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Kundenrezensionen

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am 27. Januar 2013
Der ein oder andere User wird Faun erst vor kurzem entdeckt haben und sich nun fragen, was die Rezensionen hier eigentlich sollen. Genauso wird jemand, der Faun schon länger kennt sich vielleicht fragen, was einen mit diesem Album erwartet. Ich versuche auf diese Fragen eine Antwort zu geben.

Zu Faun:
Faun hat sich selber lange Zeit in das Genre "Pagan-Folk" eingeordnet. Die Abgrenzung zum klassischen Folk ist hierbei zum einen in manchen Instrumenten zu sehen, einer starken Naturverbundenheit und der mystisch, balladenorienterten Textauswahl. Im Laufe der Zeit hat Faun immer wieder musikalisch interessante Richtungswechsel vollzogen(z.b durch verstärkten Synthesizer-Einsatz), ohne dabei sich dabei jedoch komplett zu Wandeln. Zum neuen Jahr hin wurde die Zusammenarbeit mit dem Major-Label Universal und der Musikproduktionsfirma Elephant Musik(Santiano, Schnappi, Dj Ötzi)bekanntgeben. Die neue CD "Von den Elben" ist das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit.

Rezensionen:
Unter den Rezensionen finde sich viele alte Faun-Fans, die das neue Album stark verurteilen, hierbei jedoch nicht unbedingt das Album alleine bewerten, sondern vor dem Hintergrund, der genialen einzigartigen Musik, die Faun mit den früheren Alben geliefert hat. Auf Seite der positiven Rezensionen finden sich zum einen sowohl alte, als auch neue Faun Fans, die das Album aus verschiedenen Gründen mögen. Leider befindet sich auch einige Rezensionen bei Amazon, die stark unter Verdacht stehen, dass diese kommerziell enstanden sind. Eine Reflexion mit dem Album findet bei Letzteren kaum statt, sondern stattdessen wird auf gängige Floskeln zurückgegriffen.

Liederauswahl:
Die Lieder auf der CD setzten sich heterogen zusammen, haben als besondere Gemeinsamkeit ausschließlich deutschen Gesang. In Bandbreite reicht von Neuauflagen alter Lieder(Andro, Von den Elben), über Coverversionen (Schrei es in den Wind und eigenen Kompositionen(Thymian und Rosmarin etc) und Duette(Tanz mit mir, Minno 2013) bis hin zu Lieder, die von Elephant Music komponiert wurden.

Albumkritik:
Faun gelten instrumentell in der "Mittelalterszene" als über jeden Zweifel erhaben. Auch auf der aktuellen CD beweisen sie, dass sie ihre Instrumente famos beherrschen. Im Vordergrund steht meistens der Gesang der neuen Sängerin Katja Moslehner. Die Rythmen sind eingängig und so manches Lied hat Ohrwurmcharakter. Wer sich auf ein technisch starkes Album mit eingängigen Melodien und besonderen Instrumenten einlassen möchte, der wird hier vielleicht abseits des Mainstreams positiv überrascht werden und findet so vielleicht den Zugang zu einer Musik, die eben doch etwas anders ist, als was man sonst so gewöhnt ist.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei vielen Liedern nicht um musikalische Meisterleistungen, sondern um recht gewöhnliches Liedmaterial. Der Vorwurf, des "Schlager"-haften steht nicht unbegründet, oder haltlos im Raum. Ob dies nun positiv oder negativ zu beurteilen ist vermag ich objektiv aber nicht zu beurteilen. Fakt ist aber: Während Faun mit Eden noch ein sehr intensives, einzigartiges Album gelungen ist, muss man leider "Von den Elben" vielmals eine Belanglosigkeit und Ideenlosigkeit vorwerfen, die für Faun einfach nur untypisch ist. Hierzu ein paar Kritikpunkte:

