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am 21. Mai 2013
Als Ersatz für meine in die Jahre gekommene Panasonic HDR SD-300 hätte ich beinahe wieder eine Panasonic gekauft. Der positive Kommentar einiger Tester bezüglich der Güte des Bildstabilisators veranlasste mich, dann doch zur Sony HDR-PJ650VE zu greifen. Nach einigen Tests bin ich mit der Sony insgesamt sehr zufrieden, insbesondere aber mit dem wirklich ausgezeichneten Bildstabilisator.
Versuchsweise habe ich einen blühenden Busch umlaufen, die Kamera dabei auch noch hoch und runter geschwenkt, mit dem Resultat, dass die fertige Aufnahme so aussah, als ob ich einen professionellen Kameraschwenkarm verwendet hätte. Besser geht es nicht. Gefallen finde ich auch an dem kleinen Drehregler ganz vorn an der Kamera, mit dem man u.a. die Scharfeinstellung manuell regeln kann. Das ergibt interessante Effekte. Alle anderen Funktionen findet man bei ähnlichen Kameras auch, so dass ich sie hier nicht besonders erwähne.
Was ich nicht verstehe, ist, dass Sony damit wirbt, dass die Kamera eine Auflösung von sagenhaften 20,4 Megapixel besitzt. Das ist lediglich ein hochgerechneter Wert, denn die Kamera hat tatsächlich nur einen rund 5 Megapixel großen Sensor und liegt daher näher bei den Smartphones mit eingebauter Kamera. Warum also wirbt Sony damit? Will man die Kunden für dumm verkaufen? Tatsächlich ergeben die Fotos, die man z.B. in einen Film einbaut, aber ein durchaus akzeptables Ergebnis. Sehr gut gefällt mir auch, dass man die Möglichkeit hat, bei der Filmeinstellung 50p zu wählen. Bisher habe ich mit 25p gefilmt und war mit dem Ergebnis eigentlich auch zufrieden. Mit 50p, also der im Vergleich zu 25p doppelt so hohen Framezahl, merkt man dann aber doch bei schnellen Bewegungsabläufen deutlich den Unterschied. Jetzt kommen die Bewegungen messerscharf ins Bild.
Ach ja, anmerken möchte ich noch, dass mich beinahe der eingebaute Projektor davon abgehalten hätte, diese Kamera zu kaufen, denn ich war der Meinung, dass ich den nun überhaupt nicht benötige. Ich habe ihn dann ein paar Mal getestet und bin jetzt der Meinung, dass es sich tatsächlich um eine nützliche Einrichtung handelt, denn man kann auf die Schnelle ganz leicht einen Filmabschnitt überprüfen. Das gelingt besser, als wenn man nur das verhältnismäßig kleine Display benutzt. Zur Projektion genügt übrigens eine weiße Wand oder auch eine weiße Tür. Die Projektion ist verblüffend scharf.
Insgesamt habe ich den richtigen Kauf als ambitionierter Filmer getätigt.
22 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Dezember 2013
Dies ist meine erste Bewertung ...

... und deshalb auch nicht viel Technik und Details, sondern einfach nur, warum dieser Camcorder meine Erwartungen voll erfüllt

- Bildstabilisierung wirklich super (keinerlei "wackeln" bei Schwenks und Bewegungen)
- absolut weicher Zoom (von ganz sanft bis schnell über die Zoomwippe - natürlich muß man die Ruhe bewahren ;-))
- gute Tonaufzeichnung (keinerlei Nebengeräusche - das gekaufte externe Mikro hätte ich mir sparen können)
- schwenkbares Display ermöglicht Aufnahmen aus tollen Perspektiven und ist qualitativ top
- gute Bildqualität auch bei mäßigem Licht

... und damit wäre ich beim einzig Negativen:

Der Camcorder ist so klein und kompakt, dass eine Bedienung der Zoomwippe mit aufgesetztem externen Mikro nur noch schwer möglich ist. Bei wirklich anspruchsvollen (Ton)Aufnahmen also ein externes Mikro mit eigenem "Tontechniker" einsetzen.
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TOP 500 REZENSENTam 11. März 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Neben den vielen Möglichkeiten die eigenen Erlebnisse auf Video festzuhalten (Handy, iPad, Fotokamera), gibt es doch immer noch Menschen (wie mich) die da einen sehr hohen Anspruch an den Tag legen. Wenn man sich schon einen Camcorder in dieser Preisklasse zulegt, erwartet man natürlich mehr. Seit den Anfangszeiten auf Analogband bin ich mit dabei und bin fast jährlich mit neuen Camcordermodellen von unterschiedlichen Herstellern ausgestattet. Hier nun meine Beurteilung zur PJ650VE.

