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Delta Machine
Format: Audio CD|Ändern
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am 22. März 2013
Hab die CD grad ausgepackt, Schöne Verpackung, aber, CD ist leider nicht ohne Kratzer aus der Verpackung zu bekommen. Das ist sehr sehr ärgerlich. Deswegen nur 2 Sterne
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am 28. März 2013
...und wieder mal, nach mehrjähriger Pause, ein neues Depeche Mode-Album, und ich war - wie üblich - gespannt auf das Gesamtwerk. Die Erstauskopplung "Heaven" wirkte etwas verstörend, und es geisterte seit der Pressekonferenz in Paris zur VÖ und der anstehenden Tour bereits das "Angel" umher. Beides weckte gewisse Erwartungen, und natürlich auch Befürchtungen.

Dennoch wollte ich erst einmal das Album als Ganzes abwarten und anhören, bevor ich mir eine subjektive Meinung über Depeche Mode Jahrgang 2013 bilde. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, Probieren/Hören und wirken lassen geht über Spekulieren. Denn (ganz) frühere Alben hatten durchaus so etwas wie einen Spannungsbogen, der das Werk als Ganzes nochmal anders erscheinen ließ/lässt als etwaige einzelne (Vorab-)Singles. Oft gibt es versteckte Perlen, und ich war auf das komplette Spektrum gespannt.

Nun also, nach mehrfachem Hören, Distanz und "Sacken lassen", zwei bleibende Eindrücke in Kürze: ich finde "Delta Machine" als Album nicht gut (im Sinne von begeisternd, den Horizont erweiternd, 'muss ich noch mal hören'), aber auch nicht wirklich schlecht (im Sinne von 'geht gar nicht'). Dies klingt zugegebenermaßen etwas indifferent und widersprüchlich, soll aber näher ausgeführt werden, weil ich kein Pauschal-Urteil abgeben will - und kann. Schwarz/Weiß-Kritiken gibt es genug.

Also, zurück zu "Delta Machine": Ich hatte in den letzten Jahren schon negativere Eindrücke bei neuen Alben von Depeche Mode, zum Jubeln finde ich das neue Werk aber dennoch nicht.
Auf mich wirkt "Delta Machine" leider durchaus langweilig, wie eine Art Pflichtleistung. Es ist zwar detailverliebt produziert, dies kann aber für meine Begriffe die maue, reißbrettartige Basis nicht kaschieren. Daher wirkt "Delta Machine" auf mich sehr konstruiert, beinahe klischeehaft. Mich überzeugt das Album in letzter Konsequenz nicht, mir ist es "zu kurz gesprungen".

Dabei geht es für meinen Geschmack eigentlich richtig gut und verheißungsvoll los: Die ersten drei Titel ("Welcome to my World", "Angel" und "Heaven") passen subjektiv sehr gut zusammen, auch wenn der Opener "Welcome to my World" wie ein Überbleibsel von Martin Gores Solo-Werken klingt - das Ding hätte auch auf Counterfeit² erschienen sein können.
Besonders das folgende "Angel", das mittendrin einen Tempobruch wagt und bei dem Dave Gahan als Pseudo-Prediger richtig vom Leder ziehen kann, finde ich (bezogen aufs Album) herausragend. Es ist m. E. der einzige Titel, der stimmig wirkt, bei dem mal was gewagt wurde und der für mich etwas vom ursprünglichen Geist von Depeche Mode als Band atmet, wo es "vorwärts" ging und Energie im Spiel war.
Auch die anschließende, zunächst von mir als sehr schleppend und träge empfundene Vorab-Single "Heaven", fügt sich gut ins Gesamtbild des Albums bis zu diesem Punkt ein. Ist zwar weiterhin ein lethargisches Ding, aber, rein subjektiv und gemessen am Longplayer, ist es einer der besseren Titel - den schäbigen Elektro-Drums zum Trotz. Wenigstens hat das Stück so etwas wie eine Melodie!

