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am 12. März 2003
Erst dachte ich (wie meine Schüler, die sich das Buch aussuchten) es gehe nur um Drogen. Deshalb, vermute ich, haben sie sich dafür entschieden. Nach dem ersten Lesen fielen mir die vielen Querverweise und Anspielungen auf die Geschichte (Vietnam, die Protestbewegung) auf, die mich veranlassten, in diversen Quellen diesen Verweisen auf den Grund zu gehen. Ich glaube, nur mit der Kenntnis dieser Hintergründe erschließt sich das Buch so richtig. Auch wenn die Darstellung der Drogenexzesse irgendwie fesselt, dieses Buch ist viel mehr als ein Drogenbuch. Es ist die Abrechnung mit einer dunkel erscheinenden Phase der Geschichte der Vereinigten Staaten, die man vielleicht auch nur noch im Drogenrausch ertragen kann.
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am 16. Januar 2010
Thompsons Alter Ego Raoul Duke und sein Freund und Anwalt Dr. Gonzo sind in Las Vegas unterwegs um den "American way of life" zu finden. Ganz nebenbei soll Duke als Sportjournalist über das bekannte Wüstenrennen Mint 400 berichten. Im Gepäck der beiden befinden sich in großen Mengen die verschiedensten harten und weniger harten Drogen, so dass der Job nebensächlich und die Reise ein einziger Drogentrip wird. Beide ergänzen sich perfekt, mal ist der eine, mal der andere völlig zu, aber die meisten Situationen werden gemeistert, weil immer einer von beiden wenigstens halbwegs klar ist. Und so erlebt man in diesem äußerst unterhaltsamen, aber auch kritischen Buch, wie die beiden unter falschen Namen in Hotels einchecken, an einem Bundeskongress der Bezirksstaatsanwälte zum Thema Drogen (!) teilnehmen, uns eine Lektion zur Psychologie des Umgangs mit einem Highway-Polizisten erteilen, ein Mädchen aus religiösen Hause völlig aus der Bahn werfen, wie herunter gekommen und verwüstet Hotelzimmer sein können und noch Unzähliges mehr. Wenn man sich von der expliziten Beschreibung eines Drogenrausches nicht abhalten lässt, dann wird man "Angst und Schrecken in Las Vegas" in kürzester Zeit weg lesen!!
Klingt natürlich alles ganz klasse, aber es ist wirklich schwer eine umfassende Inhaltsangabe wiederzugeben, zu viel passiert hier. So ist es für mich auch recht verwunderlich, dass ich immer wieder lese "Angst und Schrecken" sei ein Drogenbuch. Ich würde viel eher behaupten, dass es ein Anti-Drogenbuch ist, denn der Titel ist hier ja Programm. Duke hat ständig Angst. Angst, dass der Hotelmanager den Betrug aufdeckt, Angst, dass sie durch das eben erwähnte Mädchen im Gefängnis landen, Angst, dass der Tramper, gleich zu Beginn des Buches, sie verrät. Er hat mehr Angst als Spaß auf dieser Reise. Zumindest scheint es so. Liest man also intensiv erkennt man schnell, dass es, neben den definitiv sehr lustigen Momenten, ein sehr kritisches Buch ist. Es rechnet mit dem sogenannten "American Way of Life" und den Hippies bzw. deren Naivität ab. Oftmals erzählt Raoul Duke von den 60ern, von der großen LSD-Welle in San Francisco und man merkt, dass er mit seinem Drogenkonsum wohl nur der ekligen Realität der 70er entfliehen will.
Es ist schwer, ich wiederhole mich, alles an diesem Buch wiederzugeben, lesen Sie es. Es ist ein etwas anderes Zeitzeugnis mit vielen Hinweisen auf reale Personen und Begebenheiten. Es ist ein kritisches Buch, über Politik und Vietnam. Es ist auch ein amüsantes Buch über zwei Männer, die, mal halbwegs, mal völlig zugedröhnt, in völlig absurde Situationen geraten. Es ist aber auf jeden Fall ein lesenswertes Buch. Und sollte es jemand noch nicht wissen: Es ist auch ein Buch, das von Terry Gilliam kongenial verfilmt wurde. Als Euer Anwalt rate ich Euch dieses Buch zu lesen!! ;-)
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am 16. Mai 2002
Wer dieses Buch nur als eine Anleitung für wilde Drogenexesse sieht, sollte es gleich wieder weglegen. Am faszinierensten sind die Hirngespinste des Raoul Duke, die den Leser das ganze Buch über begleiten.
Er sieht sich selbst als eine Figur, die ständig auf der Flucht ist. Der Leser nimmt ständig an Ereignissen teil, die nie stattgefunden haben z.B. glaubt Mr. Duke ständig von Polizisten oder der Kreditkartengesellschaft verfolgt zu sein oder die halbe Stadt wäre auf der Suche nach seinem roten Hai. Man nimmt an Dialogen teil, die nie stattgefunden haben - er aber durch den Ablauf in seinem Hirn wirklich an diese Dialoge glaubt.
Am Höhepunkt seiner Paranoia sieht er sich im Staatsgefängnis von Nevada - Carson City. Als er dann noch den Auftrag bekommt, über eine Drogenkonferenz zu berichten, begibt sich der selbst ernannte Vertreter der Drogenkultur in die Höhle des Löwen...
Sehr lobenswert ist, dass sich die Handlung verglichen mit dem Film unterscheidet. Liest man das Buch nachdem man den Film gesehen hat, werden nicht nur fehlende Details ergänzt, man ist auch noch über die vielen kleinen Abweichungen überrascht und von dem Buch, was in keinem Falle eine Ergänzung zum Film ist, begeistert!
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am 4. August 2014
"Worum geht es hier eigentlich?" Diese frage wird man sich beim lesen dieses Klassikers öfter stellen.
Eigentlich sollte Hunter S. Thompson doch nur über das Mint 400 berichten. Doch stattdessen kurvt Thompson mit seinem weniger hilfreichen "Anwalt" durch las Vegas von einer Katastrophe in die nächste, während er den Sinn des Lebens sucht.

Berauscht von allerlei Substanzen aus einer stattlichen Sammlung an "Wirkstoffen" nimmt Thompson die Welt um sich herum (etwas) anders wahr als sie wirklich ist. Durch die völlig verschobene Wahrnehmung katapultiert sich Thompsen von einem Problem zum nächsten.

Dabei war doch am Anfang alles so einfach. Man wollte über das Mint 400 berichten. Hotel, Sportwagen etc. hat die Redaktion bezahlt. Doch jetzt steht Thompson vor einem völlig verlebten Hotelzimmer, der Anwalt im Drogenwahn davon gelaufen und der Mietwagen völlig ramponiert. Thompson bleibt nichts anderes übrig als die Flucht. Die Flucht quer durch Las Vegas. Durch die Stadt, die ihn schon einmal in ihren Bann gezogen und danach wieder ausgespuckt hat. Das riecht nach weiteren Problemen und der Leser wird nicht enttäuscht.

Die Story spiegelt sich auch im Schreibstil wieder: Hektisch, frisch und witzig.
Die Gedankenwelt Thompsons wird authentisch dargestellt. Man kann sich schnell in Thompson einlesen und verliert sich auch in seinem Denkmuster. Eine sehr interessante Erfahrung. Auch sorgt nicht nur die Story, sondern auch der klasse Schreibstil für den ein oder anderen Lacher.

"Angst und Schrecken in Las Vegas" ist durch und durch spannend und stimmungsgeladen.
Auch geht das Buch viel tiefer als der auch zu empfehlende Film.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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am 8. Juni 2016
Eine wunderbar und grausig zugleich geschriebenes Buch.

Im groben beschrieben handelt dieses Buch von einem Reporter, der mit seinem Anwalt zu einer Motorrad-Rally in die Wüste Las Vegas' aufbricht um von dem Geschehen für eine Zeitschrift zu berichten. Das ganze wird begleitet von einem ausgiebigen Drogenkonsum und der damit in Folge tretenden Trips.
Die chaotischen Ereignisse geprägt von Drogen und damit in Verbindung stehenden High's der Protagonisten sind so grandios geschrieben, dass man sich teilweise in der emotional beklemmenden Situation des Ich-Erzählers fühlt.
Die Geschichte schafft einen Spagat zwischen Tragik und irrwitzigem Humor.
Drogen spielen eine Zentrale Rolle, werden jedoch alles andere als verherrlicht. Man könnte fast schon meinen, dass dieses Buch abschreckt, je auch nur den Gedanken zu fassen illegale Betäubungsmittel auszuprobieren. In gewisser Art und Weise hat dieses Buch potenzial als präventiv Maßnahme als Schullektüre zu dienen.
Das Buch ist die Vorlage für die berühmte Verfilmung mit Johnny Depp in der Hauptrolle.
Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen.
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am 12. Januar 2016
Die deutsche Übersetzung ist brauchbar aber teilweise auch ein wenig seltsam anmutend, vor allem wenn man die knackigen und genialen englischen Zitate beispielsweise aus dem Film bereits kennt. Der Film wird dem Buch tatsächlich sehr gerecht und ich fand es interessant das Buch mit den Bildern des Films im Kopf zu lesen.
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am 20. Mai 2015
Und das ist gut so! Da ich bereits großer Fan des gleichnamigen Films mit Johnny Depp und Benicio del Toro bin, musste ich einfach auch endlich mal das Buch lesen. Enttäuscht war ich nur über die lediglich 256 Seiten aber der Lesespaß war dennoch groß. Viele Situationen, die man aus dem Film kennt, werden einfach noch genauer und teils auch hintergründiger beschrieben. Eine perfekte Ergänzung zum Film.
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am 19. August 1999
Ein Buch wie ein phänomenaler Trip. Und eine wahre Geschichte. Wahrscheinlich. Denn Hunter S. Thompson kann sich vermutlich nicht genau an jede Einzelheit, die er hier notiert hat, erinnern. Er übernimmt die Rolle des Raoul Duke, einem Journalisten, der mit seinem samoanischen (und äußerst paranoiden) Anwalt zusammen nach Las Vegas fährt, eigentlich, um über ein Offraod Rennen namens „Mint 400" zu berichten. Gelingt nicht wirklich. Drogen sind wirksam und davon gibt es in diesem Buch wahrlich genug. Unter dem Einfluß dieser ist so ein Rennen wohl doch mehr als unwichtig. Absolut krass, welche, nennen wir es Abenteuer, diese beiden Freaks in der Stadt der Spieler erleben. Im Endeffekt soll dann die Geschichte einer Generation entstehen und das passiert wohl auch. Es wird beschissen, gelogen und vorgegaukelt, was der Stoff hergibt. Der kuriose Höhepunkt ist wahrscheinlich dann erreicht, als Hunter für den amerikanischen Rolling Stone über eine Drogenkonferenz berichten soll. Erfahrung hat er ja reichlich damit. Wohlan, laßt die Spiele beginnen. Dieses Buch ist so phänomenal, dass es förmlich nach einer Verfilmung schrie. Die kam dann auch. Herausgekommen ist ein Stück Kinowerk, das seinesgleichen sucht und dem Buch durchaus gewachsen ist, denn, genau wie der Film ist dieses Buch so bunt, dass dem Leser selbst bei der Lektüre die Augen schmerzen wollen. Jede Halluzination, jeder Trip, jede noch so makabere Einzelheit wartet darauf, erlebt zu werden. Herzlichen Glückwunsch, dieses Buch verdient das Prädikat phantastisch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. Mai 2016
Wer die Hauptfigur Hunter S. Thompson kennt, weiß wie unheimlich es schon ist wie sehr Johnny Depp dem echten Charakter ähnelt. Man merkt das die beiden sich kannten und er alles für die Rolle gegeben hat. Eine wahre und wahnwitzige Geschichte aus Hunter S. Thompsons Leben, zu splinig zum Leben, zu selten zum Sterben.
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am 25. November 2010
Ich habe vor einigen Jahren den wohl allzu bekannten Film und Johnny Depp gesehen und mir dann gedacht, das Buch muss ich lesen...

Ich finde das Buch sehr gut geschrieben und sogar noch extremer als den Film! Die Geschichte um Raoul Duke und Dr. Gonzo ist super in Szene gesetzt und schön Skurril und Abgedreht. Und die Tatsache , dass ich gelesen hab, dass H.S. Thompson, das meiste dieser Zeit nur noch von Notizen auf irgendwelchen Servietten und Ähnlichem wusste finde ich sogar recht glaubhaft, bei solch abgefahrenen Trips! Ich sehe diese Buch sogar als eine Art Hommage an den Gonzojournalismus.

"Angst und Schrecken/Abscheu in Las Vegas" liest sich super und sehr schnell, da die Geschichte sehr fesseln ist(jedenfalls bei mir).

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen!
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