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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
81
4,6 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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Steven Wilson polarisiert die Gemeinde der Proggies. Mittlerweile ist es richtig spannend geworden, sich hier durch die Rezensionen zu diesem Album zu lesen. Ich bin an das Album über meine Begeisterung für Porcupine Tree gekommen, höre aber leidenschaftlich gerne Musik querbeet durch die Genres. Mein Musikgeschmack ist damit evtl. deutlich breiter, als vermutlich der vieler hier abgedruckten Rezensenten, so dass ich mich nicht zu den Puristen und Vergötterern des ProgRock zählen kann. Ich habe kein Problem damit, dass "The Raven ..." sich mancher Anleihen aus Werken "Alter Meister" bedient. Wilson hat einfach gut in der Schule aufgepasst. Was gibt es da zu tadeln? Ich finde "The Raven ..." ist dennoch absolut eigenständig. Es kopiert nicht, es biedert sich nicht an und es schwimmt auch auf keiner billigen Retro-Welle.

Ich finde hier 6 lupenrein sauber und offen produzierte Songs, die teils mitreißen, teils betören und schlicht und einfach vielschichtig und gut bis grandios sind. Die außerordentliche Qualität der beteiligten Musiker ist sowieso nicht zu bestreiten. Es ist mir egal, ob es irgendwann in den 70igern evtl. auch noch etwas Besseres gegeben hat! Mag sein, mag nicht sein, ist doch alles Geschmacksache, ist doch völlig egal! Und warum sollte dies meine aktuelle Begeisterung für "The Raven ..." schmälern? Ich bin davon überzeugt, ich kann ohne Probleme nebeneinander Alt und Neu genießen! Warum auch nicht? Ich sehe hier keinen Widerspruch, Musik ist doch Gefühl und nicht Kopf!

Bleibt zu hoffen, dass der sich andeutende kommerzielle Erfolg des Albums dazu führt, dass derlei hochwertige, liebevoll vertrackte und verspielte Musik endlich wieder salonfähig wird und andere Künstler und Bands und auch die Plattenindustrie dazu ermutigt, wieder mehr auf Qualität als auf Plastikmusik und schnellen Kommerz zu setzen. Dies käme dann auch allen standfesten Proggies zugute, die ihre Mucke in vielerlei Spielarten auch mal wieder im Radio hören könnten. Aber vielleicht wollen die dies ja gar nicht? Vielleicht darf es gar nicht Neues mehr geben, das die "Alten Meister" herausfordert ("früher war alles besser" und "das Rad ist schon erfunden"). Das nenne ich dann wertkonservativ oder sogar musik-fundamentalistisch.

Wir haben erst März und es wird bis zum Jahresende hoffentlich noch ein paar Highlights mehr geben. "The Raven ..." ist für mich bis dato aber das spannendste Album des Jahres! Volle Punktzahl*****
22 Kommentare| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. März 2013
.......wie sich die "Musik-Polizei" um den Genuss eines tollen Albums bringt!!! Die Leute, die seit 40 Jahren erzählen "Also Pink Floyd und Barkley James Harvest und Genesis und King Crimson und bla bla bla....., die haben das ja alles schon gemacht! Und Steven Wilson hat das Rad nicht neu erfunden!"
Mensch Leute! In der Musik hat seit Beethoven keiner mehr das Rad neu erfunden. Macht Euch das mal klar!!! Ihr seid wahrscheinlich die Konzertbesucher, die mit verschränkten Armen im Saal stehen und auf einen Spielfehler der Musiker warten, nur damit Ihr dann sagen könnt: "Siehste, die sind gar nicht so toll. Also, als ich 1973 bei Gruppe XY war, DIE haben das aber besser gemacht!"

Mit Verlaub,.......das ist zum kotzen!

