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am 31. Juli 2017
Klappentexte sind oft Lobhudeleien und auch hier wird "atemlose Spannung" versprochen, die das Buch in keiner Weise vermittelt.
Sicherlich ist es gut geschrieben und die Geschichte vom Ansatz her interessant.

Nach einem endlos dauernden Anfang, der einem jedoch weder den männlichen Ich-Erzähler, noch die anderen wichtigen Figuren des Romans näher bringt, wird im Gespräch zwischen Richard und seinen Freunden Francis und Henry der Auslöser der nachfolgenden tragischen Ereignisse erwähnt. Dieses Gespräch ( Stichwort Bacchanal ), das für das Verständnis der Romanhandlung eminent wichtig ist, habe ich als sehr verschwommen empfunden und es kamen bei mir Fragen auf, die später keine Antworten fanden.

Kurz gesagt, das dicke Buch war in weiten Teilen gepflegte Langeweile, von Spannung keine Spur und den zweiten Stern bekommt das Buch nur wegen der Kapitel, die beim Leser ein gewisses Interesse wecken. (z.B. die Schilderung einer Reise nach Italien oder die Darstellung des Charakters Bunny)
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am 11. Juni 2017
Toller Roman! Eintauchen in eine andere Zeit, Ort und andere Personen ist perfekt gelungen. Die Sprache ist genial. Ich war mit dem Ende nicht völlig glücklich (Logik/Konsequenz) aber darüber mehr zu schreiben, wäre spoilern. Lese bestimmt noch mehr Bücher von der Autorin.
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am 7. April 2017
Man kann es nicht aus der Hand legen und nach dem Lesen nicht mehr vergessen. Also sollte man sich überlegen, ob man sich das antut. Ich habe es getan und nicht bereut. Die Sprache von Donna Tartt ist einzigartig.
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am 20. Januar 2016
Mein erster Roman von Donna Tartt, aufmerksam geworden bei einer Rezension von Tana French, die in ihrem Roman "Geheimer Ort" eine ähnliche Geschichte erzählt, die von einer verschworenen Gemeinschaft in einem traditionsreichen Mädcheninternat in Irland handelt. Donna Tartt ist anspruchsvoller in ihrer Erzählung, wünschenswert wären Sprachkenntnisse in Altgriechisch und Latein. Die Handlung ist manchmal langwierig, die Charaktäre werden sehr ausführlich beschrieben und wer psychologische Abhandlungen mag, wird bestens bedient. Insgesamt ein anspruchsvoller aber durchaus spannender Roman.
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am 4. April 2017
Der Schreibstil ist sehr ausschweifend geschrieben, mit vielen Details und Beschreibungen von Handlungen, die nicht wichtig für das vorankommen der Handlung sind.
Das sorgt natürlich dafür, dass das Buch etwas gestreckt ist, es erzeugt aber auch eine ganze besondere und einnehmende Atmosphäre.
Ich wäre übrigens nicht auf die Idee gekommen, dass es sich hierbei um ein Debütroman handeln könnte und schon gar nicht, dass die Autorin zu dieser Zeit erst 29 gewesen sein könnte – es liest sich so als wäre es von einen leicht verschrobenen, aber gebildeten 45jährigen geschrieben worden.
Viel Augenmerk liegt natürlich auf den Charakteren. Jeder Charakter wird ausführlich dargestellt. Sie behalten zwar sehr lange etwas geheimnisvolles, sind aber sehr plastisch aufgebaut und vielschichtig, an manchen Stellen vielleicht sogar schon abgründig. Es war interessant zu sehen, wie die Gruppe mit ihren Individuen funktioniert bzw. zu sehen, wie sie an manchen Stellen eben auch nicht funktioniert. Ich mochte allgemeinhin die Dynamik der Gruppe – es wirkt nicht zu aufgesetzt. Warum sie allerdings in fast jeder Szene trinken/betrunken sind, finde ich nicht ganz nachvollziehbar, geschweige denn sinnvoll. Drogenkonsum spielt auch nicht unbedingt eine geringe Rolle und Frauen kommen auch nicht gerade positiv in dem Buch weg. Wirklich thematisiert wird das aber nicht, das spielt eher als Rahmen mit. Das trifft auch auf andere Themen zu: Ganz am Rande z.B. zeigt dieses Buch auch die Sensationsgier der Presse, die sich nicht für die Wahrheit, sondern für die Schlagzeile interessiert – ein wenig Medienkritik.
Mein Problem war, dass ich mit den Figuren, die etwas Bestimmtes getan habe, schlicht keine Empathie/Mitgefühl aufbringen konnte. Falls die Autorin beabsichtigt hatte, dass ich schockiert oder fasziniert sein sollte, hat das auch nicht funktioniert, weshalb mich das Buch an bestimmten Punkten (emotional) nicht abholen konnte – eine besondere „Beziehung“ konnte ich zu den Figuren ebenfalls nicht aufbauen.
Kleines Ding am Rande: Ich fand die Namen der Hauptfiguren sonderbar. Denn sie waren typisch (alt)britisch: Henry, Edmund, Charles, Camilla, Francis und Richard. Die anderen Figuren auf dem Campus haben hingegen meist typisch amerikanische Namen, was auch Sinn ergibt, da die Handlung in den USA spielt.
Kommen wir aber auf die Handlung zu sprechen. Sehr lange passiert eigentlich nicht viel. Die gesamte Handlung könnte man mit wenigen Sätzen zusammen fassen, der Rest ist Ausschmückung.
Die (groben) Eckpunkte der Geschichte, sind nicht mal unvorhersehbar. Die jeweiligen Ausschmückungen sind das besondere. Allerdings nimmt die Geschichte auch skurrile Züge an. Gerade auch in der zweiten Hälfte blitz immer mal wieder etwas durch, was man vielleicht auch als skurriler Aberglaube bis Fanatismus bezeichnen könnte. Das macht die Geschichte auf der einen Seite schon besonders, auf der anderen Seite fand ich es schwierig, weil es eben skurrile Züge einfügt, die nicht wirklich für mich gepasst haben.
Während der Geschichte begegnen einen laufend Anspielungen, die die Fantasie dahingehend anfeuern zu spekulieren, ob vorherige Andeutungen stimmen oder nicht und was sich abspielt was der Protagonist nicht direkt sieht/mitbekommt. Ich muss aber auch sagen, dass mir auf Dauer die ganzen geheimnistuerischen Andeutungen auf die Nerven gingen.
Gut aufgebaut fand ich allerdings das Bild von Schuldig und Unschuldig (Gut und Böse, wenn man es plumper ausdrücken möchte), bzw. wie die Grenzen hier verschwimmen und damit gespielt wird. Das sorgte auch für ein gewisses Maß an Spannung.
Ich mag den Epilog, wo noch mal von so ziemlich jeder Figur gesagt wird, was aus ihnen geworden ist – sowas liebe ich

