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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen


NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 27. August 2011
Es war einmal ein Anglist, der auszog, um die Schweizer Medienlandschaft mit journalistischen Heldentaten umzupflügen. Und als die Äcker immer steiniger wurden, folgte er dem Lockruf des Fernsehens, setzte seine Abenteuerreise schließlich als Studienleiter an der Schweizer Journalistenschule fort, traf dort auf die Trainerin Marie Lampert und schrieb mit ihr dieses Buch über die Kunst des Erzählens. Doch so plump wie diese Einleitung ist Storytelling natürlich nicht.

Als gelungenes Beispiel eines begnadeten Geschichtenerzählers kann allerdings die Einleitung zu diesem Buch ebenso wenig gelten. Denn sie beginnt sie folgendermaßen: 'Geschichten erzählen. Wer die beiden Wörter liest, denkt an Kindermärchen oder ans Erzählen von erfundenen Geschichten. Anders klingt es im Englischen. Story und Storytelling sind journalistische Begriffe. Darum steht im Titel des Buches der englische Fachbegriff Storytelling. Und was bedeutet Storytelling? Nichts anderes als Aufmerksamkeit holen und halten.' Wem ein solcher Einstieg nicht gefällt, sollte trotzdem weiterlesen. Zumal selbst gute Journalisten auf den gut 250 Seiten noch einiges lernen können. Vor allem von den zitierten Arbeiten ihrer Berufskollegen. Lernen an Vorbildern also.

Das Inhaltsverzeichnis erinnert an eine Dissertation, weil die Autoren den Stoff in kleine Häppchen aufteilen und mit Nummern ordnen. Das wäre nicht zwingend notwendig, weil dem Leser im zwölften Kapitel ein ausführliches Glossar und im Anhang ein Sachindex geboten werden. Nachdem auf zwei Seiten der Versuch unternommen wird, Storytelling zu definieren, geht es im zweiten Kapitel 'Werkzeuge des Storytelling' zur Sache. Vorgestellt wird zum Beispiel die 'Leiter' von Roy Peter Clark, deren konsequente Anwendung mit Sicherheit zu besseren Texten führt. Verwiesen wird aber auch auf geistige Größen wie Aristoteles, Campbell, Dickens, Proust oder Tschechow, um die Behauptung von Bruno Giussiani zu unterstützen, es gäbe keine neuen und alten Medien, sondern nur Werkzeuge, um Geschichten besser zu erzählen.

Im dritten Kapitel steht die Frage im Vordergrund, wie der Journalist eine Geschichte findet. Also wie komme ich vom Thema zur Story? Wie fokussiere ich? Wie finde ich die Kernaussage und die Form? Und da jede gute Geschichte einen Helden braucht, erhält dieser ein eigenes Kapitel. Spätestens nach dem fünften und sechsten Kapitel sollte jedem klar sein, dass Schreiben Knochenarbeit ist. Denn auch die schönsten Idee und klügsten Gedanken müssen in eine passende Form gegossen werden. Wie komme ich von einem gelungenen Anfang über eine stimmige Mitte zum einprägsamen Schluss? Gehe ich chronologisch vor oder soll ich eine 'Gondelbahngeschichte' bauen? Arbeite ich mit einem Rahmen, mit Episode oder Rückblenden? Entscheide ich mich für einen Oxymoron-Plot, eine Heldenreise oder Parallelgeschichte?

Wer seine eigene Schreibkunst so überschätzt, dass er sich den teilweise unangenehmen Fragen nicht stellt, kann sich die Lektüre dieses Buchs sparen, Storytelling weiterhin als Modewort bezeichnen und sein Publikum mit Aufzählungen langweilen. Alle anderen werden den beiden Autoren dankbar sein, dass sie an bewährten Qualitätsbegriffen festhalten und immer wieder daran erinnern, wie viel Arbeit hinter einer guten Geschichte steckt. Schnelligkeit gehört höchst selten zu den Eigenschaften eines Kunstwerks. Rolf Wespe und Marie Lampert liefern denen, die an sich und ihren Texten arbeiten wollen, bewährte Werkzeuge, Checklisten, Analyseinstrumente, Tipps und Tricks. Dazu gehören natürlich auch die Beiträge anderer Autoren, deren Texte die vierzig Seiten des elften Kapitels füllen. Im Anhang finden sich außer dem bereits erwähnten Sachindex ein paar Links, ein Personenindex und ein Literaturverzeichnis, das in der zweiten Auflage aktualisiert wurde.