Hier ist ein Musiker am Start, der sich traut DAS zu tun, was Ihr da hört. Mit all dem Aufwand, dem Herzblut und der Ungewissheit, ob sich heute überhaupt noch Menschen sowas anhören. In einer Zeit, in der auf jedem Radiosender selbst das kleinste Gitarrensolo rausgeschnitten wird und sich die Songlänge auf 3 Minuten und 40 Sekunden eingepegelt hat.
Ihr "grooooßen Musikkenner"! Nennt mir auch nur EINE aktuelle Band, die NICHT von anderen geklaut, kopiert oder abgekupfert hat! Nur E I N E !
Ich habe in meinem bisherigen Leben ca. 400-500 Konzerte gesehen. Und darunter waren eine Menge, die ich bis an mein Lebensende nie vergessen werde. Letzten Donnertag habe ich Steven Wilson in Hamburg gesehen. Und dieses Konzert hat ALLES in den Schatten gestellt, was ich bisher gesehen habe. Was für ein Sound! Was für Musiker!! Was für ein Feeling!!!
Wischt Ihr mal weiterhin den Staub von den LPs und rühmt Euch, was für grandiose Musikkenner Ihr seit!
Steven Wilson ist ein Genie der Neuzeit. Willkommen im HEUTE!
1111 Kommentare| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2013
...und zeigt einmal mehr mit grandiosen Mitmusikern was in Ihm und der Marke Wilson steckt!

Steven Wilson, der Meister des Prog-Rocks erschuf mit diesem wunderbaren Album einen Meilenstein.
Man will es nicht mehr weglegen, man lässt sich gerne abholen, in seine Welt, des verzwickten, teils verspielten,
manchmal dramatischen und düsternen Prog-Rocks. Der Opener, gelungen wie nie!
Drive Home ein Sensationsstück und alles in Allem sowas von gelungen!
...Sphärisch, extrem ausgefeilte Keys, brilliante Drummerkunst von Marco Minnemann, Bässe von einer anderen Welt
und eine Gitarre, welche seines Gleichen sucht!
Gesanglich macht's der Meister so wie bereits von seinen Vorgängeralben und teils
bei Porcupine Tree bekannt; ...nur schön, nur GENIAL!!!

Live ist Steven Wilson fast noch besser als auf CD oder Vinyl, egal!
...Steven, *drive not home*!

Eine ganz klare Kaufempfehlung!
Wer's richtig genießen will: ...dann nur auf Vinyl!!!
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2013
… und diese wurden übertroffen.
Seit beinahe einem Jahr wusste ich darum, dass Steven Wilson ein neues Werk schreibt. Ein Album, das komplett auf sein Live-Line-Up zugeschrieben ist. Im Mai letzten Jahres war ich auf dem Konzert, wo er ‚Luminol‘ zum ersten Mal präsentierte. Zugegebenermaßen, ich hatte beim ersten Hören noch nicht allzu viel davon gehört, wie der Song klingen könnte, aber allein die Idee, der Groove, die Power, die in diesem Song steckt, hatte mich von Anfang an gefesselt. Ich besuchte eine Woche später ein weiteres Konzert und hörte den Song zum zweiten Mal. Spätestens hier war ich komplett begeistert und hatte quasi unerfüllbare Erwartungen, was dieses Album angeht.
Nun ist der Rabe angekommen – und ihn umgibt eine Aura, die mich auch nach dem zehnten Hören aufs Neue fasziniert, mich komplett einnimmt und nicht mehr loslässt. Es ist, für meinen Geschmack, schlicht und ergreifend das beste Album, das ich besitze.
Um das Album komplett zu beleuchten, gehe ich die Songs durch. Eine Punktebewertung oder sonstiges spare ich mir an der Stelle, da ich keinen Song mit einem Punktabzug versehen würde.

