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am 27. August 2015
Das Werk sollte als Pflichtlektüre für BWL-Studenten, Personalchefs und sowieso alle, die gerne mal "für 5 EUR tanken und dann für 20 EUR Gas geben" eingeführt werden!
Jeder, der sich immer anhören musste "Kannst du nicht reden?" (als Kind) oder der nie zu den richtig coolen gehörte - Susan Cain gibt hier Antworten auf so viele Fragen, die Ich mir immer insgeheim stellte. Ich feiere dieses Buch!
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am 31. August 2011
Eine schonungslos-genaue, wissenschaftliche Abrechnung mit dem Mainstream

Das Grandiose an diesem Buch ist, dass es Susan Cain geschafft hat, eine überwältigende Fülle an
neuesten Forschungserkenntnissen und wissenschaftlichen Argumenten in Alltags-Sprache und
-Szenarien zu übertragen.
Wer dieses Triviale, 'Amerikanische' nicht mag, sollte sich trotzdem nicht irritieren lassen.
Das Buch ist eine Meisterleistung mit weitreichender Bedeutung.
Das Buch beginnt mit einem Zitat von Allen Shawn:
Ich denke daher, dass die Erde Sportler, Philosophen, Sexsymbole, Maler und Wissenschaftler
braucht...Sie braucht Menschen, die ihr Leben der Fragestellung widmen, wie viele
Wassertröpfchen die Speicheldrüsen von Hunden unter best. Umständen absondern, und sie braucht
Menschen, die die flüchtige Impression von Kirschblüten in einem 17-silbigen Gedicht einfangen ..
*Wenn jemand aussergewöhnliche Talente besitzt, setzt das voraus,
dass die für andere Gebiete benötigte Energie von diesen abgezogen wurde*

Sie rechnet schonungslos und unerbittlich-sachlich mit dem Brainstorming- und TEAM-Wahn ab,
der sich trotz besserem Wissen hält, obwohl er zur Entstehungs-Zeit bereits widerlegt wurde.
Die (neurobiologische) Sehnsucht nach Konformität mit Dan Ariely, Marvin Dunnette, Solomon
Asch, Gregory Berns ist ein absolutes Highlight des Buches.

Die Geschichte der Finanzwelt strotzt...- von Akteuren, die Gas geben, wenn sie bremsen sollten,
schreibt sie.

Die Frustration fürs Erfinden und für Erfinder ist sozusagen vorprogrammiert,
wie folgende Aussage zeigt:
Es reicht nicht aus...am Computer eine großartige statistische Regressionsanalyse durchführen zu
können, wenn man zu zaghaft ist, die Ergebnisse vor einem Team von Führungskräften zu
präsentieren... (Augenscheinlich ist es in Ordnung, sich bei einer Regressionsanalyse zaghaft
anzustellen, solange man großartige Reden schwingt). Zitat Ende.
Eine Beleidigung des Gesunden Menschenverstands.

Ein weiteres Highlight sind die Forschungsergebnisse von Jerry Kagan - der neben vielen anderen
wie Carl Schwartz, Elaine Aron, Richard Lucas, Ed Diener, Daniel Nettle, Richard Depue etc. etc. -
einen Durchbruch in der physiologischen Persönlichkeitsforschung erzielt hat.
Besondere Bedeutung und Brisanz erhalten diese Kapitel (S. 152 ff), wenn man sie mit denen von
anderen Neurobiologen vergleicht.