Mein Fazit: Die beiden Autoren sind am MAZ, der Schweizer Journalistenschule in Luzern tätig. Daher richten sie ihr Buch an ein Publikum, in dem vor allem Berufskollegen sitzen. Abe da fast jede Textsorte gewinnt, wenn sie Elemente einer guten Geschichte einbaut, möchte ich dieses Buch allen empfehlen, die gerne und viel schreiben. Denn die vorgestellten Werkzeuge und Instrumente haben sowohl überzeitlichen als auch überregionalen Charakter. Daher lassen sie sich auch leicht auf andere Texte übertragen, die mit Journalismus wenig bis nichts zu tun haben. Das zeigen auch einige der vielen Beispiele, die zur Veranschaulichung der Theorie dienen.
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am 4. Januar 2013
Viele Menschen sind beruflich gehalten, Texte zu verfassen. Da fällt es nicht immer leicht, die richtige Story in ansprechender Weise zu entwickeln. Das vorliegende Buch stellt dabei eine gute Hilfe dar. Wichtige Punkte wie die Leiter des Erzählers oder die Storykurve werden in verständlicher Sprache und mit anschaulichen Beispielen entwickelt. Kann das Buch nur weiterempfehlen. Habe den Tipp selber von einem Professor für Kommunikation/PR erhalten.
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am 5. Dezember 2011
Ein wundervolles Buch. Mit vielen Beispielen und handfesten Tipps. Zum Beispiel, wie man mit der "Leiter des Erzählens" Kompliziertes verständlich rüber bringt.

Die meisten Tipps sind zwar nicht unbedingt neu, aber so ungewöhnlich klar und anschaulich erklärt, dass jede Zeile davon Lust macht, es gleich selber auszuprobieren.

Das Buch macht regelrecht Mut, nicht so viel zu "berichten", sondern wieder mehr zu "erzählen". Sogar in den Nachrichten. Denn Geschichten zu erzählen, ist keine Frage der Länge. Keine Frage des Tonfalls. Und keine Frage mangelnder Ernsthaftigkeit. Geschichten zu erzählen, ist eine Frage des richtigen Aufbaus.
Warum, erklärt das Buch wie kein anderes.

Für mich so anregend wie schon lange kein journalistisches Lehrbuch mehr.

Sandra Müller, Autorin von "Radio machen."
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am 29. Februar 2012
Seit ich dieses Buch gelesen habe, gehen mir Bezeichnungen wie "Schrotflintenregel" oder "Minigeschichte" nicht mehr aus dem Kopf und begleiten mich beim Schreiben und Unterrichten.

Die meisten journalistischen Praxisbücher sind zwar voller Tipps, Handwerksregeln und Merksätze, aber die Empfehlungen bleiben einem auf Dauer nicht im Gedächtnis. Bei diesem Buch ist es anders. Dieses Buch erklärt das Handwerk des Erzählens eingängig und gibt jedem Erzählmuster einen prägnanten Namen. Bezeichnungen wie "Schrotflintenregel", "Gerümpeltotale" oder "Gondelbahngeschichte" helfen mit ihrer Anschaulichkeit ein Erzählmuster auf Anhieb zu verstehen und damit im Schreiballtag anzuwenden oder zu vermeiden.

Die "Schrotflintenregel" für Journalisten: Wenn zwei Schrotflinten beschrieben werden, muss in der Geschichte auch geschossen werden. Details, die nicht zur Kernaussage eines Textes beitragen und keine erzählerische Funktion haben, sind in einem journalistischen Text überflüssig.

Barbara Kopp, Schreibdozentin und Autorin
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am 21. August 2016
Das Buch liefert sehr gute Grundlagen und bleibt dabei stets nachvollziehbar, auch durch die einprägsamen Beispiele. Dabei ist es durchgehend auf die Praxis ausgerichtet und liefert Tipps, die einem mehr Spaß am Schreiben eröffnen und auch schnellere Ergebnisse ermöglichen. Es ist jeden Euro wert.
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am 15. April 2013
Sehr gut strukturiert und sehr gehaltvoll. Es wird eine anschauliche Anleitung zum Schreiben von Gesichten gegeben. Das Buch hat mich wirklich weiter gebracht.
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am 10. November 2011
Durchaus einige der auf dieser Plattform tätigen Rezensenten verstehen ihre Arbeit auch als eine journalistische, die bestimmte Kriterien nicht nur der Rechtschreibung, sondern auch des Stils und seiner Qualität erfüllen sollte. Will eine Rezension nicht nur diese auch literarischen Kriterien erfüllen, sondern auch noch lesbar, fantasievoll und anregend sein, will sie die Aufmerksamkeit eines gerade im Internet immer schneller wechselnden Publikums auf sich ziehen, muss sie das beherrschen, was die Autoren dieses Buches das "Storytelling" nennen.

