Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Matratzen Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
698
4,1 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. November 2013
Ich gebe zu, als Devotee der ersten Stunde tat auch ich mir anfangs etwas schwer, Zugang zur "Delta Machine" zu finden, da sich die Herren Gore, Gahan und Fletcher wieder einmal komplett neu erfunden haben und der Albumtitel wirklich Programm ist. Hier wird auf volles Risiko gespielt und ohne Rücksicht auf offensichtliche Hitsingles Delta Blues mit maschinellen Klängen vermischt. Mal ehrlich wer außer Depeche Mode würde sich an ein solches Wagnis herantrauen? Dabei wirkt das Album aber von Anfang an absolut homogen und aus einem Guss, alles andere als sperrig, nur hört es sich zunächst etwas ungewohnt an und bei vielen (mittlerweile sprichwörtlich) alten Fans entfacht es dadurch natürlich keine Liebe auf den ersten Blick bzw. beim ersten Reinhören. Auf den zweiten Blick entfaltet Delta Machine dann sein wahres Hitpotential und besonders auf der aktuellen Tour entfalten die neue Songs ihre ganze Schönheit und fügen sich erstaunlich homogen ins Gesamtwerk dieser genialen Band ein. Es sind genug zuckersüsse Ohrwurmmelodien auf dem Album, wenn einen die vermehrt auftretenden elektronischen Sounds nicht zu sehr irritieren und davon ablenken. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es genug (ebenfalls alte) DM Fans, die das leider nicht mehr heraushören, aber die guten alten Depeche Mode wie wir sie kennen und lieben sind immer noch "alive and well". Die bislang ausgekoppelten Singles sind allerdings bei weitem nicht die wahren Hits dieses Albums, ich empfehle daher allen die auf eingängige Hits aus sind, stattdessen mal die Songs "Welcome to my world", "Secret to the end", "Broken", "Soft Touch/Raw Nerve" und "Alone" anzutesten. Es gibt ehrlich gesagt abgesehen von "Black Celebration", "Violator" und meiner absoluten Liebslingsscheibe "Songs of faith and devotion" kein DM Album das ich öfter gehört habe als Delta Machine. Jede DM Scheibe hat einen eigenen Charakter und jede Scheibe hat ihre Stärken und Schwächen, aber Delta Machine ist wirklich ein besonders starkes Album geworden. So klingen Künstler, die noch immer hungrig sind. Anfangs war ich auch etwas skeptisch, aber nun liebe ich diese Scheibe wirklich und wer Delta Machine wirklich eine Chance gibt (und damit meine ich sie wirklich am Stück geniessen, nicht nur nebenbei hören) wird feststellen, sie klingt so viel mehr nach den "alten" Depeche Mode und ist besser als alles was abgesehen von "Playing the angel" nach "Ultra" kam! Die Delta Machine funktioniert für mich perfekt und ich bin gespannt worauf wir uns bei dieser Band noch freuen dürfen. Kaufempfehlung für jeden Depeche Mode Fan ohne Scheuklappen, denn das hier ist genau das wofür Depeche Mode immer standen - Kunst zum Mitsingen und Texte mit Tiefgang.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 3. April 2013
Ich denke Rezensionen mit Kommentaren zu jedem einzelnen Stück gibt es schon genug. Ich persönlich bin DM-Fan seit den frühen 80ern und konnte nicht unbedingt mit allen Platten immer etwas anfangen. Das aktuelle Album Delta Machine finde ich jedoch durchweg besser, als einige der Alben davor.

Ja, es ist sehr Blues- und Soul-lastig und ja, es klingt nach dem typischen Depeche Mode Synthie Sound. Das kann man jetzt Electroblues nennen oder langweilig. Am Ende sind es alles nur Etiketten und der persönliche Geschmack entscheidet.
Ich finde die meisten Songs klasse und auch die CD als Ganzes mehrmals hintereinander hörbar ohne daß es langweilig wird (auch das kann ich nicht von allen DM-Alben behaupten). Warum es jetzt unbedingt eine normale und eine Deluxe-Edition (die dann aber mit nur 4 zusätzlichen Songs, da wäre ja wohl noch Platz auf der 2. CD für mehr gewesen) geben mußte, erschließt sich mir allerdings nicht so ganz.

Die komischen Preise auf amazon von noch vor ein paar Tagen haben sie zumindest jetzt wieder gerade gerückt, sodaß der MP3-Download von 17 Titeln nicht mehr teurer ist als die Deluxe Edition als physische CD.

