Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic festival 16

  • Flight
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
220
4,1 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:5,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 27. Januar 2013
Als Freund von Robert Zemeckis' bisherigen Werken, war es für mich schnell entschiedene Sache "Flight" im Kino zu sehen. Obendrein handelt es sich nach über einem Jahrzehnt sowie drei Ausflügen in die Welt der computeranimierten Filme um die Rückkehr des Regiesseurs zum Realfilm.

Die Handlung dreht sich um den alkoholabhängigen Pilot William Whip" Whitaker, der nach einer durchzechten Nacht und der Einnahme einer Dosis Kokain zum Aufmuntern ohne Sorge zum Starts des SouthJet-Fluges 227 von Orlando nach Atlanta antritt. Nach anfänglichen Turbulenzen scheint der Flug normal zu verlaufen, doch kurz vor erreichen des Ziels treten technische Probleme in der Steuerung auf. Whitaker gelingt es die Maschine heldenhaft zu landen, sodass 96 der 102 Menschen an Bord überleben.
Whitaker kommt erst in einem Krankenhaus wieder zu sich und erfährt von dem Erfolg seiner Rettungsaktion. Doch die Situation schwenkt urplötzlich um als dank einer Blutprobe, die nach dem Vorfall abgenommen wurde, entdeckt wird, dass Whitaker vor dem Flug massenhaft Alkohl sowie Kokain eingenommen hatte. Whitaker wird neben seinem alten Freunden Harling Mays und Charlie Anderson außerdem der gerissene Anwalt Hugh Lang an die Seite gestellt um zu verhindern, dass der vermeintliche Held während einer baldigen NTSB-Anhörung zum Schuldigen für den Tod der Opfer des Absturzes gemacht wird und Whitaker unter Umständen eine lebenslängliche Gefängnisstrafe verhängt bekommt.
Doch all dies hilft nur wenig, solange Whitaker den Alkohol nicht aufgibt und somit seine Dämonen besiegt. Trotz Einreden seiner Geliebten Nicole Maggen, seiner ehemaligen Familie sowie seines gesamten Umfelds scheint die Sucht allerdings stärker zu sein und Whitaker immer mehr in Schwierigkeiten zu bringen.