Eigentlich ist es fast müßig, an dieser Stelle auf Persönlichkeits-Typen a la C.G. Jung, MBTI etc.
etc. einzugehen, weil man davon ausgehen könnte, dass diese inzwischen allgemein bekannt sind.
Dem ist jedoch keineswegs so. Nach eigenen Angaben hat sie seit Jahrzehnten am Inhalt des Buches
gegrübelt und v.a. an der Frage, warum sie 'anders' ist:
Ich brauchte Jahrzehnte, um herauszufinden warum... Es hätte mir wahrscheinlich geholfen, wenn
ich mich damals schon besser gekannt hätte.
Die entscheidenden Passagen zur Berufsfindung und Lebensführung haben deshalb eine hohe
Priorität für die eigene Personalentwicklung (155ff, 167, 179 ff, 399)
Immer wieder lässt sie einfliessen, dass Small Talk und oberflächliche Gespräche eine Zumutung
sein können (S. 212 ff, 233 ff, 284, 293, 306, 315).

Meine *Schlüsselstelle* hat nicht weniger als mit dem Überleben der Menschheit zu tun.
Es beschreibt das Rollenspiel 'Überleben in der Subpolarregion' an der Harvard Business School:
Ein Kommilitone hatte das Glück in einer Gruppe zu sein, in der ein junger Mann über ausgiebige
Erfahrungen mit den abgelegenen Regionen des Nordens verfügte.
Er hatte viele gute Ideen... Nur hörte die Gruppe nicht auf ihn, weil er seine Ansichten nicht mit
genug Nachdruck vertrat... Unser Aktionsplan basierte auf den Vorschlägen der redefreudigsten
Leute"

Fazit und Zusammenfassung:
Erwarten Sie nicht von ihnen [ihren Kindern], der Herde zu folgen...
Wenn Sie Lehrer sind, genießen Sie die Schüler, die gesellig sind und sich am Unterricht beteiligen.
Aber vergessen Sie nicht die scheuen, sanften und autonomen zu fördern...
Das sind die Künstler, Ingenieure und Denker von morgen....
Verwechseln Sie nicht Durchsetzungsfähigkeit oder Beredsamkeit mit guten Ideen...
vergessen Sie nicht, dass Schein nicht Sein ist, schreibt sie in ihrem Schlusswort.
Ein sensationelles Buch, ein MUSS als Karriereführer für die MINT-Berufe!
Eine ausführliche Rezension gibt es bei geistundgegenwart.de
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am 11. März 2012
Viele der vorhergehenden Rezensionen sind sehr treffend, daher beschränke ich mich auf das, was ich noch hinzufügen möchte.

Cain macht auf den wichtigen Unterschied aufmerksam, dass Introversion nicht identisch ist mit Schüchternheit, obwohl beides häufig in einen Topf geworfen wird. Zwar kommt beides oft bei derselben Person vor, aber es gibt auch schüchterne Extravertierte wie Barbra Streisand und nicht schüchterne Introvertierte wie Bill Gates. Sogar ich als Betroffener habe beides häufig verwechselt, und auf diese Unterscheidung hingewiesen zu werden, hat mir sehr geholfen, mich selbst besser zu verstehen.

Cain vermittelt die Botschaft: Es ist in Ordnung, introvertiert zu sein, es gibt sehr viele erfolgreiche introvertierte Menschen. Man muss sich nicht schleunigst ändern und kontaktfreudig werden, so wie es vielen Introvertierten schon von klein auf nahegelegt wird. Umerziehungsversuche bringen nichts, sondern nehmen introvertierten Kindern nur ihr Selbstbewusstsein.

Introversion ist zu 50 % angeboren und geht häufig einher mit einer anderen Wahrnehmung der Umwelt: Introvertierte sind oft hochsensibel, nehmen ihre Umwelt intensiver wahr und leiden schneller an Reizüberflutung als weniger sensible Menschen. Letztere langweilen sich dagegen recht bald und brauchen stärkere Reize, um sich wohlzufühlen. Nichts davon ist besser oder schlechter, sondern jeder Mensch sollte danach streben, seinen Optimalzustand zu erreichen, in dem er besonders leistungsfähig ist.

Introvertierte Menschen haben besondere Stärken, zum Beispiel können sie gut zuhören, sind gewissenhaft, viele von ihnen widmen sich seit früher Jugend intensiv einem Thema und werden dadurch Experten auf ihrem Gebiet. Sie haben wirklich etwas Substanzielles zu bieten, anstatt nur davon zu reden. Leider können sie sich mit ihren Ideen häufig nicht durchsetzen, da eloquenten Menschen in unserer Gesellschaft mehr zugetraut wird.

Cains geschichtlicher Abriss zeigt: Es ist nicht selbstverständlich, Kontaktfreudigkeit und Selbstdarstellung mehr zu schätzen als Bescheidenheit und Beharrlichkeit. Dies hat sich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts so entwickelt. Auch der Vergleich mit anderen Kulturen macht deutlich, dass nicht jede Kultur Extravertiertheit so hoch bewertet wie wir. In vielen asiatischen Kulturen gilt Bescheidenheit noch immer als Tugend, und wir könnten davon einiges lernen.

Leider geht besonders der Abschnitt zur historischen Entwicklung ausschließlich auf amerikanische Verhältnisse ein. Aber ich denke, es ist zu viel verlangt, die Kultur mitzuübersetzen. In dem Fall hätte zumindest der erste Teil völlig neu geschrieben werden müssen. Vieles, was Cain beschreibt, trifft aber allgemein auf die westliche Kultur zu.

Wer ein hochwissenschaftliches Buch erwartet, kommt hier nicht auf seine Kosten. Cains Buch ist populärwissenschaftlich, leicht zu lesen und mit vielen Beispielen aus ihrer Beratungspraxis und aus ihrem eigenen Leben garniert. Dadurch wird deutlich, dass Cain weiß, wovon sie spricht.
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am 23. August 2012
Ein gut geschriebenes, unterhaltsames Buch, das auch viele Aspekte behandelt, die so mancher wohl vorher gar nicht mit Introversion in Zusammenhang gebracht hätte. Wer denkt zum Beispiel daran, dass zur Förderung des Gedankenaustauschs eingerichtete Großraumbüros vor allem die Stillen überfordern, weil sie schneller unter Reizüberflutung leiden? Wer vertritt die ruhigen Schüler, für die das gut gemeinte Ersetzen des traditionellen Frontalunterrichts durch Kleingruppenarbeit und Projekte oft das Lernen erschwert? Cain zeigt an vielen Beispielen, wie die wohl unvermeidlich von Extrovertierten bestimmte öffentliche Diskussion immer wieder die Interessen der Stillen übersieht und in den westlichen Ländern während der letzten hundert Jahre ein für sie immer schwierigeres Umfeld geschaffen hat. Statt Tipps geben, wie ruhige Menschen ihre Zurückhaltung 'überwinden' können, ruft Cain Betroffene und Gesellschaft dazu auf, die positiven Aspekte dieses Persönlichkeitsmerkmals wieder mehr zu schätzen und oft gar nicht beabsichtigte Benachteiligungen abzubauen. Zahlreiche Literaturverweise geben dem Leser Gelegenheit, das Thema wissenschaftlicher zu vertiefen, ohne dabei die sehr gute Lesbarkeit des Buchs einzuschränken.

Einen Stern Abzug gibt es aber für die nach meinem Geschmack zu sehr ausgedehnten Fallbeispiele und die Fokussierung auf die USA, im Vergleich zu denen die Situation ruhigerer Mitmenschen in Deutschland derzeit doch noch deutlich günstiger ist. Unerwähnt bleibt bei Cain auch, dass ein stilles Wesen in entsprechenden Untersuchungen fast immer mit geringerer Lebenszufriedenheit einhergeht. Unabhängig vom Nutzen für die Gesellschaft werden daher viele ruhige Menschen weiter versuchen, lebhafter und kontaktfreudiger aufzutreten, wofür andere Bücher wie 'Shybusters' von Leil Lowndes geeigneter sind.
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am 19. März 2015
Es tut gut, über die charakterlichen Eigenschaften von intro- und extravertierten Menschen zu lesen. Es hilft, besser zu verstehen. Selber konnte ich mich mit geschilderten Erfahrungen und Studienergebnissen gut identifizieren. Es hilft, sein eigenes Wesen anzunehmen und sich als Introvertierte nicht mehr ständig falsch gepolt oder schuldig zu fühlen, weil man ist, wie man ist.
Auch "Rezepte" für den Umgang mit seinen Herausforderungen, zB. die Abneigung öffentlich zu reden oder ins Partygewühl einzutauchen, motivieren, Hemschwellen zu überwinden und in einer "gesunden Dosis" aus sich rauszugehen.
Beide Temperamente, Extravertiertheit und Introvertierheit, bergen erquickende Qualitäten aber eben auch ungünsitge Erscheinungsformen. Die Extravertieren sind wie eine frische, fröhliche Briese der Gesellschaft. Dürfen aber Acht geben, Risikofreude und Bedenkenlosigkeit in Zaum zu halten, gewisse Entscheidungen nochmal gründlich zu überdenken und auch mal einen Rückzieher machen. Introvertierte überdenken alles gründlich, sind einfühlsam aber oft auch zögerlich. Sie dürfen lernen, ihren Idealen mehr Audruck zu verleihen und ihre stille Kraft einsetzen.
So weit, so gut. Der einzige Wehrmutstropfen dieses Werkes ist, dass es wieder einmal "durch und durch amerikanisch" ist. Da kann die Autorin jetzt wenig dafür, sie ist schließlich Amerikanerin und schildert ihre Welt. (Dennoch, dafür ein Punkt Abzug.) So wie Introvertierte sich auf die Füße stellen sollten, eine bessere Akzeptanz und Identität zu ihrem Wesen zu finden und nicht ständig versuchen, ihre Anlagen zu verleugnen und Extrovertierte zu werden, sollten wir Leute aus Europa auch zu unserem Wesen stehen und nicht versuchen, Amerikaner zu werden ...
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am 5. Mai 2014
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert für alle Introvertierten oder Extravertierten, die mehr über dieses Thema erfahren möchten. Ich wünschte ich hätte es schon in meiner jüngsten Jugend gelesen, es hätte mir bestimmt geholfen mich besser zu fühlen. Ich bin trotzdem froh, dass ich es jetzt durch Glück gefunden habe, da ich immer nach so einem wissenschaftlichen, anschaulichen und vor allem beruhigenden Buch/Ratgeber gesucht habe.
Ich sehe mich in all meinen Gedanken zu dem Thema bestätigt und habe jetzt kaum einen Grund mehr mich minderwertiger als andere zu fühlen, da mir meine guten Eigenschaften und Stärken klar geworden sind und diese sehr wertvoll erscheinen.
Die Autorin hat ausgesprochen, was ich schon lange denke und mir immer ungerecht behandelt vorkam.

Im Grunde sollte jeder dieses Buch lesen, damit ein Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeiten entstehen kann und jeder von der Gesellschaft positiv angenommen wird, egal ob laut oder leise!
Mein (möglicherweise) introvertiertes Kind wird dieses Buch später auf jeden Fall lesen dürfen=)
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am 7. März 2012
Endlich ein Buch speziell über Introversion für den Massenmarkt! "Still" unterscheidet sich von den üblichen Psycho- und Lebenshilfe-Ratgeberbüchern amerikanischer Prägung. Besonders positiv fällt mir auf, dass es kein aggressives Pamphlet ist, das irgendwelche Weisheiten mit Alleingeltungsanspruch verkündet (was freilich auch mit der Thematik schwierig in Einklang zu bringen wäre). Es propagiert Introvertierte gerade nicht als die besseren oder klügeren Menschen, sondern geht aus den unterschiedlichsten Perspektiven dem Wesen der Introversion auf den Grund. Dabei greift Susan Cain zahlreiches Studienmaterial auf, das zum Teil altbewährt, zum Teil hochaktuell und äußerst aufschlussreich ist.

