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Kundenrezensionen

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Mit "Zuhause ist überall" legt die große alte Dame des österreichischen Journalismus ihre (lang erwarteten) Erinnerungen vor.
Bereits ihr Familienname ist schon ein (europäisches) "Programm": Die Coudenhoves stammen ursprünglich aus Brabant und gehen während der Napoleonischen Kriege als Habsburgtreue nach Wien. Der zweite Name Kalergi wird von einer Urgroßmutter übernommen, die eine Deutschrussin mit familiären Wurzeln in Kreta ist. Weiters gibt es noch polnische, französische, schwedische und deutsche Vorfahren. Daneben hat die Autorin eine japanische Großmutter (väterlicherseits). Die mütterliche Seite der Herkunft bildet das bekannte Geschlecht der Palffys.
Barbara Coudenhove-Calergi (geboren 1932) verlebt eine glückliche Kindheit in Prag. Besonders haben es ihr die Sommerferien auf dem Palffy-Schloss Breznitz angetan; hier trifft sie auf eine große Verwandtschaft, die eisern zusammenhält.
Dann der große Schnitt: Am 8. Mai 1945 wird die Familie (bestehend aus den Eltern und 4 Kindern) aus Prag vertrieben und gelangt nach Österreich. Hier gelingt die Integration sehr schnell.
Den größten Teil des Buches machen die diversen beruflichen Stationen der Autorin aus: Redakteurin bei einigen Tageszeitungen; Arbeit beim ORF; Auslandskorrespondentin in Osteuropa. Sie ist praktisch immer vor Ort, wenn die kommunistischen Regime zusammenbrechen.
Am Ende schließt sich der biografische Kreis...
Die Autorin blickt ohne Bitterkeit (sie hätte wahrlich Grund dazu) auf ein erfülltes Leben zurück. Sie kam sehr schnell in Wien "an" - was sogar dazu führt, dass sie den Plan aufgibt, sich im Alter in Prag, ihrer Geburtsstadt, eine Wohnung zu nehmen.
Ein spannendes, tolles Buch einer bewundernswerten Frau mit einem mehr als interessanten Lebenslauf.
Heftigste Leseempfehlung!
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am 10. September 2013
Vor einiger Zeit bin ich durch Zufall auf dieses Buch aufmerksam geworden. Frau Coudenhove-Kalergi hat mich mit ihrem kurzweiligen und prägnanten Schreibstil in den Bann gezogen und das bei Passagen, die ich in anderen Büchern vielleicht (leider) überblättert hätte. In der europäischen Geschichte ist soviel passiert, manches konnte die Autorin inhaltlich nur streifen, manches, wie ihre Familiengeschichte, beschreibt sie näher. Eindeutig lehrreich und eine Leseempfehlung!
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am 7. Februar 2013
Barbara Coudenhove-Kalergi ist 1932 in Prag geboren und muss als 13-Jährige mit ihrer Familie fliehen. In ihrer Autobiographie erzählt sie, wie ihre Familie und Freunde die Kriegsjahre, die Flucht und den Neustart in Wien erleben.
Sie selbst wird Journalistin und Redakteurin und befasst sich immer wieder mit geschichtlichen Zusammenhängen. Was sie zu erzählen hat, ist hoch interessant, nicht nur die politischen Hintergründe, sondern die immer wieder eingeflochtenen Einzelschicksale.
Es ist erstaunlich, wie genial sie Erlebnisse, ihre Erinnerungen, Emotionen und tragische Zustände mit einfachen Sätzen derart prägnant und berührend schildert.
Die Taufe des ersten Enkels ihres Bruders in der alten Heimat ist ein gelungener Abschluss.

Lesenswerte Erinnerungen!
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am 28. Juli 2015
Barbara Coudenhove-Calergi wurde 1932 in Prag geboren. Sehr interessant und farbig berichtet sie über das Leben der deutschsprachigen Menschen in der Tschechoslowakei.
1945 wird die Familie C-C vertrieben. Das bedeutet konkret einen tagelangen Fußmarsch der sechsköpfigen Familie nach Österreich. Tapfer marschiert der siebenjährige Michi mit, für den es wohl am schwersten ist.
Die Familie hat noch Glück im Unglück, denn alle überstehen Krieg und Vertreibung unverletzt.

Für die zielstrebige, intelligente Barbara beginnt in Österreich ein neues Leben, das ihr alle Chancen bietet, die sie auch tatkräftig ergreift. Zuerst als Zeitungsjournalistin und schließlich als Reporterin für den ORF macht sie sich einen Namen.
Die wichtigen Stationen des Nachkriegsösterreich erlebt sie mit, und auch von den Umwälzungen im Osten berichtet sie live.

