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am 26. September 2006
In dem Buch "Der Pharao" wird der Niedergang des Neuen Reiches in Ägypten anhand der fiktionalen Person von Ramses XII dargestellt. Der junge Pharao sieht sich an der Spitze eines Reiches, dessen Staatsschatz langsam schwindet, und in dem die Priesterkaste eine immer bedeutendere - schließlich allein dominierende - Stellung einnimmt. Mithilfe von Allianzen mit Militärs und einem abtrünnigen Kleriker versicht der Pharao, die Kontrolle wiederzugewinnen, scheitert aber letztendlich.

Spannend an dem Werk ist, dass es sich nicht um einen Konflikt Gut gegen Böse handelt. Ramses XII ist gutwillig und fähig, aber eitel und impulsiv, er handelt übereilt und ist nicht willig, Allianzen zu schmieden. Die Priesterschaft hingegen, obwohl machthungrig und eitel, handelt häufig mit Augenmaß und rational, auch die Interessen des einfachen Volkes berücksichtigend, soweit diese der eigenen Machtposition nicht gefährlich werden. So ist der Leser ständig herausgefordert, Werturteile zwischen den Positionen zweier widerstreitender Seiten zu treffen, die beide in Grauschattierungen gezeichnet werden.

Des Weiteren lassen sich die gezeichneten Konflikte auch auf andere im Niedergang befindlichen Länder übertragen. Der Zerfall überkommener Werte, die Ausbeutung der produktiven Schichten durch die herrschende Klasse sowie die Machtkonflike werden prägnant geschildert und waren sicherlich zumindest auch im Europa der Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert, als das Buch geschrieben wurde, relevant.

Hinzuzufügen bleibt jedoch, das es sich nicht um einen historischen Roman im eigentlichen Sinne handelt. Alle genannten Personen sind fiktional, und auch wenn der Grundkonflikt, Pharao gegen Priesterschaft, aus der Endphase des Neuen Reiches genommen ist, so hat Boleslaw Prus sich doch sehr große literarische Freiheiten genommen, um zu zeigen, wie sich - aus seiner Sicht - der Niedergang eines Reiches abspielt.
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am 2. Juli 2014
interessant, weckt die Fantasie aber wenig Tiefgang. Die Geschichte ist amüsant, plätschert aber nur vor sich hin ohne Spannung, Tiefgang, historisch korrekte Infos oder ähnliches.
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am 21. Dezember 2014
Muss erst lesen, dann kann ich etwas sagen! Buch ist okay,
mfg; Frohe Weihnachten und glückliches 2015, vielen Dank, mfg.E.G.
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am 5. November 2016
Hier werden zwei ganz unterschiedliche Bücher bewertet. Aber Gedge ist nicht Prus, und Echnaton nicht Ramses!
Pauline Gedge (PG) ist eine 1945 in Neuseeland geborene, in England aufgewachsene und heute in Kanada lebende Schriftstellerin. Sie hat u.a. einen Roman mit dem Titel "The Twelfth Transforming" (1984) geschrieben, der in der deutschen Übersetzung den Titel "Pharao" erhielt, weil eine der Hauptfiguren der Pharao Amenophis IV., Echnaton genannt, aus der 18. Dynastie (1580 - 1321) ist.
Boleslaw Prus ist ein polnischer Schriftsteller, der von 1847 bis 1912 lebte, und einen Roman mit dem Titel "Faraon", auf deutsch "Der Pharao", verfasste, welcher 1895/96 erschien. Seine Hauptfigur ist der fiktive Pharao Ramses XII. aus der 20. Dynastie (die Dynastie endete mit Ramses XI., in dessen Herrschaftszeit (1104 - 1075) der Roman spielt).
Bis zum heutigen Tag (5.11.2016), da ich dies schreibe, sind hier für beide Bücher 25 Rezensionen veröffentlicht:
- 15 mit 5 Sternen
- 4 mit 4 Sternen
- 4 mit 3 Sternen
- 2 mit 1 Stern
Es handelt sich bei beiden Büchern um die gleichen 25 Rezensionen; sie beziehen sich zum Teil auf das eine, zum Teil auf das andere Buch. Nachdem ich nicht annehme, dass 25 Rezensenten gleichermaßen verwirrt sind und ihre Rezensionen bei beiden Büchern (die ja überhaupt nichts miteinander zu tun haben) eigeben, glaube ich, dass es wohl an einem Systemfehler von Amazon liegt.
Interessant ist, dass sich die beiden Rezensionen mit 1 Stern eindeutig auf PG beziehen. Von den vier Rezensionen mit 3 Sternen beziehen sich drei eindeutig auf PG, die vierte höchstwahrscheinlich. Von den vier Rezensionen mit 4 Sternen geht eine gar nicht auf den Inhalt des Buches ein, sondern auf die Lieferung; die restlichen drei gehören zu PG (auch Amarna-Epoche ist 18. Dynastie).
Ergebnis: Für Boleslaw Prus bleiben nur 5-Sterne-Bewertungen, und die hat er auch verdient. Sein Roman ist hohe Literatur, PG wohl eher Trivial-Kram.
Mein Rat: Zumindest die PG-kritischen Rezensenten sollten auch einmal zu dem Prus-Roman greifen, dann haben sie wenigstens einmal auch etwas Gescheites über das alte Ägypten gelesen.
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am 22. Juli 2006
Dieser Roman ist eines meiner Lieblingsbücher über das alte Ägypten.