-Während Faun bislang meistens lyrisch interessante Werke(Balladen, Gedichte aus verschiedenen Epochen, aber auch Kulturkreisen) vertonte, wirken die Texte bei "Von den Elben" sehr angepasst und auf eine anspruchslosere Zielgruppe zugeschnitten. Somit verliert Faun viel vom mystischen Bild, dass ältere Alben noch zeichnen konnten.
- Viele Lieder weisen bekannte Schlager-ähnliche Melodieverläufe auf. Insbesondere die Refrains stechen hier negativ hervor.
- Santiano und Eric Fish auf einem Faun-Album könnten durchaus kritisch betrachtet werden.
- Der wunderschöne Gesang des Hauptsängers Oliver sa Tyr und auch von Fiona Rüggeberg ist nur noch bei wenigen Liedern zu hören. Alleine hierdurch geht viel Faun-Ahtmosphäre verloren. Katja als neue Sängerin vermag ich kaum zu beurteilen. Der Sound der Gesangsstimme ist dazu zu stark nachbearbeitet und wirkt dadurch zu stark angepasst.
- Das Album ist insgesamt recht kurz. Die Lieder ebenso. Insgesamt steht der Gesang sehr stark im Vordergrund. Die Instrumente verschwinden Faun-untypisch stark im Hintergrund. Wer im Album Faun sucht wird Faun auch wiederfinden, aber man muss eben leider schon sehr genau hinhören. Insbesondere möchte ich hier aber das Flötenspiel von Fiona hervorheben, dass viele Lieder dann doch nocheinmal rettet.
- Positiv hervorzuheben ist jedoch das Drehleierspiel von Stephan Groth, der eine Bereicherung für Faun darstellt. Insgesamt kann man an manchen Stellen im Album doch die instrumentale Weiterentwicklung Fauns (Von den Elben drängt sich als Lied hier auf) heraushören und sollte man auch honorieren.

Fazit: Den Hörer erwartet eine einzigartige Band, die leider mit dem Album "Von den Elben" einiges ihrer Individualität aufgegeben hat. In wieweit man diese Anpassung an den Mainstream begrüßt oder verurteilt muss wohl jeder für sich selber entscheiden. Sicherlich wird Faun mit diesem Album viele alte Fans vergraulen, aber auch neue hinzugewinnen. Die Grenze zwischen "wunderschön" und "grausig-angepasst" ist auf jedenfalls sehr dünn. Als alter Faun-Fan bin ich vom Album masslos enttäuscht, kann jedoch nach genauerem Hören bei einzelnen Liedern auch positive Elemente entdecken, sodass ich mich den 1-Sterne-Rezensionen nicht anschließen möchte. In der Tat musste ich bei manchen Lieder sehr schnell wieder abdrehen, aber es gibt eben doch noch ein paar andere auf der CD, bei denen man Faun doch noch spüren kann.

