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am 19. Februar 2017
In seinem wahrlich kurzweiligen, amüsanten und populärphilosophischen Roman nutzt der Autor das Tannhäuser-Thema, um mit der "verlogenen, bigotten" Kirche abzurechnen und seine persönliche pantheistische und hedonistische Sicht auf die Welt darzustellen. Mit seiner einfachen, aber klaren Sprache nimmt er die Leser spielerisch und sehr unterhaltsam mit in seine persönliche Gedanken- und Moralwelt. Nicht nur entlarvt er dabei die vielen Logikfehler der Kirchenlehre, sondern er offeriert alternativ sein subjektives, ideales Weltbild: Eine pantheistische Sicht auf die Welt und ein lustgesteuertes Leben scheinen für ihn die Lösung unserer Alltagsprobleme zu sein. Nun, ganz so einfach ist wohl nicht, aber in dem von ihm beschriebenen Paradies (Venusberg) würde wohl jeder gerne zumindest temporär mal etwas Zeit verbringen. Die spielerische Auseinandersetzung mit der Kirche, Moral und Sexualität würde dieses Buch eigentlich auch für Jugendliche empfehlenswert machen, da es aber über viele, viele Seiten Sexualität teils sehr derb und gerne en detail beschreibt, scheint es mir für Pubertierende zu hart zu sein. Schade, denn die Auftritte von Jesus, Indira Ghandi und anderen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte besitzen einen ganz besonderen Charme. Ach ja: Obwohl der Autor gut schreiben kann, hat der Lektor doch einige deftige Rechtschreib-, Stil- und Wortbedeutungsfehler übersehen. Sei's drum. In diesem Genre verdiente fünf Sterne.
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am 15. März 2017
Nachdem mir ein anderes Werk des Autors nicht schlecht gefallen hat, habe ich mir auch diesen Roman zu Gemüte geführt.

Die Grundidee ist zwar in Ordnung und auch nicht schlecht, die Handlung selbst ist aber ziemlich seicht und vorhersehbar. Möglicherweise fehlt mir eine Bindung zur originalen Geschichte um Tannhäuser, allerdings ist der Spannungsbogen zu flach, um durchgängig interessant zu sein. Für zwischendurch aber durchaus lesbar.
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am 5. September 2013
Das Buch ist eine Mischung aus historischer Fantasy und erotischer Satire, eingebettet in eine packende Handlung mit Tannhäuser als Protagonisten.
Alles, was wir schon einmal wissen wollten, wird von Frau Venus erklärt. Viel Kirchenkritik aber Bejahung des Lebens. Lehrreiche historische Fakten und Thesen verschmelzen mit Theorien über das Jenseits, in dem es keine niederen Instinkte gibt. Und siehe da, das reicht schon aus, um eine paradiesische Umgebung zu gewährleisten. Denn die Handlung entführt uns in ein Paradies mit logischer Struktur, die der Autor für uns anschaulich entfaltet und entwickelt.
Genau so könnte und sollte es sein. Daher 5 Sterne. Auch für die detaillierte bildhafte Beschreibung der Zeitumstände im 13. Jahrhundert. Lesevergnügen garantiert außerdem der stilsichere Text und eine exzellente Semantik.
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am 13. Dezember 2013
Das, was in diesem Buch behandelt wird, ist der Schlüssel zum Weltfrieden. Wenn Religionen aufhören zu existieren und wir alle auf diesem Erdball nach ethischen Grundsätzen leben, dann ist Ruhe.
Ich glaube aber eher das wir uns gegenseitig zerstören.
Das gute kommt nicht von Gott und das schlechte nicht vom Teufel. Die gibts beide nicht. Verantwortlich ist immer der Mensch selbst und wir haben einen freien Willen. Von mir 5 Sterne für das Buch.
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am 28. Juli 2014
Nun bin ich ein Mitwisser, die Hüter des Grals sind entlarvt und ich werde die Kunde der tiefsten Geheimnisse der katholischen Kirche hinausschreien, sodass ein Jeder Erleuchtung erfahren möge.
Ganz im Ernst: das Lügengebälk, das sich die Kirche im Laufe der Jahrhunderte erbaut hat, muss doch längst in jedem einzelnen Balken krachen.
Wer glaubt denn noch ganz im Ernst an eine unbefleckte Empfängnis?
Da fällt mir der Glaube an die Existenz der Venus im Paradies leichter.
Ein lesenswerter Roman, fantasiereich, wenngleich auch hin und wieder die Fantasie in rasendem Galopp durchgeht.
Das Buch hat mich gefesselt und mitgerissen, möge mir meine eigene geistige Freiheit mir das verzeihen...
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am 14. September 2013
... mit dem Christentum.