Revolutionär neu ist die CD allerdings nicht. Einige Stücke klingen irgendwie altbekannt und könnten glatt auch schon auf einer CD in den 80ern drauf gewesen sein ("Broken" ist so ein Beispiel). Das muß aber nicht unbedingt schlecht sein. Erst recht nicht, wenn man es mit dem vergleicht, was sonst so heute aus dem Radio heraus dudelt. Da sind Künstler wie Adele schon die positive Ausnahme und ihre Musik klingt ja alleine schon von der Instrumentierung auch eher klassisch zeitlos als nach typisch 2010+.

Ich weiß nicht, was die Rezensenten erwartet haben, die hier nur 1 oder 2 Sterne vergeben, so schlecht ist das Album nun wirklich nicht. Ich kann nachvollziehen, daß beim ersten Anhören sich u.U. Enttäuschung breit macht. Das ging mir nicht anders. Nach dem ersten Durchlauf dachte ich auch "Wie? Das wars? Ein paar dünne Melodien und ein bißchen Begleitung auf dem Synthie dazu soll alles gewesen sein?". Aber man muß dem Album etwas Zeit geben, was ich zum Glück getan habe. Dann werden plötzlich doch Ohrwürmer draus und das Verlangen entsteht, die Songs noch einmal zu hören. Und noch einmal und noch einmal...
Das Phänomen, das gerade Songs die am Anfang wenig beeindruckten dann dafür umso länger halten ohne langweilig zu werden, gibt es ja auch bei einigen anderen tendenziell eher anspruchsvolleren Künstlern bzw. Bands. Und im übrigen auch bei früheren Alben von DM! Die Diskussionen in den amazon-Rezensionen zu den Alben nach Violator ähneln der aktuellen Situation doch auffallend.

Ich schwanke zwischen 3 oder 4 Sternen, vergebe aber letztlich 4 Sterne, weil ich DM dafür dankbar bin, daß sie nicht der Verführung erlegen sind auf Teufel komm raus modern klingen zu wollen (und z.B. diese idiotischen Stimmmodulatoren einsetzen), sondern bewußt ihrem Sound treu geblieben sind und so einen schönen Kontrast zum Einheitsgedudel bilden. Und 4 Sterne auch dafür, daß man das Album in der Endlosschleife hören kann ohne groß skippen zu müssen (außer bei "The Child Inside", der Song fängt leider an mich zu nerven). Auch das ist eine Leistung, die nicht viele Bands hinbekommen.

Mein Fazit: Einmal kurz reinhören reicht m.E. nicht, um sich einen guten Eindruck von dem Album bilden zu können. Man sollte es schon mehr als einmal durchlaufen lassen, bevor man sich ein finales Urteil erlaubt. Ein so richtig geniales Stück wie "Personal Jesus" oder "Never let me down again" oder "Policy of Truth" habe ich allerdings auch nach mehrmaligem Hören auf der CD nicht finden können. Daher keine 5 Sterne.

Edit: einige Tage und diverse weitere Durchläufe später bin ich mir sicher, daß 4 (und nicht 3) Sterne die richtige Entscheidung waren. Einige Songs scheinen mit jedem Mal Hören regelrecht zu wachsen. Das Album hat definitiv einen Suchtfaktor. Wenn das so weitergeht, ändere ich meine Rezension ggf. sogar noch auf 5 Sterne...
Wem das zu doof ist oder wer auch nach dem 10. Mal immer noch keinen Gefallen finden kann, hat halt einfach einen anderen Geschmack. Nicht mehr und nicht weniger. Darüber kann man dann entweder gar nicht oder endlos diskutieren. Die 1-Sterne Rezensenten jetzt als Ignoranten und die 5-Sterne Rezensenten als anspruchslose DM-Jünger zu beschimpfen wird daran auch nichts ändern. Ich freue mich für die, denen das neue Album ebenfalls gefällt und für die anderen gibt es zum Glück tonnenweise gute Alternativen auf dem weltweiten Musikmarkt.
55 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2013
Ich habe "Delta Machine" inzwischen viele Male gehört und nach meinem Geschmack ist es nicht überragend gut, aber auch beileibe nicht so schlecht wie es viele wahrnehmen. Auffallend ist für mich, das die Band zum x-ten Male wieder einmal Blueseinflüsse in ihrem neuen Album verwoben haben. Das kann gefallen, oder aber auch nicht! Auch rockige Einflüsse sind wieder einmal zu finden, wie sie kitschiger kaum sein können ( Soothe my Soul, Soft Touch/ Raw Nerve ). Jedoch rettet der satte Sound über weite Strecken diese unterdurchschnittlichen Kompositionen. "Secrets to the End" ist ein elektronisches Glanzlicht auf diesem Werk. Dave Gahans Stimme klingt hier sehr eindringlich wie selten zuvor. Auch "Alone" besticht durch eine wunderschöne Melodie und einem mystischen Sound, jedoch wirken die Klänge auf mich wie von einer anderen Band gestohlen. "Should be Higher" kann mich auch vollends überzeugen, obwohl Gahans hohe Stimme beim Refrain erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig ist. "Angel" ist ein großartiger Song und stimmt mich versöhnlich.