Ab Track Nummer vier bricht diese gut aufgebaute Spannung leider in sich zusammen, es wird beliebig und für meine Begriffe langweilig - der Sound ist sehr uniform. Ich bin beim ersten Hören des Albums erst bei "The Child inside", dem einzigen Song, den Martin Gore singt/wimmert und der wie ein Recycling von "Damaged People" von 'Playing the Angel' wirkt, wieder "wach" geworden. Allerings nicht, weil's so gut wäre, sondern weil endlich mal etwas passiert, das das Klang-Einerlei aufbricht. Beim besagten ersten Hören der LP hatte ich tatsächlich gedacht: 'Oh, Track 5 klingt aber mal anders!' - doch dabei war dies bereits Track 8... Kein gutes Zeichen fürs Album, finde ich?

Glücklicherweise gibt es bei den Titeln insgesamt keinen echten, peinlichen Komplettausfall. Positiv anzumerken ist, dass sich Dave Gahan als Songschreiber macht - aber nach knapp 10 Jahren Engagement in diese Richtung kann man auch endlich mal was erwarten/verlangen? Die versprochenen "zwei bis drei besten Songs, die wir je geschrieben haben" (lt. Martin Gore, IIRC) kann ich allerdings nicht erkennen?
In der Konsequenz kann man "Delta Machine" sehr gut 'durchhören' und wird eine Stunde ordentlich unterhalten, insofern durchaus ein gutes Album. Was für längere Autobahn-Fahrten. Aber es gibt leider nichts Herausragendes - eine Kritik, die mancher mit "da ist ja gar keine Hit-Single wie früher drauf" formuliert. Dem stimme ich durchaus zu, ich schiebe dieses Phänomen aber auf den einheitlichen Sound-Brei, und nicht, dass da kein Song mit Potenzial bei wäre.

Ich will die einzelnen Titel nicht im Detail durchhecheln, und meine Kritik bzw. mein Magengrummeln am Album insgesamt setzt auch nicht am Kompositorischen oder den Texten an (letztere finde ich z. T. richtig gut), sondern an der Produktion - sowohl im Detail als auch bezogen auf die LP als Ganzes.
Meine persönliche Hauptkritik an "Delta Machine" ist der uniforme Sound des Albums. Dieser mag gewollt sein, wobei ich mich frage: von wem? Publikum, Band, Producer, Vertrieb...? Das Album leidet m. E. sehr darunter, zumal es dadurch nichts wirklich Neues gegenüber SOTU oder PTA zu hören gibt.
Und so sind tatsächlich alle Songs aus demselben akustischen DM-Genpool konstruiert, der auch die letzten zwei Alben gebar! Bei "Slow" oder "Goodbye" ist zwar eine Blues-Gitarre hineingehäkelt, gut, doch selbst diesen Sound hat man schon vor 20 Jahren gehört. Damals war er neu, jetzt wirkt er aber wie ein Selbstzitat, eine Pose, ein 'Marken-Element' unter vielen. Woanders erfreuen noch ein paar aufgesetzte Bass-Frequenzen die Jungs mit den Subwoofern im Kofferraum oder vermeintliche Sound-Experten mit dicken Anlagen, vergoldeten Cinch-Kabeln und überdimensionierten Kopfhörern. An anderer Stelle sind einfach ein paar schiefe Sounds aufgeschraubt oder Einzel-Töne hineingeballert worden. All dies wirkt auf mich allerdings wie eine aufgesetzte Garnitur, um hie und da ein wenig Profil in die Stücke zu bekommen oder um von der Einfachheit des Songs abzulenken.

Auch im Detail wirkt "Delta Machine" auf mich nicht sehr innovativ - überall bekannte und bewährte Versatzstücke, wie eben ein paar Gitarren-Riffs als Hookline oder aufgesetzte Akustik-Deko. So taucht in "Soothe my Soul" ein Beat auf, der mal locker aus "Tainted Love" von Soft Cell übernommen wurde, und als Zuckerguss sind noch einige Sounds und Harmonien von "Personal Jesus" oder "I feel you" reingehäkelt, um der platten Nummer Pepp zu verleihen. Klar, kann man alles machen, und am Ende 'funktioniert' das auch. Aber originär ist dies nicht. Es bedient Klischees, so wie ein Album von ZZ Top.

Vieles wirkt auf mich daher recht farblos, z. T. gestelzt und bemüht, gar seelenlos. Seit Ben Hillier am Mischpult dreht, reißt die Diskussion um den 'neuen' Depeche Mode-Sound nicht ab und wird mit "Delta Machine" sicherlich nicht beendet werden. Mancher feiert den Sound als 'Bezug auf die Vergangenheit', 'zeitlos', oder als 'DAS ist der neue Sound von Depeche Mode'. Mag sein, aber ich persönlich finde das Ergebnis tendenziell einfallslos, weil es ein Kaleidoskop an sattsam Bekanntem ist. Hat was von einem Golf, für den die Band ja mittlerweile auch wirbt... Solide, was für alle, aber emotionsgeladen wie ein Backstein, und bloß keine Überraschungen oder das Risiko, etwas Neues zu wagen. "Music for the Masses", die Realität überholt sich (leider) selber.

In der Gänze eines Albums mit 13 Titeln wirkt das Œuvre auf mich daher ermüdend. Mit etwas Ketzerei würde ich es sogar konservativ nennen. Da helfen auch keine Empfehlungen selbsternannter Experten, das Album 30x zu hören, damit es 'gut wird' oder um es goutieren zu können. Ebenfalls fraglich der Hinweis, dass Depeche Mode ja gar keinen Pop mehr machen müssen (ist das Publikum SO anspruchslos geworden?), oder dass man zu Kopfhörer bzw. High-End-Anlage greifen muss, um die Größe des Werkes erfassen zu können. Ach so?

Musik muss berühren, etwas bewegen. Und hier scheitert "Delta Machine" - an mir zumindest - kläglich.

Hinzu kommt, dass ich, neben mangelnder klanglicher Abwechslung, auch Substanz, Tiefe und Harmonie vermisse. "Angel" wirkt im Gesamtkontext und in der Art und Weise, was daraus gemacht wurde, in seiner straighten Art, geradezu avantgardistisch, 'hat Eier'. Und bei "Alone", meinem zweiten persönlichen Favoriten des Albums, gibt es zum Ende der LP hin noch einmal so etwas wie eine Melodie. Der Song gibt eine Ahnung der Tiefe, die ein DM-Song auch heute haben kann. In weiten Teilen von "Delta MAchine" ist jedoch kaum Tragendes zu hören, das mich mitnimmt. Ich bleibe Beobachter vor einer Glasscheibe, und der Sound bleibt dünn, vordergründig und klickerig. Sehr mager ist z. B. das minimal-technoide "My little Universe", bei dem ich den Sound zwar als Stilmittel akzeptiere, um den Songinhalt zu transportieren - es klingt aber trotzdem gruselig. Dem Song fehlt für meine Begriffe Struktur, ein Ziel. Und so geht es (mir) leider bei mehreren Titeln...

Was hätte man ggf. aus dem Album machen können? Ich hätte mir mehr Mut zu neuen akustischen Ufern erhofft. "Heaven" oder den einen oder anderen langsameren Track hätte man m. E. auch sehr gut als reine Akustik-Nummer produzieren können. Auf dem Album hätte es dann herausgeragt und das Sound- und Stilspektrum immens erweitert - so aber deckt der DM/Hillier-Klangteppich alles zu.
Zahlreiche bis dato erschienene Akustik-Cover von "Heaven" oder "Broken" belegen m. E., dass so etwas auch (und in diesem Fall gerade) ohne Elektro-Plürre großes Potenzial hat.

Also, ist "Delta Machine" eine Kaufempfehlung?

Na ja, bedingt. Mich erinnert das Album ein wenig an "Black Celebration" von 1986, ohne aber dessen Intimität zu erreichen. Mich erreicht "Delta Machine" aufgrund des engen Soundspektrums nur in ganz wenigen Momenten, und wenn ich dies als Maßsstab nehme bin ich tendenziell eher enttäuscht. Es HAT gute Ansätze, aber klanglich wurde m. E. wenig daraus gemacht - und das ärgert mich z. T. sogar.