Es geht um die machtbesessene Königin Teje, die nach dem Tod ihres Mannes Pharao Amenhotep III ihren unfähigen Sohn Echnaton auf den Thron bringt, aber immer noch aus dem Hintergrund ihre Fäden zieht. Nach vielen Ränken und Skandalen, bei denen auch vor Inzest und Mord nicht zurückgeschreckt wird, muss sie jedoch feststellen, dass sie am Ende alles verloren hat.

Wer sich ein wenig mit der 18. Dynastie auskennt, vor allen Dingen der hier beschriebenen Amarna-Zeit, wird sich beim Lesen oft fragen: Könnte es nicht so gewesen sein? Viele Teile aus dem Roman sind mittlerweile geschichtlich widerlegt, aber er ist sehr lebendig und farbenfroh geschrieben, man kann sich das Leben bei Hofe bildlich vorstellen.

Fazit: Ein fantasievolle Zeitreise in das alte Ägypten, die Geschichte lebendig werden lässt!!!
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am 20. August 2001
In Paharao kann man in die Welt das alten Ägypten wunderbar eintauchen. Ich konnte mich von den Roman nicht losreißen und habe ihn daher verschlungen. Fazinierend erzählt Pauline Gegde vom Aufstieg und Fall des Herrscherpaares Echnaton und Nofretete und ihrer Familien. Man erfährt viel vom Leben am königlichen Hofe und man könnte sich gut vorstellen das es wirklich so gewesen ist. Hauptsächlich geht es um die Königsmutter Teje, die ihren Sohn Echnaton beim Ergreifen der Macht und in der Regierund leitet. Auch wird die Geschicht von Tutanchamun, kurz aber spannend, erzählt. Der Titel dieses Buches passt wirklich sehr gut, da die Geschicht einer Familie erzählt wird die mehrere Pharaonen ervorbrachte. Ich habe viele Romane über dieses Thema gelesen, aber keiner kam bisher an Pauline Gegde heran. Ich kenne auch viele andere Bücher von ihr und alle finde ich sind toll. Ich hoffe, dass sie noch viele weitere großartige Romane schreibt!
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am 14. Juni 1999
Pauline Gedges' Buch "Pharao" erzählt von der 18. Herrscherdynastie des alten Ägypten; über Pharao Amenhotep IV, der sich später als Zeichen der Ehrerbietung für Aton Echnaton nennt, seine schöne und berühmte Gattin Nofretete und die Katastrophe, die sich durch religiöse Verblendung beinahe ereignet hätte. Die Autorin beschreibt außergewöhnlich nuancenreich und sehr unterhaltsam, was der Leser über das alte Ägypten zu erfahren hofft - wie haben die als Gottheiten verehrten Herrscher gelebt, wie muß ich mir das Umfeld vorstellen, waren die Pharaonen wirklich so unermeßlich reich? Nach 575 Seiten sind Sie um viele Erkenntnisse reicher ... und werden es so machen wie ich: Sie greifen zu Pauline Gedges' übrigen Romanen wie z.B. Die Herrin vom Nil und tauchen wieder ein in die lebendige Welt des alten Ägypten, die die Autorin so detailgetreu zu schildern versteht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. Januar 2005
Nach "Die Herrin vom Nil", ist dies nun mein zweiter Roman von Pauline Gedge. Dies ist ein gut recherchiertes Buch über Pharao Echnaton, der Herrscher der 18. Dynastie im Jahre 1350 vor Christus.