"Wie finde ich eine Geschichte? Wie baue ich eine Story? Wie bringe ich das Chaos in eine lesbare Form?" Über diese und viele andere Fragen gibt dieses Buch anhand vieler Beispiele profunde Auskunft. Auch wenn eine Rezension doch ein etwas anderer Text ist als ein Bericht über ein Ereignis, über das ein Journalist berichtet, können anspruchsvolle Rezensenten von diesem Buch viel lernen und für ihre Arbeit profitieren.
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am 31. Juli 2012
In einer digitalen durch Massenmedien geprägten Welt ist es für erfolgreiche Journalisten unumgänglich, durch und durch überzeugende Texte zu produzieren. Texte, die ein disperses Publikum ansprechen, d.h. vom Polizisten über den Professor bis hin zur Putzfrau.
Sie alle wollen gleichermaßen und vor allem gleichzeitig angesprochen werden. Dies ist ein Merkmal eines qualitativ hochwertigen Textes. Wie es gelingen kann, Aufmerksamkeit nicht nur zu generieren, sondern zu erhalten, verrät dieser Praxisband für Journalisten anhand strategischer Anleitungen und vielen konkreten Beispielen.
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Hilfreiche Techniken der Aufmerksamkeitssteuerung sind hier in einer Sammlung zusammengetragen, die das Beste aus einer jeden Arbeit hervorbringen können. Dabei setzen die beiden Autoren am Anfang des Schreibprozesses an: dem leeren Blatt.
Erläutert werden Strategien zur Themenfindung, zum Handlungsaufbau sowie zur anschließenden Ausarbeitung. Bei keinem einzigen Arbeitsschritt wird man alleine gelassen. Für jedes mögliche Problem werden vielfältige Lösungsvorschläge geboten. Dazu zählt etwa die Schwierigkeit, Übergänge wie Rückblenden oder Einzelepisoden zu gestalten, eine angemessene Sprache zu finden oder nach einem stringenten Handlungsablauf zu einem abrundenden Schluss zu kommen.
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Überaus hilfreich sind die Tipps zur Personencharakteristik, der Oxymoron-Technik und den Inseln der Verständlichkeit. Auch Methoden zur Freisetzung des eigenen kreativen Potenzials sind sehr wertvoll und leicht in die Tat umzusetzen. Positiv zu bewerten ist ebenfalls der außergewöhnliche Glossarteil, indem auch komplexe Begriffe verständlich und anschaulich anhand eines Beispiels erklärt werden. Neue Informationen können so schnell und ohne Probleme aufgenommen werden. Expertenmeinungen und bereits erschienene Texte mit Vorbildcharakter sorgen für eine sinnvolle Erweiterung des eigenen Wissens dank konkreter Praxisbeispiele.
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Fazit: Eine Schatzkammer journalistischer Arbeitsmethoden und deren praktischer Umsetzung! Wer seine journalistischen Qualitäten optimieren möchte, sollte auf dieses Buch als unterstützenden Leitfaden nicht verzichten. Sehr zu empfehlen!
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am 21. März 2013
Ich habe schon einige Bücher über journalistisches Schreiben gelesen, dennoch kaufe ich hin und wieder ein Neues hinzu. Dieses bietet ein Feuerwerk an Beispielen und Grafiken, vielleicht auch neue Erkenntnisse. Jedoch wirkliche Begeisterung mag bei mir nicht aufkommen, es kommt mir vor wie ein alter Hut in einer neuen Schachtel.
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am 19. Dezember 2013
Storytelling oder das Erzählen von Geschichten ist im Printbereich und insbesondere beim Radio alles andere "Neuland“. Im Umfeld von Web-Texten und Copywriting ist das Thema in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus gerückt. Unter anderem haben die Blogger haben diese Technik im Web salonfähig gemacht.

Damit jeder Journalist/Texter/Blogger die Möglichkeit hat sich dieser Technik zu nähern, gibt es das vorliegenden Fachbuch, welches zunächst Antworten auf die Frage „Was macht eine ‚gute‘ Geschichte aus“ aufspürt.

Gespür ist auch wichtig, um die richtige Story zu finden. Dazu wird von den Autoren die „Leiter des Erzählens“ vorgestellt und dann Stufe-für-Stufe erklommen, damit sowohl Leser – wie auch dem Schreiber – hoffentlich Freude am finalen Text haben. Ob das Storytelling bei allen Themen passend ist, muss abgewogen werden – oft dürfte auch das Medium gewisse Vorgaben an die Textstruktur geben.

Insgesamt ein Buch, welche viele Anregungen gibt und die scheinbar trivialen Tipps und Ideen gut aufbereitet hat. Dennoch wird die Umsetzung – insbesondere am Anfang - nicht immer leicht fallen, da das Geschichten erzählen den richtigen Aufbau erfordert. Dieser ist lernbar, die eigene Kreativität sollte aber mitgebracht werden.
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