"Delta Machine" ist daher für meine Begriffe ein Markenartikel geworden: geschmacksneutral, hoher Erkennungswert, industriell produziert, um in eine langfristige Vermarktungsstrategie zu passen. Mit 'Kunst' hat der Output von Depeche Mode aber mitterweile wenig zu tun, eher mit Imagepflege und Abschöpfung. "Professioneller Gebrauchspop"?

Wer den Ben Hillier-Sound seit "Exciter" mag, freundet sich mit dem 2013er-Album sofort an: Depeche Mode steht drauf, und nix anderes ist drin. Keine Experimente (mehr), "Delta Machine" fügt sich nahtlos an "Sound of the Universe" und "Playing the Angel" an, dreht sich dabei jedoch im dunklen Kreis, ohne eine Art Fortschritt oder überhaupt den Willen dazu erkennen zu lassen. Es bewegt sich ständig in bereits vorhandenen Fußstapfen, eigene und auch fremde. Darauf habe ich persönlich keine drei Jahre gewartet.

Mein Fazit: drei Sterne. Eigentlich durchaus dreieinhalb, wirklich schlecht finde ich das Album zugegebenermaßen nicht, da gab es schon Schlimmeres. Die Tendenz zu vier Sternen sehe ich aber leider nicht, dazu wirkt "Delta Machine" auf mich zu uniform, lieb- und belanglos, fast (nur) wie eine Pflichtleistung, um einen Grund für eine Tour zu haben.
Depeche Mode sind definitiv im massenkompatiblen Pop angekommen und scheinbar einem selber kreierten Sound verpflichtet, der wie ein Markenzeichen hochgehalten bzw. über alle Kompositionen gestülpt wird. Dies ist auf "Delta Machine" allerdings so krampfhaft-korsettartig umgesetzt, dass m. E. viel vom Potenzial der Songs unerschlossen bleibt.

Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere Coverversionen, auf das, was andere mit mehr Mut aus den Kompositionen machen. Ich glaube, dass man aus dem Album sehr viel mehr hätte machen können - und damit meine ich nicht den Sound der 80er und 90er, dem mancher hinterherweint. Aber das Abgelieferte scheint ja zu reichen?

=============

Ein Addendum:
Ferner bin ich auf die anstehende Tour gespannt, ob mehr als drei, vier Stücke des neuen Albums gegeben werden? Wenn ich mich recht entsinne, war die letzte Tour, wo ein fast komplettes Album live gespielt wurde, 1993 bei SOFAD - danach gab's immer nur "Best of" mit ein paar aktuellen Sachen dazwischen, die bei der nächsten Tour dann aber nie wieder auftauchten... Aber auch vom Déjà Vue kann man offenbar gut leben?

Einige Titel von "Delta Machine" wirken jedenfalls wie eigens für die Tour konstruiert: etwa das erschreckend simple (primitive?) "Soothe my Soul", das als testosteron-schwangerer Stampf-Opener zum Mitgrölen taugt, oder der letzte Track, "Goodbye", der sich wie "Goodbye Lovers" als letzte Zugabe eignet und bei dem Martin Gore theatralisch die Klampfe bearbeiten und nachher mit der Pudelmütze winken kann. Auch ein Teil der Marke Depeche Mode - Posen halt.

Warten wir's mal ab...
55 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 29. März 2013
Diese Vinyl LP entspricht der Deluxe Edition der CD!!!
17 Songs auf 2 Schallplatten (180gr) inclusive Downloadcode
für HQ-MP3!!! Einfach SUPER!!!
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am 6. April 2013
...denn nichts Anderes ist dieser Mix aus - äh ja was eigentlich.
Stimmlich schwach, viel zu oft plärrt Martin mit seinem Gejaule da rein.

Eine Melodie, die länger als 5 Sekunden dauert, wird nicht zugelassen.
Kein einziger Ohrwurm, nicht mal annähernd etwas zu mitsingen.
Außer hier und da ein paar einzelne Passagen, aber das ist deutlich zu wenig.

Stattdessen viele Lieder, aus denen melodisch etwas rauszuholen wäre,
durch schräge Töne zerstört und todgemixt. Hier hat man es mit dem Mischen
unterschiedlicher Klangrichtungen völlig übertrieben.