Regiesseur Robert Zemeckis zeigt mit diesem Film nach dem Drehbuch des Autors John Gatins einmal mehr, dass er der perfekte Mann für außergewöhnliche Filme ist. Schon mit der "Zurück in die Zukunft"-Triologie begeisterte er, schuff mit "Forrest Gump" einen einmaligen Klassiker und präsentierte mit "Cast Away" eine wunderbare One-Man-Show.
Danach begab er sich auf neue Pfade und imponierte mit den drei technisch revolutionären Motion-Capture-Blockbustern "Der Polarexpress", "Beowulf" und "Disney's Eine Weihnachtsgeschichte".
Nun also kehrte er zum Realfilm zurück und liefert mit "Flight" ein Werk ab, dass aufgrund seiner Vermischung von Genres ein wenig an "Forrest Gump" erinnert und eindeutig Zemeckis Signatur trägt.
Lose angelehnt ist die Handlung übrigens neben weiteren ähnlichen Vorfällen an den Flugzeugabsturz des Alaska-Airlines-Flugs 261, bei dem versucht wurde das dargestellte Manöver durchzuführen. Allerdings hatte der Vorfall keinen einzigen Überlebenden.
"Flight" beginnt wie ein Katastrophenfilm und schenkt uns dabei den wohl intensivsten, realistischten und beklemmendsten Flugzeugabsturz der Filmgeschichte. Man merkt hierbei auch wie intensiv sich die Filmcrew mit der Technik eines Flugzeuges und dem Ablauf eines Fluges beschägtigt hat um diesen originalgetreu auf die Leinwand zu bannen.
Nach dieser spektakulären und wirklich erstklassig inszenierten, animierten sowie geschnittenen Szene wandelt sich der Film zu einer Mischung aus gefühlvoll tiefgreifender Charakterstudie und spannendem Justizdrama abgeschmeckt mit der ein oder anderen komödiantischen Passage.
Dieser aprupte Umschwung kommt unerwartet und ist überhaupt nicht hollywoodkonform. Es scheint aber nicht so, dass der Film durch die Action seinen Höhepunkt gleich zu Beginn verspielt und anschießend abflacht.
Ganz im Gegenteil, den Machern gelingt es vorzüglich die ernste Hauptthematik um den Konflikt des Piloten packend sowie einfühlsam zu präsentieren und den Restfilm nach dem Absturz nicht hinter eben diesem uninteressant wirken zu lassen. Überhaupt fasziniert die Frage ob Whitaker Held oder Schuldiger sein sollte. Der Zuschauer kann sich durch die, aufgrund von Whitaker's Uneinsichtigkeit, dauernd neu auftetenden Probleme an manchen Stellen nur schwer für oder gegen den Trinker entscheiden oder sich mit ihm identifizieren. Damit ist der Zuschauer aber nicht der einzige, denn dem Umfeld des Piloten stellt sich im Film immer wieder das gleiche Dilema.
Desweiteren bietet "Flight" einen intensiven sowie beängstigenden Einblick, was es bedeutet einer Alkoholsucht oder einer Sucht im Allgemeinen zu unterliegen.
Man wird sich durch diese so real wirkende Darstellung des Zwangs erst bewusst, wie frei man eigentlich lebt und wie man jeden Tag des Lebens geniesen sollte. So abgedroschen dies auch klingen mag, die Botschaft ist wichtig und wahr.
Besonders in den USA ist gerade der Umgang mit Alkoholismus eine heikle Angelegenheit und der Schritt einen Film darüber zu drehen nebenbei erwähnt sicherlich als mutig anzusehen.
Auch weitere Ideen des Regiesseurs z. B. sehr freizügige Szenen einzubauen, Nicole detailiert beim Einnehmen der Drogen zu filmen oder allgemein den Mut zu haben das Hässliche zu zeigen und somit ein R-Ratin zu erhalten, fordern eine gewisse Risikobereitschaft des Regiesseurs und des Studios in Bezug auf den Kassenerfolg des Films.
Obwohl Whitaker in vielen Fällen aufgrund seiner Uneinsichtigkeit selbst Schuld an den Problemen ist, schafft der Film und vor allem sein Darsteller es die Sympathie des Zuschauers für den abhängigen Piloten schlußendlich zu gewinnen.
In der Betrachtung der Thematik ist es nun auch lohnend den Titel des Films einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. "Flight" bedeutet im Englischen nämlich keineswegs nur "Flug" sondern auch "Flucht".
Neben dem Hauptplot runden Subplots wie eine Liebesgeschichte, die Zemeckis sowieso wie kein anderer unaufdringlich schön zu inszenieren weiß, und Whitakers familären Komplikationen den Film gekonnt ab.
Desweiteren werden wie von Zemeckis gewohnt zahlreiche weitere ernste Thematiken wie der Glaube zu Gott, die Bedeutung von Familie und Freunden, etc. zumindest angeschnitten ohne dass diese zusammenhanglos zum Hauptkontext wirken.
Hierbei ist vor allem die Raucherszene im Krankenhaus zu nennen, denn in solchen Kinomomenten entfaltet sich das ganze Können Zemeckis.
Um die feine Melancholie des Films etwas aufzulockern und diese nicht in eine schwer tragische Stimmung umschwenken zu lassen, entschied man sich dafür die Figur des Harling Mays samt lässigen One-Linern einzubauen und hatte damit genau das richtige Gespür für angebrachte Komik.
Das Werk enthält im Mittelteil ein, zwei zu lang geratene Szenen, gleicht dies aber mit seiner fulminatnen Darstellerriege ohne Frage vollkommen aus. Auch ansonsten lässt man sich in den einzelnen Szenen viel Zeit, schneidet nicht gleich zum nächsten Part sondern gibt dem Zuschauer den Raum die Figuren nocheinmal genauer zu betrachten, ihnen beim Denken zuzusehen. Bis auf die bereits genannten ein, zwei zu langen Szenen stellt dies eine angenehm abwechslungsreiche Maßnahme dar, der Hektik unserer heutigen Welt etwas an Geschwindigkeit zu nehmen.
Die schönen Bilder der Gegend um Atlanta sowie der gefühlvolle Soundtrack von Alan Silvestri tragen nicht zuletzt ihr übriges zur Stimmung bei.
Das Ende von "Flight" empfinde ich als gelungen. Es ist nicht zu vorhersehbar und gleitet keineswegs ins Kitschige sodass die wichtige Moral der Selbsterkenntnis ungestört vermittelt werden kann.
So beweist Zemeckis, auch wenn er nicht die Qualität seines "Forrest Gump" erreicht, dass er sein Handwerk auch im Realfilm-Sektor noch mehr als versteht. Sein Comeback macht Freude auf kommende Projekte und lässt mich vielversprechend auf seine berufliche Zukunft blicken.
Wie bereits angeklungen ist sorgen aber neben Zemeckis zweifelsohne die hochkarätigen Darsteller für das meiste Lob am Film.
Denzel Washington brilliert allen voran in der anspruchsvollen, wie auch vielschichtigen Rolle des William Whip" Whitaker und spielt diese preiswürdig überzeugend.
Auch die Nebenrollen sind sehr gut bis gut besetzt. So sind John Goodman als Harling Mays, Kelly Reilly als Nicole Maggen, Don Cheadle als Hugh Lang, Bruce Greenwood als Charlie Anderson, Tamara Tunie als Margaret Thomason, Melissa Leo als Ellen Block, Brian Geraghty als Ken Evans, Nadine Velazquez als Katerina "Trina" Marquez und James Badge Dale als Gaunt Young Man zu sehen.
Der bekannte CNN-Journalist Piers Morgan hat außerdem ein Himself-Cameo.

