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Kundenrezensionen

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am 1. Juli 2015
Diesen Film sollte man unbedingt haben wenn man auch mag:
- Ganghi von Richard Attenborough, wobei bei Gandhi mehr Action ist
- und die beiden Schauspieler Daniel Day-Lewis und Tommy Lee Jones,

Der ganze Film ist charakterisierbar durch seine sehr ruhige Handlung, aber auch durch die Emotionen hinter den Kulissen der Politik. Es wird sehr deutlich wie sehr Sklaverei, Bürgerkrieg, Gleichstellung der Rassen die Gesellschaft bis in den Congress aufwühlt, und Befürworter und Gegner innerhalb der Parteien aufeinandertreffen. Mittendrin vermittelt Lincoln auf sehr ruhige Art, die trotzdem seine persönlichen Emotionen nicht verheimlicht, einen politischen Pakt, bei dem er vor Bestechung nicht zurückschreckt.
Der Höhepunkt ist schließlich die Auszählung der Stimmen, als es deutlich wird, daß Lincoln es mit allen Tricks geschafft hat, seine scheinbar übermächtigen Gegner zu besiegen.

Der Film nimmt einen mit, aber man muß dazu auch ein wenig einen Draht haben zu historischen Ereignissen, die nur in irgendwelchen Amtsstuben stattfinden. Mich hat auch die große Anzahl an verschiedenen Personen ziemlich gefordert.
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am 8. März 2015
Ein Film über den vielleicht wichtigsten US -Amerikanischen Präsidenten der US -Geschichte. Er zeigt die Person und die Widersprüche eines Menschen auf der sich der Politik verschrieben hatte. Politik ist nie ein sauberes Geschäft und daher ist dieser Mensch auch nicht frei von Fehlern.
Aber wer ein bisschen etwas über diesen Präsidenten und die US-amerikanische Geschichte unterhaltsam sehen will ist hier absolut richtig. Ich kann ihn nur empfehlen.
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Vorab: wer hier Schlachten erwartet, der wird enttäuscht werden. Gezeigt werden die letzten vier Lebensmonate in Lincolns Leben. Das schließt natürlich auch dessen Ermordung und die Zeit danach (Suche und Ergreifung der Täter) aus. Daher empfehle ich im Nachgang des Films auch "Die Lincoln-Verschwörung" zu sehen. Denn dort wird sowohl die Tat als auch die Suche nach den Tätern gleich zu Anfang gezeigt. Das Attentat auf Lincoln wird in diesem Film bewusst ausgeblendet. Man zeigt, wie er an dem Abend lebend einen Gang runtergeht und erfährt dann durch eine Ankündigung in einem Theater davon.

Der Sezessionskrieg steht kurz vor seinem Ende. Die Südstaaten nehmen Friedensverhandlungen mit dem Norden auf. Lincoln (Daniel Day-Lewis) gibt sich volksnah und taucht auch ab und an bei den Truppen auf. Ein Schlachtfeld des Bürgerkrieges hat er jedoch bislang - noch - nicht gesehen. Die Last, die ihm jedoch auf den Schultern liegt, hat ihn schneller altern lassen. Eine Herzensangelegenheit ist ihm - trotz aller Widerstände - die Einführung des 13. Verfassungszusatzes. Dieser sieht vor, die Sklaverei zu verbieten. Der Senat hat diesem zwar bereits zugestimmt, allerdings benötigt er die 2/3-Mehrheit des Repräsentantenhauses. Und die hat er einfach nicht. Selbst in der eigenen Partei sieht die Mehrheit die Notwendigkeit nicht, den Zusatz zu erlassen. U. a. herrschen auch bei den Nordstaaten rassistische Tendenzen vor. Wer die Sklaverei verbietet, müsse auch zusehen, dass die ehemaligen Sklaven das Wahlrecht oder - Gott bewahre - Bürgerrechte wollen. Hinterher kommen noch die Frauen und wollen auch das Wahlrecht. Überspitzt formuliert würde die Erde für einige untergehen. Lincoln fehlen 20 Stimmen. Diese beabsichtigt er durch Korruption (!) und Drohung (!) auf seine Seite zu ziehen...