Das ist mit riesigem Abstand das schlechteste Werk, das je von DM gemacht wurde.
Erschreckend ist leider auch die Masse an misslungenen Songs.
DM scheint mit der Masse einer CD-Länge zunehmend überfordert.

Fazit: Eine absolute Enttäuschung. Die CD sollte nur jemand kaufen,
der ein DM-Sammel-Freak ist und die unbedingt im Regal haben muss.
Ansonsten lohnt es sich einfach nicht. Dafür gibt es zuviel gute Musik anderer
Künstler.
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am 3. April 2013
Ich bin seit meiner Kindheit DM Fan, aber was ich hier zu hören bekomme ist eine absolute schande!!!!
Wusste garnicht das die jetzt auch schon auf einem Techno-trip sind.....

Nur wenige Lieder bei dir mir einigermaßen gefallen und das ist das erste mal bei einem Album.

2 Sterne gibt es weil mir die gestaltung des Albums so gut gefällt.
Es sieht von aussen aus wie ein kleines Büchlein das ist echt schön gemacht, wenn sie sich nur mal auch bei ihren songs sone mühe gemacht hätten. :(

Meiner Meinung nach KEIN muss für ein DM Fan!!!!

Bin enttäuscht......
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am 22. März 2013
In einige negativen Rezensionen wurde angesprochen, DM habe seit Exciter einen qualitativen Abstieg gemacht. Wer sich dieser Meinung anschließen würde, ist sicher auch mit dem Kauf dieses Albums falsch beraten.
Für Fans, die die musikalische Weiterentwicklung der Band begrüßen, wird es vermutlich ein Hörgenuss sein! Ich für meinen Teil bin absolut begeistert! Innovativ wie erhofft, eine akkustische Reise!
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am 22. März 2013
DM-Rezensionen sind eigentlich immer ganz einfach....Dave Gahan füllt einen Furz in Flaschen ab und es verkauft sich weil halt DM drauffsteht. Bei Delta Machine tue ich mich so schwer wie selten. Irgendwie war die Erwartungshaltung riesig wie immer bei DM aber nach den letzten 2 Alben auch absolut im Keller.
Ich machs kurz...das Album ist gut, gemessen an den letzten 2 Alben sogar sehr gut. Nach 10x hören bleibt aber wenig bis nichts im Ohr hängen...vielleicht "Heaven"...da ich auf melancholische Stücke bei dem die Stimme richtig zur Geltung kommen stehe. Aber ansonsten ist das Teil sperrig und unrund...bei keinem Lied zündet es so richtig. Selbst die gute obligatorische Gore-Ballade bewegt in mir nix..hmm..
Track 5,6,7 (sind so belanglos, dass ich spontan nicht mal mehr den Titel der Lieder weiss)...gähn....

Das hat auch nichts mit dem ewig "der alten Zeit hinterhertrauern" zu tun...keiner der "alten DM-Fans" möchte ja ein "Enjoy the silence 2" oder ein "I feel you 3"...aber was die alten Fans (hören)wollen ist das Herz und die Seele von DM im Sound..und die kann ich nur (noch)selten bis gar nicht mehr erkennen..das Album plätschert so vorbei...und wenn man mal aufmerksam wird war es wegen einem dieser schrägen Sounds. Die Sounds waren immer einzigartig und aussergewöhnlich...jetzt sind sie nur noch schräg, krumm und schrill...keinerlei Meldodien für mein Ohr mehr zu erkennen. Das ganze klingt teilweise wie so eine Boxen-Test-CD...mit den unterschiedlichen Frequenzen und Bässe getestet werden können damit das Surround-System richtig eingestellt ist. Insgesamt wirkt alles unterkühlt, technisch und steril.

Heaven und Soothe my soul (kurz vor Ende der Platte) sind 2 kleine Juwelen, aber auch nur weil die Strophen so sensationell gesungen sind...das ist für mich altes "DM-Feeling"...die Refrains fallen dann aber auch schon wieder etwas ab.