Echnatons Vater Amenophis III. hat Ägypten Wohlstand und Frieden beschert. Eigentlich sollte sein älterer Sohn, Thutmosis, sein Nachfolger werden. Da er aber vor seinem Vater stirbt, gelangte Amenophis IV. (Echnaton) auf dem Thron. Unter seiner Herrschaft ging das Land fast unter. Er hat viele Veränderungen durchgenommen: Er gründete eine neue Hauptstadt, verehrte nicht mehr dem Gott Amun, sondern Aton und änderte seinen Namen, von Amenophis in Echnaton. Auch wenn die Geschichte von Echnaton handelt, steht hier aber seine Mutter Teje im Mittelpunkt, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Dies ist der Autorin sprachlich gut gelungen und der Schreibstil war flüssig und einfach.

Was ich an der Geschichte heftig fand, ist, war die Erzählung über das inzestuöse Leben im Palast. Da es nun mal wirklich so gewesen ist, kann ich hier der Autorin keinen Vorwurf über Geschmacklosigkeit machen. Sie hat es unverblümt beschrieben und so wirkte einfach nur unglaublich. Man kann sich das heute gar nicht vorstellen und deswegen ist es so erschreckend, dass es so gewesen ist. Trotzdem ein spannendes Buch, welches ich weiter empfehlen kann.
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am 3. Januar 2003
Der Roman ist ein wahres Meisterwerk und fesselt den Leser mit jeder Zeile mehr. Man kann richtig eintauchen in die damalige Zeit. Pauline Gedge hat einen wunderbaren Schreibstil, die Figuren werden lebendig.
Das Leben am Hofe zur Zeit von Pharao Amenophis III. und Amenophis IV. (Echnaton) wird fantastisch dargestellt. Man kann sich richtig in die Personen hineindenken und mit ihnen fühlen.
Der Aufstieg und der Untergang von Echnatons Reich ist ein komplexer Vorgang der dem Leser verständlich dargestellt wird. Es kommen alle wichtigen Personen dieser Zeit perfekt zur Geltung, sei es nun Nofretête, Tut-anch-aton(amun), Eje oder Haremhab. Vor allem Echnatons Mutter Teje wird im Roman besonders hervorgehoben.
Lassen Sie sich verzaubern und tauchen Sie ein in die schöne aber auch dramatische Amarna-zeit. Es wird sich lohnen!!
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am 6. Oktober 2001
Die Autorin Pauline Gedge versteht es auf eindrucksvolle Weise von der Zeit des Pharao Echnaton zu erzählen. Es gelingt ihr dabei nicht nur, all die Rätsel, die diese Epoche aufwarf, einleuchtend aufzuklären, sondern den Leser auch mit ihrer sehr bildhaften Erzählkunst in eine längst vergangene Zeit zu entführen.
Für mich persönlich einer der besten Romane über das Alte Ägypten. Das Buch beschreibt nicht nur die Lebensgeschichte des Echnaton sondern vor allem auch das seiner Mutter, der großen königlichen Gemahlin Teje. Teje führt den Leser fast durch den gesamten Roman. Man fühlt mit ihr, trauert der vergangenen glücklichen Zeit mit ihrem ersten Gemahl nach und versteht den Zwiespalt der Gefühle, die sie für ihren seltsamen Sohn empfindet. Ich habe mich von Anfang an in die Handlung dieses Buches hineinversetzt gefühlt, was sicher nicht nur dieser faszinierenden Epoche zu verdanken ist sondern auch an dem beeindruckend blumigen Erzählstil der Autorin.
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