Das einzig überragende an dem Film ist Daniel Day-Lewis' Darstellung des 16. Präsidenten. Ansonsten ist der Film ziemlich weichgespült und die Heldenverehrung ist deutlich spürbar, auch wenn Spielberg innerhalb der Dokus behauptet, dies sollte vermieden werden. Da wird dann immer darüber geredet, aus Respekt und so an den Schauplätzen nicht zu reden und dergleichen... Interessant ist, dass Lincoln Republikaner ist. Die damalige republikanische Partei ist mit der heutigen republikanischen Partei überhaupt nicht mehr zu vergleichen, sondern sie hat in den letzten Jahrzehnten eine 180 Grad Kehrtwende gemacht, bei denen viele Kandidaten dem finstren Mittelalter oder wenn man da an so bestimmte Gestalten denkt - wir wissen alle, wer gemeint ist - dem Teletubbieland entsprungen sein könnten...

Der Charakter des Mannes, der für viele Amerikaner noch DER Urbegriff des Präsidenten ist, wie er sein sollte und verehrt wird und häufig als Halbgott und übermächtig gezeigt wird, wird hier gezeigt als melancholischer Mann, der aber durchaus seine humorvollen Seiten hat, weise und mit viel Wortwitz seinen Gegnern begegnet. In der Form könnte man denken an eine Art Inspektor Columbo. Irgendwie knuffig vertrottelt und trotzdem genial. Er hat wie viele andere auch, Familienprobleme. Die Frau depressiv, bei einem Attentat (? Lincoln deutet es als Unfall) auf den Präsidenten mit Kopfschmerzen geplagt, der Verlust des gemeinsamen Kindes, bei dem sie zugegen war hat sie in tiefste Trauer gestürzt, der Sohn will zum Militär... das alles setzt ihm zu. Der "Besuch" eines Schlachtfeldes zeigt ihm wie zuvor seinem Sohn, der amputierte Gliedmaße verscharrt sieht belasten ihn schwer und sind eindrucksvolle Szenen.

Der Film ist eher in erster Linie eine Beschreibung des Menschen Lincoln und nicht des Präsidenten Lincoln. Dass er unliebsame Entscheidungen treffen muss, die nicht immer mit dem Gesetz konform sind etc.

Während Thaddeus Stevens (Tommy Lee Jones) tatsächlich glühender Verfechter für die Freiheit der Sklaven war, aber auch sich um andere "Minderheiten" wie Indianer, Chinesen und Frauenrechte kümmerte, verabscheute Lincoln zwar die Sklaverei, war aber gemäßigter Gegner. Abgesehen davon war das Thema Sklaverei nicht in erster Linie kriegsauslösend. Ich finde es ferner seltsam, dass viele Amerikaner nicht hinterfragen, warum der Präsident, den sie so verehren und dem Präsidenten heutzutage (hoffentlich nicht) nacheifern sollen, nicht verhindert hat, dass vier Jahre lang in den Staaten ein blutiges und sinnloses Gemetzel ausgebrochen ist.

Die hohe Opferzahl unter den Soldaten, die - so habe ich in einer Dokumentation zu Glory erfahren - liegt höher als bei den beiden Weltkriegen und Vietnam zusammen, was u. a. daran liegt, dass auf die total schwachsinnige Linienaufstellung aus dem Unabhängigkeitskrieg zurückgegriffen wurde, während sich aber die Technik weiterentwickelte und diese Art des Kampfes überholt hatte.

Was mich immer wieder verwundert, aber das ist hier auch nicht das Thema des Films: während es Lincoln und Co. immer ein riesiges Thema ist (berechtigerweise, aber jetzt kommt es), die Rechte der Sklaven durchzusetzen, sodass diese frei sind, ist es vollkommen Latte, Indianern das Land wegzunehmen, sie in Ghettos bzw. netter formuliert "Reservate" zu stopfen, sie abzuschlachten und ständig zu gängeln. Noch während des Bürgerkrieges fanden trotz Ausdünnung der Forts für die Soldaten im Sezessionskrieg drei größere Indianerkriege statt, auf die NIRGENDS eingegangen wird! Die letzten Indianerkriege wurden noch bis 1890 geführt. Und kaum einen hatte es damals interessiert. Auch heute wird dieses Thema oft gerne totgeschwiegen.
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TOP 500 REZENSENTam 22. August 2015
Ja, der 13. Zusatzartikel, der die Sklaven befreite, ist ein emotionales Thema in den USA. Dennoch, Lincoln war sicherlich nicht die Lichtgestallt, als die er dargestellt wird, mittlerweile zweifelt man seine Rolle in der Sklavenbefreieung doch sehr an. So gesehen eigentich eher typische Hollywood Geschichtsklittelung, wie man gerne hätte, das es gewesen wäre.