Das mit der Tour muß ich mir nochmal überlegen...der unendliche grosse Bonus von Dave Gahan ist so langsam aufgebraucht.
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am 26. März 2013
Nun also Delta Maschine von DM, was haben wir uns wieder einmal darauf gefreut. Wer die Geschichte von Mode in den letzten Jahren verfolgt hat, der weiß mittlerweile, dass die Musik immer sperriger wird, immer weniger eingänglich. Dass man jede neue Scheibe mindestens 10mal hören muss, um überhaupt Gefallen an zumindest einigen Liedern zu finden. Und trotzdem waren und sind sie die Helden unserer musikalischen Entwicklung, immer für eine Überraschung gut und einfach nur sau-cool, darum sind wir ja schließlich Fans, so einfach ist das. Also kauft man sich DM, ab in den Player und einmal anhören.. Und, siehe da, ein Klangbrei, ohne wirkliche Melodien, ohne Potential auf den ersten Blick, enttäuschend.. Also nochmal auf Replay, wir kennen das ja nun, wird schon werden, dreh' die Lautstärke auf und lies dazu ein paar Kritiken, die diese Sperrigkeit als Innovation in den Himmel loben.. Mist, Platte schon wieder durchgelaufen, Musik immer noch scheiße.. Was soll denn jetzt noch helfen, muß der geneigte Hörer jetzt wirklich zu Drogen greifen, um sich diesem "Klang"-Imperium zu öffen? Nein, das muß er nicht, er hört die Platte noch ein paar Mal, und stellt dann wie am Anfang fest, dass es sich hier nur noch um Klangbrei handelt. Nichts anderes ist es, nur noch bemühter Brei, keine Melodien, keine Harmonien, nichts, was es großartig zu loben gäbe. Außer natürlich dieses "Andersartige", welches verschiedene "Musikkenner" hier als Argument ins Felde führen, aber das wollen wir Ihnen einfach mal verzeihen an dieser Stelle. 2 Sterne an der Stelle, weil DM es überhaupt noch ins Studio schafft alle 4 Jahre, der gute Wille zählt, das Ergebnis allerdings ist subjektiv betrachtet komplette Zeitverschwendung.
44 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 23. März 2013
Ok, dass die Hardcore-DM-Jünger ihre Band verteidigen und jedes Album hochjubeln war vorhersehbar. Auch ich bin ein grosser Fan ihrer Musik seit Mitte der 80er, und ich freue mich immer auf jedes neue Album. Leider haben die letzten Alben inkl. dieser Scheibe nie diese Emotionen in mir hervorgerufen wie seinerzeit "Violator" oder vor allem "SOFAD" - mein Gott, was war das für ein grossartiges Album. Damals habe ich jeden Song verschlungen, die Texte gelernt, die CD 3x am Stück durchgehört, hatte Gänsehaut und manchmal Tränen in den Augen...

All diese Momente fehlen mir bei Delta Machine. Jetzt werden einige wieder sagen, man soll nicht nostalgisch sein und in die Gegenwart und Zukunft schauen und sich freuen, dass DM so progressiv sind usw... Ok, kann sein, dass ihr Recht habt. Für mich jedoch hat Musik mit Emotion zu tun und soll mir nicht als wissenschaftliche Grundlage für irgendeine Studie über aktuelle oder zukünftige Musikstile dienen. Und seid ehrlich, wenn auf den Konzerten die neuen Tracks gespielt werden, gibt es höflichen Applaus - bei den Klassikern jedoch geht aber mal so richtig die Post ab, das ist doch symptomatisch, oder nicht ?

Ich werde mich weiter mit dem Album beschäftigen, vielleicht kommt ja noch der Kick.
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am 25. März 2013
Tipp für alle, denen beim ersten Hören das Album zu langweilig erscheint. Einfach mal die Trackreihenfolge ändern, schon wird es zu einem energetischen, powergeladenen Album:

1. Secret to the End
2. Soft Touch
3. Alone
4. Should be higher
5. Sooth my Soul
6. Angel
7. Broken
8. Welcone to my World
9. Heaven
10. Goodbye

Die Tracks Little universe, Slow und Child Inside vergessen wir mal...
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