß war überraschend, aber nicht unglaubwürdig. Einziger Kritikpunkt: Die ungewöhnlich schnelle Wandlung von Nate vom Saulus zum Paulus. Ein paar Tage mit der Missionarin machen aus dem alkoholkranken, geldgierigen Anwalt einen geläuterten Christen. Das fand ich dann doch etwas unglaubwürdig. Aber ansonsten: Klasse Buch!
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am 20. Mai 2006
Ein steinreicher Exzentriker verliest vor einer Armada potenzieller Erben und ihren Anwälten sein Testament und stürzt sich danach in den Tod. Doch die Erbin war bei der Verlesung gar nicht anwesend. Sie arbeitet als Missionarin im brasiliansichen Regenwald. Während sich die Enttäuschten untereinander streiten, macht sich ein Anwalt auf an den Amazonas, um der Erbin von ihrem Glück zu berichten. Doch anstatt sich für das Geld zu interessieren, will sie mehr über das bewegende Leben des Testamentsüberbringers erfahren.

Ein tolles Buch. Während Grisham einerseits routiniert einen spannenden Justizthriller schreibt, so verlagert er diesmal einen Teil der Story ins Ausland und lässt höchst sentimentale Passagen miteinfließen. Respekt!!!
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