Die Video-Fotofunktion:
- Was will man sagen, im besten Videomodus (FX) gelingen schon fantastische Aufnahmen. Der Bildstabilisator ist wirklich ausgezeichnet und durch die eingebaute Videoleuchte gelingen Aufnahmen bei spärlicher Beleuchtung bis zu einem Abstand von 2-3 Metern. Die Rauscheigenschaften bei geringer Helligkeit sind gut. Aber es handelt sich hierbei nicht um ein Nachtsichtgerät, je mehr Licht, desto besser werden die Aufnahmen.
- Noch was zur Videoleuchte: Eine Aufgenommene Person könnte ein wenig mit den Augen blinzeln oder das Licht könnte sich in der Brille spiegeln.
- Im besten Videomodus FX kann mit 50i oder 25p Frames aufgenommen werden. 50p geht nur im PS Modus oder mit der Videoauflösung von 720/576 Pixel.
- Die 32 GB bieten im FX Modus 180 Minuten, im FH Modus 220 Minuten, im HQ Modus 400 Minuten und im LP Modus 700 Minuten Aufnahmezeit. Empfehlen kann ich aber nur den FX und den FH Modus. Bei HQ oder LP wird man auf dem ersten Blick keinen Unterschied feststellen, filmt man aber eine sich im Wind bewegende Blumenwiese oder die Strömungen eines Flusses machen sich unschöne Pixelblöcke bemerkbar. Die mp4 Aufnahmefunktion kann ich nur empfehlen, wenn man die Videos gleich übers Internet veröffentlichen möchte. Sie nehmen sehr wenig Speicherplatz ein.
- Die Tonaufzeichnung kann in 5.1 erfolgen, aber auch auf Stereo umgestellt werden. Pegelanpassungen können manuell vorgenommen und auch auf dem Display als Pegelanzeige dargestellt werden. Ansonsten gibt es noch viele weitere Toneinstellungsmöglichkeiten. Der aufgenommene Ton klingt gut, hat aber immer etwas Rauschen mit dabei. Kommt Wind dazu, muss auch hier die Qualität deutlich leiden, was bei Kommentaren im Freien immer für Ausschussmaterial sorgt. Leider! Hier hilf nach wie vor nur: Der Kommentator ist mit einem separatem Mikrofon mit Windschutz (Fell) ausgestattet, welches an den Camcorder mit einem Kabel angeschlossen wird. Ich benutze mittlerweile ein Aufnahmegerät mit Speicherfunktion. Den Ton synchronisiere ich dann später mit einer Videosoftware zum Videomaterial. Schade, dass die Hersteller selbst heute noch keine Lösung für dieses wirklich nervende Problem innerhalb des Camcorders gefunden haben. Es sei denn, man investiert viel Geld dafür.
- Im Intelligenten Automodus entscheiden der Camcorder selber über die Einstellungen und den Fokus. Für den Amateur funktioniert dieser Modus sehr gut. Der Camcorder zeigt aber erst im manuellen Modus, was er drauf hat, wenn man mit den Funktionen umgehen kann.
- Manuell können eingestellt werden: Helligkeit, Fokus, Weißableich, Blende, Verschlusszeit, Tonmodus, Blitz-Intensität, AGC (Auto Gain Control).
- Stellt man den Auto Gain Control z.B auf 12db, wird in einem dunklen Wohnzimmer die tatsächliche Helligkeit angezeigt und aufgenommen und nicht die künstliche vom Camcorder erzeugte Helligkeit. Für viele Leute wird es aber wohl besser sein, diese Funktion auszuschalten, da sie sich sonst über unterbelichtete Aufnahmen wundern. Mir hilft diese Einstellung zu entscheiden, wann ich mit zusätzlichen Leuchtmitteln arbeiten muss um ein möglichst rauschfreies Ergebnis zu erzielen.
- Schärfe und Helligkeit können per Druck auf dem Display für einen Bildausschnitt genau festgelegt werden.
- Manuelle Einstellungen wie Schärfe und Helligkeit bleiben erhalten und werden nicht nachgeregelt.
- Die Optik zeigt im Randbereich keine Abdunkelungen und im Weitwinkelbereich kaum Krümmungen
- Der Fokus arbeitet im Automatikmodus ausgesprochen Präzise, selbst im Zoombereich.
- Der Cinema-Effekt: Bilder werden etwas kontrastreicher. Mir gefällt dieser Effekt gut. Bisher habe ich diese Darstellungsmöglichkeit immer mit einem Videoschnittprogramm (Vegas Pro) umgesetzt, was ich mir nun sparen kann.
- Die Zeitlupenfunktion verlangsamt das Bild um das Vierfache. Leider geht hier etwas HD Auflösung verloren.
- Die Bilder werden recht gut und sollten selbst für einen 9x13 Abzug noch genügend Auflösung bieten. Ich verwende die Fotofunktion immer dann, wenn sich eine Videoaufnahme schon allein wegen des höheren Speicherbedarfs nicht lohnt. Eine Aufnahme, bei der sich nichts bewegt, wie z.B. bei einer Landschaft einem Gebäude oder eine Räumlichkeit. Die Fotos baue ich dann in den Videofilm ein. Dort erwecken sie dann den Anschein als handelte es sich um eine Videoaufnahme. Für richtige Fotos benutze ich dann aber doch eine richtige Fotokamera.