Robert Zemeckis konnte mit "Flight" nach vielen Jahren auch endlich wieder einen Film drehen, der sich unterm Strich als profitabel erweist.
Durch das für Robert Zemeckis recht kleine Budget von $ 30 Millionen und trotz der heiklen Thematiken sowie einem R-Rating in den USA verzeichnete man einen äußerst lohnenden Verlauf an den Kassen.
Alleine in den USA konnten 2012 mit $93,772,375 Kasse mehr als das dreifache der Kosten wieder eingenommen werden.
In den restlichen Ländern kam man immerhin auf $68,000,000, sodass ein weltweites Einspielergebnis von $161,772,375 daraus resutliert. Es gelang somit die Budgetkosten um das mehr als fünffache wieder einzunehmen, eine Zahl die er in Relation gesehen schon lange nicht mehr erreichte.
Doch nicht nur bei den Zuschauern stieß der Film auf Interesse, denn auch Filmkritiker lobten den Film in höchsten Tönen und so ließen die Auszeichnungen nicht mehr lange auf sich warten.
Neben zwei Nominierungen beim Academy Award in den Kategorien "Best Writing, Original Screenplay" und "Best Performance by an Actor in a Leading Role" wurden außerdem folgende Ehrungen vergeben: eine Nominierung beim Golden Globe Award in der Kateforie "Best Actor - Motion Picture Drama", eine Nominierung bei den AACTA Awards, eine Nominierung beim Art Directors Guild Award, drei Nominierungen sowie ein Gewinn ("Best Actor") beim Black Reel Award, zwei Nominierungen beim Broadcast Film Critics Association Award, eine Nominierung beim Chicago Film Critics Association Award, eine gewonnene Trophäe ("Founder's Award")beim Chicago International Film Festival, eine Nominierung beim Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award, eine gewonnene Trophäe ("Spotlight Award") beim Hollywood Film Festival, drei Nominierungen und ein Gewinn ("Outstanding Actor") beim NAACP Image Award, eine gewonnene Trophäe ("Spotlight Award") bei der National Board of Review, eine Nominierung beim Online Film Critics Society Award, eine gewonnene Trophäe ("Director of the Year") beim Palm Springs International Film Festival Award, fünf Nominierungen und ein Gewinn ("Best Visual Effects") beim Satellite Award, eine Nominierung beim Screen Actors Guild Award, zwei Nominierungen bei der St. Louis Gateway Film Critics Association, eine Nominierung bei der Visual Effects Society, eine Nominierung beim Washington DC Area Film Critics Association Award sowie eine Nominierung beim Writers Guild of America Award.
Sowohl für Aufsehen als auch für Lacher sorgte Oscar-Host Seth MacFarlane, als er während der Verleihung eine von ihm gedrehte und sehr witzige "Flight"-Parodie mit Sockenpuppen zeigte.

Die Blu-ray Disc lässt technisch in Bild und Ton nahezu keine Wünsche übrig, wobei vor allem beim spektakulären Einstiegspart aber auch bei den darauf folgenden Nahaufnahmen die Vorteile einer BD zum tragen kommen.
Die Extras mit Making Of, Q & A, etc. sind wie bei nahezu jedem Film von Robert Zemeckis ebenso ausführlich wie interessant.

Bewertung:
Film:
Story: 4/5 Sterne
Schauspieler/Regie/Soundtrack: 4/5 Sterne
Humor: 1/5 Sterne
Action: 1/5 Sterne
Spannung: 3/5 Sterne
Gefühl: 3/5 Sterne
Anspruch: 3/5 Sterne
Effekte: 1/5 Sterne
Blu-ray Disc:
Bild/Ton: 5/5 Sterne
Extras/Menü/Cover: 5/5 Sterne
Gesamt: 4/5 Sterne

Fazit: Robert Zemeckis' Rückkehr zum Realfilm besticht nach spektakulärem Start als spannendes Drama mit mutiger Thematik und bietet intensive Einblicke in das Leben eines, von Denzel Washington großartig gespielten, Trinkers.

Vielen Dank für das Lesen meiner Rezension.
1616 Kommentare| 144 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2014
Eine atemberaubende Flugzeuglandung bildet den Auftakt einer tiefgründigen Charakterstudie von Captain Whip Whitaker (Denzel Washington).Dabei bezieht sich der Filmtitel weniger auf den Flug, sondern schildert das ständige auf und ab im Leben eines Drogen und Alkoholabhängigen Menschen.Von totaler Selbstüberschätzung bis kompletter Hilflosigkeit verkörpert Denzel Washington ein riesiges und facettenreiches Spectrum an Emotionen.Der Hauptdarsteller erscheint dabei als perfekte Besetzung für diese Figur.( In meine Augen eine seiner bewegensten Rollen neben Training Day,John Q und Man under Fire) Neben ihm kann auch John Godmann in einer untypischen Nebenrolle als Drogendealer glänzen.Der ganze Film steigt und fällt mit den Launen und Befindlichkeiten der Hauptfigur. Kurz vor der Klippe stehend wird "ein Flug" sein ganzes Leben verändern und prägen.

Ein großartig gespieltes Drama mit einem überragendem Hauptdarsteller. Jeden Stern wert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juli 2016
Wunderbarer Film über Sucht und Liebe, über Zwänge des Menschen, seine Ängste und seine Hoffnung. Grandios gespielt von allen Schauspielern. Das Schönste an dem Film ist, dass trotz des ernsten Hintergrundes eine Leichtigkeit mit humoristischen Elementen besteht. Absolut sehenswertes Meisterwerk.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juni 2016
- ....." Sind wir schon Mal zusammen geflogen? " - " Ich glaube nicht......." .
Und dann wird er stutzig, schaut verwirrt- der Co- Pilot. Sauerstoff, starken Kaffee, Aspirin......
ist nötig, damit Whip Whitaker, der Flugkapitän, in die Gänge und in die Luft kommt.
" Wir fliegen zu schnell, Sir. " - " Ich versuch` nur, aus dem scheis* Wetter `rauszukommen! "
FLIGHT ist seit etlichen Jährchen einer meiner Lieblingsfilme überhaupt. Und mir geht es dabei
genau wie dem Drehbuchautor, der sagte: " Ich habe Flugangst. Ich verstehe die physikalischen
Zusammenhänge, doch es beruhigt mich nicht. Mein Leben in den Händen des Piloten.............".
Aber ich muss da durch. Immer und immer wieder gerne. Ist ja nur ein Film. Grins.
FLIGHT- der Sound knallt genau so rein, wie die Sachen, die sich das Flieger- As Whitaker einwirft.
Der Absturz des Jets schüttelt mich jedes Mal aufs neue durch, ich drehe mit ab.
" Wir sind unter Fünfzehntausend Fuß! "
Achttausend, Siebentausend, Sechstausend,...........EINtausend Fuß- die Fluggäste stehen Kopf....,
der Magen dreht sich mit. Phantastische Bilder einer Knapp- Katastrophe.
" Wir fliegen in Rückenlage....." .
FLIGHT! Eintausend Fuß- Triebwerkausfall! Die Passagiere hängen kopfüber mit den Füssen in den Haltegriffen.
Dann die eindrucksvollste Bruch/ Bauchlandung eines Höllenfluges, die ich bis dato sah........................-
Sechsundneunzig Passagiere überleben dies. Drei Menschen finden den Tod. Und hier beginnt eine mutige,
erschütternde Charakterstudie, wobei meine Sympathie bis zum Ende von FLIGHT Denzel Washingtons Figur gilt.

********************************************

Geschichte:

Licht und Schatten- Pilot Whip Whitaker ( Denzel Washington )
gerät in Turbulenzen, lange nachdem er eine Notlandung schaffte,
bei der er viele Menschenleben rettete. Denn die Untersuchung des
Absturzes wirft ein neues Licht auf den Helden............................

**********************************************************

Mein Fazit:

" Ich hab` eine Ex- Frau und `nen Sohn, mit dem ich nicht rede, weil ich mich für
die Sauferei entschieden habe. "
Ist der Pilot, der bei dem Crash eine grössere Katastrophe verhinderte, immer noch ein Held?
Nachdem bekannt wird, dass er während dieses Fluges unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand?
Die Frage, ob der Pilot WEGEN seinem Zustand diese ungewöhnliche Leistung erbrachte, steht nicht zur
Debatte, bleibt Spekulation.
" Ich mache mir Sorgen um dich,....mach` einen Entzug. "
FLIGHT behandelt realistisch das Thema des alltäglichen, legalen und unlegalen Drogenkonsums (trotz Hollywood- Stempel )
genau so, wie ich es von einem Film erwarte. So, wie es ein guter Film tun muss. Kein lächerlicher Umgang mit Drogen-
bzw. als reines Stilmittel-, sondern ein kunstvolles Porträt über einen Schwerstalkoholiker. Und die Uneinsichtigkeit
des typisch Süchtigen.
Der Cast ist hier perfekt, Kelly Reilly wirkt total ungekünstelt. Und Kompliment mal wieder an Denzel Washington,
der den tragischen Helden mit all seinen Facetten überaus überragend darstellt- mit einer Tiefgründigkeit spielt, wie es sicher
wohl kein anderer ansatzweise schaffen würde. So glaube ich.
FLIGHT: Spannend, traurig, ergreifend. Alles das also, was ein guter Film braucht.
" Es ist komisch, wissen Sie,.......weil man nur Zwei Flaschen gefunden hat. " - " Wieso, Sir? " -
" Weil ich Drei getrunken hab`............! "

Lauflänge: 132.52 Minuten ( mit Abspann ) !

Extras:

- Making of= 10.56 Minuten!

Q & A= 13.44 Minuten!

- Anatomie eines Flugzeugabsturzes= 7.25 Minuten!

- Entstehung von " Flight "= 10 Minuten!

- Trailer!
3737 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2016
Guter Film. Die Filmkritiken sind nachvollziehbar.

Am Anfang ein Action bzw. Katastrophenfilm, der sich nach und nach zu einer Art Drama wandelt, ohne aber auf ein bisschen Humor zu verzichten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2013
Seit Jahren Alkoholiker, sitzt hier Chef-Pilot Withaker (Denzel Washington) im Cockpit eines Linienflugzeuges. Durch Wartungsschlampereien verhakt sich die Steuerung des Flugzeugs, der Absturz und der Tod von 102 Passagieren droht unweigerlich zur schrecklichen Wahrheit zu werden. Doch Chefpilot William "Whip" Withaker ist genial, landet die Maschine trotzdem und rettet somit einer Vielzahl von Passagieren das Leben. Und im Nachhinein stellt sich heraus - nur er war in der Lage, dieses lebensrettende Landungsmanöver durchzuführen. Er wird zum Helden erkoren. Doch nur kurzzeitig, denn es kommt, wie es in derartigen Fällen immer kommt: Es wird ein Schuldiger gesucht.
Und wie es zu erahnen war, stellte man fest: Chefpilot Withaker hatte beim Flug sogar 2,7 pro mille Alkohol im Blut, darüber hinaus noch aufgepuscht durch Drogen. Nun ist es völlig egal, ob das Flugzeug nicht flugtauglich war, ob aus finanziellen Gründen die Wartung vernachlässigt wurde, ob einzig und allein nur Whip Withaker fachlich in der Lage war, diese spektakuläre Landung durchzuführen - dieser Mann ist Schuld am Unglück - zur Entlastung der eigentlich Schuldigen!
Wie schon in "Mann unter Feuer" repräsentiert hier Denzel Washington, wie gewohnt glaubhaft und schauspielerisch gekonnt, einen alkoholabhängigen Mann, der sich letztendlich selbst opfert, um seine Verfehlungen zu sühnen. Herausheben möchte ich noch neben der hervorragenden schauspielerischen Leistung von Denzel Washington die faszinierende Darstellung John Goodmans als "fieser Drogendealer".
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2013
Kann eine Heldentat heldenhaft sein, ist sie weniger wert wenn sie unter Drogeneinfluss zustande kam? Darf allein ein cleaner Retter die zweifellos angebrachte Anerkennung für sein Meisterstück erhalten? Ist der Drogenkosum des Pilot unwichtig oder ursächlich für das Desaster, aus dem er zig Menschen durch großes fliegerisches Können führt? Hat er im Moment der Wahrheit Leben gerettet oder durch seine Sucht permanent latent Leben gefährdet?

Aus diesem nachdenkenswerten Ansatz, bei dem man durchaus verschiedene Standpunkte vertreten kann, machen Regisseur Robert Zemeckis und eine Riege erstklassig agierender Schauspielerinnen und Schauspieler ein fesselndes Absturz-Drama, das zwei Aspekte aufgreift und verfolgt (Achtung SPOILER). Im Mittelpunkt steht die starke Drogenabhängigkeit des von Denzel Washington verkörperten Piloten und dessen schwierigem Umgang mit der Sucht und deren negativen privaten wie beruflichen Folgen. Der zweite Aspekt ist der versicherungstechnische, rein rechtliche des Absturzes, und damit die Fragestellung des Eingangsabsatzes dieser Rezension. Wer bezahlt für den Absturz? Bei wem liegt die Schuld? Natürlich spricht gänzlich unbestreitbar rein alles für einen mechanischen, technischen Defekt des Flugzeugs. Somit müsste der Flugzeughersteller bezahlen und der Pilot wäre ein Held. Leider aber macht sich eben jener Held durch seinen nachweisbaren Alkoholkonsum während des Fluges angreifbar und wird zur willkommenen Zielscheibe, zum argumentativen Schlupfloch der Versicherungs-Gegenpartei. Es spielt dabei rein faktisch überhaupt keine Rolle ob der angetrunkene Captain das fliegerische Meisterstück trotz oder vielleicht sogar wegen seines Zustandes fertig brachte oder ob der Absturz durch mechanisches oder aber menschliches Versagen verursacht wurde. Der Pilot war während des Vorkommnisses angetrunken und dieses Argument sticht für die Versicherungen und die untersuchende Kommission alles andere aus - mit dem Recht auf ihrer Seite aber auch zu Recht?

Ganz hervorragend dargestellt ist der fast schon naive Versuch des Piloten, nach dem ersten Auftauchen von Verdachtsmomenten für seine Trunkenheit während des Absturzes alle Missbrauchsspuren zu beseitigen und trocken zu wirken. Als ob es eine Rolle spielen würde wenn er damit Erfolg hätte - es wurde ihm direkt nach dem Absturz im Krankenhaus Alkohol im Blut nachgewiesen und nur der Absturz zählt für die versicherungstechnische und kriminalistische Aufarbeitung. Zudem zeigen die Ermittlungen, das ein Mitglied der Crew einige später unter den Trümmern der Maschine gefundene Wodkafläschchen während des Fluges geleert haben muss. Es steht also schlecht um den Piloten Whip Whitaker. Wenigstens stellt ihm ein gütiges Schicksal einen fähigen Anwalt zur Seite, der mit großem Geschick die Werte der genommenen Blutprobe anzweifeln und entwerten kann. Für Whip Whitaker die unbezahlbare Chance aus der Sache als Held und nicht als wegen Totschlags verurteilter Junkie hervorzugehen. Doch dazu bräuchte der Anwalt, um seinen Klienten nach Außen glaubhaft clean scheinen zu lassen, einen trockenen Whip Whitaker. Und die dazu nötige Willenskraft bringt der Mann, der durch Willenskraft und Befähigung fast 100 Menschenleben rettete, trotz manch schwacher Versuche des Kampfes nicht auf. Auch nicht als er die Hilfe und Liebe einer ebenfalls drogenabhängigen Frau erfährt, die er während seines Krankenhausaufenthalts im Rahmen einer klasse gespielten Treppenhausszene kennenlernt. Diese Frau kämpft sich mit viel Willenskraft aus ihrer eigenen Heroinsucht heraus - so viel Willenskraft, dass sie genug davon übrig hat um auch Whip Whitaker mit aus dem Strudel ziehen zu wollen. Letztlich aber reichen alle Kraft und alle Liebe nicht aus einen Mann zu retten, dem Kraft und Willen zur Rettung fehlen, bei dem scheinbare kleine Erfolge nur riesige Rückschläge nach sich ziehen.

Am Ende erleidet der Pilot zwei Abstürze. Den fliegerischen meistert er mit Bravour, dem menschlichen hat er nichts entgegen zu setzen. Und doch landet er selbst auf diesem Feld einen kleinen Erfolg. Denn im alles entscheidenden Moment vor der Kommission, die den Unfallhergang der von Whitaker gesteuerten Maschine untersucht, wählt der dank guten Anwalts fast schon reputiert scheinende Pilot nicht den sich auftuenden leichten Weg der juristisch rettenden Unwahrheit sondern den schweren Weg heraus aus dem immer größer werdenden Berg der Lügen und Selbstlügen. Er bekennt sich vor dem Ausschuss schuldig als Alkoholiker, was in diesem Fall einem schuldig als Unfallverursacher gleichkommt, auch wenn die Wahrheit völlig anders aussehen mag. Doch will Whitaker nicht leben mit einer weiteren Lüge, welche den während des Fluges nachgewiesenen Wodkakonsum posthum auf eine beim Absturz getötete Stewardess abgewälzt hätte. Nicht irgendeine Stewardess sondern seine Geliebte. Der Film endet mit einem unehrenhaft suspendierten Piloten im Gefängnis. Gefangen und doch frei - frei von seiner Sucht und frei von einer auf Selbstlügen aufgebauten Welt. Schließlich sogar versöhnt mit seinem Sohn, der sich mitsamt seiner Mutter lange zuvor vom drogenabhängigen Vater distanzierte. Insofern bietet Flight ein kleines und bescheidenes happy end. Ob die Rolle des Piloten Whitakers nun heldenhaft oder unverantwortlich zu bewerten ist, dafür lässt Flight dem Zuschauer Platz für verschiedene Ansichten. Der Pilot Whitaker jedenfalls bewältigt seine schwerste Prüfung ganz am Anfang, der Mensch Whitaker erst ganz am Ende.

Kurz zur Technik der BluRay: super scharfes und sauberes Bild, schön natürlich wirkende Farben, nur manchmal zu erkennende CGI-Effekte. Die Kameraarbeit ist geprägt von angenehm ruhigen Einstellungen und Schnitten ohne Hektik. Ausgenommen davon ist natürlich die famos umgesetzte Absturzsequenz am Anfang des Films, bei der man nur hofft so etwas nie selbst erleben zu müssen. Zum tollen Film passt der hervorragende Soundtrack, der sich nie aufdrängt sondern nur dort unterstreicht wo er soll. Alles in allem ein prima Gesamtpaket von Film: gute und interessante Story, klasse Schauspieler (John Goodman erinnert in seiner Rolle als Dealer lustigerweise sehr an Walter aus The Big Lebowski) bis in die Nebenrollen, gute Dialoge bei denen man gerne zuhört, schöne Kameraeinstellungen, toll abgestimmter Soundtrack und Bild sowie Ton ohne jeden Makel.
44 Kommentare| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2013
Welch ein brillanter phantastischer Film!
Robert Zemeckis, der dem Zuschauer schon so viele grosse Filmperlen bescherte ("Forrest Gump", "Cast Away" etc.) kehrt hier nachdem er sich längere Zeit im Animationsgenre etwas verheddert hatte mit einer so unglaublich kraftvollen, emotional mitreissenden Charakterstudie, einem atemberaubend spannenden Schuld und Sühne Drama auf die Leinwand zurück.
"Flight" gehört sicherlich zum bewegendsten Kino der letzten Jahre und die Leistung aller Beteiligten allen voran natürlich Denzel Washington ist schlicht zum Niederknien.
Nach über zwei Stunden steht man mit dem erhebenden Gefühl aus dem Sessel auf hier einmal wieder ganz grosses, bombastisches Kino erlebt zu haben, daß einem letzlich auch die ein oder andere Träne ins Auge treibt.
Ohne klischeehaft, kitschig, aufgesetzt zu werden läßt uns Zemeckis hier eine Gefühls- Achterbahn erleben, wechselt nach den ersten 25 Minuten in denen wir ein schweißtreibendes Beinahe- Flugzeugunglück erleben, das von der Dramatik her fünf Katastrophen- und Actionfilme auf einmal in die Tasche stecken könnte, zu einem tiefschürfenden, packenden Alkoholiker Schicksal.
Denzel Washington schafft hier enorm viele Facetten seiner Kunst zu zeigen, und obwohl sein Charakter äusserst zwiespältig angelegt ist fiebern, leiden wir mit ihm mit.
Washington ist Captain Whip Whitaker, ein doch sehr abgehalfterter, zynischer Flugkapitän.
Gleich zu Anfang sehen wir ihn vollkommen fertig im Bett liegen, bei ihm eine nackte Prostituierte, die nach ihren Klamotten sucht. Whisky, Drogen, Zigaretten sind sein Lebensalltag.
Später wird er einmal sagen,"Ich habe mich freiwillig für den Alkohol entschieden. Jederzeit kann ich aufhören."
In diesen Anfangsminuten ahnen wir bereits, daß hier die Fehleinschätzung eines Süchtigen vorliegt. Frau und Kinder haben ihn schon lange verlassen.
Doch anderseits ist Whip auch der beste Pilot einer Fluglinie.
In kürzester Zeit hat er sich mit Kokain wieder nach seiner exzessiven Nacht aufgeputscht um in strahlend weißer Kapitänsuniform seinen Dienst anzutreten.
Nur sein neuer Co-Pilot im Cockpit erblasst wortlos, als er die Alkoholfahne seines Kapitäns riecht.
Mit traumwandlerischer Sicherheit, weil schon unzählige Male heimlich gemacht, mixt Whitaker während des Flugs auch schon einmal Orangensaft mit Wodka und alles scheint gut zu gehen, bis starke Turbulenzen auf einmal seine volle Aufmerksamkeit erfordern.
Später wird sich herusstellen, daß die Maschine uralt war und an Materialermüdung litt.
In einem nervenzerfetzenden, fliegerischen Kabinettstück gelingt es Whitaker, die Maschine notzulanden.
Das ist so brachial und spektakulär inszeniert, daß man sich als Zuschauer selbt im Sessel verkrampft.
Im Krankenhaus wird Whitaker erst wieder erwachen.
Von 102 Passagieren haben 96 den furchtbaren Crash überlebt.
Whitaker ist der Held des Tages. "Niemand anderes als Du hätte es schaffen können, daß so viele Menschen überleben".
In Denzel Washintons Gesicht spiegelt sich bei diesen Worten eines Freundes die erdrückende Marter eines Mannes, der so viel Verantwortung für Menschenleben in seinem Beruf trägt.
"Wer sind die Vier Toten" fragt er noch am Krankenbett.
Später sehen wir ihn in einer bewegenden Szene auf einem Gang einer Kirche stehen.
Rechts der Trauergottesdienst für die Verstorbenen, links ein kleiner Junge, der sich bei ihm bedankt, daß seine Mutter noch am Leben ist.
Trotz seiner Großtat plagt ihn das Gewissen.Und plötzlich beginnen die Geschehnisse für ihn aus dem Ruder zu laufen.
Die verschiedenen Versicherungen und die Fluggesellschaft streiten über die Schuldfrage an diesem Unglück.
Bei der ärztlichen Erstversorgung wurden ihm Blutproben entnommen. Whitaker erblasst vor Entsetzen.
Seine Trunkenheit wird nun einwandfrei belegt.
Plötzlich drohen ihm bei einer Verurteilung mutwillige Fahrlässigkeit und viermaliger Totschlag als Schuldspruch mit einer Gefängnisstrafe von Jahrzehnten.
Durch dieses schwebende Damoklesschwert entwickelt sich der Film zum atemberaubendemn Spannungsdrama.
Stellt die Frage auch nach der Einordnung seiner Tat. Kann man diese Unverantwortlichkeit im Angesicht der vielen Menschenleben, die er letztendlich rettete, vergeben?!
Es ist eindeutig ,daß sein Fehlverhalten nicht Ursache sondern zufälliger Begleitumstand des Unglücks war, doch natürlich versuchen die Versicherungsgesellschaften Whitaker als Hauptschuldigen zu stilisieren.
Heldentat eines im Dienst Betrunkenen- ein furchtbares Dilemma.
Denzel Washington schafft es nun mit seiner differenzierten Schauspielerei den Film auch abgesehen von der realen, bedrohlichen Situation immer mehr zu einer intimen Selbstfindungsstudie zu machen.
Wie ihn seine neue Lebensgefährtin, die ebenfalls ein Suchtproblem hat, dazu drängt die anonymen Alkoholiker zu besuchen, er sich aber arrogant dagegen sträubt, wie er sich verzweifelt dagegen wehrt seine Krankheit anzunehmen.
Alle Stadin eines Alkoholikerlebens werden hier in goßer Präzision aber niemals mit erhobenen Zeigefinger gezeigt.
Wie er Flaschen ausgiesst, wie er Alkoholika versteckt, später wie er einen weiteren lebensgefährlichen Zusammenbruch hat.
All das ist eine Tour de Force der Schauspielleistung und Inszenierungskraft.
Der grausame Teufelskreis besteht darin, daß bei Whitaker je mehr er natürlich Stress von außen bekommt in seiner ausweglosen Situation, desto mehr steigt sein Verlangen nach betäubendem Rausch , was wiederum zu neuem Streß und Komplikationen führt.
Für die grosse Anhörung muß er unbedingt nüchtern bleiben. Doch wird Whitaker das durchhalten.
Sein weiteres Schicksal wird hier nicht gespoilert.
Fazit: Jede Auszeichnung, die es für eine umfassend geniale filmische Leistung gibt hat dieser Film verdient. Hart, anrührend, kompromisslos, tragisch aber auch hoffnungsvoll. Manchmal sogar mit einem mehr als bitteren Galgenhumor versehen.
Ein grosses Filmerlebnis.
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2014
Captain Whip Whitaker ist Pilot – und Alkoholiker!
Als einer seiner Linienflüge abzustürzen droht, schafft es Whitaker, die Maschine in einem atemberaubenden, nicht zu glaubenden Manöver wieder unter Kontrolle zu bringen und notzulanden. Viele Menschenleben werden gerettet und Whitaker wird als Held gefeiert. Bis dann ein Untersuchungsausschuss in Whitakers Leben herumwühlt und so einiges zu Tage fördert, das seinen Ruf als Held zerstören könnte.

*

Robert Zemeckis als Regisseur und Denzel Washington als Hauptdarsteller, da musste eigentlich ein guter Film dabei herauskommen. Und in der Tat: “Flight” ist außergewöhnlich spannend und schauspielerisch auf höchstem Niveau.

Auch wenn der dramatische (und durchaus sehenswerte) Absturz der Maschine beziehungsweise die daraus resultierende Rettungsaktion des Piloten im Nachhinein unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen wirkt, im Film funktioniert sie auf jeden Fall. Man hält den Atem an und fiebert mit. Ob das Ganze technisch in der Realität überhaupt möglich wäre, vergisst man in jenen Momenten.
Aber der Absturz der Maschine und deren Rettung ist schließlich nur der Auslöser für einen bestechenden Film über einen Mann, der bereits alles verloren zu haben schien und dennoch weiterkämpft.

Denzel Washington läuft während des Films zur Höchstform auf. Es pasiert nicht sehr oft, dass man einem Schauspieler den Spaß und die Freude am Dreh derart ansieht. Washington spielt seine Rolle so gut, dass man oft vergisst, dass es nur ein (Schau-)Spiel ist. Überzeugend zeigt er uns, wie es ist, dem Alkohol verfallen zu sein und dagegen anzukämpfen.

Es gibt die ein oder andere Szene, die nicht glaubwürdig wirkt (was aber nicht an Washington, sondern eher am Drehbuch liegt), über die man aber gerne hinwegsieht, wenn man an das Gesamtwerk denkt.

“Flight” ist einer jener Filme, die einem alleine schon aufgrund der hohen Schauspielkunst des Hauptdarstellers im Gedächtnis haften bleiben. Hier wird ein menschliches Drama geboten, das fesselt und unterhält. Was will man von einem Film mehr?

*

Fazit: Oskarreife Schauspielerleistung von Denzel Washington in einem beeindruckenden Drama von Robert Zemeckis, das leider an ein paar wenigen Drehbuchschwächen leidet, die man aber allzu gerne übersieht. Absolut empfehlenswert!

© Wolfgang Brunner
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 3. Juni 2013
...haben wir hier vorliegen, ich selbst, wie vielleicht auch manch anderer potentieller Interessent, bin davon ausgegangen, dass es sich auch hier wie bei den meisten Filmen mit Denzel Washington um einen Thriller handeln würde, das Cover weckt ja auch - sicher nicht ganz ungewollt - entsprechende Assoziationen.

Das sollte man also dringend beachten, denn ein Drama über Sucht ist sicher nicht jedermanns Sache.

Wer mit dem Genre und/oder dem Thema etwas anfangen kann, den erwartet freilich ein gut inszenierter Film, schließlich war hier mit Robert Zemeckis ("Zurück in die Zukunft", "Forrest Gump") ein Könner am Werk.

Worum geht es?

Flugkapitän Whitaker (D. Washington) nimmt mit, was das Leben so bietet, hier mal ein Schäferstündchen und da etwas häufiger mal ein paar ordentliche Schlucke aus der Wodkaflasche.
Dass das nicht immer gutgehen kann, wenn man die Verantwortung für viele Menschen hat, zeigt dieser Film...

Bild- und Tonqualität sind nicht zu beanstanden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,90 €
6,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken