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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
60
4,1 von 5 Sternen
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am 18. Juli 2017
Whouw! Nix mit Reifrock und Pfirsichstraße - hier ist Matsch und Modder und die Frauen sind keine Damen. Richtig schön im Dreck mussten die armen Schauspieler ihre Performance abgeben. Ich finds klasse. Endlich mal wie es wirklich gewesen sein muss und nicht auf Hochglanz getrimmt wie in anderen Produktionen. Ich habe mir die vier Staffeln auf Blu-ray geholt und bereue es nicht. Hoffentlich kommt bald die 5. und finale Staffel raus. In der Serie wendet sich alles. Nichts vorhersehbar. Mal Chef - mal Arbeiter. Mal Mörder - mal Sheriff. Mal in der feinen Stadt - und wieder in der "Hell on Wheels". Großartige Serie!
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am 26. Juli 2017
Die Serie bietet ausgezeichnete Unterhaltung n bester Western Manier. Die Kulissen und Landschaftsaufnahmen sind wirklich großartig. Die Handlung ist in Ordnung wenn auch sehr überzogen und vor allem die späteren Staffeln werden immer unglaubwürdiger. Mir hat die 1. Staffel jedenfalls am besten gefallen. Mit Deadwood hat diese Serie meiner Meinung nach nur das Thema Western gemeinsam, mehr aber auch nicht.
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am 19. Juli 2013
hatte sie zwar als Geschenk gekauft aber nachdem die erste Folge mit angesehen , konnte ich nicht anders als weiter zu schauen und warte nun auf die dritte Staffel.
eine echt sehr gute Westernserie die mir sogar besser gefällt als Deadwood und ich hoffe, dass SHO die nicht auch "offen stehen" lässt wie HBO dazumal Deadwood.
Anson Mount ist super besetzt.
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am 28. Dezember 2016
Nevada 1865. Kurz nach dem Sezessionskrieg wird von der Union Pacific die erste transkontinentale Eisenbahn quer durch Nordamerika gebaut. Die Serie schildert hart und realistisch den Alltag der Bauarbeiter, die Konflikte zwischen Schwarzen, Iren, Deutschen und die Bedrohung durch Indianer, deren Stammesgebiete rücksichtslos enteignet werden, Glaubwürdig-authentisch werden entgesetzt der visionär-missionarische innere Antrieb und gleichzeitig die Profitgier und die vollkommene Skrupellosigkeit des Investors Thomas Durant (brillant gespielt von Colm Meaney), die Zielstrebigkeit der für das Vermächtnis ihres Mannes kämpfenden schönen jungen Witwe Lily Bell (Dominique McElligott) auf der einen Seite und die beiden hartgesottenen, aber auf ihre Weise "gerechten" Hauptakteure Cullen Bohannon (Anson Mount) und Elam Ferguson (Common) auf der anderen Seite. Bohannon ist ein früherer Sklavenhalter und Soldat der Konföderierten und führt jetzt die Bauarbeiter mit harter Hand, aber einigem Geschick. Ferguson ist ein hellhäutiger Schwarzer und sitzt als solcher zwischen allen Stühlen: Weder die schwarzen noch die weißen Bauarbeiter respektieren ihn als Ihresgleichen, aber er geht immer wieder mit dem Kopf durch die Wand und verschafft sich Respekt durch Härte, Sturköpfigkeit und eine unkaputtbare Steh-auf-Qualität.

Habe ich in dieser Rezi viel zu viel verraten? Ich denke nicht. Man muss es schon sehen, wie diese Figuren auf dem Bildschirm lebendig werden und Farbe und Authentizität gewinnen. Die Serie hat nichts mit "Bonanza" oder "Rauchende Colts" zu tun; Es fehlen die Romantik und der Humor. Vergleichbare Western bieten eher die Serie "Deadwood" oder die harten Italo-Western der 60er Jahre, allen voran "Django". Aber "Hell on Wheels" ist noch einmal anders: historisch und modern zugleich, rauh und mit kleinen Lichtblicken, hoffnungslos und doch dynamisch. Auch die wilde Gitarrenmusik der Titelmelodie passt gut zu dieser Serie. Einzige kleine Einschränkung meiner ansonsten durch und durch positiven Rezension: Die Hauptdarsteller kommen etwas zu oft in ausweglose Situationen und dann doch immer mit dem Leben davon ...
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am 28. März 2013
Bis die DVD endlich erschienen ist, kann ich hier erst einmal nur auf die Qualität der Serie an sich eingehen. Und die ist so gut, dass ich sie gemeinsam mit Deadwood als derzeitige Referenz für eine Westernserie ansehe, die in jeder Hinsicht in der Lage ist, den Bedürfnissen eines Western-/Serienfans in Hinblick auf Authentizität, dramaturgisches Können und inhaltlichen Anspruch gerecht zu werden. Der Sender AMC hat damit nach "The Walking Dead" einmal mehr bewiesen, dass er Serien machen kann, die denen von HBO in nichts nachstehen.