Die Hardware
- Der Camcorder liegt mit seinen etwa 550 Gramm gut in der Hand.
- Der Zoombereich ist schon nicht schlecht. Besonders lobenswert ist hier, dass selbst bei 12fach (optisch) noch eine tolle Schärfe und Bildstabilisierung stattfindet. Beim Weitwinkelbereich ist mir aufgefallen, dass er ohne Bildstabilisierung noch etwas größer ist als bei der Einstellung „Aktiv“.
- Verschlussklappen zu Anschlüssen sind etwas klapperig, aber durchaus in Ordnung.
- Neben Memory Stick werden auch handelsübliche SD-HC, SD-SX Speicherkarten unterstützt.
- An den Zubehörschuh kann weiteres Zubehör wie Mikrofone und Videoleuchten angebracht werden
- Ein USB-Kabel an der Handschlaufe kann für den Anschluss an den Computer benutzt werden. Eine Verlängerung ist im Lieferumfang.
- Der Monitor zeigt ein exzellentes Bild mit über 900 000 Bildpunkten. Da gelingt eine wirklich gute Schärfebeurteilung.
- Der Sucher ist ein wirklicher Minuspunkt bei diesem Camcorder. Er ist extrem klein und besitzt keine Augenmuschel. Für Brillenträger wie mich ist er absolut unbrauchbar. Außerdem lässt er keine Schärfebeurteilung zu und muss so dermaßen nah ans Auge gehalten werden, dass es beim Gerangel um die besten Aufnahmen auch mal sprichwörtlich ins Auge gehen kann. Den Sucher hätte man ruhig weglassen können. Ich hätte ihn bisher nicht vermisst. Eingeschaltet wird er übrigens so. Man zieht ihn raus, klappt ihn nach oben und dann klappt man den großen Monitor zu. (Musste ich wirklich in der Gebrauchsanweisung nachlesen).
- Bei eingeschaltetem Bildstabilisator bewegt sich die Optik wie ein Augapfel im Gehäuse. Möchte man die Linse reinigen sollte man den Bildstabilisator unbedingt ausschalten.
- Ich bevorzuge immer UV Filter als Schutz für die Optik, so kann die Reinigung ausschließlich auf diesem Schutzfilter erfolgen. Hier ist es aber dringend ratsam wirklich gute UV Filter zu benutzen. Ich empfehle das B+W 46 010 UV - Haze F-Pro. Billige sind nicht so gut entspiegelt und zeigen dann die Optik des Camcorders als Ringe gespiegelt im UV Filter.
- Das Einstellrad an der Front ist wirklich eine tolle Möglichkeit, manuelle Einstellungen vorzunehmen. Ich persönlich habe hier die Belichtung als Schnellzugriff ausgewählt. Desweiteren gehen: Fokus, Blende, Verschlusszeit, Automatische Belichtung, und Weißableich. Dazu muss man den kleinen Knopf am Drehrad für mehrere Sekunden gedrückt halten.
- Der Beamer: Zuerst dachte ich, oje, was soll das jetzt. Aber! Ich bin überrascht. Bei einer Entfernung von 2 Metern und einem abgedunkelten Raum bekommt man ein etwa 1 Meter großes Bild (40 Zoll Fernseher) in der Diagonalen geboten, das sich sehen lassen kann. Dazu habe ich wirklich nur eine weiße Wand benutzt. So kann man, falls man über keinen Fernseher verfügt, auch mal schnell in einem Lokal oder in der Mittagspause seine Filme präsentieren. Hier kann auch ein externer Zuspieler per HDMI angeschlossen werden, so dass auch das Fernsehprogramm angeschaut werden kann. Das spezielle HDMI Kabel ist sogar im Lieferumfang dabei.
- Der Camcorder verfügt über ein Mikrofoneingang und ein Kopfhörerausgang. Sehr lobenswert.
- Leider gibt er immer ein Betriebsgeräusch von sich, welches man auch bei den Audioaufnahmen hören kann.
- Ein Adapterring von 46 auf 37 mm ist dabei. So können auch Vorsatzlinsen mit 37 mm angebaut werden.
- Die Gegenlichtblende hat mich nicht so überzeugt. Sie macht den Camcorder wesentlich klobiger, wobei die Blendfunktion fast nicht von Bedeutung ist.
- Leider gibt es keine Möglichkeit mehr eine Kabelfernbedienung anzuschließen. Aber es ist ja eine Funkfernbedienung dabei.

Die Bedienung:
- Das Menü ist sehr aufgeräumt und wurde wohl völlig neu überarbeitet. Man kann sich drei benutzerdefinierte Schnellzugriffe auf dem Touchscreen anlegen. Die Bedienung mit den Fingern funktioniert gut. Es ist aber ein etwas festerer Druck gegenüber moderner Smartphones notwendig.
- Benutzt man ein Zubehörteil für den Zubehörschuh ist das Halten des Camcorders nicht mehr ganz so optimal. Aber hierbei wird man wohl eher mit einem Stativ filmen.
- Eingeschaltet und aufnahmebereit ist der Camcorder in 2 bis 4 Sekunden. Manchmal geht es schneller, manchmal nicht so schnell. Woran das liegt kann ich nicht sagen.
- Angeschlossen werden kann der Camcorder an den Fernseher für einen Filmvortrag oder um gemachte Fotos anzusehen. Hierbei bietet das HDMI Kabel aus dem Lieferumfang die beste Möglichkeit.
- Ändert man die Framerate im Menü, ist es wichtig mit dem Befehlspunkt „Näch“ weiter zu machen, sonst wird die Einstellung nicht übernommen.
- Mit der Sony Software PlayMemories, die man allerdings nur noch übers Internet bekommt, kann man die Filme und Fotos auf seinen Rechner übertragen, dort verwalten und zu einer DVD oder Blu-ray brennen. Auf dem Karton ist zwar ein Logo aufgebracht, dass der Sony Camcorder auch mit Mac funktioniert. Diese Software aber leider nicht.
- GPS: Mit dieser Funktion kann man bei Google seinen genauen Aufnahmeort ermitteln. Auch im Camcorder gibt es eine Weltkarte, die den genauen Standort anzeigt. So können tolle Landschaften oder besondere Aufnahmeorte wiedergefunden werden. Die GPS Erkennung dauerte bei mir auf der Terasse etwa 2 Minuten. In einem Gebäude ist die Erkennung kaum möglich.
- Gebrauchsanleitung in gedruckter Form liegt bei.
- WLAN: Nur mit einem 100 Euro teuren WLAN-Kit für den Zubehörschuh kann der Camcorder WLAN

Akkufunktionen:
- Der beigefügte Akku NP-FV50 reicht im Aufnahmemodus für etwa 100 Minuten.
- Ältere Akkumodelle wie NP-FH werden leider nicht mehr unterstützt. Der Kauf von neuen Akkus wird also erzwungen. Diese Vorgehensweise nutzt Sony schon seit vielen Jahren um Akkunachbauern das Leben schwer zu machen (was aber wohl nicht so funktioniert, da es sie trotzdem gibt). Was Sony aber nicht berücksichtigt, Sony-Stammkunden werden immer wieder verärgert.
- Der Akku kann nur am Camcorder geladen werden. Die Stromversorgung geht dabei über das beigefügte Netzteil oder über eine USB-Buchse, wobei der Aufladevorgang über die USB-Buchse wesentlich länger dauert. Akkuaufladegeräte gibt es optional von Sony.