Während viele alte Fans sich sich nun sicherlich entsetzt abwenden und das Album und den Weg der Faune aus schärfste verurteilen, kann es für den ein oder anderen Neuhörer vielleicht doch die Entdeckung des Jahres sein. Wer aber einmal richtig gute Musik erleben möchte, dem seien dann doch die älteren Alben von Faun und die Liveauftritte ans Herz gelegt.
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am 25. März 2013
Faun war bisher meine Lieblings-Band. Da ich selbst gelegentlich am PC komponiere (Trance, Techno, Dream, mit ethnischen Instrumenten gemischt), habe ich mich beim ersten Anhören der neuen Faun-CD oft neugierig gefragt: Was würde ich jetzt als nächstes dazu mischen? Aber doch auf keinen Fall eine Streicher-Fläche? Doch - genau - die kommt, und setzt exakt im hollywood-typischen Moment ein, mit der langweiligsten, konventionellen Harmonie. Fionas Stimme und den wunderschönen Blockflöten traut man nicht mehr zu, die Musik selbst "tragen" zu können. Ein professioneller Mixer sorgt eben immer dafür, dass alle Frequenzen des Spektrums (20 Hz - 20 kHz) stets gleichmäßig gefüllt werden - leider kein Witz: Profi-Mixer (der ich nicht bin und nicht sein will) lernen genau das. Hört man das alte und das neue Stück "Andro" direkt hintereinander an, erkennt man den Wandel der Philosophie deutlich. Bei den alten Alben gab es unerwartete, unkonventionelle Kombinationen, evtl. Disharmonien, Ausdruckskraft, und vor allem Konsequenz: Dunkel war wirklich dunkel, Schmerz tat wirklich weh, Schönheit war ätherisch-rätselhaft, und alles war authentisch. Blockflöten als Instrumente aus purem Holz haben nun einmal eine leichte Rauigkeit im Klang (Luftgeräusche); ähnlich den Akustik-Gitarren wo man manchmal das Gleiten der Finger über die Saiten als ganz feines Quietschen wahrnehmen kann. Im technisch perfekten, angepassten Hollywood haben solche Naturgeräusche keinen Platz, weswegen Blockflöten und Fionas Stimme im neuen Album auch praktisch nicht mehr als Soli vorkommen.
"Von den Elben" ist schön, aber eben nur noch schön, sonst nichts.
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am 26. Januar 2013
Tja wie soll ich anfangen? Das ist meine erste Rezension hier auf Amazon. Eigentlich wollte ich gar nichts zu diesem Album schreiben, weil es ja irgendwie der Lauf der Dinge ist.
Band die ich mag bekommt Vertrag von einem Major (große Plattenlabel, wie halt Universal) , Band verändert sich.
Erst Inex, dann Subway, bei Nightwish hab ich es nie so schlimm empfunden aber auch da gab es ja Stiländerungen,Schandmaul,Omnia und zu guter Letzt auch meine Faune.
Ich verstehe ja wirklich das es toll ist nur Musiker ist und der Major einem wirklich den Rest alles abnimmt. Aber der Preis ist oft sehr hoch und das Ergebnis haben wir hier.
Was ist das? Ist das Folk? Ist das Pop? Oder gar Shuffle? Ich weiß es nicht.
Alle Lieder klingen wie aus der Dose eines uninspirierten Produzenten. Dazu wurden dann noch andere Majorsklaven verpflichtet, Duette einzusingen.
Santiano?! Ich bitte euch. Nur weil sie auf Wacken aufgetreten sind(wo eh fast jeder halbbetrunken nur mitgröhlen will(ja ich gehöre auch dazu)) heißt es noch lange nicht das man das als Duett mit Faun haben will.
Und was habt ihr mit "Von den Elben" getan? Der liebe Heinrich von Morungen dreht sich im Grab herum.
Das einzige Lied das mir gefällt ist "Diese kalte Nacht", auch dieses Lied mag nicht wirklich Faunig sein, aber naja.

Ich war sehr lange großer Faun Fan, ich war auf vielen Konzerten , habe jede CD mit großer Vorfreude erwartet. Aber was ich jetzt abgeliefert bekomme ist eine ungeduldige Geldmacherplatte. Dabei zeigen viele Beispiele von großen Musikern, dass es auch mit Geduld gehen kann.
Eure Fanbase, wuchs jedes Jahr und wurde immer größer. Auch mit eurem alten Stil hättet ihr Geld machen können.
Ich bin mir sicher das euch die Musik auf dieser Platte selbst nicht zusagt, ihr aber nunmal den Pakt eingegangen seid.
Doch mich habt ihr verloren. Ich werde nie wieder ein altes Lied hören können, ohne dabei im Hinterkopf zu haben, dass es nicht mehr die Gleichen sind die da spielen.

Die neue Sängerin tut ihr Übriges um es entgültig schlagerhaft klingen zu lassen, auch wenn sie sicher eine gute Sängerin an sich ist.

An die Fans:
Wir sollten uns nach einer neuen Band umschauen, denn es wird sich nichts ändern. Auch wenn es uns im Statement der Band weiß gemacht wird.
Denkt an die anderen Bands zurück, die ihr mochtet, es war der gleiche Kreislauf.
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am 30. Januar 2013
Unbestreitbar ist die Tatsache, dass die Gruppe FAUN mit diesem Album einen neuen Weg eingeschlagen hat, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hat:

Der alte heidnisch-mittelalterlich Stil der Songs leidet hier stark unter den Pop-Elementen, die etappenweise aufdringlich dominant in Szene gesetzt sind. Das ist schon beim ersten Track "Mit dem Wind" unüberhörbar.
Dass diesmal nur deutsche Lieder präsent sind, fand ich ebenso bedauerlich. Das Zusammenspiel orientlischer, keltischer und nordischer Elemente emfpand ich bisher immer als sehr reizvoll. Diese waren ja nicht nur durch die verschiedensten Instrumente präsent, auch die Sprache vermittelt hier letztlich einen eigenen Zauber, der diesem Album eher abhanden gekommen ist. Mit Wehmut denke ich da an Songs wie "Egil-Saga" zurück, für den die Gruppe sogar einen isländischen Professor konsultiert hat, um eine passende Betonung der altnordischen Sprachelemente zu finden.

Ursprünglich hat die Gruppe als Trio gestartet. Ohne Vitamin B hat sich das kleine Trio von selbst aus der Versenkung gehoben, hat einen eigenen Stil entwickelt und wurde dadurch in den letzten Jahren innerhalb der Pagan-Folk- und Mittelalter-Szene als DIE Gruppe schlechthin gehandelt. Für FAUN ist es daher sicherlich ein großer Karrieresprung gewesen, dass Universal sich hier als Partner angeboten hat. Dadurch ist aber natürlich auch ein Schritt in Richtung Mainstream gemacht worden. Das emfpinde ich jetzt prinzipiell nicht als negativ, Künstler wollen und sollen sich weiterentwickeln. Leider wurde mit diesem Album aber ein grober Schnitt gemacht, der die alten Fans so gar nicht befriedigen kann.

OMNIA ging da ein wenig weiser vor. Das letzte Album "Musick & Poetree" hat die Fangemeinde auch gespalten, allerdings war man klug genug, den neuen Stil auf einer gesonderten 2. Cd zu präsentieren, während auf Cd 1 Songs im altbewährten Charakter zu hören waren. So konnte man "Musick & Poetree" eigentlich gar nicht wirklich schlecht bewerten, eine Bewertung unter 3 Sterne wäre dem Album nicht gerecht geworden.

"Von den Elben" versöhnt hier weitaus weniger. Der Song "Andro II" ist gelungen (aber eben auch nur bedingt neu), mit "Diese kalte Nacht" hat Faun sicherlich eine Ballade kreiert, die Potential zum Ohrwurm-Song hat. Das war es dann aber auch schon. Wie auch das neue Musikvideo zu "Diese kalte Nacht", ist "Von den Elben" generell ein durchgestyltes Produkt für die Masse, dem es an jeglichem Herzblut fehlt. Bedenkt man, dass die Gruppe mehrere Jahre (ich glaube es waren ca. 4) an dem Album "Eden" gearbeitet hat, wirkt dieses neue Produkt wie ein kurzlebiger Schnellentwurf, der im hochtechnisierten Studio mal schnell auf Cd gepresst wurde.

In der Weihnachtszeit des Jahres 2011 habe ich FAUN bei der damaligen Eden-Tour erleben dürfen. Es war ein fulminantes Spektakel, fast schon ein heidnisches Fest, bei der etwa 150 Personen zu der "Hymn to Pan" getanzt haben. Der Refrain -von Oliver Sa Tyr bewusst in die Länge gezogen- wurde vom Publikum wie ein Mantra mitintoniert. Selten habe ich so eine Hammer-Atmosphäre bei einem Konzert erlebt. Dass eine solche Stimmung mit den vorliegenden Liedern noch aufkommt, kann ich mir wahrlich nicht vorstellen. Zu seelenlos wirken die Beats, zu leer und hochtechnisiert erscheint das Gewand dieses Albums zu sein.

Dass ich derartige Kritik auf die Gruppe loslassen muss, tut mir eigentlich leid. Als Künstler identifiziert man sich sicher stark mit seinem Werk. Letztlich hilft Kritik aber auch dabei sich selbst weiterzuentwickeln. Den eigenen blinden Fleck an sich sieht man halt nicht, man ist dabei auf Feedback von Außen angewiesen. In diesem Sinne wünsche ich der Gruppe eine Rückbesinnung auf die traditionellen Elemente, die für mich FAUN ausgemacht haben. Vielleicht ist dies aber auch bewusst nicht mehr erwünscht?! Möglicherweise orientiert sich FAUN jetzt mehr an der Masse, bedenkt man den finanziellen Aspekt, so ist dies natürlich verständlich. Künstlerisch empfände ich es -wie offensichtlich viele andere Fans - als wahren Verlust!
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am 29. Januar 2013
"Bring mich nach Haus', zu der Lichtung, wo wir uns einst trafen! Bring mich nach Haus', wo die Bäume und Gärten erblüh'n!"

Diese Verse sagen wohl alles über das Album aus, was es zu sagen gibt, denn auch ich als eingefleischter Faun-Anhänger würde gerne nach Hause zurück, wo die Gärten & Bäume noch blühen. Verständlich, wenn man sich das neue Album einmal anhört, denn für mich sind die Gärten, die einst so pulsiert haben vor Leben und gesprüht vor Fantasie, verwelkt und eingeschlafen. Ich finde mit diesem Album den Weg nicht zurück zu Faun...
Faun waren bis dato dafür bekannt, dass sie Musik gemacht haben, die sonst keiner machen KONNTE, ganz einfach weil sie besonders & andersartig war. Sie war emotional, tiefgreifend, ja, fast nicht von dieser Welt! Irgendwo magisch, mythisch, mittelalterlich. In jedem Fall aber alles andere als kommerziell und einfach zum träumen schön.
Doch mit diesem Album haben die Faune ihre Magie verloren. Sie räkeln sich im Einheitsbrei von 08/15-Mittelalterfreunden und ertrinken in einheitlichem Schlager-Folk-Gedudel. Ob sie wohl jemals wieder die Oberfläche erreichen? Wo ist die Einzigartigkeit hin? Die Liebe, die Leidenschaft hinter den Worten, dem Spiel der Instrumente? Wieso wurde dem wunderschönen Fabelwesen sein Wesen genommen und blieb nichts zurück, als eine Fabel, die von einer Zeit erzählt, als alles noch fabehlaft war.

Früher habe ich Faunlieder an LARP-Abenden gesungen, wenn die Dämmerung allmählich anbrach, man die Kerzen oder das Lagerfeuer entzündete, um den Leuten eine mystisch-schöne Geschichte zu erzählen, während der Mond aufging. Wir haben im Feuerschein zu Flötengesängen, Drehleier und Schalmaien getanzt und in fremden Zungen gesungen. Nach diesem Album hier sind die alten Zeiten vergessen und ich singe ihre Lieder in einer vollen Taverne, in der jeder ihre Lieder kennt und zum Refrain mitgröhlt.

Ich bin enttäuscht, denn von Faun erwarte ich einfach so viel mehr. Ich hoffe inständig, dass diese Art von Experiment nur ein einmaliger Weg der Selbstfindung bleibt, denn sonst geht das bisschen Mystik, dass es für mich noch gab in dieser Welt, ganz einfach verloren. Und das wäre so, so unendlich schade...

2 Sterne, weil...
...die Musiker dahinter noch immer großartige Menschen bleiben.
...die Sympathie für die Musik der Vergangenheit bleibt.
...aus Hoffnung, dass sie in Zukunft wieder an alte Werke anknüpfen.
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am 15. Februar 2013
Tut mir leid, Leute. Ihr könnt es mir ruhig übel nehmen, aber ich werde dieses Album nicht objektiv analysieren bzw. beurteilen. Das hier ist eine „Kundenrezension“ und die darf und soll die persönliche Meinung des Kunden widerspiegeln.

Zur Musik von Faun hab ich keine spezielle Meinung. Ich finde darin kein besonderes Lebensgefühl oder irgendwelche höheren Ideale wie andere Leute, die sich hier (meines Erachtens aber mit Recht) immens aufregen. Ich höre eine Menge Musik aus unterschiedlichen Richtungen und dabei entscheidet einzig und allein die Frage des Gefallens eines bestimmten Musikstücks darüber wie ich es bewerte. Es sollte ziemlich klar sein, dass es kaum ein Album (egal von welcher Band) gibt, welches nur Spitzentitel beinhaltet und das sollte man auch nicht erwarten.

Da man natürlich nicht die Katze im Sack kaufen will, informiert man sich heutzutage über das zu erstehende Album und hört mal kurz in die Lieder rein. Ich tue das immer auf Youtube. Bei allen bisherigen Alben hat mir die Mehrzahl der Musikstücke immer sehr gut gefallen. Als ich aber nun das Album „Von den Elben“ zum ersten Mal anhörte, hatte ich bereits ein ungutes Gefühl im Bauch, weil der Titel eines älteren Faunliedes als Name für das Album schon etwas komisch rüberkam. Das erste Lied, das ich mir anhörte war „Tanz mit mir“. Zunächst war ich etwas überrascht über ……. einfach alles an dem Lied. Es war für mich ein schneller 3-Minuten-Ausbruch mit einem extrem banalen und oberflächlichen Text, der mehr wie ein Party-/Sauflied bei mir ankam. Zudem kannte ich beide Sänger zunächst nicht und fragte mich schon wer das sein soll und was sie mit Faun gemacht hatten. Ich kenne Santiano nicht und nach etwas Recherche muss ich sagen, dass mich auch ihre Musik nicht interessiert. Der Rest des Albums war eine förmliche Qual. Ich habe jedes Lied versucht anzuhören, habe bei den meisten aber nach ca. einer halben Minute angefangen zur Mitte und dann zum Ende zu springen. Ich war wirklich überrascht. Einer meiner ersten Gedanken war, dass sich das irgendwie wie Schlagermusik anhörte. Die Texte waren oft sehr oberflächlich, die Lieder auf wenige Minuten beschränkt, alles war irgendwie so schnell, laut, hektisch und schlager-rhythmisch. Am ehesten hab ich noch einen Hauch von Faun in „Diese kalte Nacht“ gespürt. Die neue Sängerin würde von der Stimme her perfekt zur einer dieser Fernseh-Schlagerparaden passen und hilft also nicht gerade. Mystizismus und mittelalterliche Klänge sind sehr selten.

Fazit: kurz und knapp gesagt hat mir keines der Lieder auf „Von den Elben“ wirklich gefallen. Die meisten würde ich mir niemals freiwillig anhören.

Ja, Faun waren immer etwas Besonderes im Vergleich zu vielen anderen Bands, aber das ist mit diesem Album für mich vorbei. Die Leute, die Faun wegen der Besonderheit ihrer Musik gemocht haben (und das stellt sich für jeden anders da), werden hier kaum glücklich werden. Ehrlichgesagt hab ich noch nie so einen krassen Wechsel erlebt, der für mich nicht einfach nur ein Stil-, sondern sogar schon ein Genrewechsel ist. Ich kann mir ja fast nur vorstellen, dass irgendjemand bei Fauns neuem Label ihnen gesagt hat, dass sie jetzt mainstreamfähige Musik machen müssen, nichts mehr mitzureden haben und nur noch ein Teil einer Musikmaschine sind. Insofern kann ich verstehen, dass viele Leute sehr enttäuscht sind. Eigentlich regt mich der Titel des Albums am meisten auf, weil das Lied „Von den Elben“ nach meinem Dafürhalten das einzige ist, was wirklich noch Faun ist und der ganze neue Rest nicht der Rede wert (die Neuauflage des Liedes gefällt mir auch nicht).

Faun selbst muss wissen, ob sie diesen neuen Weg gehen wollen. Sie werden sicherlich eine Menge alte Fans verlieren, aber das „gute“ an Musik für den Mainstream ist doch schließlich, dass sich schon irgendwer findet, der das Zeug kauft. Die alten Fans werden von neuen ersetzt, vielleicht sogar in größerer Zahl, was sowohl Faun, als auch das neue Label freuen wird. Klar ist jedoch, dass Faun so die musikalische Besonderheit ihrer Musik verlieren. Sie werden mainstream werden und nur noch eine von vielen Bands sein. Sie werden nicht mehr der „Benchmark“ eines Musikstils sein, sondern nur noch eine Band, die im Konkurrenzkampf gegen andere um die Gunst von Fans bettelt, die von allen Seiten mit ständig neuem 08/15-Material beschmissen werden. Und nebenbei gesagt können andere Bands das, was Faun hier versucht um Längen besser mit trotzdem tiefgründigeren und originelleren Texten. Viele neue Fans werden dieses Album mögen, aber viele der älteren werden maßlos enttäuscht sein.

Und so zerbröselt der Kecks. Faun ist tot, es lebe Faun.
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am 20. Februar 2013
Als ich zum ersten mal die Werbung auf Pro7 gesehen habe ... dachte ich erst was ist denn das für eine Mittelalter Band. Am Ende der Werbung musste ich dann sehen, dass es sich um Faun handelt. Empfand die Musik zwar als ziemlich untypisch habe mir aber dennoch ziemlich erfreut das Album gekauft nur um es nach zweimaligem hören zu verschenken.
Trifft meinen Geschmack überhaupt nicht mehr ... die Lieder dümpeln nur so vor sich hin und ich habe die meisten auch schon wieder völlig vergessen.
Hör ich lieber die alten Faun Cds
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am 29. Januar 2013
Tja, was soll man zu dem Album noch groß sagen? Viele schreiben hier ihre Emotionen nieder und haben natürlich nicht ganz Unrecht. Vorallem wenn man die alten Lieder mit dieser neuen Platte vergleicht. Leider ist für mich erstmal Schluss mit Faun. Mal sehen ob es das nächste Album schafft, wieder zurückzurudern, oder generell es dabei bleibt. Es ist schade das Faun hier nicht mit 1-2 Liedern in dieser Art versucht hat neue Fans ins Boot zu holen, sondern mit dem neuen Album ihrer Fangemeinschaft davongesegelt sind.

Ich möchte einfach mal den Beschreibungstext etwas vervollständigen bzw. zu berichtigen, vielleicht ergibt sich daraus ein besseres Bild:

[...]
Auf dem neuen Album macht sich die Band jedoch auf, neue Ufer zu erkunden, welche von anderen Bands schon länger beschritten wurden. Von den Elben heißt das aus diesem musikalischen Experiment entstandene neue Album. Faun entfernen sich von romantischen mittelalterlichen Musikzitaten mit einfühlsamen Popelementen hin zu modernem deutschsprachigem Mittelalter-Folk. Sie und das neue Musiklabel verstehen es die alten Instrumente mit populären Einflüssen zu kombinieren und eine neue, wie auch schunkelnde Stimmung zu kreieren, die zum mitklatschen einlädt. In den wenigen selbstgeschriebenen deutschen Texten des Albums versucht man Mythen, Geschichten und Ideale des Mittelalters zu verarbeiten, im Stile der Wanderhure auf RTL.

Faun transportierten die mystische, lebensfrohe und naturverbundene Welt des Mittelalters in früheren Alben. Ihre Musik war virtuos und verzaubernd, mystisch zugleich.
Heute jedoch musikalisch leichtfüßig und eingängig lässt die Gruppe eine alte Welt hinter sich und verbindet bereits zigfach erprobte musikalische Elemente, wie von Santiano, Subway to Sally, etc. zu einem alltäglichen Sound, der viele neue Käufer jenseits der alten Fangemeinschaft hinweg begeistern wird.
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am 30. Januar 2013
Sieben wunderschöne Alben hat die Band in den Jahren 2002 bis 2011 veröffentlicht. Sieben Kunstwerke, die eine unglaubliche Tiefe und Intensität aufzeigen. Alben, mit wunderschönen Melodienbögen, engelhaften Stimmen und Rhythmen, die ich bis dahin selten gehört hatte. Alben, bei denen auch das Artwork und die Cover einzigartig waren. Faun bauten sich eine treue Fanbasis auf. Fans, die für die Band quer durch die Republik gereist sind und auf den Konzerten ihren Spaß hatten und oft zu Tränen gerührt waren. Es war eine sehr schöne Zeit.

Und nun? Nun schreiben wir das Jahr 2013 und ein neues Album von Faun wurde veröffentlicht. Als ich dieses Album bei meinem lokalen Plattenhändler sah, habe ich sofort zugegriffen. Ich hatte mich gewundert, da dass Cover eigentlich recht untypisch für die Band war. Es n war auch nur in einer einfachen Plastikbox, keinerlei Extras, keine ltd. Edition gab es und dann sah ich UNIVERSAL. Und mir fiel es wie Schuppen aus den Haaren. Universal, dass sind doch die, die schon Bosshoss und Unheilig zu Schlageräffchen dressiert hatten. Und ausgerechnet bei diesem Multi sind nun auch noch Faun gelandet? Unglaublich!

Im CD-Player bewahrheiteten sich dann leider meine Befürchtungen. Poppige, beschwingte, elektronisch sehr stark nachgearbeitete Lieder drangen in meinen Gehörgang. Ich hörte sogar ein Sauf- und Seemannslied mit Santiano, Santiano, dieses Kunstobjekt, dass auch nur durch massive Werbung bekannt geworden ist, durfte hier mit Faun musizieren. Popeye und Käptn Nuss würden sich im Seemannsgrab umdrehen. Fast alle Lieder machten einen so süßlichen, klebrigen Eindruck. Das konnte unmöglich Faun sein! Doch sie waren es. Wie geht das? Wie kann man sich so verdrehen? Was ist da passiert, dass man sich so gravierend geändert hat?

Nee, liebe Faunis. Das ist mir echt zu viel. Der Schritt in die Schlagerecke ist mir zu krass. Ihr seit tolle Menschen und habt das Musizieren ja nicht verlernt. Ich hoffe, dass Ihr Euch noch einmal besinnt und das nächste Album wieder Back to the roots" geht.
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am 19. Februar 2014
Ich bin seit Jahren Faun Fan gewesen, war auch schon bei einem Live Konzert dabei, was mir absolut gefallen hat. Dieses Album habe ich trotz des schon recht offensichtlichem Design Wandel ohne weitere Bedenken gekauft, nach dem Motto: Faun liefert immer gute Mittelalter Musik (in teilweise neuen Klängen).
Aber bei dieser neuen CD kann ich mich selbst nach mehrmaligen Hören nicht für die Pop-Version der Mittelaltermusik begeistern. Inzwischen verstaubt die CD bei mir, da ich sie gar nicht mehr höre. Fionas Gesang ist überhaupt nicht zu hören außer in einem einzigen Lied, und wo sind Oliver Sa Tyr's "typsichen" Lieder, die er singt? Schade das ich dadurch meine Lieblingsband verloren habe. Wenn mich jetzt jemand fragt was meine Lieblingsbands sind sage ich unter anderem: Faun, bevor sie das neue Album herausgebracht haben. Alteingesessenen Faun Fans und Kennern kann ich vom Kauf dieser CD leider nur abraten.
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