Fazit
Rückblickend ist mir am meisten noch die Atmosphäre des Buches im Kopf geblieben, das Buch hat definitiv etwas Besonderes an sich, es hat aber auch deutlich so seine Schwächen.
Insgesamt finde ich es okay, es ist unterhaltend, man muss es aber nicht gelesen haben.
Als Debütroman einer 29jährigen finde ich es jedoch ziemlich bemerkenswert.
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am 22. Mai 2014
Das großartige Leseerlebnis wird leider stark getrübt von den vielen "Druckfehlern". Ein Großteil der Fehler stammt offenbar von der OCR des gedruckten Originals. So wird aus einem "k" zum Beispiel oft ein "lc". Ein sorgfältiger Herausgeber würde wenigstens eine Rechtschreibprüfung durchführen und nachbessern. Ist Amazon zu arm, für eine sorgfältigere Edition? Besonders ärgerlich ist, dass der Preis für ein solches eBook ja immer noch beachtlich ist.
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am 9. Dezember 2013
Als Richard Papen die Chance bekommt, an ein New England - College zu wechseln, ergreift er nur zu gerne die Chance, die sich ihm bietet und entflieht der sonnigen, öden Wärme Kaliforniens, seinen lieblosen Eltern und dem schrecklichen Medizinstudium.
Über einige Umwege erlangt er schließlich Zutritt zu einem illustren, kleinen Kreis, der in den schneebedeckten Bergen der Catskill-Mountains bei einem skurrilen Professor Altgriechisch studiert. Doch seine Kommilitonen hüten ein gefährliches Geheimnis.

Richard Papen ist jedermann und niemand zugleich. Vor seinen Augen, manchmal mit und oft ohne sein Zutun, breitet Donna Tartt alles aus, was Menschen bewegt, was sie ausmacht, was sie antreibt, was sie verzweifeln und was sie morden lässt. Kein Krimi, kein whodunit - wer das erwartet, wird enttäuscht sein - eher ein Psychogramm, ein Kammerspiel, dass den Leser in der Gestalt von Richard Papen hilflos ausliefert, Moral hinterfragt und vor allem Beweggründe darstellt. Vielschichtig, tiefgründig, abgründig.

Ich kann auch die negativen Rezensionen verstehen. Ich glaube, dies ist eines der Bücher, das einen auf dem richtigen "Fuß" erwischen muss, in der richtigen Stimmung, in dem Willen sich ganz und gar auf die Geschichte einzulassen, denn die Welt, die Donna Tartt erschafft, nimmt den Leser ganz und gar gefangen. Die Atmosphäre am New England-College hat etwas von Bret Easton Ellis' "Rules of Attraction".