Fazit:
Bildqualität und Bildstabilisierung arbeiten hervorragend. Der Beamer ist eine wirkliche Bereicherung und lässt so manch nostalgischen Super 8 Film-Abend wieder erblühen. Die Ausstattung ist sehr gut und Anschlüsse lassen keine Wünsche offen. Leider kann die Audioaufnahme nicht so ganz überzeugen. Auch der Sucher ist wohl nur eine Werbemaßnahme um Leute, die so was dringend wollen, zufrieden zu stellen. Aber für einen wirklich guten Sucher muss man Camcorder erwerben, die in einem ganz anderen Preissegment angesiedelt sind. Ich gebe 5 Sterne mit einem Minus. Weniger ist oft mehr. Das Geld für den Sucher hätte man lieber ins Mikrofon stecken sollen.

Nachtrag 12. April 2013

Da ich da immer so viel Kritik lese. Hier mal meine Beurteilung zu dem ewigen Thema:
Warum man in Sony Camcordern die Schärfe, Kontrast und Sättigung nicht einstellen kann?
Ich filme sehr viel mit Camcordern, beruflich und auch privat und habe schon an die 20 Terabyte Filmmaterial in den Jahren zusammengesammelt. Diese Funktionen habe ich in einem Camcorder noch nie vermisst. Mir ist der richtige Weissabgleich wichtig und die Schärfe, die allein durch die Optik umgesetzt werden kann. Alle diese zusätzlichen Funktionen in einem Camcorder verfälschen eigentlich nur das Originalbild und das kann man mit einer Schnittsoftware im Nachhinein doch viel effektiver und genauer anstellen. Ich benutze dafür z.B Vegas Pro oder Premiere. Auch die billige Software für 79 Euro aus dem Media Markt beherrscht diese Funktionen. Ein richtiger Profi wird wohl mit einer Schnittsoftware seine Filme bearbeiten und da stehen diese Funktionen reichlich zu Verfügung. Da kann man dann auch die Farben nach belieben verändern und unscharfe Aufnahmen ev. noch durch Scharfzeichnen retten.

Ich stell mir das gerade so vor. Da ist gerade Fütterung bei den Eisbären und dann stelle ich im Camcorder erst die Farben anders ein, weil der Eisbär so grau ist und dann auch noch die Schärfe, weil der Fokus manchmal verreist und dann noch ein wenig Kontrast hier und Effekte und Filter hier und da und schon ist die Fütterung beendet und ich habe keine Szene im Kasten. Versteht ihr, was ich meine?
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am 4. Juni 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Bisher habe ich Videos jeglich mit meinem Handy oder Digitalkameras aufgenommen und hatte keinen Bedarf an einem Camcorder. Ich habe zwar einen von JVC getestet, der jedoch meiner Ansicht nach als eigenständiges Gerät nicht gut genug war, um die Videofunktion meiner Digicam zu übertreffen und die zusätzliche Schlepperei zu rechtfertigen.

Ganz anders ist dies bei diesem Sony Camcorder - Direkt zu Beginn fiel mir das integrierte Objektiv auf, was sich im Gehäuse in einer Art Aufhängung befindet und automatisch Bewegungen der Hand ausgleicht. Den Umfang an Stabilisierung der dadurch erreicht wird war mir komplett neu und bisher durch alle meine anderen Kameras unerreicht. Selbst bei Zoomaufnahmen funktioniert die Bildstabilisierung noch sehr gut.

Die Qualität der Videoaufnahmen ist meiner Ansicht nach sehr gut und durch die geringe Naheinstellgrenze lassen sich sogar Macroaufnahmen mit der Kamera realisieren. Hilfreich dabei ist ein kleines Rad auf der Vorderseite der Kamera, mit dem man sehr sanft und leicht manuell Fokussieren kann - eine Eigenschaft, die ich mit den etwas "hakeligen" Fokusringen meiner DSLR-Objektive leider nicht kann. Ebenso sanft ist der Zoom durch den Kippschalter auf der Oberseite, der sich beim Greifen der Kamera durch die Schlaufe sehr leicht bedienen lässt.

Die Bedienung des Camcorders ist durch den Touchscreen leicht und intuitiv - Das Lesen der Bedienungsanleitung war nicht notwendig um sich gleich zurecht zu finden. Um Batterien zu sparen, besitzt der Camcorder außerdem einen eingebauten elektronischen Sucher. Dieser ist zwar in der Auflösung keine Augenweide, jedoch sehr hilfreich falls man bei grellen Lichtbedinungen filmt und daher den Hauptbildschirm schlecht einsehen kann.

Zur Vorführung der Videos in abgedunkelten Räumen ist der eingebaute Beamer ein sehr schönes Extra. Besonders toll ist die Möglichkeit ein externes Gerät anzuschließen und den Camcorder somit zum Heimkino im Miniformat zu verwandeln. Die eingebauten Lautsprecher sind jedoch nicht ideal, daher empfielt es sich eine externe Lösung zu verwenden. Die Helligkeit des Beamers ist tagsüber leider zu gering, Nachts und bei voller Dunkelheit ist es jedoch durchaus möglich die Hauswand des Nachbarns als Projektionsfläche zu benutzen.

Zum Fotografieren lässt sich das Gerät ebenfalls benutzen, jedoch sind die Bildaufnahmen qualitativ ähnlich der von billigeren Kompaktkameras.

Fazit:
Ein toller Camcorder mit guter Filmqualität dank Bildstabilisatorfunktion, die mich anfangs wirklich umgehauen hat. Der Beamer ist ein super Extra!
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am 26. Juni 2013
Nach hin und her, kaufte ich diesen Camcorder, Vorgaenger HDR-CX305e. Den bereits geschriebenen Bewertungen kann ich nicht viel hinzufuegen.

Anfang war ich skeptisch, Grund war eigentlich nur, das ich hin und wieder gelesen hatte Ton aufnahme wäre schlecht, Starke Geraeusche von der Kamera kaum hoerbar.

Ich erinnerte mich da gleich, an einen Panasonic Camcorder den ich fuer eine Woche bei Mediamarkt gekauft hatte. Der hatte ein Knacken drauf, auf die Frage bei Mediamarkt "Fachmann" das wäre normal, mit Murren nahm er sie zurück und ich kaufte damals die HDR-CX305e, war damals teurer. Aber ich wurde mit der Sony nicht enttäuscht.

