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am 26. Mai 2015
Nach meiner Meinung sollte man es nicht versäumen, im Zusammenhang mit dem Film sich bei Wikipedia noch einmal kurz mit der Biographie von Dana Vavrova beschäftigen, Vilsmaiers 2009 mit nur 41 jahren an Kebs verstorbene Ehefrau , die eine großartige, mehrfach ausgezeichnete Darstellerin war, aber auch bei der Produktion von Filmen mitarbeitete und das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte.
In dieser deutsch-tschechischen Co-Produktion, spielen in den Hauptrollen unter anderem Gedeon Burkhard, Lale Yavas, Sibel Kekilli, Roman Roth, Brigitte Grothum und Juraj Kukura.
Durch malerische Landschaft fährt , gezogen durch eine Dampflok der 52er Baureihe, ein Zug mit 1 Personenanhänger und 6 Viehwagons, der letzte mit einem Bremserhäuschen. Im Wagen fahren komfortabel Wachsoldaten, befehligt durch einen sadistischen Wehrmachtsoberleutnant, auf die 6 Viehwagons sind 688 Juden verteilt, sie gehören zu den letzten, die aus Berlin abtransportiert werden Richtung Dachau, da dem Führer 1943 das Geschenk eines Juden-freien Berlins gemacht werden soll. Es sind arme und reiche, alte und junge, auch Kinder ind Säuglinge , die zu je gut 100 in großer Enge zusammengepfercht den Transport überstehen sollen.
Die Bedingungen sind fürcherlich: Die Menschen campieren auf ihrem wenigen Gepäck, zum Liegen oder Sitzen gibt es nicht den nötigen Platz, immer müssen sich viele im Stehen aneinander oder die Holzplankenwände mit nur kleinen Ritzen lehnen, wechselseitig kann man an je ein kleines, vergittertes, zum Teil noch mit Stacheldraht versehenes Fensterchen an den beiden Seiten.
Mit einem Eimer Wasser und einem zweiten für die Notdurft müssen über 100 Menschen auskommen. Jeder Tumult., wenn die eigesperrten verzweifelt un mehr Wasser betteln, wird brutal unterdrückt, mit Drohungen, aber auch Geschoßsalven durch die Wände, die mehrere der Deportierten das Leben kosten.
Aus den anfangs gepflegten Menschen werden schmutzige , durstende , schwitzende, oft nur noch in Unterwäsche sichtbare Gestalten, die z.T. schon resigniert haben, glückliche können sich manchmal in angenehme Tagträume aus besseren Zeiten flüchten. Wenige wissen nicht , was sie erwartet, manche verdrängen es, nur wenigen gelingt es, noch eine gewisse Ordnung und Disziplin sowie Solidarität aufrecht zu erhalten und an Fluchtmöglichkeiten zu arbeiten. Die Vertorbenen müssen auf einen Haufen aufeinandergeschichtet werden. Bei Stops an Bahnhöfen ist eine mit Wasserstrahl gereinigte Lokomotive wichtiger als Wasser für die zunehmend ausgemergelten und entkräfteten Menschen.

Der letzte Zug, für viele ist es der letzte Zug, den sie in ihrem leben besteigen konnten. Eine handvoll Menschen gelingt die Flucht, nachdem vorher schon 2 Geflohene durch Gewehrsalven aus dem Bremserhäuschen am Zugende getötet worden waren.
Die Geflohenen mögen überleben, evtl. aich einige der Wachsoldaten und wenige, die lebendig in Dachau angekommen sind, die meisten werden zu den 6 Millionen Opfern des Naziregimes zählen, die als Zwangsarbeiter zu Tode ausgebeutet oder in Gaskammern ihr Leben ließen.

Von allen Darstellern wird die Enge im Wagon, die Verzweiflung, Wut, Hoffnungslosigkeit und zunehmende Resignation, das Leid von Eltern beim Tod ihrer Säuglinge, bei Verlust eines geliebten Parners oder Verwandten überzeugend und bewegend dargestellt.
Die gekonnte Inszenierung zeigt immer wieder schöne Landschaften, Soldaten in sauberer Uniform, die während einer Rast trinken und vor den Augen der Verdurstenden den Rest aus ihren Bechern auf den Boden kippen, während in den Wagons verzweifelte Menschen Wasser vom Boden lecken, das mit Wertgegenständen bestochenes Bahnhofspersonal nicht nur auf Lok und Wände der Wagons, sondern ab und zu auch durch die Luken ins Innere gespritzt hatte.

Einige der wenigen, die den Holocaust bis heute überlebt haben, mögen von noch unmenschlicheren Zuständen während der Transporte in die KZs berichten können, was und wie die Filmemacher uns hier glaubhaft realistisch zeigen, ist mehr als ausreichend und sicher lehrreich - und hoffentlich für Menschen der Jetztzeit und zukünftige Generationen eine Mahnung, das Menschen einander Ähnliches nie wieder antuen dürfen und jeder sich gegen Ideologien wehren sollte, die zu ähnlich unmenschlichen Taten führen können.
Kaum jemanden wird "Der letzte Zug"unberührt lassen.

Doc Halliday
44 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 29. Mai 2016
Ein sehr bewegender, emotional aufwühlender Film mit großartigen Schauspielern. Es wird einem krass vor Augen geführt, was Menschen anderen Menschen antun können. Da dieser Film fast in Form eines Kamerspieles gehalten ist, ist er atmosphärisch ungemein intensiv, man leidet mit mit dem Schicksal jedes einzelnen. Dieser Film steht für mich symbolisch für die Greueltaten der Nazis.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 30. Dezember 2017
Ich finde, dass dieser Film in jeder Schule für Kinder ab ca. 14 Jahren gezeigt werde sollte. Und anschließend müsste es darüber eine Diskussion, eine Reflektion geben.
Die Jugendlichen von heute müssen nicht wissen, wann Napoleon nach Elba musste, sondern sie müssen wissen, was in der Zeit Ihrer (Ur-)Großeltern geschah; damit sich (unsere) Geschichte nicht wiederholt.
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am 7. Juli 2017
Ein zutiefst bewegender und erschütternder Film! Die Schauspieler sind sehr identisch mit den Figuren und Gideon Burkhardt spielt fabelhaft!
Ein Film für alle, die Verfolgung, Demütigung, Hass und Gewalt durch herrschende Demagogen gegenüber seinen Mitmenschen ablehnt!
Prädikat wertvoll ....
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am 23. Oktober 2015
Ich wuenschte, so gute WW II Verftilmungen haette es bereits vor meiner Auswanderung in die USA gegeben (2002). Nun muss ich sie mir alle in amazon dot de zusammen suchen und hoffen, dass ich nichts verpasse.
Ueber Tips bin ich daher immer froh!
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am 1. August 2015
In diesem Film ist sehr eindrücklich gezeigt, wie es den Juden erging auf der Zugfahrt und auch in Auschwitz. Sehr gefühlvoll beschrieben. Da kann man nicht die Augen vor verschließen. Man hat sonst keine Vorstellung, was dort wirklich passiert ist.
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am 27. Mai 2015
Ich habe schon viele Buecher gelesen und Filme gesehen.Es ist immer wieder erschreckend,wie Menschen mit Menschen umgehen.Was sich in dem Zug abgespielt hat,man kann darueber eigentlich keine Rezension schreiben.Es ist unsere Pflicht das Geschehene nie zu vergessen.Es wird in der Zukunft keine Zeitzeugen mehr geben.Das Kapitel Deutscher Geschichte sollte in den Schulen mehr vermittelt werden.
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am 3. Mai 2016
Dieser Film zeigt mit beklemmender Offenheit zu was Menschen fähig sind und mit welcher Grausamkeit die Vernichtung der jüdischen
Bevölkerung betrieben wurde.
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am 9. Februar 2017
Hat mir gut gefallen, der Film spiegelt glaube sehr realistisch wieder was zu dieser Zeit gelaufen ist.
Die Gedankensprünge zwischendurch müssen nicht sein, stören aber auch nicht.
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am 10. Juni 2015
...seigt die die grausame Realität was Menschen; Menschen antun können. Der Film macht nachdenklich und es zeigt mir, wie Sinnlos Kriege Völkermord usw. sind.
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