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am 23. Oktober 2015
Da bin ich anderer Meinung!
Welcome Farewell das sechste Album von Vreid ist genauso gut wie alle anderen Alben von den Jungs aus Norwegen!
Wer Windir liebte so wie ich kann sich alle Vreid Alben blind kaufen!!!! ;-)
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am 18. April 2013
Vreid konnten mit ihren bisherigen Outputs eigentlich sehr gut aus dem übermächtigen Schatten von Windir heraustreten. Zu verdanken ist das zum einen dem mittlerweile doch recht großen stilistischen Unterschied, zum anderen dem guten, ausgesprochen rock n' rolligen Songwriting. Nun, Black n' Roll wird auch auf "Welcome Farewell" geboten, nur leider nicht mehr so hochklassig, wie man es von den Norwegern bisher eigentlich gewohnt war.

Bereits der Opener "The Ramble" ist relativ unspektakulär geraten. Kein schlechter Song und man merkt auch sofort, dass man Vreid hört - aber wirklich gut geht eben auch anders. Vor allem beim Gesang bedient man sich ohrenscheinlich bei bereits von Immortal ausgetretenen Pfaden, leider aber ohne deren Hymnencharakter zu erreichen. Dennoch kann man das Stück noch im Haben verbuchen, ebenso die um ein gutes Stück besseren, weil abwechslungsreicheren "The Devils Hand" (sic!) und "The Reap". Auch der in der Mitte des Albums platzierte Titeltrack ist ein Treffer, hätte allerdings speziell gegen Ende hin ein wenig Kürzung vertragen.

Auch sonst gibt es leider kein wirklich herausragendes Material auf "Welcome Farewell" zu entdecken. "The Way Of The Serpent" ist vollkommen belanglos und auch an den Rausschmeißer "At The Brook" kann man sich selbst nach vielen Durchläufen eher vage erinnern. Ansonsten gibt es noch das überlange (8:36 Minuten) "Sights Of Old" und "Black Waves" (mit 4:18 Minuten genau halb so lang) zu hören. Trotz unterschiedlicher Länge kranken beide Songs an demselben Syndrom: zu gesichtlos, der Funke springt absolut nicht über. Insgesamt eine merkwürdige Sache - Vreid sind natürlich nach wie vor sehr gute Musiker und haben auch an ihrem ureigenen Stil nicht viel geändert; aber aus irgendeinem Grund will "Welcome Farewell" als Gesamtwerk kaum zünden. Das war übrigens auch auf der Tour zu diesem Album zu bemerken - viele neue Songs wurden gespielt, auf alte Gassenhauer wurde großteils verzichtet (vom unverwüstlichen "Pitch Black" mal abgesehen) und die Reihen haben sich auch in kleinen Clubs wie dem Wiener "Escape" schneller gelichtet, als der Band lieb war.

Nach fünf guten bis sehr guten Alben seit 2004 ist "Welcome Farewell" damit der erste Durchhänger, den Vreid zu verzeichnen haben. Dafür kann es im Endeffekt eigentlich trotz aller Sympathie für die norwegischen Rocker nur zwei Sterne geben - wenn da nicht das super gestaltete, atmosphärische Albumcover wäre. Ist ein heißer Tipp für eines der besten Motive 2013, daher lasse ich mich - ausnahmsweise - zu einem Bonusstern für gutes Artwork hinreißen. Die Musik allein hätte es eigentlich nicht verdient.
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