Mein Fazit: Depeche Mode ist es gelungen einen satten Sound für ihre Songs zu finden. Das Album wirkt warm, in sich geschlossen und rund ( Dieses ist ihnen bei den letzten Alben nicht sonderlich geglückt ). Es enthält einige großartige Kompositionen, wie ebenso einige kitschige und banale Songs. Am Ende will sich ein Depeche Mode-Feeling nicht so richtig einstellen, vermutlich fehlt hier das Markante und Eigenwillige. Ebenso vermisse ich die Lebendigkeit und die weitgehende Bluesfreiheit, die "Sounds of the Universe" noch liefern konnte.
Vom Gefühl her vergebe ich 4 Sterne
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. März 2013
Erstaunt durfte man in den vergangenen Tagen verfolgen, welch beachtliche Serie musikkritischer Flatulenzen das neue Album von Depeche Mode hervorrief. Kaum eine etablierte Tageszeitung ließ es sich nehmen, einen ihrer jüngeren Redakteure vorzuschicken und möglichst schnell abzudrücken. So suchte man kollektiv im komprimierten Stream über plärrende Speaker des Laptops nach Hymnen und Vertrautem, und fand, oh weh, nichts davon! Denn was man in Anbetracht ausverkaufter Stadien gern mal wieder aus den Ohren verlor: Depeche Mode sind weder berechenbar, noch Coldplay oder Hurts und mitnichten die Band der ganz großen Gesten, der gefälligen Popnummern, der Ohrwürmer und des greifbaren Pathos - abgesehen natürlich von zwei bis drei handvoll Singles und so manchem Song, der sich irgendwo auf einem der vorangegangenen zwölf Alben versteckte und mit der Zeit sein Gesicht offenbarte. Einen Song setzen und wirken lassen? Mehrmals abspielen oder überhaupt ein Mal in Gänze durchhören? Anscheinend tatsächlich zu viel verlangt im Kontext ordinärer Schnelllebigkeit.
Das sich mit Produzenten verstärkende Trio englischer Herkunft funktioniert spätestens seit „Songs Of Faith And Devotion“ (1993) anders und über die Kombination mehrerer Hörebenen. Und bei eingefleischten Fans noch einmal komplett anders als beim durchschnittlichen Konsumenten. Es sind die musikalischen Kleinigkeiten, in diesem Fall dezente Melodien, kurze intensive Bassausbrüche, das Knirschen und Knarzen aus Martin Gores massivem Maschinenpark und Dave Gahans trockene, separiert wirkende Vocals, die die neuen Songs in den Strophen beherrschen. Spannung wird vielfach in den Refrains aufgebaut, ohne jedoch in tiefster Befriedigung gelöst zu werden. Und? Na und! Etwas sadistisch vielleicht, aber in dieser Form wirklich nichts Neues. Die erste Reaktion auf „Delta Machine“ hat allerdings viel mit (nicht erfüllten) Erwartungen zu tun, woran Hauptsongwriter Martin Gore, auf dessen Kappe 14 der 17 neuen Songs gehen, nicht unschuldig ist. Wer wiederholt im Vorfeld selbst den Vergleich mit den beiden unbestrittenen Meisterwerken der eigenen Bandgeschichte bemüht, darf sich über den entsetzen Aufschrei ob der Nichtnachvollziehbarkeit kaum wundern.

Und was findet man auf „Delta Machine“ nun neben den drei im Vorfeld veröffentlichten Stücken, sofern man gewillt ist, dem Album mit Respekt und kostbarer Zeit zu begegnen? Einen Opener, dessen anfängliche Reserviertheit in einen symphonischen Refrain mit melodischer Herrlichkeit mündet. Und ferner einen, der ganz klar macht: Vergesst endlich und erst Recht für den Rest dieses Albums den jugendlichen Gahan mit herablassender Miene und emotionsarmer Coolness in der Stimme. Er kann singen, warum soll er es verdammt noch mal nicht? Man findet weiter den Minimalismus eines „My Little Universe“, das dann doch mit monströsen Subbässen und einer derben Sequenz überrascht, da ist Blues in „Slow“ mit seinem einprägsamen Riff-Rudiment, Klapps und einer dramatischen Analogsirene, da ist dunkler aber leichter Elektropop bei „Broken“, die so fragile wie aufdringliche Gore-Ballade „The Child Inside“ und Glam- und Clubatmosphäre mit „Soft Touch / Rough Nerve“. Am einfachsten wird es Fans noch mit „Should Be Higher“ und „Alone“ gemacht, deren Melodien sofort andocken und genug Tiefe besitzen, um am DM-Nerv zu rühren. Gahan schwingt sich hier zugleich in ungeahnte stimmliche Höhen und schlängelt sich in vertrauter Manier durch dichte, flächig arrangierte Strukturen. Vieles, was anfänglich wenig kompakt und sperrig wirkt, fügt sich alsbald und hakt sich in immer größeren Teilen ins Gehör. Möchte man Depeche Mode einen Vorwurf machen, dann ist das in gewisser Hinsicht die nächste Single „Soothe My Soul“. Als hätte man während der Produktion irgendwann festgestellt, dass die Kost womöglich zu schwer werden könnte, marschiert hier der „Personal Jesus“ ein und haut einem seine Hookline mitten ins Gesicht.
Depeche Mode 2013. Was das in zehn Jahren bedeuten wird, kann niemand vorhersagen. Für den Moment gilt: Es ist das Jahr einer mutigen, modernen Platte, deren Reize nicht an der Oberfläche zu finden sind. Aber ist es nicht gerade das, was die großen Werke der Musikgeschichte auszeichnet?
55 Kommentare| 50 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Oktober 2016
Die Waveband Depeche Mode hab ich schon immer sehr gerne gehört! Das bis jetzt letzte Album Delta Machine fehlte mir aber noch in meiner Musiksammlung, was ich irgendwann nachholte. DM ist eine Legende, seit 1980 dabei und ihre außergewöhnliche Musik ist einzigartig. Natürlich hat dieser Sound sich auch innerhalb der Jahre weiterentwickelt, was mit Delta Machine eindeutig bewiesen ist. Syhnthie-Avangart-Electro-Pop ??? Egal, die Band ist auf jeden Fall was besonderes, ihr neues Album ebenfalls. Die Stücke gefallen mir erst so richtig gut ab Track 6: SLOW. Ab diesem Titel fängt die CD erst richtig an (von 13 Titeln). Auf der Zusatz Disk befinden noch 4 weitere Songs.
Wie ordnet man aber diesen neuentwickelte Richtung von Delta Machine genau ein? Ich würde sagen, dies überlasse ich hier mal den Experten.
Im Booklet sind die Songtexte und noch genügend Bilder der drei Jungs zu bewundern.
Interessantes und abwechslungsreiches Album! Kurz gesagt, ich vergebe NUR 4 Sterne und ein +, denn DM kann noch viel mehr und hat natürlich noch bessere Alben zu bieten!!!
Schön dass es diese Band immer noch gibt!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2013
...diese Platte haut mich vom Hocker. Und nicht einfach nur, weil es halt ein DM-Album ist. Nein, ich bin zweifellos nicht von allem begeistert, was aus Martin Gores Feder stammt. Aber einfach nur der Kritik wegen zu kritisieren (wie es einige Leute bei neuen Platten generell zu tun pflegen), anstatt sich mal vor Augen zu führen, wie vielseitig und detailverliebt dieses Werk ist - ich kann sowas ehrlich gesagt langsam nicht mehr hören. Ich weiß ja, dass Künstler ihre Werke oft völlig anders einschätzen als es am Ende die Mehrheit ihrer Fans tut. Im Fall von "Delta Machine" gebe ich jedoch sowohl Gore selbst als auch - ich glaube, es war Alan Wylder - recht. Gore beschrieb das Album als "modern" und "magisch". Wylder (oder wer auch immer) meinte, "einige Songs haben das Zeug zum Klassiker". Letzteres wird häufig behauptet, aber Klassiker gibt es in der Tat auf D.M. einige.