Die Ausstattung ist üppig und für einen historischen Film wirklich außerordentlich gelungen, ein echter Augenschmauß, hier hat man alles richtig gemacht. Die Schauspieler sind OK, das Makeup teilweise zu aufgetragen und zu offensichtlich künstlich gealtert.

Das Problem, das ich mit diesem FIlm habe, ist: 2 Stunden 18 min politische Debatten sind ungefähr so spannend wie eine Bundestagsdebatte. Es gibt zwar auch ein wenig "Handlung", die hält sich aber extrem in Grenzen. Hier werden stundenlang Gesetze diskutiert, teilweise wortwörtlich vorgelesen und Parlamentsdiskussionen nachgespielt. Da sitzen ein paar alte Männer in schwarz in einem dunklen Raum an einem Tisch und unterhalten sich über Demokratie...
Sicherlich nett, wenn man dieses Thema in Geschichte durchgenommen hat. Sicherlich nett für den Geschichtsunterricht. In Ausschnitten, nach Behandlung des Themas im Englischunterricht im Originalton sicherlich nützlich.
Als Film, als historischer Film, gähend langweilig, es sei denn man steht auf politische Dialoge, ist Amerikaner aus vollem Herzen und ein Fan von Präsident Lincoln.
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am 13. April 2014
Spitzen Film mit grandiosen Darstellern.Wer die Amerikanische Geschichte mag wird diesen Film lieben.Geschichte rund um Lincoln ist allerdings komplex verstrickt, sodass man aufpassen muss um alles zu begreifen.Geschichtsunterricht auf DVD!!
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am 9. August 2013
man kann einiges über die Geschichte der USA lernen. Und auch über den Präsidenten, der es geschafft hat zwei unlösbare Probleme zur gleichen Zeit zu lösen ohne sich dabei beirren zu lassen was wirklich wichtig ist.
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am 26. Juni 2014
Ein wirklich genialer Film, auch wenn hier und da (In typischer Hollywood Manier) Historische Dinge miteinander vermischt werden ist der Film wirklich gelungen.

Ich tue mich sehr schwer mit Produktrezensionen zu Filmen oder Serien, man möchte wenig schreiben damit der Leser hinterher noch Spaß am Film hat, aber auch genug um eine Meinung bilden zu können.

