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Kundenrezensionen

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am 14. September 2013
Abramovic setzt sich während der Öffnungszeiten ihre knapp dreimonatigen Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Arts an einen Tisch ins Atrium. Ihr gegenüber kann jeweils ein Besucher der Ausstellung Platz nehmen. Abromovic sieht ihn einfach an, schweigend, unbeweglich. Gespräche sind untersagt. Nach 721 Stunden des stillen Sitzens und 1.565 Gegenübern ist die Performance beendet.

Das klingt langweilig? Ist es nicht. Die Leute stehen Schlange, um an den Tisch der Künstlerin zu kommen. Abramovic geht kurz in sich, "reinigt" sich und konzentriert sich dann auf ihren jeweiligen Besucher. Und dann passiert Wunderbares: Die Leute sind tief bewegt, viele zu Tränen gerührt. Sie spüren offenbar eine Verbundenheit, die durch die alleinige Konzentration auf ihre Person und die Aura der Künstlerin entstanden ist.

Für mich das Aufschlussreichste an diesem Film. Es geht um Liebe. Sowie Menschen auf die Welt gekommen sind, wollen sie geliebt werden. Sie wollen wahrgenommen werden und geschätzt. Und wenn das geschieht, sind sie bereit und willens, andere Menschen wahrzunehmen, zu schätzen, zu lieben. Wie es ihnen offenbar an Aufmerksamkeit und Liebe mangelt, zeigt ihre Reaktion. Endlich als Mensch wahrgenommen werden ohne Hintergedanken. Ohne, dass ihnen jemand etwas verkaufen will, seien es Produkte oder "Wahrheiten". Ja, es geht um Liebe. Und um eine großartige Künstlerin. Love is all you need.
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am 16. September 2015
Marina Abramovic ist diszipliniert, radikal, aufklärerisch und kämpft vehement dafür, dass ihre Art von Performance unumstößlich als Kunst anerkannt wird, noch bevor sie verstorben sein wird. Neben der kämpferischen gibt es die weibliche, ästhetische Seite, ihre verletzte sowie verletzliche Seele.
Der Dokumentarfilm begleitet Marina Abramovic von den Vorbereitungen zur Retrospektive ihrer Performancekunst bis zum Abschluss ihrer Aufsehen erregenden Arbeit am MoMA, die zum Titel dieses Films wurde ("The artist is present") und arbeitet diesen scheinbaren Widerspruch heraus, der ihr zu einer dritten Seite verhilft, ihrer Lieblingsseite, wie sie selbst analysiert, der Seite, die über den beiden anderen steht und sie koordiniert.

Die Dokumentation liefert einen sehr nahen persönlichen Einblick in ihr Leben, ihren Werdegang, auch in ihr Privatleben. Die Künstlerin ist unprätentiös, sich ihres Könnens und ihrer Wirkung zwar sehr bewusst, aber nicht arrogant.

Gerade die im Mittelpunkt stehende Arbeit "The artist is present" überzeugt wegen dieser Nahbarkeit der Person Marina Abramovic, ihrer Präsenz -und damit meine ich nicht zuerst die vielen Stunden, in denen sie im Ausstellungsraum "erreichbar" war.

"The artist is present" hat etwas von einer Hypnosesitzung, einer Psychoanalyse aus Blicken in einer einzigartigen Atmosphäre und Aura. Die Menschen, die ihr gegenübersaßen fühlten sich offensichtlich ernst genommern, wichtig, gesehen, erkannt, verstanden - und empfanden das als etwas Außergewöhnliches.

Marina Abramovics Kunst ist körperlich und psychologisch intensiv und unmittelbar unverstellt. Diese Dokumentation führt den Zuschauer sehr weit in den Menschen, der kaum von der Kunst zu trennen ist, hinein, ist fordernd und durchaus auch anstrengend. Und sie versteht, unser Zeitempfinden aus dem Takt zu bringen.
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am 7. Mai 2013
Wenn Marina Abramovic blank aller Beurteilung und Wertung dem Menschen, der ihr gegenübersitzt, in die Augen schaut, wird man berührt. Mir ging es jedenfalls so. Es ist - ganz pur - "nur" eine Begegnung zweier Menschenseelen.
Mit ihren früheren Arbeiten konnte ich wenig anfangen. Die Szenen in der MoMA waren jedoch das beeindruckendste, was ich seit langem gesehen habe.
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am 25. April 2013
...die Kreativität...die Magie. Diese Bluray (die sich bildtechnisch nicht sehr von der DVD unterscheidet) verzaubert und lässt denke ich keinen Zuschauer gedankenlos zurück. Selten hat mich eine Dokumentation so bewegt, das Werk einer Künstlerin so fasziniert. Aus dem anfänglich ruhelosen Treiben der Vorbereitungen für die Ausstellung im Museum of Modern Art schraubt sich langsam die ganze Darbietung einem langen und stillen Höhepunkt entgegen, der einen fasziniert, sprachlos macht, mitnimmt, zu Tränen rührt, lachen lässt, der wie eine grelle Ampel den Alltag anhält um STOP zu rufen, in sich zu gehen. Und letztlich die Sicht auf die Welt und ihre Bewohner irgendwie zumindest für kurze Zeit verändert. Ob dies mit Nachhaltigkeit versehen ist vermag ich nicht zu sagen, heute, 3 Tage nach dem gebannten Betrachten jedenfalls (und ich ging dem Werk sehr skeptisch entgegen) hat die Faszination noch nichts verloren und meine Augen sind irgendwie offener für die Dinge des Hier und Jetzt, die Menschen, die Gesichter.