Der Inhalt ist in der vorhandenen Zusammenfassung in der Produktbeschreibung bereits ganz gut umrissen. Ex Südstaatensoldat Cullen Bohannon sucht Rache - und findet einen Job. Und zwar beim Bau der transkontinentalen Eisenbahn. Die Beschreibung der mit dem Baufortschritt mitwandernden Kleinstadt als "Hölle auf Rädern" (Hell on Wheels) macht deutlich, mit Männern und Frauen welchen Kalibers es Mr. Bohannon zu tun bekommt. Gestrandete, Sadisten, Glückssucher, Kapitalisten, ehemalige Sklaven, Huren und Priester bilden eine Melange, in der man weder allein mit einer schnellen Waffe, noch ausschließlich mit Verstandeskraft lange überlebt. Aber zum Glück verfügt der verbitterte Cullen Bohannon über beides...

Die Kostüme sind exzellent und authentisch, alle Rollen bis in die Nebenrollen hinein perfekt besetzt und der allgemeine historischer Hintergrund wurde außerordentlich gut eingefangen. Natürlich diskutieren in US-Fanforen die Hardliner u.a. darüber, ob die eingesetze Lokomotive tatsächlich zu jener Zeit an jenem Ort über die Schienen gefahren ist, aber sowas kann man einer Serie wie dieser gern schenken, in der sonst alles einfach nur stimmig ist. Alle Darsteller agieren glaubhaft, alle sind facettenreich in ihren Motiven und ihrem Handeln. Jeder Folge besitzt ihre eigenen dramaturgischen Höhepunkte und doch arbeitet die ganze Staffel auf ihren eigenen Klimax hin. (Kleiner Ausblick: alles das, was die Serie so positiv heraushebt, bleibt auch in Staffel 2 erhalten. Doch die gibt es leider noch nicht auf Deutsch.)

Also: was Sie hier erwartet, ist eine kluge, spannende, überraschungsreiche Westernserie mit hervorragendem Ensemble in einem neuen, weil bislang noch kaum in diesem Genre in Szene gesetztem Setting, dem Eisenbahnbau. Sie enthält alle notwendigen Zutaten wie Machtkampf, Ehrenhändel, harte Männer und weiche Herzen, Indianer, Kavallerie, Niedertracht, Ehrenhaftigkeit, Liebe, Freundschaft, Hass und Humor - und natürlich ausreichend Pulverdampf.

Wer wie ich befürchtet hatte, dass nach Deadwood keine Westernserie mehr kommen würde, die den Ansprüchen von modernen Genrefans genügen könnte, der wird hier auf äußerst angenehme Art eines Besseren belehrt. Wenn jetzt noch die Serie "Copper" auf Deutsch erscheint, ist für mich das olympische Treppchen der aktuellen Serien zum Thema "USA um 1870" besetzt.

Nachtrag: nun ist sie ja endlich erschienen, die Serie. Über Bildqualität und Ton kann ich wenig fachliches sagen, ich kann bestenfalls über meine individuellen Eindrücke berichten und wie nicht anders zu erwarten ist beides brilliant.
Wichtiger ist für Blu Ray und DVD-Käufer wie mich jedoch die Info über enthaltenen Extras. Ich kann mich zumeist gar nicht genug über die Hintergründe, den Dreh und all die Details informieren, die ein Serienprojekt zu einem Genuss wie in diesem Fall gemacht haben. Und so kann ich nun auch endlich die Informationen zu den enthaltenen Extras nachholen.

Die Hell on Wheels Extras (alle sind deutsch untertitelt)

(Achtung: kann Hinweise auf die Handlung enthalten!)

"Eine Reise in die Vergangenheit: Making of" (16:45 min, enthält Interviews mit Regisseur und Mitgliedern des Produktionsteams

"Zugunglück: Vom Konzept zur Umsetzung" (3:25 min, leider sehr kurzes, aber dafür informatives Special über das Making of des Zugunglücks. Es ist grandios zu sehen, mit welchen Mittel die extrem gelungene Darstellung des Unglücks in der Serie erzeugt wurde)

"Mitten drin - Hell on Wheels" mit den folgenden Kapiteln
"Making of" (33 min)
"Die Charakere" (12 min, Kurzdarstellung der wichtigsten Hauptcharaktere)
"Episoden-Featurettes" (52 min, Hintergründe zu den einzelnen Episoden mit Äußerungen der Darsteller und des Produktionsteams)

Das o.g. "Making of" enthält die Kapitel
Über Hell on Wheels
Die Waffen
Der Kleiderschrank
Die Bedeutung der Eisenbahn
Die Entstehung des Zugs
Location & Set
Schmutzige Medizin

Es handelt sich hierbei um die Web-Features, die der Sender AMC mit Beginn der Serienausstrahlung ins Netz gestellt hat. Deutsche Zuschauer konnten (jedenfalls ohne Verschleierung der IP) nicht auf diese zwar nur kurzen, dafür aber sehr informativen Dokumentationen zugreifen. Das diese es nun in die Extras geschafft haben, ist sehr begrüßenswert. Waffeninteressierte kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Interessenten an den Kleidungsstilen usw.

Den Abschluss bildet das Kapitel:
"Hinter den Kulissen" (24 min, unkommentiertes, aber - soweit es die enthaltene Sprache betrifft - deutsch untertiteltes Begleitmaterial vom Dreh. Hier bekommt man einen sehr guten Eindruck, wie vergleichsweise unspektakulär die Rohdrehs ausssehen und wieviel vom der sehr überzeugenden visuellen Wirkung der Serie auf die Postproduktion zurückgeht.)
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TOP 1000 REZENSENTam 30. April 2013
Name der Stadt: Hell On Wheels
Einwohnerzahl: Jeden Tag einer weniger

Nach Ende des Bürgerkrieges im Jahre 1865 ist der Ex-Konföderierten-Soldat Bohannon auf der Suche nach den Mördern seiner Frau und kommt dabei in dem Eisenbahnkaff "Hell On Wheels" vorbei. Dort nimmt er die Stelle des Vorarbeiters an. Es dauert nicht lange und es gibt Konflikte mit den schwarzen Ex-Sklaven, den Indianern und anderen finsteren Gesellen.
Die Serie hat alles, was eine Westernserie haben sollte: Gut und Böse, die Frau zwischen den Stühlen, die Indianer und ihr Dorf (der mehrminütige Kampf in Zeitlupe im verlassenen Dorf ist eins meiner Highlights der Serie), Dreck, Saloons, Whiskey, der Ritt in den Sonnenuntergang, einen absolut passenden Soundtrack und natürlich das richtige Flair. Anders als z.B. die ebenfalls geniale Serie "Deadwood" spielt die Handlung nicht in einer großen Stadt, sondern "Hell On Wheels" ist eine Zeltstadt, welche mit den Schienen "zieht". Ist ein Abschnitt der neuen Strecke geschafft, so wird weitergezogen. Ein paar Gewaltspitzen (Skalpieren, blutige Einschüsse, Indianerpfeile) sorgen für kurzes Zusammenzucken.

Ein paar der Darsteller:
Anson Mount ("Straw Dogs", "Safe", "All The Boys Love Mandy Lane")
Colm Meaney ("Star Trek TNG", "Star Trek: Deep Space Nine", "Zone Of Separation")
Tom Noonan ("Last Action Hero", "Robocop 2", "Heat")
Christopher Heyerdahl ("Sanctuary", "Stargate: Atlantis")
Common ("Wanted", "Street Kings", "Smokin Aces")

Die BluRay enthält alle 10 Episoden der ersten Staffel auf 3 Discs. Die Erstauflage kommt in einem Pappschuber mit festem FSK-Logo, Das innenliegende Amaray hat kein Wendecover (auch ein FSK-Aufdruck vorne drauf), dafür gibts im Innencover die Episodenauflistung der 3 Discs.
Das Bild liegt im Format 1920x1080p (1.78:1) vor und ist einsame Spitze. Alles klar und deutlich. Spielt in einer Liga mit z.B. "Sons of Anarchy". Man erkennt jede Bartstoppel, jede Falte in den Gesichtern und die tollen Stoffe der Kleidung der Protagonisten...super. Einzig in ein paar dunklen Szenen gibt es manchmal Bildrauschen, aber wirklich nur selten.

Der Ton liegt in folgenden Formaten vor:
Deutsch DTS-HD MA 5.1 und DTS-HD MA 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1 und DTS-HD MA 2.0
...die deutsche Synchro geht in Ordnung, habe aber selbst nur eine Folge in Deutsch geschaut, den Rest in Englisch...ich schaue einfach lieber im Original. Beide Tonspuren (habe nur die 5.1 angehört) klingen hervorragend...super Raumklang und ausreichen Bass bei Explosionen oder Schießereien. Die deutsche Spur ist ein wenig lauter als die englische, aber wozu gibts denn den Lautstärkeregler ;-). Es wird in dieser Serie übrigens nicht so viel geflucht wie heutzutage anscheinend üblich in US-Serien.

Es gibt deutsche und englische Untertitel. Ich habe mal zwei Folgen mit deutschen Untertiteln laufen lassen...sehr viele Schreibfehler und Buchstabendreher.
Ein Beispiel: Engl. Ton: "Lets have a song, shall we?" ... Deutsche UT: "Hören wir uns ein Leichen an, wie wärs?"
Man kann dem Geschehen zwar ohne Weiteres folgen, aber es könnte schon hier und da ein wenig nerven.

Jede Menge Bonusmaterial:
- Making Of (16:45 min)
- Das Zugunglück (3:25 min)
- Waffen, Kleidung, Sets u.a. (33:26 min)
- Charaktere (12:56 min)
- Featurettes zu den 10 Folgen (52:41 min)
- B-Roll (24:36 min)
...alles auch mit deutschen UT abspielbar.

Fazit: Endlich wieder eine Westernserie für zu Hause (ich schaue ja auch gerne "Justified", aber die Serie ist ja dann doch eher als moderner Krimi mit ein paar Westernelementen zu bezeichnen). Die Charakter sind gut herausgearbeitet, das Setting weiß zu gefallen und es gibt genug Action. Zwar ist hier und da auch mal ein Klischee zu viel eingearbeitet, aber über so etwas kann ich bei einer gut gemachten Serie auch mal hinwegsehen. Einige Zuschauer bemängeln auch die fehlende Dramatik und andauernde Spannung, aber: Gerade weil die Dramaturgie so holzschnittartig wirkt, gerade weil die Schauspieler in ihren Rollen immer etwas übertreiben, gerade weil die Dramatik nicht konstant ansteigt, sondern es immer wieder kleine Höhepunkte zwischendurch gibt, ist diese Serie eine hervorragende WESTERNSERIE, denn diese Dinge machen aus meiner Sicht einen guten Western aus.
Ich freu mich schon auf die 2te Staffel. Die BluRay weist bis auf die nicht ganz perfekten Untertitel keine Mängel auf.
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am 23. März 2013
Hell On Wheels ist zusammen mit "Copper" eine der neu aufgelegten Western-Serien, die sich mit den Geschehnissen zum Ende oder nach dem Bürgerkrieg beschäftigen. Offenbar hatten die Amis genug von den Kürzeln der Polizei- und Spionagearbeit und wollten wieder was aus ihrer romantisierten Vergangenheit sehen : die guten alten Zeiten eben.

Den Gefallen tun ihnen die Serienmacher jedoch nicht und es wird alles mit realistischer Gewalt und Sex gewürzt. Es wird offenbar, dass die anständigen, heldenhaften Siedler lediglich eine Minderheit waren und der Westen von Verbrechern, Taugenichtsen, Glücksjägern, freigelassenen schwarzen Sklaven und Huren erobert wurde, gelenkt von der gnadenlosen Profitgier der Kapitalisten von der Ostküste.

Protagonist ist Cullen Bohannon (Anson Mount), ein ehemaliger Konföderierter Offizier, der zum Ende des Krieges seine Farm von Unionssoldaten niedergebrannt und Frau und Sohn ermordet vorfand. Seitdem ist er auf einem Rachefeldzug auf der Suche nach den Mördern. Der führt ihn nach "Hell On Wheels" dem Camp an der Spitze der Eisenbahnbauarbeiten der Union Pacific.

Geleitet wird diese von Thomas "Doc" Durant ( Colm Meaney-der O'Brien aus der Next Generation Enterprise)einem skrupellosen Geschäftsmann, der natürlich mit dem Bau in erster Linie reich werden will, aber auch mit dem eisernen Willen, so ein Zukunftsprojekt durch zu ziehen. Einfach wunderbar zwiespältig gespielt.

In diesem Lager sind jede Menge zwielichtiger Gestalten versammelt und der amerikanische Schmelztiegel: die befreiten Schwarzen, die harte Arbeit gewöhnt sind, aber nur den halben Lohn der Iren bekommen, die gebeutelt vom britischen Empire ihr Glück suchen und die Farbigen genauso so geringschätzig behandeln wie deren ehemaligen Halter aus dem Süden, schließlich sind diese ja Konkurrenz und auch noch besser. Genauso solche Schwerstarbeit leisten die Huren, die den ganzen Haufen bei Laune halten sollen, aber natürlich nicht die Schwarzen.

Diszipliniert wird dieser Haufen von einigen skrupellosen Gaunern, die einfach etwas besser schiessen und denen "der Schwede" (Christopher Heyerdahl) vorsteht und die mit Lug und Betrug die Bahnarbeiter um ihren schlechten Lohn erleichtern.

Die Bauarbeiten Richtung Westen führen durch das Gebiet der Plains-Indianer, die hier befreit von Costnerscher Romantik in ihrem Überlebenskampf genauso brutal und rücksichtslos vorgehen, wie die weißen "Pioniere".

In weiteren Rollen sind Dominique McElligott als Lily Bell, die Witwe eines Landvermessers, Common als Elam Fergusson, der schwarze Protagonist der Serie, Eddie Spears als Joseph Black Moon, ein christianisierter Cheyenne und Tom Noonan als Reverend Cole, dessen Mentor dabei. Jede dieser Figuren trägt einen Handlungsstrang zum Geschehen bei und entwickelt so diverse Perspektiven.

In dieser ersten Staffel wird der Wilde Westen entromantisiert und das in einer äußerst unterhaltsamen und trotzdem etwas nachdenklichen Weise. Ich bin gespannt, wie der Spannungsbogen weiter geht !

Absolut empfehlenswert.
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am 9. Januar 2014
aber auch nicht wirklich besonders gut. Irgendwie fesselt mich die Serie bei weitem nicht so wie Deadwood.
Ich schaue sehr gerne Western, deshalb hab ich mir auch Hell on Wheels bestellt. Ganz gute Unterhaltung, aber irgendwas
passt mir nicht ganz. Die Schauspieler sind nicht alle überzeugend (nichtmal Wes Studi) und die Dialoge sind auch nicht das gelbe vom Ei.
Ganz besonders stört mich die deutsche Stimme bei Elam. Die ist für mich persönlich total unpassend. Vor allem kommt
die jeweilige Gemütslage des Charakters überhaupt nicht zur Geltung. So eklatant ist mir das glaub ich noch nie aufgefallen, stört
mich extremst. Das Szenenbild ist größtenteils gut, aber auch des öfteren viel zu kitschig und künstlich. Irgendwie kommt bei mir
nicht die richtige Stimmung auf. Landschaftsaufnahmen sind auch eher Durchschnitt, kein Vergleich zu Lonesome Dove z.B.
Die Handlungen an sich sind für mich ok. Bei Western brauch ich da nicht wirklich viel, solange alles zusammen stimmig ist.
Für die Nachmittagsunterhaltung taugt die Serie aber allemal und ich werde mir auch die 2. Staffel kaufen.
Aber wie gesagt kein Vergleich zu Deadwood und schon gar nicht zu Hatfields & McCoys (wo wirklich alles passt).
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Bis die Blu-ray endlich erschienen ist, kann ich hier erst einmal nur auf die Qualität der Serie an sich eingehen. Und die ist so gut, dass ich sie gemeinsam mit Deadwood als derzeitige Referenz für eine Westernserie ansehe, die in jeder Hinsicht in der Lage ist, den Bedürfnissen eines Western-/Serienfans in Hinblick auf Authentizität, dramaturgisches Können und inhaltlichen Anspruch gerecht zu werden. Der Sender AMC hat damit nach "The Walking Dead" einmal mehr bewiesen, dass er Serien machen kann, die denen von HBO in nichts nachstehen.

Der Inhalt ist in der vorhandenen Zusammenfassung in der Produktbeschreibung bereits ganz gut umrissen. Ex Südstaatensoldat Cullen Bohannon sucht Rache - und findet einen Job. Und zwar beim Bau der transkontinentalen Eisenbahn. Die Beschreibung der mit dem Baufortschritt mitwandernden Kleinstadt als "Hölle auf Rädern" (Hell on Wheels) macht deutlich, mit Männern und Frauen welchen Kalibers es Mr. Bohannon zu tun bekommt. Gestrandete, Sadisten, Glückssucher, Kapitalisten, ehemalige Sklaven, Huren und Priester bilden eine Melange, in der man weder allein mit einer schnellen Waffe, noch ausschließlich mit Verstandeskraft lange überlebt. Aber zum Glück verfügt der verbitterte Cullen Bohannon über beides...

Die Kostüme sind exzellent und authentisch, alle Rollen bis in die Nebenrollen hinein perfekt besetzt und der allgemeine historischer Hintergrund wurde außerordentlich gut eingefangen. Natürlich diskutieren in US-Fanforen die Hardliner u.a. darüber, ob die eingesetze Lokomotive tatsächlich zu jener Zeit an jenem Ort über die Schienen gefahren ist, aber sowas kann man einer Serie wie dieser gern schenken, in der sonst alles einfach nur stimmig ist. Alle Darsteller agieren glaubhaft, alle sind facettenreich in ihren Motiven und ihrem Handeln. Jeder Folge besitzt ihre eigenen dramaturgischen Höhepunkte und doch arbeitet die ganze Staffel auf ihren eigenen Klimax hin. (Kleiner Ausblick: alles das, was die Serie so positiv heraushebt, bleibt auch in Staffel 2 erhalten. Doch die gibt es leider noch nicht auf Deutsch.)

Also: was Sie hier erwartet, ist eine kluge, spannende, überraschungsreiche Westernserie mit hervorragendem Ensemble in einem neuen, weil bislang noch kaum in diesem Genre in Szene gesetztem Setting, dem Eisenbahnbau. Sie enthält alle notwendigen Zutaten wie Machtkampf, Ehrenhändel, harte Männer und weiche Herzen, Indianer, Kavallerie, Niedertracht, Ehrenhaftigkeit, Liebe, Freundschaft, Hass und Humor - und natürlich ausreichend Pulverdampf.

Wer wie ich befürchtet hatte, dass nach Deadwood keine Westernserie mehr kommen würde, die den Ansprüchen von modernen Genrefans genügen könnte, der wird hier auf äußerst angenehme Art eines Besseren belehrt. Wenn jetzt noch die Serie "Copper" auf Deutsch erscheint, ist für mich das olympische Treppchen der aktuellen Serien zum Thema "USA um 1870" besetzt.
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am 16. August 2014
Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges 1865 begann die Reconstruction in den USA. Der ehemalige Sklavenhalter und konföderierte Soldat Cullen Bohannon macht sich nach dem Ende des Krieges auf die Suche nach den Mördern seiner Frau, Soldaten der Nordstaaten. Seine Suche nach Rache führt ihn westwärts nach Nebraska in die gesetzeslose Stadt Hell on Wheels, welche sich mit dem Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn immer weiterbewegt. Die Zeltstadt bewegt sich mit der Eisenbahn Richtung Westen. Dabei kommt es zu Konflikten innerhalb der Arbeiterschaft. Die befreiten Sklaven werden von den weißen zumeist irischstämmigen Arbeitern diskriminiert, was die Farbigen zunehmend nicht mehr akzeptieren wollen.

Hammer Serie , für Western Fans ein MUSS !!!
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