Ich denke der Inhalt des Filmes sollte jedem Klar sein, wer Amerikanische Geschichte interessant findet wird hier seinen Spaß haben, ebenfalls zu beachten gilt, Steven Spielberg verwandelt den Stoff auf der Leinwand wie gewohnt in eine Lebendige und Anfassbare Geschichte.
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am 14. November 2015
Der Film ist ein Kunstwerk, das ist Fakt. Aber Warnung: Nur geeignet für Leute die gerne historische Filme sehen und sich für amerikanische Geschichte interessieren. Selbst sehe ich auch gerne klassische Western und Bürgerkriegsdramen, diese Genres findet man in dem Film Lincoln nicht.
Die Ausstattung ist perfekt, die Leistung der Schauspieler hochklassig und wirklich beeindruckend. Angenehm ruhige Bildgestaltung. Mal etwas Anderes als die modernen schnell geschnittenen und manchmal hektischen Kino- und Fernsehfilme.
Aber kein Popcorn-Kino, keine einfache Unterhaltung für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa sondern eine interessante aufwendig gestaltete "Geschichtsstunde ", die auch ein wenig Vorkenntnisse voraussetzt.
Bild und Ton der Blu-ray ist optimal.
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am 21. Juli 2013
Lincoln ist ein sehr guter Film, allerdings vergebe ich nur vier Sterne, weil er für Nicht-Amerikaner (ohne detailliertes geschichtliches Hintergrundwissen) manchmal nicht ganz verständlich und nachvollziehbar ist. Aber er wurde ja ursprünglich vermutlich für Amerikaner konzipiert. Der Film ist zwar relativ lang, das merkt man beim konzentrierten Anschauen jedoch überhaupt nicht, weil man sich sehr gut in die damalige Situation und in Lincolns Lage hineinversetzen kann und regelrecht mitfiebert, ob die Republikaner es bis zum Tag der Abstimmung über das 13.Amendment (Abschaffung der Sklaverei) schaffen, genügend Stimmen von Abgeordneten zu "fischen". Beeindruckend, wirklich! Absolut zu empfehlen für Leute, die sich für Amerika, amerikanische Geschichte oder das "racial issue" interessieren!
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am 23. Juni 2013
... in Sachen Abraham Lincoln dauert 144 Minuten. Dabei punktet -Lincoln- mit Schauspielern wie Daniel Day-Lewis, Sally Field und Tommy Lee Jones, die für ihre Darstellungen etliche Filmpreise einheimsten. Auch in punkto Kulisse und Drehbuch ist -Lincoln- gut gelungen. Was die Geschichte angeht, so focussiert Spielberg seine Story vor allem auf den Januar 1865, als der 13. Verfassungszusatz, der de facto die Abschaffung der Sklaverei beschloss, zur Abstimmung kommen sollte. Zum einen hat Spielberg das ziemlich gut hinbekommen, andererseits wird die Figur Lincolns sehr stark pathetisch mit der Abschaffung der Sklaverei verbunden und es entsteht der Eindruck, dass es im Sezessionkrieg ausschließlich um dieses Thema gegangen wäre.

Abraham Lincoln(Daniel Day-Lewis) geht in seine zweite Amtszeit. Der Krieg scheint fast entschieden, die Südstaaten sind am Boden. Lincoln weiß, dass er die Abschaffung der Sklaverei nur durchsetzen kann, solange der Krieg andauert. Im Fall einer Kapitulation des Südens würden einige von Lincolns Anhängern ihre Einstellung zur Abschaffung der Sklaverei vermutlich neu überdenken. So setzt der Präsident alles daran, die Abstimmung über den 13. Verfassungszusatz so schnell wie möglich durchzukämpfen. Doch das ist schwierig. Er benötigt eine Zweidrittelmehrheit. Das heißt, dass 20 Stimmen der Demokraten auf Lincolns Seite landen müssen. Das scheint unmöglich. Doch Lincoln ist ein gewiefter politischer Taktiker. Er weiß genau, was zu tun ist, um seine Pläne umzusetzen...

-Lincoln- zeigt auf beeindruckende Art und Weise, dass sich in Sachen Politik in den letzten 150 Jahren nicht all zu viel verändert hat. Zudem wird man nachdenklich, wenn man erkennt, wie gut die Vorgabe Lincolns 1865 war und, dass es trotzdem noch fast 100 Jahre dauerte, bis die Zeiten von Malcolm X oder Martin Luther-King anbrachen und die Farbigen in den Staaten wirklich die gleichen Rechte wie die weiße Bevölkerung erhielten. Politik ist dabei ein taktisches und oft schmutziges Geschäft. Diese Botschaft hat Spielberg wirklich sehr gut transportiert. Nebenbei versucht er Lincolns Familienleben als Nebenstrang der Geschichte zu zeigen. Auch das klappt gut.

Es ist das geschichtliche Thema und die Besetzungsliste, die -Lincoln- so interessant machen. Das einige Zuschauer den Film als langweilig abtun, kann ich übrigens verstehen. Wer sich nicht für die Geschichte der Vereinigten Staaten interessiert, der wird in der ersten Stunde abschalten. Zu dialoglastig und handlungsarm kommt -Lincoln- da rüber. Doch sie wissen ja: Die Geschmäcker sind verschieden und entscheiden tun letztendlich sie, was sie sehen wollen und was nicht. Für Spielbergs Lincoln Verfilmung gilt daher der Satz des Vorsitzenden im Senat: "Dies ist nicht gewöhnlich; dies ist Geschichte!"
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