Es ist eines der wenigen Bücher, die ich immer mal wieder heraus krame und noch einmal lese und jedes mal finde ich etwas Neues. Eine neue Facette, die mir vorher nicht aufgefallen ist, die ich erst verstehe, nachdem ich selbst etwas gereift bin.
Und es ist eines der Bücher, bei denen ich dankbar bin, dass noch niemand eine Verfilmung (aus welchen Gründen auch immer) gewagt hat.
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am 2. Juli 2017
Die geheime Geschichte ist mal wieder eins jener Bücher, welches man zur Hand nimmt und erst ausgelesen wieder weglegt. Es hat über 570 Seiten. . Rundum: Es hat, viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen! Es ist sehr gut geschrieben, ein Roman den man ruhig auch ein 2. mal lesen kann.
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am 27. August 2017
Ich habe dieses Buch geliebt. Es war spannend und flüssig zu lesen und hat sich für mich an keiner Stelle gezogen. Der Schreibstil und die Charaktere konnten mich so sehr überzeugen, wie es selten bei einem anderen Buch der Fall war. Obwohl mich am Anfang die Länge des Buches abgeschreckt hat, habe ich mir am Ende gewünscht es würde noch ewig weitergehen. Es ist einerseits ein spannender Krimi/Thriller und andererseits sehr viel tiefgehender mit einem sehr starken Fokus auf die Entwicklung der Charaktere. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Geschichten über etwas liest, das nicht das ist, was es zu sein scheint…
Und für Fans der Serie „How to get away with murder“! Das Buch hat mich immer wieder so stark an diese Serie erinnert, dass ich mich zwischendurch gefragt habe, ob die Serie wohl darauf basiert?! Bisher habe ich keine fundierten Infos dazu gefunden, aber die Ähnlichkeiten sind wirklich unverkennbar!
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am 25. Oktober 2015
Das Buch ist jung geblieben. 1992 erstveröffentlicht liefert es auch heute noch aktuell gebliebene Thematiken in Fülle rund um Elitebildungen und die in ihnen schlummernden Dynamiken der Arroganz, der Rücksichtslosigkeit, des Hierarchiedenkens und der Ausgrenzung. Da sich diese Geschichte an einer Universität abspielt, ist es naheliegend, dass im Mittelpunkt eine akademische Elitegruppe steht. Zum Elitären gehört das Außergewöhnliche des gewählten Fachs, in diesem Fall der Alten Sprachen Griechisch und Latein, ebenso wie das Qualitätsbewusstsein, das die Gruppe extrem gute akademische Ergebnisse erzielen lässt.

Es braucht auch noch eine Führerfigur, hier also einen Professor, der durch Auftreten und Anspruch, Entrücktheit und geheimnisvolle Aura sich von allen anderen abhebt. Er ist mehr als nur ein Vorbild, er ist ein Guru, der Gefolgschaft verlangt und erhält. Er selbst lebt wie ein griechischer Philosoph, der mit seinen Schülern Dialoge führt, wie sie aus der griechischen Agora-Tradition überliefert sind. Er sorgt dabei für eine helle, freundliche Atmosphäre in einem Studio, das lichtdurchflutet und blumengeschmückt ist und entsprechend duftet.

In so eine Elitegruppe aufgenommen zu werden, wie es dem Ich-Erzähler Richard mit viel Glück passiert, stärkt sein Selbstbewusstsein und gefährdet es zugleich, denn im Innern der Gruppe muss er sich noch eine Position erobern – und es stellt sich ziemich schnell heraus, dass es in dieser nach außen so geschlossenen, zusammengeschweißten Gruppe sehr wohl eine Hierarchie auch unter den Studenten gibt – mit einem führenden intellektuellen Kopf an ihrer Spitze und einem Außenseiter ganz unten. Wie letzterer überhaupt in die Gruppe hineingekommen ist, bleibt ein Rätsel (er scheint in jeder Hinsicht inkompatibel mit ihrem Anspruch zu sein) und eine Schwäche des Buches, denn die Handlungsdynamik speist sich gerade aus diesem Außenseitertum.

Das Studium ist für diese Studenten ein idealistisches Unternehmen. Sie wollen nichts weniger als den Geist der griechischen Philosophie im Heute leben. Im Umkreis des Professors, d.h. in seinen Seminaren und sonstigen Veranstaltungen gelingt ihnen das auch. Allerdings wird ihnen allmählich klar, dass sich das antike griechische Leben nicht in Diskussion und Kontemplation erschöpft hat, sondern dass die Mythen voll sind von Episoden der Grausamkeit und des Exzesses und dass die Schönheit gerade dort voll zur Geltung kommt, wo sie in die Nähe von Leiden und Tod gerückt wird. Bestimmte Richtungen des griechischen Kultwesens suchen den Kontrollverlust in sexuellem oder gewalttätigen Exzess, z.B. der Dionysoskult in den Bacchanalien. In ihrer konsequenten, neugierigen, elitären Radikalität setzt sich die Studentengruppe in den Kopf – ohne Wissen des Gurus – ihr Griechentum in dieser Richtung auszuloten.