Nun viel sie nach Jahren herunter und nun musste eine neue her. Auf der Suche, stieß ich auf diese HDR-PJ650VE. Da ich bereits Sony hatte und den Bewertungen im Punkt Stögeräusche nicht glauben konnte, kaufte ich sie hier bei Amazon. Schnelle Lieferung wie immer. Karton bisschen Groß, so dass der eigentliche Inhalt ganz schön klapperte.

Das schöne meine Akkus von der HDR-CX305e passen, Ladeschale für 12 Volt passt.

Akku rein und los gings. Ich wollte den neuen Stabi testen und filmte drauf los. Am PC angeschaut, ich dachte ich seh nicht recht, was sony da geschaffen hatte war unglaublich. kaum ein Ruckeln oder zittern, bei Zoom, wie ich das von der HDR-CX305e gewohnt war, kamerafahrten im zoom einem Vogel hinterher. Toll 5 Sterne dafür

Störgeräusche im Vergleich zur HDR-CX305 e konnte ich nicht war nehmen, habe vergleichsaufnahmen gemacht Ton wie bei der HDR-CX305e, leichtes Rauschen wenn keine Geräusche, oder Sprache, Musik da sind, aber ich denke das ist wohl normal

Ton leicht besser als bei der HDR-CX305e.

Handhabung 5 Sterne, viele übersichtliche Einstellungen im Menu

Negativ habe zu bemängeln. Das offene vordere Linsenteil, warum man hier nicht einen Filter mitliefert. ich denke wenn auf die Linse was drauf fällt was dann, wie soll ich den Staub aus der Öffnung herausholen.

Aber auch der Projektor, wozu nur ???? Was hat Sony sich da wohl bei gedacht??? Ohne wäre besser gewesen, dafür lieber vorne geschlossen, fertig.

Naja vielleicht klappt es beim nächsten Mal :)

Habe Videovrgleich heute nochmal erneuert, Ton ist dieses Mal von der HDR-PJ650 so wie die Kamera ihn aufnimmt.
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am 15. Mai 2013
Das Gerät ist noch besser als im Test von Video Magazin besprochen. Die Aufnahmen sind bei Tageslicht absolut Top, bei Innenaufnahmen im Kunstlicht auch sehr gut. Ich hatte davor einen Sony CX570E und auch schon eine CX130. Dieses Modell ist in der Bildqualität noch mal klar eine Steigerung zum 570er. Zwischendurch hatte ich auch mal eine Panasonic X909. Die ging gleich wieder zurück, da die Schärfe hier sehr zu wünschen ließ. Vom Gewicht ist der Sony 650er gerade richtig um ihn satt in der Hand halten zu können. Den Projektor wollte ich ursprünglich gar nicht, aber jetzt wo ich ihn ausprobiert habe, find ich es echt praktisch und erstaunlich was so ein kleines Teil leistet. Manche kritisieren, dass der Projektor die Kosten unnötig in die Höhe treibt. Jedoch kostet der bei dieser Massenfertigung bestimmt nicht die Welt. Der Mehrpreis lohnt sich auf jeden Fall. Gut ist auch der Sucher. Jedoch von der Qualität nur ein Notbehelf. Der Stabi ist der Hammer und noch mal besser als in der 570er. Bei Stativaufnahmen ist er jedoch auszuschalten und man hat dann sogar noch mehr Weitwinkel. Die Verarbeitung ist top. Die wichtigen Anschlüsse (HDMI, Micro, Kopfhörer) hat er auch. Also das Teil ist sein Geld wert. Wer noch einen größeren Sensor möchte, muss zum 780er greifen. Einziger Nachteil ist, daß schon wieder ein neuer Zubehörschuh zum Einsatz kommt. Das Zubehör von der CX570E passt somit nicht mehr. Es gibt einen Adpater (Sony ADP-MAC) der wieder vom Schuh der PJ650 (Multi-Interface) auf Active-Interface (den z.B. die CX570E hat) lenkt, aber der kostet 28 Euro (für ein Stück Plastik im Wert von 2,50 Euro) und man hat halt wieder einen Adapter. Wenn man dann noch z.B. ein Rode Video Mic Pro (mit Standardzubehörschuh) adaptieren will, braucht man nochmal einen Adapter. Also Sony erwartet hier ernsthaft, daß man 2 Adapter übereinanderschraubt um einen normalen Standardzubehörschuh zu erhalten. Ein Witz! Ich habe mir nun mit einer Winkelschiene von Hama geholfen. Hier wird das Rode aufgesteckt und das Mikrokabel mit der Kamera (Mic In) verbunden. Der Camcorder erkennt dann, daß ein externes Mikro angeschlossen ist. Zum Glück ist bei der PJ650 endlich auch wieder eine manuelle Tonaussteuerung möglich. Man muß na klar ein paar Probeaufnahmen machen um die Soundaussteuerung in den Griff zu kriegen, aber es funktioniert dann wirklich gut. In der Summe ist der PJ650 aber 5 Sterne wert.
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am 21. August 2014
Liebe Leser und Käufer,

Unsere Umstände:
Wir hatten uns eine gute Videokamera gewünscht, mit der wir das Wachsen und Erwachsenwerden unserer kleinen Tochter dokumentieren können und hatten uns dabei in das obige Modell verguckt.

Zunächst einmal zum Gerät, wenn denn alles funktioniert: (Dazu nicht zu viele Worte)

Es ist einfach Klasse, es hat alle 5 Sterne verdient, denn für dieses Preisleistungsverhältnis bekommt man Qualität und Leistung. Also eine gute Wahl...

Aber das Glück hielt nicht allzu lange.
- Nach nicht einmal 8 Monaten hat der Projektor seinen Geist aufgegeben. Das ist ja schon ärgerlich und es ging gleich so weiter.
- Kurz darauf begann nämlich die Cam sich sporadisch nicht mehr ein- oder auszuschalten...