Es ist sehr schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu verfassen, ohne zu spoilern. Denn ohne ein wenig auf die Handlung einzugehen, kann man hier eigentlich keine Aussagen machen. Doch wie viel darf man verraten, ohne künftigen Lesern das Gefühl zu geben, die Story nun zu kennen? Wie viel muss man verraten, um zum Lesen des Buches zu animieren? Eine Gratwanderung, aber ich versuche es mal.

Hauptprotagonist ist der Minnesänger Tannhäuser, bekannt aus Richard Wagners Oper. Getrieben von seiner Suche nach Leidenschaft verschlägt es ihn auf den Venusberg - und befindet sich damit im Grunde im Jenseits und auf der Suche nach dem heiligen Gral. Und dieser heilige Gral ist nun was genau?

Interessant fand ich - und das hat mich überhaupt an diesem recht umfangreichen Roman dranbleiben lassen - dass ich hier meine eigenen Gedanken wiederfand, die ich mir schon seit vielen Jahren zum Christentum gemacht habe. Zu Himmel und Hölle und der ganzen Sympbolik innerhalb der Bibel. Kann Gott das so gemeint haben, was wir über die Bibel verkündet bekommen? Entspricht das überhaupt seinem Willen, wie der Mensch lebt? Sind wir nicht selbst dafür verantwortlich, ob wir im HImmel oder in der Hölle leben? Die vielen, erotischen Szenen könnten manchen Menschen abschrecken, der mit Erotik nicht so viel am Hut hat. Aber da komme ich noch mal auf Himmel und Hölle zurück. Die Liebe ist der Schlüssel. Und die Liebe äußert sich natürlich nicht nur über erotische Momente. Jedoch ist Erotik der Höhepunkt der Verschmelzung. Es kann die Hölle sein, wenn man sich diese Momente selbst versagt oder sich diese durch die Gesellschaft versagen lässt. Liebe macht glücklich. Liebe macht frei. Seid frei von Neid, Hass, Eifersucht und das geht nur, wenn ihr ausgeglichen seid.

Das Christentum gründet auf diesem bedeutungsvollen Wort Liebe, das jedoch seit 2000 Jahren als etwas rein geistiges dem Menschen abverlangt wird. Nur wenn es rein geistig ist, ist es vollkommen, alles andere wird als niederer Trieb angesehen und als verwerflich dargestellt. Das ist völlig wider die Natur des Menschen. Möglicherweise können Hass, Neid, Eifersucht und jede Form von Grausamkeit auf der Erde nur dann bestehen, wenn der Mensch seine Natur unterdrückt und unglücklich ist. Sich in seiner ganz persönlichen Hölle befindet. Und nun kommen wir zur Hölle: Der symbolische Baum der Erkenntnis findet hier ausreichend Erwähnung und ist in meinen Augen zu beklatschen. Vielleicht war ursprünglich einmal genau das damit gemeint: Iss vom Baum der Erkenntis, erfahre dadurch dich selbst. Hölle? Ja, es kann schmerzhaft sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Muss man doch auf diesem Weg offen vor sich selbst zugeben, was man verbockt hat. Und da wir Menschen ja immer so perfekt sein wollen, ist das schon verdammt hart.

Was hat das nun mit dieser Legende um Tannhäuser zu tun, der sich auf den Venusberg begibt und dort das Paradies erkundet und erfährt, was die Hölle ist? Oder was Himmel und Hölle sein könnten? Ganz viel. Aber genau das möchte ich nun nicht verraten, weil ich damit den Inhalt preisgeben müsste. Tannhäuser erkundet. Er lässt sich fallen. Und unternimmt nicht nur einen interessanten Streifzug durch die Bibel, sondern auch durch die Geschichte.

Die Idee, philosophische Fragen zu dieser Thematik über den Fluss dieser auch noch sehr amüsanten Geschichte zu lösen, halte ich für sehr gelungen.

Grundsätzlich spürt man die Belesenheit des Autors, das hohe Bildungsniveau und vor allem hat er sich mit Sicherheit sehr lange mit den Inhalten der Bibel auseinandergesetzt. Der Humor ist großartig.