‚Luminol‘

Den Song kennt jeder SW-Fan seit gut neun Monaten, spätestens aber seit September letzten Jahres, wo der Song auf der phänomenalen BluRay ‚Get All You Deserve‘ in Erscheinung tritt. Der Song legt direkt zu Beginn des Albums ein Wahnsinnstempo hin. Ohne Umschweife werden wir ins musikalische Geschehen geworfen, die Drums und der Bass drücken gnadenlos, alles umgeben von einer Atmosphäre, wie ich sie nur von wenigen Künstlern kenne. „Here we all are, born into a struggle, to come so far but end up returning to dust.“ Mit diesem Satz leitet SW uns in die Thematik des Albums ein – Geister, Tod und Übernatürliches. Der Song hält das Tempo etwas mehr als vier Minuten, bevor ein langsamer, leicht melancholischer Part einsetzt. Der Teil steht im starken Kontrast zum Anfang und Ende, wodurch der Song über die zwölf Minuten äußerst abwechslungsreich bleibt.
Nach weiteren vier Minuten setzt ein sehr starker Melotron-Part ein, der harmonisch zwar äußerst komplex gestaltet ist, dabei aber nicht gewollt, sondern sehr flüssig klingt. Es setzt die Reprise bzw. das Outro ein, das den Song perfekt abrundet. Ein überragendes Stück Musik, dass vor Spielfreude nur so strotzt. An dieser Stelle sei schon gesagt, dass mit diesem Album auch soundtechnisch eine Perle kreiert wurde. Größtenteils live im Studio eingespielt klingt das Ganze so druckvoll und sauber, wie man es sich öfter wünschen würde.

‚Drive Home‘

Der zweite Track kommt um einiges ruhiger daher, als sein Vorgänger. Hier sind großartige Melodien und eine wunderschöne Atmosphäre an der Tagesordnung. Nach ‚Luminol‘ ist dieser Song vergleichsweise einfach strukturiert, es wird einer übersichtlichen Verse-Chorus-Struktur gefolgt. Der Höhepunkt des Songs zeigt sich in den letzten zweieinhalb Minuten, komplett versehen mit einem Gitarrensolo, das vor Genialität nur so strotzt. Laut Wilson ist das Solo komplett improvisiert, es sei einer der ersten Takes gewesen, den wir hier zu hören bekommen. Und das wirkt sich absolut positiv auf das Gefühl aus, dass man beim Hören bekommt. Es ist kein hoch-technisiertes Solo, dass von tausend Noten lebt, nein, es ist ein Solo, dass alles an Emotion beinhaltet, was man sich wünschen kann. ‚Drive Home‘ ist eine großartige Ballade mit großen Melodien und sehr viel Gefühl.

‚The Holy Drinker‘

Nach dem ruhigen Track stehen wir vor dem nächsten zehn Minuten Track. Direkt der Beginn kommt dissonant daher und bevor das Schlagzeug einsetzt weiß man nicht sofort, mit welchem Takt man es hier zu tun hat. Der Song baut sich langsam auf, um mit den Strophen dann in bester 70s-Rock Gestalt zu brillieren. Der Song ist sehr stimmig aufgebaut, man hat nicht das Gefühl, der Song bestehe aus mehreren Teilen, die sich zusammenfinden. Die Atmosphäre dieses Songs passt perfekt in das thematische Bild des Albums – düster, man könnte fast schon den Ausdruck ‚gespenstig‘ gebrauchen. Dieses Gefühl bestätigt sich spätestens durch den ruhigen Teil um die sieben Minuten Marke – wunderschön schwebend, düster, ja, eben gespenstig. Doch mein persönliches Highlight folgt zum Ende, eingeleitet durch eine Orgel, die durch einen Verzerrer geleitet wurde. Ein, im Vergleich zum bisher gehörten, heftiger, man könnte sagen böser Part, der sich langsam steigert. Das Ganze wird mit einem musikalischen Thema belegt, dass man relativ früh im Song schon gehört hatte. Ein großartiger Abschluss für einen genialen Song, der jedes Mal wieder Spaß macht.