Von Minimal ("My little Universe") über Psychedelic ("Angel", "Always") bis hin zu DM-Typischen Popsongs ("Broken", Soft Touch", "Alone") und tanzbaren Stimmungsnummern ("Soothe My Soul") ist wirklich alles zu hören. Und - wie Gore meinte - eben in einem modernen Sound. Was zum Henker sollen sie denn bitte anders machen?

Ich liebe diese Platte und kann sie nur weiterempfehlen
22 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2013
Als Mitte der 80er nach "A question of lust" die nächste Single "A question of time" lautete, meinte Stefanie Tücking, damalige Moderatorin von "Formel Eins": "Das Gute an Depeche Mode ist, dass jede Single anders klingt, selbst wenn die Namen fast gleich sind." Depeche Mode haben sich seit ihrer Gründung mit jedem Album neu erfunden. Die 1-Stern Rezensenten, die hier beklagen, dass "Delta Machine" kein neuer "Violator" ist, haben es offenbar immer noch nicht verstanden: Hier gibt's keinen Mainstream. Es freut mich, dass Euch "Enjoy the Silence" oder "Never let me down again" gefallen hat. Diese Songs hatten aber untereinander genauso wenig gemein wie sie etwas mit "People are People", "I feel you" oder später "Wrong" zu tun hatten. Freut Euch über ein Album, dass Euch gefallen habt, oder kauft Euch die "Best of" Compilations, aber erwartet weder von der Band noch vom Rest der Welt, dass Altes, wenn auch zugegebenermaßen geiles Tonmaterial, nach 6 Alben später neuverpackt wiedergekäut werden soll. Für echte Fans sind sowieso die Diamanten, die es auf jedem Album gibt, und die nie als Single veröffentlicht wurden, der eigentliche Grund die Gruppe so zu verehren. Aber das wird die halbe Welt wohl nie verstehen. Wenn's knarzt, ziept und wispert und aus dem Chaos dann kraftvoll eine Melodie entsteht, die einen wenigstens berührt, wenn nicht umhaut, ist das relevant für ein kleines Leben, wie meines. Hey, es geht um Musik, erhoffen wir uns das nicht von Musik? "Delta Machine" ist ein Album, dass einem erst beim zweiten, dritten Durchhören richtig gefällt, dann aber so, dass es einen fast vom Sockel haut. Wenn Dave Gahan mit Martin Gore bei "Heaven" zweistimmig singt, der Refrain bei "Should be higher" einsetzt, oder einen bei "Alone" die Melancholie, die wohl jeder schon mal so erfahren hat, voll umhaut, dann rührt mich das und es ist mir klar, dass das eines der besten Alben ist, die ich jemals erstanden habe. 17 Songs, die einen voll erfassen, wenn man es zulässt... Bravo, Jungs - besser hättet ihr es kaum machen können. Und bitte niemals mehr Mainstream werden! Danke!!!
44 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Dezember 2016
Als ich das erste Mal die Single Heaven hörte, dachte ich was ist das. Mir gefällt der Song überhaupt nicht, ich mag die ruhigen Sachen nicht so. Naja, gespannt dieses Album gekauft und einmal im Schnelldurchlauf durchgehört. Der Funke sprang aber nocht nicht ganz rüber. Also nochmal und immerwieder. Dann kamen endlich diese Wow Aha Effekte in mein Ohr. Gleich der Opener Welcome to my World ist so ein Songs und auch Alone. Should be higher und Soothe my Soul finde ich auch noch Klasse. Delta Machine ist nicht schlecht, nur für meinen Geschmack zu langsam und ruhig. Als ich bei der dazugehörigend Tour die Songs live gehört habe, fand ich sie gut, aber auf CD kommen die irgendwie nicht so gut rüber. Die CD Gestaltung und das Booklet finde ich gelungen. Als Depeche Mode Fan finde ich dieses Album nett, mehr aber auch nicht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2013
Hm. Ich bin etwas irritiert. Ich habe in letzter Zeit mal wieder verstaerkt Rezensionen gelesen und jetzt bin ich wirklich etwas irritiert. Z.B. Klaus Schulzes neues Album "Shadowlands" wird voellig ungerechtfertigt kritisiert, weil er nichts "Neues" gemacht hat (totaler Quatsch!), das geniale neue Album von Steven Wilson wird von (zwar sehr wenigen) kritisiert, weil er wohl bei einigen Prog-Groessen Anleihen genommen hat. Und nun bringt DM was neues. Etwas wirklich neues, aus meiner Sicht. Ich bin froh, dass sie mal keinen "Hit" geschrieben haben, und ich habe irgendwie den Eindruck, dass sie das gar nicht wollten. Ich glaube naemlich nicht, dass sie es nicht mehr koennen. Aber sie haben Spass am experimentieren, bringen wirklich neue Sounds mit teilweise alten analogen Equipment und schaffen so aus meinem Blickwinkel im besten Sinne des Wortes "unerhoertes". Haben wir nicht schon genug "Eintagsfliegen-Musik", die in 2 Jahren keiner mehr hoeren wird? Hoert doch einfach mal auf die Musik, in Ruhe und versucht nicht immer in Hits zu denken. Ich habe das Gefuehl, dass gefäelligst DM auf dem Niveau des letzten Alan-Wilder-Arbeitstages haette stehenbleiben muessen... Hallo, schon mal gehoert, was der gute Alan mittlerweile fuer Musik macht? Geniales und unerhoertes. Ja! Ich finde das neue DM-Album musikalisch hervorragend, ideenreich und kreativ. Und ich wuerde mir wuenschen, wenn es mehr Musiker geben wuerde, die sich daran erinnern, dass sie Kuenstler sind und keine "Chartplatzierungs-Erfueller" der Musiklabels sind. Das muss man sich hart erarbeiten! Im TV regen wir uns doch ueber staendige Wiederholungen auf, aber neues und ungewoehnliches wird auf ARTE und die Dritten verbannt. Und DM hat gefaelligst Hits zu schreiben, die bitte schoen, wenn sie schon nicht wie "Enjoy the silence" klingen , dann aber doch wenigstens wie "Precious". Ach ja...
4545 Kommentare| 130 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2013
Habe vorhin die Plattenkritik im aktuellen "Rolling Stone" gelesen. Frau Fuss gibt dem Album gerade mal 2 Sterne, was natürlich ihr gutes Recht ist. Wenn ihr die Platte nicht gefallen will, dann muss sie das auch nicht. Ich tu mir nur ein bisschen schwer mit ihrer Argumentation. So vermisst sie auf "Delta Machine" die großen Hits wie in den 80ern, was u.a. daran liegen soll, dass die Songs von M. Gore keinen Chorus mehr hätten, Dave sowieso kein guter Songschreiber ist usw. Außerdem echauffiert sie sich zum wiederholten Mal darüber, dass "People are People" für einen VW-Werbespot verscherbelt wurde. OK, das hätte vielleicht wirklich nicht sein müssen - aber was hat das mit dem neuen Album zu tun? Nebenbei bemerkt handelt es sich bei PaP um einen Song, den DM meines Wissens seit 1988 nicht mehr live gespielt haben ...schlimmer fand ich da schon die Rasierwasser-Werbung mit "Personal Jesus" - aber egal!

Ob dieses Album wirklich keinen Hit abwerfen wird, muss sich erst noch zeigen. Mit der nächsten Single "Soothe My Soul" stehen die Chancen zumindest gar nicht so schlecht und auch sonst würde ich den einen oder anderen Überrschungserfolg durchaus für möglich halten. Allerdings weiß der echte Musikfreund natürlich sehr wohl, dass ein guter Song auch dann spannend sein kann, wenn er nicht permanent im Radio bzw. Supermarkt präsent ist. Gerade da, wo es "experimentell" wird, gefällt mir das Album besonders gut ("Welcome to my World", "My Little Universe") und auch die von Dave geschriebenen Stücke passen wesentlich besser ins Gesamtbild, als dies noch bei "Playing The Angel" oder "Sounds Of The Universe" der Fall war. Martin Gore schreibt nach wie vor geniale Songs, das ist unbestritten - egal ob mit oder ohne Chorus (auch in der Vergangenheit gab es übrigens immer wieder Songs von Martin, die ebenfalls keinen richtigen Refrain hatten und dennoch sehr erfolgreich waren - ich darf in diesem Zusammenhang nur mal an "Behind the Wheel", "I Feel You" oder "Condemnation" erinnern).

Fans, die von den beiden Vorgänger-Alben vielleicht etwas enttäuscht waren oder gar mit dem Gedanken gespielt haben, die Band komplett abzuschreiben, sollten sich die Scheibe jedenfalls unbedingt anhören (am besten über Kopfhörer). Sie werden feststellen, dass Depeche Mode immer noch überraschen können mit faszinierender, kurzweiliger Musik und die Leistungskurve eindeutig wieder nach oben geht.
55 Kommentare| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

10,00 €
12,49 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken