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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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Beim Gonzo-Journalismus handelt es sich um einen unverwechselbaren Reportagestil, der auf William Faulkners Überzeugung basiert, die beste Dichtung sei weitaus wahrer als jede Art von Journalismus. Der im deutschen Sprachraum anspruchsvollen Journalisten als literarischer Maßstab dienende »rasende Reporter« Egon Erwin Kisch dachte ähnlich über dieses Thema und schrieb: »Nichts ist verblüffender als die Wahrheit, nichts exotischer als unsere Umwelt, nichts phantastischer als die Wirklichkeit.«

»Echte Gonzo-Reportage«, schreibt Thompson, »erfordert die Talente eines Meisterjournalisten, das Auge eines Künstlers/Fotografen und den Mumm eines guten Schauspielers«. ' Dieses Buch liefert auf 574 Seiten den Beweis für seine Meisterschaft.
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am 17. Juni 2007
Auf 570 Seiten enthält dieses Buch "das Beste aus den Gonzo Papers", den Reportagen des Journalisten und Schriftstellers Hunter S. "Gonzo" Thompson, hauptsächlich aus den 60er und 80er-Jahren. Das erste, was einem auffällt, ist, dass Thompson seine Artikel genauso geschrieben hat wie seine Romane. Somit ist die Unterscheidung Schriftsteller versus Journalist hinfällig, zumal man bei ihm nie genau weiß, wo die Realität ändert und, wo Thompson selbst auch ein stückweit Motor des Wahnsinns ist, auf den er trifft. Dennoch liest sich Thompson’s subjektive Geschichtsschreibung wahnsinnig gut, weil sie von einer unglaublich ehrlich klingenden Erzählstimme getragen sind, die förmlich darum ringt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Was Thompson selbst als "Gonzo-Journalismus" bezeichnet hat, ist das Eintauchen in den ganz normalen amerikanischen Wahnsinn und dabei selbst Teil dessen zu werden, worüber es dann authentisch zu berichten gilt.

Man liest beispielsweise von Saufgelagen und Orgien am Rand des Pferderennens beim Kentucky-Derby, von mexikanischen Aufrührern im ehemals mexikanischen Süden der USA oder von die Entstehungsgeschichte von "Fear and loathing in Las Vegas". Daneben geht es um die Ignoranz, mit der die amerikanische Außenpolitik z.B. südamerikanischen Ländern die Demokratie bescheren will, die Anfänge der Hippiebewegung, die Unfähigkeit der Demokraten Ende der 80er-Jahre gegen semidebile republikanische Kandidaten Präsidentschaftswahlen zu gewinnen bis zu den Enttäuschungen der Clinton-Ära.

Am besten versteht man das Ganze wahrscheinlich, wenn man den Autor selbst zu Wort kommen lässt: "In einer Nation, die von Schweinen regiert wird, sind alle Ferkel auf dem Weg nach oben – und wir übrigen sind am Arsch, bis wir uns am Riemen gerissen haben: nicht unbedingt um zu gewinnen, sondern hauptsächlich, um nicht total zu verlieren." Dieses Buch ist ein Schweinsgalopp durch die Untiefen amerikanischer Politik und Lebensart vom Anfang der 60er bis zum Tod Richard Nixons 1994. Wie in dem rabenschwarzen Nachruf auf Nixon am Ende des Buches zu lesen war die Wut auf Nixons rücksichtslose Bösartigkeit über all die Jahre Thompsons journalistischer Hauptantrieb: "Ich hatte viele Jahre lang eine Art persönlicher Blutsverwandtschaft mit Nixon, habe jedoch keine Angst, dass sie mich mit ihm zusammen in die Hölle bringen lässt. Ich bin mit dem Dreckskerl bereits dort gewesen, und das hat mich zu einem besseren Menschen gemacht." Und das ist noch nicht das beste Zitat daraus.

Der Spiegel hat Thompson als "letzten Gerechten Amerikas" bezeichnet, so falsch ist das nicht, denn hinter vielen Zynikern verbirgt sich ein hoffnungsloser Romantiker. Thompsons Selbstmord (den Begriff "Freitod" hätte er sicher zum Kotzen gefunden) 2005 hat jedenfalls eine riesengroße Lücke hinterlassen.
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am 27. Oktober 2009
Ich hab das Buch heute fertig gelesen und muss sagen das in dem Buch wirklich die Besten Hunter S. Thompson Artikel vereint sind . Ich hab seit Zeiten nichts mehr gelesen was mich so gefesselt hat ( ausser natürlich den anderen Büchern von HST )Meine Lieblings Artikel in dem Werk sind eindeutig Befremdliche Töne in Aztlan und Das Kentucky- Derby ist dekadent und degeneriert. Die restlichen Artikel sind natürlich auch erstklassig und haben den typischen HST Humor. Das Buch ist zu 100 % Gonzo.
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am 29. Dezember 2012
Wer sich ein Buch von Hunter S. Thompson kauft weiß entweder was er da tut oder er kennt ihn nicht und wird das Buch wohl wieder weglegen da er es nicht verstehen wird. Mann muss ihn dabei aber eigentlich lieben da es keiner so gut versteht Kritik zu äußern wie er und dabei noch nen Tripp zu haben!
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am 13. Juni 2009
Gesammelte Texte und Artikel von HST sind hier vereint. 1962 geht es los mit einer Reise durch Peru, 63 über die Anden nach 1964 um über Hemingway zu berichten um dann 1974 in Hashburry Einblicke in die Hippiekultur zu nehmen oder geben um dann 1994 über eine Sache besser als Sex zu berichten.
Zwischenzeitlich lernt man Nixon und Clinton besser kennen, was sehr interessant ist seinen samoanischen Anwalt der eigentlich mexikaner ist, aber trotzdem durchgeknallt, um mit einem Speedboat den Englischen Zeichner auf ein Pferderennen, wo HST einen Kellner und seinen Schwager oder Bruder?! mit einer Chemiekeule ausser Gefecht setzt und einen guten Freund da vor bewahrt seinen blonden Sohn zu erschiesen damit der nach der deutschen Wiedervereinigung nicht von den wiedererstarkten Nazis zu einem Arbeitssklaven in Germania gemacht werden kann.

Also ein querschnitt durch die letzten gut 40 Jahre des Schreibens HST`s.
Manchmal belanglos aber meistens einfach toll.
Vielen Dank an HST.
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am 30. Juni 2011
Obwohl ich ein großer Gonzo fan bin. Und Dr. Thompson mein lieblings Autor ist, war dieses Buch ein absoluter Fehlkauf. Gerade wenn man schon alle Bände von Dr. Thompson besitzt ist dieses Buch absolut überflüssig. Und wenn man sie nicht besitzt, zusammenhanglose Absätzte und Kapitel aus den anderen Werken in ein Buch zusammenstecken, (?) das ist doch Bullshit.

Mehr will ich dazu nicht sagen.
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