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Kundenrezensionen

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am 29. März 2010
Viktor Timtschenko liefert mit seinem vorliegenden Buch den fundierten und amüsanten Einblick eines Insiders in die ukrainische Geschichte, Kultur und Gesellschaft, der Einsteigern die Ukraine in sympathischer und kurzweiliger Weise näherbringt. Auch vor unangenehmen Themen, die die Ukraine und ihre Geschichte geprägt haben, versteckt sich Timtschenko nicht, beispielsweise dem traurigen Fall Gongadse. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass Timtschenko es schafft, die von anderen Autoren leider hin und wieder vollzogene platte Parteinahme für die "guten Prowestler" (Juschtschenko) gegen die "bösen Russophilen" (Janukowytsch) zu vermeiden und eine objektive und differenzierte Position einzunehmen.

Warum dann dennoch zwei Sterne Abzug?

1. Das Buch hätte ein besseres Lektorat verdient gehabt, ist schlampig redigiert worden. Beim Lesen fallen immer wieder Tippfehler ins Auge; einmal ist gar ein ganzer Satz umformuliert doppelt abgedruckt.

2. Timtschenko macht bisweilen die Trennlinie zwischen seiner eigenen Meinung und objektiv belegbaren Fakten nicht ganz klar. Dass, um ein Beispiel zu nennen, die Ukraine "den Beitritt zur EU und zur NATO anstrebt" ist (beim allem Verständnis für Timtschenkos Sympathie für diesen Gedanken, die ich teile!) nämlich so einfach nicht richtig; ebensowenig wie die Behauptung, "schläfrige Brüsseler Behörden zögerten den Beitritt der Ukraine in die EU hinaus". Es finden sich noch ein paar ähnliche Fälle, in denen nicht ganz klar wird, ob sich Timtschenko nun auf eine belegbare Tatsache stützt oder seinen eigenen Eindruck wiedergibt.

Alles in allem verspricht das Buch mit seinem Untertitel "Einblicke in den neuen Osten Europas" aber bestimmt nicht zu viel und wird hoffentlich vielen Lesern Lust auf dieses großartige Land machen. Wer die Geschichte und Politik der Ukraine mit einem fundierteren und eher wissenschaftlichen Ansatz kennenlernen will, für den ist Andreas Kappelers "kleine Geschichte der Ukraine" die bessere Wahl. Wer aber erstmal ganz unbefangen "reinschnuppern" möchte, ist mit dem vorliegenden Buch bestens bedient.
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am 21. April 2009
Der Autor schreibt kein langweiligen Reisebericht, keine Sammlung von angesagten Läden, keine Bewertungen von Nobelhotels sind hier zu finden. Er ist ein Insider, geboren und aufgewachsen in der Ukraine beschreibt er mit Liebe und Bewunderung für die Ukraine und das ukrainische Volk über die Geschichte, wichtige historische Ereignisse wie die Orangene Revolution und die Katastrophe von Tschernobyl; beschreibt das Leben in Kasantip, dem vermeintlichen Aussteigerparadies, setzt sich kritisch mit den politischen Ereignissen auseinander und findet einen spannenden und humorvollen Weg, dieses land zu beschreiben, dem Leser näher zu bringen und ein Stückweit zu erklären. Wer einen echten Einblick in das Land bekommen möchte, und sich dabei auf keinen Fall langweilen möchte, der sollte dieses Buch lesen oder einfach hinfahren. Auf jeden Fall eine Lesetipp!

Interessant, gut recherchiert und mit Liebe und Kenntnis locker und humorvoll geschrieben.
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am 14. Oktober 2015
Der ukrainische Journalist und Ökonom Viktor Timtschenko hat mit "Ukraine. Einblicke in den neuen Osten Europas" 2009 ein deutsches Standardwerk der ukrainischen Gesellschaftskunde vorgelegt. Dabei erhebt er nicht den Anspruch, eine wissenschaftliche Abhandlung zu liefern, vielmehr lädt er den interessierten Leser ein, Geschichte, kulturelle Eigenheiten, Alltagsgeschehen und nationale Besonderheiten der Ukraine kennenzulernen. Timtschenko wählte dabei einen recht persönlich gehaltenen Schreibstil, der immer auch wieder humorvoll coloriert und durch Anekdoten ausgeschmückt wird. Erschienen ist das Buch 2009, also mehrere Jahre vor dem Euromaidan, mit dem Ziel, in Westeuropa verbreitetes Unwissen und Skepsis gegenüber der Ukraine abzubauen.

Der Aufbau des Buches ist nicht-konsekutiv, es gibt keine Verbindungen zwischen den einzelnen Kapiteln. Die insgesamt zwanzig Abschnitte des Buches stehen autonom für sich und ihr jeweiliges Thema - und offenbaren dabei einen mitunter großen Qualitäts- und Mehrwertsunterschied. Timtschenko changiert zwischen inhaltlich hoch interessanten, anschaulich geschriebenen und sehr erhellenden Kapiteln auf der einen Seite und Kapiteln voller oberflächlichem, inhaltlosem Geplaudere auf der anderen.

Positiv hervor stechen besonders fünf Kapitel. Im frühen, 13 Seiten langen Abschnitt "Von der Hauptstadt in die Provinz" liefert Timtschenko Einblicke in die (damalige) Infrastruktur des Landes, wie auch speziell in die weit verbreitete Alltagskorruption. Diese ist sowohl an Universitäten als auch in Justiz und dem Gesundheitswesen an der Tagesordnung. Studenten schmieren Professoren für gute Noten, während Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger im an sich für den Patienten kostenlosen Gesundheitssystem der Ukraine zur "Motivation" eine gewisse Geldspritze des Patienten erwarten.
Als sehr interessant erweist sich auch der Überblick über die Verbindungen und Unterschiede zwischen dem Ukrainischen und dem Russischen. Neben einem ukrainisch-deutschen Transkribier-ABC (S. 51f), werden die Feinheiten einzelner Buchstaben humorvoll dargestellt, beispielsweise die politische Bedeutung der Buchstaben "i" und "y", wobei i mehr Russisch und y mehr ukrainisch ist und daher ukrainische Namen wie Tymoshenko oder Kyiv mit y, russische Namen wie Janukovich jedoch mit i transkribiert werden sollten.

Timtschenko war während der Orangenen Revolution Korrespondent der Deutschen Welle in Kyiv. Entsprechend unterfüttert durch eigene Erfahrungen vor Ort ist das ebenfalls gelungene Kapitel "Der Majdan - Revolution in Orange" (S. 59-71). Besonders die Umstände des bis heute nicht vollends aufgeklärten Giftanschlags geg Viktor Juschtschenko sind von Timtschenko spannend dargestellt und aufgearbeitet, inklusive eines Überblickes über die möglichen Szenarien. Auch greift Timtschenko die Gongadse-Affäre und die Versandung der orangenen Revolution auf.
Sehr unmittelbar ist das Kapitel zum Holodomor geraten, in welchem Timtschenko auf frühere Hungersnöte und deren brutale Umstände, wie auch auf den Hungerwinter 1932/33 eingeht, ohne falsche Rücksicht bei der intensiven Darstellung der damaligen Schrecken zu nehmen. So spart er weder das Thema Alltagskanniablismus, noch Details des brutalen Durchgreifens der sowjetischen Staatsmacht aus und macht damit sehr deutlich, warum der "Holodomor" so tief im ukrainischen Nationalgedächtnis verankert ist. Am Ende steht die historische Frage, ob der Hungermord ein indirektes Ergebnis diverser Umstände oder ein gezielter Völkermord war. Wie beim Thema Giftanschlag bleibt der Autor dabei neutral und stellt ausgewogen Thesen nebeneinander.

Ähnlich drastisch und anschaulich ist das Kapitel zur Tschernobyl-Katastrophe geraten, ebenfalls unterfüttert durch persönliche Anekdoten, von denen eine ein tragisches Ende nahm. Timtschenko offenbart, wie Kyiver Busse nach der Reaktorkatastrophe nach Tschernobyl geschickt wurden, um die dortige Bevölkerung zu evakuieren. Die Fahrer wussten jedoch nichts von den Umständen und standen stundenlang ungeschützt in der Sperrzone. Die damals völlige Verharmlosung der örtlichen Verstrahlung durch die Regierung führte zur Entstehung des Witzes: "Wie wird die Temperatur der Uranschmelze bestimmt? - Durch Abstimmung der Regierungskommission" (S. 128).

Neben diesen hervorragenden Abschnitten stechen jedoch mehrere Kapitel auch negativ hervor. Die Zusammenfassung der Ursprünge der Ukraine gehört ebenso wenig zu den Stärken des Buches wie der Exkurs zur ukrainischen Industrie, in welchem Timtschenko zwar mit interessanten Beispielen wie einem Panzerverkauf an Pakistan aufwartet, zugleich aber von seiner bis dato ausgewogenen, publizistischen Neutralität abweicht und in überschwänglichen Patriotismus hinsichtlich ukrainischer Waren abrutscht.
Auch der Abschnitt zum wilder Kapitalismus der 90er Jahre ist sehr oberflächlich geraten, wie Timtschenko es auch selbst zugibt: "Wir möchten uns aber in diese Materie nicht vertiefen, sondern eher breit auf der Oberfläche entlangstreifen" (S. 138). Daraus entstand jedoch vor allem ein verwirrend und sprunghaft geschriebenes Kapitel, in welchem es auch zu Redundanzen kommt.

Gegen Ende des Buches rutscht die Thematik immer mehr ins Populäre ab, im letzten Kapitel geht es schließlich sogar um ukrainische Kochrezepte. Beispiele einer vergleichenden Gesellschaftskunde zwischen der Ukraine und Deutschland in den Bereichen des Bildungssystems, der Wohnungsproblematik, der Pünktlichkeit und der Anrede sind aber genau wie die "Geschichten brillianter Ukrainer" (von denen zwei die Vorläufer der ersten Impfstoffe erfanden) dennoch kurzweilig und informativ geraten.

Insgesamt bietet Viktor Timtschenkos Buch genau das, was der Titel verspricht: Einblicke in den neuen Osten Europas. Durch die persönliche Perspektive des Autors und die Ausweitung der Thematik auf Alltagsthemen liefert das Werk zudem Inhalte und Kenntnisse, welche man in wissenschaftlichen Publikationen zur Ukraine vergeblich sucht. Zudem liest es sich durch die anschauliche Schreibweise sehr flüssig. Akzeptiert man, dass manche Kapitel eher zum Überfliegen einladen, hat man nach der Lektüre von "Ukraine. Einblicke in den neuen Osten Europas" definitiv einen Erkenntnisgewinn über das Land erhalten.
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"Nach allem was ich höre, wächst die Neugier auf dieses europäische Land im Osten des Kontinents, seine Kultur, seine Menschen, seine abenteuerlichen politischen Verhältnisse. Das war auch der Antrieb für dieses Buch....."
(aus dem Epilog)

Der 1953 in der Ukraine geborene Ökonom und Diplomjournalist Viktor Timtschenko hat mit seinem, im März 2009 erschienen Sachbuch "Ukraine. Einblicke in den neuen Osten Europas" eine aktuelle Bestandsaufnahme des größten europäischen Landes vorgelegt. Einerseits humorvoll mit einem Augenzwinkern, andererseits aber auch mit gebotener Ernsthaftigkeit und Kritik nimmt er die Eigenheiten seines Heimatlandes und seiner Mitbürger unter die Lupe. Nach einem Prolog, zu dem auch eine kleine Landkarte der Ukraine samt angrenzendende Nachbarstaaten gehört, folgen 21 betitelte Abschnitte, die informativ und unterhaltsam geschrieben mitunter zum Schmunzeln verleiten, jedoch auch nachdenklich und betroffen machen können....

Nachdem der Autor geklärt hat "wo die Ukraine liegt" begibt er sich von der "Hauptstadt in die Provinz". Hierbei kommt er u. a. auf die weit verbreitete Korruption im Land zu sprechen. Auf "feste Tarife" an den Hochschulen und sogenannte "Kuvertlöhne". Manchmal zählen jedoch freundschaftliche Beziehungen mehr als ein Bestechungsgeld, z. B. bei ärztlicher Behandlung. Kaum jemand schließt noch eine Versicherung ab, denn die zahlt im Schadenfall sowieso nicht. Geschäfte werden nur nach dem Prinzip Geld gegen Ware, z. B. nicht beim Notar, sondern am Bankschalter gemacht.

Timtschenko hat die Geschichte seines Landes in mehreren Abschnitten wohl dosiert aufbereitet. Am Anfang der "Bewegten Geschichte" schildert er die Folgen des Hitler-Stalin-Paktes und des (heute vor 70 Jahren durch den deutschen Überfall auf Polen begonnenen) 2. Weltkrieges. Die Gemeinsamkeiten mit, und Gegensätze zu Russland, sowie der am 28. April 1947 begonnene Kampf der "Ukrainischen Aufständischen Armee" gegen die Sowjets. Ein andauernder Konfliktherd ist die mehrheitlich von Russen bewohnte "Autonome Republik der Krim", die Nikita Chrustschow den Ukrainern im Jahre 1954 zum "Geschenk"
machte.....

Seit 1984 gibt es auf der Halbinsel, beim stillgelegten Atommeiler Kazantip ein "Raver-Festival", das zwanzig Jahre später zwar 70.000 Teilnehmer anzog, jedoch wie die Berliner Loveparade den Pfad der Monetisierung eingeschlagen hatte. In "Die Ursprünge der Ukraine" erzählt der Autor in einem weiten Bogen die Geschichte des Landes seit seiner erstmaligen Erwähnung in der "Nestorchronik" mit den Kyiwer Rus, deren Fürsten und ihrer Christianisierung, über den Mongolensturm, die Zeit der Kosaken-Hetmane, dem Vertrag mit dem Zarenreich, die Ukrainische Volksrepublik (1918 - 1919) bis hin zu den Verstrickungen in die Naziverbrechen in Babyn Jar (1941). Timtschenko beklagt, dass mit dem Systemwechsel zum Kapitalismus auch der Antisemitismus wieder verstärkt Einzug in die ukrainischen Köpfe gehalten hat. Für die Erklärung des Begriffes "Rus" nennt er mehrere Theorien, wobei das slawische Wort "russyj" für hellhaarig am plausibelsten erscheint.

Auf Seite 31 hat der Leser bereits Bekanntschaft mit "Surshyk" einer Mischung aus ukrainisch und russisch gemacht. Im nächsten Abschnitt erfährt er, dass es spürbare Unterschiede im Wortschatz der beiden Sprachen gibt. Zahlreiche ukrainische Worte verstehen Russen nicht, weil sie im Russischen absolut anders lauten. Der grammatische Unterschied zwischen beiden Sprachen ist etwa so wie zwischen Tschechisch und Slowakisch. Nach einer äußerst kritischen Auseinandersetzung mit der "Orangenen Revolution" , die eben eine solche gar nicht gewesen sei ihren (leeren) Versprechungen, politischen Praktiken und juristischer Folgenlosigkeit, setzt der Autor die Betrachtung seiner Muttersprache im (kulturellen) Kampf mit dem Zarenreich und den späteren Sowjets fort. Vor allem Zar Peter I. und Zarin Katharina II., in Russland und anderswo mit dem Attribut der/die "Groß(e) ausgestattet hatten bei der Unterdrückung der Ukraine besonders hervorgetan.Der Dezember 1991 markierte mit der Trennung der beiden Staaten, auch die "Loslösung vom verhassten Blutsbruder" (S. 88).

Ein heftig umstrittenes Ereignis ist die Hungersnot von 1932/33 bei der 3,5 Millionen Ukrainer ihr Leben verloren. Unter der Bezeichnung "Holodomor" (von ukrai.: Holod=Hunger" und ostlaw.: Mor=Tod, Seuche, Massensterben) wurde sie von bisher 20 Staaten als Genozid anerkannt. Obwohl der umstrittene Begriff keine etymologische Verwandtschaft zum Holocaust (von griechisch holokautoma) besitzt, ist er jedoch geeignet die Einzigartigkeit der Schoah in Frage zu stellen.

Der Darstellung der ukrainischen Rüstungsindustrie und den ungeheuerlichen Vorgängen und Versäumnissen bei GAU im ukrainischen KKW Tschornobyl, folgt ein schonungsloser Bericht über die Privatisierung nach dem Ende der UdSSR und die Praktiken des Organisierten Verbrechens. Religion und die Vorstellung berühmter und verdienter Ukrainer, wie Dmytro Mendelejew (Schöpfer des Periodensystems), Ihor Sikorsky (Konstrukteur von US-Hubschraubern), Juri Kondratjuk (Vater der Mondlandung) sind die Gegenstand der nächsten Artikel. Hierbei kommt Timtschenko zum Ereignis, dass die Ukrainer schon Europäer waren, lange bevor Europa sich selbst auf die EU beschränkte.....

Eine kleine vergleichende Gesellschaftskunde gibt einen "Knigge", wie man sich als Ausländer in der Ukraine verhalten sollte. Danach wird der Leser mit den Ess- und Trinkgewohnheiten der Ukrainer bekannt gemacht. Alles im Überfluss! So auch der Horilka (von hority=in Flammen stehen) der nach dem "Motto Alkohol in Maßen ist in beliebiger Menge bekömmlich" getrunken wird. Dem sensationellen Siegszug des "Nowyj swet 1899" bei der Weltausstellung in Paris folgt eine Glosse über "Die Bedeutung des Specks für die Demokratie". Obwohl Timtschenko bekennt, kein guter Koch zu sein, offeriert dennoch ein paar Rezepte für ukrainische "(Ess-)Kleinigkeiten", wie Bortsch, Warenyky oder "Jüdischen Salat".

Den Abschluss des 223seitigen Softcovers bildet ein Anhang mit 87 verschiedenen Fusnoten, den Basisdaten des Landes, Kontakt- und Emailadressen, sowie den Einreisebestimmungen. "Ukraine" ist eine toppaktuelle Lektüre, die nicht nur Ukraine-Reisenden wertvolle Informationen über des Landes Geschichte, Spezialitäten und Schätze geben kann. 5 Amazonsterne.
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am 5. September 2009
Seitdem mich analog wie beim Autor die Liebe in die Ukraine geführt und mich mit ihr vebunden hat (d.h. bei ihm führte die Liebe seine Frau in die Ukraine und bei mir die Frau nach Deutschland), lese ich ein Buch nach dem anderen zum Thema Ukraine.. Wie schade, das ich Timtschenkos Buch jetzt ausgelesen habe, denn es ist spannender als ein Roman, interesanter als ein normales Sachbuch. Mit großer Kenntnis und fundiertem Wissen vermittelt Timtschenko Wissen über die politischen Verhältnisse heute und gestern, über Geschichte, Land und Leute. Selten habe ich ein Sachbuch mit so viel Freude gelesen. Sein Stil gefällt, und wer was über diesen Staat und sein Bewohner erfahren möchte sollte dieses Buch unbedingt kaufen. Außerdem noch das Buch "Kulturschock Ukraine" von Evelyn Scheer und Irina Serdyuk. Viel mehr braucht man dann nicht mehr, um im Bilde zu sein. Vieleicht noch die Sprache lernen, wenn man Mut hat..
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am 30. März 2014
Diese über viele Abschnitte sehr persönliche Darstellung eines ukrainischen Journalisten verschaffte mir das nötige Hintergrundwissen, um die Ereignisse in und um die Ukraine heute zu verstehen. Mit
In kurzen, prägnanten Kapiteln widmet sich der Autor, Sohn einer russisch-ukrainischen Familie, der langen Geschichte der Ukraine auch im Zusammenhang mit Russland und in der Sowjetunion.
Dabei ist der Autor um eine objektive Darstellung bemüht. Kritische Kapitel wie der "Holodomor", die Hungersnot in der Stalinzeit, sowie die Ereignisse vor und während der Orange Revolution finden ihren Platz, aber auch die Krim-Frage wird von beiden Seiten beleuchtet. Wer dieses Buch schon 2009 gelesen hätte, wäre heute nicht so überrascht über den aktuellen Konflikt.

Darüber hinaus bietet das Buch eine Einführung in die kyrillische Schrift, sowie Rezepte aus der Küche des Landes.
Das höchst informative Buch schließt mit Daten, Adressen und Einreisebestimmungen. (Aber Vorsicht: Stand 2009)
Fazit: Ein höchst unterhaltsames Buch, das ich jedem empfehle, der über die Ukraine mehr wissen will. Auch und gerade für Referate in der Schule gut geeignet.
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am 10. November 2009
ich wollte einfach etwas mehr über die Ukraine erfahren, das für mich doch recht unbekannte Land. Das Einzige, was ich wusste war die Hauptstadt, das es noch in Europa liegt und 1986 einen Unfall in Tschernobyl gab. Wenn man mal so rumhört, also auch nicht mehr als der Durchschnittsdeutsche. Ich will nicht behaupten, dass ich an Fakten über die Ukraine nachdem ich das Buch gelesen habe sehr viel mehr weiß, aber die Art und Weise, wie der Autor schreibt, beschreibt ist wirklich gut: Nicht nur witzig, sondern auch kritisch und sehr unterhaltsam. Es vermittelt ganz einfach ein Stück Lebensgefühl, was ich vielleicht nächstes Jahr selbst erlebe, wenn ich mir das dann "Live" anschaue. Auf jeden Fall lesenswert!
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am 2. Februar 2011
Timoschenkos "Einblicke" sind ein eher neueres Werk der Literatur über die Ukraine, die im Bereich der Länderkunden derzeit eine wahre Publikationswelle erfährt, da es sehr viele Bücher zu gesellschaftlichen und politischen Themen bzgl. der Ukraine gibt- und dabei sicherlich nicht das schlechteste Buch!

Sein Schreibstil ist sympathisch, er beschreibt die Ukraine und deren neuesten Entwicklungen in recht souveräner und neutraler Form, ohne- was leider oftmals der Fall ist- dabei pro und contra der einen oder anderen Seite zu sein. Insofern ein gutes Werk für den Einsteiger, der mehr über dieses Land erfahren möchte, ohne von Detaillast und zu vielen Hintergrundinformationen, denen man nicht folgen kann, erschlagen zhu werden. Die gesamte Reihe des Verlages zu diversen Ländern ist recht lesenswert, informativ und auch ansprechend gestaltet.

V.a. aber ist es der neutrale Stil, der mir jedenfalls gefiel, da der Leser weder in ein "West-" noch ein "Ostlager" des politischen Lebens der Ukraine gezerrt wird. Deshalb: lesenswert!
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am 4. August 2013
Dieses Buch ist eines der schlimmsten die ich je gelesen habe. Themen werden unzusammenhängend durcheinander geworfen, es werden kaum interessante Informationen gegeben, es werden ausschließlich Sterotypen beschrieben, Vorurteile bestärkt.
Bei Themen wie "Sprachwissenschaft" dürfte sich der Autor auskennen, da er hierauf mehr als ein ganzes Kapitel aufsetzt. Er beschreibt auch ewig Kochrezepte seiner Mutter - jedoch nicht nachkochbar, folglich unsinnigerweise!
Das Buch ist meiner Meinung nicht wert, auch nur eine Seite davon zu lesen.
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