‚The Pin Drop‘

Wir sind beim kürzesten Track des Albums angekommen, etwas mehr als fünf Minuten umfasst der Song. Der Aufbau ist wieder etwas übersichtlicher gehalten, als einfach kann man ihn aber allein wegen dem harmonischen Aufbau nicht bezeichnen. SW benutzt hier eine Gesangstechnik, die er zum ersten Mal ausprobieren konnte, weil er sich bei dem Album nicht so sehr auf die Instrumente konzentrieren muss, laut eigener Aussage. Das wirkt anfangs etwas befremdlich, weil seine Stimme tatsächlich sehr ungewohnt klingt, aber je länger der Song spielt, desto mehr gewöhnt man sich daran und – ich spreche für mich – merkt, wie passend es im Song klingt. Der Chorus ist einer meiner Lieblingsmomente des gesamten Albums, der in allen Punkten einfach nur großartig ist und mich bei jedem Hören erneut mitreißt. Zudem glänzt in dem Song ein überragendes Gitarrensolo, nicht zu vergessen natürlich die Soli des „Bläsers“ Theo Travis (auf das ganze Album bezogen). Der Song ist in seiner Kürze richtig stimmig und legt durchgehend ein starkes, drückendes Tempo an den Tag. Gefiel mir beim ersten Hören und gefällt mir auch beim zehnten Hören – phänomenal.

‚The Watchmaker‘

Nach dem drückenden ‚Pin Drop‘ folgt ‚The Watchmaker‘ – ein Titel, der das Tempo erst mal stark drosselt – im positiven Sinne. Die Melodieführung hier sagt mir – wie gewohnt – sehr zu, die ganze Atmosphäre stimmt einfach. Bei dem Song schließe ich jedes Mal die Augen und lasse die Musik auf mich wirken – es hat eine sehr beruhigende Wirkung, zumindest auf mich.
Mit fortschreitender Zeit entfaltet sich der Song langsam, ab ca. Minute Vier setzt die Band allmählich ein. Der Song wird sorgfältig aufgebaut, musikalisch wird dabei eine Variation des ersten Teils dargeboten. Man hört abwechselnd Soli der Querflöte und Gitarre, die zum Höhepunkt dieses Abschnittes gemeinsam solieren – genial. Nachdem dieser Teil erklungen ist, folgt ein vom Piano eingeleitet Part, der mit zu meinen Lieblingsmomenten des Albums gehört. Hier stimmt einfach, was Aufbau, Musik und Atmosphäre betrifft. Der Song baut sich nach und nach wieder auf, verliert dabei aber nichts an seiner in diesem Moment vorherrschenden Leichtigkeit. Je weiter der Song aufgebaut wird, desto verspielter wirkt er auf mich, wodurch ich bei diesem Part jedes Mal ins Schwärmen darüber gerate, mit welcher Liebe SW seine Musik aufbaut und mit welcher Spielfreude die Band diese umsetzt. Durch den Bass wird das Finale eingeleitet, dass schlagartig die komplette Atmosphäre umdreht – düster, böse, hart. Dieses Finale kommt unheimlich episch daher, die Drums prügeln, die Instrumente zerren – es herrscht allgemeiner Bombast. Der Song ist damit der abwechslungsreichste des Albums, anfangs sehr ruhig und leicht melancholisch, zunehmend gewinnend an Leichtigkeit und Verspieltheit – und gipfelnd in einem Bombastfinale. Ich würde ihn als einen meiner Lieblingstracks bezeichnen, wenn ich nicht spätestens hier bemerken würde, dass sich diese Bezeichnung auf alle Songs beziehen lässt.