Sprachlich ist das Buch brilliant. Der Autor hat eine der damaligen Zeit angemessene Sprache gewählte, die für den Leser der heutigen Zeit gut verständlich ist. Doch so wie er schreibt, bin ich fast sicher, dass es ihm sogar gelingen würde, einen Originaltext aus der damaligen Zeit zu verstehen - was mitunter ja nicht einfach ist. Beschäftigt man sich mit den alten Minnegesängen im Original, kann man die Inhalte ja häufig nur erahnen. Durch die vielen Dialoge könnte es fast umgehend in ein interessantes Theaterstück umgesetzt werden.

Nun bin ich keine Christin, denn auch ich habe mich sehr lange mit den Botschaften der Bibel auseinandergesetzt und konnte nicht anders als mich davon zu verabschieden. Sicherlich gut gemeint (irgendwann einmal), doch häufig wohl falsch gedeutet und umgesetzt führt ein Leben nach den Grundregeln des Christentums in meinen Augen zu unterdrückten Gefühlen und Bedürfnissen, wodurch dem Menschen das Paradies verschlossen bleibt und die Hölle Alltag wird.

Zusammenfassend: Intelligent und kackfrech. Katholiken werden das Buch als ketzerisch empfinden. In einer vorhergehenden Rezension habe ich folgende Aussage gefunden: "Eine zusätzliche Auszeichnung für dieses Buch wäre die Aufnahme in die Giftliste der verbotenen Bücher der katholischen Kirche."

Dem kann ich mich nur anschließen. :-) Das Buch hätte es verdient, diese Auszeichnung zu erhalten.

Ich gebe uneingeschränkte Leseempfehlung.
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am 6. März 2013
Anscheinend hat sich der Autor nicht nur von Richard Wagner, sondern auch von dem Film „Hinter dem Horizont“ mit Robin Williams inspirieren lassen. Wolfram Klingsor schafft hier aber völlig andere Figuren und Handlungsabläufe. Das Buch ist genreübergreifend und wechselt zwischen humorvoller Satire, Fantasie und ernsten Hintergründen. Eine Hommage an körperlichen Genuss und Sinnlichkeit. Dabei eine scharfe Kritik an der Heuchelei der katholischen Kirche, die durchaus ihre Berechtigung zu haben scheint, wie die neuesten Entwicklungen im Vatikan zeigen. Insgesamt ein sehr informatives und durchaus lesenswertes Buch.
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am 2. August 2013
Als ich das Buch zu lesen begann, dachte ich zunächst an einen ganz normalen Historischen Roman.
Doch dann wurde ich eines Besseren belehrt. Der Autor führt den Leser in eine Welt, die wahrscheinlich mit dem
richtigen Jenseits nicht zu vergleichen ist, aber die Idee, die dahinter steckt, ist richtig gut, mehr noch, sie ist fantastisch.
Wo man allerdings starke Nerven beweisen muss, ist das Ende. Denn da geht es noch einmal richtig zur Sache.
Einen völlig anderen Charakter hat dann der zweite Teil des Buches (Im Netz der schwarzen Spinnen), in dem sich der Autor mit der Heuchelei und Scheinheiligkeit der katholischen Kirche auseinandersetzt und Aspekte aufzeigt, die vermutlich nicht zum religiösen Basiswissen des Christentums gehören.
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am 22. September 2017
Er beschreibt Recht anschaulich die Sichtweise vieler zur Jesusgeschichte und deren Irrungen im Dogma des Klerus. Wer weiß was passiert wenn diese Sichtweise die Wahrheit ist. Dazu kommt auch die gute Umsetzung als Roman mit dem Tannhäuser als Erzähler. Zu empfehlen.
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am 3. April 2013
Selten einen so intelligenten, frechen Roman?? gelesen. Die Idee Tannhäuser,Venus,Jesus,Hitler,Mao Tse Thung und Winnetou im Paradies(Venusberg) zusammenzuführen sorgt schon für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Aussergewöhnlich auch auch der sehr persönlich und engagiert gehaltene Epilog des Autoren,sowie ein anhängendes Literaturverzeichnis!!! Einzige Einschränkung ist der FSK 18 Hinweis. Besser wäre NFÜK 18 (Nicht für überzeugte Kirchenanhänger über 18).
Eine zusätzliche Auszeichnung für dieses Buch wäre die Aufnahme in die Giftliste der verbotenen Bücher der katholischen Kirche.
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