Man kann aus dem Verlauf der Geschichte gut ablesen, wie eine Gruppe, die von idealistischen Gedanken geleitet wird, aus dem Ruder läuft, weil sie in ihrem radikalen Elitarismus keine Schranken von Moral und Vernunft respektiert. Aus den Jägern eines anderen, intensiveren, tieferen Lebens werden Gejagte, die solidarische Gemeinschaft bricht auf und zeigt die hässlichen Züge der Abhängigkeit von einem Führer einerseits und von den schwächsten Mitgliedern, die alle anderen in Gefahr bringen, andererseits.

Welche Verantwortung hat ein geistiger Führer wie der Professor, der selbst elitär denkt und lebt und um sich herum eine elitäre Studentengruppe aufbaut, die den antiken griechischen Geist im Heute leben möchte und sich um die herrschende Moral wenig schert? Welche Verantwortung übernimmt er, wenn er die Nähe des Schönheitskults der Griechen zu Opfer- und Sühnetod betont? Wie schnell passiert der Übergang von der anarchischen Freiheit des Sich-selbst-die-Regeln-Gebens hin zum Einreißen jeglicher Schranken der Mitmenschlichkeit und des Selbsterhalts?

Der Zeitgeist der 80er Jahre hat sich in den Roman eingeprägt: Die Suche nach alternativen, egalitären, anarchischen Formen des Zusammenlebens ebenso wie die nach Bewusstseinserweiterung durch Drogen ist kennzeichnend für eine breite Strömung unter den jungen Leuten von damals.

Der Kitt, der die Studentengruppe zunächst so zusammengehalten hat, war die Wärme und Akzeptanz, die sie in der Gruppe erfahren haben und die ihnen allen in der Jugend in ihren Familien so fürchterlich gefehlt hat. Sie stammen zum Teil aus reichen Familien, die als Ort der Geborgenheit für ein Kind und einen Jugendlichen völlig versagt haben. Die Entfernung zwischen den Generationen könnte größer nicht sein - Richard betrachtet sich als Waisen, obwohl seine Eltern leben! Umso verständlicher ist es, dass er einen Ersatzvater und eine Ersatzfamilie sucht.

Und klar ist dann auch, dass die Mitgliedschaft in dieser Studentengruppe existenzielle Bedeutung annimmt – und ein Ausschluss aus dieser Gruppe eine Katastrophe bedeuten würde. Der Roman nimmt hier Züge einer griechischen Tragödie an, wenn er die rücksichtslose Entschlossenheit schildert, mit der einzelne Mitglieder um den Verbleib in der Gruppe kämpfen.

Die Wahl eines Ich-Erzählers, der der Gruppe angehört und dann doch auch wieder nicht und deshalb das ganze Register von freudigem Aufgehen in der Gruppe bis zum Aus- und Abgestossensein erlebt, erweist sich als geschickter erzählerischer Schachzug. Es vermischt auf produktive Weise Innen- und Außenansicht (auf die Gruppe).

Erstaunlich blass bleibt die Rolle der einzigen Frau in der Gruppe und die Erotik im Allgemeinen.

Die Griechenland-Inszenierung des Professors, die Repräsentation einer warmen, hellen, sinnlichen und körperfreundlichen Welt ist in schroffen Kontrast gesetzt zum harten, gnadenlosen, graunassen bis eiskalten Klima Vermonts. Der Versuch der Verschränkung dieser beiden Welten ist idealistisch und hält der Realität nicht stand. Der Rückzug der Gruppe in eine Villa im Wald – ein Märchenschloss! – hilft ebenso wenig wie der Einsatz von Drogen, um das Naturerlebnis einer makellosen Schneelandschaft oder der strahlenden Farben des herbstlichen Waldes ins Wunderbare zu übersteigern. Der Rückfall in die graue Realität ist danach umso gnadenloser!

Das Kartenhaus der gemachten Einbildungen muss irgendwann zusammenstürzen: Die sich isolierenden und radikalisierenden Gruppen, die die Utopie im Hier und Jetzt verwirklichen wollen, scheitern an ihrem eigenen Anspruch, der zu hoch gegriffen ist. Sie sterben, wenn ihr Guru stirbt oder verlieren all ihren ursprünglichen Glanz und ihr Sendungsbewusstsein und normalisieren und trivialisieren sich zwecks Überleben.
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