So wird zum einen eine Menge Wissen vermittelt. Zum anderen wird der Leser auf eine äußerst warmherzige Weise unterhalten. Der subtile Humor brachte mich öfters zum Schmunzeln; das Plädoyer für die Daseinsberechtigung beider Temperamente in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und die unaufdringlich eingestreuten Anekdoten aus dem eigenen Leben sind sehr anrührend.

Eines sollte man von diesem Buch allerdings nicht erwarten, nämlich Lösungen für die spezifischen psychischen Probleme vieler Introvertierter. Hier kommt letztlich sehr stark der amerikanische kulturelle Hintergrund sehr stark zum Vorschein, indem jeder seiner eigenen Selbstverwirklichung Schmied ist und folglich selbst einen Weg für seine Schüchternheit (die ein unfreiwilliges Handicap ist und nicht zwingend mit Introvertiertheit als Persönlichkeitsneigung zusammenhängt) finden muss, um sich selbst mit dieser oder unter teilweiser Überwindung derselben anzunehmen.
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am 25. April 2016
Der Titel ist irreführend. Es wird sehr ausführlich über die amerikanische Gesellschaft die wohl sehr extrovertiert ist? berichtet.
Man kann aber meiner Meinung die USA nicht auf Europa übertragen.
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Wir leben in einer Gesellschaft, in der gesellige, kommunikative Menschen oft als klüger, interessanter angesehen werden. Aber auch beruflich wird Extrovertiertheit, die Fähigkeit, "sich zu verkaufen" oft mit Erfolg und Aufstieg gleichgesetzt. Und so wird erwartet, dass man sich ungeniert anpreist - sei es der Wissenschaftler, der Gelder für sein Projekt an Land ziehen will, der Künstler, der in Vernissagen seine Werke anpreist oder der Schriftsteller, der auf Lesungen seine Bücher verbreiten will. Aber setzt sich dabei immer das Bessere durch? Oder bleiben dabei die Stilleren, Zurückgezogenen mit ihren vielleicht besseren Ideen auf der Strecke? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Autorin im Buch.

Sie zeigt, dass es ein grosser Fehler sein kann,den "Geselligkeits- Konformismus" zum Ideal zu erheben, und dass einige unserer grössten Ideen, Kunstwerke oder Erfindungen von stillen und feinsinnigen Menschen stammen, die es verstanden, in sich reinzuhören und die Schätze, die in ihrem Inneren lagern, zu heben. Die Autorin nennt hier zahlreiche Beispiele solcher besonderer Menschen, sei es die Relativitätstheorie von Einstein, Musikwerke wie die Nocturnes von Chopin oder die Erfindung von Google.

Das Buch ist somit eine Ermutigung für stillere Menschen, ihre Introvertiertheit nicht als Makel, sondern als Chance zu sehen. Und obwohl manche wissenschaftliche Studien auf den über 400 Seiten vielleicht ein wenig zu breit ausgeführt sind, ist es doch eine anregende Lektüre.
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am 15. Februar 2014
Ich finde Susan Cains (für mich) neue Perspektive auf introvertierte Charaktere extrem interessant, denn sie nimmt das traditionell vermittelte Gefühl, Zurückhaltung und ein stilleres Wesen seien ein Makel und müßten in unserer lauten Welt weg therapiert werden. Auch ihre Erkenntnis bzw. Darstellung, die Natur habe sich etwas dabei gedacht, beide Charaktere - intro- und extrovertiert - zu "kreieren", weil wir beide in unserem Zusammenleben brauchen, finde ich sehr spannend. Zudem war ich überrascht, wie viele prominente Persönlichkeiten als introvertiert galten und gelten, und deren Namen heute für die größten Errungenschaften in Wissenschaft & Technik, Politik und Gesellschaft stehen. Ich glaube, diese Lektüre ist vor allem ein Muss für Unternehmer und Personalmanager!
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