‚The Raven That Refused To Sing‘

Wir sind beim letzten Track angekommen. Und dieser Song ist – selbst nach dem bisher gehörten – das Beste, was ich bisher an Musik erleben durfte. Anfang Februar wurde das Video dazu veröffentlicht. Ich habe dieses bis heute gefühlt hundert Mal gesehen und jedes Mal wieder bekomme ich Gänsehaut am ganzen Körper. Was dieser Song an Emotionalität rüberbringt, wie er sich praktisch unbemerkt vor einem aufbaut und dann in einem fulminanten Finale vor einem steht… ich habe bis jetzt noch nichts Vergleichbares gehört.
Über die acht Minuten passiert im Grunde nicht besonders viel, was Abwechslung angeht. Und gerade dieser Punkt macht den Song für mich so genial, weil SW sich für die einzelnen Teile sehr viel Zeit lässt, sie sehr liebevoll aufbaut und miteinander verbindet. Der Aufbau des Songs erinnert dadurch entfernt an ‚Collapse the Light Into the Earth‘ (Porcupine Tree).
Spätestens das Einsetzen des Hauptparts (später der Chorus) brachte mich beim ersten Hören den Tränen nahe. Und sobald die Band einsetzt, der Chorus zum zweiten Mal erklingt, dann eine Gitarre die Melodie spielt und schließlich der Chorus zum dritten Mal einsetzt, habe ich Tränen in den Augen. Was hier passiert zeigt die schönste Seite, die man musikalisch darstellen kann. Zudem ist der Text gleichermaßen traurig, wie einfach nur schön, was die Emotionalität perfekt macht.
Wenn ihr das Video noch nicht gesehen habt, schaut es euch an. In Verbindung mit diesem Song wird einem hier – meiner Meinung nach – das großartigste musikalische Erlebnis geboten, dass man sich vorstellen kann.
Es könnte keinen anderen Song geben, der dieses überragende Album besser abschließt. Unübertroffen.

Was bleibt nun noch zu sagen? Das Album schreibt musikalische Geschichte. Das Album bietet besten Prog im Stile der 70er, vermischt mit neuen musikalischen Elementen. Der Sound des Albums bietet Referenz, es ist ein einziger Genuss für die Ohren. Das Album berührt mich, es fasziniert mich, lässt mich Träumen und führt mich gleichermaßen in wunderschöne, wie düstere Atmosphären.

Fazit:
Wilson sichert sich mit diesem Werk einen Platz in der Reihe der besten Komponisten, was Progressive Rock angeht. Für Fans von Steven Wilson ist das Album logischerweise ein Pflichtkauf. Ansonsten ist das Album für jeden empfehlenswert, der etwas mit progressiver Musik anfangen kann und für jeden, der Musik schätzt, die hörbar liebevoll aufgezogen ist.
Für mich ist es das bisher beste Album, nicht nur von Steven Wilson, sondern was Musik allgemein betrifft. Damit gibt es für ‚The Raven That Refused To Sing (And Other Stories)‘ eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und sollte in keiner Musiksammlung fehlen.
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am 2. März 2013
Steven Wilson hat schon einige Male unglaubliche Werke erspielt, ob mit Porcupuine Tree, Blackfield, anderen Side-Projects oder als Produzent, Sänger, Gitarrist in unzähligen anderen Produktionen. Was er hier eingespielt hat ist ein weiteres Beispiel für seine unglaubliche Genialität.
Die Musik selber zu beschreiben ist schwierig, es ist ein bunter Mischmasch zwischen Progrock, Jazzrock und Mainstream. Mal hört man Klänge, die an die alten Genesis erinnern (Der Anfang von "Watchmaker", die Gitarren erinnern stark an Wind an Wuthering), mal geht Wilson in Richtung Blackfield (Drive Home- mit einem abartigen Gitarrensolo), das schon aus seiner Live-DVD bekannte "Luminol" betört durch die starken Wechsel und das geniale Flötenspiel von Theo Travis. Besser kann man Prog einfach nicht machen, da leg ich mich fest. Der absolute Höhepunkt der Scheibe ist der melancholische Titeltrack, der traurig beginnt und fuilminant endet und eine Melodie hat, die man einfach nicht mehr vergisst. Dies ist für mich nach langern Jahren Fandasein des genialen Steven Wilson mit allen Höhen und Tiefen momentan einfach das Beste, was er jemals abgeliefert hat, was in einer normalen Amazon-Wertung eigentlich 8 Sterne geben müsste. Man kann sich nur verneigen.