Sicher eine der ungewöhnlichsten Darbietungen die ich in meinem Leben gesehen habe, sehen durfte aber eine die ich nie mehr missen will und die ich jedem ans Herz legen möchte. Man muss der Sache aber eine Chance geben, mit der Protagonistin, die in ihren frühen Werken eher verschreckt erst mal in Gleichklang kommen oder zumindest erahnen welche geballte energie hier Fleisch geworden ist und was für ein wahnsinnig geniales und genial wahnsinniges Lebenswerk sich hier aufbaut um in der Ausstellung im MoMA letztlich zu gipfeln.

5 Sterne und die Hand aufs Herz.
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am 17. Oktober 2015
Nun, was will man von einer HBO-Doku erwarten?
Das es fulminant wird.
und das wurde auch dieses mal gehalten. Von der Künstlerin habe ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas gehört, ich wusste nicht was mich erwartet, aber nun bin ich begeistert.
Ich finde das trifft den Nerv der Zeit. Total.

Es mag zum teil auch kritisch sein, aber dennoch überzeugt es.
Empfehlenswert.
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am 31. Juli 2013
Ein wahnsinnig emotionaler Film, der einen tollen Einblick in die Entstehung einer vordergründig simplen Performance gibt, und der einen aber auch zutiefst berührt. Marina Abramovic verschwendet sich an ihr Publikum in einer Weise die atemberaubend und grenzenlos ist. Hier kommt die Kunst beim Zuschauer an und das Ergebnis ist wunderschön und ergreifend.
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am 23. Mai 2013
Ein gutes Tape. Sehr schön auch, dass die Sprache erhalten blieb und diese Fassung eben nur Untertitel in DE nutzt. Neu vertont wäre es nur halb so schön. Marina Abramovic: The Artist Is Present (Original mit Untertitel)
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am 17. April 2014
Die Komposition, Thematik, musikalische Untermalung und vor allem natürlich die Kernaussagen sind unheimlich bewegend festgehalten. Die Stimmungen wurden direkt an den Zuschauer weitergegeben, ohne den Kern der Performance zu verändern.
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am 7. März 2015
Ich bin absolut beeindruckt von der Tiefe dieser Künstlerin und ihrer Kunst. Der Film nimmt einen mit in die mystischen Welten der rechten Gehirnhälfte und transformiert den Zuschauer, wie auch die Künstlerin selbst. Absolut empfehlenswert.
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am 3. Mai 2013
Performance (Kunst) ist nicht Jedermanns Sache.
Wenn ich in Museen vor Werken klassischer oder neuzeitlicher Maler oder Bildhauer stand, war ich von deren Kunst mal mehr, mal weniger beeindruckt, fühlte mich aber immer dieser Kunstform näher, als der "Performance".
An Marina Abramovic kam man jedoch (sofern man an Kunst und Kultur interessiert ist) über Jahrzehnte nie vorbei. Immer wieder tauchte sie in der Kunstszene mit spektakulären Aktionen auf.

Im Frühjahr 2010 wurde eine Retrospektive ihrer Arbeiten im New Yorker MoMA gezeigt, an der sie selbst aktiv mit einer über zweimonatigen Performance teilnahm. Marina Abramovic saß auf einem Stuhl und Besucher konnten während der Öffnungszeiten an einem Tisch ihr gegenüber Platz nehmen…

Was im ersten Moment banal und "sinnlos" erscheint, erzeugt jedoch aufgrund dieser gegenseitigen Konzentration auf das Wesentliche eine unglaubliche Intensität. Alleine durch das Betrachten der Filmaufnahmen hat mich ein unbeschreiblicher emotionaler Sog erfasst.

"The Artist Is Present" begleitet Marina Abramovic auf dem Weg zur MoMA Ausstellung, mit all den psychischen, physischen und logistischen Vorbereitungen. Final erlebt der Zuschauer "die Performance" und deren Aktionen und Reaktionen durch die Museumsbesucher.

Mit Sicherheit wird es Menschen geben, die dieser Film völlig kalt lässt und die das Gezeigte als geistlosen Blödsinn abtun. Wem es allerdings so ergeht, der ist emotional schon tot!
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