Naja, wir hatten uns geärgert und gedacht: Was für ein Glück, wir haben ja noch Garantie und es eingeschickt. Hier die Dokumentation:

- 05.07.: Kontakt mit dem Verkäufer. Rücksendeantrag wird gestellt, Infos werden mitgeteilt.
- 07.07.: Rücksendeantrag wird abgelehnt. Ich solle mich bei Sony melden, die werden es reparieren, weil es ja noch in der Garantie ist... (Warum auch einfach, wenn es kompliziert geht)
- 09.07.: Endlich alles einpacken und an eine Reparaturstelle verschicken
- 13.07.: Eingangsbestätigung

- jetzt kommts:
- 13:08 (1 Monat später): Es fehlen wohl noch Teile, diese müssen bestellt werden, die Reparatur verzögert sich. (1 MONAT SPÄTER???)
- Zeitgleich (Ich war im Urlaub) am 12.08 eine Mail: Ich habe die Möglichkeit auf ein Neugerät wenn ich innerhalb von 3 Tagen antworte. Ansonsten bekomme ich mein Defektes zurückgeschickt. (Ich dachte die wollten es noch reparieren - einen Tag später jedenfalls...)

- Ich schreibe natürlich dass ich ein Neugerät haben will! (Wieso sollte ich es einschicken, wenn es mir auch kaputt gefällt.)
--> Bis heute (21.08) keine Antwort. Ich hatte heute bei dem Reparaturservice angerufen, der mir mitteilte, dass ich Anspruch auf ein Neugerät haben kann. Diese teilen mir mit, dass sie dazu nicht befugt sind, das könnte nur der Verkäufer. (WHAT?)

Auf jeden Fall bin ich verärgert. (Also für Service und Haltbarkeit je 2 Sterne Abzug)

Ich weiß nicht wer schuld ist. Amazon, der Händler, Sony, der Reparaturservice... Mir ist es auch egal. Ich hoffe es geht alles gut, werd euch auch auf dem Laufenden halten, wenn es euch interessiert und möchte euch WARNEN! Überlegts euch gut, ob ihr so teure, sensible Sachen über Umwege kaufen wollt. Amazon-Händler-Sony... Ich hab draus gelernt.

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Update am 30.10.2014

Hallo Leute und hier das Update:

Es sind weitere knapp 10 Wochen in die Lande gegangen, in denen ich versuche mein Gerät/ mein Geld zu erhalten.

Nein, ich muss euch enttäuschen, ich habe weder eine neue Cam noch mein Geld erhalten.

Seit mehreren Wochen bin ich schon so weit, dass Amazon mir erklärt, sie können nichts machen und geophoto mir ihrerseits erklärt, dass sie nichts machen können.
--> Ehm, entschuldigung? Also bin ich jetzt der Schuldige oder was? Was soll man denn noch machen, wenn weder das Versandhaus noch der Händler (auch der Reparaturservice sei nicht unerwähnt) etwas machen können, damit ich endlich mein Geld zurück erhalte...

Wenn ihr jetzt gut rechnen könnt, seht ihr: Ich bin knapp 4 Monate dabei, mein Geld zu bekommen.

Wenn Ihr tatsächlich so etwas riskieren wollt, dann kauft gerne bei dem Anbieter, den auch ich gewählt habe. Viel Spaß!

P.S. Sollte ich tatsächlich irgendwann mein Geld erhalten, werde ich euch natürlich darüber informieren. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt...
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am 28. Dezember 2013
Ich habe mir vor zehn Jahren meinen ersten Camcorder ( eine Sony) zugelegt, habe mit diesen meinen Enkel auf Filmen festgehalten. Ich wahr sehr zufrieden. Jetzt sah ich dieses Angebot, habe zugeschlagen. Und nun nach einigen Aufnahmen bin ich hin und weg. Einfach Super dieser Camcorder. Wahnsinnige Technischen Fortschritte haben in den letzten zehn Jahren Einzug gehalten. Ich bin rundum zufrieden.
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TOP 500 REZENSENTam 2. April 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Mit der HDR-PJ650VE bietet Sony einen Consumer-Camcorder der Oberklasse an, der mit besonderer Ausstattung und einem äußerst wirkungsvollen Bildstabilisator punktet. Gewisse Abstriche muss man bei der manuellen Bedienbarkeit machen.

Doch nun zu den Einzelheiten.

Auftritt und Bedienung

Die Kamera kommt in einem kompakten, unspektakulären Karton, der fast zur Hälfte von einem Stoß gedruckter Bedienungsanleitungen in etlichen Sprachen (natürlich auch Deutsch) gefüllt wird. Buchstäblich darunter findet man außer der Kamera ein Netzteil nebst Anschlusskabel, einen Akku, USB-Verlängerungs- und HDMI-Kabel (Micro-HDMI auf HDMI), eine große Gegenlichtblende, einen Step-down-Ring (von 46 mm auf 37 mm Objektivgewinde) sowie eine kleine Infrarot-Fernbedienung. Es sind keine Datenträger enthalten - passende Software kann/muss man sich bei Bedarf von der Sony-Webseite herunterladen.

Das Gerät ist erwartungsgemäß sehr gut verarbeitet. Es liegt gut und dank griffiger Oberflächen sicher in der Hand. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar und arbeiten tadellos. Die Zoomwippe und das neben dem Objektiv liegende kleine Einstellrad lassen sich während der Aufnahme praktisch lautlos bedienen. Sie reagieren fein abgestuft und geschmeidig. Dem Einstellrad kann per Menü eine Funktion zugewiesen werden - nützlich ist es beispielsweise, damit den Fokus oder die Belichtung (absolut oder als Korrektur zur Automatik) anpassen zu können.