Ein weiterer Beleg für seine Ausnahmestellung als Musiker ist übrigens die Tatsache, dass er den langsam in Vergessenheit geratenen Alan Parsons zum Produzenten berufen hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der gute alte Alan nicht übermäßig viel beigetragen hat zum Gelingen des Projekts. Aber die Geste ist einfach groß: eine Verneigung vor einem Ausnahmemusiker, den Wilson mit Riesenschritten schon lange überholt hat.
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am 1. März 2013
Hier gibt es ja schon soviele tolle Rezensionen. Und alle haben Recht ... was ist dieses Album hervorragend. Ich habe es jetzt genau EINMAL angehört, nachdem es dank Amazon wieder pünktlich zum VÖ-Datum geliefert wurde. Und dieses eine Mal reicht aus, um zu bescheinigen, dass dies ein wirklich phänomenales Album ist. Jeder Song steht für sich kompakt, und jeder ist ein Highlight. Ich glaub ja normal solch überschwänglichen Rezis nicht so, aber hier stimmts. Die Presse ist sich einig, die Leute hier sind sich einig, und ich bin es auch: das ist wohl DAS Album schlecht hin. Wer ProgRock mag, und die aktuelle Szene evtl. ein wenig verfolgt, der muss sich das anhören. Ein bischen King Crimson, und auch Genesis höre ich hier raus, aber klar; das sind Referenzen. Genial ist das. Echt genial. Und zum Schluss kam natürlich der Titelsong, den ich schon vom Video her kannte (unbedingt ansehen!!! ist absolut empfehlenswert!!!). Die letzten Minuten der CD liefen also, und hatte wieder Tränen in den Augen. Sowas passiert mir bei Musik viel zu wenig. Und deswegen verneige ich mich hier vor Herrn Wilson. Das ist mehr als hohe Kunst. Danke für diese Musik. Und, ich sags gern nochmal: ich hab das Album erst einmal gehört!!! Das wird wohl mein Dauerbrenner!
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am 18. Mai 2014
Mit "The Raven That Refused to Sing (And Other Stories)" hat Porcupine-Tree-Mastermind Steven Wilson sein nunmehr drittes Soloalbum veröffentlicht und endlich auch einen Teil des verdienten kommerziellen Erfolgs geschafft, den dieser umtriebige Ausnahmekünstler verdient: Immerhin auf Platz 3 der deutschen Albumcharts hat es das Werk 2013 geschafft. Die darauf enthaltenen sechs Stücke mit einer Gesamtlaufzeit von knapp unter einer Stunde sind ein ergreifender Parforce-Ritt durch Jazz, Experimental und Progressive Rock sowie Ambient, produziert von keinem Geringeren als Alan Parsons, der als Toningenieur schon hinter so bahnbrechenden Werken wie "Dark Side Of The Moon" von Pink Floyd steckt. Geholfen haben Steven Wilson so herausragende Musiker wie Ex-Kajagoogoo Nick Beggs am Bass und Chapman Stick, Adam Holzman, der schon mit Jazz-Größen wie Miles Davis und Marcus Miller gearbeitet hat, an den Keyboards, Guthrie Govan, der unter anderem bei Asia gespielt hat, an der Leadguitarre oder der enorm vielseitige Marco Minnemann an Schlagzeug und Percussion, dessen Spektrum von Jazz bis Heavy Metal reicht.

Der Eröffnungstrack "Luminol" ist gleichzeitig der längste der CD. In einem wilden Gewitter verbinden sich hier jazzige Passagen und ein treibendes Rhythmussegment mit verspielten Flötenklängen und fragilen, loungeartigen Ambient-Breaks, während der Gesang zunächst im Hintergrund steht. Das sich anschließende "Drive Home" ist eine ruhigere, stimmungsvolle Rockballade, während es bei "The Holy Drinker" wieder schneller und verspielter zu Werke geht, wobei nicht zuletzt durch die Guitarrenklänge am Ende des Songs eine eher düstere Stimmung erzeugt wird. Sowohl hier als auch im folgenden "The Pin Drop" sind es aber die fragilen Zwischenspiele, die aus den Liedern faszinierende Meisterwerke machen. Das mit über elf Minuten zweitlängste Stück "The Watchmaker" mit seinem atmosphärischen Klavierbreak und dem entfernt an Opeth erinnernden, härterem Ende gehört zu den Höhepunkten des Albums. Den krönenden Abschluss bildet dass der melancholische Titeltrack "The Raven That Refused To Sing", der verhalten beginnt, sich zur progressiven Rockballade steigert und mit zarten Pianoklängen ausklingt.

