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Kundenrezensionen

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Natürlich stehen bereits einige Aufnahmen der großen Mozart-Opern im Schrank. Angesichts des geringen Preises habe ich nun auch die Aufnahmen von Klemperer "riskiert".

Was für ein Erlebnis !

Es ist ungemein packend, wie Klemperer Solisten und Orchester in seinen Bann zieht und Aufführungen höchster Spannung, Konzentration und gesanglicher und orchestraler Qualität zelebriert. Auch als Zuhörer wird man in diesen "Bann" hineingezogen. Klemperer dirigiert düsterer und dramatischer als andere Dirigenten. Genau dadurch erschafft er einzigartige und unvergleichliche Einspielungen ! Zu der Crème de la Crème der damaligen SängerInnen kommt quasi das Orchester als zusätzlicher "Solist" - in perfektem Zusammenspiel miteinander.

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Den einzigen kleinen Abstrich muss man zeitbedingt der zwar guten aber natürlich nicht hervorragenden Klangqualität zugestehen. Dafür auch der Abzug eines Sterns.

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Noch eine Anmerkung : Klemperer kämpfte bis zu seinem Tod mit den Folgen eines Gehirntumors und seiner operativen Entfernung (1939) und einer bipolaren psychischen Erkrankung. Angesichts dieser gesundheitlichen Belastungen gebieten seine Aufnahmen in höchster Qualität bis ins hohe Alter besonders großen Respekt !
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am 28. Juli 2014
Wer Mozart noch immer für das im Grunde debile Genie hält, das uns der Film Amadeus vorgaukelte, der wird mit diesen Einspielungen ebensowenig glücklich werden wie diejenigen, die historisch informierte Aufführungspraxis nicht als interessante Alternative sondern quasi religiös dogmatisch betrachten. Bei Klemperers monumentalen Mozart ist nicht einmal schnell schluss mit Lustig. Es fängt stets gleich todernst an. Die Tempi sind breit, für unser Empfinden fast behäbig. Der Orchesterklang ist trocken, schnörkellos und massiv, dabei aber stets durchhörbar. Da ist nicht viel zu spüren von Rokokotändelei. In diesem Figaro geht es um Gewaltherrschafr und Revolution, das Lachen bleibt im Halse stecken, während das Fallbeil derJacobiner herabfällt, Ein wichtiges Statement neben den unverzichtbaren Aufnamen von Kleiber Senior, Karajan und Currentzis.

Für Don Giovanni ist diese Einschätzung zu übernehmen. Neben den zu Recht gelobten Einspielungen von Guilini, Busch, Gardiner und Krips bietet Klemperers strenger Ernst in einer Zeit, in der uns diese Oper etwa von Jacobs als moralinsaures Tamtam zwischen Christkonservatismus und Gender Mainstream verkauft werden soll, ein hochnotweniges Korrektiv in Richtung Ernsthaftigkeit. Klemperers Giovanni ist vor allem Drama. Auch hier sind die langsamen Tempi nicht Zeichen eines romantisierens, sondern Ausdruck einer illusionsfreien Weltsicht. Nicht starr misantropisch, sondern von jenem Humanismus durchdrungen, der keine Fahnen schwenkt.

Zur Zauberflöte hat der Rezensent Vully, dessen Einschätzung ansonsten widersprochen werden darf, einiges Wichtiges geschrieben. Wir hören hier weniger das Märchen als die Parabel. Theater wird bei Klemperer am allerehrsten aus dem Ursprung der griechischen Tragödie gedacht. Das ist so wenig bequem wie der ganze Mann es war. Und genau hierrin liegt ja eben die Bedeutung für unsere erbärmlich gleichgeschaltete, glattgebügelte Zeit. (In der allerdings bei Schickaneders Märchenoper Jacobs und Östmann zwei sehr hörenswerte Alternativen anbieten, was anzumerken nur fair ist.)

Was Cosi betrifft, greift hier allerdings Klemperes Konzept auch für mich am wenigsten. Die EMi Aufn. von Böhm oder Kuijiken treffen diese lange Zeit als unsittlichste aller Mozartopern angesehene Werk erstaunlich tiefer in ihrem sinnlichen Kontext. Klemperer, der in verschiedenen Phasen seines Lebens der Sinnlichkeit bekanntermaßen nicht abgeneigt war, betont auch hier das Ernsthafte dieses frühen Feldversuches in Promiskualität. Es ist hier ein Spiel mit Gefühlen unter dem Seziermesser. Verloren geht dabei dann das Amoralisch - Subversive, das einen wichtigen Bestandteil von da Pontes Text ausmacht,

Die Sängerleistungen sind in allen Fällen gut bis sehr gut. Hier angesichts des heute teilweise gebotenen (etwa der letzten Mozart Aufn. der DG) zu mecken, halte ich für absurd. Jedes Opernhaus der Welt könnte sich heute über eine solche Besetzung freuen.

Insgesamt wird also hier ein unbequemer, grantiger Mozart geboten, gut gesungen und eher Bestürzung und Nachdenklichkeit erregend als Genuss. Nett ist das nie, aber verdammt beeindruckend.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 1. März 2013
Zum 40. Todestag des legendären Dirigenten Otto Klemperer hat seine "Hausfirma" EMI mehrere Boxen mit Aufnahmen neu heraus gebracht - eine willkommene Gelegenheit für Fans, günstig an viele heute noch geläufige, aber auch selten gewordene Aufnahmen heran zu kommen.

Während Klemperers Aufnahmen des großen romantischen sinfonischen Repertoires auch heute noch beeindrucken, habe ich mit seinen späten Mozart-Opern-Aufnahmen Schwierigkeiten. Besonders den heiteren Szenen des Figaro und von Così fan tutte nehmen die sehr langsamen Tempi Klemperers viel von ihrem Charme. Der Don Giovanni ist in seinen düster-dramatischen Momenten sehr eindrucksvoll, die heitere Seite des "dramma giocoso" bleibt völlig ausgeklammert. Lediglich die Zauberflöte verträgt die Betonung des feierlichen gut, weist auch die beste Besetzung auf.

Hier die Kurzbewertung der einzelnen Aufnahmen:

- Le Nozze di Figaro (1970, NPO; Bacquier, Söderström, Grist, Evans, Berganza):
Sehr gemütliche, bedächtige, träge, unwitzige Einspielung trotz guter Besetzung; herausragend Evans' Figaro, Berganzas Cherubino, Söderströms Gräfin; ***

- Don Giovanni (1965, NPO; Ghiaurov, Berry, Watson, Ludwig, Freni, Gedda, Crass):
sehr dramatische, düster-monumentale Einspielung mit überragender Elvira (Ludwig), Leporello (Berry); Ghiaurov ist ein gewaltiger, kein erotisch-verspielter Don, Gedda leicht indisponiert; ***-****

- Così fan tutte (1971; NPO; M. Price, Minton, Popp, Alva, Evans, Sotin):
nicht so langsam wie der Figaro, die Komödie liegt hier praktisch unter dem Mirkroskop; außer Alva sehr schöne Stimmen; ***-****

Die Zauberflöte (1963, PO; Janowitz, Popp, Gedda, Berry, Frick, Schwarzkopf, Ludwig, Crass):
die älteste Aufnahme des Albums ist auch die Beste: die überzeugendste der feierlich ernsten Zauberflöten-Aufnahmen, herausragende Pamina (Janowitz), Königin der Nacht (Popp), Papageno (Berry), leider ohne gesprochene Dialoge; trotzdem: *****
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am 14. Juli 2014
Im Vergleich zu Mozart zeitgemäss musikalisch beseelten Aufnahmen wie die von Erich Kleiber,
Josef Krips und dem jungen Karajan oder Fricsay in Berlin, den Wiener, Berliner und frühen Philharmonia Orchestern,
empfinde ich Klemperers späte Sicht mit schweren, statuarischen Tempi und Phrasierungen umso mehr als >wider den Strich< gebürstet, dem
musikalischen Esprit Mozarts und seiner Wiener-Prager-Zeit ungebührlich und inadäquat.
Und es geht dabei nicht um >Geschmackssachen<, was wirklich oberflächlich wäre, sondern um musikalischen
Ernst, der bei Klemperer für bare Münze seiner selbst genommen wird, nicht aber bei den Komponisten, hier Mozart.
Seine musikalische Leichtigkeit, geistige und theatralische Gewitztheit wird als Oberfläche missverstanden gegen
den Klempererschen späten Ernst, den Mozarts Zeit gewiss nicht kannte wie eine so unflexibel statuarische Musizierhaltung, der ein Mozart allemal fernstand.

Es gibt zahlreiche, diesen Rahmen sprengende Dokumente, und viele auch neuere, hist. informierte erstrangige Aufnahmen, die musikalisch und klangtechnisch weit über den oben genannten Standard hinausgehen und Mozarts aufgeweckt-unkonventonellen Esprit eindrucksvoll belegen.
Aber hier steht der altersstarre Klemperer als 'lebendiger' musikalisch-theatralischer Gestalter zum Vergleich solcher Protagonisten wie Siepi, Poell, Dermota, della Casa, Schwarzkopf, Güden, Danco u.a.m - und dabei wirkt er
nur dated und gestalterisch arm und überfordert auf verlorenem Posten.
Da half, wie noch bei Karajan, auch kein Legge.
Le nozze di Figaro (Gesamtaufnahme)
Mozart: Don Giovanni (Gesamtaufnahme)
Mozart: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme)
22 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. April 2013
Klasse! Traditionell, aber sehr schön.. Es gibt natürlich andere alternative, aber mir gefält Klemperer besonders guht. Die Zauberflöte gibt natürlich auch in die Filmversion Ingemar Bergmans, der ist auch ein klar Favorit... (Sorry, I never studied German... )
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am 19. Februar 2014
hat alles bestens geklappt, die ware kam pünktlich, ist perfekt, herz was willst du mehr.... und und und und und....
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