Lange lebt in ihr die Hoffnung, im postkommunistischen Prag wieder eine - zweite - Heimat zu finden. Aber als augenscheinlich wird, wie gründlich die Spuren deutschen Lebens in Tschechien zerstört worden sind, rückt dieser Traum immer mehr in die Ferne, bis sie ihn schließlich ganz aufgibt.

Heute arbeitet B. C-C als Deutschlehrerin für Asylanten, um jenen, die wie sie vertrieben worden sind oder die geflohen sind, den Einstieg in ein neues Leben zu erleichtern.
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am 2. Mai 2015
Weil sich viele der Erinnerungen der Autorin mit den meinen decken, ist das Buch für mich besonders interessant. Sie berichtet als Zeitzeugin ausgiebig und doch knapp über viele Ereignisse des vorigen Jahrhunderts. Auch über solche, welche Jahre lang tabuisiert wurden. Ein intelligentes, spannendes und sehr gut geschriebenes Buch.
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am 5. Januar 2014
Da ich Barbara vom Fernsehen her kannte hat mich Ihre Lebensgeschichte interessiert. Sie schildern von der Kindheit an. INteressant ist Ihre Beziehung zu Prag, die anscheinend nie richtig geheilt wurde. Eigentlich eine Kosmopolitin, die sich aber im drittten Reich entscheiden musste ob Sie deutsch oder tschechisch ist, was Ihr nicht leichtfiel.
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am 28. Juli 2014
Eines der besten Bücher die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Interessant geschrieben, eine spannende Geschichte - eine Frau die etwas zu sagen hat und daß auch sehr gut sagen kann. Kann das Buch nur empfehlen.
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am 21. August 2016
Die Grande Dame des Österreichischen Journalismus erzählt in ihrer unnachahmlichen Art und Weise die Geschichte ihrer Familie.

Ursprünglich stammen die „Coudenhoves“ aus dem Brabant und emigrieren während der Napoleonischen Kriege als Habsburg-Treue nach Wien. Der zweite Name „Kalergi“ erhält die Familie von einer Deutsch-Russischen Urgroßmutter mit Wurzeln in Kreta. Doch damit ist die Melange noch nicht vollkommen: mehrere polnische, französische, schwedische und deutsche Vorfahren und die japanische Großmutter väterlicherseits machen die Autorin zu einer Kosmopolitin. Auch das bekannte altösterreichische Adelsgeschlecht der Pallfys zählt zu ihren Ahnen.

In schönen wohlgesetzten Worte, manchmal mit Wehmut und ein wenig Ironie schildert sie ihre Kindheit in Prag, die Vertreibung im Mai 1945 durch die Tschechen und ihren Werdegang bis hin zur Ostblock-Korrespondentin des Österr. Fernsehens.
Lange Zeit hegt sie den Wunsch in das Prag ihrer Kindheit, das sie nur mit einem Taschenmesser und einer schäbigen Wolldecke im Rucksack verlassen musste, zurückzukehren. Doch als sie dann endlich vor dem Wohnhaus ihrer Familie steht, muss sie erkennen, dass es das seinerzeitige Prag nicht mehr gibt.

Familienmitglieder und Zeitzeugen kommen zu Wort. Viele Fotos aus den privaten Archiven ihrer Familie ergänzen das Buch.

Uns Leser lässt sie teilhaben an den Umbrüchen in Polen, in der DDR und in der Tschechoslowakei von 1989, die letztlich zum Fall des Eisernen Vorhangs führen. Immer, wenn es dem Kommunismus an den Kragen ist Barbara Coudenhove-Kalergi mitten im Geschehen, live dabei.

Mit der Taufe der ersten Enkels des Bruders (Großneffe) in der Schlosskapelle von Bresnitz (Březnice), dem Sommersitz der Familie, schließt sich der Kreis.
Ein schönes zeitgeschichtliches Dokument – wunderbar erzählt.
Wunderschön ist das Cover, das einmal ein jugendliches und einmal ein aktuelles Foto der Autorin, in der selben Pose zeigt.
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am 15. März 2013
Dieses Buch hat mich bis zum Schluss gefesselt. Ein Einblick in die Zeit unserer Eltern und Großeltern wurde sehr einfach aus der persönlichen Sichtweise ohne Bewertung dargestellt. Ich habe viel gelernt!
[...]
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am 22. März 2013
Dieses Buch hat mich fasciniert. Was ich versäumt habe meinen Vater zu fragen zu unserer mährischen Welt, was ich versäumt habe die Alten zu befragen zu österreichisch-jüdischen Welt .... all dies habe ich hier gelernt. Und einmal die 2.Republik zu sehen - nicht durch die Brillen der CV oder AK-Funktionäre.
Schade ... oder Gott sei Dank (?) ... daß man Bücher aus dem iPad nicht verleihen kann. So werde ich es schenken müssen.. Unbedingt meinen Kindern, die zufällig mit den Neffen der Autorin befreundet sind.
ftt
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