Das dreh- und schwenkbare Display ist scharf und kontrastreich. Seine Touch-Funktion reagiert etwas träge, so dass man relativ fest drücken muss, um eine Reaktion zu bekommen. Ansonsten manövriert man durch die weitgehend selbsterklärenden Menüs sicher und zügig. Die manuellen Einstellmöglichkeiten für die Bildparameter hat Sony in den Tiefen der Menüs verborgen. Wer regelmäßig und umfassend Einfluss auf die Aufzeichnung nehmen möchte, wird die Handhabung umständlich finden.

Der elektronische Sucher löst relativ grob auf und bietet eine kräftige, aber ungenaue Wiedergabe von Kontrasten und Farben. Er ist in erster Linie als Ausweichlösung zu verstehen, um in sehr heller Umgebung noch etwas erkennen zu können. Dafür ist die Qualität ausreichend. Um die Kamera freier manövrieren zu können, halte ich sie auch selten im klassischen Camcorder-Griff, für den der Sucher prädestiniert ist.

Die mitgelieferte Gegenlichtblende ist ziemlich sperrig - die PJ650 passt damit in keine kompakte Kameratasche mehr (hier: Sony LCS-U10). Um die Frontlinse aber etwas besser zu schützen und auch einen größeren Abstand zwischen dem automatischen Objektivverschluss und der Wand der Kameratasche zu erreichen, lasse ich einfach den mitgelieferten Step-down-Ring angeschraubt. Damit ist es meiner Meinung nach nicht mehr nötig, z.B. einen UV-Filter zum Objektivschutz anzubringen, der ja das Risiko von Beeinträchtigungen durch Reflexionen (sowieso nicht die Stärke dieser Kamera) weiter erhöhen würde.

Bild und Ton

Die PJ650 liefert insgesamt eine ordentliche Bildqualität. Die Farbwiedergabe ist natürlich, Kontraste werden nicht spektakulär, aber in den meisten Aufnahmesituationen akzeptabel wiedergegeben. Am ehesten gibt es Probleme mit der Streulicht-Empfindlichkeit des Objektivs, also in Form von Überstrahlungen durch besonders helle Bildanteile, insbesondere natürlich in Gegenlicht-Situationen.

Nennenswerte Verzeichnungen habe ich in keinem Brennweitenbereich feststellen können - sie werden vermutlich von der Elektronik herausgerechnet. Im Telebereich werden die seitlichen Bildbereiche etwas durch CA beeinträchtigt. Ansonsten wirken Videos aus der PJ650 fein gezeichnet und flüssig. Die Bildqualität bleibt bei schwachem Licht vergleichsweise gut. So leiden z.B. im indirekten, schwachen Tageslicht in unserem Treppenhaus die Details nur wenig. Die Rauschunterdrückung geht dabei angemessen zu Werke, um ein sauberes, gut encodierbares Bild zu erzielen, aber nicht zu viele Details zu opfern.

In den letzten Jahren habe ich Videos überwiegend mit verschiedenen Fotokameras von Canon, Sony und Nikon aufgenommen, die inzwischen bei der reinen Bildqualität gut mit den Consumer-Camcordern mithalten können. Natürlich ist eine dedizierte Videokamera im Handling überlegen. In einem Punkt klaffen aber Welten zwischen den Fotoapparaten und der PJ650: Ihr Bildstabilisator, der auch der Camcorder-Konkurenz deutlich enteilt ist. Beispiel: Ich folge meiner zweijährigen Tochter, die Kamera in geringem Abstand am ausgestreckten Arm auf ihrer Schulterhöhe haltend, wie sie durch den Flur ins Spielzimmer rennt, und gehe dann nahtlos in einen "Tiefflug" über ihr Lego-Haus über, in dessen formatfüllend aufgenommenem Wohnzimmer die Fahrt endet. Dabei gebe ich mir nicht einmal besondere Mühe, die Kamera ruhig zu halten. Und doch sieht das Ganze später am Bildschirm aus, als hätte ich einen schweren Steadycam-Aufbau und eine räumliche Schienenkonstruktion im Einsatz gehabt... Großartig. Auch voll durchgezoomt kann man die PJ650 leicht so ruhig halten, dass es wie vom Stativ aufgenommen aussieht. Das ist in der Praxis ein enormer Vorteil - spätere, digitale Nachbesserungen würden nicht mehr die gleiche Qualität ergeben.

HD-Videos werden zeitgemäß encodiert und belegen je nach Qualitätsstufe und Bildinhalt zwischen 0,7 und 3,5 MB pro Sekunde. In den unteren Qualitätsstufen ("LP" und "HQ") werden 1440x1080 Pixel, in den höheren ("FH", "FX", "PS") jeweils 1920x1080 Pixel aufzeichnet. Für den Videoanteil werden je nach Stufe Richtwerte von 5, 9, 17, 24 oder 28 Mbps verwendet, der Audioteil bleibt stets bei 448 Kbps. Die höchste Bitrate ist fest an den 50p-Modus gebunden, ansonsten hat man die Wahl zwischen 25p und 50i. Da ich selbst oft kurze Clips aufnehme, die ich nicht weiter bearbeiten möchte, verwende ich meist den Standard-Modus ("HQ") - bei mäßigem Platzbedarf von 1,1 bis 1,5 MB pro Sekunde ermöglicht er ordentliche HD-Bildqualität und lässt nur in extremen Szenen mit vielen Details und schnellen Bewegungen Artefakte erkennen. (Format Video: AVC High Profile, CABAC / 2 Reference Frames, max. 1080p50; Audio: AC-3, 5.1 mit 48 KHz)

Bildstabilisator und Fokussierung arbeiten - wie es sich für einen Camcorder gehört - völlig geräuschlos. Auf den Tonspuren hört man dennoch im Hintergrund ein leises Rauschen und Röhren, das bei völliger Stille etwas störend wirken kann und vermutlich einem kleinen Lüfter im Inneren der Kamera geschuldet ist. Die Tonaufnahmen klingen ansonsten klar und über den gesamten Frequenzbereich sauber. Die automatische Aussteuerung funktioniert sehr gut, auch plötzliches lautes Klatschen oder Knallen bring sie nicht aus dem Tritt. Die Windempfindlichkeit des Mikrofons ist vergleichsweise gering.

Die integrierte Fotofunktion ist aus meiner Sicht nicht mehr als eine nette Dreingabe. Die damit erzielbare Bildqualität liegt erwartungsgemäß auf dem Niveau einfacher Kompaktkameras. Immerhin erlaubt sie die Aufnahme des einen oder anderen Schnappschusses als (leicht) höher auflösende Ergänzung zum Videobild.

Projektor

Eine positive Überraschung ist für mich die Bildqualität des winzigen Beamers. Seine Helligkeit ist gering, genügt aber, um bei Tageslicht in Innenräumen auf kleiner Fläche mal eben eine Aufnahme vorzuführen. Das klappt damit wesentlich besser als es mit dem eingebauten Display möglich wäre.

In einem abgedunkeltem Raum genügt die Helligkeit nach meinem Empfinden (was letzten Endes Geschmackssache ist) für eine Projektion mit ca. einem Meter Diagonale. Die Geometrie ist nicht ganz perfekt - die Ecken werden etwas "eingedrückt" wiedergegeben. Sehr störend ist das aber nicht. Die Farbwiedergabe des Beamers ist für moderate Ansprüche in Ordnung, die Auflösung mit 640x360 Pixel hoch genug, um z.B. noch zwischen mäßigem und gutem DVD-Material unterscheiden zu können. Etwas fummelig ist die Scharfstellung mit dem allzu leichtgängig geratenen Schieberegler für den Fokus.

Über HDMI zugespieltes Material wird klaglos inklusive Ton wiedergegeben, wobei der interne Lautsprecher der Kamera natürlich nur eine Notlösung ist. Von PC, Notebook oder Tablet aus werden 720p50 oder 720p60 akzeptiert (und von der Cam entsprechend herunterskaliert). Mit einer separaten, leistungsstärkeren Soundlösung kann man unterwegs, im Hotelzimmer oder bei Bekannten mit der PJ650VE tatsächlich einen kleinen Kinoabend veranstalten. Spielt man z.B. Material der öffentlich-rechtlichen HD-Sender zu (720p50), ist die Wiedergabe sauber und sehr flüssig.

Sonstige Funktion

Positiv finde ich, dass man den USB-Anschluss zwischen MTP- (Media Transfer Protocol) und Massenspeicher-Modus umschalten kann. In ersterem verhält sich die PJ650 "offiziell" als Medienspeicher und präsentiert eine vereinfachte Sicht auf die intern gespeicherten Daten. Videos und Fotos liegen dabei gemeinsam in Verzeichnissen, die nach dem Aufnahmedatum benannt sind. Videos tragen den Aufnahmezeitpunkt im Dateinamen, Fotos sind durchnummeriert. Unpraktisch dabei ist, dass der Änderungszeitpunkt von Dateien beim Kopieren durch den Übertragungszeitpunkt ersetzt wird. Im Massenspeichermodus tritt dieses Problem nicht auf, dafür muss man sich Videos und Fotos aus Unterordnern holen (z.B. AVCHD\BDMV\STREAM oder DCIM\100MSDCF) und beim Trennen wie bei einem USB-Stick auf sauberes "Auswerfen" achten. Ich ziehe den Massenspeicher-Modus vor und verwende eine separate Software, um die Videos anhand ihrer Zeitstempel umzubenennen.

Das direkt an der Kamera angebrachte USB-Kabel ist praktisch. Da es aber sehr kurz ist, empfiehlt sich die mitgelieferte USB-Verlängerung zum Anschluss am PC. Die Übertragungsrate ist mit etwa 16 MB pro Sekunde nicht rekordverdächtig, aber ausreichend. Sehr nützlich ist die Ladefunktion über USB (erfolgt automatisch, wenn die Kamera ausgeschaltet ist), die so manches separates Laden erspart.

Da der Akku mit dem mitgelieferten Zubehör nur an der Kamera selbst geladen werden kann, empfiehlt es sich trotzdem, neben einem (obligatorischen) Reserveakku auch gleich ein Ladegerät zu kaufen. Beides gibt es in guter Qualität von Fremdherstellern. Dabei sollte man zu einem leistungsstärkeren Zweit-Akku (NP-FV70 oder kompatibel) greifen, um im Einsatz größere Reserven zu haben.

Fazit

Die HDR-PJ650VE ist kein Monster in Sachen Bildqualität, sondern liegt hier eher in der oberen Mittelklasse. Aber durch ihre grundsolide und gutmütig agierenden Automatiken und vor allem den wirklich überragenden Bildstabilisator gelingen mit großer Leichtigkeit Aufnahmen, die mit anderen Geräten schwierig bis unmöglich wären.

Bildqualitäts-Extremisten oder ambitionierte Filmer, die stets alle Bildparameter penibel im Griff behalten möchten, werden mit dieser Kamera vielleicht nicht glücklich werden. Wer eher sorglos filmen und dabei in möglichst vielen Lebenslagen zu ansehnlichen Ergebnissen kommen möchte, liegt hier richtig. Auch für ein technisch aufwendiges "Detail" wie den eingebauten Projektor sollten sich natürlich Einsatzmöglichkeiten bieten.

Die Kamera ist umfassend ausgestattet, ohne dabei entscheidende Schwächen aufzuweisen. Die Gesamtleistung ist aus meiner Sicht gut, der Preis angemessen. Mit Hinweis auf die oben beschriebenen Eigenschaften gebe ich eine Kaufempfehlung und vier Sterne ****.
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am 25. November 2013
Sehr guter Camcorder. Von der Stiftung Warentest mit sehr gut bewertet. Gerade deshalb habe ich sie mir gekauft. Und es stimmt. Den Projektor brauchte ich nicht, bringt nur zusätzlich Gewicht, aber ohne gibt es den Camcorder nicht in Europa.
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