Überhaupt ist die unglaubliche klangliche Dynamik des Albums, die sich jeglichem Loudness War entzieht, ein hervorstechendes Merkmal dieser Platte: Von kaum hörbar bis dröhend reicht das Spektrum. Steven Wilson ist schon lange ein Sound-Fetischist und Gegner der bedauernwerten Tendenz der Musikindustrie den Lautheitspegel von CDs bis zur Kompression und Verzerrung zu erhöhen. Dies kommt dem Sound zugute und sollte anderen Künstlern als Vorbild dienen.

Inhaltlich erzählen die Songs mehr oder weniger übersinnliche Geschichten, teils in der Tradition eines Edgar Allan Poe, und basieren auf Kurzgeschichten, die Steven Wilson geschrieben hat und die man auf der Deluxe Edition des Albums auch nachlesen kann. Das Cover und Booklet, welches auch sämtliche Lyrics enthält, wurden von dem deutschen Künstler Hajo Müller gestaltet und runden das künstlerische Gesamtbild mit teils stimmungsvollen, teils verstörenden Illustrationen gelungen ab.

"The Raven That Refused To Sing (And Other Stories)" ist Wilsons bisher abwechslungsreichstes Album und dürfte ein Klassiker des Progessive Rock werden, denn seine Qualitäten haben Bestand.
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am 18. März 2013
Mein Mann und ich verfolgen die Projekte von Steven Wilson schon seit Jahren mit Begeisterung und können auch bei diesem Album wieder sagen: Ein Gesamtkunstwerk des Progressiv Rock. Musik ist meiner Meinung nach immer Geschmackssache. Wilson steckt all seine Leidenschaft und seine Seele in die Musik und das hört man. Sowie ein Thomas Mann fantastisch mit Worten jonglieren kann, kann Steven Wilson das mit Klängen und Melodien. Steven, we love your music! You are my personal Schostakovitch of Progressive Rock. Thank you.
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Obwohl die Lobhudeleien der Prog-Community auf dieses Album teils schon wahnhafte Züge annehmen,kann ich nicht anders,als mich da,hoffentlich noch in gesundem Rahmen,anzuschließen.
Es war ganz offen das Ziel von Steven Wilson,das Feeling der 70er und 80er dieser Musikrichtung in die Neuzeit zu bringen.
Schon deshalb geht vereinzelte Kritik,er habe sich allzu offensichtlich bei seinen musikalischen Vorbildern,wie Genesis,Yes,Pink Floyd,King Crimson und anderen stilistisch bedient,ins Leere.
Und tatsächlich fühlt man sich beim hören in selige alte Zeiten zurückversetzt,allerdings ohne das Gefühl,"alten Wein in neuen Schläuchen" serviert zu bekommen;schon wegen der wunderschönen neuen Melodien und der Jazz-Einflüsse verbietet sich der Plagiatsvorwurf eigentlich von allein.
"The Raven That Refused To Sing.." stellt thematisch die Vertonung von sechs Geistergeschichten dar.
Insofern ist eine Bewertung von "unheimlich gut" durchaus doppelt richtig.
Allzu gruselig kommt die Musik aber nun wirklich nicht daher,ich würde den Grundtenor eher als melancholisch bis traurig beschreiben,obwohl auch der Rock nicht zu kurz kommt.
Bei dem 2013 auf KScope veröffentlichten Album hat Steven Wilson es aber auch beim Drumherum gut krachen lassen.
Für die Produktion konnte er den legendären Alan Parsons mit ins Boot holen,der sogar auf einem Track etwas Gitarre spielt.
Seine Mannschaft an den Instrumenten ist von hoher Güte:
Mit Musikern,wie Chapman Stick und Nick Beggs an den Baßgitarren,Guthrie Govan an der E-Gitarre,Adam Holzman an Mini-Moog,Hammond Orgel und anderen Tasteninstrumenten,Theo Travis an Flöte,Klarinette und Saxophon,Marco Minnemann für Drums und Percussion,dem von keinem Geringeren als Dave Stewart arrangierten London Session Orchestra für die Streichereinsätze ließ Wilson qualitativ nichts anbrennen.
Er selbst komponierte das gesamte Material und sang,spielte E-und Baßgitarre,Keyboard und Mellotron.
Auch das Artwork der vielen unterschiedlichen Tonträger überzeugt.
Der geneigte Käufer hat große Auswahl.
Neben der sehr guten Vinyl-Edition gibt es die einfache CD,aber auch Limited Editions,mal mit beigelegter DVD-Video-und Audio,mal mit Blu-Ray.
Beide,DVD und Blu-Ray,enthalten eine Photo-Galerie,eine Kunst-Galerie und eine Studio-Dokumentation.
Dazu werden jeweils eine hochauflösende Stereo-Spur (24 Bit/96 KHz) geboten und für die Surround-Fans je zwei 5.1 Abmischungen (DVD 5.1 DTS+AC3 5.1 bzw BluRay 5.1 LPCM+HD DTS).
Dazu wird die Musik in einer Instrumental-Version in Stereo geboten,natürlich in hoher Auflösung.
Die BluRay enthält dazu noch die Lounge-Version von "Drive Home",ebenfalls in 24/96-Auflösung.
Auch die beigelegten Bücher mit Artwork unterscheiden sich im Umfang stark,sodaß es genau überlegt sein will,welche Edition die individuell passende ist.
Das Digi-Book wirkt auch wertig.
Und wenn Alan Parsons an der Produktion beteiligt ist,sollte,auch wenn andere Leute die Aufnahmen,die Mixings und Masterings durchführten,klar sein,daß der Klang großartig ist.Und das ist er.
Zwar wurde auf den digitalen Tonträgern hoch ausgesteuert,es gibt jedoch keine Verzerrungen und die Dynamikwerte sind im mittleren Bereich.
Doch auch unabhängig von diesen Werten klingen sämtliche Tonträger sehr gut.
Insbesondere die Vinyl-Ausgabe hat es mir angetan,sie klingt schön offen,luftig,transparent,ohne in übertriebene,sezierende Analytik zu verfallen.Wer Audio-DVD oder BluRay-Audio abspielen kann,ist mit den entsprechenden Editions sicher gut bedient,wer Surround will,kommt um diese ohnehin nicht herum.Aber selbst die CD klingt ansprechend,sodaß es nichts zu nörgeln gibt.
Es sei denn man will unbedingt eine SACD,die gibt es meines wissens noch nicht.
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am 3. März 2013
Eins vorweg: Dieses Album ist für mich jetzt schon Anwärter auf das Album des Jahres 2013!
Steven Wilson verknüpft all sein bisheriges Schaffen mit Einflüssen von King Crimson, Yes, frühen Genesis und Co. zu einem homogenen Gesamtsound,
der grösstenteils live mit all seinen Top-Mitmusikern (u.a. Nick Beggs, Marco Minnemann, Guthrie Govan)
in den East West Studios LA mit Hilfe von Alan Parson als Toningenieur/zusätzlichem Produzenten aufgenommen wurde
(u.a. Toningenieur von Pink Floyd's "The Dark Side Of The Moon").
Das Album ist etwas zugänglicher ausgefallen als der Vorgänger, was durchaus positiv zu werten ist.

1. Luminol: Harter, abwechslungsreicher Prog-Rock in Vollendung.
2. Drive Home: Tolle Spannungsbögen, berührender Refrain.
3. The Holy Drinker: Abgefahrener Klangkosmos - put me in chains...
4. The Pin Drop: Der Song beginnt ruhig und nimmt schnell Fahrt auf, Steven Wilson singt gekonnt in hohen Lagen.
5. The Watchmaker: Musik als Kopfkino -Interessant vertonte Geschichte.
6. The Raven That Refused To Sing: Tolles Piano, souverän, einfühlsam, spannend und zutiefst melancholisch.

Ein gelungener Ausklang, für mich persönlich das Highlight dieser Platte und Steven Wilson's Schaffens...
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